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Weiterhin schlechte Aussichten für Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy & Co.?

Auch im Börsenjahre 2011 scheinen die Aussichten für Anleger in Solarwerte a la Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy weiterhin eher schlecht zu sein! Seit gestern herrscht wieder etwas mehr Unruhe im Sektor der alternativen Energien als sich dies die Branche wünschen kann. Nachrichten über eine baldige erneute Förderkürzung bei der Einspeisevergütung machten die Runde. Am Abend traf sich Bundeskanzlerin Merkel mit Branchenvertretern der deutschen Energieriesen Eon, RWE, EnBW, BASF, Siemens und Bosch um über die zukünftigen Regelungen des EEG (das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz) zu sprechen. Es geht um eine mögliche Anpassung der Einspeisevergütung an den EU-Richtlinien. Dieser Schritt hätte weitere deutliche Einschränkungen für die deutsche Solarbranche zur Folge.

Im vergangenen Börsenjahr wurde dieses Worst Case Szenario wohl bereits eingepreist, dennoch bleiben die Aktien aus dem Sektor weiterhin deutlich unter Druck wohingegen die Konkurrenz aus China täglich stärker zu werden scheint. Kommt es nicht zu weiteren Förderkürzungen oder gar einer kompletten Abschaffung des deutschen EEGs wäre eine Kurserholung bei  Solarworld, Q-Cells & Co möglich. Einen nachhaltigen Trendwechsel sehen wir allerdings hier nicht. Die gesamte Branche dürfte auch in diesem Jahr weiterhin unter Druck bleiben. Sollten die Fördermaßnahmen nun weiterhin deutlich gekürzt oder gar abgeschafft werden sollte man die Solarbranche wohl bis auf wenige Ausnahmen weiterhin eher meiden…

Gerüchte um Roth und Rau

Händler sprachen heute von Marktgerüchten um ein mögliches Interesse des chinesischen Solarkonzerns Yingli Green Energy an dem auf die Solarbranche spezialisierten Anlagenbauer Roth und Rau. Laut einem Händler wird auf ein mögliches Gebot mit einer Prämie von rund 35 Prozent spekuliert. Ein Börsianer hielt dies angesichts der aus seiner Sicht qualitativ ganz guten Aufstellung von Roth&Rau für „vorstellbar“.

Nach den jüngsten Gewinnwarnungen aufgrund von Projektverschiebungen sei das Unternehmen mittlerweile deutlich günstiger zu haben. Dem Solarzulieferer Roth&Rau ist die Information nach eigenem Bekunden aber neu. Ein Sprecher des Unternehmens sagte auf Anfrage von dpa-AFX: „Ich weiß darüber nichts. Yingli ist ein Kunde von uns, den wir beliefern, mehr ist mir nicht bekannt…

Solarhybrid AG liefert pünktlich!

Die solarhybrid AG, ein führender Lösungsanbieter für Solarstrom und Solarwärme gab heute bekannt, dass man trotz extremer Witterungsbedingungen den Zeitplan für die Errichtung des  Solaris 8 Projektes mit einer Nennleistung  von 7,5 MW eingehalten hat. Das bislang größte Kraftwerk in Thüringen wurde planmäßig übergeben und ist seit am 30. Dezember 2010 am Netz. Auftraggeber war die Solaris Kraftwerke GmbH. Weiter wurde bekannt, dass drei weitere Solarkraftwerke in Sachsen mit einer Nennleistung von zusammen 4,2 MW pünktlich zum Jahresende an Solaris übergeben wurden. Die planmäßige Erstellung belegt die hohe und verlässliche Leistungsfähigkeit der Solarhybrid AG auch unter extremen Bedingungen.

Mit der heutigen Meldung sollte auch wieder etwas mehr Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zurückkommen. Der Aktienkurs der Solarhybrid AG dürfte in den kommenden Wochen wieder deutlich anspringen. Weitere Großkraftwerke mit einer Nennleistung von 17,3 MW befinden sich in in Kürze in der Region Piemont in der Umsetzung. Der Baubeginn ist nun für Mitte Januar 2011 vorgesehen. Wir bleiben auf jeden Fall dabei, und gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr deutlich zweistellige Kurse bei der Aktie sehen werden. Wie schon geschrieben…wenn es der Unternehmensführung gelingt die Prognosen einzuhalten dürfte die Solarhybrid AG an der Börse deutlich unterbewertet sein.

Solarhybrid AG – war das der finale Ausverkauf?

Nachdem die Aktie des Börsen-Newcomers Solarhybrid bereits seit Woche unter Druck ist mussten die Aktionäre in den letzten Handelstagen weitere schmerzliche Verluste hinnehmen. Sicherlich können sich viele der Anleger noch an die vollmundigen Versprechungen des Vorstandes vor gar nicht allzu langer Zeit erinnern, dass man den Aktienkurs innerhalb kürzester Zeit über 20,- Euro sieht. Dieser Aussage ließen die Herren auch gleich Taten folgen und zeichneten bei der Kapitalerhöhung kräftig eigene Aktien zum damaligen Gegenwert von 10,- Euro je Stück. Grundsätzlich muss man also davon ausgehen, dass die Unternehmensführung hinter Ihrem Unternehmen steht.

Heute nun hat der Aktienkurs der Solarhybrid AG mit einem Kurs von 5,- Euro seinen vorläufigen Tiefpunkt erreicht. In dem aus meiner Sicht finalen Ausverkauf sollten nun nicht nur eigentlich alle möglichen Risiken eingepreist sein. Knapp 17% verliert die Aktie heute erneut, ohne Nachrichten, und unter eigentlich nicht nennenswerten Umsätzen. Und hier liegt wohl auch das hauptsächliche Problem dieser Aktie. Bislang findet fast kein Handel in dem Papier statt, und dies mag daran liegen, dass das junge Unternehmen noch relativ unbekannt ist. Solaraktien sind derzeit nicht gerade en Vogue, das könnte sich aber zumindest für die Branche der Projektierer in den kommenden Jahren wieder deutlich ändern.

Zuletzt hat das Unternehmen deutlich steigende Aufträge aus Italien und Thüringen vermeldet. Auch daraus resultierende Folgeaufträge sind schon unter Dach und Fach. Operativ scheint also alles weiterhin bestens zu laufen. Mit einem KGV von 2,4 für das kommende Geschäftsjahr scheint die Aktie inzwischen lächerlich günstig bewertet zu sein. Gelingt es der Unternehmensführung die gesteckten Ziele von 60 Mio. Euro Umsatz und einem Gewinn von ca 10. Mio Euro zu erreichen dürfte die Solarhybrid AG vor einer kompletten Neubewertung stehen. Kurse von 12,- und später 15,-  Euro sollten im kommenden Jahr dann möglich sein. Wir haben heute eine kleine Position in diesen aussichtsreichen Wert investiert!

Roth und Rau trimmt sich fit

Die Roth und Rau AG hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Zuletzt gab der Kurs deutlich nach, nachdem die Unternehmensführung eine überraschende Gewinnwarnung herausgeben musste. Grund für die gesenkte Prognose waren Einmaleffekte die teilweise daraus resultierten, dass Kunden Ihre offenen Rechnungen nicht mehr bezahlt haben, da sich diese inzwischen in der Insolvenz befanden. Die Geschäftsleitung hat nun durch diesen einmaligen Schnitt die Bilanzen um die schlechten Assets bereinigt, und will sich künftig wieder mehr auf das Kerngeschäft konzentrieren.

Auch die zuletzt deutlich zurückgegangenen Margen des Unternehmens sorgten bei den Aktionären  zuletzt immer wieder für Unmut. Gestern wurde bekannt, dass zudem ein Maßnahmenpaket zur langfristigen Senkung der Konzernkosten verabschiedet wurde. Die Roth und Rau AG will sich neu ausrichten, hieß es. Zur effektiveren Marktabdeckung werde das Unternehmen zukünftig in strategische Geschäftsfeldern (Business Units) aufgeteilt, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese neue und effizientere Unternehmensstruktur soll bis spätestens Ende des kommenden Jahres umgesetzt sein.

„Unser erklärtes Ziel ist es, schnellstmöglich zu angemessenen Gewinnmargen zurückzukehren. Mit der Umsetzung des Maßnahmenpakets schaffen wir dafür eine wichtige Grundlage“, erklärt Dr. Dietmar Roth, Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG, und ergänzt „Wir konzentrieren uns auch in Zukunft vor allem auf die Entwicklung neuer Produkte und Technologien für die Märkte von Morgen. Eine schlankere und effizientere Organisation wird uns künftig dabei unterstützen, flexibel und nachhaltig auf sich verändernde Anforderungen reagieren zu können.“

Erste konkrete Ziele wurden ebenfalls bekannt. So will Roth und Rau die Fertigungskosten insbesondere durch Realisierung von Kosteneinsparpotenzialen aus der höher standardisierten Fertigung der neuen SiNA-Generation senken, durch kürzere Fertigungs- und Beschaffungszeiten eine gezielte Senkung des Working Capital erreichen, die Kosten im Bereich Forschung und Entwicklung senken und die Verwaltung künftig deutlich straffen. Bereits im kommenden Jahr soll darüber hinaus aufgrund von Kosteneinsparungen aus Berater- und Vertriebsverträgen weitere Kostensenkungen in Höhe von rund 5,0 Millionen Euro erzielt werden.

Wir gehen weiterhin davon aus, dass Roth und Rau die gesteckten Ziele auch erreichen kann, und eventuell sogar langfristig gestärkt aus dieser Krise hervorgeht. Gestern probte die Aktie des Maschinenbauers bereits den Ausbruch über die Hürde bei 13,50 Euro konnte die Tagesgewinne aber vorerst nicht verteidigen. Gelingt die in den kommenden Tagen doch dürfte unser erstes Trading-Ziel bei 14,- Euro ebenfalls schnell erreicht sein. Mittelfristig trauen wir der Aktie einen weiteren Anstieg bis zur Marken von 18,- Euro zu. Können die Konstensenkungsmaßnahmen zügig umgesetzt werden sollte der Aktienkurs im kommenden Jahre wieder deutlich über der 20,- Euro Marke notieren.

Conergy – es darf wieder gezockt werden..

Die Conergy Aktie kann heute ordentlich zulegen. Berichte über die „Rettung“ des Unternehmens hatten bereits am Freitag die Runde gemacht. Um so unverständlicher ist es, dass die Reaktion des Aktienkurses erst heute auf die Meldung folgt. Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei nun mal wieder um den klassischen Zock der Daytrader handelt, und würden weiterhin die Finger von der Aktie lassen. Die vermeintliche Rettung von Conergy ist ein teures Vergnügen für die Aktionäre. Das Grundkapital soll in einem ersten Schritt von 400 Millionen auf nur noch 50 Millionen Euro gesenkt werden. Damit verringert sich die Zahl der Aktien auf nur noch ein Achtel der Ursprungsposition, was letztlich einer effektiven Reduktion der Aktien um  87,5 Prozent entspricht.

Durch die dann folgenden Kapitalerhöhung um ca. 188 Millionen Euro, natürlich mit weiteren Verwässerungseffekten für die Aktionäre, sollen weitere Verbindlichkeiten des Konzerns getilgt werden. Alles in Allem bleibt eine Beteiligung an der Conergy Story also eher die Wahl zwischen Pest und Cholera wie von uns in der letzten Woche beschrieben. Altaktionäre die immer noch hoffen dadurch irgendwann ihr Geld zurück zu bekommen dürften wohl enttäuscht werden, und es ist fraglich ob sich die Zeichnung der Kapitalerhöhung langfristig als gutes Investment herausstellen wird. Wer hier ein paar Tage mitzocken will kann dies natürlich tun, und damit auch durchaus erfolgreich sein. Das damit verbundene Risiko sollte aber jedem klar sein. Als echte Anlage würden wir die Conergy Aktie aber nicht mehr sehen.

Solarunternehmen Systaic AG ist pleite

Die Systaic AG hat bereits gestern Insolvenz angemeldet. Damit bestätigen sich die jüngsten Aussagen von Solarworld Chef Asbeck über ein baldiges Sterben von Solarunternehmen in Deutschland.  Es sei ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft gestellt worden, teilte der Vorstand des Photovoltaik-Unternehmens aus Düsseldorf gestern mit. Die Systaic AG hatte bereits seit längerem einen finanziellen Engpass der nun dazu führte, das die Geschäfte nicht weiter betrieben werden können, obwohl man bis zuletzt intensiv versucht hat einen Ausweg aus der finanziellen Schieflage zu finden. Ende August hatte der inzwischen zurückgetretene Vorstandschef, Firmengründer Michael Viktor Kamp, im Reuters-Interview noch Hoffnung geäußert, eine Insolvenz durch einen Investor abwenden zu können.

Conergy – zwischen Pest und Cholera

Es geht voran, bei der Rettung des in Ungnade gefallenen Solarkonzerns Conergy. Die Verhandlungspartner sind sich inzwischen offenbar grundsätzlich über die Rahmenbedingungen einig geworden die eine Rettung von Conergy überhaupt möglich machen würden. Lediglich in einigen Einzelheiten sei man noch unterschiedlicher Meinung hieß es in der gestrigen Meldung. Einige nicht ganz unwesentlichen Finanzdetails, die für einen Rettung des von der Insolvenz bedrohten Solarunternehmens aber extrem wichtig sind sollen laut Insiderberichten noch nicht ganz geklärt sein.

Grundsätzlich sehen die  Gläubigerbanken unter der Führung der Commerzbank und die beiden Hedgefonds Sothic und York die Verhandlungen aber wohl positiv. Bis zum 21.Dezember diesen Jahres haben alle Parteien weiterhin Zeit zu einer entsprechenden Einigung zu kommen, die einen Fortbestand des Unternehmens gewährleisten soll.

Für die Aktionäre des Unternehmens ist dies aber nur eine bedingt gute Nachricht. Sozusagen die Wahl zwischen Pest und Cholera, denn selbst im Falle einer Rettung würde der Einstieg der HedgeFonds zu einer dramatischen Verwässerung des Wertes der Anteilsscheine führen. Eventuelle Kurssteigerungen die im Falle einer tatsächlichen Rettung Conergys möglich sind würden sich dann letztlich wieder relativieren. Unser Fazit bleibt daher unverändert, das wir diese Aktie jetzt und in Zukunft nicht mehr anfassen werden.

Roth & Rau – Depotposition aufgestockt, trotzdem…

Bei Roth und Rau geht es weiter aufwärts. Eine der wenigen Aktien die sich im deutschen Solarsektor in den vergangenen tagen von den Tiefstständen wieder lösen konnte war die des Anlagenbauers Roth und Rau. Geholfen haben dabei wohl auch die positiven Nachrichten um den Mitbewerber Manz Automation. Die Analysten von Merrill Lynch haben gestern das Kursziel für Roth & Rau von 22,00 auf 12,70 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Diese neue Einschätzung wurde mit deutlich gesenkten Schätzungen für den Gewinn je Aktie in den Jahren 2010 bis 2012 begründet. Belastet hätten im dritten Quartal unter anderem Abschreibungen in Verbindung mit einem abgesagten Projekt in Indien.

Das gesenkte Kursziel von 12,70 Euro würde aber immer noch einem Wertzuwachs von fast 10 Prozent zum aktuellen Kurs entsprechen. Wir sind der Meinung, dass die Einschätzung vieler Analysten, sagen wir mal etwas kurzsichtig erscheint. Das Roth und Rau Management hat sich für eine Bereinigung der Altlasten entschieden, und dies leider sehr ungeschickt kommuniziert. Die Auftragsbücher des Unternehmens sind weiterhin prall gefüllt, operativ läuft alles wie geschmiert. Der aktuelle Auftragsbestand des Unternehmens wird auf ca. 500 Millionen Euro geschätzt.

Einziger Wermutstropfen für uns sind die kürzlich im Deutschen Anleger Fernsehen wiederholten Beteuerungen von Firmenchef Roth eigene Aktien kaufen zu wollen. Dr. Roth hatte sich bereits vor Wochen in einem Interview ähnlich geäußert, ist aber dieser Aussage bis heute offenbar nicht nachgekommen. Schön fand ich auch den Satz in dem Interview von Dr. Roth: „Uns tut das natürlich auch sehr Leid für unsere Anleger…oder, ich glaube ich werde das jetzt auch tun“ Herr Roth, ich habe eine Bitte für die Zukunft an Sie…Wenn Sie öffentlich sagen, dass Sie etwas tun, dann tun Sie dies auch bitte, wenn Sie ein positives Zeichen für Ihr Unternehmen setzen wollen. Oder sagen Sie bitte einfach nichts, wenn Sie es nicht so meinen, das hilft Ihrem Unternehmen dann deutlich mehr.

Das musst einfach mal raus, man möge mir diese persönliche Ansprache verzeihen. Das Unternehmen ist nach wie vor Top und die Produkte von Roth und Rau weltweit stark gefragt. Insbesondere die Nachfrage aus Asien dürfte noch ein ganze Weile sehr hoch bleiben. Das einzige was momentan etwas schwindet ist das Vertrauen in die Unternehmensführung und deren Aussagen. Mit dieser Meinung stehe ich offenbar nicht alleine da, wenn man in den einschlägigen Aktienboards nachliest. Wir bleiben dennoch bei unserer Einschätzung, dass Kurse unter 15,- Euro für uns weiterhin Schnäppchenkurse sind und haben unseren Depotanteil bei Roth & Rau kürzlich weiter aufgestockt! Gestern wurde ein Kaufsignal mit einem vorläufigem Kursziel von 14,- Euro generiert…jetzt aber schnell Herr Roth 😉

Was ist los bei Solon?

Gestern konnte die Aktie von Solon um über 6 Prozent zulegen. Grund einmal etwas näher hinzusehen, ob sich hier vielleicht etwas neues ereignet hat. Die Umsätze in der Aktie sind immer noch sehr dünn, sodass man nicht davon ausgehen kann, dass der gestrige Kursanstieg durch irgendwelche Neuigkeiten begründet war. Viel mehr scheint es sich zunächst nur um eine leichte technische Gegenreaktion zu handeln. Bei 2,25 Euro dürfte die Aktie nun nach einem monatelang anhaltendem Abverkauf einen Boden ausgebildet zu haben, mit dem gestrigen Überschreiten der Marke bei 2,40 Euro konnte somit die letzte und wichtige Unterstützungsmarke zurückerobert werden.

Sollten die Papiere des Herstellers von Solarmodulen und Photovoltaiksystemen sowie die Projektierung und Errichtung von Großdachanlagen und schlüsselfertigen Solarkraftwerken heute auch noch über die 38 Tagen Linie ansteigen, und über 2,70 Euro schließen, dürfte eine weiterer Kursanstieg bis zur 3,- Euro Marke oder leicht darüber sehr wahrscheinlich sein. Aber Achtung! fundamental hat sich nichts bei der Solon AG positiv verändert, dessen sollten sich Anleger die hier kurzfristig ein paar Euro investieren wollen bewusst sein. Spätestens bei 3,25 Euro könnte die „Erholung“ schon wieder vorbei sein…

Solarworld AG – im Rausch der Tiefe

Mit einem erneuten Minus von fast sechs Prozent rauscht der Aktienkurs des Branchenprimus der deutschen Solarbranche in Richtung der sieben Euro Marke. Bei ca 7,05 Euro dürfte noch einemal eine Unterstützung zu finden sein, auch wenn eine Analyse des wertes anhand von Charttechnik beinahe schon nicht mehr möglich ist. Sollte diese Marke auch fallen dürfte es zügig in Richtung 6,42 Euro gehen. Die Analysten von Merrill Lynch haben heute erneut das Kursziel für Solarworld von 6,00 auf 5,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Underperform“ belassen. Sie verwiesen darauf, dass weitere Kürzung der Solarsubventionen in Deutschland nach einem kürzlich erschienenen Bericht der „Financial Times Deutschland“ immer wahrscheinlicher werden. Die Solarbranche bleibt somit unter schwerem Beschuss, ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht, und man sollte vor einem Neueinstieg wohl erst einmal abwarten wo die Reise endet.

Weitere Belastungen für Solarworld, Q-Cells, Conergy & Co.

Seit heute herrscht wieder verstärkt Unruhe im Solarsektor. Als wäre diese Branche in den letzten Wochen nicht schon genug unter die Räder geraten, konnte man erneut die jüngsten Pläne unserer Regierung über eine erneute Kürzung der Einspeisevergütung in Zeitungsberichten lesen. Diese neu angefachte Diskussion könnte den gesamten Sektor wohl zu Beginn der Woche wieder belasten. Zwar ist das Thema nicht neu und wurde bereits vor Wochen schon einmal angeschnitten, jetzt scheinen die Pläne wohl aber etwas konkreter zu werden. Ob man angesichts dieser erneut aufkommenden Diskussion, weiteres Geld einzusparen, nun in Panik verfallen sollte? Nein sicherlich nicht, das Thema war schon länger bekannt, allerdings verwundert immer wieder das offensichtlich komplett fehlende Fingerspitzengefühl einiger Politiker…

Auch die Analysten von Goldman Sachs sind im Rahmen ihrer jüngsten Branchenstudie somit zu keinem wirklich guten Ergebnis für den Solarsektor gekommen. Die Experten sehen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine weitere Kürzung der Einspeisevergütung bis Mitte des Jahres 2011. Dieses Szenario führt dann wohl auch zu geringeren  Investitionen in neue Solarfabriken – Goldman erwartet dann einen weiteren starken Preisverfall.“ Sollte also die Förderung weiter gekürzt werden, hätte dies direkte Folgen für die Margen des gesamten Solarsektors.“ hieß es in der Meldung. Ich gehe mal davon aus, dass die Analysten damit vorrangig den deutschen Solarsektor gemeint haben könnten.

Wie bereits in dem letzten Artikel dargestellt dürfte den deutschen Herstellern von Solarzellen und -modulen weiterhin der Wind kräftig ins Gesicht blasen. Im Gegensatz zu den chinesischen Branchenkollegen, Yingli,  Trina Solar, und LDK Solar, um nur ein paar zu nennen, dürfte die Förderkürzungen andauern. Die chinesischen Unternehmen werden weiterhin mit billigem Geld versorgt, bauen riesige Produktionsanlagen und vertreiben Ihre Produkte deutlich unter den bei deutschen Solarunternehmen marktüblichen Preisen. Für uns bleiben somit nur die Maschinenbauer Roth und Rau sowie Centrotherm langfristig interessant.

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