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TradingUpdate Rheinmetall, Conti, HeidelCement, Klöckner – E.ON, Metro und Hochtief im Fokus

Heute entspannt sich die Situation an den Börsen wieder etwas, nachdem der Markt in froher Erwartung auf die Aussagen den EZB Chefs Mario Draghi, zu einer kleinen Erholungsrally angesetzt hat. Insbesondere zyklische Aktien können erneut gut zulegen. Der Tagesgewinner ist heute die Rheinmetall Aktie die sich nach einem positiven Analystenkommentar deutlich von den Tiefständen absetzen kann. Allerdings muss man dazu sagen das die Bewegung wahrscheinlich eher technisch bedingt ist da die Aktie gestern überhaupt nicht von dem stabileren Umfeld profitieren konnte. Ebenfalls stark präsentierte sich die Continental Aktie, die heute zu Handelsbegin wieder bis über die wichtige Marke von 65,- Prozent steigen kann. Bei Conti sehen Analysten inzwischen deutlich höhere Kursziele, ebenso wie ich. Die Bewertung des Unternehmens ist extrem attraktiv und der langfristige Ausblick hervorragend. Der Rücksetzer auf 62,- Euro könnte somit eine hervorragende Kaufgelegenheit gewesen sein. die ich gestern genutzt habe. Hinzu kommt noch dass seit heute offen darüber spekuliert wird das Conti demnächst im DAX notiert! HeidelbergCement ist heute der DAX Gewinner. Auch hier besteht offensichtlich deutliches Potenzial für einen weiteren Rebound, nachdem die Aktie zuvor deutlich abgestraft worden ist.

Insgesamt sieht der Aktienmarkt also seit heute wieder etwas freundlicher aus. Ob es sich dabei wieder nur um erneutes Strohfeuer handelt, wie in den Tagen zuvor, oder einen kurzfristigen Rebound möglich ist, bleibt abzuwarten. Der Sprung über die Marken bei 6.000 und 6.020 Punkten könnte aber die Initialzündung für einen weiteren Anstieg zur 200-Tage-Linie bei 6.200 Punkten, oder gar darüber hinaus, gewesen sein. Gelingt es also nun auch den US Indizes einen freundlichen Börsentag zu produzieren, stehen die Chancen für ein solches Szenario nicht schlecht. Eine finale Bestätigung muss natürlich noch abgewartet werden. Voraussetzungen dafür sind heute zumindest positive Aussagen der EZB über das weitere Vorgehen der Währungshüter, denn eine Zinssenkung halte ich für nicht sehr wahrscheinlich,  sowie ein entsprechender Ausblick im „Beige Book“ das heute gegen 20:00 Uhr veröffentlicht wird.

Auf der Verliererseite befinden sich ein paar gute alte Bekannte. Die E.ON Aktie leidet weiterhin unter den ins Stocken geratenen Verkaufsgesprächen für die Müllverbrennungssparte „Energy from Waste“. Hinzu kommt noch dass der Energiekonzern kürzlich Unregelmäßigkeiten in den Büchern eines seiner Händler festgestellt hat, die es wohl erst einmal zu klären gilt. Auch Metro bleibt weiterhin sehr schwach. Mit einem nur sehr knappen Plus kann die Aktie des Großhandelskonzerns fast gar nicht von dem positiven Umfeld profitieren, und das nachdem der Titel zuvor mit am deutlichsten gefallen ist. Hier ist nach meiner Auffassung weiterhin Vorsicht geboten. Metro gehört zudem zu den DAX Abstiegskandidaten, was zu weiteren Abschlägen führen dürfte wenn Indexfonds sich von Ihren Positionen trennen. Schwach bleibt ebenfalls die Hochtief Aktie. Hier scheinen die schlechten Nachrichten nicht abzureißen. Der spanische Mutterkonzern ACS könnte nun durch die Krise in Spanien ebenfalls in Schwierigkeiten geraten was sich sicherlich auch nicht positiv auf die Tochter auswirken dürfte. Hinzu kommt dass immer mehr Spitzenmanager das Unternehmen verlassen, was das Unternehmen zusätzlich dauerhaft schwächen dürfte. Das Fazit bleibt somit aus meiner Sicht: Nicht alles was günstig aussieht ist auch preiswert.

Es ist also von entscheidender Bedeutung auf welche Aktien man bei einer Trendwende setzt. Wie gestern schon hier im Blog berichtet halte ich die Salzgitter Aktie, die heute ebenfalls deutlich zulegen kann, für eines der interessantesten Investments neben den oben genannten Aktien von Conti, Rheinmetall und HeidelCement. Die Klöckner & Co. Aktie zeigt bereits seit einigen Tagen relative Stärke. Der Titel hat den letzten Absturz nicht mehr so richtig mitgemacht. Offensichtlich ist die Aktie nun weit genug gefallen, weitere Verkäufer waren schwer zu finden. Heute kann KlöKo fast fünf Prozent zulegen und nähert sich der wichtigen Marke von 8,- Euro. Es besteht somit jetzt eine berechtigte Chance auf deutlich höhere Kurse in den kommenden Tagen. Bei 9,- Euro befindet sich noch ein Gap das es zu schließen gilt. Von der ThyssenKrupp Aktie hingegen würde ich aufgrund der katastrophalen Nachrichtenlage weiterhin die Finger lassen.

Sollten wir heute also einen weiterhin positiven Tag an den Börsen erleben und die Kursgewinne bis zum Handelsschluss ansatzweise auf dem aktuellen Niveau bleiben, sehe ich eine gute Möglichkeit hier nun auf die genannten Aktien zu setzen. Weitere Kandidaten stehen in den Startlöchern. Über die werde ich dann morgen berichten… Für den Moment bleibt aber ausdrücklich zu sagen dass, egal für welche Aktie Sie sich entscheiden werden, es unbedingt oberste Pflicht bleibt die Position sofort abzusichern. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen erfolgreichen Börsentag und uns allen ein saftiges Grün im Depot am Ende des Tages.

Commerzbank – Kommt jetzt die Wende?

Morgen ist ein großer Tag für Commerzbank Aktionäre. Auf der diesjährigen Hauptversammlung der Bank muss sich Martin Blessing wohl der ein oder anderen unangenehmen Frage von Aktionären stellen. Insbesondere die deutliche Gehaltserhöhung der CoBa Führungsriege sollte auf der Veranstaltung für ordentlich Zündstoff sorgen. Ungeachtet dessen bleibt natürlich die spannende Frage nach dem weiteren Weg der Aktie, die zuletzt wieder kräftig unter Druck geraten ist. Eine reine Spekulation auf Basis der gelieferten und teilweise sehr positiven Nachrichten bei dem Unternehmen ist zuletzt immer schwieriger geworden. Für mich bleibt somit der einzig sinnvolle Weg mich im Moment an der Charttechnik zu orientieren. Und die spricht eine ganz eindeutige Sprache!

Natürlich ist aus heutiger Sicht noch nicht absehbar wie sich die morgige Hauptversammlung im Aktienkurs der Commerzbank niederschlagen wird. Insbesondere die wohl alles entscheidende Frage nach einer möglichen weiteren Kapitalerhöhung bei der Bank wird wohl die kurzfristige Entwicklung bei der Aktie bestimmen. Aus rein charttechnischer Betrachtung hat sich das Bild aber nun wieder etwas aufgehellt. Die Commerzbank Aktie hat zuletzt eine inverses SKS Formation ausgebildet, deren linke Schulter am 16.05, der Kopf am 18.05 und die rechte Schulter gestern ausgebildet wurde. Je nach Betrachtungswinkel liegt die Nackenlinie dieser Formation nun bei 1,44  oder 1,46 Euro. Ich tendiere dazu die 1,44 Euro als Maß zu nehmen.

Wird dieser Formation nun bestätigt ergibt sich daraus ein rein rechnerisches Kursziel von 1,52 Euro. Das ist nicht unbedingt ein Riesen Wurf, wäre aber ein guter Anfang für eine Umkehrformation. Bei 1,53 Euro wartet bereits die nächste Widerstandslinie, die es dann zu überwinden gilt. Gelingt auch dies dann ist der Weg wieder frei in Richtung 1,72 Euro. Soweit zur Theorie, zuvor sollte aber noch das Gap, dass sich durch die heutiger Eröffnung zwischen 1,436 und 1,452 Euro gebildet hat, geschlossen werden. Wer also auf einen positiven Ausgang der HV morgen spekulieren will sollte sich entsprechend positionieren, und ein Abstauberlimit in den Markt legen. Für heute ist es somit nun erst einmal extrem wichtig die Kurslücke zu schließen und über 1,46 Euro aus dem Handel zu gehen. Dann könnte der heutige Tag einen erneuten Wendepunkt bei der Aktie sein…

Wacker Chemie – Startschuss für eine Rally?

Heute wird die Wacker Chemie AG ihr Zahlenwerk für das abgelaufene erste Quartal des Jahres präsentieren. Analysten erwarten dass das Unternehmen zunächst schwach in das neue Jahr gestartet ist. Sie gehen auf Jahressicht von einem Rückgang des operativen Ergebnisses vor Zinsen Steuern und Abschreibungen um stolze 40 Prozent auf 211 Millionen Euro aus. Beim Umsatz rechnen die Fachleute mit ca. 1,17 Milliarden Euro. Der Gewinn soll in dem Zeitraum deutlich von zuvor 168 Millionen Euro auf nur noch 40 Millionen Euro geschrumpft sein. Diverse Analysten haben ihre Ratings und Kursziele für das Unternehmen zuletzt deutlich zurück genommen, und erwarten teilweise weiter sinkende Notierungen bei der Wacker Chemie Aktie.

Konzernchef Rudolf Staudigl hingegen zeigte sich zuletzt wieder deutlich optimistischer und hatte vor wenigen Tagen darauf verwiesen dass sich das Geschäft mit Polysilicium im Vergleich zum vorangegangenem Quartal deutlich erholt habe. Demnach greife die Solarindustrie wieder verstärkt zu den Rohstoffen des Unternehmens. Staudigl sieht erste Anzeichen dafür dass sich die Überkapazitäten abgebaut hätten und die Konsolidierung der Branche allmählich abgeschlossen sei. Der Absatz von hochreinem Silizium war nach Angabe des Firmenchefs im ersten Quartal um 50 Prozent höher  als im Vorjahresquartal. Alle Produktionsanlagen von Wacker Chemie laufen unter Volllast hieß es in dem Interview.

Spannend dürfte also heute sein wer am Ende Recht behalten wird. Wenn das schwächelnde Polysilizium Geschäft tatsächlich in dem Umfang angezogen hat, und die Preise nicht weiter deutlich in den Keller gegangen sind, stehen die Chancen für eine positive Überraschung heute sehr gut. Bereits gestern konnte die Wacker Chemie Aktie im Vorfeld der Zahlen kräftig anziehen. Gelingt es dem Unternehmen heute zu überzeugen dürfte das der Startschuss einer Rallye gewesen sein, die die Aktie schnell wieder in deutlich höhere Regionen führen sollte. Enttäuscht das Unternehmen allerdings erneut sehen wir wohl auch sehr schnell wieder Kurse unter 60,- Euro. Dann hätte Staudigl wohl auch eine ordentliche Portion Vertrauen verspielt…!

Commerzbank Aktie – starker Rebound oder erneuter Schwächeanfall?

Inzwischen sind die Analysten schon deutlich verhaltener geworden wenn es um die kurzfristigen Kursziele der Commerzbank Aktie geht. Und das ist wohl angesichts des erneuten Kursverfalls bei europäischen Banken auch nicht weiter verwunderlich. Wie gestern schon geschrieben bewegen wir uns in aussergewöhnlichen Zeite,n in denen Bewertungen von Assets oder die Ausgabe von Kurszielen nahezu sinnlos geworden ist. Dennoch möchte ich heute den Versuch unternehmen die Entwicklung bei der Commerzbank Aktie etwas näher zu beleuchten, da ich weiß das ein großes Interesse der Anleger an dieser Aktie vorhanden ist.

Inzwischen notiert der Titel wieder im deutlich überverkauften Bereich. MACD und Slow Stochastics Indikator signalisieren noch kein neues Kaufsignal, was sich aber bereits nach einem guten Handelstag wieder deutlich ändern könnte. Nach unten scheint die Aktie nun einen kurzfristigen Boden bei 1,53 Euro ausgebildet zu haben, der gestern zweimal getestet wurde und gehalten hat. Sollte auch diese Marke allerdings in den nächsten Tagen unterschritten werden dann liegen die nächsten Zielmarken der Aktie bei 1,45 und 1,35 Euro. Spätestens hier gehe ich aber von einem nachhaltigen Wendepunkt bei der Aktie aus. Fundamental betrachtet, mit einem etwas längeren Anlagehorizont, wäre die Aktie bereits auf dem heutigen Niveau wohl ein echtes Schnäppchen.

Das kurzfristige Minimalziel für den Rebound der Commerzbank Aktie liegt bei 1,60 Euro. Erst über dieser Marke gerät dann der nächsten Widerstand bei 1,75 Euro wieder in den Fokus der Anleger. Hier verläuft inzwischen nun auch die wichtige 200 Tage Linie, die es letztlich zu überwinden gilt. Wichtig wäre somit in den kommenden Tagen die Rückeroberung der 1,65 Euro,um ein weiteres Abrutschen der Aktie vorerst zu verhindern, und einen neuen Anlauf auf diese wichtige Hürde vorzubereiten.

Alle genannten Marken sollten in den nächsten Tagen genau beobachtet werden. Spekulativ orientierte Anleger versuchen diese Chartmuster gezielt zu spielen, konservative Anleger warten einfach ab bis der Trend nachhaltig gedreht hat, um dann erste Positionen wieder aufzubauen. Grundsätzlich bleiben wir bei unserer positiven Haltung zu der Commerzbank Aktie. Heute sollte die Aktie wieder etwas Boden gut machen können, was auch aus den oben genannten Gründen sehr wichtig wäre. Die politischen Turbulenzen in Europa sind allerdings nicht wirklich kalkulierbar, und so bleibt jede Analyse im Moment graue Theorie. Das aufgezeichnete Szenario stellt eher eine Einschätzung unter „normalen“ Bedingungen dar.

VW, BMW, Porsche, Daimler und Conti – Autoaktien jetzt wieder kaufen?

Nach anfänglichen Verlusten beendet die Wallstreet gestern Ihren Handel dann doch noch einigermaßen versöhnlich wohingegen der DAX einen der schwächsten Tage dieses Jahres hatte. Mit einem satten Minus von 1,77 Prozent rutschte der Deutsche Leitindex deutlich unter die wichtige Marke von 7.000 Punkten. Das sogenannte Window Dressing der institutionellen Investoren ist somit wohl etwas anders ausgefallen als dies die meisten Marktteilnehmer erwartet hatten. Heute wird die spannende Frage sein ob die europäischen Märkte von den positiven Vorgaben erneut profitieren können. Die asiatischen Märkte zeigen ein gemischtes Bild, eine klare Tendenz ist noch nicht zu erkennen. Ich denke aber die Chancen stehen nicht schlecht für einen starken letzten Tag des ersten Quartals, oder aber einen deutlich festeren Auftakt in das kommende Quartal.

Insbesondere die Aktien der Automobilbranche waren gestern unter Druck. Aber auch andere Zykliker, die zuletzt gut gelaufen sind, wurden offenbar reihenweise aus dem Depots geworfen. Hinzu kam sicherlich noch dass einige Stopp-Loss-Orders gegriffen haben und die Lawine weiter ins Rollen brachten. Ebenso wie der Umstand dass zum Quartalsende traditionell die Aktien die bislang nicht so gut gelaufen sind aus dem Depots der Fonds verbannt werden, was zusätzlichen Druck auf die Märkte brachte. Wie schon in unserem Newsletter vom Wochenende geschrieben sehe ich aber genau in dieser Bewegung nun die Chance für einen kurzfristigen Einstieg und einen kräftigen Rebound des Marktes in den nächsten Tagen.

Und natürlich würde ich hier kurzfristig auch wieder auf die Verlierer von gestern setzten, allen voran die Aktien der Autobauer, die gestern deutlich abgeben mussten. Letztlich haben alle Aktien ihren Kursrutsch an den Unterstützungen, oder leicht darüber, beendet. VW, BMW, Porsche, Daimler und Conti haben also charttechnisch gesehen sauber durchkorrigiert und auch mal wieder etwas Dampf abgelassen, was man an dieser Stelle noch als sehr gesund ansehen kann. Natürlich ist diese Strategie nicht ganz risikolos. Für mich überwiegen hier aber die Chancen inzwischen deutlich die Risiken – zumindest auf kurzfristiger Ebene!

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Trading Update VW, Daimler, Porsche und Continental – Comeback der Autobauer?

…Und natürlich die Autobauer! Die Korrektur der letzten Woche musste ich einfach nutzen. Daimler, VW und Porsche wurden gekauft ebenso wie die Continental Aktie. Der kurzzeitige Abverkauf bei den Automobilaktien war zu erwarten, und ich denke es sollte eine gute Idee sein nach einem deutlichen Rücksetzer von 7 bis 9 Prozent nun wieder auf eine Gegenbewegung zu setzen. Wie letzte Woche in unserem Newsletter schon beschrieben sind die Gewinner der letzten Wochen höchstwahrscheinlich auch die Gewinner des Gesamtjahres, auch wenn Herr Dudenhöffer da offensichtlich anderer Meinung ist, oder vielleicht gerade deswegen!

Automobilaktien wurde zudem gerade erneut mehrfach heraufgestuft. Unter anderem hat Goldman Sachs seine Einschätzung noch einmal deutlich nach oben geschraubt. Nicht das ich damit rechnen würde dass die zuletzt genannten Kursziele von 237,- Euro für die VW Vz. , 72,- Euro für Daimler, 66,- für Porsche oder 122,- Euro für Conti, in nächster Zeit erreicht werden, aber ich gehe davon aus dass dies den Sektor zusätzlich weiter unterstützen sollte. Die Wahrheit wird am Ende wiedermal irgendwo in der Mitte liegen.

Bricht der Autoabsatz also in diesem Jahr nicht wie von Herrn Dudenhöffer erwartet ein, oder kann dieser gar in einem der wichtigsten Absatzmärkte wie den USA deutlich gesteigert werden, dann wäre auch der leichte Rückgang in Europa locker zu verkraften, und deutliche höhere Kursziele gerechtfertigt. Auch Martin Winterkorn, der VW Chef, erwartet als Minimalziel für dieses Jahr mehr verkaufte Autos, mehr Umsatz und mindestens ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Im Zweifel traue ich dieser Aussage deutlich mehr greifbaren Inhalt zu…Mit einem KGV zwischen 7 und 9  sind die genannten Automobilaktien gerade wieder zum Schnäppchenpreis zu haben. Bei Porsche dürfte die Bewertung noch wesentlich günstiger sein!

Insgesamt bleibt damit auch die Continental Aktie  eine der interessantesten Werte aus dem Sektor Automobil. Denn nicht nur dass das Unternehmen im klassischen Geschäft hervorragend aufgestellt ist, sondern auch die zusätzliche Phantasie durch die geplanten Aktivitäten aller Autobauer in Sachen E-Mobilität, sollten der Continental AG für die kommenden Jahre weiter wachsende Umsätze garantieren. Morgan Stanley hat das Kursziel für die Aktie gerade auf 90,- Euro angepasst und den Titel auf „Overweight“ gestuft, was ich für dieses Jahr als realistisch betrachten würde.

VW, BMW, Daimler, Conti und Porsche – jetzt wieder kaufen?

Etwas turbulent geht es gerade im deutschen Automobilsektor zu. Die Aktien der Highflyer scheinen weiterhin unter Druck zu sein. Als Grund dafür gibt der Markt eine neue Branchenstudie von Goldman Sachs an und hier insbesondere die Herabstufung der BMW Aktie. Ich persönlich halte diese Erklärung für ziemlichen Nonsens, denn die Goldmänner haben die Aktie der Bayern zwar von der Conviction Buy List genommen, das Kursziel wurde aber lediglich von 119,- auf 115,- Euro zurück genommen. Nochmal zur Erinnerung – der aktuelle Aktienkurs der BMW Aktie ist bei 69,- Euro.

Noch deutlicher fällt das Anlageurteil bei der VW Aktie aus. GS setzt das neue Kursziel für die Vorzugsaktien der Wolfsburger nun mit 237,- Euro an. Immerhin schlappe 100,- Euro über dem aktuellen Kurs, oder besser gesagt 75 Prozent (!) über dem aktuellen Kurs! Insbesondere die weiteren Phantasien durch die Integration von Porsche und die Konsolidierung von MAN haben die Analysten dazu veranlasst das Kursziel noch einmal deutlich um acht bis zehn Prozent anzuheben. Auf Basis des Wertes der gehaltenen Volkswagen-Stammaktien und der Bereinigung um rechtliche Risiken sehen die Analysten das Kursziel für die Porsche Aktie nun  bei  63,00 EUR. Auch wenn ich die genannten Kursziele grundsätzlich für sehr ambitioniert halte gehe ich davon aus dass die Richtung bei den Autobauern weiter nach oben zeigen wird.

Die genannte Studie kann es also nicht sein, oder ich habe hier gravierende Verständnisprobleme 😉 Viel mehr dürfte die aktuelle Kursentwicklung u.a. der von mir schon mehrfach in unserem Newsletter angekündigten, kurzfristigen Sektorrotation geschuldet sein. Sprich die Anleger konzentriert sich gerade mehr auf Aktien die noch nicht so gut gelaufen sind, und nehmen Ihre Gewinne bei den Top-Performern nun auch mal mit. Was aber nicht heißen soll dass die Aktien der Autobauer nun nur noch fallen werden. Das Gegenteil ist wahrscheinlich der Fall. Der aktuelle Rücksetzer dürfte sich als gute Kaufgelegenheit entpuppen, denn die institutionellen Anleger werden diese Stücke nun dankbar auffangen.

Der Anlagenotstand der institutionellen Investoren zwingt diese nun auf Teufel komm raus noch die Highflyer der letzten Monate ins Depot zu nehmen, und das Anlegerverhalten dürfte den Damen und Herren genau in die Hände spielen. Natürlich wird die Gunst der Stunde genutzt um diese Werte noch zusätzlich zu drücken um bis zum Monats- bzw. Quartalsende einen möglichst guten Einstieg in diese Aktien zu ermöglichen. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit werden die Gewinner der letzten drei Monate auch die Gewinner dieses Jahres sein.

Anleger reagieren heute auch auf Aussagen der chinesischen Branchenvereinigung CAAM, die ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt hat. Demnach wird der chinesische Automarkt im laufenden Jahr nur noch um fünf Prozent wachsen. Ich gehe aber davon aus das sich dieser  Effekt insbesondere bei den deutschen Automobilherstellern, die immer noch enorme Wachstumsraten vorweisen können, nur kurzzeitig in den Aktienkursen widerspiegeln sollte. Natürlich kann ich Ihnen nicht sagen wann diese Bewegung nun zu Ende sein wird, aber ich persönlich rechne schon in Kürze damit. Der Dax hat mustergültig die 7,200 Punkte im ersten Anlauf abgearbeitet und eine Konsolidierung auf diesem Niveau ist jetzt durchaus gesund. Spätestens in der nächsten Handelswoche sollte wieder verstärkter Kaufdruck aufkommen, der dann bis in den April hinein anhalten kann. Die Aktien von VW, BMW, Daimler und Porsche sollten daher in den kommenden Tagen intensiv beobachtet werden.

First Solar – der Niedergang eines ehemaligen Highflyers

Bereits vor einem halben Jahr habe ich hier prognostiziert das die Aktie des US Solar-Unternehmens First Solar in absehbarer Zeit auf 25,- Dollar fallen würde. Damals, ich erinnere mich noch genau, habe ich so einige Mails erhalten in denen mein Geisteszustand angezweifelt wurde. „Never catch a falling knife“ – ist eine der Börsenregeln die man in manchen Fällen wirklich beherzigen sollte. Nicht etwa dass ich der Meinung bin dass man grundsätzlich nicht in ein fallendes Messer greifen sollte, denn damit habe ich persönlich schon schöne Gewinne erzielt, sondern der Zeitpunkt ist wie immer entscheidend. Und wie bei fast allen Solarwerten schien der richtige Zeitpunkt, zumindest für mich persönlich, bei der First Solar Aktie noch nicht gekommen zu sein.

Die Aktie notiert aktuell nahe des 52 Wochen Tiefpunktes bei 26,- Dollar. Nachdem die FirstSolar Aktie gestern zur Handelseröffnung bereits 25,30 Dollar erreicht hat darf ich also mein Kursziel als erreicht betrachten. An diesem Punkt hatte ich mir eigentlich vorgenommen mit einer ersten Position in die Aktie einzusteigen. Ich bin aber inzwischen keineswegs mehr davon überzeugt dass der Zeitpunkt nun der richtige ist, bzw. kann mir auch durchaus vorstellen dass es mit der Aktie noch ein ganzen Stück tiefer gehen könnte.

Viele Faktoren sprechen im Moment dagegen. Zum einen wäre da die relativ hohe Short Quote die zur Vorsicht mahnt. In der kommenden Woche ist wiedermal Verfallstag und so würde ich gerne noch abwarten wie weit die Shorties diese Aktie bis dahin noch drücken wollen. Grundsätzlich stellt sich die Frage aber nach den Zukunftsaussichten der Firma und der Wettbewerbsfähigkeit der Produkte von First Solar. Zumindest in diesem Punkt ist sich der Markt offenbar einig. Das Unternehmen hat es versäumt sich in den letzten Jahren weiter zu entwickeln und mit entsprechenden Innovationen auf sich aufmerksam zu machen. First Solar will nun neue Märkte erschließen und die Produktionskosten auf 0,67 Dollar je Watt weiter senken. Bis zum Jahr 2015 sollen die Produktionskosten dann weiter auf 0,52 Dollar pro Watt fallen, gleichzeitig soll der Wirkungsgrad der Dünnschichtmodule gesteigert werden. Ob die neue Strategie von Erfolg gekrönt sein wird bleibt also noch abzuwarten.

Eigentlich sollte die Marke um die 26,- Euro einen ersten soliden Boden bei der Aktie darstellen. Wegen der oben geschilderten „Sonderfaktoren“ allerdings ist es jederzeit Möglich dass auch diese Marke nicht halten wird. Aus charttechnischer Sicht wurde ebenfalls eine ABC Korrektur mustergültig abgearbeitet. Die Aktie ist massiv überverkauft und zumindest eine technische Gegenreaktion wäre mehr als überfällig. Die langfristigen Aussichten des Unternehmens am Markt kann ich beim besten Willen im Moment nicht einschätzen, und so bleibt mir nur mich an der Charttechnik zu orientieren und ggf. auf eine entsprechende technisch bedingte Gegenbewegung in Richtung 30,- Dollar zu setzen. Ich habe meinen Kaufkurs somit vorläufig weiter nach unten angepasst, und liege nun bei 23,50 Dollar auf der Lauer.

Jetzt wird es spannend – gelingt der finale Ausbruch?

Jetzt wird es spannend! Die Meinungen über die weitere Richtung der Aktienmärkte könnten im Moment unterschiedlicher nicht sein. Während das eine Lager der Fachleute immer mehr davor warnt dass es bald zu einer deutliche Korrektur kommen müsste, scheint der Optimismus der Anleger im Moment keine Grenzen zu kennen. Auch gestern legten die US Indizes, nach den positiven Vorgaben und Nachrichten aus Europa wieder kräftig zu. Mit einem Schlussstand im S&P 500 von 1.308,04 Punkten wurde auch unsere Ziel von 1.304 Punkten nun erreicht. Somit hat der Index nun – zumindest theoretisch – Luft für einen weiteren Anstieg in Richtung 1.330 Punkte. Für den DAX gilt ähnliches Die Zielzone von 6.400 bis 6.500 Punkten könnte heute schon erreicht werden. Zumindest gehe ich von einem Test der 6.400er Punkte Marke aus. Hier wird sich nun entscheiden, ob es sich um ein klassisches Fehlsignal handelt, oder die Aktienmärkte wirklich genügend Stärke besitzen um weiter durch zu starten.

Genügend Liquidität für eine weitere Bewegung sollte durch die jüngsten Maßnahmen vorhanden sein. Fast schon kommt es einem so vor als ob es einen echten Anlagenotstand bei Anleger gibt, und deswegen die Kurse permanent steigen. Angeblich kehrt allmählich das Vertrauen in Europa zurück und somit auch das Geld ausländischer Investoren….Es gibt viele Theorien die versuchen den Anstieg an den Aktienmärkten zu erklären, letztlich gewinnt man aber den Eindruck dass alle Erklärungsversuche nur aus irgendwelchen Lehrbüchern stammen, und auch die hoch bezahlten Analysten nur im Trüben fischen. Ich mache es kurz, mir ist es egal! Ich akzeptiere und respektiere was der Markt mir sagt. Ich orientiere mich weiterhin an der Charttechnik, denn das ist der einzig verlässliche Indikator der letzten Monate gewesen. Und die Charts sagen einstimmig weiter long.

Auch wenn ich die Nachrichten natürlich nicht völlig ignorieren kann, und es gab in den letzten Tagen so einige Nachrichten die mir etwas zu denken geben. Das Bild kann sich sehr schnell wieder ändern, und dann sollte man auch entsprechend schnell reagieren. Ich möchte Ihnen in der nächsten Newsletter Ausgabe am Wochenende ein paar Gedanken zu möglichen Risikofaktoren aufzählen, möglichst ohne eine eigene Wertung mit einzubringen. Denn letztlich sollte jeder selber seine Schlussfolgerungen daraus ziehen können, oder zumindest danach wissen wo er in den nächsten Tagen und Wochen etwas genauer hinsehen muss. Für heute wünsche ich Ihnen erst einmal einen erfolgreichen Handelstag!

Trading Update, Klöckner & Co. Aktie – endlich ausgebrochen ?

Gestern ist es der Klöckner Aktie nun endlich gelungen über die Marke von 11,65 Euro auszubrechen. Mit einem Schlusskurs von 11,83 Euro stehen die Chancen nicht schlecht, dass heute auch die 12,- Euro Marke überwunden werden kann. Der Chart sieht weiterhin sehr gut aus. Die nächste Hürde liegt nun im Bereich um die 12,40 Euro. Kann dieser demnächst überwunden werden winken weitere Kursgewinne bis zunächst 13,- Euro, später 13,90 Euro.

Sollte der Aufwärtstrend noch bis ca 6.500 Punkte im DAX tragen, sind sogar knapp 15,- Euro wieder möglich. Nach unten ist der Aktienkurs durch die Unterstützung bei 10,85 Euro gut abgesichert. Stopps können entsprechend knapp unter dieser Marke platziert, und in den nächsten Tagen nachgezogen werden. Die Analysten der Commerzbank haben dem Titel in Ihrer jüngsten Studie allerdings nur ein Kursziel von 12,- Euro zugebilligt, was einen starken Ausbruch vorerst verhindern könnte. Dennoch bleiben die Aussichten für die Stahlbranche, insbesondere durch eine inzwischen wieder deutlich höhere Nachfrage in den USA, weiterhin gut. Die Klöckner Aktie sollte von dieser Entwicklung in den nächsten Monaten kräftig profitieren.

Kali und Salz – wenn dann jetzt!

Es läuft überhaupt nicht gut für K + S Aktionäre. Die Aktie des Düngemittelherstellers ist seit einigen Tagen kräftig unter Druck. Erst am Freitag wurde ein neues Jahrestief markiert. Charttechnisch sieht die Lage bei der Aktie inzwischen äußerst angespannt aus. Fundamental betrachtet ist die Schwäche nicht zu erklären. Dennoch, auffällig waren in den letzten Handelstagen die immer wieder im System auftauchenden größeren Verkaufsorders. Hier scheint also eine größere Adresse ausgestiegen zu sein, was natürlich entsprechenden Druck auf den Aktienkurs ausgeübt hat. Bislang hat der Verkäufer aber darauf geachtet, dass der Aktienkurs nicht unter die wichtige Marke von 35,- Euro fällt. Hier sollte sich nun also ein Boden gebildet haben. Momentan ist die K + S Aktie deutlich überverkauft. Eine technische Gegenbewegung ist jederzeit möglich.

Wer sich also für die Aktie des Salz und Düngemittelherstellers interessiert, dem bietet sich auf dem aktuellen Niveau eine hervorragende Einstiegschance. Allerdings gabe es zuletzt auch Nachrichten bei K+S die einen Aktionär durchaus beunruhigen können. So verließ kürzlich der Finanzvorstand Jan Peter Nonnenkamp das Unternehmen. Ein solcher Wechsel in der Führungsetage hat immer ein gewisses „Geschmäckle“. Nicht zuletzt dieser Umstand dürfte in den letzten Wochen für Druck gesorgt haben, und schickte die Aktie seitdem fast 10,- Euro oder 25 Prozent in die Tiefe. Auf diesem ermäßigten Niveau halte ich das Risiko einer wirklich negativen Überraschung nun für überschaubar. Die Chancen unter langfristigen Gesichtspunkten sollten überwiegen.

Nokia – da ist Musik drin – Rebound des Jahres 2012 ?

Heute möchte ich den Lesern einen der meist verprügelten Werte des Jahres 2011 in Erinnerung rufen: Nokia !

Sie werden denken, wie bitte ? Nokia ? Wer braucht die denn noch, der Markt ist doch schon längst zwischen iOS von Apple und der Android Fraktion rund um Google aufgeteilt ?

Langsam, langsam mit der ewigen Verdammung, auch wenn es Sie vielleicht überrascht, ich kann mir gut vorstellen, dass die Nokia Aktie den Rebound des Jahres 2012 hinlegt und in einem Jahr 100% über den heutigen Kursen steht.

Lange der Weltmarktführer im Handy-Markt, hatte Nokia den Siegeszug der Smartphones verschlafen und mit seiner eigenen Software Symbian technologisch den Anschluss verpasst. Als der Aufsichtsrat dann im September 2010 die Reissleine zog und mit Stephen Elop einen ehemaligen Microsoft Manager und Software Spezialisten an die Spitze holte, begannen der Schrecken für die Nokia Aktionäre erst recht. Denn nun kam die traurige Wahrheit permanent sinkender Marktanteile ans Tageslicht und die neue Strategie nun voll auf Microsoft als Partner zu setzen und eigene Software-Entwicklung einzustellen, wurde vom Markt als Offenbarungseid gewertet. Ich habe selten so eine schlechte Presse für einen Grosskonzern erlebt, wie bei Nokia Anfang 2011. Jeder zerriss sich den Mund über die vermeintlich fehlgeleitete Strategie sich Microsoft an den Hals zu werfen. In Folge stürzte der Kurs vom Herbst letzten Jahres noch einmal um 50% auf unter 4€ ab. Selten war der Begriff „ausgebombt“ so treffend wie beim Kurs von Nokia.

Chartechnisch scheint Nokia nun aber auf diesem Niveau Anfang August seinen Boden gefunden zu haben und hat seitdem eine mustergültige Umkehrformation hingelegt. Und das alles, obwohl der breite Markt in dieser Phase extrem schwach war, ein deutliches Zeichen relativer Stärke. Vor wenigen Tagen hat der Kurs dann noch das alte Verlaufshoch aus Ende August überschritten und damit das klassische Bild eines höheren Tiefs und höheren Hochs erzeugt – ein bullisches Muster. Der Kurs von Nokia scheint nun mit Gewalt Anlauf auf die Zone um 6€ von Anfang diesen Jahres zu nehmen. Danach wäre der Bereich um 8€ das nächste Ziel, was gegenüber heute nahezu eine Verdoppelung darstellen würde.

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Fundamental ist Nokia aktuell nur noch 18 Milliarden € am Markt wert und hat alleine 4 Milliarden € Cash zur Verfügung. Vor kurzem wurden von Interbrand wieder die wertvollsten Markten der Welt gekürt und Nokia kam trotz aller Probleme immer noch auf 25 Milliarden € ! Auch wenn derartige Bewertungen mit Vorsicht zu geniessen sind, zeigt es doch wie billig man Nokia aktuell bekommt. Das operative Geschäft von Nokia scheint aus Sicht des Marktes also nahezu nichts mehr wert zu sein. Darüber hinaus verfügt Nokia noch über mehr als 9000! Patente mit teilweise erheblicher Bedeutung, die in Summe möglicherweise eine zweistellige Milliardensumme wert sind. So willigte Apple im Juni diesen Jahres ein, viele hundert Millionen Schadensersatz an Nokia zu zahlen, plus zukünftiger Lizenzzahlungen die den Wert wahrscheinlich in den Milliardenbereich drücken. Einen besseren Beweis für die Werthaltigkeit der Nokia Patente gibt es wohl nicht. Auch dieses Patentportfolio bekommt man also zum heutigen Kurs praktisch dazu geschenkt. Für mich persönlich ist dieses Kursniveau die Definition eines Schnäppchens.

Auch vom Sentiment her ist die gesamte Analystengilde immer noch skeptisch was Nokia angeht und operiert in der Mehrzahl noch mit Kurszielen um 4-6€. Wer jetzt einsteigt, tut das also bevor der breite Markt wieder zum Halali ruft.

Aber all die charttechnischen oder fundamentalen Argumente sind alle nichts wert, wenn Nokia nicht die Wende bei den Smartphones schafft und wieder zu der hippen Marke wird, die es einmal war. Und genau hier, bei diesem entscheidenden Thema, bahnt sich unter der Decke scheinbar Bedeutendes an !

Nokia steht kurz davor auf der Hausmesse Nokia World in London diesen Mittwoch 26.10.11 sein erstes Smartphone mit Windows Mobile vorzustellen (Codename „Sea Ray“). Und was man aus der informierten Presse (so ein ganz aktueller Artikel der Wirtschaftwoche) und von den gewöhnlich gut informierten IT Geeks im Internet hört, scheint ein grosser Wurf bevor zu stehen. Denn dieses Smartphone wurde schon an ausgewählte Grosskunden verteilt und erntet höchstes Lob. Von „Hingucker“ und „coolem Design“ und „potentiellem Verkaufsschlager“ ist da die Rede.

Abgesehen davon, dass Nokia also seine Hausarbeiten in den Griff zu bekommen scheint, hat sich Google mit der Motorola Übernahme möglicherweise selber geschwächt, da damit die grossen Android Kunden wie Samsung und HTC verärgert wurden, die nun auch auf Windows Mobile schielen und damit Nokias Strategie indirekt unterstützen. Aber Nokia ist nun der Top-Partner von Microsoft ! Jeder weitere Hersteller der nun Windows Mobile Handys anbietet, wird indirekt Nokias Position im Weltmarkt stärken, denn die Verbreitung des Betriebssystems ist immer noch ein entscheidender Faktor für die Entwickler-Community die Apps generiert.

All das hat mich dazu veranlasst, in den letzten Tagen erste Positionen in Nokia aufzubauen. Denn ich kann mir gut vorstellen, dass Nokia nun kurz vor der auch öffentlich sichtbaren Wende steht. Ich werde nun noch die Reaktionen der Presse nach der kurz bevorstehenden Nokia World in London abwarten. Sollten diese hinsichtlich des neuen Smartphones so positiv sein, wie sich das im Moment ankündigt, werde ich Nokia signifikant aufstocken. Ich halte es auf jeden Fall für einen Fehler das Duo Microsoft/Nokia zu unterschätzen und setze bei Nokia auf eine Verdoppelung des Kurses innerhalb der nächsten 12 Monate. Mein Stop liegt bei 4€, wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege, sollten wir diese Marke nicht mehr wiedersehen. Nach unten besteht also ein Risiko von 20%. Nach oben ist alles möglich, selbst eine Verdoppelung und mehr. Das ist für mich die Definition eines attraktiven Chance/Risiko Verhältnisses. (HS)

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