Viel zu hektisch und viel zu spät!

Die FED hat mit der Leitzins Senkung zugegeben das die Lage noch viel schlechter ist als befürchtet. Dies möchte ich zum Anlass nehmen mal ein kurzes Resumé der von der FED geleisteten Arbeit hier zu veröffentlichen. Viel zu hektisch und viel zu spät ist die generelle Kernaussag. Ich weiß nicht ob mich die jüngste Zinnsenkung irgendwie beruhigen sollte – viel mehr finde ich das die letzten Maßnahmen der US Notenbanken  die blanke Panik und Hilflosigkeit signalisieren. Das was jetzt auf uns zukommen wird könnte noch viel schlimmer werden als das was bereits hinter uns liegt. Versteht mich nicht falsch ich bin kein Pessimist sondern eignetlich gnadenloser Optimist und Perma-Bulle aber diese Situation ist gefährlich und man sollte das auf jeden fall immer im Hinterkopf behalten!

Die ganze Misere fing ja schließlich mit der FED an!  Damals unter Bill Clinton als Alan Greenspan durch seine Niedrig-Zins-Politik den amerikanischen Bürgern den Erwerb eines Eigenheimes ermöglichte, obwohl die meisten Amerikaner sich das gar nicht leisten konnten. Damals als man den Leuten vorgaukelte das Konsum auf Pump „the amerikan way of life“ sei und man sich über die Rückzahlungen keine Gedanken machte. Ganz im Gegenteil man bekam sogar noch einen Kredit auf den Kredit. Kredite die die Amerikaner auch gerne annahmen und in sinnvolle Dinge wie Autos, Boote, Klamotten oder einfach einen überschwänglichen Lebenswandel investierten.

Das ganze Konstrukt ging dann mit dem Regierungswechsel auf George Bush und speziell mit dem Amtswechsel von Alan Greenspan auf Ben Helikopter Bernanke den Bach runter. Als die FED begann die Zinsen wieder anzuziehen und dies wiederum auch wieder viel zu schnell und zu heftig tat kamen die meisten Hausbesitzer in Bedrängnis. Genau diese Maßnahmen lösten damals die Immobilienkrise aus! Die Raten konnten nicht mehr bedient werden und die frisch gebackenen Immobilienbesitzer gerieten ins straucheln.

Zwischendurch machten die FED dann den kläglichen Versuch Stärke zu demonstrieren und hielt die Zinsen viel zu lange konstant oder zumindest zu weit oben als man schon erkennen konnte worauf die amerikanische Wirtschaft zusteuerte. Hier hätte die FED entschlossen dagegen steuern sollen, dann wäre das alles in dem Umfang nämlich gar nicht erst passiert. Aber das wurde leider versäumt. Mich würde nicht wundern wenn man damals gedacht hat das das ganze „just a bump in the road“ ist. Die Situation wurde schlicht komplett unterschätzt. Also die Zinssenkungen dann anfingen war es schon viel zu späte und das Problem so einfach nicht mehr in den Griff zu bekommen.

Nun befinden wir uns wieder in der Zinssenkungs-Phase und der Markt wird mit frischem Geld geflutete. Ebenfalls wieder viel zu schnell und zu hektisch geht man hier seitens der FED ans Limit. Geld das so günstig ist wie noch niemals zuvor! Was die meisten Amerikaner jetzt wahrscheinlich wieder bald vergessen werden ist das ihr Geld im internationalen Vergleich bald nicht mehr viel wert sein wird. Aber das hat ja den Amerikaner noch nie so wirklich interessiert was im Rest der Welt so los ist. Hauptsache man kann im eigenem Land jetzt wieder ordentlich konsumieren. Alles ist also wieder beim Alten und die Regierung hat die Krise gemeistert 😉

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