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Kauf Wienerberger sowie Roth und Rau

Zwei Aktien, die in den vergangenen Wochen ebenfalls kräftig unter die Räder gekommen sind, Wienerberger sowie Roth und Rau werden ins Depot genommen. Bei Roth und Rau warten wir bereits seit längerem auf eine günstige Einstiegschance unter 20,- Euro, und sehen hier mittelfristig wieder deutlich höhere Kurse von mindestens über 25,- Euro. Ebenso wie bei Wienerberger, dem österreichischen Ziegelhersteller, und Weltmarktführer. Die Aktie ist inzwischen von 17,- Euro auf 10,70 gefallen, und lässt auf einen Rebound hoffen. Fundamental sind beide Unternehmen wohl unterbewertet, und das Risiko eines Verlustes scheint inzwischen überschaubar zu sein. Eine Rebound Spekulation kann also bei beiden Titel durchaus lohnenswert sein. Auch unter langfristigen Gesichtspunkten besteht nach unserer Meinung hier die Chance auf hohe zweistellige Renditen.

TradingUpdate Conti, VW, HeidelCement, Klöckner, Rio Tinto, Porsche

Wieder einmal bestimmt die Politik die Märkte, und wie wir ja wissen haben politische Börsen kurze Beine..aber erst einmal möchte ich kurz auf die aktuellen Ereignisse eingehen. Der Aktienmarkt ist durch die neuesten Pläne zur Regulierung der Finanzmärkte heute weiter auf Talfahrt. In einer Hauruck-Aktion hat die deutsche Bundesregierung nun den Handel mit ungedeckten Leerverkäufen verboten. Grundsätzlich ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung, dennoch darf man an der Sinnhaftigkeit eines solchen hektischen Alleingangs der Deutschen etwas zweifeln.

Grundsätzlich muss auch differenziert werden zwischen Leerverkäufen und ungedeckten Leerverkäufen. Während normale Leerverkäufe bei denen sich die Akteure die Aktien gegen Bezahlung leihen müssen durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, werden ungedeckte Leerverkäufe oder sogenannte „nacked shorts“ meistens nur von HedgeFonds benutzt um teilweise nicht mehr kontrollierbar große Summen am Markt zu bewegen. Und genau dies möchte man nun seitens der Politik in Zukunft verhindern. Das der überwiegende Teil der Hedgefonds ihren Hauptsitz in irgendwelchen Steuerparadiesen in der Karibik hat, macht eine Kontrolle aber weitestgehend aussichtslos. Hier kann also nur eine globale Lösung verhindern, dass hemmungslos weiter spekuliert werden kann.

Ungedeckte Leerverkäufe können also durchaus dazu führen, dass das Gleichgewicht der Finanzmärkte ins wanken geraten kann und sind auch nach meiner Auffassung in Zukunft weltweit zu verbieten. Denn schließlich geht es nur darum die Stabilität der Märkte wieder herzustellen, und dies wird nur gelingen, wenn man ALLE Faktoren die diese Stabilität gefährden könnten ein für alle Mal abschaltet. Der Maßnahmenkatalog sollte aber noch ein paar weitere Punkte enthalten damit das Konzept am Ende dann auch Sinn macht.

Ich bin aber kein großer Freund von der These, dass die Spekulanten an der aktuellen Situation schuld sind. Dies ist schlicht und ergreifend falsch, auch wenn uns die öffentliche Presse etwas anderes glauben machen will. Spekulanten decken vielmehr Missstände auf, die durch andere Faktoren verursacht worden sind, und versuchen dann ihren Nutzen daraus zu ziehen. Dies verschlimmert dann meistens das Problem noch, das ist richtig, ist aber nicht die Ursache des eigentlichen Problems. Rein moralisch betrachtet kann man also durchaus geteilter Meinung sein was das Handeln der Spekulanten anbelangt. Von den Politikern wurde hier ein dankbarer Sündenbock gefunden und vorgeschoben um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken…

Wie auch immer, mir persönlich bereitet die Hilflosigkeit unserer Landesführung eigentlich deutlich mehr Kopfzerbrechen als die wirtschaftliche Situation. Vorschläge wie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sind absolutes Gift für eine Volkswirtschaft, das weiß schon jeder BWL Student nach dem ersten Semester. Die geplante Kapital-Transaktionssteuer ist ein prima Mittel um die Leistungsträger, oder zumindest deren Geld aus dem Land zu treiben und künftig noch weniger Steuereinnahmen zu haben. Mal ehrlich fällt unseren Politikern wirklich nichts Besseres ein? Armes Deutschland! Was wir am aller nötigsten brauchen ist wohl jetzt eine Regierung die uns zumindest das Gefühl geben kann dieser anspruchsvollen Lage gewachsen zu sein, dann klappt auch der Rest wieder deutlich besser!

Vielleicht sollte man mal damit anfangen die Vorteile einer schwächeren Währung etwas mehr hervor zu heben. Unser Export dürfte bei anhaltender Entwicklung im dritten und vierten Quartal sehr deutlich davon profitieren können und ich rechne bei einzelnen Titeln mit einem deutlichen Umsatzschub. Es ist also durchaus sinnvoll sich an solchen Tagen bereits nach ausgesuchten Titeln umzusehen die Profiteure eines schwachen Euro sein werden und über günstige Bewertungskriterien verfügen. Den Rücksetzer heute morgen haben wir bereits wieder für erste Käufe genutzt. Continental, VW, HeidelbergCement, Klöckner & Co. sowie Rio Tinto, und Porsche sind nun wieder dabei. Natürlich werden diese Positionen aber spätestens heute Abend wieder sehr eng abgesichert!

Trading Update VW, Porsche, Swiss Re, HeidelCement, Conti, Klöckner, Bauer

Am Samstag schreib ich in meiner Kolumne auf www.stock-world.de: „Ein Hauch von „Matrix“ und „Terminator“ wehte in der vergangenen Woche über das Börsenparkett. Die Maschinen übernahmen kurzzeitig die Kontrolle über die Welt, zumindest die Finanzwelt. Nun stellt sich natürlich die Frage nach dem warum und wieso, doch das eigentlich Schlimme ist, dass diese Frage offensichtlich auch heute, drei Tage danach, noch niemand beantworten kann. Das beunruhigt die Anleger weltweit wohl auch zu Recht! Ein System, das in Millisekunden die Gewinne eines oder mehrerer Jahre Vernichten kann ohne fundamentale Daten dabei zu berücksichtigen ist wohl alles andere als vertrauensbildend. Dieser (hoffentlich) einmalige Vorgang dürfte die Gemüter noch eine ganze Weile beschäftigen. Auch wenn der US Präsident schonungslose Aufklärung fordert bleibt ein fader Beigeschmack. Verschwörungstheoretiker haben wieder Hochkonjunktur und schütten damit weiteres Öl ins Feuer. Dies war ein Terrorakt – von wem oder was auch immer gesteuert ist zu lesen….ich denke das ist schlichtweg Quatsch!

Da ist mir die Theorie vom „Fat Finger Trade“ schon deutlich lieber. Demnach soll ein Trader mit besonders wurstigen Fingern aus versehen drei Nullen zu viel ins System gehackt, und somit mal eben für Kursverluste von schlappen 1.000 Milliarden Dollar gesorgt haben. Eine an sich schon unglaubliche Summe die von einem einzelnen Trader herrühren soll? Das liebe Leser ist wirklich besorgniserregend! Sollte dem so sein spielt es auch eher eine untergeordnete Rolle ob die dicken Finger und die drei Nullen zu viel oder aber die peinliche Verwechslung von „million“ und „billion“ Schuld an dem Desaster war. Es wird den Finanzmarkt verändern! Reformen müssen her und diese werden auch kommen. Es dürfte jedem klar sein das das Wohl dieser Welt nicht von solchen Faktoren abhängen darf, und ich bin mir sicher hier wird bald entschlossen gehandelt!“

Und prompt folgte heute, bzw. bereits gestern Abend die Antwort auf die Frage wie es an den Börsen nun weitergehen wird. Der IWF beschließt ein Rettungspaket für angeschlagene EU Länder in Höhe von 750 Milliarden Euro und beflügelt mit dieser Maßnahme die Börsen erneut. Damit sollte nun die unmittelbare Gefahr die sich aus der Schieflage Griechenlands ergeben, zunächst einmal gebannt sein. Dennoch bedeutet diese Maßnahme auch, dass es in Europa nun auch ans Eingemachte geht. Die Summe des Rettungspaketes ist in dieser Höhe sicherlich einmalig oder zumindest historisch bedeutend. Der Euro muss gerettet werden, koste es was es wolle, hieß es am Wochenende in den Medien. So spiegelt dieser Beschluss des Internationalen Währungsfonds weniger eine kreative Handlung, sondern viel mehr die Verzweiflung der EU Regierungen wieder. Damit dürfte nun auch des letzte Pulver verschossen worden sein..

Es besteht aber durchaus die berechtigte Chance, dass heute mal wieder ein entscheidender Wendepunkt markiert wird. Den Märkten gefällt diese Nachricht, es war also richtig am Freitag noch einige Positionen zu kaufen. Sicher war ich mir allerdings bis heute morgen nicht, ob dies eine gute Idee gewesen ist. Neben Porsche, Heidelberg und Conti sind nun auch wieder einige Aktien der Schweizer Rück sowie Bauer, Klöckner & Co. sowie VW in meinem Depot gelandet. Bei VW habe ich mich entschlossen, nun auf dem deutlich reduzierten Niveau, neben den Vorzugsaktien, die ich immer noch favorisiere, nun auch ein paar Stammaktien ins Depot zu legen. Die Porsche Aktie erreichte am Freitag wiedermal mit 34,80 Euro ein neuen historischen Tiefstand, das konnte ich mir bei aller Unsicherheit über die Klagewelle aus den USA nicht entgehen lassen. Wie Sie ja wissen hatte ich vor Tagen bereits darauf hingewiesen das die Porsche Aktie wohl mindestens bis auf 36,- Euro fallen dürfte..

Solar Millennium bleibt aber der einzige Solarwert im Moment den ich gekauft habe. Hier warte ich nochmal auf etwas niedrigere Kurse um aufzustocken.Werte wie Phoenix Solar, Centrotherm sowie Roth und Rau bleiben aber natürlich auf meiner Watchlist. Auf Grund der angespannten Situation in Europa bleiben für mich „echte“ Qualitätstitel zunächst die erste Wahl. Achten Sie, wenn Sie sich wieder in den Markt trauen also zunächst auf Qualität und vor allem Liquidität! Wir haben gesehen wie schnell es auch einmal runter gehen kann. Marktenge Titel sind dann sehr gefährlich. Im schlimmsten Fall wird man diese gar nicht los, oder der Stopp-Loss greift viel zu spät. Mit der heutigen Bewegung am Markt sieht das große Bild nun wieder deutlich besser aus. Alle Indizes dürften am Ende des Tages wieder in Ihren Aufwärtstrend zurückgefunden haben. Es ist also an der Zeit den nächsten Swing nach oben zu spielen..Die oben genannten Werte sind auch jetzt noch mittelfristig sehr interessant und bilden die Basis meines Depots..

Ich bin raus!

Der Markt sieht irgendwie nicht mehr stabil aus! Die Indizes neigen zur Schwäche und man kann in den einzelnen Aktien immer wieder größere Verkaufsorders sehen, die von Fonds stammen dürften. Vielleicht ist es aber auch das bekannte Börsenmotto „sell in may an go away“ das hier gerade gespielt wird..Die Lage ist unklar, und ich warte erst einmal ab wie der heutige, letzte Handelstag im April zu Ende geht. Der Dax ist heute nach einem guten Auftakt wieder unter die Marke von 6.140 Punkten gefallen und momentan sieht es eher nicht so aus als ob wir heute darüber schließen können. Auch die 6.200 Punkte konnten in der heutigen Aufwärtsbewegung nicht mehr überwunden werden, durchaus ein weiteres Zeichen für die Schwäche des Marktes..

Das Risiko eines weiteren Abverkaufs in der kommenden Woche ist mir dann schlichtweg zu groß. Ich habe alle Positionen heute aufgelöst, lediglich die Aktien von Solar Millennium verbleiben in meinen Depots. Das Wetter ist zu schön um sich dieses Hin und Her anzutun 🙂 und ich bin mal froh über eine etwas mehr Zeit um mich wieder neu zu orientieren. Also mache ich erst einmal Pause bis wieder ein klarer Trend erkennbar ist….Natürlich werde ich weiter über das Marktgeschehen hier berichten! Allen die weiter investiert bleiben wünsche ich natürlich an dieser Stelle viel Erfolg und steigende Kurse…

Kauf Bauer AG, Solar Millennium wieder im Aufwind

Nach den starken Kursverlusten der letzten Tage haben wir uns ein paar Bauer AG Aktien ins Depot gelegt. Die Aktie sollte weiter von dem positiven Trend in der Baubranche profitieren können. Auch fundamental dürfte der Titel derzeit unterbewertet sein. Mit der Verschiebung des Bewertungshorizonts auf 2011 erhöhten die Analysten von Goldman Sachs das kürzlich das Kursziel für Bauer. Das Unternehmen werde von einer zyklischen Erholung 2011 profitieren. Die Umsatz- und EBITDA-Schätzungen von Goldman liegen um 7% bzw 15% über dem Konsens, was den günstigen Ausblick auf die Schwellenländer und auf die weltweite Erholung des BIP spiegele. Das Kursziel sieht Analyst Rudolf Dreyer nun bei 49 Euro.

Weiterhin ist die Aktie von Solar Millennium in unserem Fokus. Auch diesem Titel trauen wir noch so einiges zu in den kommenden Wochen. Nach der Konsolidierung der vergangenen Tage geht es heute wieder um 7% nach oben. Mittelfristig dürften aber auch hier deutlich höhere Kurse möglich sein. Auch die Umsätze in der Aktie ziehen nun wieder deutlich an. Charttechnisch hat die Aktie vor ein paar Tagen ein deutliches Kaufsignal generiert. Mit dem möglichen erreichen der Marke von 24,50 Euro sollte sich dann der Aufwärtstrend noch einmal deutlich beschleunigen. Wir rechnen bei weiter freundlichem Börsenumfeld und guter Nachrichtenlage weiterhin mit Kursen von über 30,- Euro in diesem Jahr.

Trading Update UPS, Dryships, Excel Maritime Carrieres

Die schon länger von mir angestellte Vermutung das es in der Logistikbranche deutlich besser aussieht als angenommen scheint sich mit der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen von UPS nun allmählich zu bestätigen. Der US Paketdienst United Parcel Service verdiente im abgelaufenen Quartal 71 Cent je Aktie und damit 37 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.Damit übertraf UPS die Erwartungen des Marktes um satt 25 Prozent. Von den Analysten war lediglich ein Gewinn je Aktie in Höhe von 57 Cent erwartet worden. Die wohl wichtigste Erkenntnis aber ist das dieses Wachstum nicht nur durch die im letzten Jahre eingeleiteten Sparmaßnahmen getrieben wurde, sondern auch reales Wachstum in Form einer Umsatzsteigerung von 6 Prozent erzielt wurde. UPS-Aktien steigen im nachbörslichen US-Handel um 4,7 Prozent. Bereits im regulären Börsenhandel hatten sie 0,9 Prozent hinzugewonnen und bei 65,52 Dollar den höchsten Stand seit Oktober 2008 erreicht.

Dies bringt mich auch gleich zu ein paar Werten aus der Logistikbranche die ich bereits im Depot habe. Nach wie vor halte ich die Titel von Dryships und Excel Maritime Carriers für mittelfristig sehr aussichtsreich. Die Branche leidet immer noch unter relativ hohen Ausfallraten und Finanzierungsnöten, dennoch dürfte die wieder anziehende Weltkonjunktur und hier natürlich insbesondere Chinas ungebremstes Wachstum auch hier bald wieder für Besserung sorgen. China hat heute wieder bekannt die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes für das abgelaufene erste Quartal veröffentlicht. Dies lag mit 11,9 Prozent wieder deutlich über den Schätzungen und so hoch wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr.

Noch interessanter ist allerdings die momentane charttechnische Situation bei Dryships und Excel. Beide Werte sind vor kurzem aus dem mittelfristigen Abwärtstrend nach oben ausgebrochen. Bei weiter steigenden Kursen über die sieben Dollar Marke besteht also eine berechtigte Hoffnung auf nachhaltig steigende Kurse in Richtung der letzten Höchststände. Dies wäre bei Dryships ein Kursziel von ca. 11,50 Dollar sowie bei Excel Maritime Carriers ca 10,- Dollar. Sollten Sie also auf der Suche nach interessanten Aktien aus dem Logistikbereich sein dürften diese beiden Aktien in jedem Falle einen genaueren Blick wert sein… Die Aktie von Dryships ist wesentlich liquider und dürfte für vorsichtige Anleger die bessere Wahl sein.

Trading Update HeidelCement, VW, Porsche, Conti. Klöckner, Centrotherm, Solar Millennium, Swiss Re

die Aktienmärkte wollen weiter nach oben! Von echter Schwäche ist nach wie vor nichts zu sehen, weder im Dax noch bei den US Indizes. Der Dow Jones hat sich auch gestern wieder berappelt und über der wichtigen Marke von 11.000 Punkten geschlossen. Mit den heutigen guten Vorgaben von Intel und ASML dürften sich also auch sie US Indizes, allen voran der Nasdaq, auf zu neuen Höhen machen. Beim S&P 500 ist die Konstellation nicht minder interessant. Ein Überwinden der 1.200 Punkte Marke würde neues Potenzial bis 1.300 Punkte schaffen! Aber nun zu den einzelnen Depotpositionen..

Allen voran dürfte die weitere Entwicklung der Aktie von HeidelbergCement interessant sein. Nachdem die UniCredit und die Commerzbank  insgesamt 4,48 Millionen Aktien des Baustoffherstellers am Markt platzieren haben kann sich die Aktie bereits heute wieder stark erholen. Mit dem Überschreiten der Marke von 44,15 Euro zeigt auch der Chart wieder ein deutlich freundlicheres Bild. Das letzte Hoch bei 44,60 wurde heute bereits wieder getestet, und wir gehen nun, nach Überwinden dieser Marke von weiter steigenden Notierungen aus. Unsere weiteren Kursziele sind nun 46,70 Euro sowie 48,20 und  52,- Euro.

Bei Volkswagen war, oder ist, bedingt durch die Kapitalerhöhung immer noch etwas Unruhe im Kurs. Die neuen Stücke wurden nun in die Depots eingebucht und dies sollte auch mittelfristig wieder für etwas mehr Stabilität sorgen. Heute wurde noch einmal die Platzierung einer Anleihe in Höhe von 30 Millionen Euro bekannt gegeben. Dies hat die Anfangsgewinne wieder abbröckeln lassen. Allmählich dürfte nun aber die Kapitalmaßnahmen bei Volkswagen beendet sein und Tagesgeschäft sollte wieder etwas mehr in den Fokus der Anleger rücken. Operativ hat der bald weltgrößte Autokonzern einiges zu bieten. So konnte beispielsweise in China die Zahl der abgesetzten Automobile konzernweit deutlich um 60% gesteigert werden. Die Volkswagen AG verkaufte somit 362.874 Autos was einer Steigerung um 53 Prozent entspricht, während die Verkäufe bei Audi um 77 Prozent auf 51.449 Wagen zulegen konnte. Fundamental beliebt VW auch durch die expansive Politik in die Schwellenländer einer der interessantesten Kandidaten aus dem Automobilsektor. Unser Kursziel liegt nach wie vor deutlich jenseits der 80,- Euro Marke!

Ebenso positiv sind wir nach wie vor für die beiden Aktien von Porsche und Continental gestimmt. Die Porsche Aktie befindet sich nach dem starken Rücksetzer am 08.04 wieder in einem Aufwärtstrend der nach dem Überwinden der Marke von 46,- Euro bis in den ersten Zielbereich von 47,50 Euro wo die 200 Tage Linie liegt führen sollte. kann diese überwunden werden dürfte auch einem erneuten Anstieg über die 50,- Euro Marke nichts mehr viel im Wege stehen. Bei Continental wurde ebenfalls die Unterstützung bei 36,- Euro noch einmal mustergültig getestet. Seitdem hat auch die Conti Aktie wieder nach oben gedreht und dürfte nun zunächst einmal das letzte Hoch bei 38,80 Euro anpeilen. Auch hier besteht eine gute Chance das diese Marke nun wieder genommen werden kann was wohl im Anschluss zu Kursen um die 40,- Euro führen dürfte. Mittelfristig sind Kurse zwischen 42,- und 45,- Euro hier wieder denkbar.

Der Kurs des Stahlhändlers Klöckner & Co. schwächelte in den letzten Tagen wieder etwas nachdem das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit 24,- Euro erreicht wurde. Dies lag zum einen an den verständlichen Gewinnmitnahmen nach der starken Performance der letzten Wochen, zum anderen aber an dem schwachen Marktumfeld. Heute sollte sich auch das Bild bei der Klöckner Aktie wieder deutlich aufhellen. Bei 22,- Euro liegt eine solide Unterstützung. Auch die Analysten setzen Ihre Kursziele immer weiter nach oben da Klöckner wohl einer der großen Profiteure von den aktuellen Entwicklungen am Stahlmarkt sein dürfte. Auch die Analysten der UBS haben heute das Kursziel für Klöckner & Co von 25,00 auf 30,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Buy” belassen.

Bei den beiden Solartiteln in unserem Depot lief es bislang nicht ganz so prickelnd, wir betrachten aber auch das nur als eine vorübergehende Erscheinung. Im Gegensatz zu den klassischen Werten wie Solarworld und Q-Cells setzten wir in diesem Segment eher auf Spezialthemen wie Anlagenbau und Solarthermie. Mit Centrotherm und auch Solar Millennium sehen wir uns hier immer noch bestens positioniert. Die internationale Ausrichtung der beiden Unternehmen sollte sich mittelfristig auszahlen. Während Centrotherm verstärkt nach Asien expandiert hat sich Solar Millennium an einer Vielzahl von Projekten beteiligt. Allen voran natürlich das Desertec Projekt.

Genaueres kann man dem Geschäftsbericht, den ich seit gestern auf dem Schreibtisch habe, entnehmen. Seit der Lektüre dieses wirklich sehr informativ und schön gemachten Werkes bin ich mehr denn je davon überzeugt das es sich hier um eine der langfristig interessantesten Unternehmen aus dem deutschen Solarsektor handelt! Der momentane Kursverlauf ist nicht zuletzt den schwachen Umsätzen in der Aktie geschuldet und sollte nicht überbewertet werden. Mein persönliches Kursziel bleibt erst einmal bei 22,40 Euro. Zwischen 24,- und 28,20 Euro wurde bei der Verkaufspanik um Utz Claassen ein riesiges Gap gerissen. Dieses sollte dann bis zum Herbst wieder geschlossen werden wenn die Unsicherheiten über die Bilanzierung der letzte Geschäftsjahre beseitigt werden können..

Abschließend bleibt noch die Aktie der Swiss Re oder Schweizer Rück, die sich nach dem Rücksetzer wieder deutlich erholen konnte. Zwar wurde das zuvor ausgebildete neue Hoch bei 53,80 CHF bisher noch nicht ganz wieder erreicht, aber auch hier dürfte dies nur noch eine Frage von Tagen sein wenn die Märkte die vorherrschende Richtung beibehalten. Die Unterstützung liegt aktuell bei 51,80 CHF, das Kursziel ist vorerst bei 56,40 CHF. Lassen Sie die Gewinne laufen, Ende der Woche sollten dann die Stopps wieder etwas nachgezogen werden..

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