Anwaltskanzlei reicht Sammelklage gegen Bear Stearns ein

Eine US-Anwaltskanzlei teilte mit unterdessen, sie habe in New York eine Sammelklage gegen Bear Stearns eingereicht. Die Anwälte von Coughlin Stoia Geller Rudman & Robbins LLP warfen der Bank vor, Investoren über die finanzielle Lage des Unternehmens getäuscht zu haben. Zudem habe die Bank und einige ihrer hochrangigen Angestellten gegen bundesstaatliche Sicherheitsgesetze verstoßen, hieß es.

In der vergangenen Woche hatte es wiederholt Gerüchte über Geld-Probleme bei Bear Stearns gegeben, was die Bank aber dementiert hatte. Am Freitag dann hatte die US-Notenbank Fed zusammen mit JPMorgan eine Notfallfinanzierung für Bear Stearns gestemmt. Die fünftgrößte US-Investmentbank hatte dazu erklärt, in den letzten 24 Stunden habe sich die Liquiditätsposition stark verschlechtert, was die Fed-Hilfe notwendig gemacht habe.

Am späten Sonntagabend kündigte JP Morgan dann an, Bear Stearns für 236 Mio. $ oder 2 $ je Aktie kaufen zu wollen – 93 Prozent weniger als der Aktienkurs vom Freitag. Vor etwa einem Jahr war das Papier noch 172 $ wert.

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