Vivacon bekräftigt Prognose

Die Vivacon AG hat im ersten Quartal 2007 559 Wohnungsverkäufe im Gesamtwert von EUR 37,3 Mio. beurkundet. Das Verkaufsvolumen im Vorjahresquartal betrug EUR 65,8 Mio. und war damals positiv durch den Verkauf der zukünftigen Konzernzentrale „Rheinauhafen“ in Höhe von rund EUR 26 Mio. beeinflusst. Bereinigt um diesen Wert bewegt sich der Umsatz somit in etwa auf dem Vorjahreswert.

Der Umsatz betrug in Q1 2008 EUR 39,0 Mio., eine Steigerung von 59% im Vergleich zu EUR 24,5 Mio. in Q1 2007. Der Anteil wiederkehrender Umsätze (Erbbauzinsen, Mieten und Property Management) stieg damit im 1. Quartal 2008 auf 55 % der Gesamtumsätze (Q1 2007: 23%). Dieser Faktor ist nach meiner Ansicht besonders positiv zu bewerten.

Der EBIT in Q1 2008 betrug EUR 2,7 Mio. im Vergleich zu EUR 6,2 Mio. im Vorjahr. Sowohl Zinsen als auch Inflation haben sich im ersten Quartal prinzipiell positiv für das Geschäftsmodell der Vivacon AG entwickelt; durch nicht liquiditätswirksame Aufwendungen für gegenlaufende Sicherungsinstrumente wurde jedoch das Quartalsergebnis in Höhe von insgesamt EUR 5,8 Mio. belastet.

Ein entsprechender Ertrag durch Höherbewertung der Erbbaurechtsgrundstücke wurde nicht ausgewiesen. Die weiterhin steigenden Inflationserwartungen führten zu einem Mehraufwand im EBIT von EUR -2,3 Mio., der sich aus der Marktbewertung der Sicherungsinstrumente (Inflationsswaps) ergibt. In Folge des gesunkenen Zinsniveaus ist das Finanzergebnis zusätzlich mit EUR -3,5 Mio. durch die Marktbewertung des Zinssicherungsgeschäftes (Interestswaps) belastet, wodurch sich ein Konzernergebnis in den abgelaufen drei Monaten von EUR -5,9 Mio. gegenüber EUR 3,3 Mio. in Q1 2007 ergibt. Das Ergebnis pro Aktie beträgt im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008 EUR -0,30 gegenüber EUR 0,17 im Vorjahreszeitraum.

Das wird wohl ein spannender Tag für Vivacon Aktionäre, allerdings notiert die Aktie nach wie vor 30-40 Prozent unter ihrem NAV und die Frage bleibt nun in wie weit dieses Ergebnis schon im aktuellen Kurs eingepreist war. Ich könnte mir durchaus vorstellen das die Klarheit über die Entwicklung bei Vivacon heute auch zu steigenden Kursen führen könnte. Der Vorstand bekräftigte nochmal die Ziele für das Jahr 2008 und einen Konzerngewinn in Höhe von 60 Millionen Euro. Unklar blieb bis jetzt was mit dem Kapital aus der Wandelschuldverschreibung passieren soll..

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