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Apple ist (fast) durch…jetzt auf Dialog, SMA Solar und Wacker Chemie achten

Abschließend zu den heutigen Artikeln, und dem sehr erfolgreichen Tag aus Sicht eines Apple Aktionärs, möchte ich gerne noch ein paar erfreuliche Zeilen von mir geben. Das die CommerzbankE.ON und RWE aktuell keine wirklichen Highlights am Deutschen Aktienmarkt darstellen ist ja auch nicht wirklich neu… Zudem ist der aktuelle Markt offensichtlich von größeren Adressen „gemacht“, was eine sinnvolle Analyse grundsätzlich etwas erschwert. Es gibt aber dennoch einige Setups die gerade sehr vielversprechend aussehen, und die ich Ihnen hier nicht vorenthalten möchte. Dazu gehört, im direkten Zusammenhang mit dem heutigen Anstieg der Apple Aktie, sicherlich auch die Aktie von Dialog Semiconductor, die zuletzt, und das trotz hervorragender Zahlen zum abgelaufenen Quartal, sehr stark verprügelt worden ist. Zur Apple Aktie hatte ich ja schon heute Morgen alles Wissenswerte geschrieben.

Gestern hat die Dialog Aktie nun bei 12,80 Euro den Boden erneut bestätigt, und ist heute bereits wieder nach oben über die wichtige Marke von 13,- Euro gedreht. Nicht zuletzt die gute Performance der Apple Aktie sorgte auch bei Dialog erneut für etwas besser Stimmung. Dabei sollten Anleger aber nicht vergessen das Apple alleine kein Garant für den Erfolg des Unternehmens ist, auch wenn das US Unternehmen immer noch einen sehr gewichtigen Anteil im Portfolio der Kunden ausmacht. Inzwischen konnte Dialog Semiconductor seine Kundenstruktur deutlich verbessern und ist beispielsweise auch am Erfolg von Samsung direkt beteiligt.

Aus charttechnischer Sicht mehren sich nun die Anzeichen dafür, dass die Aktie bald wieder nach oben, in Richtung der 15,- Euro Marke drehen könnte. Natürlich ist dieses Setup nicht so klar wie so manch anderes, aber zumindest halte ich das Restrisiko hier für sehr überschaubar. Denn die untere Begrenzung des Trendkanals verläuft derzeit bei ca 12,37 Euro und dürfte eine solide Unterstützung bilden, falls die Aktie doch noch einmal abtaucht. In den letzten Tagen bewegte sich die Dialog Aktie in einer engen Trading Range zwischen 13,50 und 12,65 Euro. Der steigende Apple Aktienkurs wurde hier vom Markt noch nicht ausreichend antizipiert. Gelingt nun ein Anstieg über den engen Trendkanal bei ca. 13,30 Euro wäre dies aus meiner Sicht ein erstes ernst zu nehmendes Kaufsignal.

Ausserordentlich robust präsentieren sich auch die beiden „Solarwerte“ SMA Solar und Wacker Chemie in den letzten eher turbulenten Börsentagen. Die Annahme einer Bodenbildung bei der Wacker Chemie Aktie hat sich bislang als richtig erwiesen. Die Aktie drehte an dem beschriebenen Punkt nach oben, und ist damit zunächst wieder über die wichtige Unterstützungslinie, die derzeit bei ca 54,- Euro liegt, angestiegen. Auch am heutigen Handelstag zeigte die Aktie zudem nennenswerte Stärke, was angesichts der Verwerfungen im Dax schon bemerkenswert ist.

Bei SMA Solar sorgen zuletzt Analystenstimmen für Verunsicherung unter den Anlegern. Zudem hat sich ein (eher nicht ernst zu nehmender) Börsenbrief zuletzt etwas skeptisch über die weitere Entwicklung des Unternehmens geäussert. ich halte sowohl die Begründung als auch das ausgegebene Kursziel hier für völlig absurd. Mit dem Kursrutsch von 22,- Euro auf 17,- Euro sollte dieser Pessimismus nun aber eingepreist sein. Bereits gestern konnte die Aktie nun wieder kräftig zulegen und hält sich seitdem auf diesem Niveau. Damit konnte der Kursverfall in der Nähe des 76,40er Fibonacci Retracements gestoppt werden. Der Slow Stochstics Indikator hat bereits wieder auf kaufen gedreht, der MACD dürfte in Kürze folgen, wenn die Korrektur im Dax nicht weiter ausufert. Ich gehe somit davon aus das der vorangegangene Kursverfall eine klassische Überreaktion des Marktes war, der bald wieder nach oben korrigiert werden dürfte. SMA Solar bleibt aufgrund der nachhaltigen Substanz des Unternehmens neben Wacker Chemie meine erste Wette auf eine Erholung der Solarbranche.

Sehen Sie sich die Charts der drei Unternehmen an… Beim nächsten kräftigen Anstieg der Indizes dürften gerade Nebenwerte verstärkt im Fokus der Anleger stehen!  Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Abend…

E.ON und RWE – wie weit geht es abwärts?

Auch bei der E.ON Aktie scheiden sich zur zeit die Geister. Während die einen sagen die Aktie ist viel zu billig (ich gehöre dazu) sehen die anderen den Kurs der Aktie noch viel tiefer fallen. Leider spricht die Charttechnik hier im Moment eine ganz deutliche Sprache. Und diese gilt es in jedem Fall zu respektieren! Zudem haben immer mehr Analysten in den letzten Tagen ihre Kursziele für die Aktie, teilweise deutlich, zurückgenommen, was natürlich nicht ohne Wirkung auf den Aktienkurs geblieben ist. Heute hat beispielsweise Berenberger das Kursziel für die Aktie bei 11,60 Euro festgelegt und den Titel auf „sell“ gesetzt. Warburg hingegen sieht den fairen Wert der Aktie derzeit bei 17,- Euro. Wer am Ende Recht behalten wird kann nicht abschließend beurteilt werden. Im Durchschnitt ergibt sich damit aus allen Ratings der letzten Tage ein mittleres Kursziel von ca 13,- Euro für die E.ON Aktie…!

Nach unten gibt es im Moment nur noch eine wirkliche Unterstützungslinien für die E.ON Aktie, und diese liegt beim letzten Tiefpunkt aus dem September 2012 als die Aktie bei 12,504 Euro notierte. Um den nächsten Haltepunkt zu ermitteln muss man schon den langfristigen Chart bemühen. Hier wartet noch das Zehn-Jahres-Tief aus dem März 2003 bei 11.374 Euro auf den Re-Test, das ich persönlich als den wirklich maximalen Punkt für einen möglichen Bounce der Aktie ansehen würde. Kursziele von 11,- Euro, die man in den letzten Tagen vermehrt von den verschiedensten Bankhäuser lesen konnte, halte ich alleine schon aus diesem Grund für unrealistisch. Aber…!

EON Chart 10 Jahre

Natürlich ist auch ein Abtauchen des Aktienkurses unter diese letzte Bastion der Charttechnik vorstellbar, bzw. darf nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Das würde heißen wir bewegen uns spätestens unterhalb der Marke bei 11,374 Euro irgendwo im Niemandsland, was den zu erwartenden Drehpunkt bei der Aktie anbelangt. In diesem Worst-Case-Szenario würde dann wohl erst wieder die Unterseite des seit dem Jahr 2009 bestehenden Abwärtstrends greifen, den ich Ihnen hier einmal eingezeichnet habe. Fällt die Aktie also in dem bisherigen Tempo weiter, dann dürfte dieser Punkt spätestens Anfang März diesen Jahres bei ca. 9,50 Euro erreicht sein.

Nicht das ich ernsthaft davon ausgehen würde das wir die Erfüllung dieses Szenarios noch sehen werden, aber man sollte es vielleicht im Hinterkopf behalten. Grundsätzlich bin ich weiterhin der Meinung das die Aktie bereits jetzt schon viel zu billig ist. Aber, eines der Dinge die ich in den letzten 20 Jahren Börse gelernt habe ist das Trends – egal in welche Richtung – meistens länger anhalten als man sich als Anleger vorstellen kann! Für langfristig orientierte Investoren, die an ein baldiges Comeback der Aktien glauben, kann es somit sinnvoll sein bereits jetzt eine erste Position in der Aktie zu eröffnen und diese dann an den jeweiligen – hier genannten – Punkten weiter auszubauen (falls es so kommt!), wenn man bereit ist einen weiteren Kursrutsch auch auszuhalten.

RWE Chart 10 Jahre

Bedenken sollte man aber meiner Meinung bei dieser Anlageentscheidung auch, dass der Mitbewerber RWE aktuell bereits charttechnisch gesehen durchgefallen ist. Wie man in dem 10-Jahres-Chart der RWE Aktie deutlich sehen kann, besteht hier – zumindest aus dem charttechnischen Blickwinkel – noch deutliches Abwärtspotenzial, dem sich dann eine E.ON Aktie sicherlich auch nicht dauerhaft entziehen kann. Die nächste Haltemarke bei RWE liegen erst wieder bei 25,57, nachdem die bei 27,88 Euro offensichtlich nicht gehalten hat. Danach wäre theoretisch Luft bis auf 21,24 oder gar 17,52 Euro.

Man darf also durchaus gespannt sein ob die hier genannten Marken bei den beiden Aktien von E.ON und RWE noch erreicht werden. Die gute Nachricht an dieser Stelle ist vielleicht, dass der Spuk dann wahrscheinlich im Jahr 2013 vorbei sein wird, und irgendwann in diesem Jahr das Fundament für einen soliden Anstieg der beiden Aktien über viele Jahre hinweg gesetzt werden kann. Wann das sein wird kann aus heutiger Sicht allerdings nicht seriös beurteilt werden. Aber der Zeitpunkt wird kommen – da bin ich mir sicher! Heute wollte ich Ihren Blick einmal auf die langfristigen Perspektiven der beiden Aktien richten, da man ja als Anleger manchmal dazu neigt die Dinge zu kurzfristig zu (über-)sehen….Wie Sie oben lesen können bin ich mir selber nicht so ganz klar darüber welcher der optimale Einstiegszeitpunkt in die E.ON Aktie sein könnte, aber ich lasse es Sie wissen wenn ich mich entschieden habe, und halte Sie hier im Blog auf dem Laufenden…!

Apple – jetzt oder nie!

Ich habe mich gestern sehr bewusst aus der allgemeinen Diskussion um die lange überfällige Korrektur an den Märkten rausgehalten und einfach mal gar nichts geschrieben. Wenn alle Welt auf eine Korrektur wartet, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass wir stattdessen genau das sehen was wir gestern gesehen haben eben sehr hoch. Eine kleine Korrektur mit anschließendem Bounce und neuen Hochständen – zumindest in den USA. Eine klassische Bärenfalle also, die zunächst angedeutet hat das die Indizes nun abstürzen werden, es sich dann aber spontan doch anders überlegt hat. Somit dürften mal wieder einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuss erwischt worden sein.

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Sowohl im Dow Jones als auch im S&P 500 wurden gestern kurzzeitig neue Höchststände produziert, die dazu geführt haben dass die von vielen Marktteilnehmern befürchtete Top Bildung in Form einer Schulter-Kopf-Schulter Formation nun aus charttechnischer Betrachtung aufgehoben wurde. Das heißt das Ziel für den S&P 500 bleibt weiterhin das in unserem kostenlosem Börsenbrief mehrfach beschriebene Niveau um die 1.525 Punkte Marke. Besonders auffällig war hingegen gestern die Stärke des Nasdaq, der in den letzten Monaten seinen beiden Index-Kollegen permanent hinterher gehinkt ist. Hier könnte sich nun ein echter Trendwechsel abzeichnen, der nicht zuletzt durch den Bounce bei der Apple Aktie angeführt wird. Achten Sie in den kommenden Tagen somit verstärkt auf die Performance der führenden Tech-Titel an der Wall Street!

Chart Apple Aktie kurzfristig

 

Wie Sie sehen können gab es bei der Apple Aktie gestern eine Kursbewegung, die nun darauf schließen lässt dass hier eine mögliche Trendwende eingeleitet wurde (zum Vergrößeren des Chart bitte 2 x draufklicken!). Dieser starke Anstieg deutet aus meiner Sicht sehr darauf hin, dass sich hier eine abschließende W-Formation bildet, die mit dem Überschreiten der Widerstandszone um die 462,- Dollar dann abgeschlossen wäre.  Die alles entscheidende Frage ist nun also, wie es bei Apple ab heute weiter gehen wird. Denn selbst nachdem diese mögliche Formation vollendet sein sollte, wartet noch ein Riesen Gap, das es zu schließen gilt auf die Aktie. Anleger sollten somit in den nächsten Tagen verstärkt auf die Kursmarke bei 466,- Dollar achten.

Hier wird sich aller Voraussicht nach spätestens entscheiden ob die Apple Aktie nun erfolgreich einen Boden ausgebildet hat, oder erneut nach unten abtauchen wird. Gelingt der Anstieg über die Marke von 466,- Dollar, dann winkt mutigen Anlegern eine schnelle Kursbewegung bis in den Bereich um die 513,- Dollar (Gap-Close), oder zumindest bis zur Abwärtstrend-Linie, die aktuell bei ca. 498,- Dollar verläuft. Fällt der Titel hingegen bereits heute wieder ab ,muss man davon ausgehen das die Abwärtsbewegung noch eine Weile anhalten wird. Entscheidend dafür ist die Abwärtstrendlinie, die ich Ihnen > hier < in den Chart eingezeichnet habe. Diese muss heute unbedingt überwunden werden…!

Commerzbank – Wieder nur ein Fakeout?

Ich will es ja nicht verschreien, aber auch der gestrige Ausbruch der Commerzbank Aktie könnte ein erneutes Fehlsignal oder auch Bullenfalle gewesen sein. Heute gibt die Aktie bereits zum Handelsbeginn wieder kräftig nach. Aktuell ( 10:45 Uhr )notiert die Commerzbank Aktie bei nur noch 1,581 Euro, und damit knapp 6,89 Prozent tiefer als zum Xetra Handelsschluss gestern. Die Aktie hat nun einen Teil des vorangegangenen Anstiegs von 1,475 auf 1,733 Euro wieder korrigiert. Die aktuelle Kursbewegung von etwas über 50 Prozent entspricht dabei zwar noch dem „normalen Verhalten“ einer Aktie, nach einem so schnellen Anstieg, dennoch ist hier nun wohl mal wieder erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich… Um den zuletzt eingeschlagenen Aufwärtstrend zu bestätigen, wäre es nun aus meiner Sicht entscheidend dass die Aktie heute nicht unter der kritischen Marke von 1,65 Euro aus dem Handel geht.

Commerzbank Fakout

Wird hingegen die Marke von 1,60 Euro nun auch auf Tagesschlussbasis unterschritten, besteht der dringende Verdacht dass wir hier nur einen erneuten „Fakeout“ gesehen haben. Dann dürften die Aktie auch die Unterstützung bei 1,515 Euro erneut zügig testen. Es droht ein erneutes Abtauchen in den seit September letzten Jahres bestehenden Abwärtstrend. Bei der CoBa Aktie also erst einmal wieder etwas Vorsicht angesagt, bis die künftige Richtung klarer definiert werden kann. Wiedermal ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man sich von vorübergehend freundlichen Aktienkursen bei spekulativen Werten nicht einlullen lassen sollte!

Vorsicht bei Solarworld, Centrotherm und Co.!

Nach dem starken Jahresauftakt haben einige Anleger am Montag erst einmal Kasse gemacht. Im gesamten Tagesverlauf war die breite Schwäche des Marktes somit unübersehbar, was für mich ein erstes Warnsignal darstellt. Gegen Handelsende konnten sich zwar die meisten Aktien etwas erholen, die vorbörslichen Notierungen lassen aber bereits darauf schließen das diese Bewegung nun weiter anhalten könnte. Mit den Handelstag gestern dürfte nun eine Phase der Konsolidierung an den Märkten begonnen haben, um die überkaufte Situation an den Märkten allmählich wieder abzubauen. Lediglich die starken Bankenwerte, ebenso wie die weiterhin euphorische Stimmung bei den Solarwerten konnten somit gestern verhindern dass DAX und Co noch weiter nachgegeben haben. Insbesondere Solarwerte gehörten gestern an der Wall Street aber erneut zu den großen Verlierern.

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Damit könnte auch die Hausse bei Solarworld und Co. schon wieder jäh beendet werden, bevor sie eigentlich richtig begonnen hat. Ich habe Ihnen heute mal exemplarisch den Chart von Suntech Power  mitgebracht. Die Verluste bei anderen Solarwerten waren zwar nicht ganz so dramatisch, die charttechnische Kehrtwende aber nicht minder beeindruckend. Dem ist nicht viel hinzu zu fügen. Für Solar Anleger heißt es damit heute wohl einmal mehr – volle Deckung! Kein schlechter Zeitpunkt um auch mal wieder über Gewinnmitnahmen in dem Sektor nachzudenken. Ich bin seit gestern Abend aus meinen „Solar-Investments“ wieder raus und warte erst einmal geduldig ab. Ganz nebenbei gesagt halte ich nicht viel von dem „Warren Buffet Effekt“, der meiner Meinung nach völlig falsch gedeutet wurde…! Dennoch war es schön einen Teil dieser neuen Euphorie mitgenommen zu haben.

Apple Aktie – Trendwechsel vollzogen?

Die Apple Aktie konnte sich inzwischen von Ihren Tiefstständen um die 500,- Dollar Marke bereits wieder lösen und notiert inzwischen knappe 10 Prozent höher. Damit stellt sich nun die Frage ob der Trendwechsel bei der Aktie bereits vollzogen wurde? Ein Blick auf den Chart sollte hier etwas Aufklärung bringen:

Apple Chart mittelfristig

Der MACD, ebenso wie der Slow Stochastics Indikator haben bereits am 31.12.2012 ein kräftiges Kaufsignal generiert, dass sich nun noch einmal deutlich verstärkt hat. Gestern konnte die Apple Aktie auch die 38-Tage Linie bereits wieder zurück erobern und  – noch viel wichtiger – die Gewinne bis zum Handelsschluss verteidigen. Damit bleibt die Aktie zunächst über der oberen Begrenzung des seit September 2012 bestehenden Abwärtstrends. Gelingt es nun auch noch die beiden kleinen Hürden bei 552,50 (23,60er Fibonacci Retracement) und 555,- Dollar (letztes Hoch) zu überwinden, dann wäre der Weg für einen schnellen Anstieg in Richtung 595,- Dollar frei.

Wie schon in meinem letzten Artikel zur Apple Aktie erwähnt, warten auf dem Weg dorthin noch mehrere offene Gaps (bei ca. 572,- und 585,- Dollar)  darauf geschlossen zu werden. Solche Marken üben immer eine magischen Anziehungskraft aus. Denn Kurslücken werden in den überwiegenden Fällen geschlossen, bevor die Aktie dann weiter steigen oder fallen kann. Die endgültige Richtung steht also auch im Falle eines kräftigen Bounce bis an die 600,- Dollar Marke noch nicht fest! Erst darüber kann meiner Meinung nach, auch aus charttechnischer Sicht, Entwarnung gegeben werden. Dennoch, kurzfristig hat sich das Bild bei der Apple Aktie nun wieder deutlich aufgehellt. Der heutige Handelstag dürfte also ganz entscheidend für die weitere Entwicklung der Apple Aktie werden…!

Wacker Chemie – kalt erwischt!

Die Wacker Chemie Aktie war in den letzten Tagen verhältnismäßig langweilig, dennoch möchte ich Sie heute auf eine interessante und ungewöhnliche Entwicklung aufmerksam machen. Zuletzt hat sich die Aktie des Spezialchemie-Unternehmens im Bereich um die 42,- Euro stabilisiert. Große Kursausschläge  bleiben aus, die Bodenbildung bei der Aktie nahm langsam konkrete Formen an. So auch am vergangenen Freitag. Das Hoch lag hier bei fast 43,80 Euro, und damit auch auf dem Ausbruchsniveau in Richtung 45,- Euro und mehr. Der MACD deutet ebenfalls weiterhin auf höhere Kurse hin. Nur der Slow Stochastics Indikator hat zuletzt wieder etwas „geschwächelt“..! Seit heute befindet sich auch dieser Indikator ebenfalls wieder kurz vor einem frischen Kaufsignal. Die Wacker Chemie Aktie schloss am Freitag letztlich mit einem deutlichen Minus bei nur noch 41,86 Euro, knapp unter der wichtigen Unterstützung bei 42,- Euro.

Der Grund: Am Freitag wurde in der Xetra Schlussauktion eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Aktien noch schnell in den letzten Minuten umgesetzt. Sehen Sie selbst:

 

Insgesamt 823.042 gehandelte Aktien in der Schlussauktion. Das ist deutlich mehr als sonst in der ganzen Woche bei der Wacker Aktie umgesetzt wird! Natürlich habe ich mich umgehend auf die Suche nach einer passenden Nachricht begeben, konnte aber keine finden. Nach reiflicher Überlegung gehe ich somit nun eher davon aus dass hier noch einmal kräftig alle Stopps abgefischt worden sind, bevor die Big Boys die Aktie nun wieder steigen lassen. Der heutige Kursverlauf würde diese Theorie stützen. Eine gewisse Skepsis bleibt bei solch ungewöhnlichen Umsatzgrößen aber trotzdem angebracht. Wie wir alle wissen folgt die erklärende Nachricht nicht selten etwas später. Auch wenn ich mir ehrlich gesagt keine Katastrophenmeldung bei dem grundsätzlich sehr solidem Unternehmen vorstellen kann. But you never know…

In jedem Falle gehört die Wacker Chemie Aktie aus meiner Sicht nun wieder auf die Intensiv-Watchlist. Der Chart deutet bereits seit Tagen auf eine bald abgeschlossene Bodenbildung hin. Allerdings, so richtig entspannt sich die Lage erst bei einem Tagesschluss oberhalb von 44,65 Euro. Mit einem heutigen Plus von über 3 Prozent stehen die Chancen nicht schlecht dass dieses Ziel in Kürze erreicht wird. Sollte die Aktie nun wieder nachhaltig nach oben drehen, muss man wohl festhalten das die späten Freitagsverkäufer ziemlich kalt erwischt worden sind…

DAX- Kursziel 7.400 erreicht – Jetzt kommt die Jahresendrally, wenn…!

Der DAX ist nun „planmäßig“ in Richtung der 7.400 Punkte Marke marschiert. Ich erinnere an dieser Stelle auch noch einmal gerne an den Artikel vom…, den Sie > hier < nachlesen können. Auslöser für diese Bewegung waren die neuesten Daten aus China. Hinzu kam noch die Hoffnung auf eine baldige Lösung der amerikanischen „Fiscal Cliff“ und natürlich der Beantwortung der Frage wie es denn nun dauerhaft mit Griechenland in der Eurozone weiter gehen wird. Allerdings gebe ich mich im Punkt Griechenland keinen große Illusionen mehr hin. Das Ende dieser traurigen europäischen Episode bleibt offen, eine echte Lösung scheint nicht in Sicht. Zumindest hatten die Verantwortlichen nun mal einen kleinen kreativen Schub in Sachen Anleihen-Rückkauf…!

Wie auch immer, die aktuelle Situation ist und bleibt hauptsächlich geprägt durch die politischen Probleme in den USA und nicht denen in Europa – zumindest für den Moment! Im Streit um den künftigen US Haushalt wird inzwischen jeder noch so kleine Hinweis auf eine Lösung auf die Goldwaage gelegt. So auch gestern, als sowohl Obama als auch sein Kontrahent John Boehner Zuversicht versprühten dass man bis Weihnachten eine Lösung gefunden haben will. Prompt drehten die zuvor schwächelnden Märkte steil nach oben  und sorgten somit heute für ein entsprechend freundliches Börsenumfeld, dass auch den DAX wieder an die obere Begrenzung des Trendkanals geführt hat.

Nun kommt also wohl der eigentlich spannende Teil auf uns zu. Die Frage, die es in den kommenden Tagen nun zu beantworten gilt, ist ob wir eine Jahresendrally bekommen werden. Hierzu muss der Dax die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs nun beenden. Um dieses Ziel zu erreichen ist also unbedingt ein weiterer Anstieg über die Marke des letzten Hochs bei 7.438 Punkte notwendig. Die nächste wichtige Marke liegt bereits knapp darüber bei 7.447 Punkten. Erst wenn diese beiden Hürden genommen wurden kann man wohl von einer Entspannung der Lage ausgehen. Dann besteht eine gute Möglichkeit dass der seit Anfang Juni bestehende Aufwärtstrend im DAX wieder aufgenommen wird. die nächsten Kursziele liegen dann aus charttechnischer Sicht bei 7.478, 7.528 und  7.600 Punkten. Gelingt es hingegen nicht die obere Begrenzung des aktuellen Seitwärtstrends zu überwinden droht ein erneuter Rückfall in Richtung der unteren Begrenzung bei ca. 6.930 Punkten.

Beantwortet wird diese Frage, ob wir eine Jahresendrally sehen werden oder nicht, aber in den USA. Hierzu kann ein Blick auf den Chart helfen, allerdings sei hier noch erwähnt dass sich dieses Bild in einem nachrichtengetriebenen Markt wie diesem auch jederzeit wieder gravierend ändern kann:

Ein ähnliches, wenn auch nicht ganz so dynamisches Bild sehen wir im S&P 500. Mit der heute zu erwartenden Kursbewegung wäre der kurzfristige Abwärtstrend erneut verlassen worden. Erst ein weiterer Anstieg des Index über die Marke von 1.435 Punkte eröffnet letztlich wieder neuen Spielraum nach oben. Auch hier gilt, scheitert der Index an dieser wichtigen Marke, besteht das Risiko eines erneuten Abtauchens in tiefere Regionen. Wie wichtig die aktuelle Phase für die Märkte ist verdeutlicht das langfristige Bild des S&P 500…

Deutlich ist der seit Oktober 2011 bestehende Aufwärtstrend zu erkennen, der nun mit dem Überwinden der Marke von 1.412 Punkten wieder zurückerobert werden kann. Vorbörslich deuten die Indikatoren auf eine Börseneröffnung in den USA über dieser wichtigen Marke hin. Das wäre ein starkes Signal für die Märkte auf eine mögliche Trendwende. Ein Anstieg bis auf 1.435 Punkte wäre damit sehr wahrscheinlich, bevor dann dort die eigentliche Entscheidung fällt. Heute ist also mal wieder ein ganz entscheidender Tag für die weitere Entwicklung der Indizes! Achten Sie auf die genannten Marken!

Commerzbank – The Good, the Bad and the Ugly…

Eine erneut – fast schon tragische – Woche liegt hinter den Commerzbank Aktionären. Nachdem zunächst alles danach aussah als könnte das zweitgrößte deutsche Bankhaus die Kurve nun endlich genommen haben, stürzte das Papier umgehend wieder ab. Die spannende Frage ist nun wie es hier weiter gehen könnte. Dazu heute ein kurzer Blick in die Charttechnik. Natürlich ist mir an dieser Stelle völlig bewusst das charttechnische Betrachtungen, insbesondere bei einer Commerzbank Aktie, die permanent durch Nachrichten beeinflusst wird, eher eine untergeordnete Aussagekraft haben. Dennoch möchte ich hier den Versuch unternehmen den Blick, trotz all dem medialen Getöse, weiterhin auf das Wesentliche zu richten.

The Good

 

Deutlich zu sehen ist, oder besser war, der Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend im Drei-Jahres-Chart der Commerzbank Aktie. Deutlich zu sehen ist auch dass die Aktie weiterhin an der Bodenbildung arbeitet. Zudem habe ich Ihnen hier einmal mein bereits seit längerem bestehendes und ganz persönliches Kursziel eingezeichnet, dass ich für den Fall eines Ausbruchs nach oben (Über 2,20 Euro) als realistisch angesehen hätte. Zum einen verläuft hier der langfristige Abwärtstrend der Aktie, der irgendwann zumindest getestet werden dürfte, und zum anderen sehen Sie das deutliche Gap, dass es noch zu schließen gilt. Weitere kurzfristige Gaps auf der Oberseite hat der letzte Kursrutsch hinterlassen, sodass grundsätzlich eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht dass diese demnächst wieder geschlossen werden. Soweit zur grauen Theorie…

The Bad

 

Der Ausbruch aus dem mittelfristigenAbwärtstrend ist zwar geglückt, wie wir alle wissen, aber leider hat die Aktie dann im Anschluss umgehend auf der Hacke kehrt gemacht. Die hier eingezeichnete Unterstützung (zwischen 1,47 und 1,48 Euro) hätte eigentlich nicht mehr unterschritten werden dürfen. Die hier eingezeichneten Fibonacci Retracements wurden nahezu perfekt abgearbeitet, sodass ein weitere Anstieg im Anschluss an diese Bewegung geradezu mustergültig gewesen wäre. Aber dann kam wiedermal alles anders…

The Ugly

 

Gestern nun kippte der Aktienkurs der Commerzbank unter die wichtige Marke von 1,40 Euro, was sicherlich dazu geführt hat, dass spätestens hier einige Stopp Loss Orders ausgeführt wurden. Hier liegt auch das 61,80 Retracement, dass auch meiner Sicht den letzte Halt bieten dürfte, bevor die Aktie dann endgültig komplett abtaucht. Noch ist sicherlich nicht alles verloren, auch wenn die Entwicklung der Aktie durchaus als enttäuschend bezeichnet werden kann. Gelingt hier die Trendwende, und kann die Aktie wieder über das Level von 1,48 Euro in den kommenden Tagen ansteigen, dann ist alles in Butter. Ein erstes wichtiges Ziel für heute wäre dabei ein Schlusskurs über 1,43 Euro! Fällt die CoBa Aktie hingegen nachhaltig unter die Marke von 1,40 Euro dann wäre zunächst 1,29 Euro und später dann 1,22 Euro das Ziel.

Grundsätzlich habe ich mir persönlich allerdings in den letzten Tagen –  wie offensichtlich viele andere Anleger auch – die „Vertrauensfrage“ gestellt. Nachdem nicht nur von medialer Seite weiterhin und permanent Querschüsse kommen, sondern auch Commerzbank Chef Martin Blessing, aus meiner Sicht nicht gerade ein Meister der positiven Suggestion ist, muss man sich fragen ob ein Investment in die Commerzbank wirklich ein Investment ist oder eher ein Glücksspiel. Ich für meinen Teil habe meine Konsequenzen aus den letzten Pressekonferenzen der Commerzbank gezogen in denen Herr Blessing einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland herbeiredet. Commerzbank Analysten sehen das offenbar anders. Ich werde den Teil, den ich wie geplant zu 1,65 Euro verkauft habe, nicht wieder in die Commerzbank Aktie stecken. Natürlich bleibt meine Grundposition in der Aktie bestehen, dazu ist die Story einfach zu interessant, den Rest lege ich vielleicht mal vertrauensvoll in die Hände von Herrn Jain und Herrn Fitschen…

Übernahmeschlacht zwischen ACS und Vinci bei Hochtief ?

Die Hochtief Aktie gehörte in den letzten Wochen nicht gerade zu den Lieblingen der Anleger. Eine entsprechend verwirrende Nachrichtenlage über die mögliche Aufstockung der Beteiligung durch hoch verschuldete Hochtief-Mehrheitseigner ACS, ebenso wie die Berichte über die Verpfändung eben dieser Anteile an die spanische Bank BBVA trieben den Aktienkurz in den letzten Tagen hin und her. Die Schwierigkeiten der australischen Tochter Leighton sorgten zudem in den letzten Monaten für Abgabedruck bei der Aktie. Zahlreiche Analysten haben darauf hin ihre Einschätzungen zur Hochtief Aktie zuletzt deutlich überarbeitet und die Kursziele nach unten angepasst.

Die in den Berichten geschilderten Gefahren sind absolut real. Die Möglichkeit einer Fusion von ACS und Hochtief hätte höchstwahrscheinlich deutlich negative Auswirkungen auf die künftigen Bilanzen des deutschen Baukonzerns. Das ehemals gesunde Unternehmen, dass auch zuletzt wieder eine saubere Bilanz abgeliefert hat, könnte vom Käufer ACS mit Schulden überhäuft werden, um die eigene Bilanz aufzubessern. Heute läuft eine Meldung über den Ticker die aber durchaus das Zeug hat das Gesamtbild bei Hochtief deutlich zu verbessern.

Der französische Bau- und Infrastrukturkonzern Vinci, ein direkten Konkurrent von ACS, erwägt offenbar im Falle von Notverkäufe beim spanischen Konkurrenten ACS diese Unternehmensteile zu übernehmen. Durch die Verpfändung des größten Teils der Anteilsscheine am deutschen Baukonzern an die spanische Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A ist ACS nun nicht mehr alleiniger Herr über solch durchgreifenden Entscheidungen. Die Chancen für ein solches Szenario stehen also gar nicht mal so schlecht. Vinci Chef Huillard signalisierte insbesondere großes Interesse für die Hochtief Töchter  Leighton und Turner im australischen und kanadischen Markt…!

 

 

Die Hochtief Aktie konnte bereits am Freitag kräftig zulegen und gehörte zu den absoluten Tagesgewinnern. Nachdem zuvor die Unterstützung um die 35,20 Euro zweimal getestet worden ist stehen die Chancen nun nicht schlecht dass es sich hierbei um einen dauerhaften Doppelboden gehandelt hat. Aus charttechnischer Sicht stehen die Ampeln nun wieder auf grün. Der MACD hat ein kräftiges Kaufsignal generiert und die Aktie mit dem letzten Anstieg auch die 38-Tage Linie wieder hinter sich gelassen. Zunächst ist nun zu erwarten dass der Titel bis zum letzten Hoch knapp über der Marke von 41,- Euro ansteigen wird. Bei 42,20 und 44,50 Euro liegen die nächsten ernst zu nehmenden Hürden.

Fazit: Hochtief ist und bleibt fundamental betrachtet ein sauberes Unternehmen mit einem KGVe 2013 von 9,84 und einer geplanten Dividendenrendite von 5,3 Prozent für das kommende Jahr . Der längerfristige Chart der Aktie sieht grundsätzlich (noch) nicht unbedingt vertrauenserweckend aus. Gelingt nun jedoch ein Anstieg bis in den Bereich um die 45,- Euro wäre der Weg nach oben wieder frei. Übernahmespekulationen oder ein Bieterwettkampf zwischen Vinci und ACS würden den Aktienkurs wohl sehr schnell in ungeahnte Höhen treiben. Bei ca 52,- Euro wartet zudem noch ein offenes Gap auf Schließung. Dort liegt auch der aktuelle Buchwert der Aktie..! Für mich ist die Hochtief Aktie somit unter den gegebenen Umständen eine interessante Spekulation mit einem günstigen Chance/Risiko Verhältnis.

Commerzbank – Kommt jetzt die Wende?

Morgen ist ein großer Tag für Commerzbank Aktionäre. Auf der diesjährigen Hauptversammlung der Bank muss sich Martin Blessing wohl der ein oder anderen unangenehmen Frage von Aktionären stellen. Insbesondere die deutliche Gehaltserhöhung der CoBa Führungsriege sollte auf der Veranstaltung für ordentlich Zündstoff sorgen. Ungeachtet dessen bleibt natürlich die spannende Frage nach dem weiteren Weg der Aktie, die zuletzt wieder kräftig unter Druck geraten ist. Eine reine Spekulation auf Basis der gelieferten und teilweise sehr positiven Nachrichten bei dem Unternehmen ist zuletzt immer schwieriger geworden. Für mich bleibt somit der einzig sinnvolle Weg mich im Moment an der Charttechnik zu orientieren. Und die spricht eine ganz eindeutige Sprache!

Natürlich ist aus heutiger Sicht noch nicht absehbar wie sich die morgige Hauptversammlung im Aktienkurs der Commerzbank niederschlagen wird. Insbesondere die wohl alles entscheidende Frage nach einer möglichen weiteren Kapitalerhöhung bei der Bank wird wohl die kurzfristige Entwicklung bei der Aktie bestimmen. Aus rein charttechnischer Betrachtung hat sich das Bild aber nun wieder etwas aufgehellt. Die Commerzbank Aktie hat zuletzt eine inverses SKS Formation ausgebildet, deren linke Schulter am 16.05, der Kopf am 18.05 und die rechte Schulter gestern ausgebildet wurde. Je nach Betrachtungswinkel liegt die Nackenlinie dieser Formation nun bei 1,44  oder 1,46 Euro. Ich tendiere dazu die 1,44 Euro als Maß zu nehmen.

Wird dieser Formation nun bestätigt ergibt sich daraus ein rein rechnerisches Kursziel von 1,52 Euro. Das ist nicht unbedingt ein Riesen Wurf, wäre aber ein guter Anfang für eine Umkehrformation. Bei 1,53 Euro wartet bereits die nächste Widerstandslinie, die es dann zu überwinden gilt. Gelingt auch dies dann ist der Weg wieder frei in Richtung 1,72 Euro. Soweit zur Theorie, zuvor sollte aber noch das Gap, dass sich durch die heutiger Eröffnung zwischen 1,436 und 1,452 Euro gebildet hat, geschlossen werden. Wer also auf einen positiven Ausgang der HV morgen spekulieren will sollte sich entsprechend positionieren, und ein Abstauberlimit in den Markt legen. Für heute ist es somit nun erst einmal extrem wichtig die Kurslücke zu schließen und über 1,46 Euro aus dem Handel zu gehen. Dann könnte der heutige Tag einen erneuten Wendepunkt bei der Aktie sein…

Commerzbank – Trendwende in Sicht?

Die Commerzbank Aktie machte ihren Anlegern in den letzten Tagen wenig Freude. Im Zuge der neu aufflammenden Krise in Europa, die sich insbesondere durch die negativ gelaufenen Anleiheauktionen in Spanien und Italien bemerkbar machte, mussten nahezu alle europäische Bankenaktien kräftige Abschläge hinnehmen.  Die Banco Santander notierte gestern auf einem neuen 3-Jares-Tief, die ING Groep verbilligte sich ebenfalls kräftig und die Unicredit Aktie kratzte wieder an der drei Euro Marke. Heute jedoch sind alle europäischen Bankenwerte kräftig im Plus wenn auch mit sehr unterschiedlichen Kursbewegungen. Die heutige Anleiheauktion Spaniens verlief erfolgreich und verschaffte somit erst einmal etwas Erleichterung, am Donnerstag steht nun die nächste Auktion spanischer Staatsanleihen auf dem Plan.

Die jüngsten Nachrichten bezüglich des geplanten Ausstiegs der Allianz aus Ihrem Investment bei der Commerzbank haben ebenfalls erneut zum Unmut der Anleger beigetragen. Die Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung am 23. Mai entscheiden ob die Allianz als Großaktionär aussteigen darf. Somit würden die  stillen Einlagen in Commerzbank Aktien getauscht werden. Diese können dann über die Börse veräussert werden. Die Folge wäre zum einen natürlich eine erneute Erhöhung der Aktienzahl die mit einer weiteren Verwässerung der jetzigen Aktien einher geht, und zum anderen könnte durch den anschließenden Verkauf der neuen Anteile erneut Abwärtsdruck auf der Aktie lasten.

Aus Sicht der Aktionäre kann also die Auflösung der Allianz Beteiligung zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirklich gewünscht sein, und sollte an einen Zeitfaktor gekoppelt werden. Hintergrund der ganzen Transaktion ist laut Presseberichten, dass die Commerzbank ab dem Jahr 2018 die Stillen Einlagen nach Basel 3 nicht mehr als hartes Kernkapital der Gesellschaft ausweisen darf. Somit bereitet sich die Commerzbank Führung nun offenbar auf einen Ausstieg der Allianz und des Staates vor. Die Bundesregierung hält aktuell noch 25 Prozent der Anteile an der Commerzbank und ist mit knapp 1,75 Milliarden Euro an dem Unternehmen beteiligt. Die Stillen Einlagen der Allianz hingegen belaufen sich „nur“ auf knapp 750 Millionen Euro.

Wichtig ist nun zunächst aus charttechnischer Sicht dass die CoBa Aktie gegen Handelsschluss zumindest über der Marke von 1,63 Euro schließt, ansonsten könnte sich das zuletzt geschlossene Gap bei 1,623 Euro als echte Hürde für einen weiteren Anstieg erweisen. Gelingt hingegen ein weiterer Anstieg in Richtung 1,66 Euro stehen die Chancen nicht schlecht das wir den Wendepunkt bei der Aktie erst einmal gesehen haben. Ich rechne damit dass die Indizes heute noch deutlich anziehen werden, was auch auf die Bankaktien positiv wirken sollte. Auf dem jetzigen Niveau kann man also durchaus auf eine kurzfristige Trendwende bei der Commerzbank Aktie spekulieren. Dennoch sollte man nach wie vor sehr vorsichtig bei den Bankenwerten agieren. Rückschläge sind jederzeit möglich, denn die bekannten Unsicherheiten werden uns noch eine Weile begleiten. Nach unten sollte der Aktienkurs bei ca. 1,45 Euro abgesichert sein, bzw. in der Nähe dieser Marke ein entsprechender Stopp platziert werden.

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