The Good, the Bad and the Ugly…

…Fangen wir mit dem Guten des Tages an und auch wenn es kaum zu glauben ist, da gibt es doch etwas…

Zum Beispiel, dass die (Börsen-)Welt wie wir sie kennen (noch) nicht untergegangen ist, und Morgen wieder die Sonne aufgeht (ich gehe zumindest aufgrund technischer Indikatoren davon aus). Ernsthaft, trotz der schrecklichen Gerüchte um Bankpleiten und der großen Verunsicherung hat der Markt gestern die Tiefs nicht wieder erreicht. Im S&P500 hatte er sogar die Andeutung eines IHS (Inverse Head and Shouldern) Patterns ausgebildet, der typischerweise einen Wendepunkt signalisiert. Die Schwächer der letzten Stunde hat das dann leider vorerst wieder zunichte gemacht. Dennoch, nach Börsenschluss in den USA hat CISCO recht gute Zahlen abgeliefert, die Aktie ist nachbörslich ca 3 Prozent im Plus. Bei der Cisco Aktie sieht es nun nach einem Turnaround aus. Die US Futures notieren heute vor Börsenbeginn in Europa wieder im Plus, und auch aus Asien kommt eine eher uneinheitliches Signal, bisher also keine Spur eines weiteren Absturzes!

In Summe sieht der Markt technisch gesehen nach wie vor so aus, als ob er einen Boden ausbilden will. Eigentlich eine riesige Chance für hohe Kursgewinne, wenn …..

Wenn, ja wenn, das Schlechte nicht wäre, und davon gibt es momentan genug. Die Banken wurden gestern völlig zerlegt, Französische Grossbanken mit bis zu 20% Minus. Deutsche Bank -7%, aber auch E.ON -11% ! Mit solchen Einschlägen, und der Angst vor einem Bank-Run ist ein Bounce unmöglich. Auffällig war allerdings, dass sich MDAX (und erst Recht SDAX) viel besser gehalten haben als der DAX. Bei den kleineren deutschen Unternehmen im Bereich der klassischen deutschen Stärken (Maschinenbau, Ingenieurswesen, Autos) scheinen schon erste Schnäppchenkäufer am Werk zu sein. Das Schlimmste könnte also zumindest in Teilbereichen vorbei sein. Aber solange diese Einschläge aus Politik und Finanzsystem nicht aufhören, hat der Markt keine Chance auf eine „echte“ Erholung, insofern ist die Markttechnik an solchen Tagen nur bedingt aussagefähig.

Kommen wir zum Hässlichen, oder Üblen. Das Üble ist, an den Gerüchten um Liquiditätsprobleme der französischer Grossbanken, insbesondere der Societe General, kann durchaus etwas dran sein. Das sind nicht nur wilde Gerüchte ohne Grundlage, sie müssen so nicht stimmen, aber sie haben wahrscheinlich einen wahren Kern. Eine brauchbare und kompetente Erklärung dazu was gestern im Bankensektor abgegangen ist, kann man hier bei Reuters nachlesen. In Europas Medien wird mir das Thema zu sehr totgeschwiegen bzw. eher auf Ängste Frankreichs vor dem Verlust des Top-Bonitäts-Ratings AAA verwiesen, was mich eher nachdenklich macht. Stille ist manchmal sehr beredt.

Es ist Fakt, dass sich das Misstrauen zwischen den Banken erneut einem kritischen Niveau nähert, und es bereits seit Tagen oder Wochen im Interbankenmarkt knirscht, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Ob die SocGen jetzt wirklich kurz vor dem Kippen ist, weiss ausser den Insidern niemand. Dementiert wurde es, sogar vehement, aber was sind solche Dementis heute noch wert? Der Markt schießt zuerst auf das schwächste Mitglied der Herde, und da ist die SocGen definitiv mit dabei. Ein Kursverlust von 20 Prozent an einem Tag zeigt deutlich dass nicht alles in Ordnung ist, wie man uns glauben machen will.

Diese Risiko einer Grossbankenpleite ist richtig ÜBEL. Wenn uns eine Bankpleite ala Lehman bei einer europäischen Grossbank ereilt, dann sehen wir uns im DAX bei 2000 wieder. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein. Und dann steht mehr in Frage als ein paar Konten und Zertifikate bei einer ausländischen Bank ala Lehmann wie 2008. Denn die Staaten und Notenbanken sind heute in weit schlechterem Zustand als 2008, finanziell und vor allem politisch. Der Markt weiss dass und wird im Falle einer echten Schieflage der Societe General, oder einer anderen europäischen Großbank noch tiefer abtauchen. Von den Bildern von Kilometer langen Schlangen vor Bankschaltern Europaweit ganz zu schweigen…!

Ich persönlich glaube aber nicht, dass es kurzfristig so weit kommt, weil die Staaten und Notenbanken dass mit letzter Energie abwenden werden. Das grundsätzliche Problem bleibt aber bestehen. Solange die Politik nicht die Kraft findet bei bestimmten Themen mal ein Ende mit Schrecken durchzuziehen und damit auch wieder eine vernünftige Grundlage für einen sauberen Neuanfang zu legen, wird sich immer wieder Angst und Schrecken an den Börsen ausbreiten können.

Wie gesagt, rein technisch gesehen geht heute die Sonne wieder auf. Aber bei Europas genialen Finanzpolitikern weiss man ja nie ….HS

43 Comments

  1. Thomas said:

    Lars (und Hari),

    ich selbst bin Langfristanleger. Gold habe ich schon seit Monaten und beabsichtige kurzfristig weder etwas dazu zu kaufen noch zu verkaufen. Da ich die Zusammensetzung meines Portofolios erst vor wenigen Wochen gefunden habe, bin ich de facto noch ein paar Monate in Gold übergewichtet. Durch die Aufteilung des Depots, die sich nach DAX und Umlaufrendite richtet, muss ich im Augenblick (mindestens mal die nächsten 2 Monate) Aktien übergewichten – dann, wenn überhaupt (oder sind dann Anleihen dran?) wäre zunächst wieder Silber zu kaufen …

    Bei einer 200 Tageslinie von Gold die noch unterhalb von 1500 verläuft, ist das Abwärtsrisiko im Augenblick eher höher als die Wahrscheinlichkeit, Kurse von über 2000 kurzfristig zu sehen. Silber sieht, genau genommen, so ähnlich aus. Ich gehe aber davon aus, dass, sollte Gold zurückfallen, wird Silber noch stärker fallen. Das Aufwärtsrisiko bei Silber halte ich für geringer als bei Gold so dass, würde ich auf Korrektur bei Gold spielen wollen, ich ein Silber short Produkt kaufen würde.

    Für mich ist das aber alles uninteressant. Steigt Gold in den nächsten drei Monaten oder fällt es? Langweilig… Wenn’s fällt kaufe ich früher wieder Gold hinzu. Das ist alles.

  2. Hari Seldon said:

    Die langfristigen Treiber bei Gold sind völlig intakt. Solange bis das Papiergeldsystem reformiert wurde und an der Front der Staatsfinanzen Ruhe einkehrt, wird Gold tendentiell weiter steigen. Und das dauert Jahre. Genau genommen nicht steigen, sondern seinen Wert behalten. Die Papierwährungen werden dagegen weiter fallen.

    Ich habe als „alter“ Goldbulle mit dieser Sicht viele Jahre gut Geld verdient und habe vor, diesen Mega-Bullen auch in Zukunft weiter zu reiten. Aber aktuell bin selbst ich raus und kann einen kurzfristigen Short sehr gut verstehen.

    Ich könnte hier unzählige technische Indikatoren aufzählen die alle das gleiche sagen: Wir sind nahe an einem mittelfristigen Top oder haben das mit 1800 schon erreicht. Auf Sicht von Wochen, wenn nicht Monaten überwiegen die Risiken nach unten. Sobald sich die politische Front nur wenig beruhigt, kann Gold problemlos 200-400 USD in wenigen Tagen fallen. Dann werden alle die heraus geschüttelt, die nun noch in Gold eingestiegen sind um sich „sicher“ zu fühlen.

    Nach der absehbaren Korrektur ist Gold aber in meinen Augen wieder ein klarer, langfristiger Kauf. Die Krise des Weltwährungssystems wird uns imho noch auf Jahre begleiten.

  3. Hari Seldon said:

    Es ist geschafft ! Der erste vergleichsweise ruhige Tag an den Börsen seit 2 Wochen, heute „nur“ mit 300 Punkten oder 5% Intraday Bewegung. Es ist schon lustig so etwas „ruhig“ zu nennen, aber alles ist eben relativ.

    In Summe ein guter Tag, denn es scheint so als legte sich nun etwas Nebel und Ruhe über das Schlachtfeld. Viele Händler aus den US die in den letzten Wochen nach dem Motto „All Hands on Deck“ ihren Urlaub abgebrochen hatten sind heute früher ins Wochenende verschwunden.

    Das ist ein gutes Zeichen, ebenso wie die Tatsache, dass der Markt keine Anstalten gemacht hat ins Wochenende hinein aus reiner Vorsicht noch einmal massiv abzusacken. Der Markt hat heute zwar noch keine völlig eindeutigen Kaufsignale gesendet, das Fehlen jeglichen Downside-Momentums am heutigen Tag ist aber sehr positiv zu werten.

    Wenn an der politischen Front übers Wochenende Ruhe bleibt, haben wir nächste Woche die Chance in den entspannteren Teil der Gegenbewegung einzutreten in dem der Markt dann idealerweise über mehrere Tage bei mässiger Volatilität hochschieben sollte. Viele Händler werden dann auch ihren abgebrochenen Urlaub nachholen.

    So endet die Woche mit der Hoffnung auf Normalisierung und Beruhigung. Es ist auch dringend nötig etwas Kraft zu tanken, denn spätestens im September wird der Markt seine Karten aufdecken ob wir schon mitten im Bärenmarkt sind und viel tiefere Kurse vor uns liegen, oder ob wir doch noch einen Anlauf zu den Höchstständen machen.

    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Bis Montag früh bin ich off.

  4. Thomas said:

    „Naja Thomas, so lange man nur auf einen kurzfristigen Rücksetzer spekuliert,…“

    Ramsi, ich verstehe Deine Anmerkung nicht ganz. Ich wollte lediglich, ich hatte den Eindruck, dass Chris die voranstehende Diskussion nicht in allen Punkten nachvollzogen hatte, das Gesagte zusammenfassen.

    Da ich dabei die Frage „würdet ihr einsteigen oder seid ihr schon eingestiegen?“ dann auch an mich gerichtet sah, war mir nur wichtig zu sagen, dass ich keines der Papiere selbst habe oder gedenke da einzusteigen.

    Ich denke aber, dass ein Turbo vielleicht doch das bessere Instrument ist, eine kurzfristige Spekulation umzusetzen als ein ETF… Aber wie schon gesagt, Silber ist ein Hebel auf ETF … und kurzfristig sehe ich das Risiko (des short Käufers), dass Silber in ungeahnte Höhen abhebt als geringer an als bei Gold … Nach unten ist Silber schneller 🙂

    Gestatte mir noch eine Anmerkung: Ich selbst finde Gold eigentlich stinklangweilig (short Ideen darauf ebenso). Gold ist lediglich ein guter hedge im Depot. Es gibt jedoch eine Sichtweise auf Gold, die Lars und ich überhaupt nicht teilen: Lars sieht es als … sagen wir … „Fluchtwährung“ an (Alternative zu Tresuries oder Bundesanleihen). Meine Interpretation des Goldcharts seit 2000 (das sind ca. 20% Performance pro Jahr) ist, dass dies speziell das Wachstum in Asien reflektiert. These: So lange Asien wächst, steigt auch der Goldpreis. Letzte Anmerkung, kulturelle Unterschiede: 1 Pfund Sterling ist eine Währung mit Silbereinheit, 1 Thai Baht ist eine Währung mit Goldeinheit (Baht ist ca. 1/2 Unze Gold). Gold genießt in Asien gegenüber dem Westen ein anderes Ansehen als Silber …

    Allerletzte Bemerkung: Gold short? Ja, der Chart sieht gerade etwas überhitzt aus. Aber die Hochzeitssaison in Indien beginnt ja erst demnächst, und dann kommt Weihnachten.

    • Lars said:

      Hi Thomas, „So lange Asien wächst, steigt auch der Goldpreis“ Die Theorie ist sicherlich nicht verkehrt, und grundsätzlich wird sich Gold auch immer über lange Zeiträume positiv entwickeln, aber die momentan spannende Frage dürfte doch sein was mit den Währungen passiert, also konkret mit dem Dollar. Der Kaufkraftverlust der letzten 20 Jahre ist sicherlich nicht zu vernachlässigen, ebenso die Tatsache das Gold nun charttechnisch deutlich voraus gelaufen ist. Solche Bewegungen werden sich immer früher oder später wieder relativieren. Nachdem nun schon auf der Titelseite der BILD zum Kauf von Gold geraten wird, und große amerikanische Investmenthäuser Kursziele von 2,500,- Dollar bis Jahresende ausrufen, sind wir wahrscheinlich nicht mehr allzu weit von einer vorübergehenden Top-Bildung entfernt. Ich würde ja auch nur kurzfristig darauf spekulieren, das Gold zurückkommt. Der langfristige Trend bleibt wohl erst einmal für die kommenden Jahre intakt.

  5. Hari Seldon said:

    @ Ramsi, diese Frage kann ich heute noch nicht beantworten. Man soll die Brücke überqueren wenn man vor ihr steht und wir stehen erst am Anfang des Bounce. Stärke und weitere Ablauf werden alles sagen wenn es so weit ist und das erste Momentum ausläuft. Bei einem typischen Verlauf eines Bounce würden wir nächste Woche aber erst einmal Momentum aufnehmen, heute – vor diesem Wochenende wird der Markt sicher noch etwas vorsichtig sein.

    Meine prinzipiellen Erwartungen an diese Rally habe ich weiter oben in einer Antwort an Deathproof dargelegt.

  6. Ramsi said:

    Hari Seldon, denkst du dass die Gegenbewegung über die 6300 hinaus geht? Wo planst du momentan deinen Ausstieg? Ich bin mit dem Gedanken zugange, bei einem Dax von knapp 6300 meine Porsche abzustoßen, wenngleich mir dabei nicht ganz wohl ist, weil ich Porsche für extrem unterbewertet halte und das Papier die letzten Tage im Vergleich zum Dax eine enorme Stärke gezeigt hat

  7. Ramsi said:

    Naja Thomas, so lange man nur auf einen kurzfristigen Rücksetzer spekuliert, anstatt von längerfristig fallenden Preisen auszugehen, ist das sicher eine vertretbare Tradingidee…

  8. Thomas said:

    @Chris,

    Hari hatte DE000A1AQGZ6 empfohlen. Ich hatte auf DE000A0V9X09 (Gold) bzw. DE000A0V9X66 (Silber) aufmerksam gemacht.

    Ich selbst bin nicht short in Gold und gehe auch nicht short in Gold. Es kann sein, dass es ein bisschen runter kommt. Ich bin aber Langfristanleger und werde hin- und wieder noch etwas Gold dazu kaufen.

    I.ü. wäre es eine Empfehlung von mir, sich etwas Gold in einem Aktiendepot aus Absicherungsgründen hin zulegen, da Gold anders „tickt“ als Aktien. Gold short in einem Aktiendepot gibt dagegen imho nicht so einen richtig tiefen Sinn.

  9. Hari Seldon said:

    Wer sich gerade fragt warum der DAX gerade in 10 Sekunden um ein Prozent nach oben gesprungen ist:

    Der US Einzelhandelsumsatz der um 14.30 Uhr reingekommen ist war im Juli +0,5% gegenüber der Prognose von 0,6%

    Kein Grund zum Jubeln eigentlich oder ? Eben doch, man daran lehrbuchhaft was so extrem negatives Sentiment wie im Moment bedeutet. Alles was nicht dem sofortigen Weltuntergang entspricht, ist eine sehr gute Nachricht. Und darum springen die Indizes um 1%. Deshalb ist eine temporäre Rally so wahrscheinlich in so extrem Überdehnungen nach unten, weil fast jede „normale“ Nachricht zu etwas Positivem wird.

  10. Ramsi said:

    Porsche hat jetzt aber mit den 45 Euro zu kämpfen während der DAX weiter steigt. Die anfängliche Stärke im heutigen Handel relativiert sich mittlerweile

  11. Chris said:

    Gibt es einen guten ETF Short auf Gold und wann würdet ihr einsteigen oder seid ihr schon eingestiegen?

  12. Thomas said:

    Lars, auch wenn Du weg musst, noch einen Gedanken zu Gold short: Ich hatte Dich so verstanden, dass Du einen Hebel suchst („Puffer bis sagen wir mal 2.100,- Dollar je Unze“). Wenn es ein ETF sein soll, sieh mal unter etfsecurities_com_de_welcome_asp nach. Die bieten eine relativ breite Palette.

    Ein Gedanke: Silber ist ein Hebel auf Gold, warum nicht einen short ETF auf Silber. Wenn Gold runter gehen sollte, folgt ihm Silber mit hoher Wahrscheinlichkeit – gehebelt. Zudem gehen die Silber Futures runter (die von Gold rauf) und technisch ist dem Silber nur zu helfen, wenn Gold wirklich weiter durch die Decke gehen sollte. Also für ne kurze Wette auf Gold Short würde ich mir das Silber Short ETF von etfsecurities nehmen – mir scheint das gegenwärtig (= heute) ein vernünftigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis zu besitzen als direkt Gold short (oder nervt dich Gold inzwischen nur einfach so richtig :-)?).

    • Lars said:

      Ganz kurz bin ja eigentlich schon weg 🙂 Gold ist in der Übertreibung und kostet gerade soviel wie Platin, Silber hingegen deutlich vernünftiger gepreist in meinen Augen…Gold wird irgendwann, wahrscheinlich sehr schnell um 30% fallen, denke ich. Jetzt muss man das nur noch gute erwischen.. 😉 ich suche also jetzt schon Scheine für den Tag X, und die kommen in die Watchlist!

  13. Hari Seldon said:

    @ Micha,

    Max Otte macht vieles richtig und vieles falsch – wie alle Menschen. Ich will ihm den Praktiker oder die Versorger auch nicht vorhalten – er hat auch in vielem Recht gehabt und in Summe ist er sicher einer der vernünftigeren „Gurus“.

    Aber er stellt sich hin und nimmt Geld dafür, dass er dieses menschliche Bedürfnis nach einfachen Ratschlägen befriedigt, obwohl er genau so fehlbar ist wie der Rest der Menschheit. Damit ist er auch nur ein weiteres overhyptes Exemplar in der endlosen Schlange der selbsternannten Gurus die die Medien bestimmen. Darauf will ich nur hinweisen.

    Und damit zu Warren Buffet. Buffet gibt nie irgendwelche Anlageempfehlungen, Nie ! Ich als langjähriger Berkshire Hathaway Aktinär kann das mit Bestimmtheit sagen. Andere wie Otte oder Lingohr schmücken sich halt gerne mit dem grossen Namen Buffet, weil es so schön klingt und Kundengelder bringt. Sie sind von Buffets Investmentstil aber so weit entfernt wie die Kuh von der Mondfahrt.

    Denn Buffet geht in die Unternehmen, redet mit dem Management und bohrt sich durch die Bücher durch, bevor er auch nur einen Dollar investiert. Wenn er aber investiert ist, interessieren ihn die Börsenschwankungen Null, denn er weiss was er hat. Ein Praktiker wäre ihm so kaum passiert.

    Otte, Lingohr und wie sie alle heissen haben halt auch nur eine Verkaufsmasche und die lautet das Zauberwort „Buffet“. Mit seinem Investmentstil hat es aber herzlich wenig zu tun sich von aussen die öffentlichen Bilanzen anzuschauen und daraus Schlüsse zu ziehen. Dann wäre Buffet schon längst Pleite, denn jeder der schon mal selber an exponierter Stelle in so Unternehmen stand weiss, wie aufgeblasen die Bilanzen seit IFRS oft sind und nur durch Goodwill bestimmt. Nein, wenn man investieren will muss man rein ins Unternehmen, alles andere ist auch nichts anderes als das was wir machen. Aber es bringt halt mehr Kunden, wenn man sich mit Buffet schmückt.

    Und im übrigen, wenn man wirklich Buffet will, gibt es dafür eine einfache Methode: Berkshire Hathaway kaufen. Dann braucht man keine Lingohr Systematics Fonds und wie das alles heisst sondern bekommt das Original das sich wirklich in die Unternehmen reinwühlt.

    Nochmal damit es keine Missverständnisse gibt, Otte und Lingohr machen einen guten Job und bei ihnen ist Geld Unerfahrener sicher besser aufgehoben als bei so manch dubiosem Zertifikat dass die Banken unters Volk pressen.

    Trotzdem haben sie ein Verkaufsinteresse und eine Masche, das darf man nie vergessen. Buffets Stil ist etwas ganz anderes.

  14. deathproof said:

    @hari: klarerweise sollte man nicht auf anderen hören. da bin ich schon sehr alt genug 😉
    aber du erwähntest von bärenmarkt und das hat mich neugierig gemacht, wie du auf diese szenario gekommen bist. natürlich kannst du dich auch dabei daneben tippen. zumindest kann ich dann selber einen finanziellen richtung auslosen, worauf ich da selbst einlassen kann. es geht einfach um informationsbeschaffung.
    und: der guru bin ich selber, von meiner person aus 😉

    @lars: schönes erholsames wochenende, dein treuer blogleser 😉

  15. Micha said:

    -Noch ein Zusatz zu Otte

    Max Otte hat Anfang des Jahres von Autowerten abgeraten und Versorger angepriesen. Max Otte ist Value Investor nach dem Vorbild Warren Buffet. Bisher hat er leider falsch gelegen. Aber man muß natürlich auch sagen, dass Fukuschima keiner vorhersagen konnte und die Umstände sich gegen seine These entwickelt haben. Langfristig könnten sich Investments in Versorger natürlich auszahlen.

  16. Hari Seldon said:

    @ Deathproof, vielen Dank. Aber etwas Essig muss ich dann doch in Wein kippen.

    Obiges Muster ist nur ein Muster unter vielen. In meinen Augen derzeit das Wahrscheinlichste, aber nicht mehr. Und schon Morgen kann ich eine andere Meinung haben, weil sich am Markt etwas verändert. Und diese geänderte Meinung veröffentliche ich hier nicht notwendigerweise.

    Ich weiss, dass wenn man sich selber noch nicht ganz sicher ist, man sich gerne an „Gurus“ orientiert. Eine ganze Industrie lebt davon dieses Bedürfnis zu befriedigen. Ich erinnere nur an unseren gehypten Max Otte, der ja mehrfach Praktiker empfohlen hatte weil die so weit unter dem Buchwert lagen dass sie ja einfach unverschämt billig seien. Diese Empfehlung war so bei 6, jetzt liegen sie bei 2. LOL !

    Dabei glaube ich schon, dass Max Otte im Kern den Kopf am rechten Pfleck hat und es weit dümmere „Gurus“ gibt. Ich will mit dem Beispiel nur zeigen, wie gefährlich es ist sich auf andere zu verlassen und jeder der in diesem Markt mit Bestimmtheit behauptet genau SO würde die Zukunft ist sowieso ein Scharlatan.

    Deshalb benutze jetzt bitte auch mich nicht als „Guru“. Ich bin keiner und will auch keiner werden ! Alles was ich sage ist ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten die auf historischen Daten und Erfahrungen beruhen.

    Du must Dir ganz alleine überlegen, was Du mit Deinem Geld machst. Dabei kannst Du natürlich andere Meinungen (wie meine) aufnehmen und verarbeiten – das tue ich auch mit den Meinungen Dritter – aber am Ende ist es Deine Entscheidung und Deine Analyse.

    Laufe also nie einem selbsternannten Guru nach, egal wie toll sich das liest was er schreibt ! Es gibt keinen anderen Weg zum Erfolg, als selber Wissen und Können aufzubauen.

  17. deathproof said:

    vielen dank für die sehr präzise antwort.
    dieser blog ist echt ein hammer. solche profiwissen lässt sich schwer finden.

    • Lars said:

      cool, es läuft, danke Deathproof 🙂 ich freue mich auch sehr über die Bereicherung dieses Blogs mit absolut hochwertigen Informationen. Danke an alle für Euer Engangement!

  18. Hari Seldon said:

    @ deathproof, wenn ich es genau wüsste wäre ich in einer Woche Milliardär 😉

    Aber man kann sich an historischen Vorbildern orientieren. Und die sagen:

    1. Wenn wir jetzt einen Boden haben (ich betone das WENN) dann drehen wir nicht innerhalb Stunden, sondern dann läuft eine Bärenmarktrally ein paar Tage bis wenige Wochen.

    2. Ein typischer Bounce im Bärenmarkt ist in der Grössenordnung von 50% des vorherigen Abfalls.

    3. Vom Anleger Sentiment her läuft eine Bärenmarktrally immer so weit, bis die Mehrheit denkt es gäbe ja gar keinen Bärenmarkt sondern die guten Zeiten kämen zurück. Man nennt das die „Denial“ Phase im „Investor Sentiment Cycle“ der immer gleich ist weil die menschliche Psychologie sich nie ändert. Das wir da noch lange nicht sind, sieht man ja auch an den Meinungsäusserungen hier im Forum wo an eine Rally gar nicht mehr geglaubt wird. So ein Absturz hinterlässt halt immer pychologische Narben und wir Menschen unterliegen sowieso dem „Recency Bias“, sprich wir neigen dazu immer das fortzuschreiben was uns gerade passiert ist und präsent in unseren Emotionen ist.

    Alle drei Punkte oben kannst Du auch am 2008er Chart nachvollziehen.

    Also nochmal, WENN!! das jetzt der Boden war, dann liegt eine mehrtägige Rally vor uns.

    Von der Höhe auf den DAX bezogen sollte die uns mindestens bis zu 50% also in den Bereich von 6400-6500 tragen. Aber auch 6700-6800 wären nicht ungewöhnlich nach dem Absturz. Das ist auch der Bereich (6400-6800) in dem ich – im Sinne meiner Erwartung das ein Bärenmarkt wahrscheinlicher ist – zunehmend Shortpositionen aufnehmen werden und meine Longs abbauen.

    Sollten wir dann doch signifikant über 7000 steigen und das Bärenmarkt-Szenario invalidieren, löse ich die Shorts auf und steige wieder ein.

    Im Saldo hätte ich dann ca. 300-500 Dax-Punkte „unnötig“ an Shorts verloren, damit aber gleichzeitig das Risiko eines 3000 Punkte Absturzes in Raten ala 2008 ausgeschaltet. Das ist wie ich finde ein fairer Preis den ich gerne zahle wenn der Markt doch zu neuen Höchstständen durchstartet.

    • Lars said:

      So, ich bin dann mal fürs Wochenende wech…und habe Euch die Kommentarfunktion freigeschaltet, also ab jetzt ohne Prüfung vor der Veröffentlichung, damit Ihr weiter diskutieren könnt wenn ich nicht da bin…Natürlich habe ich die Bitte das Ihr das vertrauensvoll nutzt, und nicht in den nächsten Tagen irgendeinen Quatsch hier reinschreibt der dann auf mich zurückfällt. 😉 Aber ich bin mir natürlich auch sicher das Ihr damit entsprechend umgehen werdet! So long, ich wünsche Euch gute Trades und die richtigen Entscheidungen. Bin am Montag wieder voll im Einsatz! Wer kann bitte mal einen Test schicken, damit ich sehe dass das auch funktioniert…?

  19. deathproof said:

    sogar klöckner zeigt sich von guter seite 😉

  20. deathproof said:

    bestimmt, thomas 😉
    das problem bei mir ist, ich kann nur bis 12h beobachten und dann die reissleine ziehen. nachher bin ich viel unterwegs. wenn es evt. spät abend erst einsetzen könnte, dann kann ich ja weiterlaufen lassen. klar, börse macht das, was es will. aber es könnte evt. eine politische schlechte nachricht kommen, das eben dann der bäremarkt.
    ich weiss eh, man muss selber abschätzen 😉

  21. Thomas said:

    gibt es vielleicht eine vage vorstellung, ab wann der bärenmarkt evt. einsetzen könnte??

    So ab 11:00 Uhr 🙂 🙂 🙂

    • Lars said:

      🙂 damit könntest Du kurzfristig sogar Recht haben…Verrückte Welt, der Schweizer Franken soll sich am EURO anlehnen, da bin ich ja mal gespannt, wäre auch eine gute Short Möglichkeit… Mir gefällt Bauer heute richtig gut, und Porsche natürlich…enorme Stärke!

  22. deathproof said:

    hi hari
    danke für die vielen tollen infos 🙂
    gibt es vielleicht eine vage vorstellung, ab wann der bärenmarkt evt. einsetzen könnte??
    lg deathproof

  23. Hari Seldon said:

    Ach und zum Thema Leerverkäufe, wir erinnern uns an 2008 ? Leerverkaufsverbot für angeschlagene Banken ? Das Ergebnis war ein paar Tage steigende Kurse weil die Shorts gecovered wurden.

    Und dann *BUMM*, dann kam der richtige Absturz. Es bringt halt nichts den Überbringer der schlechten Nachricht zu töten, auch wenn man sich dabei besser fühlt.

    Was die ahnungslosen Politiker nicht begreifen ist, dass Böden und Wendepunkte in Bärenmärkten durch Short-Covering Rallys ausgelöst werden. Ohne diese geht es langsamer nach unten, dafür aber dauert es viel länger und endet bei tieferen Kursen. Frei nach dem Motto drip, drip, drip …..

    Auf jeden Fall ist diese Aktion die perfekte Bestätigung dass extrem viel Wahrheit in den Spekulationen gegen die französischen Grossbanken steckt. Denn merke, eine Grossbank die ihren Laden im Griff hat kann gar nicht durch Shorts umgebracht werden, das ist kompletter Unfug.

    Immer mehr kleine Indikatoren deuten in die Richtung dass wir in einem neuen Bärenmarkt sind. Und in einem Bärenmarkt muss man Rallys verkaufen und nicht kaufen !

  24. Hari Seldon said:

    Lars,

    Gold shorten ideal über den Devisenmarkt, das XAUUSD Paar. Wenn Du dazu keinen Zugang hast, dann ist dieser Short ETF (DE000A1AQGZ6) in meinen Augen die sauberste Lösung. Du läufst damit ungehebelt 1:1 gegen den Goldpreis in USD. Von Hebeln würde ich die Gold die Pfoten lassen, eine politische Nachricht und *PENG*

  25. Thomas said:

    Lars, wenn ich Deine Frage richtig verstanden habe:

    BP0E7J
    BN93UU

    Sag Bescheid, ob Du so etwas meinst. Meine Marktmeinung zu Gold: Sollte kurzfristig etwas zurückkommen. Ist zu schnell gelaufen (z.Zt. Blase). Shorten macht also Sinn.

    Gruß

    Thomas

    • Lars said:

      Vielen Dank Thomas, den zweiten Schein findet mein System irgendwie nicht…

  26. Ramsi said:

    Lars, bei welchem Kurs würdest du Porsche wieder abstoßen? Oder willst du die Papiere längerfristig halten? Klar, dass du das wahrscheinlich kurzfristig entscheidest aber auf der Grundlage der jetzigen Situation und der starken Kurssteigerung der Porsche-Aktien in den letzten Tagen

    • Lars said:

      Moin Ramsi, eigentlich wollte ich die Porsche Positionen und auch VW erst einmal behalten, zumindest so lange das jetzt mal in etwas geordneten Bahnen läuft. Wenn man eins aus dem aktuellen Crash gelernt haben sollte ist es wohl dass trotz aller Kursziele, die andere ausgeben und die man persönlich hat, jederzeit ein drastischer Richtungswechsel stattfinden und somit alle fundamentalen oder charttechnischen Überlegungen Makulatur sind. Grundsätzlich schließe ich mich Haris Meinung an, dass wir eine gute Chance auf Stabilisierung haben, an einen Short Squeeze glaube ich persönlich erst einmal nicht, zumindest nicht in Bereiche über 6.300 Punkte! Dazu wurde zu viel Porzellan zerschlagen…eher rechne ich in den nächsten Wochen mit einer Seitwärtsbewegung, natürlich unter weiterhin großen Tagesschwankungen von 300 Punkten so um die 6.000 Punkte Marke.

      Der DAX hat nachbörslich ähnlich wie die US Indizes etwas nachgegeben, was auch so zu erwarten war. Also bei aller Freude über den gestrigen Kursverlauf werde ich vorsichtig bleiben und mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Für Porsche gilt das natürlich auch, ich habe heute nur noch ein Drittel meiner ursprünglichen Position, aber zu einem tollen Einstand von 37,50 Euro, und stocke vielleicht nochmal das zweite Drittel in den kommenden Tagen auf, ..werde aber auch umgehend verkaufen, wenn ich sehe das der Markt wieder kippt. Grundsätzlich ist also in den nächsten Tagen natürlich alles möglich, auch erneute Horrornachrichten. Wenn die BigBoys, die die schlechten Nachrichten in den letzten Tagen gezielt gestreut haben, gestern auf dem falschen Fuß erwischt wurden, dann werden sie auch versuchen das wieder grade zu biegen!

      Vielleicht gibt es ab Dienstag was konkretes von politischer Seite, was dem Markt wieder auf die Beine hilft..? Bevor nicht wirklich absehbar ist das die Politik Ihre Hausaufgaben gemacht hat werde ich mich nicht in den Markt stürzen. Für heute werde ich die Bälle ebenfalls lieber flach halten und noch ein paar Intraday Trades machen, oder gar Positionen reduzieren. Denkt dran, die Euphorie-Kurse ab acht Uhr in Frankfurt sind nicht immer die Besten. Normalerweise verkaufe ich da an solchen Tagen, bevor ich mir die Aktien dann ein Stück billiger, ab neun auf Xetra wieder holen… 😉

      Es ist Freitag, der Euro schwächelt, die asiatischen Märkte können nicht überzeugen usw. – alles keine so tollen Vorgaben. Nur Gold steigt wieder fröhlich, und das bringt mich zu der Frage an die Profis hier im Board. Ich bin auf der Suche nach einem interessanten Produkt um Gold zu shorten! Laufzeit am besten unbegrenzt, und einen Puffer bis sagen wir mal 2.100,- Dollar je Unze. Wer kann mir hier etwas empfehlen? Und ja, ich meine das völlig ernst!!! 🙂 Freue mich auf Eure Antworten, und wünsche Euch allen einen guten Start heute!

  27. Hari Seldon said:

    Wow ! Was für ein Tag. Ein historischer Tag reiht sich gerade an den nächsten !

    Mittags der harte Kampf um die letzte Unterstützungslinie bei DAX5500 und S&P1100. Wären wir dort massiv nach unten durchgefallen, hätte es den Markt wahrscheinlich zerlegt und erneut 8% nach unten gedrückt.

    Dann, mit dem näherkommenden US Börsenstart kamen die Kaufprogramme und haben bis fast in den Schluss nicht nachgelassen und gepresst und gepresst. Die Bären sind panisch geflüchtet. Heraus kam eine 6-8% Intraday Bewegung nach oben und Schlussstände in beiden Indizes mit ca +4-5%. Das in den letzten 10 Minuten dann noch ein paar Gewinne mitgenommen wurde, ist in Anbetracht dieser Bewegung völlig normal. Wer traut sich dieser Tage auch schon, seine Gewinne dem Übernacht-Risiko auszusetzen.

    Der Markt will aber nun einfach hoch, was in Anbetracht der historisch nach unten verzerrten Markttechnik wirklich kein Wunder ist und ich hier ja nun oft genug gesagt habe.

    Das sieht Morgen für den DAX gut aus.
    WENN – ja das wenn kennen wir ja schon – wenn nicht wieder aus dem europäischen Finanzsystem oder der Politik neue Horrornachrichten kommen.
    Denn eigentlich wären unsere Finanzgurus Junker und Baroso jetzt mal wieder an der Reihe, irgend etwas Blödsinniges zu faseln, dass die Märkte erneut in Aufruhr versetzt 😉

    Wenn das nicht passiert und endlich mal Ruhe im Karton ist, dann könnte das Morgen vielleicht ein grosser Tag für den DAX werden. Das Potential für einen Short Squeeze im DAX ist nun da, „schaun mer mal“ welche Katastrophe dem Markt dieses mal die Party verhagelt ….

    Aber bei aller Begeisterung bitte ich nicht zu vergessen, falls wir in einem Bärenmarkt sind (was ich für etwas wahrscheinlicher halte, als das wir wieder zu Höchstständen laufen) dann wird diese Rally irgendwann auslaufen und dann kommt das richtig dicke Ende. Dann wäre diese Rally der „Letzte Ausgang vor dem Tunnel“. Jeder möge den Chart von 2008 über seinen PC hängen um diese Möglichkeit nie zu vergessen 😉

    • Lars said:

      Irgendwie wiederholt sich an der Börse doch alles…zumindest hatten wir das schon mal ;-)…Französische Börsenaufsicht verbietet Leerverkäufe! Notwehr gegen Spekulanten: Die französische Börsenaufsicht hat am späten Mittwochabend Leerverkäufe der Aktien von elf Banken und Versicherungen für die Dauer von 15 Tagen verboten. Italien, Spanien und Belgien wollen laut Europäischer Börsenaufsicht entsprechende Maßnahmen ergreifen…

      …An der Athener Börse sind nach massiven Kursverlusten Leerverkäufe bereits seit Montag für zwei Monate verboten. Das hatte Spekulationen genährt, diese Regelung könne EU-weit eingeführt werden. Ungedeckte Leerverkäufe von Aktien und von Staatsanleihen von Euro-Ländern sind seit vergangenem Sommer in Deutschland per Gesetz ganz verboten. Auch Frankreich hatte zwischen September 2008 und Februar 2011 Leerverkäufe der in Paris notierten Aktien untersagt.

  28. Chris said:

    Was meint ihr? Ist es noch zu früh wieder einzusteigen?

    • Lars said:

      Hallo Chris, wie man in den letzten Tagen gesehen hat sind wir von einer Stabilisierung noch weit entfernt. Nur die Ankündigung dass sich Merkel und der Herr aus Frankreich am Dienstag treffen werden ist wohl etwas zu dünn um darauf zu setzen…

  29. Pingback: Kleine Presseschau vom 11. August 2011 | Die Börsenblogger

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