Tag Archives: VW

SGL Carbon – der Niedergang eines Highflyers?

Seit einigen Tagen befindet sich die SGL Carbon Aktie in einem dramatischen Abverkaufs.Modus. Inzwischen hat sich die Aktie von den Höchstständen bei ca 48,- Euro deutlich entfernt, und ein weiterer Kursverfall erscheint sehr wahrscheinlich. Wir haben uns bereits seit längerem gefragt wer den zu diesen Preisen noch kauft, denn fundamental betrachtet war die SGL Carbon Aktie bereits seit längerem deutlich überteuert. Zuletzt wies der Titel ein KGV von ca 35 auf. Getrieben wurde der Aktienkurs seit Wochen durch Spekulationen bezüglich einer möglichen Übernahme durch BMW. Der Autobauer hatte zuletzt seinen Anteil an der Firma auf 16 Prozent hochgefahren. Nun hat der bayerische Automobilhersteller aber angekündigt seinen Anteil an dem Kohlefaserspezialisten im kommenden Jahr nicht weiter ausbauen zu wollen, was natürlich die Übernahmephantasien deutlich eingedampft hat.

Innerhalb weniger Tage hat die SGL Aktie nun nach dieser enttäuschenden Meldung an Wert verloren. Der Titel ist zwar momentan klassisch überverkauft,  jedoch wurde auch die letzte Unterstützung bei 37,- Euro bereits unterschritten. Kann diese nicht kurzfristig zurück erobert werden, drohen weitere Abschläge bis in den Bereich um die  30,80 Euro oder gar 28,20 Euro. Kurzfristig könnten Trader eventuell auf eine technische Gegenreaktion spekulieren. Das Tief vom Februar diesen Jahres lag bei ca 25,- Euro! Hier würden wir auch die langfristige solide Unterstützung bei der Aktie sehen. Aktuell notiert die SGL Aktie immer noch mit einem KGV für das kommenden Jahr von knapp 24 was selbst für einen Wachstumswert recht ambitioniert erscheint.

Grundsätzlich bleibt SGL Carbon natürlich eine interessante Firma, die alleine schon durch die Beteiligungen diverser Großinvestoren eine gesicherte Zukunft haben dürfte. BMW besitzt aktuell rund 16 Prozent an SGL Carbon. Die BMW-Großaktionärin Susanne Klatten hält weitere 27 Prozent über ihre Beteiligungsfirma Skion, und VW besitzt rund zehn Prozent. Ein weiterer Großaktionär ist der Anlagenbauer Voith. Dieser hält aktuell 9,14 Prozent an dem Unternehmen. Eine Beteiligung von Großaktionären stellt aber keinesfalls eine Garantie für steigende Kurse bei einer Aktie dar. Ich erinnere an dieser Stelle gerne an Jan Klattens Beteiligung an dem Windanlagebauer Nordex.

Commerzbank, MAN, BMW, K+S, Eon und RWE – die Woche der Wahrheit

In der kommenden Woche werden diverse Unternehmen ihre Zahlen zum letzten Quartal offenlegen, und man darf bei einigen Vertretern durchaus gespannt sein wie diese ausfallen werden. Insbesondere das Zahlenwerk der Commerzbank dürfte im Fokus der Anleger stehen. Ist es der zweitgrößten deutschen Bank, trotz aller Unwägbarkeiten und Turbulenzen an den Finanzmärkten gelungen die 0,05 Euro Gewinn, der erwartet wird, zu erreichen, oder gar zu übertreffen? Das Ergebnis zum dritten Quartal ist insofern sehr bedeutsam für die Aktionäre, als das nun eine gute Chance besteht, die Aktie weiter nach oben zu treiben, und endlich über die wichtige Hürde bei 2,12 Euro zu hieven, sollte die Commerzbank positiv überraschen können. Dann wären weitere Anschlusskäufe sehr wahrscheinlich.

Gute, bis sehr gute Zahlen sind wohl von BMW zu erwarten, nachdem bereits VW und Daimler solide Daten vorgelegt haben. VW hat schon fast erwartungsgemäß erneut eine ordentliche Schippe darauf gelegt und die Aktionäre begeistert. Diese honorierten die Zahlen dann auch mit einem kräftigen Kursplus bei der Aktie der Wolfsburger. Bei Daimler waren die Ergebnisse wie gesagt solide, Analysten zeigten sich aber ebenfalls reihenweise angetan und stuften die Aktie hoch. Auch der Sportwagenbauer Porsche konnte seinen Gewinn und Umsatz deutlich zweistellig steigern, und plant weitere Rekorde im kommenden Jahr. Die Bayern werden mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls noch einmal beim Umsatz und Gewinn zulegen können, die Zahlen kommen am Donnerstag.

Bei uns stehen auch die beiden Schwergewichte Kali & Salz sowie MAN unter besonderer Beobachtung. Beide Unternehmen werden in der kommenden Woche ebenfalls ihr Zahlenwerk präsentieren. Bei der K+S Aktie könnte es positive Überraschungen geben, nachdem sich die Analysten zuletzt etwas skeptisch gezeigt hatten. Der weltgrößte Düngemittelproduzent Potash hat am Freitag bereits vorgelegt und eine Gewinnverdoppelung bekannt gegeben! Die weiter hohe Nachfrage und steigende Preise sorgten für einen Umsatzanstieg um 47 Prozent, auf 2,3 Milliarden Dollar bei dem amerikanischen Konkurrenten. Das lässt auch bei K + S auf deutlich bessere Werte hoffen.

Bei MAN wird ein Gewinn von 1,57 Euro für das letzte Quartal erwartet. Das operative Geschäft sollte gut gelaufen sein, und die Vorgaben sind erreichbar. Die Konzernführung versprühte zuletzt wieder etwas mehr Optimismus, mehrere Großaufträge konnten verkündet werden. Viel spannender als die eigentlichen Zahlen könnte aber die Nachrichtenlage sein. Denn noch immer steht ein Übernahmeangebot durch VW im Raum. Die Gerüchte mehren sich dass hier bald etwas konkretes passieren könnte, und genau das könnte den Aktienkurs der MAN Aktie, neben guten Zahlen, über charttechnisch wichtige Marken befördern. Hier besteht also gleich mehrfach Phantasie für höhere Kurse. In diesem Zusammenhang wäre dann noch die Aktie des Baustoffzulieferers HeidelbergCemet zu nennen, die ebenfalls am Donnerstag berichten. Auch diese Aktie ist einer unserer Favoriten für eine Jahresenrally, und sollte nach den Q3-Zahlen weiter zulegen können.

Bei den Energieversorgern E.on und RWE dürfte es auch ziemlich spannend werden, wahrscheinlich aber eher im negativen Sinne. Genau kann wohl niemand im Moment beurteilen wie sich die politischen Entscheidungen in diesem Jahr auf die Bilanzen der beiden Konzerne ausgewirkt haben. Mit positiven Überraschungen rechne ich aber persönlich eher nicht. Alles in allem dürfte und eine erneut sehr spannende Woche ins Haus stehen die dann wohl letztlich auch die Frage beantworten wird ob die Hausse weiter geht, oder vorübergehend gestoppt wird. Diese Woche wird wohl auch ersichtlich ob das ganze Rezessions-Gerede der letzten Wochen begründet war oder nicht. Ich wünsche Ihnen erfolgreiches Trading und gute Entscheidungen!

Daimler, BMW, Porsche und Volkswagen – von wegen Rezession!

Alle deutschen Automobilhersteller konnten Ihre Absatzzahlen in den USA noch einmal deutlich steigern und liegen damit, auch nach den September Zahlen, immer noch deutlich im zweistelligen Wachstumsbereich. Von einer Rezession ist in diesem Sektor also, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, nicht ansatzweise etwas zu spüren! Um die Absatzsituation aber voll umfassend beurteilen zu können muss man sich als Anleger noch gedulden, bis die Absatzzahlen aus Europa, Asien und dem Rest der Welt auf dem Tisch liegen. Dennoch, die gestern gelieferten zahlen könne  sich sehen lassen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Daimler hat im letzten Monat seinen US-Absatz um 15,6 Prozent auf insgesamt 23.897 Fahrzeuge gesteigert. Alleine die Pkw Sparte legtenum neun Prozent auf 21.649 Fahrzeuge zu. Besonders gut verkauften sich die C-Klasse mit einem Plus von fast einem Drittel auf 6.865 Wagen. Insgesamt hat Daimler damit in den ersten neun Monaten des Jahres 182.314 Neuwagen in den USA verkauft, 10,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

BMW konnte ebenfalls kräftig zulegen und verkaufte mit insgesamt 25.749 Fahrzeugen stolze 11,4 Prozent mehr Autos in den USA. Die BMW-Kernmarke verzeichnete somit im September ein deutliches Absatzplus von 19,3 Prozent auf 21.750 Fahrzeuge. Bei der britischen Tochter Mini hingegen musste ein einen Absatzrückgang von 18,1 Prozent hingenommen werden. Für die neun Monate seit Jahresbeginn beträgt das Absatzplus der gesamten BMW Gruppe somit 14,2 Prozent. Insgesamt wurden 219.314 Fahrzeuge in den USA abgesetzt.

Auch bei der Marke Porsche zeigten sich die Amerikaner einmal mehr in Kauflaune. Der Stuttgarter Sportwagenbauer setzte erneut 10,1 Prozent mehr Fahrzeuge ab als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im September wurden somit insgesamt 2.170 Fahrzeuge verkauft. Nach wie vor führt der Cayenne mit 930 Stück den diese guten Verkaufszahlen an. Etwas schwächer verkaufte sich der Panamera, dafür konnten jedoch die Absatzzahlen beim 911er wieder deutlich anziehen.

Fast schon wie gewohnt findet man das beste Ergebnis für den US Absatz bei der Volkswagen AG. Der Absatz stieg um 35,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 27.036 Fahrzeuge. Nach neun Monaten im laufenden Jahr kommt der Wolfsburger Autobauer in den USA auf 235.459 abgesetzte Wagen, was einem deutlichen Zuwachs von 22,2 Prozent entspricht. Insbesondere der US Jetta erwies sich einmal mehr als echter Verkaufsschlager, denn fast die Hälfte der US-Verkäufe entfiel erneut auf dieses Modell, das um 55,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegte.

Unser persönliches Fazit bleibt: Deutsche Autobauer sind gut im Geschäft, bislang ist hier die Rezession, über die man überall lesen kann, noch nicht ansatzweise angekommen. Auch wenn die chinesische Wirtschaft nun erste Signale einer Abschwächung sendet, werden die Verkaufszahlen gerade in Asien wohl auf Jahre hoch bleiben. Die Korrektur an den Börsen ist offensichtlich noch nicht abgeschlossen, sodass bei allen Autobauern noch Abwärtspotenzial vorhanden sein dürfte. Dennoch sind wir insbesondere für die Volkswagen Aktie weiterhin sehr positiv gestimmt, und halten Kurse unter 90,- Euro für echte Schnäppchenkurse!

VW-Porsche-Fusion wird verschoben – Vollbremsung mit Folgen!

Volkswagen und Porsche haben die Fusionspläne bis auf weiteres auf Eis gelegt. Heute wurde per Pflichtmitteilung von Porsche mitgeteilt, dass die Porsche SE und die Volkswagen AG sich bislang bezüglich der Rahmenbedingungen für eine Verschmelzung der beiden Konzerne weiterhin nicht einigen können. Insbesondere das mögliche Umtauschverhältnis scheint auch nach den neuesten Gesprächen weiterhin einer der strittigen Punkte zu sein, da eine Bewertung der Porsche SE zum momentanen Zeitpunkt offensichtlich nicht möglich ist. Hintergrund dafür sind die noch immer bestehende juristische Hürden, wie beide Autobauer am Donnerstagabend mitteilten.

Investoren in den USA fordern weiterhin Schadenersatz in Milliardenhöhe, und die Staatsanwaltschaft ermittelt in Deutschland gegen frühere Porsche-Manager. Die möglichen Risiken aus diesem Dilemma will der künftige Mutterkonzern aus verständlichen Gründen nicht tragen. Noch vor Kurzem aber war vom Mutterkonzern zu hören, dass man die Rahmenbedingungen für die Verschmelzung bis zum 31.12.2011 festgezurrt haben will. Der plötzliche Rückzug des ursprünglichen Planes stimmt nachdenklich, und sollte Anleger aufhorchen lassen, insbesondere die direkten Auswirkungen.

Zwar halten beide Konzerne trotz der Verzögerungen an der geplanten Fusion fest, die juristischen Probleme des Sportwagenbauers, sowie die daraus resultierende Verzögerung, führt aber zunächst zu einer nicht liquiditätswirksamen Anpassung der Bewertung der zwischen den Unternehmen vereinbarten Put- und Call-Optionen auf die bei der Porsche SE verbliebenen 50,1 % der Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH. Aufgrund eines buchhalterischen Effekts erwartet Porsche nun trotz einer weiterhin positiven operativen Entwicklung im Automobilgeschäft ein negatives Konzernergebnis für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2011!

Die Porsche Aktie dürfte heute einer der größten Tagesverlierer werden!

Daimler, BMW, Porsche und VW – Ist der Boden gefunden?

Die Aktien der Autobauer sind weiterhin unter Druck, und das ist wohl bei den zyklischen Werten auch grundsätzlich in dieser Börsenphase nicht weiter verwunderlich. Dennoch muss man sich anhand der aktuellen Gewinnsituation, und den weiteren Aussichten, wohl die Frage stellen ob ein derartiger Kursverlust gerechtfertigt ist. Grundsätzlich gilt, dass die Absatzmärkte in China und Indien noch für mehrere Jahre die zeitweise schwächeren Verkäufe in den westlichen Absatzmärkten kompensieren dürften. Auch die jüngsten Verkaufszahlen von BMW, Daimler, VW und Porsche aus dem Juli zeigen noch keinerlei Anzeichen von Schwäche, möglicherweise müssen diese Werte in den kommenden Monaten etwas nach unten korrigiert werden, von einem echten Einbruch ist aber nach unserer Auffassung nicht auszugehen. Fundamental betrachtet sind alle Automobilaktien weiterhin extrem günstig bewertet. Selbst im Falle deutlich rückläufiger Absatzzahlen von beispielsweise 20 Prozent, wäre die Bewertung der gesamten Branche immer noch historisch niedrig!

Natürlich hängt die weitere Kursentwicklung der Automobilwerte in naher Zukunft einzig und alleine von dem Marktumfeld ab, sprich einem weiteren Rücksetzer an den Börsen werden sich auch die DAX Schwergewichte nicht entziehen können. Geht man aber davon aus, dass sich die Märkte in naher Zukunft wieder beruhigen werden, sind es dann erneut die zyklischen Werte die die folgende Erholungsbewegung anführen werden. Auch die Analysten-Gemeinde scheint dieser Auffassung zu sein, da die zuvor ausgegebenen Kursziele bislang nur leicht nach unten angepasst wurden. Goldman Sachs hingegen hat kürzlich sogar die Kursziele einzelner Branchenvertreter leicht nach oben angehoben. Auch wenn sich die Kursziele von beispielsweise 109,- Euro für die Porsche Aktie und 254,- Euro für die VW Vorzugsaktien gut lesen teilen wir diese sehr optimistische Einschätzung der Goldman Analysten, in dem gegenwärtigen Marktumfeld, nur bedingt. Wir gehen aber immer noch von deutlich höheren Notierungen bei den Autoaktien zum Jahresende aus.

Für die Daimler-Aktie hat die US-Investmentbank das Kursziel von 82,00 auf 79,00 Euro gesenkt sowie die Einstufung unverändert auf „Buy“ belassen. Die Analysten beurteilen den jüngsten Kursrückgang bei allen Werten als attraktive Einstiegsmöglichkeit. Das Kursziel für die BMW Aktie wurde ebenfalls leicht von 127,00 auf 123,00 Euro gesenkt. Trotz dieser sehr positiven Studie sollte man sich aber momentan auch mit der Unterseite der möglichen Kursziele beschäftigen. In einer Schnellanalyse haben wir alle Titel noch einmal unter die Lupe genommen, und sind zu dem Ergebnis gekommen, das das Risiko nach unten inzwischen relativ überschaubar sein dürfte. Immer vorausgesetzt die Börsen versinken nicht im totalen Chaos! Eine mögliche Wachstumsdelle scheint nun ausreichend eingepreist zu sein. Bei VW könnten sich erste, vorsichtige Positionen knapp über der 100,- Euro Marke als lohnender Einstieg erweisen, ebenso wie bei Porsche um die 40,- Euro, BMW knapp über 50,- Euro sowie Daimler knapp unter 35,- Euro.

Goldman Sachs hebt den Zielkurs für VW erneut auf 260,- Euro an!

Die Analysten von Goldman Sachs haben das Kursziel für die VW Vorzugsaktien nun erneut angehoben nachdem erst kürzlich das Kursziel auf 245,- gesetzt wurde. Grund für die erneut positive Stimmung bei der Aktie waren die in der vergangenen Woche gelieferten Zahlen von VW zum abgelaufenen zweiten Quartal. Laut Aussage der Analysten ist Volkswagen einer der global am besten positionierten Automobilkonzerne weltweit und dürfte von dem weiterhin starken Ansatztrend auch in den kommenden Jahren überproportional profitieren. Die Gewinnschätzungen je Aktie lägen für die Jahre 2011 bis 2013 durchschnittlich 15 Prozent über den Markterwartungen, hieß es in der Studie.

Zudem spiegele der aktuelle Aktienkurs lediglich eine operative Marge von 3,8 Prozent wider, während man bei Goldman Sachs alleine im Jahr 2011 mit 7,9 Prozent rechne. Die künftig zu erwartenden zusätzlichen Profite aus den  Synergieeffekten scheinen laut Goldman Sachs somit noch nicht eingepreist zu sein. Der Meldung ist nach unserer Auffassung nicht viel hinzu zu fügen. Die VW Aktie bleibt ein „must have“ in jedem gut strukturierten Depot. Ob der genannte Kurs in absehbarer Zeit erreicht werden kann oder vielleicht zu ambitioniert ist wird sich raus stellen. Wir gehen aber davon aus das die runde Marke von 200,- Euro auf Sicht von 6 -12 Monaten zu knacken ist.

Die VW Stammaktien sollten dann wenigstens bei ca. 185,- Euro notieren und für Porsche Aktionäre die 100,- Euro Marke unter Berücksichtigung des zuletzt stark anziehenden operativen Geschäftes sowie der Beteiligung an der Volkswagen AG in greifbare Nähe rücken.

Porsche und VW – StoppLoss Attacke?

Kurz vor den VW Zahlen wird nochmal kräftig bei VW und Porsche abgefischt! merkwürdigerweise haben heute ein paar Bankhäuser zum Nachziehen der Stopps bei den VW Aktien geraten, und komischerweise wurden genau diese dann heute auch erreicht. Ein Schelm wer Böses dabei denkt 😉 In den letzten Tagen könnte man verstärkt den Eindruck gewinnen dass sich hier einige Marktteilnehmer zusammengetan haben um die Aktienkurse noch einmal zu drücken bevor es dann richtig losgeht. Auch ein paar merkwürdige Bewertungsmodelle für die Porsche Aktie ließen sich in letzter Zeit finden…

Die Zahlen von Scania trafen heute nicht die Erwartungen des Marktes was natürlich zusätzlich für Verunsicherung gesorgt hat. Alles in allem also ein medialer Mix der nervöse Naturen schon mal schnell den Verkaufsknopf drücken lässt. Hier wird meiner Meinung nach die offensichtliche Nervosität der Börsen bezüglich des heute stattfindenden Euro-Krisengipfels gezielt genutzt! Das sind natürlich nur meine Beobachtungen  der letzten beiden Tage gemischt mit meiner persönlichen Meinung, und diese haben eine genauso große Aussagekraft wie die andern Meldungen 😉 Letztlich werden es die Zahlen zeigen wer hier Recht hatte!

VW, BMW, Daimler und Porsche mit deutlich höheren Kurszielen

Während die Politik noch an einer Strategie arbeitet um sowohl die Probleme in den USA als auch Europa zu bewältigen nimmt die US Berichtsaison ihren gewohnten Lauf. Zuletzt lieferten die ersten Unternehmen aus den USA erwartungsgemäß gute Zahlenwerke ab. Alcoa, JP Morgan und Citigroup haben die Erwartungen erfüllt oder gar deutlich geschlagen, und ich persönlich gehe davon aus, dass dies auch so weiter geht. Insbesondere von der Berichtssaison deutscher Unternehmen erwarte ich weiterhin positive Überraschungen. Allen voran natürlich von den deutschen Automobilherstellern. Auch die in der abgelaufenen Börsenwoche abgelieferten Absatzzahlen lassen daran keine großen Zweifel aufkommen. Wir befinden uns in einem ungebremsten Absatzboom für deutsche Fahrzeuge. VW setzte alleine in China im ersten Halbjahr mehr als eine Million Autos ab und will diese Zahl bis zum Jahresende verdoppeln. BMW erhöhte die ohnehin schon sehr gute Prognose für das Gesamtjahr erneut und auch Porsche blickt extrem optimistisch in die Zukunft, und untermauert dies durch deutliche Absatzsteigerungen.

Die VW Aktie ist nun deutlich nach oben ausgebrochen, Porsche sollte in Kürze folgen! Ebenso entwickeln sich die Aktien der beiden anderen Autoaktien BMW und Daimler. Wir bleiben dabei, die Automobilhersteller sind erste Wahl um mit Aktien gut durch die allgemeine Krise zu kommen. Unterstützung erhielt unsere Theorie in der abgelaufenen Woche von niemand geringerem als den Analysten von Goldman Sachs, die die Kursziele für die deutschen Automobilhersteller deutlich nach oben gesetzt haben. So sieht man bei dem amerikanischen Branchenprimus nun das Kursziel für die VW Vorzugsaktie bei stolzen 245,- Euro und auch Porsche wird mit einem Zielkurs von 105,- Euro je Aktie offenbar als Kapitalverdoppler gesehen.! Insbesondere verwiesen die Analysten auf die immer noch sehr günstige Bewertung der Fahrzeughersteller aufgrund einer zu erwartende höhere Profitabilität. Wie auch wir rechnet man bei GS mit einer starken Quartalssaison und verwies erneut darauf das der Markt das Steigerungspotenzial bei VW, Porsche und Co. unterschätze.

BMW, VW, Daimler und Porsche – jetzt wird richtig Gas gegeben

Es waren auch gestern einmal mehr die Automobilhersteller die den DAX stützten. Nachdem die Kurse der Autobauer im frühen Handel ebenfalls deutlich eingebrochen waren konnten sich die Aktien von BMW, VW, Daimler und Porsche im späten Handel wieder deutlich erholen und schlossen sogar teilweise deutlich im Plus. Verschiedene sehr positive Nachrichten sorgten offenbar wieder für mehr Zuversicht bei den Anlegern. So verkündete beispielsweise Daimler eine Intensivierung der Entwicklungsarbeit bei Elektromotoren in Zusammenarbeit mit der Firma Bosch. Bis zum Jahr 2012 bereits will man ein gemeinschaftliches Motorenwerk in Betrieb genommen haben, und damit beschreitet Daimler wohl deutlich schneller als erwartet den Markt für alternative Antriebskonzepte. VW glänzte erneut durch Rekord Absatzzahlen. Bei der Kernmarke Volkswagen konnten in den ersten sechs Monaten über 2,5 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, konzernweit waren es gar satte 4 Millionen Fahrzeuge. Ich freue mich schon auf den nächsten Quartalsbericht!

Auch BMW hat weiterhin ambitionierte Ziele. Im laufende Jahr 2011 wollen die Münchener mehr als 1,6 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern auf mehr als zehn Prozent steigen. Und last but not least konnte Porsche mit erneut hervorragenden Absatzzahlen glänzen. Die Sportwagenschmiede hat ihren Absatz im Juni um knapp 30 Prozent auf 10.677 Fahrzeuge gesteigert. Der Absatzschlager war dabei wie gewohnt der Geländewagen Cayenne mit 4.994 Verkäufen was einem Zuwachs von 69 Prozent entspricht. Wie bereits mehrfach geschrieben bleiben die Aussichten für die deutsche Automobilbranche hervorragend und ich kann es nur immer wieder betonen, dass es genau die Aktien der genannten Unternehmen sind die mich in unruhigen Zeiten wie diesen ruhig schlafen lassen…

Trading Update VW und Porsche, neue Kursziele

Nachdem die Volkswagen AG von Rekord zu Rekord eilt, die MAN Übernahme eingefädelt hat, und sich der Aktienkurs der Vorzüge heute unserem ersten Kursziel nähert ist es an der Zeit sich die drei Aktien VW Vz., VW St. und Porsche wieder einmal etwas näher anzusehen. Die VW Aktien konnten im letzten Monat seit unserer Wiederaufnahme über 20 Prozent zulege, ebenso wie die Porsche Aktien. Heute dürfte die VW Vorzugsaktie den Widerstand bei 150,- Euro erstmalig testen, bei einem baldigen Ausbruch der Börsen nach oben auch schnell überwinden. Die Kurs-Gewinn-Verhältnis der VW Aktie ist trotz dieses Anstiegs der Aktien für die Jahre 2012 und 2013 bei nur 7,87 beziehungsweise ca. 6,5. Hier ist also noch genügend Luft nach oben. Wir rechnen mit einem erneut starken Quartalsergebnis, einem baldigen Überschreiten des Widerstands bei 150,- Euro respektive 135,- Euro bei den Stammaktien. Die neuen Kursziele liegen dann bei 180,- und 163,- Euro. Die nächsten Hindernisse warten für die Vorzugsaktien nun bei 165,- Euro und 175,- Euro. Unterstützung findet der Aktienkurs nun bei komfortablen 139,85,-. Euro, 134,05 Euro und 121,50,- Euro.

Die Porsche Aktie hat in den letzten beiden Tagen etwas nachgegeben was aber angesichts des vorangegangenen Kursanstiegs durchaus als gesund zu bezeichnen ist. Ein großer deutscher Börsenbrief hat hier kürzlich dazu geraten Teilgewinne mitzunehmen was wohl etwas auf den Kurs gedrückt hat. Natürlich bin ich auch ganz und gar nicht der Meinung das dies die richtige Strategie ist…Ich gehe auch hier davon aus, dass nicht zuletzt wegen der hervorragenden Performance der VW Aktien der Anstieg der Aktie bald fortgeführt wird. Das kurzfristige Kursziel bleibt 60,- Euro. Mittelfristig, also bis Jahresende im Falle einer Sommerrallye, sind hier auch weitaus höhere Kurse, jenseits der 80,- Euro zu erwarten. Legt man den aktuellen Aktienkurs der VW Stammaktien bei der Berechnung zu Grunde, bzw. den o.a. Zielkurs von 163,- Euro so ergibt sich, natürlich ohne jegliche Prozessrisiken etc., ein Zielkurs für die Porsche Aktie von ca. 89,65 Euro. Natürlich dürfte es bis dahin noch ein wenig holprig werden, wie zuletzt vorgestern bei dem kleinen  Shortangriff zu sehen gewesen ist, aber die Richtung stimmt. Unterstützung findet die Aktie derzeit bei 54,80, 53,50 und 52,40 Euro. Rücksetzer an diese Marken könnten also gut zum erneuten Kauf genutzt werden, auch wenn ich nicht glaube, dass wir diese Kurse in absehbarer Zeit noch einmal sehen werden.

Trading Update Daimler, Porsche, VW, Commerzbank, Deutsche Bank

Wie erwartet konnten sich die beiden Bankenwerte, Deutsche Bank und auch die Commerzbank wieder etwas von den Tiefstständen gestern lösen, und notieren heute bereits wieder deutlich freundlicher. Auch wenn bei der Commerzbank Aktie die charttechnische Lage inzwischen etwas „angespannt“ aussieht gehen wir nach wie vor davon aus das die runde Marke von 3,- Euro demnächst wieder überschritten werden kann, ebenso wie bei der Deutschen Bank die 40,- Euro. Der Handelstag gestern sollte somit wie in unserer charttechnischen Analyse beschrieben bei beiden Titeln, unter langfristigen Gesichtspunkten, ein guter Einstiegszeitpunkt gewesen sein. Die nächsten Wochen dürften bei beiden Aktien noch etwas unruhig werden, weswegen wir uns hier entschieden haben keine Stopps im System zu setzen sondern unsere Erstpositionen ggf. weiter aufzustocken.

Nach wie vor hervorragend laufen die Aktien aller deutschen Automobilkonzerne. Sowohl Daimler, die neben guten Absatzzahlen nun auch mit einem positiven Newsflow glänzen können, als auch unsere beiden Favoriten, Porsche und VW, sind weiterhin deutlich im Plus. Insbesondere die innere Stärke der Aktien ist auch an sehr schwachen Handelstagen sehr beeindruckend. Charttechnisch betrachtet hangeln sich die Aktien nun am oberen Bollinger Band täglich weiter nach oben, was mich sehr stark an die Situation im Herbst des vergangenen Jahres erinnert. Wohin das geführt hat wissen wir ja alle…Die nächsten Kursziele liegen nun für die Aktien von VW Vz bei 139 und 145,50 Euro sowie für die Stämme bei ca 130,- Euro. Dementsprechend sollte die Porsche Aktie weiter mitziehen. das vorläufige Kursziel hier ist nun 58,10 und 60,- Euro.

Die Daimler Aktie tut sich im Moment noch ein wenig schwer mit der 50,- Euro Marke, wir gehen aber davon aus, das auch dies nicht mehr lange der Fall sein wird. Kann hier ein entscheidender Kaufimpuls die Aktie wieder über 50,35 Euro, wo derzeit die 200-Tage Linie verläuft gehoben werden sind schnell wieder Kurse um die 53,50 Euro drin. Das nächste Kursziel liegt dann bei 57,20 Euro. Unterstützung findet die Daimler Aktie zudem noch dadurch, dass die untere Begrenzung nun der  langfristige Aufwärtstrend zu sein scheint der aktuell bei ca. 49,20 verläuft. Hier stehen wohl alle Zeichen auf baldigen Ausbruch nach oben!

Abschießend verweise ich nochmal auf unseren Artikel „Porsche – alle bekloppt!“ Wer jetzt noch keine Porsche Aktien hat der sollte wohl mal darüber nachdenken, wenn man sich alleine die VW Kurse ansieht. Ãœber die gegenseitigen Beteiligungsverhältnisse beider Autokonzerne hatte ich ja bereits ausführlich berichtet! Wenn Sie in Zukunft rechtzeitig an solchen Kursbewegungen partizipieren wollen melden Sie sich noch heute unverbindlich für unseren kostenlosen Investors Inside Börsen Newsletter an!

 

Trading Update Metro vor Rebound? Porsche am Montag Ex-Dividende

Die rote Laterne im Dax hatte gestern die Metro Aktie. Schlechte Nachrichten vom US Einzelhandel am Tag zuvor sowie eine angespannte charttechnische Situation, sprich ein Abrutschen unter den letzten Support, ließen die Aktie des größten Einzelhändlers gestern regelrecht um 3,5 Prozent einbrechen. Die jüngsten Meldungen über die Schließung von Kaufhof Filialen zeigt den eingeschlagenen Weg wieder hin zu mehr Profitabilität. Nach der Schließung von drei Filialen im letzten Geschäftsjahr, sollen 2012 vier weitere unprofitable Häuser schließen.

Betroffen sind die Standorte Köln-Kalk, Oberhausen, Nürnberg und Gießen. Inzwischen ist die Aktie deutlich überverkauft und sollte demnächst zu einer Erholung ansetzen können. Sollte die Metro Aktie wieder über 43,30 Euro schließen können dürfte das Schlimmste überstanden sein. Langfristig bleibt die Aktie für uns ein klarer Kauf.

Die Porsche Aktie wird Montag Ex Dividende gehandelt. Das Unternehmen schüttet eine Gewinnbeteiligung von 0,50 Euro an die Aktionäre aus. Dementsprechend dürfte auch der Aktienkurs zur Eröffnung erst einmal um diesen Betrag nachgeben. Für den heutigen Tagesverlauf rechne ich aber damit, dass die Aktie zulegen kann, da heute auch ab 10:00 Uhr die Porsche Hauptversammlung stattfindet. Ob es hier neue Erkenntnisse zur Fusion mit dem Mutterkonzern VW geben wird ist fraglich, aber von operativer Seite sind durchaus ein paar positive Nachrichten zu erwarten.

Top