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Mornincall – ruhiger Handel in Asien und Europa am Martin Luther Kings Day

Der Dax ist am Freitag erneut an der wichtigen Hürde von 6.200 Punkten gescheitert, und hat damit die Wichtigkeit dieser Marke für den weiteren Verlauf in diesem Jahr untermauert. Natürlich wurden die jüngsten Kursbewegungen von der „überraschenden“ Abstufung diverser Euro-Länder durch Standard & Poors ausgelöst, somit ist der letzte Anlauf auf die 6.200er Marke nicht unbedingt aus technischer Sicht gescheitert und ein baldiges Überwinden weiterhin möglich. Die Ratingagentur hat insgesamt 14 Länder mit negativem Ausblick versehen. Ein erneuter Rundumschlag aus den USA. Wir hatten in der Wochenendausgabe unseres kostenlosen Newsletters ausführlich darüber berichtet. Der DAX schloss daraufhin am Freitag mit einem verhältnismäßig geringem Minus von 0,58 Prozent bei 6.143 Punkten.

Heute sind die europäischen Börsen ganz auf sich gestellt, denn in den USA ist, bedingt durch den Martin Luther Kings Day,  ein landesweiter Feiertag, und die dortigen Börsen bleiben geschlossen. Welche tatsächlichen Auswirkungen also die Ratings von S&P haben werden, und wie die Finanzwelt diese Abstufung Europas sieht werden wir wohl erst am Dienstag Nachmittag erfahren. In Asien kann man die Verluste heute morgen als durchaus moderat bezeichnen, sodass zumindest für den Montag wohl kein weiterer dramatischer Rücksetzer im DAX zu erwarten ist. Die Marke von 6.100 Punkten sollte zunächst eine solide Unterstützung darstellen. Der RSI hat angesichts der negativen Performance vom Freitag wieder etwas Abstand vom überkauften Bereich genommen, und gibt somit theoretischen Spielraum für eine Bewegung nach oben.

Grundsätzlich sollte man nun wieder etwas vorsichtiger werden. Die Stimmung kann nun schnell wieder kippen, und das zarte Pflänzchen der Erholung durch eine entsprechend dynamische Bewegung nach unten wieder zerstören. Die US Berichtssaison kommt in dieser Woche ebenfalls so richtig auf Touren. Unter anderem müssen diverse US Großbanken und Investmenthäuser ihre Daten zum letzten Quartal des Jahres 2011 vorlegen. JP Morgan hat bereits in der letzten Woche gepatzt. Ein weiterer Anstieg der Indizes in dieser Woche wären hingegen ein sehr starkes bullishes Signal dafür dass schlechte Nachrichten nun allmählich vom Markt ignoriert werden. Happy Trading!

Daimler, BMW, Porsche und VW – Ist der Boden gefunden?

Die Aktien der Autobauer sind weiterhin unter Druck, und das ist wohl bei den zyklischen Werten auch grundsätzlich in dieser Börsenphase nicht weiter verwunderlich. Dennoch muss man sich anhand der aktuellen Gewinnsituation, und den weiteren Aussichten, wohl die Frage stellen ob ein derartiger Kursverlust gerechtfertigt ist. Grundsätzlich gilt, dass die Absatzmärkte in China und Indien noch für mehrere Jahre die zeitweise schwächeren Verkäufe in den westlichen Absatzmärkten kompensieren dürften. Auch die jüngsten Verkaufszahlen von BMW, Daimler, VW und Porsche aus dem Juli zeigen noch keinerlei Anzeichen von Schwäche, möglicherweise müssen diese Werte in den kommenden Monaten etwas nach unten korrigiert werden, von einem echten Einbruch ist aber nach unserer Auffassung nicht auszugehen. Fundamental betrachtet sind alle Automobilaktien weiterhin extrem günstig bewertet. Selbst im Falle deutlich rückläufiger Absatzzahlen von beispielsweise 20 Prozent, wäre die Bewertung der gesamten Branche immer noch historisch niedrig!

Natürlich hängt die weitere Kursentwicklung der Automobilwerte in naher Zukunft einzig und alleine von dem Marktumfeld ab, sprich einem weiteren Rücksetzer an den Börsen werden sich auch die DAX Schwergewichte nicht entziehen können. Geht man aber davon aus, dass sich die Märkte in naher Zukunft wieder beruhigen werden, sind es dann erneut die zyklischen Werte die die folgende Erholungsbewegung anführen werden. Auch die Analysten-Gemeinde scheint dieser Auffassung zu sein, da die zuvor ausgegebenen Kursziele bislang nur leicht nach unten angepasst wurden. Goldman Sachs hingegen hat kürzlich sogar die Kursziele einzelner Branchenvertreter leicht nach oben angehoben. Auch wenn sich die Kursziele von beispielsweise 109,- Euro für die Porsche Aktie und 254,- Euro für die VW Vorzugsaktien gut lesen teilen wir diese sehr optimistische Einschätzung der Goldman Analysten, in dem gegenwärtigen Marktumfeld, nur bedingt. Wir gehen aber immer noch von deutlich höheren Notierungen bei den Autoaktien zum Jahresende aus.

Für die Daimler-Aktie hat die US-Investmentbank das Kursziel von 82,00 auf 79,00 Euro gesenkt sowie die Einstufung unverändert auf „Buy“ belassen. Die Analysten beurteilen den jüngsten Kursrückgang bei allen Werten als attraktive Einstiegsmöglichkeit. Das Kursziel für die BMW Aktie wurde ebenfalls leicht von 127,00 auf 123,00 Euro gesenkt. Trotz dieser sehr positiven Studie sollte man sich aber momentan auch mit der Unterseite der möglichen Kursziele beschäftigen. In einer Schnellanalyse haben wir alle Titel noch einmal unter die Lupe genommen, und sind zu dem Ergebnis gekommen, das das Risiko nach unten inzwischen relativ überschaubar sein dürfte. Immer vorausgesetzt die Börsen versinken nicht im totalen Chaos! Eine mögliche Wachstumsdelle scheint nun ausreichend eingepreist zu sein. Bei VW könnten sich erste, vorsichtige Positionen knapp über der 100,- Euro Marke als lohnender Einstieg erweisen, ebenso wie bei Porsche um die 40,- Euro, BMW knapp über 50,- Euro sowie Daimler knapp unter 35,- Euro.

Bankenschock – Was tun bei der Commerzbank und Deutsche Bank?

Der Freitag dürfte viele Aktionäre von Bankaktien etwas durch gerüttelt haben! Italienische Banken kamen nach einer erneut sehr negativen Studie zu den europäischen Banken der US Ratingagenturen kräftig unter die Räder. Teilweise mussten die Kurse der Bankaktien nach herben Verlusten an der Mailänder Börse sogar vom Handel ausgesetzt werden. Insbesondere die Titel der UniCredit verloren in der Spitze über zehn Prozent, da hier ein hohes Ausfallrisiko an griechischen Staatspapieren befürchte wird. Die Banca Intesa notierten ebenfalls zum Handelsschluss über fünf Prozent schwächer. Das blieb natürlich auch nicht ohne Wirkung für die deutschen Branchenvertreter Commerzbank und Deutsche Bank, wobei sich die Deutsche Bank mit einem Minus von nur 1,44 Prozent noch verhältnismäßig gut halten konnte.

Eine unserer goldenen Trading Regeln ist „Kaufe die Panik“, denn genau das ist es wohl was hier am Freitag zu spüren war. Nicht nur, dass ich persönlich die permanenten Abstufungen europäischer Länder oder Geldhäuser durch die US Ratingagenturen für übertrieben und in erster Linie politisch motiviert halte, sondern auch fundamental betrachtet spricht einiges dagegen, dass die deutschen Geldhäuser nun weiter Abrutschen sollten. Die Commerzbank bleibt sicherlich eher ein  Wackelkandidat, da das Engagement der Bank in griechischen Staatsanleihen deutlich größer ist als bei der Deutschen Bank. Ich halte den Rücksetzer vom Freitag aber dennoch eher für eine langfristig gute Einstiegschance, und obwohl die Deutsche Bank hier unser klarer Favorit ist haben wir am Freitag zusätzlich eine erste Position in Commerzbank Aktien aufgebaut.

Der Kursverlust von über vier Prozent am Freitag scheint übertrieben zu sein. Der Chart zeigt deutlich den „Überschießer“ der Aktie nach unten. Dabei ist die Aktie nicht nur über das untere Bollinger Band hinausgeschossen, sondern hat auch zudem noch mustergültig auf der starken Unterstützung bei 2,89 Euro aufgesetzt. Bei 2,90 Euro haben wir nun eine erste Position (entgegen unserer Prognose für die Aktie) gekauft, worüber wir unsere Börsen Newsletter Leser natürlich gleich informiert haben. Bereits in der Xetra Schlussauktion wurde diese Marke, ausgelöst durch eine größere Kauforder, wieder überschritten, nachbörslich zeigte sich die Commerzbank Aktie weiter erholt.

Ich gehe davon aus, dass in der aktuellen Börsenwoche die massive Unterstützungszone zwischen 3,- und 3,10 Euro wieder zurückerobert wird nachdem der erste Schock verdaut ist. Die US Bankentitel haben deutlich weniger auf die mögliche Herabstufung der italienischen Banken reagiert! Für die Deutsche Bank Aktie gehe ich ebenfalls von einer schnellen Erholung zurück über die wichtige Marke von 40,- Euro aus. Kann dann sogar die Hürde bei 40,60 Euro wieder überschritten werden ist der Weg in Richtung 41,50 und 42,80 Euro wieder frei. Insgesamt sollten nun alle schlechten Nachrichten langsam eingepreist sein. Hoffnung für den Euro und die Banken gibt es heute aus China. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao will weiter in europäische Staatsanleihen investieren und signalisiert Hilfsbereitschaft bei den Problemen. Die Chinesen als weiße Ritter für Europa – wer hätte das vor zehn Jahren gedacht?

Dialog Semiconductor – kommen jetzt die Käufer zurück?

Die Dialog Semiconductor war bis gestern kräftig unter Druck. Nachdem auch die Unterstützung bei 11,- Euro  nicht halten wollte stand zu befürchten, dass auch noch die nächsten Marken bei 10,20 und 9,85 Euro abgearbeitet werden könnten. Allerdings sollte man dem gestrigen Handelstag bedingt  durch den Feiertag in Europa auch nicht allzu viel Aussagekraft beimessen. Heute präsentiert sich die Dialog Aktie wieder gewohnt da wo sie am Mittwoch notierte, nämlich über der wichtigen Marke von 11,- Euro oder besser gesagt über der Unterstürzung bei 10,90 Euro.

Während es also gestern so aussah als wäre man das Opfer einer Bullenfalle geworden sieht die Welt heute schon wieder ganz anders aus. Der ifo Index ist deutlich stärker ausgefallen als erwartet, in Griechenland deutet sich eine vorübergehende Lösung an und -allem voran- der US Technologiesektor ist auf Erholungskurs, was insbesondere auch der Aktie von Dialog zugute kommen sollte! Kurzum das Orderbuch bei Dialog weist wieder verstärkt größere Kauforders auf, und in dem Börsenumfeld dürfte es den Shorties nun schwer fallen den Kurs noch weiter zu drücken.

Fundamental betrachtet bleibt bei Dialog alles beim Alten. Ein Unternehmen mit einem jährlichen Wachstum von ca. 40% mit einer zukunftsweisenden Technologie und einem gigantischen Absatzmarkt. Die Dialog Semiconductor Aktie dürfte auf lange Sicht zu den derzeitigen Kursen deutlich zu günstig sein. Die Aktie könnte also in den nächsten Stunden oder Tagen die Marke von 11.40 Euro wieder zurückerobern, dann wäre der Weg nach oben wieder frei in Richtung 12,20 und 13,- Euro! Unbedingt beobachten!

Sino Forest und Asian Bamboo – wie gehts hier weiter?

Durch den Skandal um Sino Forest, die laut Berichten sowohl bei den Bilanzen der letzten Jahre als auch bei der Größe der im Bestand befindlichen Waldflächen geschummelt haben sollen ist auch die Aktie des ehemaligen Highflyers Asian Bamboo in Mitleidenschaft gezogen worden. Alleine in den letzten zwei Monaten ist die Asian Bamboo Aktie von 35,- auf nunmehr nur noch knapp 20,- Euro eingebrochen. Ich habe mir die Aktie des chinesischen Bambusproduzenten heute mal etwas näher angesehen.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens startete vor etwas über zwei Jahren. Anfang 2009 notierte die Aktie noch bei ca. 5,- Euro und konnte im Anschluss bis zum Herbst 2010 auf über 40,- Euro zulegen. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Herstellung und dem Verkauf biologisch angebauter Bambussprossen und Bambusholz für die Holzverarbeitung, sprich das Unternehmen ist sowohl in der Lebensmittelbranche tätig als auch als Lieferant für die Papier- und Möbelindustrie. Den entscheidenden Vorteil sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben darin, dass Bambus im direkten Vergleich ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff ist.

Die Asian Bamboo AG ist zwar operativ in China tätig, die Firmenzentrale liegt aber in Hamburg. Sicherlich hat auch dieser Umstand dazu beigetragen, dass die Aktie in den vergangenen Jahren entsprechend am Deutschen Aktienmarkt „wahrgenommen“ wurde. Nach den herben Kursverlusten der letzten Wochen fragen sich Anleger nun verstärkt, ob die Bilanzierungsmethode des chinesischen Mitbewerbers Sino Forest wohl auch bei Asian Bamboo angewandt worden ist. Vorab ist wohl anzumerken, dass es dafür bislang nur wage Hinweise gibt. Das Unternehmen reagierte auf den Kursrutsch nun mit einem Aktienrückkauf-Programm. Das Volumen des Rückkaufs wurde erst am Freitag von 100.000 Stück auf 300.000 Stück erweitert.

Firmenchef und Gründer Lin Zuojun, der bereits 37,3% der ausstehenden Aktien hält hat kürzlich die Prognose für das Geschäftsjahr 2011 erneut bestätigt. Demnach soll der Umsatz bei mindestens 125 Mio. EUR und die Nettomarge bei mindestens 40% liegen. Auf Basis ihrer Ergebnisschätzungen 2011e notiert die  Asian Bamboo Aktie somit nahe am Buchwert und hat ein KGV von unter 7. Soweit so gut, sieht man sich jedoch den Drei-Jahres-Chart an ist weiterhin Vorsicht geboten..

Die Aktie notiert heute bereits am unteren Rand der Bollinger Bänder, jedoch scheint das Verkaufssignal weiterhin intakt zu sein. Bislang blieb jegliche Gegenwehr der Bullen aus. Mit dem heutigen Test der 20,- Euro Marke könnte nun weiteres Abwärtspotenzial generiert werden, wenn diese Marke unterschritten wird. Mögliche Wendemarken wären dann erst bei ca. 18,- Euro oder gar 15,- Euro auszumachen. Der weitere Werdegang der Aktie dürfte also nicht zuletzt vom Ausgang der Spekulation um Sino Forrest abhängen, auch wenn es zwischen den Unternehmen keinerlei Verbindung gibt. Gestern konnte sich die Sino Forest Aktie gegen Handelsende etwas fangen…ich gehe aber davon aus, dass es das noch nicht gewesen ist, auch wenn hier jederzeit eine technische Gegenbewegung zu erwarten ist. Dementsprechend bleiben dann wohl auch die Aktien von Asian Bamboo bis auf weiteres unter Druck!

Dialog Semiconductor – jetzt kaufen?

Trotz guter Nachrichten mussten Dialog Semiconductor Aktien in den letzten Tagen weitere Verluste hinnehmen. Nachdem auch die letzte Unterstützung bei 12,65 Euro nicht gehalten werden konnte ging es rasant in Richtung 12,- Euro für die Aktie. Bereits in unserer letzten Aktien Analyse zu dem Wert hatten wir ja darauf hingewiesen, dass so etwas demnächst passieren könnte. Damals schrieben wir.. „Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Hier findet man die nächsten soliden Unterstützungen.

Ich persönlich halte die Aktie nun für überverkauft. Bei 11,90 Euro bis 12,35 ergibt sich eine interessante Einstiegschance Der Chart zeigt deutlich, dass hier mehr Luft nach oben als nach unten besteht, und sich die Aktie inzwischen auf einem entsprechend interessanten Niveau befindet. Momentan scheint hier ein größerer Verkäufer am Werk zu sein, sobald dieser fertig ist kann es auch sehr schnell wieder in die andere Richtung gehen. Die Dialog Semiconductor Aktie gehört zwar nicht unbedingt zu den Schnäppchen am Markt es besteht jedoch eine gehörige Phantasie für künftig weiter steigende Umsätze und Gewinne. Und das nicht zuletzt wegen der letzten Meldung des Unternehmens

Der aktuelle Chartcheck der Dialog Aktie zeigt ein deutliches Bild der überverkauften Situation. Zudem kann man im Jahreschart auf dem aktuellen Niveau gleich vier Kursspitzen erkennen, an denen die Aktie jeweils wieder gedreht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch jetzt wieder der Fall sein könnte halte ich persönlich für relativ hoch. Natürlich ist auch ein weiteres Abrutschen der Aktie bis in den Bereich um die 11,35 Euro nicht auszuschließen. Das dürfte dann aber eher dem Gesamtmarkt geschuldet sein als den fundamentalen Daten. Die Nachricht, dass Dialog die Zusammenarbeit mit Panasonic ausweitet, und künftig den Power-Management-Chip DA9052 zur Optimierung der Akkulebensdauer an den Konzern liefern, sollte sich bald deutlich positiv bemerkbar machen. Mittelfristig traue ich der Aktie einen Rebound auf 16,- bis 18,- Euro zu.

Dialog Semiconductor – im Rausch der Tiefe

Trotz guter Nachrichten mussten Dialog Semiconductor Aktien gestern erneut herbe Verluste hinnehmen. Nachdem auch die letzte Unterstützung bei 12,65 Euro nicht gehalten werden konnte ging es rasant in Richtung 12,- Euro für die Aktie. Bereits in unserer letzten Aktien Analyse zu dem Wert hatten wir ja darauf hingewiesen, dass so etwas demnächst passieren könnte. Damals schrieben wir.. „Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Wir werden das Szenario weiterhin aufmerksam beobachten und zu gegebener Zeit entsprechend schnell reagieren.“ Genau das haben wir gestern getan – wir haben eine erste antizyklische Position Dialog Semiconductor Aktien in unser Depot genommen.

Sicherlich fragt sich der ein oder andere warum gerade jetzt oder jetzt schon…Ich persönlich halte die Aktie nun für überverkauft. Der Chart zeigt deutlich, dass hier mehr Luft nach oben als nach unten besteht, und sich die Aktie inzwischen auf einem entsprechend interessanten Niveau befindet. Momentan scheint hier ein größerer Verkäufer am Werk zu sein, sobald dieser fertig ist kann es auch sehr schnell wieder in die andere Richtung gehen. Die Dialog Semiconductor Aktie gehört zwar nicht unbedingt zu den Schnäppchen am Markt es besteht jedoch eine gehörige Phantasie für künftig weiter steigende Umsätze und Gewinne. Und das nicht zuletzt wegen der heutigen Meldung:

Der aktuelle Chartcheck der Dialog Aktie zeigt ein deutliches Bild der über verkauften Situation. Zudem kann man im Jahreschart auf dem aktuellen Niveau um die 12,35 Euro gleich vier Kursspitzen erkennen an denen die Aktie jeweils wieder gedreht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch jetzt wieder der Fall sein könnte halte ich persönlich für relativ hoch. Natürlich ist auch ein weiteres Abrutschen der Aktie bis in den Bereich um die 11,90 Euro nicht auszuschließen. Das dürfte dann aber eher dem Gesamtmarkt geschuldet sein als den fundamentalen Daten. Die heutige Nachricht, dass Dialog die Zusammenarbeit mit Panasonic ausweitet, und künftig den Power-Management-Chip DA9052 zur Optimierung der Akkulebensdauer an den Konzern liefern, sollte sich bald deutlich positiv bemerkbar machen.

TradingUpdate – Nordex, Q-Cells, Solon

Allem voran ist wohl heute zur erwähnen, dass die Nordex Aktie nun da gelandet ist wo sie landen musste. Wir hatten ja auf die besondere charttechnische Situation bei dem nicht mehr günstigen Titel hingewiesen. Das Gap bei ca. 6,- Euro musste noch geschlossen werden, sprich ein kurzzeitiges Unterschreiten der Marke um die 5,75 Euro wäre mustergültig, um dann die entstandene Kurslücke zu schließen. Ich gehe also weiterhin davon aus, das dieses Szenario eintreten wird. Bleibt die Frage wie es weiter gehen wird. Die schlechte Nachricht ist nämlich, dass mit dem Unterschreiten der 6,- Euro Marke dann ein theoretisches Kursziel von 4,92 Euro generiert wird. Hier ist also nach wie vor Vorsicht geboten, die gestern ausgeführten Verkaufsorders lassen nicht viel Gutes erwarten. Ich würde hier weiter abwarten, denn für meinen Geschmack ist die Nordex Aktie auch jetzt noch deutlich zu teuer.

Kürzlich schrieb ich in unserem Newsletter… „Bei Solon und Q-Cells zeigt sich ein noch düstereres Bild. Nachdem die Q-Cells Aktie nun erwartungsgemäß die Latte bei 2,- Euro gerissen hat ist bei 1,81 Euro die wohl vorerst letzte charttechnische Unterstützung zu finden.“ Inzwischen hat die Aktie von Q-Cells auch diese Marke nun unterschritten und bewegt sich weiter südwärts. Mit etwas Wohlwollen kann man bei 1,63 Euro eine weitere mögliche Unterstützung im Chart finden. Die Aktie des einstigen Highflyers ist zwar hoffnungslos überverkauft, bleibt aber nur nur etwas für ganz Hartgesottene. Mutige Trader setzen spätestens im Bereich bei 1,50 Euro auf eine technische Gegenbewegung

Die Solon Aktie hat vor ein paar Tagen bereits die aktuelle Unterstützung bei 2,45 Euro angetestet, und kurzzeitig auch unterschritten. Heute notiert die Aktie wieder genau an dieser Unterstützung. Kann die 2,45 Euro Marke erneut nicht gehalten werden sollten sich Anleger wohl schon mal mit der runden Marke von 2,- Euro “anfreunden”. Charttechnisch gesehen wäre sogar erst bei ca. 1,80 Euro die nächste „echte“ Unterstützung zu finden. Auch die Solon Aktie bleibt für uns einer der Kandidaten die von ernsthaften Anlegern wohl in der nächsten Zeit gemieden werde sollte. Ein kurzfristiger Rebound-Trade bietet sich noch nicht an! Alle drei genannten Titel sind maximal eine Halteposition…

 

Dialog Semiconductor Aktie geht auf Tauchstation

Heute ist es passiert – die Dialog Semiconductor Aktie hat sich offensichtlich für einen Ausbruch auf der Unterseite der Bollinger Bänder entschieden. Mit einem aktuellen Kurs von 13,14 Euro ist die Aktie heute unter hohen Umsätzen erneut deutlich gefallen. Das Tagestief lag sogar unter der wichtigen Marke von 13,- Euro, damit dürfte die alte Unterstützung bei 13,50 Euro nun der neue Widerstand sein, den es zu überwinden gilt. Gelingt dies nicht besteht weiterhin die Aussicht auf nochmal deutlich tiefere Kurse. Die nächsten Unterstützungen warten bei 12,50 und 11,90 Euro. Das Deutsche Anlegerfernsehen berichtete kürzlich über massive Insiderverkäufe bei Dialog Semiconduktor die allerdings aus Optionsprogrammen stammen. Zu kämpfen hat das Unternehmen ebenfalls weiterhin mit Problemen bzw. Unterbrechungen bei den Lieferketten infolge der Natur- und Atomkatastrophe in Japan. Insgesamt also eher ein Mix von Nachrichten der weiterhin für Druck bei der Aktie sorgen könnte.

 

In unserem Chartcheck vom 19.Mai.2011 haben wir dazu geschrieben: „Sieht man sich den Chart an so wird deutlich, dass die aktuelle Trading Range zwischen der letzten Unterstützung bei 13,90 und dem letzten Top knapp über der 15,- Euro Marke liegt. Die Bollinger Bänder ziehen sich immer weiter zusammen, was für eine baldige Entscheidung spricht. Natürlich kann der Ausbruch in beide Richtungen erfolgen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, das es wieder nach oben geht, bedingt durch die Unterstützung durch die 200-Tage Linie wohl etwas höher. Die Unterstützungszone zwischen 13,50 Euro und  13,90 Euro sollte also vorerst halten, sprich erste Käufe an dieser Unterstützung sind für spekulativ orientierte Anleger weiterhin interessant. Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Wir werden das Szenario weiterhin aufmerksam beobachten und zu gegebener Zeit entsprechend schnell reagieren.“

Klöckner & Co. – mehr Kapital für mehr Marktanteil

Klöckner & Co. kündigte gestern, nach der Vorlage hervorragender Zahlen zum abgelaufenen Quartal, eine Kapitalerhöhung an. Mit der Kapitalmaßnahme will der Stahlhandelskonzern sich für weitere Übernahmen rüsten. Bereits im Sommer soll das Kapital um bis zu 50 Prozent erhöht werden, teilte die im MDax notierte Gesellschaft gestern in Duisburg mit.Operativ ist es nicht zuletzt durch die kürzlich getätigten Zukäufe erneut hervorragend gelaufen, und gerade diese Tatsache zeigt wohl auch dass die eingeschlagene Strategie die richtige ist. Eingrund mehr diesen eingeschlagenen Weg nun weiter zu verfolgen. Zwar dürfte die Kapitalerhöhung nicht alle Aktionäre erfreuen, aber letztlich zählt wohl nur das Ergebnis.

Mit seinem Quartalsergebnis übertraf Klöckner die Erwartungen von Analysten erneut deutlich. Das operative Ergebnis stieg von 29 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 104 Millionen Euro. Dabei profitierte das Unternehmen von kräftigen Preissteigerungen und einer wachsenden Nachfrage dank der weiterhin guten Wirtschaftslage in vielen seiner Kernmärkte aber eben auch durch die getätigten Zukäufen aus dem vergangenen Jahr. Der Absatz wuchs um ca 25% auf 1,5 Millionen Tonnen, der Umsatz legte dank der höheren Preise sogar überproportional um 51,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieben 43 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es lediglich 1,2 Millionen Euro gewesen.

Das Unternehmen bleibt hervorragend aufgestellt, die Kapitalerhöhung dürfte aber den Aktienkurs kurzzeitig belasten. Achten Sie auf die Unterstützung bei 24,20 Euro! Bis klar ist zu welchen Konditionen diese stattfinden wird bleiben die Tatsächlichen „Kosten“ der Kapitalmaßnahme reine Spekulation. Vielleicht ein guter Zeitpunkt um nach Top Zahlen auch einmal Gewinne mitzunehmen..?

HeidelbergCement – besser aber nicht wirklich gut!

Die HeidelbergerCement AG legte heute die Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor und diese waren auf den ersten Blick ganz ordentlich. Der Umsatz legte von 2,18 Milliarden auf 2,6 Milliarden Euro kräftig zu. Operativ legte des Ergebnis vor Abschreibungen um 47,5 Prozent auf 253 Millionen € zu. Nach Steuern und Zinsen belief sich der Fehlbetrag in den traditionell schwachen Wintermonaten Januar bis März auf 120 Millionen Euro. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlen mit einem höheren Verlust von 134 Millionen gerechnet. Noch im Vorjahr war der Verlust des Konkurrenten von Holcim, Cemex und Lafarge mit einem Minus in Höhe von 162 Millionen Euro deutlich höher ausgefallen. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele bekräftigte erneut die Prognose für den Heidelberger Cement Konzern für das Gesamtjahr, und hält an den gesteckten Zielen fest.

Das Zahlenwerk ist zwar ganz ansehnlich wenn man die saisonalen Belastungsfaktoren für das Unternehmen mit einbezieht, dennoch überzeugen mich diese Daten nicht. Die HeidelbergCement AG bleibt eine der interessantesten Spekulationen auf eine nachhaltige Erholung der Bauwirtschaft, noch ist es aber wohl nicht soweit. Ich rechne nach diesen Zahlen nicht mit einem neuen Schub für den Aktienkurs. Vielmehr gehe ich für die nächsten Wochen von einer Seitwärtsbewegung aus, die man aber durchaus traden kann. Charttechnisch betrachtet sollte sich die Aktie nun in der Range zwischen den Unterstützungen die bei 49,30 Euro sowie 44,50 Euro liegen und dem nächsten Kursziel von ca. 52,50 Euro bewegen. Bei Kursen um die 45,- Euro wäre die Aktie von HeidelbergCement somit für uns wieder ein klarer Kauf.

Die Porsche Aktie bleibt unter Druck!

Weiterhin lastet Druck auf der Aktie des Sportwagenbauers Porsche. Die Kapitalerhöhung wurde, wie man aus den eigenen Reihen hört, erfolgreich platziert. Unter anderem der geringe Ausgabepreis von 38,- Euro je neuer Aktie lastet weiterhin auf den Gemütern der Anleger, denn es steht eine entsprechend hohe Verwässerung der Anteile zu befürchten. Weiter fürchten Marktteilnehmer immer noch, dass die drohenden Milliardenklagen gegen Porsche zum einen die Gewinn und der Zukunft deutlich schmälern könnten, und zum anderen einen endgültigen Zusammenschluss mit dem Mutterkonzern auf unbestimmte Zeit verschieben könnte. Beides wäre natürlich extrem negativ für die neuen und die alten Porsche Aktionäre.

Somit bleibt abzuwarten, wann die Investoren neues Vertrauen gewinnen werden. Charttechnisch bleibt der Titel eher angeschlagen. Auch die leichte Erholung der letzten Tage wirkt alles andere als überzeugend. Im Gegenteil, wie zu befürchten war schmeißen Anleger nun wohl verstärkt ihre neuen – oder die alten – Stücke auf den Markt was nach einer abgeschlossenen Kapitalerhöhung auch nicht weiter ungewöhnlich ist. Zum einen trennen sich Investoren in solchen Phasen von den überschüssigen Stücken, und zum anderen findet man am Ende einer Kapitalmaßnahme nicht selten ein verstärktes Sportinteresse, weil die Big Boys wissen, das die neuen Stücke entsprechen eng abgesichert werden sobald sich diese in den Depots befinden.

Das lässt natürlich genügend Spielraum um reihenweise Stopp-Loss-Orders abzufischen! Der ganze Findungs-Prozess bei der Porsche Aktie könnte also noch einige Tage anhalten, ein Kauf drängt sich erst einmal nicht auf. Die 40,- Euro Marke bietet grundsätzlich eine solide Unterstützung. Wird diese unterschritten könnten sich im Bereich 37,50 bis 39,- Euro erste Käufe langfristig sicherlich wieder auszahlen..

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