Wachovia und UAL rüttelt die Märkte durch

Wiedermal eine Hiobsbotschaft die die US Eröffnung heute deutlich belasten könnte. Wachovia hat gepatz und streicht die Dividende. Anleger sind „not amused“! Die viertgrößte US-Bank Wachovia hat im zweiten Quartal einen überraschend schweren Verlust von insgesamt 8,9 Milliarden Dollar oder 4,20 Dollar je Aktie erlitten. Damit fiel der Verlust nicht nur beinah doppelt so hoch aus als von Experten erwartet, sondern er war auch deutlich höher als von der Bank zuletzt angekündigt.

Daran waren vor allem enorme Abschreibungen wegen der Kreditkrise schuld: So gab es eine Goodwill-Abschreibung von 6,1 Milliarden Dollar und eine weitere Rückstellung von 4,2 Milliarden Dollar für faule Kredite. Angesichts dieser verheerenden Quartalszahlen strich der Finanzkonzern die Dividende fast völlig zusammen. Mit der Kürzung der Dividende von 37,5 US-Cent auf nur noch 5 US-Cent je Aktie will Wachovia 700 Millionen Dollar einsparen. Die Bank steigt zudem komplett aus dem Hypotheken-Geschäft über Kreditvermittler aus.

Die UAL Corp. ,die Muttergesellschaft der zweitgrößten US-Fluglinie United Air Lines, meldete am Dienstag, dass sie im zweiten Quartal einen Milliarden-Verlust erwirtschaftet hat, was auf Sonderbelastungen und hohe Kerosinpreise zurückzuführen ist.

Der Nettoverlust belief sich auf 2,73 Mrd. Dollar bzw. 21,47 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Gewinn von 274 Mio. Dollar bzw. 1,83 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Das jüngste Ergebnis beinhaltet dabei Bilanzierungs-Sonderbelastungen von 2,6 Mrd. Dollar. Ohne bestimmte Einmaleffekte lag der jüngste Verlust bei 1,19 Dollar pro Aktie. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 3 Prozent auf 5,37 Mrd. Dollar zu.

Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 2,05 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 5,39 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von -2,81 Dollar bei Erlösen von 5,67 Mrd. Dollar in Aussicht.

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