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Boeing, UAL Corp., Halliburton, IBM. Philips, Texas Instruments und Goldman Sachs..

Boeing, UAL Corp., Halliburton, IBM. Philips und Texas Instruments, alle sechs Schwergewichte werden, natürlich neben einigen anderen Unternehmen,  in heute ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Philips machte heute bereits den Anfang, und der konnte sich wirklich sehen lassen. Der Gewinn kletterte von 45 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf nunmehr 262 Millionen Euro., eine Verfünffachung also…Damit übertrafen die Niederländer klar die Markterwartungen von 241 Millionen Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verdiente Der Elektronik-Konzern 527 Millionen Euro nach 118 Millionen Euro vor einem Jahr, Analysten hatten hier mit 486 Millionen Euro gerechnet. Analysten sehen dieses Ergebnis bereits als sehr positiven Vorboten für die Siemens Zahlen, die am 29. Juli veröffentlicht werden. Man sollte mit solchen Aussagen aber vorsichtig umgehen, denn Siemens hat bereits einen Vorab-Einblick in seine Bücher gewährt. Somit dürfte der Raum für positive Überraschungen hier eher begrenzt sein.

Die gelieferten Unternehmenszahlen sind also weiterhin top, exklusive der Zahlen aus der Bankenbranche natürlich, die bei genauerer Betrachtung immer noch nicht wirklich Anlass zu Freude geben. Bei den Banken dürfte es in dieser Woche noch einmal richtig spannend werden. Am Freitag müssen alle großen Banken in Europa ihre Ergebnisse des sogenannten Stresstests bekannt geben. Morgen dürften sich Anleger der Branche aber zunächst einmal auf die Veröffentlichung der Zahlen von Goldman Sachs freuen. Nach den eher turbulenten Wochen für das Unternehmen stellen sich Marktteilnehmer die Frage welche Auswirkungen dies auf die Bilanz des Unternehmens gehabt haben könnte, bzw. natürlich auch in welcher Höhe die Risikovorsorge für mögliche Schadensersatzklagen etc. getroffen wurde. Die Fülle aller Informationen die es in dieser Handelswoche zu verarbeiten gilt dürfte also durchaus für Spannung sorgen..

General Electric, Intel top! – Bank of America, JP Morgan und Citigroup nicht wirklich..

Die Märkte spielen mal wieder Weltuntergang. Der Kursverlauf an den US Börsen am Freitag war alles andere als erfreulich, und zwingt natürlich auch uns die aktuelle Situation wiedermal komplett neu zu beleuchten. Was erwartet uns in der kommenden Handelswoche? Die Unternehmensdaten aus den USA waren überwiegend deutlich besser als dies vom Markt erwartet worden ist. Wir gehen davon aus, dass dies auch so bleiben wird. Besonders aussagekräftig sind hier wohl die ebenfalls am Freitag gelieferten Quartalszahlen von General Electric. Der amerikanische Mischkonzern, der von Kraftwerken über Kühlschränke bis Computertomographen so gut wie alles herstellt und darüber hinaus über ihre Finanzsparte einer der größten Finanzierer der Vereinigten Staaten ist, meldete einen Gewinn pro Aktie von 0,30 Dollar. Der Umsatz war zwar mit minus vier Prozent leicht rückläufig, dies konnte aber durch die eingeleiteten Sparmaßnahmen kompensiert werden. Der Ausblick auf steigenden Gewinnen und, eine höheren Dividende für das laufende Jahr sollten den Aktienkurs weiter beflügeln. GE gilt ähnlich wie allgemein als Gradmesser für den Gesamtzustand der amerikanischen Wirtschaft, ebenso wie Intel die Messlatte für die weltweite Computerindustrie darstellt.

Die Zahlen der US Großbanken waren allerdings nur auf den ersten Blick sehr gut. Zwar schrieben die Bank of America und JP Morgan wieder deutliche Milliardengewinne, diese waren aber überwiegend buchhalterischer Natur. Durch entsprechende Umbuchungen bei der Kreditvorsorge und Verkäufen von Unternehmensanteilen konnten also die gewünschten Zahlen erreicht werden, ob dies langfristig auch durch operative Gewinne untermauert werden kann bleibt weiter abzuwarten. Irgendwann wird auch das Tafelsilber ausgehen, und spätestens dann ist die zeit der Wahrheit gekommen. Das Wallstreet-Sorgenkind Citigroup machte seinem Image mal wieder alle Ehre. Die Einnahmen gingen stark zurück, trafen aber die Analystenschätzungen. Sie sanken von 33,1 auf 22,1 Milliarden Dollar. Die Prognosen lagen bei 22,16 Milliarden. Zurückzuführen war dieser Rückgang vorrangig auf die Citi Holdings, wo nur noch 4,9 Milliarden Dollar statt zuvor 16,8 Milliarden eingenommen wurden. Zusammenfassen kann mal wohl sagen, dass die produzierenden Konzerne deutlich besser laufen als angenommen, die Finanzkonzerne, aber noch lange nicht über den Berg sind.

Auch von konjunktureller Seite gab es mal wieder deutliche Störfeuer, die wohl letztendlich auch der Auslöser für den Kurssturz am Freitag gewesen sind. Allen voran war der von der Uni Michigan und Reuters ermittelte US-Verbraucherindex wohl das Zünglein an der Waage, von 76,0 Punkten im Juni fiel der Index überraschend stark auf 66,5 Punkte. Ein derart dramatischer Rückgang des Verbrauchervertrauens innerhalb nur eines Monats lässt nicht viel Gutes für den weiteren Verlauf der Konjunktur in den USA erwarten. Die Angst der Anleger vor einer deutlichen Verlangsamung des US Wachstums, oder gar dem erneuten Abtauchen in eine Rezession ist damit wieder allgegenwärtig. Wie soll man sich nun in den kommenden Tagen verhalten? Eine eigentlich sehr positive Situation hat sich an nur einem Handelstag in eine wiedermal sehr angespannte verwandelt. Charttechnisch befinden wir uns nun wieder im Niemandsland, sowohl ein erneuter Ansteig, als auch ein Abtauchen der Indizes ist nun wieder möglich.

Ich rechne am Montag spätestens nach dem Handelsbeginn in den USA mit einer technischen Gegenbewegung. Der Dax sollte nach Möglichkeit nicht wieder nachhaltig unter 6.000 Punkte fallen. Je nachdem wie stark oder schwach diese ausfallen wird, müssen wir dann unsere Swing Trading Strategie konsequent umsetzen..

viele Grüße Ihr

Lars Röhrig

Oder doch nur ein Strohfeuer?..

Die Indizes zeigen sich weiterhin unentschlossen. Nach dem starken Rebound im Dax gestern wurden in den USA die Eröffnungsgewinne bis zum Handelsende nahezu wieder vollständig abverkauft. Lediglich die überwiegenden Käufe in der letzten Handelsstunde konnten verhindern, dass die US Indizes erneut im Minus schließen. Der wichtigste Impuls im gestrigen US Handel kam vom ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor, der zwar den sechsten Monat in Folge gestiegen ist, aber signalisierte, dass das Wachstum nun deutlich an Fahrt verloren hat. In Asien konnte man heute somit ebenfalls wieder Gewinnmitnahmen sehen. Die Gewinner von gestern standen bereits heute wieder auf der Verkaufsliste. Der starken Yen belastete erneut die japanischen  Exportwerten. In Hongkong ging es zeitgleich mit dem Hang-Seng-Index um 1,2 Prozent auf 19.840 Punkte abwärts. In China notiert der Shanghai-Composite im frühen Handel 0,3 Prozent niedriger. Der MSCI Asia Pacific Index gab ebenfalls um 1,2 Prozent auf 112,67 Punkte nach.

Alles in allem also nicht unbedingt die Fortführung unseres Wunsch-Szenarios. Der Rebound an den Börsen lässt also weiterhin auf sich warten. Auch wenn hier noch nichts verloren ist bleibt Vorsicht weiterhin die oberste Devise. StoppLoss-Orders sind zwar in solchen Szenarien ebenfalls gefährlich, weil man unglücklich ausgestoppt werden kann, lassen einen Trader aber etwas entspannter mit Kursturbulenzen umgehen…Positiv für weiter steigende Aktienkurse stimmt mich auch der Verlauf des Goldpreises, den wir so erwartet hatten. bereits in unserem Bericht von vor drei Wochen haben wir bei Kursen von 1.265,- Dollar je Feinunze die These vertreten, dass es nicht gesund ist wenn 38% der Goldvorräte dieser Welt in spekulativen Händen sind. Sollten die Börsen nun doch noch nach oben ausbrechen werden wir bei Gold auch noch deutlich tiefere Kurse sehen, wenn die Börsen allerdings weiter falle sollten sind hier auch neue Höchststände möglich. Mittelfristig wird sich wohl die derzeitige Blase bei dem Edelmetall wieder auflösen müssen.

Alle Depotwerte konnten gestern bereits wieder ordentlich zulegen, und man konnte mal wieder sehr schön sehen, welche Dynamik aufkommen kann, wenn die Indizes wieder nach oben drehen. Der Markt ist immer noch deutlich überverkauft. Die Unterstützung im S&P 500 bei 1.020 Punkten hat knapp gehalten, ebenso wie die 5.900 Punkte im Dax. Die Unterstützung liegt hier derzeit bei ca. 5.815 Punkten, ein nachhaltiger Ausbruch nach oben könnte ab 5.955 Punkten erfolgen. Wir bleiben unserer Strategie vorerst treu und werden heute eventuell die Positionen weiter aufstocken, wenn sich günstige Gelegenheiten ergeben sollten. Diese Woche sollte eine Entscheidung bringen..dir wir dann natürlich in beide Richtungen konsequent umsetzen werden.

Viele Zeichen für ein Bilderbuch-Reversal der Börsen

Fast schon wie erwartet, und bereits vor einer Woche in unserem Newsletter angekündigt, fangen die Märkte an sich heute wieder zu erholen. In Asien können die Indizes, nach teilweise turbulentem Handelsverlauf, allesamt positiv schließen. Der Dax hat die wichtige Marke von 5.900 Punkten zurückerobert und sollte nach Möglichkeit heute auch darüber schließen, dann hätten wir wieder eine komplett neu zu bewertende Chartsituation beim Deutschen Leitindex. Auch der Globex Future hat heute Nacht einige Kapriolen geschlagen. Gegen 1 Uhr morgens gab der Future plötzlich um 13 Punkte nach und notierte bei 1.002,75 Punkten, um im Anschluss daran in eine andauernde Gegenbewegung über zu gehen. Alles deutet auch hier nun auf ein Reversal hin. Die heutige Börseneröffnung in den USA dürfte somit wohl eine der spannendsten des Jahres werden!

Wir hatten ja bereits am Wochenende geschrieben, dass es somit möglicherweise eine gute Anlageentscheidung sein könnte ,erste Positionen an dem gestrigen ,und erwartungsgemäß schwachen Börsentag, wieder aufzubauen, und ich hoffe mal, dass einige unsere Leser diesem Rat gefolgt sind. Auch unsere Kandidaten für die anstehende Erholung haben wir genannt, und natürlich konsequent gekauft. Auch dieses Mal scheint also unsere Swing-Trading-Strategie wieder voll und ganz aufzugehen. Bei allem Optimismus, sollte aber bitte auch die Möglichkeit eines erneuten Abrutschens zumindest in Betracht gezogen werden. Der Vorteil an den Kaufkursen von gestern ist nun aber, dass man ganz bequem und entspannt die Stopps bei den Einstiegskursen setzten kann, da alle Werte heute bereits ordentlich zulegen konnten. In diesem Sinne freue ich mich mit Ihnen auf eine spannende und erfolgreiche Börsenwoche.

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

Wieder im Abwärtstrend…?

„..Spätestens morgen sollte sich aber entscheiden welche Richtung die Börse in den kommenden Tagen einschlagen will. Bleiben Sie also zunähst einmal locker und lassen Sie sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken. Wenn die genannten Marken nachhaltig fallen, dann ist es für uns Zeit wieder zu verkaufen…“. haben wir am Mittwoch geschrieben. Der gestrige Tag hat und wie zuvor beschrieben also zum konsequenten Ausstieg bewegt. Alle Positionen wurden glattgestellt und wir halten Cash. Seit unserem letzten Komplettausstieg am 30. April konnten wir somit erneut 9,63 Prozent Gesamtrendite in unserem Musterdepot sichern, und befinden uns somit auf Jahressicht wieder ein einem komfortablen Bereich. Insgesamt befindet sich das Depot nun sein dem Jahresbeginn mit über 43 Prozent im Plus.

Der gestrige Handelstag in den USA war erneut sehr schwach. Als Hauptgrund wird die Befürchtung der Anleger, dass die geplante Finanzmarktreform extreme Auswirkungen auf den Bankensektor haben könnte angeführt. Sicherlich nicht ganz zu unrecht…Bankentitel gehörten auch gestern wieder zu den großen Verlieren an der Wallstreet. Zur Börseneröffnung wird der Dax heute nahezu unverändert erwartet, auch die Vorgaben aus Asien waren einigermaßen passabel. Dennoch sollte beachtet werden, dass wir uns nun wieder in einem kurzfristigen Abwärtstrend befinden. Dieser Trend könnte sich wieder deutlich verstärken, wenn der S&P 500 unter die Marke von 1.065 Punkten fallen würde. Ebenso ist nun zu befürchten, dass auch der Dow Jones die 10.000 Punkte Marke demnächst wieder von unten sieht.

In Anbetracht des nun auch endlich in Bayern schönen Wetters, kann es also nicht schaden mal ein paar Tage Pause zu machen, und abzuwarten, wie sich die neue Situation weiter entwickelt..Auf die neuen Jahreshöchststände müssen wir also noch etwas warten! Sollten die Märkte weiter fallen wollen sind die nächsten Ziele bei S&P 500 die glatte Marke von 1.000 Punkten, der Dow Jones könnte dann bei 9.600 bis 9.700 seinen Boden finden, und für den Dax wäre das Korrekturziel bei 5.780 Punkten. Es besteht aber durchaus noch die Chance, dass die Indizes in der kommenden Woche die Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen… achten Sie auf die 6.116 Punkte im Dax!

Die Angst geht wieder um!

Heute ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie nervös die Märkte immer noch sind. Gerade hatte sich die internationale Fachpresse mit dem Thema der deutlich nachlassenden Volatilität an den Aktienmärkten befasst, schon wird sie eines Besseren belehrt. Es ist an der Börse immer trügerisch sich in Sicherheit zu wiegen! Die Neubauverkäufe aus den USA, die heute ein neues historisches Tief markieren, haben erneut für Verunsicherung gesorgt, und die Indizes entsprechend auf Talfahrt geschickt. Dies ist immer noch ein schönes Beispiel dafür wie wichtig die nicht kommen wollende Erholung des US Immobilienmarktes ist. Ansonsten waren die heutigen Vorgaben zumindest in Deutschland eigentlich sehr positiv. Sowohl das unerschütterliche Verbrauchervertrauen, als auch der IFO Index konnten überzeugen.

Erstaunlich ist auch die Entwicklung des Goldpreises. Trotz eines erneut fallenden Euros scheinen die panikartigen Käufe des Edelmetalls nun langsam wieder nachzulassen. Vielleicht hat sich der ein oder andere Anleger nun doch mal überlegt in was er da gerade investiert, und ob in Europa wirklich alles so katastrophal aussieht wie die Fachpresse uns das Glauben machen will. ich für meinen teil glaube nicht an Fabelkurse von 2.000,- Dollar oder mehr je Feinunze. Berichten zur Folge sind gerade ca 38% aller Goldbestände dieser Welt in der Hand von Spekulanten. Alleine diese Tatsache würde mich als Goldanleger schon extrem nervös werden lassen. Seit mehreren Tagen nun befindet sich Gold wieder auf dem Weg in Richtung 1.200,- Dollar je Unze. Sollten die Indizes nach oben drehen und doch noch neue Höchststände ausbilden können gehe ich davon aus, dass auch der Goldpreis weiter nachgeben wird.

Es gibt immer noch ein paar Faktoren die mich weiterhin optimistisch stimmen, dass genau dieses oben beschriebene Szenario bald eintreten könnte. Mehr denn je ist die richtige Aktienauswahl an solchen Tagen wie heute entscheidend darüber, ob man nun wirklich nervös werden sollte, oder dem ganzen Treiben mit einer gewissen Gelassenheit entgegentreten kann. Unsere Depotwerte halten sich in den vergangenen drei Korrekturtagen immer noch erstaunlich gut. Das heißt wir haben noch keine ernsthaften Verluste hinnehmen müssen, und betrachten diese Tagesschwankungen weiterhin als eine Gelegenheit das Depot an der ein oder anderen Stelle weiter mit guten Aktien zu füllen.

Der heutige Test der 6.200 Punkte Marke im Dax ist zunächst noch positiv zu sehen. Hier könnte nun das Fundament für den weiteren Anstieg gelegt werden. Ebenso verhält es sich mit dem S&P500 der mustergültig ebenfalls noch einmal die 1.080 Punkte heute abgearbeitet hat. Die schon fast übliche Nervosität vor der heutigen US Fed Sitzung könnte also heute noch einmal für etwas stärkere Ausschläge sorgen. Spätestens morgen sollte sich aber entscheiden welche Richtung die Börse in den kommenden Tagen einschlagen will. Bleiben Sie also zunähst einmal locker und lassen Sie sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken. Wenn die genannten Marken nachhaltig fallen, dann ist es für uns Zeit wieder zu verkaufen, vorher nicht.

Der Euro bald wieder bei 1,25?

Das Musterdepot befindet sich weiterhin ordentlich im Plus. Die wenigsten Anleger haben wohl in dieser Woche mit steigenden Kursen gerechnet, da der morgige große Verfallstag offenbar für große Unsicherheit gesorgt hat. Wir hatten ja bereits im Newsletter darauf hingewiesen, dass dieser Hexensabbat auch durchaus positive Auswirkungen haben kann. Man darf nicht vergessen, dass gerade die Zeit zwischen dem letzten Verfallstag für Optionen und dem jetzigen, geprägt war von den schlechten Nachrichten aus dem Euro Raum. Der Euro hat in der Zeit ordentlich an Wert verloren, und markierte sogar zwischenzeitlich ein neues Mehrjahres-Tief. Inzwischen hat sich sowohl die Europäische Leitwährung wieder deutlich erholt, als auch die Aktienmärkte. Allen voran zeigte der Dax eine extreme Stärke im Vergleich zu anderen europäischen Aktien-Indizes.

Es gibt also weiterhin einige Faktoren, die mich für optimistisch stimmen, das kurzfristig weitere Kurssteigerungen möglich sind. Im Euro finden momentan weiterhin Eindeckungskäufe statt, die im Optimalfall den Wechselkurs zum Dollar bis auf 1,25 treiben könnten. Spätestens hier dürfte ein großer Teil der Spekulanten nervös werden, und somit eventuell sogar einen kräftigen Short Squeeze auslösen, der den Euro dann noch etwas stärker machen könnte. Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht zuletzt um unser Wunschszenario handelt. Die Erholung des Euro könnte in diesem Falle sogar kurzzeitig bis 1,30 führen. Danach dürfte der Euro wieder nachgeben, und mittelfristig auch da landen wo er momentan hingehört.

All diese Spekulationen setzen aber weiterhin voraus, dass keines der EU Länder pleite geht, oder gar Spanien nun noch in eine ernsthafte Schieflage gerät. Dennoch kann man dem Markt weiterhin attestieren, dass er sich inzwischen relativ robust gegen schlechte Nachrichten erwiesen hat, und das ist zum einen natürlich gut für unsere Investitionen, zum anderen aber auch gefährlich. Momentan sollte man also alles laufen lassen und sich über die Gewinne freuen. Sichern Sie Ihr Depot ab, aber achten Sie darauf die Stopps nicht mehr zu eng zu setzen. Die Tagesschwankungen könnten ansonsten dazu führen, dass Ihre Positionen unglücklich ausgestoppt werden. Heute sind einige Aktien charttechnisch ausgebrochen, es sollte also möglich sein in den kommenden Tagen vernünftige Stopps an den bisherigen Widerständen zu setzen.

Ein Zeichen, ein Zeichen…???

Wer den Film „Das Leben des Bryan“ bereits gesehen hat der wird wissen, an welche Szene ich jetzt gerade gedacht habe…der vermeintliche Messias verliert einen Schuh und alle Jünger tun darauf hin dasselbe und ziehen einen Schuh aus. Ich hatte bereits in den vergangenen Tagen geschrieben, dass ich noch auf ein Zeichen warte..vorher möchte ich aber noch klar stellen, dass es nicht ein solches Zeichen wie eben beschrieben ist, und ich sicherlich nicht der Messias für geschundene Börsenseelen bin 🙂 Dennoch es sieht so aus als ob ich heute mein Zeichen bekommen soll. Die vorhin veröffentlichten US-Einzelhandelsdaten waren ein echter Rückschlag für eine konsumgetriebene Nation wie die Vereinigten Staaten. Japan lässt mal vorsichtig anklingen, dass man sich am Rande eines Staatsbankrottes befindet, und alles was der Markt macht ist ein kleiner Rücksetzer, der ungefähr eine Stunde dauerte.

Es ist ja nicht so, dass wir nicht wüssten, dass Japan sich bereits seit 20 Jahren in einer tiefen Rezession befindet, und dass das Haushaltsdefizit inzwischen gigantische Ausmaße angenommen hat. Aber die Nachricht an sich, zusammen mit der Konsumflaute Amerikas hätte die Märkte, bei der allgemein nervösen Haltung der Anleger, doch heute nochmal ordentlich durchschütteln können. Fast scheint es so dass die Anleger der schlechten Nachrichten überdrüssig geworden sind, und diese nun konsequent ignorieren. Das ist ein zumindest ein kleines Zeichen…Der S&P 500 befindet sich inzwischen wieder über der wichtigen Marke von 1.080 Punkten. Wenn der Dow Jones mir heute noch den Gefallen tut sich über 10.200 Punkte zu bewegen, fange ich ernsthaft an zu glauben, dass wir vielleicht vorerst das Schlimmste überstanden haben.

Natürlich muss auch der Euro weiter mitspielen..die Korrelation zwischen der europäischen Leitwährung und verschiedenen Indizes scheint immer noch existent zu sein, wenn gleich diese Abhängigkeit nun etwas nachzulassen scheint. Es hätte mich auch wirklich schwer verwundert wenn Dow Jones und Co. sich dauerhaft von dem kleinen Euro beeinflussen lassen…Wie auch immer, bei der Nachrichtenlage, ein solcher Intraday Rebound verheißt erst einmal weiter steigende Kurse…wenn diese Indexstände heute gehalten werden können, natürlich! Wir beenden diese Woche mal wieder sehr erfolgreich, und haben einmal mehr gutes Timing bewiesen…es lebe das Swing-Trading! Ich wünsche allen Lesern auf diesem Wege einen schönen Wochenausklang, eine tolle Weltmeisterschaft, und natürlich ein erfolgreiches Auftakt-Spiel der deutschen Fussball-Nationalmannschaft am Sonntag!

Gefangen im Politik-Wirtschafts-Börsen-Nirvana

Ich will es mal so beschreiben…gestern haben die Märkte gerade noch einmal die Kurve gekriegt…vorerst! Die Lage an den internationalen Aktienmärkten ist weiterhin höchst instabil, und auch wenn die US Indizes gestern gegen Handelsende noch einmal kräftig angezogen haben bleibt die Unsicherheit, ob dies lediglich eine technische Erholung war, oder sich die Märkte nun an den entscheidenden Marken wieder fangen werden. Mal ganz ehrlich…bei der momentanen politischen Lage in Europa kann man es den Anlegern nicht einmal verdenken, dass sie aktienmüde geworden sind. Bei mir schleichen sich nun auch erste Anzeichen einer „Ich habe keine Lust mehr“ Mentalität ein. Der tägliche Kampf gegen die politische Willkür und deren wundersame Blüten erscheint ein wenig sinnlos.

Dennoch, heute haben wir dann im späten Handel noch eine kräftige Erholung an den asiatischen, insbesondere den chinesischen Börsen gesehen. Das ist zunächst ein gutes Zeichen, da auch der Verlauf der Börsen dort, in den letzten Wochen eher besorgniserregend war. Es wurde und wird immer wieder über eine Überhitzung der chinesischen Märkte berichtet. China gilt unverändert als Wachstumsmotor, und wenn dieser stottert, dann fürchtet der Rest der Welt wieder Schlimmstes. Zwei Dinge gibt es dazu vielleicht an dieser Stelle noch zu sagen..erstens belegen wohl die neuesten Absatzzahlen, gerade auch von Volkswagen, recht deutlich, dass zumindest von der Konsumseite in China gar nichts stottert. D.h. als Absatzmarkt für exportstarke Länder und Unternehmen bleibt China erste Wahl, und wird bei manchen Aktionären noch für viel Freude sorgen!

Zweitens, sehe ich die Konsolidierung an den chinesischen Börsen eher positiv, denn genau eine solche Konsolidierung verhindert eine Überhitzung, oder bremst diese zumindest ein. Die Situation auf den chinesischen Immobilienmarkt, und auch die Fiskalpolitik des Landes bleiben aber ein deutlicher Unsicherheitsfaktor. Auch hier werden irgendwann drastische Einschnitte erforderlich sein, das kann aber noch eine ganze Weile dauern. Aber zurück zum US Markt…

Der Dow Jones konnte gestern ebenfalls wieder etwas Boden gut machen, befindet sich aber immer noch unter der so wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Von Entwarnung kann also keinesfalls die Rede sein! Gestern zeigte der Nasdaq deutliche Schwäche, dies dürfte aber in erster Linie mit den zahlreichen Herabstufungen einiger Internettitel zu erklären sein, die auch entsprechend an Wert verloren haben. Beim S&P 500 ist die Lage ähnlich angespannt. Wie bereits in den letzten Newslettern berichtet ist hier die Marke von 1.040 Punkten extrem wichtig und sollte nicht dauerhaft unterschritten werden, denn dann droht wirklich ein weiterer Absturz der US Börsen mit deutlich tieferen Kurszielen. Ich persönlich gehe immer noch davon aus, dass es auch in dieser schwierigen Situation möglich ist, dass die Märkte wieder nach oben drehen,

Es sind mehrere Gründe die mich immer noch optimistisch stimmen. Zum einen der unglaubliche Pessimismus der meisten Marktteilnehmen, der inzwischen teilweise seltsame Blüten treibt. Dann wäre da noch die Tatsache, dass inzwischen einige Aktien, gerade in den USA, neue Tiefststände ausgebildet haben, sprich noch unter den damals völlig übertriebenen Ausverkaufskursen nach dem Crash notieren. Gerade dieser Umstand ist sicherlich ein nicht ganz zu vernachlässigender Punkt! Es könnte sich also durchaus lohnen, wenn man sich demnächst, und vor allem langfristig, zu diesen Grabbeltischkursen ein paar interessante US Werte ins Depot legt.

Die Charttechnik bei den meisten Indizes spricht ebenfalls eine deutliche Sprache, die man wohl salopp mit „Hopp oder Topp“ bezeichnen könnte. Soll heißen, dass sich der weitere Weg der Börsen an diesem Punkt nun entscheiden muss! Selbst ein weiterer Verlauf  seitwärts auf diesem Niveau würde wohl früher oder später, dann in einem Absturz enden. Die Börse braucht eben klare Signale, ebenso wie die Bürger eines Landes von Ihrer Regierung. Solange wir beides nicht haben, schweben wir irgendwo im Politik-Wirtschafts-Börsen-Nirvana!

Ich erwarte also demnächst ein klares Signal in die ein- oder andere Richtung, das politische Rumgeeiere sollte bald ein Ende haben, dann erholt sich auch der Euro wieder und damit die Börsen. Vielleicht hilft es ja auch schon, wenn unsere Politiker einfach mal zwei bis drei Wochen gar nichts sagen 🙂 Dennoch sei zum Abschluss noch erwähnt, dass auch mein Optimismus seine Grenzen kennt. Sollten die Börsen weiter abtauchen, und die Politiker weiter so agieren, wie dies in den vergangenen Wochen der Fall gewesen ist, werde ich wohl mal eine Sommerpause einlegen, und empfehle Ihnen dann dasselbe. Bis dahin alles Gute..

Der Euro bestimmt die Richtung

Wie gewonnen, so zerronnen dürfte wohl das knappe Fazit aus dem gestrigen Maßnamenspaket der europäischen Regierungen sein. Der Euro zu dessen Schutze dieses einmalige und umfangreiche Rettungspaket beschlossen wurde will oder kann wohl nicht gerettet werden. Nachdem die europäische Leitwährung gestern kräftig zulegen konnte sah es zunächst einmal wieder gut aus. Europa konnte sich, wenn auch nur kurz, stark und entschlossen präsentieren. Auch in Amerika sorgte dies für Begeisterung die Börsen legten eine fulminante Erholungsrally hin, wichtige Trends konnten wieder aufgenommen werden und fast könnte man als Anleger den Eindruck gewinnen, dass jetzt alles wieder gut ist. Weit gefehlt, würde ich sagen. Am deutlichsten versinnbildlicht wohl die Erfolglosigkeit der getroffenen Maßnahmen der heutige Euro Kurs. Gestern in der Spitze noch bei 1,31 und heute bereits wieder nahe des Tiefs vor dem europäischen Rettungspaket bei 1,27.

Dabei wurden sogar Tabus gebrochen, die noch vor kurzem undenkbar gewesen wären. Die EZB kauft nun verstärkt Staatsanleihen von Euro-Ländern auf. Zwar betonte Jean Claude Trichet, dass die Entscheidung der EZB dahingehend aus freien Stücken getroffen wurde, so richtig glauben will man ihm das aber nicht. Auch unserer Regierung steht das Wasser offenbar nun bis zum Hals, die Wahlen in Nordrhein Westfalen zeichnen ein deutliches Bild über die Zufriedenheit bezüglich des Führungsstils von Angela Merkel und Guido Westerwelle. In den Medien ist heute zu lesen, dass unsere Regierung keine Ahnung davon hat wie teuer die Eurokrise nun tatsächlich für den Steuerzahler wird. Von möglichen Verschleierungstaktiken unserer Kanzlerin über schon lange bekannte Missstände ist da die rede… alles nicht unbedingt vertrauensbildende Umstände.

Kurzum, wir sind noch lange nicht über den Berg. Die Futures haben heute Nacht kräftig nachgegeben.Es dürfte sich also zunächst Ernüchterung breit machen über die Machtlosigkeit gegen die Spekulationen und den erneuten Vertrauensverlust der Anleger. Gestern schrieb ich im Newsletter, dass bei Rücksetzern wieder ausgewählte Titel gekauft werden könnten, heute haben wir bereits einen ersten deutlichen Rücksetzer. Allerdings bin ich nicht mehr so ganz davon überzeugt, dass es sinnvoll ist bereits jetzt wieder verstärkt in die Märkte einzusteigen. Weitere Investitionen werde ich momentan direkt vom aktuellen Eurokurs abhängig machen. Sollte dieser weiter abrutschen werden auch die am Freitag gekauften Positionen wieder aufgelöst. Erst bei einer nachhaltigen Erholung über die Marke von 1,30 kann man eventuell davon sprechen das der Euroraum die Krise zumindest wieder im Griff hat..Bleiben Sie also weiterhin sehr vorsichtig!

Tag der Entscheidung!

Mit einem kleinen Endspurt schaffte es der Dax gestern Abend noch über die so wichtige Marke von 6.140 Punkten. Damit dürfte die charttechnische Situation im Dax sich wieder deutlich aufgehellt haben. Kann der Widerstandsbereich zwischen 6.140 und 6.150 Punkten heute wieder nachhaltig überwunden werden dürften das nächsten Ziel des deutschen Leitindex jetzt wieder bei 6.200 bis 6.300 Punkten liegen, und somit die Aufwärtsbewegung fortführen. Theoretisch sind nun auch wieder neue Höchststände denkbar.

Aber Vorsicht! Bei aller Euphorie und der guten Performance der US Indizes gestern bleibt die Frage nach dem möglichen Fehlsignal. Auch dieses Szenario ist immer noch denkbar. Würde heißen, dass die starken Abverkäufe diese Woche nur kurz durch eine technische Gegenreaktion (gestern) unterbrochen wurden, um dann eventuell schon heute in tiefere Regionen, mit Kursziel 5.900 Punkten aufzutauchen. Beide Szenarien sind denkbar und ähnlich wahrscheinlich. Heute dürfte also die Entscheidung über die weitere Richtung für die kommenden Tage und Wochen an den Börsen fallen.

Gestützt durch die Zinsentscheidung der FED sowie gute bis sehr gute Unternehmensdaten sollte der Trend eigentlich weiter nach oben zeigen. Auch heute wieder konnten einige Unternehmen erfreuliches an Ihre Anleger verkünden. Samsung, der weltweit grösste Produzent von Speicherchips, LCD-Flachbildschirm-Fernsehern sowie die Nummer zwei des Handy-Marktes konnte seinen Umsatz um 21 Prozent auf 34,64 Billionen Won deutlich steigern. Der Gewinn kletterte in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich auf das Siebenfache, er lag bei knapp vier Billionen Won oder umgerechnet 2,7 Mrd Euro.

Der Handelskonzern Metro hat im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert.Insgesamt steigerte der Konzern den Angaben zufolge die Erlöse von Januar bis März gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Besonders profitieren konnte der Konzern durch die wirtschaftliche Erholung in Westeuropa und Asien. In Osteuropa zeigten die Märkte dagegen weiterhin eine eher schwache Tendenz.

Heute dürfte also der richtige Tag sein, um seine Stopp Loss Orders entsprechend zu überarbeiten. Für den Fall eines weiteren Absturzes ist man damit gut gerüstet. Setzen sie die Orders nicht zu knapp! Der Markt bleibt extrem volatil, und es besteht dann immer die Gefahr unglücklich ausgestoppt zu werden.

Unsere Depotwerte sind alle auf Kurs und  werden bei günstigem Umfeld auch weiter laufen. Manchen von den Aktien stehen erst ganz am Anfang einer langen Aufwärtsbewegung. Dennoch, wenn der Markt kippt ist es besser erst einmal zu verkaufen und dann später wieder einzusteigen. Wir haben im Februar gesehen wie schnell die Börsen weit nach unten rutschen können. Schonen Sie also ihre Nerven – und seien Sie immer konsequent in Ihrem Handeln an der Börse. Denke Sie daran, heute dürfte der Tag der Entscheidung sein…in unserer Samstagsausgabe des Investors Inside Newsletters finden Sie u.a. eine Kursanalyse von Martin Brosy zur Microsoft Aktie…

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

Und jetzt auch noch Spanien?

Wo geht die Reise hin, werden sich viele Anleger nun Fragen. Der Dax hat gestern kräftig nachgegeben und konnte sich nur mit Mühe über der Marke von 6.020 Punkten halten. Heute wurde diese Marke durchbrochen und sogar die 6.000 Punkte im Dax zunächst deutlich unterschritten. Ich gehe nicht davon aus das diese Marke schon so bald wieder zurückerobert werden kann. Weitere Abschläge bis zur Marke von 5.900 Punkten sind in dieser Woche wohl noch möglich, vielleicht sogar 5.800 Punkte! Spätestens da wird es wieder spannend für mittelfristig orientierte Anleger. Wir befinden uns aktuell irgendwo zwischen der zweiten Phase der Hausse und der dritten. Vergleicht man die Bewegungen des Dax mit denen nach dem Platzen der Dot-Com.Blase, also die Jahre 2003 und 2004 fällt immer wieder auf das die Entwicklung des Deutschen Leitindex in den Jahren 2009 und 2010 nahezu identisch verlaufen ist.

Und wiedermal punktgenau steht nun eine Konsolidierung auf der Tagesordnung die uns nun in den Bereich der oben genannten Marken führen sollte. Im Anschluss sollte noch einmal die finale Rally starten die dem Dax dann einen Zuwachs von 1.000 bis 1.200 Punkte bescheren könnte. Zunächst einmal sollte aber die aktuelle Situation genauer beobachtet werden. der Unterschied zu den Jahren 2003 und 2004 ist nämlich ein nicht ganz unwichtiger…Damals gab es keinerlei Anzeichen von irgend welchen Krisen, kein Griechenland oder befürchteten Dominoeffekt der Eurostaaten. Diese Faktoren und den weiteren Verfall des Euro muss man heute in diese Überlegungen mit einfließen lassen. Das Worst Case Szenario sieht also ein wenig anders aus..Bei aller Parallelität der Dax-Entwicklung in diesen Jahren sollte man auf Grund dieser Situation einen tiefer gehenden Abschlag bis auf das Level von 5.400 Punkten zumindest einmal im Hinterkopf behalten.

Bei den US Indizes sieht das Bild etwas freundlicher aus. Der S&P 500 konsolidiert ebenfalls durch, was aber noch als gesund bezeichnet werden kann. Ein weiteres Abrutschen bis zur Marke von 1.145 Punkten halte ich für sehr wahrscheinlich und wäre aus charttechnischer Sicht ein gutes Fundament für einen weiteren Anstieg. Ähnlich sieht die Situation beim Dow Jones aus. Bei einem Punktestand von 10.700 könnte der Index dann wieder nachhaltig nach oben drehen. Spätestens an diesen Marken sollte man also schon einmal wieder Ausschau nach Schnäppchen halten. Ich hatte ja bereits gestern geschrieben, dass eine Teilinvestition des zur Verfügung stehenden Geldes in US Aktien angesichts der Unsicherheiten in Europa vielleicht keine schlechte Idee ist…

Kurzum, wir befinden uns aktuell in einer ungewissen Situation mit einem deutlichen Überhang auf der Negativseite. Natürlich sprechen die Konjunktur- und Unternehmensdaten wieder eine deutlich freundlichere Sprache, dennoch sind die Folgen der Europa Krise nicht zu unterschätzen, und werden dann, wenn es jetzt noch dicker kommen sollte, alles andere überschatten. Es ist also weiter extreme Vorsicht angebracht. Ich habe wie Sie wissen meine Bestände in der letzte Woche nahezu komplett aufgelöst und freue mich bereits jetzt die gleichen Positionen heute schon wieder bis zu 10% günstiger kaufen zu können. Natürlich nur theoretisch, denn ich warte noch etwas ab…Erfolgreiches Swing-Trading funktioniert eben nur wenn man sich an die Regeln hält 😉 … Jetzt wird wohl erst einmal Spanien zum beherrschenden Thema!

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