Unruhige Woche voraus. Alcoa kann nicht beruhigen.

Alcoa eröffnet mit seiner Zahlenvorlage traditionell die Berichtssaison der großen US-Konzerne. Die Zahlen gelten daher als eine Art Marktbarometer und wurden mit besonderer Spannung erwartet. Gestern nachbörslich war es dann soweit der US-Aluminiumhersteller Alcoa hat im ersten Quartal einen Gewinneinbruch um mehr als die Hälfte erlitten. Die Gründe seien vor allem stark gestiegene Energiekosten sowie der schwache Dollar, teilte Alcoa am Montagabend nach Börsenschluss in New York mit. Dies machte die Mehreinnahmen durch Aluminiumpreise in Rekordnähe mehr als zunichte.

Unter dem Strich verdiente Alcoa im ersten Quartal 303 Millionen Dollar und damit fast 55 Prozent weniger als vor einem Jahr. Je Aktie fiel der Gewinn von 0,75 auf 0,37 Dollar. Bereinigt um Sondereffekte lag der Gewinn je Aktie bei 0,44 Dollar. Der Umsatz sank um knapp 7 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar (4,7 Mrd Euro). Analysten hatten einen weniger starken Gewinneinbruch erwartet. Der Umsatz fiel dagegen etwas besser aus. Die Aktie gewann im nachbörslichen Handel zunächst, pendelte dann aber zwischen Gewinnen und Verlusten. Im Tagesverlauf hatte das Papier vier Prozent nachgegeben.

Kein besonders guter Auftackt für die Berichtssaison, aber auch nicht katastrophal. Mal sehen was der Markt heute daraus macht. Gestern mussten die Tagesgewinne ja leider schon wieder abgegeben werden, und auch die asiatischen Märkte schliessen heute mit 0,5 bis 1,5 Prozent im Minus. Die Futures in Deutschland werden wohl auch eher negativ starten. Heute wird das FED Sizungsprotokoll veröffentlicht, und das könnte zusätzlich wiedermal für etwas Unruhe sorgen, da hieraus meistens die Perspektive für weitere Zinssenkungspläne der FED hervor gehen.

Kommentar verfassen

Top