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Warten auf das Christkind…

Eine weitere spannende Börsenwoche liegt hinter uns, und dieses Mal konnten die Finanzmärkte im positiven Sinne überraschen. Der DAX verzeichnete den stärksten Wochenanstieg seit langem, womit sich natürlich auch die kurzfristige Perspektive für Anleger wiedermal deutlich geändert hat. Es war eine Reihe von Ereignissen die zu diesem spontanen Stimmungswechsel geführt hat. Bereits am Montag früh konnten die Börsen von den hervorragenden Einzelhandelsumsätzen am sogenannten Black Friday in den USA profitieren. Wie erhofft waren die Einzelhandels-Umsätze nicht nur sehr gut ausgefallen, sondern deutlich besser als erwartet. Die Amerikaner konsumieren was das Zeug hält. Der Umsatz an dem entscheidenden Tag nach Thanksgiving, der als Gradmesser für das Weihnachts- bzw. Jahresendgeschäft des Einzelhandels gilt, konnte um über acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen, und damit so stark wie seit 2007 nicht mehr. Auch hierzulande konnte der Einzelhandel einen sehr erfreulichen Start in das Weihnachtsgeschäft am ersten Adventswochenende vermelden.

Ebenfalls bereits am Montag machten die verschiedensten Gerüchte zu Rettung der Eurozone die Runde, die sich wiederum positiv auf die Börsen ausgewirkt haben. Offenbar scheint der Markt nun wieder mehr Vertrauen in die politische Handlungsfähigkeit Europas zu haben, da diese Gerüchte zumindest Wege in die richtige Richtung aufzeigen, und nicht mehr von offensichtlich hilflosem Taktieren geprägt sind. Wir hatten in unserem Blog darüber berichtet, und unsere Leser bereits am Montag frühzeitig darauf hingewiesen dass hier nun ein möglicher Wendepunkt für die Märkte sein könnte, und sich die Wahrscheinlichkeit auf eine Jahresendrally somit wieder deutlich erhöht hat. Ebenso haben wir unseren Lesern ein paar nützliche Tipps, für das richtige Verhalten im Falle einer Fortführung der Trendwende, mit an die Hand zu geben, die nach wie vor ihre Gültigkeit haben.

Trotz der immer wieder aufkommenden Störfeuer durch die US Ratingagenturen ist dann letztlich am Mittwoch der Knoten geplatzt. Bereits am Montagmorgen wurde bekannt dass der
Mindestreservesatz in China um ein halbes Prozent gesenkt (auf 21%) gesenkt wird. Am frühen Nachmittag dann kam die Meldung die letztlich zu dem Befreiungsschlag der Börsen geführt hat, und den Dax am Ende des Tages mit einem satten Kursplus von knapp fünf Prozent den Handel beenden ließ. In einer konzertierten Aktion haben die Notenbanken von Japan, der Schweiz, Kanada, Großbritannien und natürlich die europäische Notenbank EZB sowie die US-Notenbank Federal Reserve vereinbart, Geschäftsbanken zu einem Kreditzins, der um ein halbes Prozent besser ist als am Markt, in unbegrenztem Volumen Geld zu leihen. Damit erhalten Banken in unbegrenzter Höhe, zu geringen Zinsen, und in jeder beliebigen Währung frisches Kapital und können sich refinanzieren. Die Gefahr einer Bankenpleite in Europa dürfte somit gebannt sein.

Nun mag man darüber spekulieren können was diese Aktien letztlich ausgelöst haben könnte. Wie nah könnte irgendeine europäische Bank wohl am Abgrund gestanden haben,
damit die Notenbanken weltweit in einer konzertierten Aktion die Märkte mit Geld fluten? Welche Bank könnte das gewesen sein? Und und und…. Letztlich ist dies aus heutiger Sicht nicht mehr so essentiell, denn durch das Eingreifen der Notenbanken und das weltweite Zusammenwirken hat man bewiesen dass man zusammen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die Krise ankämpfen will. Und genau das war das Signal auf das der Markt in den vielen, unerfreulichen Wochen gewartet hat. Es wird nun gehandelt und nicht mehr nur geredet. Die kurzfristigen und auch mittelfristigen Auswirkungen dieser Aktion haben wir ebenfalls für Sie auf Investors Inside analysiert. Insbesondere die Effekte die eine dauerhafte Flutung des Marktes mit Liquidität auf Rohstoffaktien haben sollte. Ich kann Ihnen also an dieser Stelle nur noch einmal raten neben dem Newsletter auch unseren Blog regelmäßig zu verfolgen.

Ein weiterer sehr positiver Punkt den es nach dieser Woche unbedingt noch zu erwähnen gilt ist die konjunkturelle Erholung der USA. Da man nach wie vor davon ausgehen muss dass eine finale Lösung der aktuellen Probleme letztlich nur durch eine deutliche Belebung der Wirtschaft in den USA ausgehen kann, ist es wichtig diese Indikatoren regelmäßig zu betrachten und zu analysieren. In Amerika verläuft die Konjunkturerholung zwar langsam, dafür aber erstaunlich robust. Ein befürchteter Einbruch der harten Wirtschaftsdaten blieb bislang aus, und ist auch kurzfristig nicht mehr zu erwarten. Die Frühindikatoren erholen sich weiterhin, und das trotz einer offensichtlich handlungsunfähigen politischen Führung! So konnte beispielsweise der ISM Index als Indikator für das Verarbeitende Gewerbe stärker als erwartet auf einen Wert von 52,7 Punkten zulegen, und bestätigt somit den seit August anhaltenden Aufwärtstrend.

Die US Arbeitsmarktdaten vom Freitag trafen die Erwartungen, waren damit aber eigentlich noch nicht der große Wurf. Wirkliche Entspannung am US Arbeitsmarkt wird es erst ab ca. 400.000 neu geschaffenen Stellen geben. Jedoch ist die US Arbeitslosenrate erstaunlich deutlich von 9 auf 8,60 Prozent gesunken. Auch die jüngsten Absatzzahlen europäischer Automobilhersteller in den USA sprechen weiterhin eine deutliche Sprache. Die Amerikaner konsumieren was das Zeug hält, sowohl bei langfristigen Anschaffungen als auch bei kurzfristigen. Das sollte die wirtschaftliche Erholung in Amerika weiterhin stützen Unser Fazit bleibt somit unverändert: Die bestehenden Ängste vor einem weltkonjunkturellen Einbruch bestätigen sich wie erwartet bisher nicht. Die Entwicklung der Weltkonjunktur zeigt sich robust, eine weitere Lösung der Schuldenkrise könnte sogar noch einmal für einen deutlichen Schub sorgen.

In der kommenden Woche wird es nun spannend sein zu beobachten, ob es unseren Politikern, insbesondere Frau Merkel und Herrn Sarkozy, gelingen wird die erneute, und wahrscheinlich letzte Chance, die den Politikern von den Zentralbanken nun eingeräumt wurde zu ergreifen. Wie bereits in unserer letzten Ausgabe des Investors Inside Newsletters erwähnt, spielt Zeit eine ganz wesentliche Rolle bei der Lösung unserer Probleme. Zeit die wir eigentlich schon lange nicht mehr haben, die aber nun noch einmal teuer erkauft wurde. Spätestens am nächsten Wochenende, nach dem EU Gipfel, werden wir wissen ob diese Chance genutzt wurde. Ich bin immer noch zuversichtlich das es gelingen kann unter einer starken Führung in Europa, und mit einer schnellen Änderung der EU Verträge, vor allem aber ohne Eurobonds bitte, eine Lösung zu erarbeiten die eine kurzfristige Katastrophe verhindern kann. Langfristig bin ich mir da nicht so sicher…

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, und den nachfolgenden Generationen, eine positive Handelswoche eine schöne Vorweihnachtszeit, und den Politikern weise Entscheidungen. Vielleicht hält das Christkind ja doch noch ein paar schöne Geschenke für uns bereit…

Viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

 

P.S. Wir haben uns in der letzten Woche natürlich auch mit Einzelaktien beschäftigt von denen es Interessantes zu berichten gab. Allem voran natürlich die Commerzbank Aktie, die Bank versucht sich durch gezielte Aktionen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen, und die Chancen dafür stehen sehr gut. Am Freitag morgen sprach vieles für einen Ausbruch der Aktie nach oben was wir unseren Lesern auch rechtzeitig mitgeteilt haben. Bis zum Handelsschluss konnte der Aktienkurs dann um 10 Prozent zulegen. Bei Kali und Salz sowie Wacker Chemie hingegen sollte man vorsichtig bleiben, obwohl ich grundsätzlich beide Titel interessant finde.

Commerzbank, Deutsche Bank – Trendwende in Sicht?

Fast schon sah es in der vergangenen Woche so aus, als ob das Schlimmste bei den beiden deutschen Großbanken, der Commerzbank und der Deutschen Bank, vorüber sein könnte. Beide Aktien konnten sich deutlich von den Tiefständen lösen und legten, getrieben durch positive Nachrichten, wieder zu. Grund für den Kursanstieg war, neben der deutlich überverkauften Situation bei den Bankentiteln weltweit, die Intervention der Notenbanken, die in einer gemeinschaftlichen Situation beschlossen hatten die europäischen Bankenhäuser mit Dollars in beliebiger Höhe zu versorgen. Bei der Deutschen Bank Aktie spielte zudem noch eine gehörige Portion Phantasie mit. Denn offenbar will sich Investmentlegende Warren Buffet an dem Deutschen Geldhaus beteiligen.

Diese positiven Effekte scheinen aber heute bereits wieder verpufft zu sein. Die Commerzbank meldete heute, neben der Komplettübernahme der Deutschen Schiffsbank, dass sich das Kreditgeschäft im Bereich Mittelstand deutlich verlangsamt habe. Unternehmen, insbesondere aus dem Maschinenbau und der Automobil-Zulieferindustrie wären nun deutlich vorsichtiger und würden reihenweise Investitionen zurückstellen, hieß es. Da ist sie nun, die selbst erfüllende Prophezeiung einer baldigen Rezession, und trifft natürlich auch das Geschäft der Banken massiv, die wiederum nun Probleme bekommen ihre gesteckten Ziele zu erreichen.

Das Mittelstandsgeschäft war in den letzten Quartalen für die Commerzbank der größte Gewinntreiber. Anleger befürchten nun offenbar dass sich die schleppende Kreditvergabe negativ auf die Gewinne der Bank auswirken könnten. Die Commerzbank Aktie verliert heute erneut über fünf Prozent, und dürfte den „geplanten“ Anlauf auf die 2,- Euro Marke somit noch einmal auf unbestimmte Zeit verschieben. Dennoch befindet sich der Titel immer noch in einem kurzfristigen Aufwärtstrend, und einem intakten Kaufsignal. Gelingt es also, trotz dieser Nachrichten, den Widerstand bei 1,86 Euro dennoch zu überwinden, stehen die Chancen auf eine nachhaltige Trendwende bei der Commerzbank Aktie sehr gut.

Die Deutsche Bank Aktie muss heute ebenfalls wieder kräftig einstecken und gibt 5,3 Prozent ab. Konkrete Gründe lassen sich dafür nicht finden, außer der allgemeinen politischen Schieflage und der Spekulationen um eine mögliche Bankenrettung im Falle einer Pleite Griechenlands, aber das kennen wir ja schon! Beim Deutschen Branchenprimus häufen sich zudem die positiven Analystenkommentare die allesamt ein deutlich höheres Kursziel für die Deutsche Bank Aktie prognostizieren. Der Ausbruch über den Widerstand bei 26,- Euro ist hier am Freitag zwar nicht gelungen, dennoch macht die Aktie insgesamt den Eindruck dass der Boden nahezu erreicht sein könnte. Die Marke von 31,35 Euro bleibt der Widerstand den es zu überschreiten gilt, um die Bodenbildung abzuschließen.

Die „Wohlfühl-Aktien“ für den nächsten Aufschwung

Der Dax gibt in den letzten Handelstagen deutlich nach, was angesichts der Griechenland Thematik und der damit verbundenen Unsicherheiten auch nicht anders zu erwarten war. Eine Umschuldung Griechenlands scheint immer wahrscheinlicher zu werden weil es dem europäischen Steuerzahler zum einen nicht mehr zugemutet werden kann hier immer wieder „investieren“ zu müssen, und weil zum anderen nicht ansatzweise sichergestellt werden kann, dass die erneute Hilfe auch zu dem gewünschten Effekt führen wird. Die Frage die sich fast alle Marktteilnehmer wohl momentan stellen ist wie man aus der Misére wieder raus kommt ohne einen allzu großen Schaden für die europäische Währungsgemeinschaft zu produzieren.

Der luxemburgischen Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker bezeichnete gestern die griechische Schuldenlast wörtlich als „absolut nicht mehr tragfähig“, und das ist wohl auch der Punkt! Bislang wurde auch von griechischer Seite nicht genügend getan um zu überzeugen. Und damit meine ich nicht die Bürger, die laut Presseberichten sogar bereit zu weiteren Einschnitten wären, und das obwohl einige Familien dort bereits seit der letzten Sparrunde am Limit leben. Zunächst sollten die Griechen alles in ihrer Macht stehende dazu beitragen um einen großen Schuldenschnitt zu verhindern, sprich die griechische Regierung wäre nun in der Pflicht das Tafelsilber kurszfristig zu verscherbeln. Jedes Unternehmen das in die Insolvenz schliddert müsste auch alle Vermögenswerte auflösen, warum nicht ein Staat der Pleite ist?

Juncker plädierte bereits gestern Abend für die Einbeziehung privater Gläubiger in eine Lösung der griechischen Schuldenkrise. Das wäre wohl auch ein angemessener Schritt in die richtige Richtung…dementsprechend wäre ich aber auch bei Bankenaktien in der nächsten Zeit sehr vorsichtig! Wie auch immer man darf gespannt sein wie die griechische Tragödie enden wird, bis zur endgültigen Entscheidung bleibt der Markt weiterhin sehr volatil. Der DAX nähert sich inzwischen dem Korrekturziel von 7.250 Punkten, hier wird dann auch die Entscheidung über die weitere Richtung an den Aktienmärkten gefällt. Der S&P 500 ist mit dem gestrigen Schlussstand von 1.329 Punkten nun unter die Unterstützungszone zwischen 1.338 und 1.344 Punkten gefallen und eröffnet somit weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von zunächst 1.313 Punkten. Sollte es also den US Indizes heute nicht gelingen wieder in positives Terrain bzw. über die Marke von 1.328 Punkten vorzustoßen wird die Luft deutlich dünner für die Bullen.

Wie immer in solchen Phasen bieten sich aber auch gute Chancen für mutige Investoren, die auf einen Rebound des Marktes setzen. Der DAX bleibt weltweit der bevorzugte Index für Investoren, und diese warten nur darauf die Aktien von hochwertigen Unternehmen mit überzeugenden Quartalszahlen wieder in ihre Depots zu buchen. Fachleute sehen bereits wieder steigende Kurse ab spätestens Ende Mai, da dies der normalen Entwicklung des US Präsidentschafts-Zyklus entsprechen würde. Natürlich kann man sich nicht darauf verlassen das es auch in diesem Jahr wieder so laufen wird, aber die Wahrscheinlichkeiten für ein solches Szenario sind da.

Geht man also davon aus, dass die Korrektur bald zu Ende sein könnte und wir dann sogar weiter steigende Kurse bis in den September hinein zu erwarten haben, dann könnten sich Aktienkäufe in den nächsten Tagen wiedermal als sehr lohnend erweisen. Natürlich sollte man dabei nicht das Risiko einer ausgedehnteren Korrektur außer Acht lassen!

Wir haben heute mal wieder einen großen Dax Check gemacht und uns die interessantesten Aktien aus dem DAX  bzw. viel versprechende BlueChips etwas näher angesehen, und natürlich sind darunter viele „alte Bekannte“ zu finden, die sich seit Ausbruch der Finanzkrise immer wieder, zum richtigen Zeitpunkt, als hervorragende Investments erwiesen haben. Wir werden Ihnen in den kommenden Tagen im Blog eine Reihe von Aktien vorstellen, die ich persönlich als „Wohlfühl-Aktien“ bezeichnen würde. Soll heißen zum einen sind dies Titel, die fundamental günstig erscheinen und gute Wachstumsperspektiven ausweisen, und zum anderen befinden sich diese nahezu alle an charttechnisch relevanten Unterstützungsmarken, sodass das komfortable Setzen eines entsprechenden Stopp-Loss möglich ist.

Weitere interessante Einschätzungen zu den Bankenwerten Commerzbank und Deutsche Bank sowie zu einer Reihe von Nebenwerten wie den Solarwerten Phoenix Solar,  Q-Cells, Solon und Conergy sowie dem Stahlhändler Klöckner & Co. und Dialog Semiconductor finden Sie ebenfalls bei uns auf dem Investors Inside Blog. Ich wünsche Ihnen jetzt schon viel Spaß beim lesen..

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

Korrektur mit Ansage? Cisco, Sierra Wireless, Smith Micro und Novatel

Schaut man sich heute mal unseren Realtime Börsenkalender etwas näher an stellt man sich zwangsweise die Frage warum der Dax noch da notiert wo er gerade ist. Überwiegend rote Vorzeichen prägen heute die Konjunkturlandschaft. Und dabei sind einige Daten die einem aufmerksamen Anleger zu denken geben sollten. Angefangen hat dieser Zahlenreigen heute früh morgens mit dem chinesischen Verbraucherpreisindex, der mit 4,9 Prozent unter den Erwartungen lag und weiterhin auf stark inflationäre Tendenzen in China hinweist. Das deutsche BIP ist schwächer ausgefallen als erwartet, der ZEW Index stieg hingegen zum vierten Mal in Folge, deutet aber ebenfalls auf eine deutliche Verlangsamung des Wirtschaftsaufschwungs hin. Mit 15,70 Punkten lag der Wert deutlich unter den von Analysten erwarteten 20,20 Punkten.

Griechenland bleibt weiterhin das Sorgenkind der Währungsunion. Das griechische BIP sank deutlich auf minus 6,60 Prozent, hier waren Fachleute von „nur“ minus fünf Prozent ausgegangen. Die „Termine des Tages“ sind also bislang überwiegend schlechter ausgefallen als erwartet. Mit Spannung wird nun heute Nachmittag die Veröffentlichung des Empire State Index, die Einzelhandelsumsätze und Importpreise der USA erwartet. Vielleicht können diese Daten nun Klarheit über die weitere Richtung der Indizes bieten. Spätestens am Freitag, wenn erneut die Arbeitsmarktdaten der USA auf der Agenda stehen rechne ich aber mit einer klaren Bewegung in die ein oder andere Richtung.

Auch die Charts einzelner Indizes und Aktien warnen zumindest weiterhin zur Vorsicht. Die leichten Gewinne im S&P 500 wurden im nachbörslichen Handel bereits wieder abverkauft. Insgesamt bleibt Festzuhalten, dass bereits seit nunmehr zweieinhalb Handelstagen die Dynamik deutlich nachgelassen hat. Besondere Aufmerksamkeit verdient wohl auch der Technologiesektor. Zahlreiche namhafte Unternehmen wie Cisco, Sierra Wireless, Smith Micro oder Novatel hat es in den letzten Tagen übelst erwischt. Heftige Kurseinbrüche von bis zu 40 Prozent vermitteln ein ungefähres Bild davon wie schnell und dynamisch eine Korrektur im Technologiesektor ausfallen kann, wenn die Zahlen oder der Ausblick nicht den Vorstellungen der Aktionäre entsprechen. Vielleicht sind solche Einbrüche bereits Vorboten für einen baldigen Trendwechsel im Technologiesektor insgesamt? In anderen Sektoren sollte eine solche Korrektur allerdings etwas ziviler ablaufen!

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