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Gerry Weber – Ein Chart zum Fürchten!

Die Aktie von Gerry Weber habe ich hier zuletzt vor den Quartalszahlen besprochen und eindringlich zur Vorsicht gemahnt. Wie der weitere Kursverlauf zeigt, war diese Warnung nicht ganz unbegründet. Inzwischen sind die Aktien des Modeunternehmens von Ihrem Jahreshoch deutlich über 36,- Euro auf 11, 50 Euro gefallen. Ein Ende dieser negativen Dynamik ist noch nicht abzusehen… trotz einiger Analysten die sich die Aktie offenbar immer noch schön reden..!

Gerry Weber Chart Analyse

Mit dem heutigen Kursrutsch auf ca. 11,37 Euro hat die Aktie nun die nächste Unterstützung getestet. Allerdings mahnt sowohl die Dynamik dieser Bewegung als auch der Chart weiterhin davor, hier zu früh auf eine Gegenbewegung zu setzen. Theoretisch sind auch noch einstellige Kursnotierungen in den nächsten Monaten vorstellbar. Entscheidend dabei ist aus meiner Sicht wirklich der aktuelle Bereich um die 11,50 Euro. Hält diese Marke nicht, dürfte ein weiterer Kursrutsch bis ca. 10,20/10,35 Euro erfolgen. Hier verläuft die letzte massive Unterstützung! Danach gibt es eigentlich keinen wirklichen Halt mehr bis in den Bereich um die 6,20 Euro!

Es für die noch verbliebenen Aktionäre wohl zu spät um jetzt noch in Panik zu verfallen, jedoch kann bei der Dynamik ein rechtzeitiger Blick nach vorne nicht schaden. Oftmals werden entscheidende Marke dann doch schneller erreicht als man denkt 😉  Nach der jüngsten Prognose des Unternehmens kann man wahrscheinlich für die kommenden zwei Jahre hier nicht viel Positives erwarten. Dementsprechend muss man sich die Frage stellen, ob die Aktie momentan, in der Hoffnung auf wieder bessere Zeiten, im Depot schlummern muss!? Das Risiko eines weiteren dramatischen Absturzes halte ich somit, auch im Hinblick auf eine mögliche Rezession in diesem Zeitraum, für nicht ganz unbegründet!

VW, Porsche, BMW und Daimler bleiben auf der Überholspur

Letzte Woche schrieb ich Ihnen, „Die alles entscheidende Frage der nächsten Wochen wird also sein, ob wir uns nun einer finalen Lösung der Schuldenproblematik nähern, und somit noch die berechtigte Hoffnung auf eine Jahresend.Rally besteht, oder ob wir anderenfalls noch einmal deutlich tiefere Kurse sehen werden?“ Auch habe ich seit Wochen darauf hingewiesen, dass wir eben nicht in die viel beschworene Rezession abgleiten werden, und dass es ein großer Fehler sein dürfte jetzt die zyklischen Aktien, wie Automobilhersteller oder Stahlaktien (und manche Rohstoffwerte) nicht zu kaufen. Genau diese Aussagen wurde in der abgelaufenen Woche nun offiziell bestätigt. Gerade die genannten Sektoren haben die Erholungsrally angeführt, und konnten die größten Zuwächse verbuchen. Zwar wird sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft vorübergehend verlangsamen, aber eine Rezession ist nicht in Sicht. Statt den bisher angenommenen zwei Prozent rechnet man nun noch mit 0,8 Prozent Wirtschaftswachstum für das kommende Jahr.

Sieht man sich die jüngsten Umsatzzahlen einzelner Sektoren an, so entsteht ein deutlich optimistischeres Bild. Insbesondere die Autobauer glänzen weiterhin. BMW und Daimler verkünden neue zweistellige Absatzrekorde. Porsche verkauft, aller Voraussicht nach in diesem Jahr mit 100.000 Sportwagen so viel Autos wie noch nie, und plant  auch im kommenden Jahr mit 140.000 abgesetzten Fahrzeugen einen weiteren Rekord aufzustellen. Erstklassige ist erneut die Nachrichtenlage bei Volkswagen. VW hat den für dieses Jahr erwarteten Absatzrekord von 6 Millionen Fahrzeugen bereits mit den September Zahlen erreicht, und erreicht somit bereits jetzt einen weiteren Meilenstein bald der größte Autobauer der Welt zu werden. Auch in diesem Jahr kann man also als VW-Aktionär davon ausgehen, dass auch am Ende dieser 12-Monats-Frist ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis zu erwarten ist. Die momentanen Streitigkeiten mit Suzuki spielen dabei eher eine untergeordnete Rolle.

Das Wachstum der Branche kommt vorrangig weiterhin aus China, aber auch in allen anderen Absatzregionen konnte man deutlich zulegen. Die VW Tochter Audi sticht dabei besonders hervor und dürfte dem direkten Konkurrenten BMW weiterhin Marktanteile streitig machen. Ein Grund mehr warum die VW Aktie, mit allen erfolgreichen Töchtern, immer noch unser absoluter Favorit in der Branche ist. Den Rücksetzer in der letzten Woche auf unter 90,- Euro haben wir somit selbstverständlich genutzt um eine erneute Position aufzubauen. Ebenso wie bei Porsche die Kurse unter 35,- Euro, die für mittelfristig orientierte Investoren weiterhin ein Schnäppchen darstellen sollten. Grundsätzlich auch sehr interessant finden wir eine Spekulation auf die nachhaltiger Erholung im LKW Markt, die sich momentan abzeichnet. Als Ergänzung zur VW Aktie würden wir somit noch unbedingt Daimler auf die Watchlist nehmen. Festzuhalten bleibt also dass deutsche Premium Fahrzeuge weltweit eine nahezu ungebrochene Nachfrage erleben, was man nun auch wieder in den Aktienkursen sehen kann…

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