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VW, Porsche, BMW und Daimler bleiben auf der Überholspur

Letzte Woche schrieb ich Ihnen, „Die alles entscheidende Frage der nächsten Wochen wird also sein, ob wir uns nun einer finalen Lösung der Schuldenproblematik nähern, und somit noch die berechtigte Hoffnung auf eine Jahresend.Rally besteht, oder ob wir anderenfalls noch einmal deutlich tiefere Kurse sehen werden?“ Auch habe ich seit Wochen darauf hingewiesen, dass wir eben nicht in die viel beschworene Rezession abgleiten werden, und dass es ein großer Fehler sein dürfte jetzt die zyklischen Aktien, wie Automobilhersteller oder Stahlaktien (und manche Rohstoffwerte) nicht zu kaufen. Genau diese Aussagen wurde in der abgelaufenen Woche nun offiziell bestätigt. Gerade die genannten Sektoren haben die Erholungsrally angeführt, und konnten die größten Zuwächse verbuchen. Zwar wird sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft vorübergehend verlangsamen, aber eine Rezession ist nicht in Sicht. Statt den bisher angenommenen zwei Prozent rechnet man nun noch mit 0,8 Prozent Wirtschaftswachstum für das kommende Jahr.

Sieht man sich die jüngsten Umsatzzahlen einzelner Sektoren an, so entsteht ein deutlich optimistischeres Bild. Insbesondere die Autobauer glänzen weiterhin. BMW und Daimler verkünden neue zweistellige Absatzrekorde. Porsche verkauft, aller Voraussicht nach in diesem Jahr mit 100.000 Sportwagen so viel Autos wie noch nie, und plant  auch im kommenden Jahr mit 140.000 abgesetzten Fahrzeugen einen weiteren Rekord aufzustellen. Erstklassige ist erneut die Nachrichtenlage bei Volkswagen. VW hat den für dieses Jahr erwarteten Absatzrekord von 6 Millionen Fahrzeugen bereits mit den September Zahlen erreicht, und erreicht somit bereits jetzt einen weiteren Meilenstein bald der größte Autobauer der Welt zu werden. Auch in diesem Jahr kann man also als VW-Aktionär davon ausgehen, dass auch am Ende dieser 12-Monats-Frist ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis zu erwarten ist. Die momentanen Streitigkeiten mit Suzuki spielen dabei eher eine untergeordnete Rolle.

Das Wachstum der Branche kommt vorrangig weiterhin aus China, aber auch in allen anderen Absatzregionen konnte man deutlich zulegen. Die VW Tochter Audi sticht dabei besonders hervor und dürfte dem direkten Konkurrenten BMW weiterhin Marktanteile streitig machen. Ein Grund mehr warum die VW Aktie, mit allen erfolgreichen Töchtern, immer noch unser absoluter Favorit in der Branche ist. Den Rücksetzer in der letzten Woche auf unter 90,- Euro haben wir somit selbstverständlich genutzt um eine erneute Position aufzubauen. Ebenso wie bei Porsche die Kurse unter 35,- Euro, die für mittelfristig orientierte Investoren weiterhin ein Schnäppchen darstellen sollten. Grundsätzlich auch sehr interessant finden wir eine Spekulation auf die nachhaltiger Erholung im LKW Markt, die sich momentan abzeichnet. Als Ergänzung zur VW Aktie würden wir somit noch unbedingt Daimler auf die Watchlist nehmen. Festzuhalten bleibt also dass deutsche Premium Fahrzeuge weltweit eine nahezu ungebrochene Nachfrage erleben, was man nun auch wieder in den Aktienkursen sehen kann…

Daimler, BMW, Porsche und Volkswagen – von wegen Rezession!

Alle deutschen Automobilhersteller konnten Ihre Absatzzahlen in den USA noch einmal deutlich steigern und liegen damit, auch nach den September Zahlen, immer noch deutlich im zweistelligen Wachstumsbereich. Von einer Rezession ist in diesem Sektor also, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, nicht ansatzweise etwas zu spüren! Um die Absatzsituation aber voll umfassend beurteilen zu können muss man sich als Anleger noch gedulden, bis die Absatzzahlen aus Europa, Asien und dem Rest der Welt auf dem Tisch liegen. Dennoch, die gestern gelieferten zahlen könne  sich sehen lassen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Daimler hat im letzten Monat seinen US-Absatz um 15,6 Prozent auf insgesamt 23.897 Fahrzeuge gesteigert. Alleine die Pkw Sparte legtenum neun Prozent auf 21.649 Fahrzeuge zu. Besonders gut verkauften sich die C-Klasse mit einem Plus von fast einem Drittel auf 6.865 Wagen. Insgesamt hat Daimler damit in den ersten neun Monaten des Jahres 182.314 Neuwagen in den USA verkauft, 10,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

BMW konnte ebenfalls kräftig zulegen und verkaufte mit insgesamt 25.749 Fahrzeugen stolze 11,4 Prozent mehr Autos in den USA. Die BMW-Kernmarke verzeichnete somit im September ein deutliches Absatzplus von 19,3 Prozent auf 21.750 Fahrzeuge. Bei der britischen Tochter Mini hingegen musste ein einen Absatzrückgang von 18,1 Prozent hingenommen werden. Für die neun Monate seit Jahresbeginn beträgt das Absatzplus der gesamten BMW Gruppe somit 14,2 Prozent. Insgesamt wurden 219.314 Fahrzeuge in den USA abgesetzt.

Auch bei der Marke Porsche zeigten sich die Amerikaner einmal mehr in Kauflaune. Der Stuttgarter Sportwagenbauer setzte erneut 10,1 Prozent mehr Fahrzeuge ab als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Im September wurden somit insgesamt 2.170 Fahrzeuge verkauft. Nach wie vor führt der Cayenne mit 930 Stück den diese guten Verkaufszahlen an. Etwas schwächer verkaufte sich der Panamera, dafür konnten jedoch die Absatzzahlen beim 911er wieder deutlich anziehen.

Fast schon wie gewohnt findet man das beste Ergebnis für den US Absatz bei der Volkswagen AG. Der Absatz stieg um 35,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 27.036 Fahrzeuge. Nach neun Monaten im laufenden Jahr kommt der Wolfsburger Autobauer in den USA auf 235.459 abgesetzte Wagen, was einem deutlichen Zuwachs von 22,2 Prozent entspricht. Insbesondere der US Jetta erwies sich einmal mehr als echter Verkaufsschlager, denn fast die Hälfte der US-Verkäufe entfiel erneut auf dieses Modell, das um 55,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegte.

Unser persönliches Fazit bleibt: Deutsche Autobauer sind gut im Geschäft, bislang ist hier die Rezession, über die man überall lesen kann, noch nicht ansatzweise angekommen. Auch wenn die chinesische Wirtschaft nun erste Signale einer Abschwächung sendet, werden die Verkaufszahlen gerade in Asien wohl auf Jahre hoch bleiben. Die Korrektur an den Börsen ist offensichtlich noch nicht abgeschlossen, sodass bei allen Autobauern noch Abwärtspotenzial vorhanden sein dürfte. Dennoch sind wir insbesondere für die Volkswagen Aktie weiterhin sehr positiv gestimmt, und halten Kurse unter 90,- Euro für echte Schnäppchenkurse!

Trading Update VW und Porsche, neue Kursziele

Nachdem die Volkswagen AG von Rekord zu Rekord eilt, die MAN Übernahme eingefädelt hat, und sich der Aktienkurs der Vorzüge heute unserem ersten Kursziel nähert ist es an der Zeit sich die drei Aktien VW Vz., VW St. und Porsche wieder einmal etwas näher anzusehen. Die VW Aktien konnten im letzten Monat seit unserer Wiederaufnahme über 20 Prozent zulege, ebenso wie die Porsche Aktien. Heute dürfte die VW Vorzugsaktie den Widerstand bei 150,- Euro erstmalig testen, bei einem baldigen Ausbruch der Börsen nach oben auch schnell überwinden. Die Kurs-Gewinn-Verhältnis der VW Aktie ist trotz dieses Anstiegs der Aktien für die Jahre 2012 und 2013 bei nur 7,87 beziehungsweise ca. 6,5. Hier ist also noch genügend Luft nach oben. Wir rechnen mit einem erneut starken Quartalsergebnis, einem baldigen Überschreiten des Widerstands bei 150,- Euro respektive 135,- Euro bei den Stammaktien. Die neuen Kursziele liegen dann bei 180,- und 163,- Euro. Die nächsten Hindernisse warten für die Vorzugsaktien nun bei 165,- Euro und 175,- Euro. Unterstützung findet der Aktienkurs nun bei komfortablen 139,85,-. Euro, 134,05 Euro und 121,50,- Euro.

Die Porsche Aktie hat in den letzten beiden Tagen etwas nachgegeben was aber angesichts des vorangegangenen Kursanstiegs durchaus als gesund zu bezeichnen ist. Ein großer deutscher Börsenbrief hat hier kürzlich dazu geraten Teilgewinne mitzunehmen was wohl etwas auf den Kurs gedrückt hat. Natürlich bin ich auch ganz und gar nicht der Meinung das dies die richtige Strategie ist…Ich gehe auch hier davon aus, dass nicht zuletzt wegen der hervorragenden Performance der VW Aktien der Anstieg der Aktie bald fortgeführt wird. Das kurzfristige Kursziel bleibt 60,- Euro. Mittelfristig, also bis Jahresende im Falle einer Sommerrallye, sind hier auch weitaus höhere Kurse, jenseits der 80,- Euro zu erwarten. Legt man den aktuellen Aktienkurs der VW Stammaktien bei der Berechnung zu Grunde, bzw. den o.a. Zielkurs von 163,- Euro so ergibt sich, natürlich ohne jegliche Prozessrisiken etc., ein Zielkurs für die Porsche Aktie von ca. 89,65 Euro. Natürlich dürfte es bis dahin noch ein wenig holprig werden, wie zuletzt vorgestern bei dem kleinen  Shortangriff zu sehen gewesen ist, aber die Richtung stimmt. Unterstützung findet die Aktie derzeit bei 54,80, 53,50 und 52,40 Euro. Rücksetzer an diese Marken könnten also gut zum erneuten Kauf genutzt werden, auch wenn ich nicht glaube, dass wir diese Kurse in absehbarer Zeit noch einmal sehen werden.

VW Aktie – mit starkem Kaufsignal, Porsche folgt demnächst…

Aus unserem Börsen-Newsletter von gestern… „Der Markt bleibt schwach, die Unsicherheiten der Anleger groß. Neben den ständigen Sorgen um Griechenland und den schlechten Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus den USA kam heute noch die gestrige Rede von Helikopter Ben Bernanke und eine Herabstufung der Bonität der USA hinzu. Insbesondere die Rede des FED Vorsitzenden Bernanke gab den Anleger bereits gestern Abend offenbar zu Denken, denn die Börsen waren bis dahin bereits auf Erholungskurs, konnten aber die Gewinne dann doch wiedermal nicht halten. Ähnliches könnte heute passieren wenn um 20:00 Uhr das sogenannte Beige Book geöffnet wird. Vielleicht ist aber nun allmählich auch alles eingepreist…

Ich melde mich heute Abend noch einmal kurz um auf ein paar Dinge hinzuweisen. vorausschicken möchte ich, dass die US Börsen zwar immer noch die Richtung bestimmen, aber man wohl inzwischen deutlich zwischen Dow Jones und dem DAX differenzieren sollte. Die deutsche Wirtschaft steht im direkten Vergleich eben wesentlich robuster da, und es ist davon auszugehen, dass dies auch noch eine Weile so bleiben wird. Bei den einzelnen deutschen BlueChips lässt sich in diesen Tagen beobachten, das die Kursbewegungen überwiegend von den meistens entnervten Kleinanlegern bestimmt werden, die sich von der allgemeinen Nachrichtenlage wohl verunsichern lassen.

Wer kann es ihnen verdenken?…Das ist ein absolut Nerven aufreibender Markt, und ich persönlich habe größtes Verständnis dafür wenn man sich das nicht antun will und lieber die schönen Tage am See genießt. Dennoch bleibt die täglich quälende Frage wann der ganze Spuk zu Ende sein könnte, denn geschieht dies demnächst ärgert man sich im Nachhinein weil man gute Aktien zu den heute bereits überall zu findenden Schnäppchenkursen nicht gekauft hat. Ein gutes Beispiel dafür wie schnell so etwas dann gehen kann bieten heute mal wieder die beiden Aktiengattungen der VW Aktie, die nicht nur ein Kaufsignal trotz des schwachen Marktumfeldes generiert hat sondern damit auch noch aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen ist.

Den ganzen Tag wurden die Vorzüge und die Stämme unter Mini-Umsätzen nach unten gedrückt. Teilweise sicherlich durch ausgelöste Stopps aber eben auch durch verängstigte Anleger. Gegen Abend haben sich beide Titel wieder deutlich erhöht und unter mittelmäßigen Umsätzen dann sogar noch im Plus geschlossen. Das genau ist es was ich meine wenn ich Ihnen sage Sie sollen in diesen Tagen verstärkt auf Qualität bzw. Unterbewertung einzelner Aktien achten. VW ist auf diesem Niveau günstig und wird auch im nächsten Quartal wohl wieder Rekordzahlen verkünden. Von den leichten Turbulenzen am Aktienmarkt sollte man sich deswegen nicht raus drängen lassen, ebenso wie bei der Porsche Aktie die es heute nochmal richtig günstig zu kaufen gab.“

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Volkswagen glänzt in den USA mit dem stärkstem Autoabsatz seit 2003

Gestern erst konnten die guten Absatzzahlen von VW aus Indien beeindrucken, heute dürften die US Absatzzahlen das noch einmal toppen. Volkswagen hat im Mai in den USA seinen höchsten Monatsabsatz seit dem Jahr 2003 eingefahren, und zeigt damit, dass die Produktstrategie in dem schwierigen Markt USA aufzugehen scheint. Volkswagen stemmt sich erfolgreich gegen die eingetrübte Stimmung am US-Automarkt. Während so mancher Konkurrent im Mai unter rückläufigen Verkäufen zu leiden hatte, legten die Wolfsburger noch einen Zahn zu. Demnach wurden im Mai 30.100 Wagen auf dem US Markt verkauft, fast 28 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Mehr als die Hälfte der Verkäufe entfielen dabei auf den Dauerrenner Jetta, dessen Absatz um stolze 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnte. Seit Jahresbeginn 2011 hat der Wolfsburger Automobil-Konzern, der kürzlich wieder ein eigenes Werk in den USA eröffnete, rund 125.700 Wagen in den USA abgesetzt was einer Steigerung von 20 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht. Mit dem neuen Werk, und dem dort eigens für den US-Markt gefertigten Passat, sollen die Verkäufe weiter steigen. VW bezifferte den möglichen Output des US-Werkes kürzlich mit 300.000 Einheiten, was aber noch ausbaufähig sei. Bis zum Jahr 2018 will VW dann 800.000 Fahrzeuge in den USA absetzen.

VW, Audi und Porsche starten in den USA durch

VW-Chef Martin Winterkorn eröffnete gestern das neue Werk in der Südstaaten-Stadt Chattanooga und will nun massiv auf den amerikanischen Markt drängen, der bislang aus Sicht der Wolfsburger eher als unterentwickelt gilt. Dies dürfte ein wesentlicher Schritt sein um den Volkswagen Konzern, und seine Führung, dem gesteckten Ziel im Jahr 2018 der größte Autobauer der Welt zu werden näher zu kommen. Gerade in den USA, einem der wichtigsten und am härtesten umkämpften Automärkten der Welt, muss man vor Ort sein um wirklich mitspielen zu können, und so versucht VW nun etwas amerikanischer zu werden.

Während die anderen Branchenvertreter wie BMW, Daimler und vor allem aber Toyota dies bereits vor längerer Zeit erkannt haben dauerte diese Einsicht bei VW etwas länger. Beziehungsweise gab es bereits mal ein Werk des VW Konzerns zwischen 1978 und 1988 in Pennsylvania. Damals wurde der Golf dort produziert, musste aber letztlich wegen der hohen Produktionskosten und der starken Konkurrenz aus Asien wieder eingestellt werden.  Nun will Winterkorn den amerikanischen Markt erneut mit jährlich ca. 150.000 zusätzlichen und speziell auf den amerikanischen Markt zugeschnittenen Autos versorgen.

Dieses Mal ist es anders, der VW Konzern will nun nicht mehr nur deutscher Exporteur sein sondern ein bisschen Amerikaner werden. Das zeigt sich in dem neuen Werbekonzept und natürlich auch den dort produzierten Autos, die speziell auf den amerikanischen Kunden zugeschnitten sind. Mit dem Passat unter 20.000,- Dollar hat man das passende Produkt. Der Wagen ist größer und breiter als der deutsche Passat, kann aber wegen niedriger Lohnkosten in den USA von 15 Dollar pro Stunde (10,50 Euro) deutlich billiger als ein Golf in Deutschland angeboten werden. Auch die Innenausstattung und andere Einzelheiten sind billiger.

Winterkorn gab sich überzeugt, dass der 4,90-Meter-Riese den Geschmack der Amerikaner treffen wird. VW rechnet bei guter Nachfrage kurzfristig mit einer Produktionserweiterung des Werkes auf 250.000 Autos, auch Audi ist als möglicher Co-Produzent in dem neuen Werk im Gespräch. Porsche hingegen wird nicht in den USA produzieren hieß es, was aber auch wegen der deutlich geringeren Stückkzahlen und der besseren Marge nicht erforderlich sein dürfte. Alles in allem mal wieder gute Perspektiven für die Zukunft des VW-Audi-Porsche Konzerns. Man darf auf die ersten Produktions- und Absatzzahlen aus dem neuen Werk gespannt sein…

VW bleibt der Top Pick im Langfrist Depot

Genau wie die Porsche Aktie bleibt natürlich auch die Volkswagen Aktie einer unserer Top Favoriten für 2011 und gehört damit ebenfalls in unser „Wohlfühl Depot„. Auch wenn bereits am Anfang des Jahres von vielen Fachleuten das Ende der Zykliker prognostiziert wurde und man zum Kauf von Versorger Aktien geraten hat haben wir uns damals vehement gegen eine solche Strategie ausgesprochen, und das natürlich nicht ohne Grund. Die letzten vier Monate haben uns Recht gegeben, die deutschen Autobauer bleiben erste Wahl in unserem Depot auch für das Gesamtjahr 2011 und darüber hinaus! Bereits vor knapp einem Jahr haben wir in unserem Börsen Newsletter geschrieben, dass wie der VW Vorzugsaktie durchaus einen Anstieg bis auf 200,- Euro zutrauen. Diese Aussage hat unverändert Gültigkeit!

Die letzten Tage konnten mutige Anleger mal wieder nutzen um bei Kursen zwischen 124,-  und 125,- Euro erneut bei den Wolfsburgern einzusteigen. Gleiches galt natürlich für die Stammaktien bei Kursen um die 115,- Euro oder knapp darunter. Heute, am kleinen Verfallstag,  könnte sich also nochmal kurzfristig eine gute Chance für einen Einstieg bieten. Die Vorzugsaktien haben knapp über der 124er Marke dreimal wieder nach oben gedreht, sodass die Wahrscheinlichkeit für einen Rebound nach oben immer größer wurde. Ebenfalls sprach die überverkaufte Situation für einen baldigen Ausbruch. Gelingt es in den kommenden Tagen die VW Aktie wieder in den Bereich um die 130,- Euro zu treiben wäre ein erstes Kursziel von 135,- bis 140,- Euro wieder möglich. VW bleibt der Top Pick für uns, die heutige Meldung über die elektromobile Zukunft des Konzerns in China kommt offenbar gut an!

VW baut mit FAW das Elektroauto „Kaili“ in China – Daimler setzt auf BYD

Volkswagen will nun Elektroautos zusammen mit seinem Joint-Venture-Partner FAW in China bauen. Damit springt der Volkswagen Konzern nun endlich auf den Zug der alternativ angetriebenen Fahrzeuge auf. Wie ein VW Sprechen heute mitteilte, wurde nun seitens der chinesischen Behörden die Einführung einer neuen Marke namens „Kaili“abgesegnet den die beiden Unternehmen zusammen entwickeln. Bislang haben die deutschen Automobilbauer den Markt für Elektroautos nahezu verschlafen, auch wenn hier nun deutliche Anstrengungen unternommen werden dies kurzfristig zu ändern.

Zwar wurde mit verschiedenen Hybridmodelle o.ä. hier „nachgearbeitet“, ein echtes Elektroauto, und vor allem zu einem bezahlbaren Preis fehlt dem deutschen Markt aber bislang. Der Schritt von VW ist insofern wohl zu begrüßen, da man annehmen kann, dass der „Kaili“, in China produziert, auch zu einem vernünftigen Preis angeboten werden kann. Der Stuttgarter Konkurrent Daimler hat sich mit dem chinesischen Batteriehersteller BYD zusammengetan und will 2013 mit einem Elektrowagen an den Start gehen. Build Your Dreams, BYD verfügt zudem noch über eine der besten Akkutechniken dieser Welt!

Zahlenreigen bei E.ON, K+S, Linde, VW, Deutsche Post, Klöckner & Co und Münchener Rück

Positive Signale aus den USA konnten in der vergangenen Woche wegen des immer weiter steigenden Ölpreises nicht die erwünschte Wirkung an den Aktienmärkten entfalten. Dabei fielen die US Arbeitsmarktdaten am Freitag erstaunlich positiv aus. Sowohl die aktuelle Zahl der  Non-Farm-Gehaltsabrechnungen lag deutlich über den Erwartungen, als auch die US Arbeitslosenrate die nun bei 8,90 Prozent liegen soll. Erwartet wurde eigentlich ein erneuter leichter Anstieg von 9 auf 9,10 Prozent. Vorsichtige Anleger orakelten darauf hin bereits, das die FED nun nach der Stabilisierung des Arbeitsmarktes bald die Zinsen anheben könnte. Von einer Stabilisierung des Arbeitsmarktes in den USA zu sprechen halte ich für deutlich verfrüht, von einer baldigen Änderung der US Zinspolitik auszugehen noch viel mehr.

Ebenfalls deutlich positiv präsentierte sich der ISM Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA. Zum wiederholten Mal in Folge signalisiert der Index für US Industriewerte wieder Wachstum. Mit 61,4 Punkten lag der Wert nun so hoch wie seit dem Jahr 2004 nicht mehr. Auch in Europa ist die Stimmung des verarbeitenden Gewerbes weiterhin hervorragend. Die Einkaufsmanager-Indizes von Italien, Deutschland, Frankreich und Euroland gesamt steigen weiter an. In der kommenden Woche werden wieder einige spannende Konjunktur- und Unternehmensdaten erwartet die durchaus kursbewegend sein können. Sowohl bei den Auftragseingängen der Industrie also auch beim Verbrauchervertrauen erwarten wir positive Signale. Spannend dürfte natürlich auch sein wie sich die US Arbeitsmarktdaten weiterhin entwickeln werden.

Von Unternehmensseite warten Anleger mit Spannung auf die Zahlen des Energieversorgers E.ON für das Gesamtjahr 2010 am Mittwoch, sowie die des Düngemittel-Herstellers K+S am Donnerstag. Ebenfalls am Donnerstag wird die Linde AG den 2010er Bericht, sowie Volkswagen die endgültigen Zahlen für 2010 präsentieren. Vorab hatte der Autobauer bereits verkündet, dass man mit 7,1 Milliarden Euro den Gewinn verdreifachen konnte. Es folgen noch Zahlen der Deutschen Post, was für Aktionäre der Deutschen Bank auch sehr interessant sein dürfte, sowie die Zahlen des Rückversicherers Münchener Rück. Aus der zweiten Reihe werden die Ergebnisse von Salzgitter, Klöckner & Co., EADS, Tognum, Symrise und Maschinenbauer GEA ihre Anleger wohl überwiegend erfreuen.

Alles in allem rechne ich eher mit einer positiven Woche, wenn sich der Ölpreis wieder etwas beruhigt. Natürlich bedingt dies auch eine Beruhigung der Situation in Nordafrika. Sicherlich ist es aber ratsam nach wie vor sehr vorsichtig zu agieren, und eingegangene Positionen genau zu beobachten, oder auf negative Veränderungen entsprechend entschlossen zu reagieren. Es bleibt holprig – von einer größeren Korrektur ist aber trotz des hohen Ölpreises wohl erst einmal nicht auszugehen.

Trading Update VW, Porsche BMW und Daimler

Die erwartete Korrektur scheint nun eingetroffen zu sein. Zunächst muss wohl erst einmal abgewartet werden wie die amerikanischen Märkte nun auf die Vorgaben aus Asien und Europa reagieren werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die politischen Unruhen im Nahen Osten sowie der damit deutlich gestiegene Ölpreis an den US Börsen spurlos vorüber gehen werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitergehenden Korrektur an den Finanzmärkten steigt dann natürlich mit einer ebenfalls stark rückläufigen Wallstreet. Zunächst würde ich mal die runde Marke von 1.300 Punkten im S&P 500 für ein Minimalziel halten. Diese sollte zumindest getestete werden, eventuell ist aber auch ein Abschlag in den kommenden Tagen bis auf 1.240 Punkte möglich. Für den DAX bedeutet dies dann wohl einen weiteren Rückgang bis auf 7,190 respektive 7.135  und eventuell 7.000 Punkte.

Die zyklischen Autobauer reagieren heute verhältnismäßig gelassen auf die Indexbewegungen. Größtenteils befinden sich die Titel von VW, BMW und Daimler nach anfänglichen Verlusten wieder im Plus. Auch wenn dies kurzfristig erfreulich aussieht sollte man aber weiterhin vorsichtig sein, und diese Positionen entsprechend eng absichern. Wir haben uns hier bereits gestern entschieden alle noch offenen Positionen glatt zu stellen, da wir eher von einem weiteren Rücksetzer ausgehen. Die Porsche Aktie präsentiert sich heute erneut als schwächster Wert aus dem Sektor. Letztlich werden hier wohl auch die jüngsten Nachrichten über weitere drohende Klagen in Milliardenhöhe mal wieder den Ausschlag für den Kursverlauf gegeben haben. Meine Einstellung zu diesem Thema kennen Sie ja bereits!

Anbei nun ein paar Betrachtungen zur Charttechnik der einzelnen Aktien. Die Volkswagen Vz. Aktie hat gestern ein Verkaufssignal generiert, dieses sollte die Aktie zunächst in den Bereich um die 114,- bis 115,- Euro führen. Betrachtet man den längerfristigen Chart so kann man erkennen, dass sich die Aktie seit den Höchstständen im Dezember in einem intakten Abwärtstrend befindet. Dieser wurde zwar bereits mehrfach nach oben verlassen jedoch fand die Aktie immer wieder den Weg zurück in den Trend. Dieser verläuft derzeit zwischen 123,- und 108,- Euro, die Aktie befand sich also heute morgen in der Mitte dieses Trends. Fällt die Aktie in den kommenden Tagen unter die Marke von 115,- Euro so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das untere Ende des Trends erneut getestet wird deutlich. Achten Sie also bitte verstärkt auf diese Marken.

Die Daimler Aktie präsentiert sich in den letzten Handelstagen relativ stark, nachdem die vorangegangenen Verkäufe die Aktie bereits auf ein deutlich reduziertes Niveau gedrückt haben. Dennoch gehe ich davon aus, das auch hier nochmal ein kleiner Rücksetzer kommen kann der die Aktie eventuell kurzfristig unter die 50,- Euro Marke befördert. Unser Kaufziel bleibt hier vorerst bei 50,60 Euro. Bei der BMW Aktie würden wir weiterhin die Vorzugsaktien favorisieren. Diese sollte im Zuge einer Gesamtmarktkorrektur noch einmal bis in den Bereich 36,- bis 37,- Euro fallen. Die aktuelle Unterstützung verläuft bei ca 38,40 Euro. Wird diese unterschritten wird unser Kauflimit bei 36,05 Euro aktiv.

Und zum Schluss unser Sorgenkind, Porsche. Die Aktie hat zuletzt erneut unter schlechten Nachrichten gelitten und deutlich nachgegeben. Die Marke von 70,- Euro erweist sich wie von uns erwartet weiterhin als „harte Nuss“ Erst wenn die 72,- Euro Marke überschritten werden kann hellt sich das Chartbild wieder deutlich auf. Momentan kämpft der Titel aber eher mit dem Abwärtstrend. Die Bollinger Bänder haben sich in den letzten Tagen deutlich zusammengezogen, an deren Unterseite sich die Porsche Aktie inzwischen befindet. Damit ist die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach unten deutlich gestiegen. Das Gap bei ca. 60,50 Euro ist immer noch offen und könnte in den nächsten Tagen geschlossen werden. Je nach Gesamtmarktlage ist dann sogar ein weiteres Abtauchen bis in den Bereich um die 56,60 Euro möglich – wovon wir derzeit aber noch nicht ausgehen. Alles unter 60,- Euro wären für uns dann klare Einkaufskurse!

Grundsätzlich belieben wir natürlich bei unserer positiven Einstellung zum deutschen Automobilsektor, eine mögliche Korrektur sollte somit eher die Möglichkeit bieten hier langfristig noch einmal günstig einzusteigen!

Volkswagen-Telekom Korruptionsaffäre drückt auch bei Porsche die Stimmung

Unschöne Geschichten hört man da seit gestern aus Wolfsburg… Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei ehemalige Manager der Telekom-Tochter T-Systems, einen Berater sowie zwei VW-Beschäftigte, weil diese sich Verträge mit einem Gegenwert von mehreren 100 Millionen  Euro zugeschachert haben sollen. Unter anderem sollen sich die betreffenden Mitarbeiter verabredet haben, T-Systems Großaufträge von VW zukommen zu lassen wenn die Telekom im Gegenzug einen millionenschweren Sponsoring-Vertrag mit dem VfL Wolfsburg verlängert. Beide Unternehmen sind um Schadensbegrenzung bemüht und versprechen der Öffentlichkeit uneingeschränkte Aufklärung der Vorwürfe. Sicherlich der beste Weg damit umzugehen, auch wenn die Unternehmensführungen beider Konzerne beteuern nichts davon gewusst zu haben bleibt dennoch ein etwas fader Beigeschmack.

Im Falle der Telekom kann und will ich mich dazu nicht äußern, da ich dieses Unternehmen schlicht und ergreifend nicht beobachte. Treue Leser von Investors Inside wissen auch warum! Im Falle VW versuche ich das ganze eher nüchtern, und realistisch zu betrachten. Natürlich sind solche Absprachen einzelner Mitarbeiter auch für das Image des Gesamtunternehmens nicht unbedingt positiv und wenn diese dann bekannt werden kurzfristig auch belastend für den Aktienkurs. Dennoch, was passiert im schlimmsten Fall? Die Ermittlungen werden sich über Monate hinziehen, und die meisten Anleger werden bis zur Veröffentlichung des Ergebnisses schon gar nicht mehr daran denken. Die Unternehmen werden gegebenenfalls eine Strafe zahlen müssen, die meistens eine Höhe hat, die für die Unternehmen noch aus der Portokasse zu bezahlen ist.

Völlig unverständlich ist mir in diesem Zusammenhang der Kursverlust bei der Porsche Aktie gestern. Das Unternehmen hat zwar auch so seine rechtlichen Altlasten durch die gescheiterte Übernahmen von VW zu tragen, eine Sippenhaft mit dem Mutterkonzern wegen der jüngsten Korruptionsaffäre macht aber wenig Sinn. Diese offensichtliche Betrachtungsweise vieler Anleger zeigt aber auch, dass die jüngsten Diskussionen über die baldige Fusion beider Unternehmen eigentlich völlig überflüssig sind, denn die Fusion hat in den Köpfen der Anleger schon längst stattgefunden. Der tatsächliche Schritt der Verschmelzung wird wohl kommen und zwar bald. Ich habe gestern Abend, im späten Xetra Handel,  beide Titel gekauft und setze auf einen kurzfristigen Rebound der VW und vor allem der Porsche Aktie.

Trading Update VW, Porsche, YRC Worldwide, Deutsche Bank

…Für die Anleger bedeutet die politische Situation im Nahen Osten dass erhöhte Vorsicht in den kommenden Tagen geboten ist, für die Trader könnten sich dementsprechend bald wieder paradiesische Zustände ergeben. Wie geschrieben bin ich seit Anfang der Woche bis auf ein paar kleiner Positionen aus dem Markt ausgestiegen. Bei unseren zyklischen Favoriten, Porsche und VW warte ich auf einen günstigen Wiedereinstieg. Dieser könnte bei Porsche bereits bei ca. 63,50 Euro liegen, oder aber etwas weiter unten bei 60,50 Euro. Hier würde die Kurslücke die sich Anfang Januar ergeben hat dann wieder geschlossen werden. Die VW Aktie befindet sich ebenfalls tendenziell im Abwärtstrend, der die VW Vorzugsaktie noch einmal bis unter die Marke von 110,- Euro führen könnte. Optimaler weise würde sogar ein Abverkauf bis aus ca 105,- Euro den langfristigen Aufwärtstrend erneut bestätigen und den kurzfristigen Abwärtstrend dort beenden. Die VW Stammaktien könnten dann sogar noch einmal kurzzeitig unter die Marke von 100,- Euro fallen. Ich möchte betonen, dass es sich hierbei um mein Wunschszenario handelt 🙂 und man entsprechen schnell reagieren muss wenn sich abzeichnet, dass dies nicht so eintrifft. Ich halte Sie auf dem Laufenden..

Ein besonders spannenden Tag dürften heute die eher spekulativ orientierten YRC Worldwide Aktionäre erleben. Heute vor der US Börseneröffnung sollen die Zahlen zum abgelaufenem vierten Quartal und die des Gesamtjahres 2010 veröffentlicht werden. Der Logistigdienstleister ist eines der größten Transportunternehmens Nordamerikas und war im Zuge der Finanzkrise kräftig unter die Räder gekommen. inzwischen schreitet aber die Restrukturierung des Konzerns kräftig voran. Erst kürzlich konnten deutliche Erfolge bei den Verhandlungen mit der Gewerkschaft Teamster verkündet werden die eine Einsparung in Höhe von 350 Millionen Dollar jährlich für den Konzern bedeutet.. Nun erwartet der Markt zum einen einen deutlich reduzierten Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowie einen entsprechend positiven Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. Gelingt es dem Unternehmen beides zu erfüllen dürften hier entsprechende Kursbewegungen zu erwarten sein. Gleiches gilt natürlich auch für enttäuschende Zahlen in die andere Richtung. Der Titel bleibt hoch spekulativ!

Etwas verwundert bin ich in den letzten Tagen von der Performance der Deutschen Bank Aktie. Hier wird offenbar verstärkt auf die Aussagen Josef Ackermanns spekuliert, dass man die Renditeziele von 10 Milliarden Euro Gewinn oder satten 25% auch einhalten kann. Ich bin mir da nicht so sicher, auch die letzten Zahlen haben gezeigt, dass das deutsche Vorzeige-Geldhaus durchaus noch ein paar Problemchen zu bewältigen hat. Charttechnisch stößt die Aktie nun bei 46,- Euro an einen Widerstand. Ich persönlich würde in Anbetracht der Nachrichtenlage in dem Unternehmen und der politischen Situation im nahen Osten sowie der allgemeinen Charttechnik der Indizes eher einmal Gewinne mitnehmen als auf einen weiteren Anstieg zu setzen. Langfristig bleibt die Bankenaktie wohl ein Basisinvestment in dem Sektor. Sollte es also nochmal zu einem Rücksetzer an den Börsen kommen gehört dann auch diese Aktie zu unserer ersten Wahl.

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