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bwinparty, Bet-at-Home, und Jaxx – eine heiße Wette

Noch einmal zur Erinnerung 😉 mein Artikel vom 15.09….Mit einem kräftigen Satz nach oben ist gestern die bwin.party Aktie aus dem seit Monaten existierenden Abwärtstrend ausgebrochen. Grund für den Freudensprung der Aktie war das der Landtag in Schleswig Holstein ein neues Glücksspielgesetz verabschiedet hat, das die Liberalisierung des Glücksspiel und Sportwetten-Marktes vorsieht. Der neue Vertrag, der von den Kommissaren in Brüssel bereits freigegeben worden ist, sieht vor, dass Online Wetten, Poker, Lotterien und andere Glücksspiele wieder zugelassen werden, und eine realistische Besteuerung von voraussichtlich 20 Prozent des Nettospielertrages erhoben wird. Deutlich unterbewertet dürfte unter diesen Gesichtspunkten die Aktie von Bet-at-Home sein die das günstigste Kurs-Gewinn-Verhältnis der drei oben genannten Titel aufweist.

Der Beschluss des Kieler Landtags ist somit ein wichtiger und wegweisender Schritt auf dem Weg zu einem geöffneten und regulierten Glücksspielmarkt in Deutschland, und dürfte für Aktien der Wettanbieter wie bwin oder Jaxx ganz neue Umsatzpotenziale ermöglichen. Die bwin.party Aktie quittierte die Meldung bereits gestern mit einem Zuwachs von 12 Prozent, heute kann der Titel erneut zulegen.

Insbesondere bei der bwin.party Aktie dürfte sich nach erfolgreicher Zulassung als Glücksspiel- und Wettanbieter in Schleswig Holstein enormes Aufholpotenzial ergeben. Das zu erwartende zusätzliche Umsatzpotenzial durch die Liberalisierung wird von Fachleuten mit ca. 25 bis 40 Prozent angegeben. Die Aktie wurde in den letzten Monaten regelrecht verprügelt und notierte zuletzt auf einem 3-Jahres-Tief. Die Short-Quote bei Bwin war zudem außerordentlich hoch sodass sich eine Spekulation auf einen baldigen Short Squeeze lohnen könnte…Zunächst hat die Aktie nun Potenzial bis in den Bereich um die 144 Pence anzusteigen. Kann dieser Widerstand überwunden werden, dürfte die Luft für die Shorties verdammt dünn werden!

DAX – Bounce, seitwärts oder weiter abwärts?

Die Horrorwoche im DAX ist am Freitag noch etwas versöhnlich ausgegangen. Somit bleibt nun etwas Zeit erst einmal durch zu atmen, die Lage neu zu sondieren und sich einen Schlachtplan für die kommenden Wochen zurecht zu legen. Wir auch in der letzten Woche geht es nicht darum Recht zu behalten, sondern viel mehr sich zwei mögliche Szenarien zu überlegen, an denen man sich orientieren kann, um nicht erneut auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Natürlich sind diese ermäßigten Kursniveaus nun äußerst interessant für lang- bis mittelfristig orientierte Anleger, und natürlich stellt sich jeder Investor nun die Frage ob es das schon gewesen ist…Auf der anderen Seite sitzt der Schock bei den meisten Anlegern noch tief, und die Angst erneut Geld zu verlieren ist größer als die Angst etwas verpassen zu können. Dies ist aber aus rein psychologischer Sicht die optimale Voraussetzung für eine Stabilisierung der Märkte!

Letzte Woche schrieb ich Ihnen in unserem Börsen Newsletter: „Im Dow Jones liegt ein mögliches Kursziel nun für die kommende Woche beim gleitenden Durchschnitt auf der Marke von ca. 10.900 Punkten, für den S&P 500 könnte sich dann noch kurzzeitig ein Kursziel unter 1.156 Punkten ergeben, eventuell sogar 1.100 Punkte. Für den Dax würde das in jedem Falle eine weitere Abwärtsbewegung bedeuten die unter die Marke von 6.000 Punkten führen dürfte. Ein mögliches Ziel wäre hier die Unterstützung bei 5.915 Punkten. Letztlich halten wir es nun für durchaus möglich das in den nächsten Wochen auch noch die nächste Marke bei 5.625 getestet werden kann, oder gar das Tief aus dem Februar 2010 bei ca 5.500 Punkten, bevor dann wieder eine neue “echte” Aufwärtsbewegung starten kann.“

Wie wir heute wissen wurde also die massive Unterstützung bei 5.500 Punkten im DAX, ebenso wie die 1.100 Punkte im S&P 500, bereits jetzt sehr schnell und dynamisch getestet. Das Gute daran ist, das sich beide Marken zum einen vorläufig als wichtige Unterstützungen etabliert haben, und dass diese beiden Marken gleich mehrfach getestet worden sind,  sich also somit hier ein Doppelboden ausgebildet hat. Alle weiteren Annahmen sollte man also nun auf dieser Basis treffen.

Auch wenn aufgrund des übertriebenen, und äußerst heftigen Ausverkaufs an den Märkten nun richtig Luft abgelassen wurde, was auch technischer Sicht durchaus gesund ist, bleibt also die Frage ob man nun kurzfristig auf einen Bounce setzen sollte, oder lieber die weitere Entwicklung abwartet. Niemand dürfte momentan eine wirklich fundierte Antwort auf diese Frage parat haben, auch ich nicht! Letztlich muss man sich in solchen Phasen fragen ob die ursprüngliche Strategie, die man vor der Krise hatte, auch gut genug ist um auch in solchen turbulenten Phasen zu bestehen. Die erste und wichtigste Frage dürfte dabei sein: War meine Risikokontrolle, bzw. mein Risikomanagement ausreichend. Meistens beantwortet ein kurzer Blick in das eigene Depot diese Frage sehr schnell und gnadenlos ehrlich!

Die zweite Frage ist die nach der richtigen Auswahl der Depotwerte. Passt dieses Depot noch zur aktuellen Lage unter der Annahme das wir a.) wirklich in eine erneute Rezession schliddern, c.) wir nun für einen längeren Zeitraum in eine Seitwärtsphase übergehen, oder c.) dies alles nur ein kurzer gesunder Rücksetzer war der, ebenso wie nach dem Erdbeben in Japan, schnell wieder gekauft wird. In den kommenden Tagen werden wieder einige konjunkturelle und politische Ereignisse auf dem Markt einwirken, deren Reaktion des Marktes wohl nicht mehr vorher zu sehen ist. Auch vermeintlich positive Ereignisse müssen in solchen Phasen nicht zwingend einen positiven Effekt auf die Kapitalmärkte haben! Solange die Börsen sich also in einer solchen irrationalen Phase befinden ist grundsätzlich alles möglich, auch das vorher Undenkbare!

Denken Sie also bitte immer daran, und bleiben Sie weiterhin vorsichtig!

Ich persönlich gehe momentan (und das schreibe ich ganz bewusst so, weil sich meine Meinung diesbezüglich morgen schon wieder geändert haben kann!) nicht davon aus, dass wir eine starke Erholungsbewegung sehen werden, die uns wieder in den Bereich um die 7.000 Punkte im Dax führen wird. Viel mehr sehe ich nun erst einmal eine Seitwärtsphase auf uns zukommen, in der sich der Deutsche Leitindex, im Kern,  zwischen 5.700 und 6.300 Punkten bewegen wird. Die obere Begrenzung dürfte dabei nun das Fukushima -Tief bei 6.488 Punkten und die untere der besagte Doppelboden bei 5.500 Punkten bilden. In den nächsten Tagen kann es also durchaus sinnvoller sein sich zunächst auf kurzfristige Aktivitäten zu beschränken, und die beschriebene Trading-Range gezielt zu nutzen! Zunächst muss erst einmal die Hürde bei 6.130 Punkten im DAX wieder überwunden werden…

Eine vorsichtig optimistische Grundhaltung dürfte aber eine gute Strategie für die kommenden Wochen sein! Einen Rat möchte ich Ihnen aber gerne noch mit auf den Weg geben. Analysieren Sie bevor Sie sich wieder in den Markt wagen welche Fehler Sie kürzlich gemacht haben, und wo Sie – aus welchen Gründen auch immer – die falschen Entscheidungen getroffen haben. Ziehen Sie Ihre Schlüsse und Konsequenzen daraus, und Sie werden wesentlich besser durch die Turbulenzen der kommenden Wochen und Monate kommen. Treten Sie einmal einen Schritt zurück und beobachten Sie aus einer neutralen Position Ihr eigenes Handeln. Machen Sie auch mal eine Pause wenn Sie momentan nicht investiert sind, beschäftigen Sie sich mit anderen Dingen, und versuchen Sie dann mit neuer Kraft gezielt die Chancen zu nutzen die sich Ihnen durch diese erneute Krise bieten werden!

Achtes Sie dabei insbesondere auf Aktien die sich am Donnerstag und Freitag kräftig erholen konnten sowie Titel die hoffnungslos über verkauft waren, oder es noch sind. Wir hatten in der letzten Woche ja bereits auf diese Situationen beispielsweise bei VW, Porsche, Bauer und Klöckner & Co. in unserem Börsenblog aufmerksam gemacht…Seitdem konnte die Bauer AG Aktie bereits um knapp 25 Prozent zulegen, Klöckner um ca. 20 Prozent, Porsche und VW jeweils knapp 15 Prozent.

Q-Cells – der nächster Halt ist bei 1,28 Euro…oder einem Euro?

Eher in den letzten Zuckungen als vor einem Rebound scheint sich die Q-Cells Aktie zu befinden. Nachdem es am Freitag, nach einer für Aktionäre offensichtlich unbefriedigenden Hauptversammlung, noch einmal kräftig begab mit der Aktie ging hat sich nun auch das charttechnische Bild weiter deutlich eingetrübt. Q-Cells Aktionäre mussten in der letzten Zeit so einiges ertragen, das Unternehmen will dennoch immer noch keine Prognose für das laufende Quartal und das Gesamtjahr abgeben, was wohl auch die letzten hart gesottenen Anleger nun aus der Aktie fliehen lässt. Fundamental hat sich wohl nicht allzu viel geändert, und auch die Übernahmegerüchte wurden auf der HV zunächst einmal zerschlagen. Damit fehlt dem Wert wohl weiterhin jegliche Phantasie.

Fast kommt es einem schon so vor als würde seitens der Analysten nun jeder Strohhalm dankbar aufgegriffen. Nach den derzeit nicht vorhandenen Übernahmephantasien wieder nun mögliche technische Gegenreaktionen als Kaufargumente für die Aktie angeführt. Gerüchten zufolge ist die Short Quote bei der Q-Cells Aktie mit über 50 Prozent aller ausstehenden Aktien extrem hoch. Wer will kann natürlich auf eine solche technische Gegenreaktion und einen entsprechenden Short Squeeze setzen. Allerdings gebe ich an dieser Stelle zu bedenken, dass die Shorties auf kräftigen Gewinnen sitzen dürften und so schnell wohl nicht nervös werden. Aus charttechnischer Sicht sind die Bären weiterhin klar im Vorteil. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 1,28 und 1,- Euro.

 

Dialog Semiconductor – jetzt kaufen?

Trotz guter Nachrichten mussten Dialog Semiconductor Aktien in den letzten Tagen weitere Verluste hinnehmen. Nachdem auch die letzte Unterstützung bei 12,65 Euro nicht gehalten werden konnte ging es rasant in Richtung 12,- Euro für die Aktie. Bereits in unserer letzten Aktien Analyse zu dem Wert hatten wir ja darauf hingewiesen, dass so etwas demnächst passieren könnte. Damals schrieben wir.. „Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Hier findet man die nächsten soliden Unterstützungen.

Ich persönlich halte die Aktie nun für überverkauft. Bei 11,90 Euro bis 12,35 ergibt sich eine interessante Einstiegschance Der Chart zeigt deutlich, dass hier mehr Luft nach oben als nach unten besteht, und sich die Aktie inzwischen auf einem entsprechend interessanten Niveau befindet. Momentan scheint hier ein größerer Verkäufer am Werk zu sein, sobald dieser fertig ist kann es auch sehr schnell wieder in die andere Richtung gehen. Die Dialog Semiconductor Aktie gehört zwar nicht unbedingt zu den Schnäppchen am Markt es besteht jedoch eine gehörige Phantasie für künftig weiter steigende Umsätze und Gewinne. Und das nicht zuletzt wegen der letzten Meldung des Unternehmens

Der aktuelle Chartcheck der Dialog Aktie zeigt ein deutliches Bild der überverkauften Situation. Zudem kann man im Jahreschart auf dem aktuellen Niveau gleich vier Kursspitzen erkennen, an denen die Aktie jeweils wieder gedreht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch jetzt wieder der Fall sein könnte halte ich persönlich für relativ hoch. Natürlich ist auch ein weiteres Abrutschen der Aktie bis in den Bereich um die 11,35 Euro nicht auszuschließen. Das dürfte dann aber eher dem Gesamtmarkt geschuldet sein als den fundamentalen Daten. Die Nachricht, dass Dialog die Zusammenarbeit mit Panasonic ausweitet, und künftig den Power-Management-Chip DA9052 zur Optimierung der Akkulebensdauer an den Konzern liefern, sollte sich bald deutlich positiv bemerkbar machen. Mittelfristig traue ich der Aktie einen Rebound auf 16,- bis 18,- Euro zu.

Bwin.party, Bet-at-home.com – der Chart sagt alles!

Eigentlich muss man die aktuelle Entwicklung bei Bwin.party gar nicht mehr kommentieren. ich bin der Meinung, dass alleine der Chart hier eine hohe Aussagekraft hat. Beide Aktien, die von bwin.party und auch Bet-at-Home dürften vor einem ordentlichen Rebound stehen, wenn die Märkte sich jetzt weiterhin freundlich zeigen. Bei Bwin dürfte dann kurzzeitig richtiger Kaufdruck aufkommen. Sehen Sie selbst…

die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach oben ist extrem hoch. Durch einen entsprechenden Short-Squeeze sollte die Dynamik der Bewegung dann kurzzeitig sehr hoch sein, und bis 200 Pence oder darüber führen. Bei Bet-at-Home rechne ich dann mit einem Bounce bis 32,- oder 35,- Euro im ersten Zug. Aber Achtung, beide Werte eignen sich nur für spekulative Naturen – sind ja auch Wettaktien 😉

VW Aktie – mit starkem Kaufsignal, Porsche folgt demnächst…

Aus unserem Börsen-Newsletter von gestern… „Der Markt bleibt schwach, die Unsicherheiten der Anleger groß. Neben den ständigen Sorgen um Griechenland und den schlechten Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus den USA kam heute noch die gestrige Rede von Helikopter Ben Bernanke und eine Herabstufung der Bonität der USA hinzu. Insbesondere die Rede des FED Vorsitzenden Bernanke gab den Anleger bereits gestern Abend offenbar zu Denken, denn die Börsen waren bis dahin bereits auf Erholungskurs, konnten aber die Gewinne dann doch wiedermal nicht halten. Ähnliches könnte heute passieren wenn um 20:00 Uhr das sogenannte Beige Book geöffnet wird. Vielleicht ist aber nun allmählich auch alles eingepreist…

Ich melde mich heute Abend noch einmal kurz um auf ein paar Dinge hinzuweisen. vorausschicken möchte ich, dass die US Börsen zwar immer noch die Richtung bestimmen, aber man wohl inzwischen deutlich zwischen Dow Jones und dem DAX differenzieren sollte. Die deutsche Wirtschaft steht im direkten Vergleich eben wesentlich robuster da, und es ist davon auszugehen, dass dies auch noch eine Weile so bleiben wird. Bei den einzelnen deutschen BlueChips lässt sich in diesen Tagen beobachten, das die Kursbewegungen überwiegend von den meistens entnervten Kleinanlegern bestimmt werden, die sich von der allgemeinen Nachrichtenlage wohl verunsichern lassen.

Wer kann es ihnen verdenken?…Das ist ein absolut Nerven aufreibender Markt, und ich persönlich habe größtes Verständnis dafür wenn man sich das nicht antun will und lieber die schönen Tage am See genießt. Dennoch bleibt die täglich quälende Frage wann der ganze Spuk zu Ende sein könnte, denn geschieht dies demnächst ärgert man sich im Nachhinein weil man gute Aktien zu den heute bereits überall zu findenden Schnäppchenkursen nicht gekauft hat. Ein gutes Beispiel dafür wie schnell so etwas dann gehen kann bieten heute mal wieder die beiden Aktiengattungen der VW Aktie, die nicht nur ein Kaufsignal trotz des schwachen Marktumfeldes generiert hat sondern damit auch noch aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen ist.

Den ganzen Tag wurden die Vorzüge und die Stämme unter Mini-Umsätzen nach unten gedrückt. Teilweise sicherlich durch ausgelöste Stopps aber eben auch durch verängstigte Anleger. Gegen Abend haben sich beide Titel wieder deutlich erhöht und unter mittelmäßigen Umsätzen dann sogar noch im Plus geschlossen. Das genau ist es was ich meine wenn ich Ihnen sage Sie sollen in diesen Tagen verstärkt auf Qualität bzw. Unterbewertung einzelner Aktien achten. VW ist auf diesem Niveau günstig und wird auch im nächsten Quartal wohl wieder Rekordzahlen verkünden. Von den leichten Turbulenzen am Aktienmarkt sollte man sich deswegen nicht raus drängen lassen, ebenso wie bei der Porsche Aktie die es heute nochmal richtig günstig zu kaufen gab.“

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Bank of America, Citigroup, JP Morgan, Deutsche Bank – Bankenwerte unter Druck

Der US Markt beliebt nach d er Veröffentlichung der schwachen Konjunkturdaten weiterhin unter Druck. Im S&P 500 wurde gestern bereits die wichtige Unterstützung bei 1283 Punkten „abgearbeitet“ und nun darf man wohl gespannt sein ob es gelingen wird den inzwischen über verkauften Markt auf diesem Niveau wieder zu stabilisieren. Für den DAX könnten diese Vorgaben nun bedeuten, dass die runde Marke von 7.000 Punkten in den kommenden Tagen doch noch getestet wird, auch wenn heute zunächst eher mit einer leichten Erholung zu rechnen ist. Charttechnisch betrachtet wäre dies sogar zu begrüßen, da somit das Fundament für einen erneuten Anstieg etwas stabiler wäre. Für den S&P 500 würde dies dann bedeuten, dass die Zielmarke von 1268 Punkten eventuell doch noch erreicht werden könnte.

Auffällig war gestern insbesondere die Schwäche der Banken Aktien. Die Bank of America Aktie verlor noch einmal satte vier Prozent an Wert, ebenso wie die Citigroup, die sogar mit einem Minus von 4,47 Prozent zu kämpfen hatte. Ebenfalls zu den großen Verlierern an der Wallstreet gehörte die Aktie von JP Morgan mit einem Minus von 2,5 Prozent. Alle drei Titel sehen charttechnisch momentan zwar angeschlagen aus, sind somit aber auch interessante Kandidaten für eine Rebound-Spekulation sobald sich die Märkte wieder erholen. Sehen sie sich die Charts der beiden Banken an, den Jahreschart der Bank of America und den 3 Monats-Chart der Citigroup und sie werden sehen was ich meine 😉

Auch die Deutsche Bank Aktie konnte sich dem allgemeinen Trend nicht wirklich entziehen, wenn der Titel auch zum Handelsschluss wieder über der wichtigen 40,- Euro Marke gelegen hat. Heute darf man gespannt sein ob dies erneut gelingt. Bei 39,60 Euro liegt eine solide Unterstützung die noch erreicht werden kann. Die Deutsche Bank Aktie bleibt eines der solidesten Investments im Bankensektor, auch wenn die beiden amerikanischen Vertreter aus charttechnischer Sicht momentan interessanter erscheinen. Sollte also das oben genannte Szenario eintreten, sprich ein Test der 7.000 Punkte im Dax, respektive 1268 Punkte beim S&P 500 und die Märkte im Anschluss wieder nach oben drehen könnte sich bei allen genannten Titeln nun bald eine interessante Einstiegsgelegenheit ergeben.

E.ON und RWE vs. Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy

Es sieht weiterhin nicht gut aus für die Aktien der großen Energieversorger E.ON und RWE. Nachdem nun am Wochenende der lang diskutierte Plan für einen Atomausstieg Deutschlands verabschiedet wurde steht zu befürchten, dass die Aktien in den kommenden Wochen noch weiter nachgeben werden. Bis spätestens 2022 soll in Deutschlands der letzte Atommeiler abgeschaltet sein, bis dahin will der Staat aber weiterhin noch die Brennelemente-Steuer von den Anbietern kassieren. Das ist wohl der schlimmste anzunehmende Fall für E.ON und RWE sowie natürlich deren Aktionäre. Wir hatten ja bereits im Januar davor gewarnt bei den beiden Werten allzu optimistisch zu sein. Sie erinnern sich, im Januar haben einige Fachleute verstärkt einen Sektorenwechsel weg von Zyklikern, hin zu den konservativen Werten empfohlen…

Damals, als noch niemand wusste, das die gesamte Diskussion um einen Atomausstieg überhaupt entstehen würde war uns bereits klar, dass es für die Energieversorgern nicht werden würde. Die Ereignisse in Fukushima haben dem Ganzen natürlich noch zusätzlich eine neue Qualität verliehen. Nun ist die Katze aus dem Sack und man muss die beiden Anbieter wohl noch einmal komplett neu bewerten. Auch wenn ich nicht glaube, dass EON und RWE sich so einfach kampflos ergeben werden, sprich ich rechne fest damit, dass hier nun Milliarden-Klagen auf den Bund (also auf die Steuerzahler) zukommen werden.

Fasziniert darf man heute mal wieder von der allgemeinen Euphorie bei den Solarwerten sein. Bereits nach der atomaren Katastrophe in Fukushima haben die Aktien einen ungeahnten Run hingelegt, der aber wenige Tage später wieder in sich zusammen fiel. Offenbar wieder schnell vergessen sind die aktuellen Probleme der Branche wie weiterhin sinkende Margen und eine enorm große und starke Konkurrenz aus China. Einzig die Möglichkeit, dass sich unsere Regierung die Höhe der Einspeisevergütung noch einmal durch den Kopf gehen lässt, könnte hier das Gesamtbild wohl momentan etwas aufhellen. Konsequent wäre dies nun allemal, darf man aber wohl nicht unbedingt erwarten … Ich bin gespannt wie weit die neue Euphorie nun dieses mal die Aktien von Q-Cells, Solon, Conergy und Co. treiben kann…

Es ist also grundsätzlich zu begrüßen, das nun etwas mehr Klarheit bezüglich des weiteren Kurses der deutschen Regierung in der Energiefrage herrscht, eine schonende Umsetzung für die deutsche Wirtschaft wäre wünschenswert. Letztlich hat die Arbeit nun erst begonnen und ich hege die Hoffnung, das dieser Weg auch konsequent eingehalten und vor allem vernünftig umgesetzt wird. Für EON Und RWE dürfte die Zukunft aber wohl holprig werden, und für die Solarwerte….?

VW bleibt der Top Pick im Langfrist Depot

Genau wie die Porsche Aktie bleibt natürlich auch die Volkswagen Aktie einer unserer Top Favoriten für 2011 und gehört damit ebenfalls in unser „Wohlfühl Depot„. Auch wenn bereits am Anfang des Jahres von vielen Fachleuten das Ende der Zykliker prognostiziert wurde und man zum Kauf von Versorger Aktien geraten hat haben wir uns damals vehement gegen eine solche Strategie ausgesprochen, und das natürlich nicht ohne Grund. Die letzten vier Monate haben uns Recht gegeben, die deutschen Autobauer bleiben erste Wahl in unserem Depot auch für das Gesamtjahr 2011 und darüber hinaus! Bereits vor knapp einem Jahr haben wir in unserem Börsen Newsletter geschrieben, dass wie der VW Vorzugsaktie durchaus einen Anstieg bis auf 200,- Euro zutrauen. Diese Aussage hat unverändert Gültigkeit!

Die letzten Tage konnten mutige Anleger mal wieder nutzen um bei Kursen zwischen 124,-  und 125,- Euro erneut bei den Wolfsburgern einzusteigen. Gleiches galt natürlich für die Stammaktien bei Kursen um die 115,- Euro oder knapp darunter. Heute, am kleinen Verfallstag,  könnte sich also nochmal kurzfristig eine gute Chance für einen Einstieg bieten. Die Vorzugsaktien haben knapp über der 124er Marke dreimal wieder nach oben gedreht, sodass die Wahrscheinlichkeit für einen Rebound nach oben immer größer wurde. Ebenfalls sprach die überverkaufte Situation für einen baldigen Ausbruch. Gelingt es in den kommenden Tagen die VW Aktie wieder in den Bereich um die 130,- Euro zu treiben wäre ein erstes Kursziel von 135,- bis 140,- Euro wieder möglich. VW bleibt der Top Pick für uns, die heutige Meldung über die elektromobile Zukunft des Konzerns in China kommt offenbar gut an!

Commerzbank Aktie vor finalem Ausverkauf, oder kommt der Rebound?

Es ist schon fast etwas langweilig heute schon wieder über die Commerzbank Aktie zu schreiben, aber es gibt mal wieder etwas neues und sehr interessantes zu berichten. Die meisten Analysten sind davon ausgegangen, dass sich die Commerzbank Aktie über der Marke von 4,- Euro wieder fangen wird und nach oben abdreht. Auch verschiedene Marktteilnehmer waren offenbar dieser Meinung, da über einen Zeitraum von mehreren Handelstagen die Aktie immer wieder massiv gekauft wurde sobald sie der damaligen Unterstützung zu nahe kam. Inzwischen notiert die Commerzbank Aktie da wo wir sie auch vermutet hatten. Mit einem Kurs von 3,76 Euro wurde unser erstes Kursziel von 3,75 Euro bisher nur leicht verfehlt.

Wie in dem Bericht von gestern noch einmal erwähnt erwarte ich zumindest einen weiteren Kursverfall bis in den Bereich 3,65 Euro. Sieht man sich den Chart etwas genauer an sind auch 3,54 Euro kurzfristig möglich. Die eigentliche Tatsache auf die ich Sie, liebe Leser, aber heute hinweisen möchte ist die, dass gestern Abend in der Xetra Schlussauktion noch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von knapp 10 Millionen Aktien über den Tisch gegangen ist. Um genau zu sein, es waren 9.746.477 Stück und der Kurs gab bis zum Handelsschluss noch einmal knappe vier Cent nach. Diese Ordergröße ist selbst für eine in den letzten Tagen viel gehandelte Aktie wie die der Commerzbank sehr ungewöhnlich!

Welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Zum einen liegt der Verdacht natürlich nahe, dass sich hier eine größere Adresse verabschiedet hat und noch tiefere Kurse erwartet, zum anderen könnte es aber auch damit zusammenhängen, dass mit einer baldigen Bekanntgabe der Einzelheiten zur Kapitalerhöhung zu rechnen ist, und auch hier wäre die Reaktion eher negativ zu werten. Eventuell haben sich auch erste HedgeFonds wieder eingedeckt die zuvor massiv in der Aktie short gegangen sind. Letztlich werden wir „Normalsterblichen“ es wohl mal wieder als Letzte erfahren, aber darauf kommt es gar nicht unbedingt an.

Es könnte der Vorbote einer stärkeren Kursbewegung sein, in welche Richtung auch immer. Sprich ich erwarte nun demnächst einen finalen Ausverkauf oder einen entsprechenden Rebound bei der Aktie. Halten Sie also die Augen offen, die Commerzbank Story könnte sich ihrem vorläufigen Höhepunkt nähern. Ich gehe eher von dem negativen Szenario aus, sprich weiter fallenden Notierungen. Nicht zuletzt die Schuldenkrise Griechenlands birgt ein hohes Risiko für Bankentitel in diesen Tagen dessen direkte Folgen noch nicht absehbar sind. Das gilt auch oder insbesondere für die Aktie der Deutschen Bank! In jedem Falle dürfte der heutige Börsentag mal wieder extrem spannend werden..

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