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E.ON und RWE vs. Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy

Es sieht weiterhin nicht gut aus für die Aktien der großen Energieversorger E.ON und RWE. Nachdem nun am Wochenende der lang diskutierte Plan für einen Atomausstieg Deutschlands verabschiedet wurde steht zu befürchten, dass die Aktien in den kommenden Wochen noch weiter nachgeben werden. Bis spätestens 2022 soll in Deutschlands der letzte Atommeiler abgeschaltet sein, bis dahin will der Staat aber weiterhin noch die Brennelemente-Steuer von den Anbietern kassieren. Das ist wohl der schlimmste anzunehmende Fall für E.ON und RWE sowie natürlich deren Aktionäre. Wir hatten ja bereits im Januar davor gewarnt bei den beiden Werten allzu optimistisch zu sein. Sie erinnern sich, im Januar haben einige Fachleute verstärkt einen Sektorenwechsel weg von Zyklikern, hin zu den konservativen Werten empfohlen…

Damals, als noch niemand wusste, das die gesamte Diskussion um einen Atomausstieg überhaupt entstehen würde war uns bereits klar, dass es für die Energieversorgern nicht werden würde. Die Ereignisse in Fukushima haben dem Ganzen natürlich noch zusätzlich eine neue Qualität verliehen. Nun ist die Katze aus dem Sack und man muss die beiden Anbieter wohl noch einmal komplett neu bewerten. Auch wenn ich nicht glaube, dass EON und RWE sich so einfach kampflos ergeben werden, sprich ich rechne fest damit, dass hier nun Milliarden-Klagen auf den Bund (also auf die Steuerzahler) zukommen werden.

Fasziniert darf man heute mal wieder von der allgemeinen Euphorie bei den Solarwerten sein. Bereits nach der atomaren Katastrophe in Fukushima haben die Aktien einen ungeahnten Run hingelegt, der aber wenige Tage später wieder in sich zusammen fiel. Offenbar wieder schnell vergessen sind die aktuellen Probleme der Branche wie weiterhin sinkende Margen und eine enorm große und starke Konkurrenz aus China. Einzig die Möglichkeit, dass sich unsere Regierung die Höhe der Einspeisevergütung noch einmal durch den Kopf gehen lässt, könnte hier das Gesamtbild wohl momentan etwas aufhellen. Konsequent wäre dies nun allemal, darf man aber wohl nicht unbedingt erwarten … Ich bin gespannt wie weit die neue Euphorie nun dieses mal die Aktien von Q-Cells, Solon, Conergy und Co. treiben kann…

Es ist also grundsätzlich zu begrüßen, das nun etwas mehr Klarheit bezüglich des weiteren Kurses der deutschen Regierung in der Energiefrage herrscht, eine schonende Umsetzung für die deutsche Wirtschaft wäre wünschenswert. Letztlich hat die Arbeit nun erst begonnen und ich hege die Hoffnung, das dieser Weg auch konsequent eingehalten und vor allem vernünftig umgesetzt wird. Für EON Und RWE dürfte die Zukunft aber wohl holprig werden, und für die Solarwerte….?

Die Verlierer der Hausse – Commerzbank, Deutsche Bank und Postbank

Auch unter den Blue Chips findet man Aktien die auf der Liste der schlechtesten Börsenwerte der letzten Jahre zu finden sind. Neben den Bankentiteln wären da noch die Versorgeraktien von  E.ON und RWE zu erwähnen, aber bleiben wir zunächst bei den Banken. Ebenfalls auf der Liste ist natürlich die Commerzbank zu finden, die sich mit einem Minus von 5,6 Prozent im Jahr 2010 schwach präsentierte und in diesem Jahr offenbar noch deutlich schwächer. Damit steht die Commerzbank im direkten Vergleich für das letzte Börsenjahr eigentlich noch ganz gut da, wenn da nicht ein Minus von 78,7 Prozent über fünf Jahre auf dem Kurszettel stehen würde.

Inzwischen hatte sich der Aktienkurs der Commerzbank vorübergehend auf niedrigem Niveau stabilisiert, bevor es nun weiter abwärts ging. Das Bankhaus hat nun eine Kapitalerhöhung geplant mit der man sich nun von der Verschuldung beim Staat befreien, und künftig wieder auf eigenen Füßen stehen will. Die Aktie der zweitgrößten deutschen Bank dürfte wegen der Kapitalmaßnahme bei einer hohen Volatilität in den kommenden Wochen weiterhin unter Druck bleiben. Über einen möglichen Kursverlauf der Aktie haben wir ja bereits in den letzten Tagen ausführlich berichtet. Der Kapitalschritt dürfte langfristig betrachtet aber auch wieder positive Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, ebenso wie der für Ende des Jahres geplante Verkauf des SoFFin Anteils. Um die vier Euro ist die Aktie für uns ein langfristiger Kauf, drunter ist noch besser…

Die Postbank ist ja inzwischen in der Deutschen Bank aufgegangen. Mit einem Minus von 9,1 Prozent im Jahr 2010 und einem Wertverlust von 57,6 Prozent in den letzten fünf Jahren hielt sich die ehemalige Bankentochter der Deutschen Post noch recht wacker. Der neue Mutterkonzern, die Deutsche Bank musste  im vergangenen Jahr 13,1 Prozent Minus beim Aktienkurs verkraften und verlor seit 2005 ca. 47,5 Prozent an Wert. Bei der Deutschen Bank kam neben der Finanzkrise noch die Kapitalerhöhung belastend hinzu. Diese war nötig geworden um die Übernahme der Postbank zu finanzieren. Langfristig sollte sich auch dieser Schritt für den Deutschen Branchenprimus, und die Anleger, auszahlen. Die Deutsche Bank bleibt für uns einer der attraktivsten Werte im internationalen Bankensektor.

Dennoch bleibt ein etwas fader Beigeschmack wenn man sich die jüngsten Pläne von Josef Ackermann ansieht. Nachdem noch nicht einmal die letzte Kapitalmaßnahme “verdaut” ist will sich die Deutsche Bank von ihren Aktionären erneut das Kapital wieder auffüllen lassen. Auf der Hauptversammlung am 26. Mai sollen die Anteilseigner nun der Deutschen Bank das Recht einräumen das Grundkapital noch einmal um die Hälfte erhöhen zu können, was in Summe mehr als 18 Milliarden Euro bedeuten könnte. Hinzu kämen noch weitere gut sieben Milliarden Euro an bedingtem Kapital, etwa für Wandelanleihen. Mit diesen Vorratsbeschlüssen will die Deutsche Bank bereits in diesem Jahr die strengeren Kapitalregeln Basel III befriedigen, heißt es in der offiziellen Meldung.. Wir würden hier erst einmal abwarten bis die Rahmendaten der Kapitalerhöhung sowie deren Verwendungszweck klar sind. Kurse zwischen 36,- und 40,- Eruo sind aber auch hier wohl langfristig betrachtet interessante Einstiegskurse.

Die Verlierer der Hausse – E.ON und RWE

Kürzlich hat der Spiegel Online in Zusammenarbeit mit dem DSW die Liste der Börsenverlierer der letzten Jahre veröffentlicht auf die wir auch mit unserer Serie „Die Verlierer der Hausse“ etwas näher eingehen wollen. Die gerade wieder veröffentlichte „DSW-Watchlist“ der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, die jedes Jahr die größten Kapitalvernichter aufführt offenbart was viele schon gewusst haben, es läuft wieder prächtig am Deutschen Aktienmarkt, allerdings nicht für alle Unternehmen! Es gibt zahlreiche Firmen, an denen der Aufschwung offenbar vorbeigegangen ist. Sie haben das Geld ihrer Aktionäre in großem Stil verbrannt. Aber auch unter den auf der Liste aufgeführten Werten dürfte es interessante Nachzügler geben die mit etwas Verspätung, und vor allem nach erfolgreicher Restrukturierung eine berechtigte Chance auf ein Comeback haben!

Heute möchten wir dennoch auf zwei Werte eingehen die nicht auf der DWS Liste stehen, sich aber trotzdem im letzten Börsenjahr sehr schwach präsentiert haben. Warum diese beiden Werte nicht auf der Liste zu finden sind bleibt ein Rätsel. Die E.ON Aktie ist im Börsenjahr 2010 von knapp 30,- Euro auf ca. 23,- Euro gefallen und hat damit knapp 25 Prozent an Wert eingebüßt während nahezu alle anderen deutschen Blue Chips zweistellig zulegen konnten. Ebenso sieht der Drei-Jahres Chart bei dem Titel mit einem Minus von ca. 50 Prozent nicht berauschend aus. Bei RWE sieht diese Bilanz sogar noch etwas schlechter aus. Der Aktienkurs fiel in 2010 von ca 68,.- Euro auf nunmehr 43,- Euro, also über 35 Prozent. Anfang 2008 stand der Aktienkurs noch bei runden 100,- Euro.

Die Energieversorger E.ON und RWE galten früher insbesondere in schweren Zeiten als gute, und sichere Anlage, ebenso wie konservative Pharmawerte. Insbesondere die hohe Dividende führte in den letzten Jahrzehnten immer wieder dazu, dass diese beiden Werte als Symbol der Sicherheit in die Depots der Anleger wanderten. Offenbar hat sich diese Einstellung der Anleger nun grundlegend geändert, und ob die Energieversorger nach der ganzen Kernkraftdebatte in den kommenden Jahren noch Dividenden in der gewohnten Höhe ausschütten werden bleibt vorerst fraglich. Hinzu kommt sicherlich nach der japanischen Atomkatastrophe, dass immer mehr Anleger Ihre Investments auch unter ökologischen und moralischen Gesichtspunkten tätigen…

Andere Faktoren wie die weltweit anziehende Erdgasnachfrage dürfte künftig aber zu steigenden Strompreisen führen, und somit auch für E.ON & Co. zu einem gewissen Ausgleich der geschmälerten Gewinne aus dem Atomgeschäft führen. Langfristig betrachtet wird den beiden großen Energiekonzernen wohl nichts anderes übrig bleiben, als sich in Zukunft verstärkt bei den alternativen Energien zu engagieren. Dies dürfte aber in der Investitionsphase erst einmal teuer werden, und die Gewinne der kommenden Jahre entsprechend schmälern. EON und RWE bleiben ein Basisinvestment, werden aber nach unserer Meinung auch in den kommenden Jahren wohl nicht zu den Highflyern an der Börse gehören. Somit ist es für sicherheitsorientierte Anleger die hier gerne investieren wollen umso wichtiger dafür den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Wir halten Sie im Blog und über den Newsletter auf dem Laufenden!

Hammerwoche! Intel, Apple, Microsoft, RWE, Citigroup, Goldman Sachs, General Electric, Nokia, Philips

Die kommende Woche steht ganz im Zeichen der Berichtssaison! Intel, Apple und Microsoft legen ihre Zahlen vor ,hier ist wohl von keinen negativen Überraschungen auszugehen, auch wenn der High-Tech-Sektor für meinen Geschmack etwas viel Vorschusslorbeeren bekommen hat. Spannender könnte da schon der Einblick in die Bücher der US-Großbanken werden. Die Bilanzen der Citigroup und Goldman Sachs stehen auf der Agenda. Nachdem die Bank of America zuletzt eher hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, und auch die Deutsche Bank durch gemischte Nachrichten auf die Stimmung der Anleger drückt, bleibt abzuwarten, ob die beiden Großbanken ihr Soll erfüllen können, und somit dem Bankensektor wieder auf die Sprünge helfen.

Mit Spannung blicken Anleger auch auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen von General Electric. Der als Mischkonzern gilt immer noch als allgemeiner Gradmesser für den Zustand der US-Wirtschaft. Nicht minder interessant dürfte auch die Hauptversammlung beim Energieriesen RWE werden. Experten erwarten zwar durchaus auch positive Effekte auf Grund der Stilllegung von Kernkraftwerken, diese müssen wohl aber noch etwas genauer propagiert werden. Zuletzt war von entsprechenden Strompreiserhöhungen die Rede, und einer verstärkten Auslastung der Kohlekraftwerke wodurch die Verluste der Kernkraft-Umsätze abgepuffert werden könnten. In jedem Fall werden sich die Vorstände hier wohl einigen kritischen Fragen stellen müssen.

Ebenfalls veröffentlichen einige europäische Konzerne Ihre Bilanzen, die sich kursbewegend auswirken können, darunter der niederländische Elektronikkonzern Philips, der Pharmakonzern Novartis und Nokia. Der finnische Handyhersteller ist bei den Anlegern in Ungnade gefallen, und muss dringen wieder Erfolge vermelden. Zuletzt wurde bekannt, dass bedingt durch die Japankrise einige Werke von Nokia geschlossen werden müssen. Lieferengpässe und Transportprobleme bereiten dem Handyhersteller offenbar deutliche Probleme. Bei Philips dürfte das eventuell ähnlich sein. Von Novartis hingegen wird ein gewohnt solides Ergebnis erwartet. Morgan Stanley riet kürzlich dazu die Aktie überzugewichten, Die aktuell günstige Bewertung eröffne im Vorfeld der Quartalszahlen eine gute Kaufgelegenheit. In den kommenden Monaten rechnen die Experten damit, dass das Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt werden wird, und somit den Aktienkurs weiter unterstützt.

E.ON und RWE bleiben die Underperformer bis 2012

E.ON und RWE Aktionäre bleiben weiterhin auf der Verliererseite. Dachte man noch vor wenigen Monaten, dass die Anlage in Energiekonzerne ein nahezu sicherer Renditebringer ist, so hat sich dies inzwischen offenbar deutlich geändert. Auch wir haben uns in den letzten Wochen eher skeptisch zu den beiden Werten geäußert, da u.a. die Belastungen der neuem Atomsteuer nicht ohne Folgen für die Bilanzen der beiden Konzerne bleiben dürfte. Mit ca einer Milliarde Euro soll diese neue Steuer in Zukunft die Bilanz von E.ON belasten. Heute legte der Energieriese seine endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 vor und die waren alles andere als erfreulich. Unter dem Strich brach der Gewinn 2010 um 30 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ein. Auch der Ausblick enttäuschte die Anleger, die Aktie ging daraufhin weiter auf Talfahrt.

Bei dem Energieversorger rechnet man außerdem damit, dass das Überangebot an Gas in Europa sowie die Ölpreisebindung bei Lieferverträgen in diesem Jahr zu einem Verlust in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro führen dürfte. Im Jahr 2011 werde das bereinigte Ebitda auf 11,2 bis 11,9 Milliarden Euro sinken, nachdem es 2010 noch 13,346 Milliarden Euro betragen hatte. Auch das Folgejahr 2012 sieht die E.ON Führung als ein sehr schwieriges an und rechnet erst im Geschäftsjahr 2013 wieder mit einer Besserung. Das Fazit unserer Redaktion vom Februar, als alle Medien die sogenannten „Nachzügler“ angepriesen haben wie Sauerbier, bleibt.

Die heutige Zahlen des Energieriesen zeigen deutlich, dass die beiden Aktien wohl zurecht nicht an der Hausse der vergangenen 15 Monate teilgenommen hat. Sowohl die E.ON als auch die RWE Aktie dürften in nächster Zeit wohl zu den Underperformern gehören. Vor 2012 dürfte sich ein Einstieg hier nicht wirklich lohnen, genug Zeit also um vorher mit zyklischen Aktien weiterhin Geld zu verdienen. Die RWE Aktie notiert inzwischen nahe an dem 5-Jahres Tief. Mutige Anleger mit viel Geduld können also auf einen Rebound setzen, ansonsten drängt sich ein Engagement nicht auf, auch nicht für Dividendenjäger!

E.ON, RWE und Telekom – Dividendentitel sind „out“

Versorgertitel sind „Out“, RWE und E.ON Aktien bleiben weiter unter Druck. Wir hatten ja bereits als die ganze Diskussion um einen möglichen Sektorenwechsel aufkam darauf hingewiesen, dass man nicht alles glauben sollte, was einem die Presse so glauben machen will. Knapp 4 Wochen später sieht die traurige Bilanz dann doch wie erwartet ganz anders aus. Während die Autobauer eine schöne Zwischenrally hinlegen konnten in der man noch einmal überproportionale Gewinne einfahren konnte, ist das Strohfeuer bei den Versorgeraktien schnell wieder erloschen. RWE hat gestern das Zahlenwerk vorgelegt, und dies war durchaus nicht schlecht, aber nun erwartet der Konzern für 2011 einen Rückgang beim betrieblichen Ergebnis von satten 20 Prozent. RWE will nun Sparprogramme ausrufen, sich von Beteiligungen trennen, und Investitionen deutlich zurückfahren um diese Entwicklung aufzufangen.

Die RWE Aktie gab gestern nach der Nachricht kräftig nach und musste Abschläge von 52,- auf 48,50 Euro hinnehmen. E.ON Titel wurden sofort in Sippenhaft genommen und vielen entsprechend mit. Beide Titel haben damit neue Verkaufssignale generiert. Die Underperformer des Jahres 2010 im Dax könnten also auch die Anwärter auf diesen Titel für das Jahr 2011 werden. In einer kürzlich auf Investors Inside geführten Diskussion zum Thema Dividendentitel wurde immer wieder gerne auf die hohe Dividendenrendite der beiden Aktien verwiesen. Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, das dies unter den gegebenen Umständen nicht das erste Kaufkriterium sein sollte, und es sicherlich falsch ist an einer Strategie die vor zehn Jahren gut war heute noch unbedingt festhalten zu wollen.

Ist es also wirklich ratsam in Versorgeraktien zu investieren, die zwar eine hohe Dividendenrendite aufweise, aber keinerlei sonstige Kurssteigerung der Aktie zeigen. Ganz im Gegenteil, während Anleger mit Automobilaktien bis zu 100 Prozent Rendite einfuhren mussten Anleger die defensive Werte im Depot hatten sogar Verluste hinnehmen. Am 17.02.2011 schrieb ich dazu folgenden Artikel: Sind E.ON und RWE wirklich ein Kauf?

Die Charttechnik versprach in den letzten Wochen kurzzeitig dass für die E.ON-Aktionäre nun wieder bessere Zeiten anbrechen könnten, jedoch sind die Kursgewinne doch eher überschaubar ausgefallen. Ebenso lief es bei der RWE Aktie. Ich traue beiden Titeln auch in diesem Jahr nur sehr moderate Zuwächse zu. Zunächst gehe ich davon aus, dass die zarten Kursgewinne der letzten Wochen erst einmal wieder abverkauft werden könnten, wenn es zu einer Konsolidierung des Gesamtmarktes kommt. Von dort aus könnten beide Titel dann , wie der Rest des Marktes, eine Erholungsrallye zeigen, die bei EON , zumindest kurzfristig, aber nicht über 27,50 Euro und bei RWE nicht über 58,- Euro führen sollte.

Wie immer liegt der Gewinn im Einkauf, sprich ein Investment in Versorgeraktien kann kurzfristig interessant sein, wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt. Beispielsweise könnte ein Trade zu 48 bis 50,- Euro bei der RWE Aktie mit einem Kursziel von ca. 58,- Euro eine Rendite von ungefähr 20 Prozent abwerfen. Auch wenn ich glaube, dass es Blue Chips mit deutlich mehr Potenzial am deutschen Markt gibt, sicherlich keine schlechte Rendite. Vergessen Sie Dividenden, denn am Folgetag der Ausschüttung sind diese meistens voll im Aktienkurs eingepreist, und Sie haben de facto nichts verdient. Das sich das Warten auf eine Dividende nicht unbedingt lohnen muss zeigt heute auch die Dividendenkürzung bei der Telekom…die gewünschte Rendite hätte sich wohl auch innerhalb der letzten 24 Stunden mit Porsche Aktien erzielen lassen.

Sind E.ON und RWE ein Kauf?

Seit dem Gerücht das zyklische Aktien „Out“ sind waren auf dem Parkett kurzzeitig die defensiveren Werte wieder stärker gefragt. Allen voran die Versorger-Aktien von RWE und E.ON. Doch die jüngsten Gewinne sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei diesen beiden Titeln um die Underperformer des Jahres 2010 im Dax handelt. Das E.ON-Papier war mit einem Minus von knapp 22% einer der schwächsten DAX-Werte. Ist es also wirklich ratsam in Versorgeraktien zu investieren, die zwar eine hohe Dividendenrendite aufweise, aber keinerlei sonstige Kurssteigerung der Aktie zeigen. Ganz im Gegenteil, während Anleger mit Automobilaktien bis zu 100 Prozent Rendite einfuhren mussten Anleger die defensive Werte im Depot hatten sogar Verluste hinnehmen.

Die Charttechnik versprach in den letzten Wochen kurzzeitig dass für die E.ON-Aktionäre nun wieder bessere Zeiten anbrechen könnten, jedoch sind die Kursgewinne doch eher überschaubar ausgefallen. Ebenso lief es bei der RWE Aktie. Ich traue beiden Titeln auch in diesem Jahr nur sehr moderate Zuwächse zu. Zunächst gehe ich davon aus, dass die zarten Kursgewinne der letzten Wochen erst einmal wieder abverkauft werden könnten, wenn es zu einer Konsolidierung des Gesamtmarktes kommt. Von dort aus könnten beide Titel dann , wie der Rest des Marktes, eine Erholungsrallye zeigen, die bei EON , zumindest kurzfristig, aber nicht über 27,50 Euro und bei RWE nicht über 58,- Euro führen sollte.

Wie immer liegt der Gewinn im Einkauf, sprich ein Investment in Versorgeraktien kann kurzfristig interessant sein, wenn man den richtigen Zeitpunkt erwischt. Beispielsweise könnte ein Trade zu 48 bis 50,- Euro bei der RWE Aktie mit einem Kursziel von ca. 58,- Euro eine Rendite von ungefähr 20 Prozent abwerfen. Auch wenn ich glaube, dass es Blue Chips mit deutlich mehr Potenzial am deutschen Markt gibt, sicherlich keine schlechte Rendite. Vergessen Sie Dividenden, denn am Folgetag der Ausschüttung sind diese meistens voll im Aktienkurs eingepreist, und Sie haben de facto nichts verdient.

Hoffnung macht hingegen bei der EON Aktie, dass man sich diese nun von Unternehmensteilen trennen will, und somit bald ordentlich Geld in die Kasse kommen könnte. Mehrere Interessenten sind bei EON an dem zum Verkauf stehenden britischen Stromnetz interessiert. Darunter wohl auch der Hongkonger Milliardär Li Ka-Shing, der erwägt bis zu 3,5 Mrd. Pfund (rund 4 Mrd. Euro) dafür  zu bieten. E.ON-Chef Teyssen hat angekündigt, bis Ende 2013 Beteiligungen im Wert von 15 Mrd. Euro abzustoßen. Der Zeitpunkt für solche Verkäufe ist sicherlich nicht schlecht gewählt und sollte den Konzern finanziell dauerhaft stärken.

Insider Kaufen wieder verstärkt eigene Aktien

Deutsche Firmenlenker sind wieder deutlich positiver für die Entwicklung Ihrer Unternehmen gestimmt. Zuletzt kauften die führenden Organe diverser Unternehmen wieder verstärkt eigne Aktien, so zum Beispiel der Metro Chef Eckard Cordes der kürzlich Aktien des Handelskonzerns in Höhe von 300.000,- Euro erwarb. Bereits vor etwas über einem Jahr als die Kurse noch am Boden lagen konnte man dieses Phänomen beobachten. Dabei kauften die Insider deutscher Unternehmen verstärkt eigene Aktien als diese niemand mehr haben wollte. Inzwischen dürfte wohl klar sein, dass sich dieser antizyklische Einstieg deutlich gelohnt haben dürfte. Auch in diesen turbulenten Tagen kann man nun wieder verstärkt beobachten, dass sich die Chefs und aus den Aufsichtsräten und Vorständen wieder eindecken. Teilweise finden diese Käufe vielleicht noch etwas zaghaft statt, dennoch sollte dem aufmerksamen Anleger dieser Umstand durchaus hier und da zu denken geben.

Verstärkt gekauft wurde in den letzten Wochen unter anderem bei Linde, RWE, Deutscher Telekom, Deutsche Euroshop, Jungheinrich, Klöckner & Co., TAG Immobilien, K+S, und Centrotherm. Zusammenfassen kann mal wieder gesagt werden, dass die deutschen Firmenchefs die Lage ihrer Unternehmen wohl deutliche optimistischer einschätzen als der Marktkonsens. Immer dann wenn die Märkte kurzzeitig deutlich nach unten tendiert haben lässt sich dieses antizyklische Verhalten verstärkt beobachten. Die Euroschwäche, hat wie bereits geschrieben nicht nur Nachteile, sondern dürfte vielmehr die Umsätze einzelner Unternehmen in den kommenden Quartalen beflügeln. Die im vergangenen Jahr leer geräumten Lager müssen nun schnellsten wieder aufgefüllt werden um der anziehenden Nachfrage gerecht werden zu können. Dies wiederum sollte der gesamte Absatzkette in einigen Branchen wieder deutlichen Schwung verleihen bis hin zu den dafür notwendigen Rohstoffen. Achten Sie also verstärkt auf die Insiderkäufe in den kommenden Wochen, meistens haben die Herren ein gutes Näschen..

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