Totales Banken-Chaos bei Amitelo

Durch Bankenfehler bei dem Anfang der Woche durchgeführten Reverse Splitts im Verhältnis 100:1 bei der Amitelo AG ist die Aktie seitdem um über 400 Prozent gestiegen. Anleger die die alten Stücke Verkauft haben wurden durch Fehlbuchungen bei den Stückzahlen ungewollt zu Shortsellern und müssen nun eindecken. Das treibt den Kurs in immer neue Höhen. Ein Skandal hier kann man förmlich darauf warten das der Kurs dann irgendwann wieder um 80 Prozent einbrechen wird.

Mit Schuld daran könnten die Online-Banken sein. Mehrere von ihnen nämlich hätten die Umbuchung der Bestände nicht rechtzeitig vorgenommen, werfen Anleger in Internetforen vor. Anleger konnten so ihre alten Aktienbestände zu Nach-Split-Kursen verkaufen. Damit waren plötzlich mehr Aktien im Umlauf als Amitelo eigentlich ausgegeben hatte. Nachdem die Banken den Split endlich verarbeitet hatten, weisen offenbar Anleger, die Pre-Split-Bestände verkauft hatten, Minusbestände im Depot auf. Sie sind quasi unbeabsichtigt short gegangen. Offenbar wird nun seitens der Anleger darauf spekuliert, dass die Banken diese Short-Positionen schließen und sich am Markt mit Amitelo-Aktien eindecken müssen („covern“).

Zeitgleich zum Reverse Split führt Amitelo derweil eine zweite Kapitalerhöhung durch, die angesichts der enormen Kurssteigerung der vergangenen Tage auf den ersten Blick an Attraktivität gewinnt. Die im Verhältnis 9:7 ausgegebenen neuen Aktien sind mit einem Preis von 2,40 Schweizer Franken (umgerechnet 1,48 Euro) relativ billig im Vergleich zum aktuellen Kurs.

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