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Wacker Chemie – Konsolidierung abgeschlossen?

Die Aktie der Wacker Chemie AG ist nach dem fulminanten (…und viel zu schnellem) Anstieg zum Jahresbeginn in den letzten Tagen kräftig unter Druck gewesen. Nach dem steilen Anstieg bis auf 62,- Euro notiert die Aktie nun bereits wieder unter der 54,- Euro Marke. Gestern erreicht der Titel nun ein Niveau, das aus charttechnischer Sicht wieder interessante Perspektiven bietet. Der heutige Anstieg könnte somit die Korrektur beendet haben. Hierzu wäre es nun wichtig das die Aktie zunächst einmal wieder in den hier dargestellten Keil zurückläuft. Ein Schlusskurs über der Marke von 54,- Euro wäre also grundsätzlich ein erstes positives Signal. Damit hätte sowohl die Unterstützungszone zwischen 52,53 und 52,76 Euro, nach einer kurzen Übertreibung nach unten, gehalten als auch die Trendlinie bei derzeit 53,70 Euro. Das noch offene Gap bei 53,- Euro wurde nun geschlossen!

Chart Wacker Chemie

Wie Sie sehen können ist der Kursverlauf nun von dem Aufwärtstrend zunächst einmal in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Gelingt also nun das „Comeback“ der Wacker Aktie in den dargestellten Bereich, ist somit grundsätzlich wieder mit einem Anstieg bis auf ca. 57,- Euro zu rechnen. Erst hier wird sich aber letztlich entscheiden ob die Aktie erneut nach oben ausbrechen kann. Prallt die Aktie hingegen heute erneut an den hier dargestellten Linien nach unten ab, besteht dir Gefahr dass wir es mit einer Top Formation zu tun haben, die die Aktie dann theoretisch sogar noch einmal auf die mittelfristige Trendlinie bei ca 47,- Euro zurückführen könnte. Diesem Szenario würde ich allerdings eine eher geringe Wahrscheinlichkeit einräumen.

E.ON und RWE – Wo ist der Boden?

Es hat ein wenig gedauert, doch nun ist es soweit. Die RWE Aktie hat gestern das von mir > hier < Anfang November genannte Kaufniveau bei 28,50 Euro erreicht und unterschritten. Manchmal dauert es halt etwas länger an der Börse… Wohl dem der die Geduld hatte darauf zu warten! Damit kommen die Aktien der beiden deutschen Energieversorger nun wieder auf meine Intensiv-Watchlist. Der letzte Kursrutsch bei den beiden Aktien wurde vorrangig dadurch ausgelöst dass sich das Schweizer Bankhaus UBS kürzlich sehr skeptisch zu den weiteren Aussichten der Konzerne geäussert hat. Das Kursziel für den Branchenprimus E.ON wurde auf 12,60 Euro zusammengestrichen und bei RWE sieht man gar Kurse von 25,- Euro in nächster Zeit kommen. Nicht das ich das Szenario ausschließen möchte, aber ich halte diese Art von Vorhersagen für nur bedingt tauglich um eine solide Anlagestrategie darauf aufzubauen. Dennoch verfehlen solche Analysen Ihre Wirkung nicht – wie man heute sehen kann.

Die Energieversorger haben nach wie vor einige Probleme zu bewältigen, die im Zuge der spontan durch unsere Regierung eingeleiteten Energiewende entstanden sind. Dennoch muss man den beiden Unternehmen attestieren dass sie sich zügig an die Umsetzung dieser Herausforderungen gemacht haben, und bereits erste Teilerfolge zu verzeichnen sind. Der Prozess insgesamt wird wohl Jahre dauern, aber trotz aller Probleme ist die Aktie von E.ON auf dem aktuellen Niveau wohl massiv unterbewertet. Bei RWE bin ich mir da noch nicht so sicher…! Aus charttechnischer Sicht bietet sich aber nun bei beiden Aktien meiner Meinung nach eine interessante Einstiegsmöglichkeit für Langfrist-Investoren. Das Chance-Risiko-Verhältnis würde ich dabei als günstig bezeichnen.

Die RWE Aktie sollte nun eigentlich nach einem erfolgreichen Test der Unterstützung bei 27,88 Euro etwas zur Ruhe kommen. Genauer gesagt hat die Aktie heute bei 27,90 Euro nach oben gedreht. Aus charttechnischer Sicht ist der Titel nun massiv überverkauft und eine entsprechende technische Gegenreaktion nun eigentlich überfällig. Auch die E.ON Aktie hat  das letzte Tief, wie > hier < beschrieben, noch einmal getestet, aber auch deutlich unterschritten. Kann die Aktie in den kommenden Tagen wieder in Richtung der 13,65 Euro Marke ansteigen, besteht berechtigte Hoffnung darauf dass die Bodenbildung damit dann abgeschlossen ist.

Wie immer handelt es sich bei dieser Betrachtung der aktuellen Situation nur um eine Momentaufnahme bei der es darum geht einen möglichen Wendepunkt bei einer (oder zwei) Aktie(n) möglichst optimal zu erwischen. Werden die genannten Kursmarken deutlich unterschritten sollte die Position umgehend wieder aufgelöst werden. Die nächsten Unterstützungsmarken bei der RWE Aktie liegen erst bei 25,65 und 21,25 Euro. Für E.ON würden sich bei einem weiteren Rücksetzer dann erst wieder Kurse zwischen 12,50 und 12,60 Euro zum Einstieg anbieten.

Commerzbank, Daimler und Peugeot im Chartcheck – ausgebrochen und bestätigt!?

Ich habe heute nicht allzu viel Zeit zum Schreiben, dennoch möchte ich ein kurzes Markt- oder Trading Update zu den interessantesten Werten des Tages veröffentlichen:

Allen voran wären da wohl die beiden deutschen Bankentitel der Commerzbank und Deutschen Bank zu nennen, die heute davon profitieren dass die BaFin angekündigt hat die Boni der Banker in Zukunft strenger reglementieren, bzw. kürzen zu wollen. Das würde sich natürlich auch deutlich positiv auf die Ergebnisse der Banken auswirken, und wird somit heute schon eingepreist. Zudem profitieren die Aktien heute von den  Zugeständnissen der Bankenaufsicht zum Aufbau von Liquiditätsreserven. Die Commerzbank Aktie ist mit der heutigen Bewegung endlich nach oben ausgebrochen…schwächelt aber schon wieder. Ich traue dem Braten nicht!

CoBa Chart Ausbruch

Bei Daimler beflügelt heute die Meldung, dass der chinesische Staatsfonds sich mit 4 bis 10 Prozent an dem Unternehmen beteiligen will, den Aktienkurs. Nach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor Aabar aus Abu Dhabi  wäre der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) sicherlich ein guter Ersatz. Die Aktie der Stuttgarter hat mit der heutigen Kursbewegung nun die erste wesentliche Hürde genommen um aus der seit 2 Jahren bestehenden Keil-Formation nach oben auszubrechen. Endgültig bestätigen würde sich dies aber erst oberhalb von 47,50 Euro!

Daimler Chart Ausbruch aus dem Mega Keil

Unser spekulativer Trading Tipp vom Dezember ist voll aufgegangen! Die Peugeot Aktie kann heute noch einmal um über neun Prozent zulegen und notiert aktuell bereits 52 Prozent höher als am Kauftag nach unserem Newsletter damals. Einen konkreten Grund für den heutigen Anstieg konnte ich bislang nicht erkennen, es dürfte sich aber weiterhin um Spekulationen auf eine baldige Unterstützung des Konzerns durch die französische Regierung handeln. Der Chart sieht klasse aus…nächstes Kursziel und die entscheidende Hürde liegen bei 7,28 Euro. Unbedingt dabei bleiben!

Peugeot Aktie Chart

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in die Woche…!

Apple Aktie – Trendwechsel vollzogen?

Die Apple Aktie konnte sich inzwischen von Ihren Tiefstständen um die 500,- Dollar Marke bereits wieder lösen und notiert inzwischen knappe 10 Prozent höher. Damit stellt sich nun die Frage ob der Trendwechsel bei der Aktie bereits vollzogen wurde? Ein Blick auf den Chart sollte hier etwas Aufklärung bringen:

Apple Chart mittelfristig

Der MACD, ebenso wie der Slow Stochastics Indikator haben bereits am 31.12.2012 ein kräftiges Kaufsignal generiert, dass sich nun noch einmal deutlich verstärkt hat. Gestern konnte die Apple Aktie auch die 38-Tage Linie bereits wieder zurück erobern und  – noch viel wichtiger – die Gewinne bis zum Handelsschluss verteidigen. Damit bleibt die Aktie zunächst über der oberen Begrenzung des seit September 2012 bestehenden Abwärtstrends. Gelingt es nun auch noch die beiden kleinen Hürden bei 552,50 (23,60er Fibonacci Retracement) und 555,- Dollar (letztes Hoch) zu überwinden, dann wäre der Weg für einen schnellen Anstieg in Richtung 595,- Dollar frei.

Wie schon in meinem letzten Artikel zur Apple Aktie erwähnt, warten auf dem Weg dorthin noch mehrere offene Gaps (bei ca. 572,- und 585,- Dollar)  darauf geschlossen zu werden. Solche Marken üben immer eine magischen Anziehungskraft aus. Denn Kurslücken werden in den überwiegenden Fällen geschlossen, bevor die Aktie dann weiter steigen oder fallen kann. Die endgültige Richtung steht also auch im Falle eines kräftigen Bounce bis an die 600,- Dollar Marke noch nicht fest! Erst darüber kann meiner Meinung nach, auch aus charttechnischer Sicht, Entwarnung gegeben werden. Dennoch, kurzfristig hat sich das Bild bei der Apple Aktie nun wieder deutlich aufgehellt. Der heutige Handelstag dürfte also ganz entscheidend für die weitere Entwicklung der Apple Aktie werden…!

Vorsicht bei Nokia!

Nokia ist die wohl meistdiskutierte Aktie der vergangenen Tage. Viele Analysten zeigen sich geradezu euphorisch darüber dass das neue Lumia 920 am Mark einschlagen wird wie eine Bombe, andere wiederum sind eher skeptisch. Gestern meldete sich Pacific-Crest-Analyst James Faucette hierzu zu Wort. Demnach hat Nokia mit den neuen Windows-8-Phones bislang nicht den erwünschten und oft von der Presse zitierten Erfolg erzielt. Stichproben zufolge sind von den  neuen Nokia Geräten in Westeuropa und Nordamerika nur wenige verkauft worden.Händleraussagen zufolge halte sich damit das Interesse der Kunden in Grenzen. Auch die Analysten der Deutschen Bank sehen das Kursziel für die Aktie eher bei 1,50 Euro als bei 3,-

Die Kursphantasien bei der Aktie, die sich durch die Zusammenarbeit mit China Mobile und der wachsenden Verbreitung des Betriebssystems Windows Phone 8 von Microsoft ergeben, können sicherlich nicht geleugnet werden… Dennoch bleibe auch ich bei meiner eher skeptischen Einstellung was den kurzfristigen Verlauf bei der Aktie anbelangt. Die erwarteten Verkaufszahlen im Weihnachtsquartal müssen zunächst einmal bestätigen welches Potenzial in den neuen Geräten wirklich steckt. Die Kooperation in China ist bislang lediglich auf dem Papier existent. Weder sind hier die Konditionen der von China Mobile stark subventionierten Smartphones am Markt bekannt, noch weiß man was Nokia, auch ohne die wahrscheinlich damit verbundenen Preisnachlässe, pro Gerät verdienen wird. Bis diese harten Fakten auf dem Tisch liegen halte ich mich somit lieber an die Charttechnik…!

Nokia Chart Trendkanal

 

Wie man sehen kann befindet sich die Aktie bereits seit längerem in einem intakten Aufwärtstrend, der grundsätzlich vermuten lässt dass wir in naher Zukunft weiter steigende Kurse sehen werden. Dabei stellt aber zuletzt die runde Marke von 3,- Euro eine massive Hürde dar. Nur knapp darunter, bei 2,78 Euro liegt der letzte Widerstand und die aktuelle Unterstützung der Aktie. Bricht diese Unterstützung wäre auch ein Test der unteren Begrenzung des Trendkanals durchaus noch einmal vorstellbar. Zudem wurde beim letzten kräftigen Anstieg der Aktie ein ordentliches Gap (zwischen 2,534 und 2,628 Euro) hinterlassen. Ich gehe davon aus dass dieses demnächst noch geschlossen wird, bevor ein nachhaltiger Anstieg überhaupt möglich ist. Für spekulativ orientierte Nachzügler wäre ein solcher Rücksetzer dann durchaus interessant, um mit einem kleinen Betrag auf einem mögliches Comeback Nokia´s zu setzen.

Insgesamt bleibt die Nokia Story zwar interessant, es dürfte in dem Segment aber aus meiner persönlichen Sicht deutlich bessere Aktien geben, die weniger Risiko aufweisen und deren Produkte ein gewisses „Alleinstellungsmerkmal“ aufweisen.

Wacker Chemie – Ist das der Befreiungsschlag?

Zum heutigen Handelsstart noch ein kleiner Trading-Hinweis: Mit einem kräftigen Satz nach oben befreit sich die Wacker Chemie Aktien heute nun endlich aus der seit Monaten laufenden Bodenbildungs-Phase . Über 5,5 Prozent auf 46,- Euro ging es zum heutigen Handelsbeginn bei der Aktie des Spezialchemie Unternehmens nach oben. Damit hat sich das charttechnische Bild bei der Aktie nun schlagartig wieder gedreht. Nachholpotenzial besteht hier ja aus meiner Sicht bereits seit längerem…!

Wacker Chemie Chart Ausbruch

Mit der aktuellen Kursbewegung wurde die 38-Tage Linie heute überzeugend durchstoßen. Sowohl MACD als auch Slow Sochastics lieferten bereits zuvor ein entsprechend starkes Kaufsignal. Somit liegen die nächsten Hürden nun bei 47,45 und 48,05 Euro. Werden auch diese in den nächsten Tagen wieder überschritten, dürfte ein Test der runden 50,- Marke unmittelbar bevor stehen. Der nächste ernst zu nehmende Widerstand wartet aber erst knapp unter der 54,- Euro Marke  in Form der 200-Tage Linie. Ich erinnere hier an dieser Stelle auch noch einmal gerne an den kürzlich hier auf Investors Inside veröffentlichten Artikel: „Wacker Chemie – kalt erwischt!“ Es war also genügend Zeit hier einzusteigen, bevor der Zug losfährt….Das wars, mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

P.S. Ach da fällt mir noch etwas ein…Werfen Sie doch mal einen kleinen Blick auf SMA Solar 😉

Ja Solar, Yingli, LDK, Trina Solar, Suntech und Co. – Der Beginn einer neuen Rally?

Mit Aktien der chinesische Solarbranche darf wieder gezockt werden. Gestern konnten nahezu alle Aktien der chinesischen Hersteller von Solarzellen und – Modulen an den US Börsen kräftig zulegen. Grund für den neuen Optimismus waren besser als erwartet ausgefallene Zahlenwerke bei Ja Solar und Yingli Green Energy. Der chinesische Solartechnikkonzern JA Solar Holdings Co. Ltd.  gab bereits gestern Abend seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt. Dabei wurde der Verlust im letzten Quartal nur geringfügig verringert was die Erwartungen eigentlich enttäuschte. Die Umsätze lagen über den Erwartungen des Marktes. JA Solar verzeichnete im dritten Quartal einen stagnierenden Absatz von 418 MW. Erwartet wurde hingegen lediglich ein Absatz von 370 MW. Der Umsatz belief sich auf 1,6 Mrd. Yuan (260,9 Mio. USD), ein Rückgang von 9,2 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal.

Mitstreiter Yingli Green Energie gab ebenfalls die Ergebnisse für das dritte Quartal bekannt. Der Verlust wurde in dem genannten Zeitraum noch einmal ausgeweitet. Der Umsatz lag bei umgerechnet 355,9 Mio. US-Dollar, nach 667,7 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 154 Mio. US-Dollar bzw. 97 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 29 Mio. US-Dollar bzw. 18 Cents je Aktie im Vorjahr. Analysten hatten einen Umsatz von 353,2 Mio Dollar und einen Verlust je Aktie in Höhe von 63 Cents. Angeblich war es aber der „positive“ Ausblick des Unternehmens, der die Anleger wieder veranlasst hat in den chinesischen Solarsektor zu investieren.

Ich weiß ja nicht was an den gelieferten Zahlenwerken gut sein soll, aber der Markt sah dies gestern wohl etwas anders. Die Aktie von Yingli stieg um 13,3 Prozent, Ja Solar legte um 7,7 Prozent zu. Andere Aktien aus dem Sektor wie z.B. LDK Solar (plus 10,3 Prozent) oder Suntech (plus 3,5 Prozent) und Trina Solar gar mit einem satten Plus von über 20 Prozent profitierten ebenfalls von dieser Entwicklung. Ob es sich bei der Kursbewegung wieder mal nur um eine Eintagsfliege handelt, oder diesen Käufen heute auch weitere Anschlusskäufe folgen werden, kann ich beim besten Willen nicht beurteilen. Selbst wenn hier wieder vorübergehendes Kaufinteresse aufkommen sollte, werde ich in diesem Sektor nicht mehr investieren. Denn an eine nachhaltige Wende bei chinesischen Solarfirmen glaube ich persönlich schon lange nicht mehr, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Für kurzfristig orientierte Zocker könnte es sich hingegen lohnen diese Branche nun wieder etwas intensiver zu beobachten..

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Apple Aktie – Gaps ohne Ende, wie geht´s nun weiter?

In den letzten Tagen gehörte die Apple Aktie natürlich auf meine Intensiv-Beobachtungsliste. Wie ich Ihnen schon mehrfach geschrieben habe erachte ich die Kursentwicklung bei Apple für wirklich ausschlaggebend bei der weiteren Entwicklung der US Indizes. Der Rücksetzer auf 505,- Dollar wurde schnelle wieder gekauft. Damit ist zwar das mutmaßliche Kursziel von 486,- Dollar nicht mehr erreicht worden, viele Neuanleger dürften sich aber dennoch gefreut haben nun auch ein paar Stücke dieser Ertragsperle zu deutlich günstigeren Kursen in Ihr Depot legen zu können. Die Meinungen der Analysten, über den weiteren Weg der Aktie, gehen inzwischen weit auseinander, dass es noch einmal lohnen kann einen etwas genaueren Blick auf das kurzfristige Chartbild zu riskieren.

Bereits am Freitag wurde das von mir beschriebene Gap bei 580,- Dollar mustergültig geschlossen. Die Aktie stieg im Anschluss sogar noch deutlich weiter (bis auf 592,- Dollar), was ich zunächst als deutliches Zeichen für die stärke der aktuellen Bewegung gewertet habe. Am Montag hielt sich die Aktie zunächst auf diesem Niveau, konnte dem allgemein negativem Umfeld dann aber doch nicht widerstehen und gab letztlich nach. Mit dem heutigen Tiefstkurs bei 572,- Dollar dürfte diese Schwäche aber nun ihr vorläufiges Ende gefunden haben.

In dem Zusammenhang möchte ich aber noch darauf hinweisen dass durch die Kursturbulenzen bei der Apple Aktie nun mehrere neue Kürslücken entstanden sind, die demnächst noch geschlossen werden könnten. Dass diese Gaps auch tatsächlich geschlossen werden ist hingegen keinesfalls sicher. Zwar besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür, manche Gaps werden aber erst nach Monaten oder gar Jahren (vielleicht auch nie!) geschlossen. Manche auch ganz schnell, wie gestern bei der Research in Motion Aktie.

Das größte und eindrucksvollste Gap entstand bei der heftigen Gegenbewegung nach dem Absturz der Aktie, zwischen 529,- und 539,- Euro. Nachdem Kursverlauf zuvor, der fast ebenso heftig in die Gegenrichtung stattgefunden hat, würde ich dieses Gap aber nicht über bewerten. Ich habe mir die Kurse Mitte November noch einmal etwas näher angesehen und komme zu dem Schluss dass es sich hierbei eher um ein etwas verunglücktes „Island Reversal“ gehandelt hat. Der Eigentlich Boden bei der Aktie sollte nun im Bereich um die 540,- Dollar drin sein. Eine weitere Lücke lag bei 572,- Dollar und wurde heute mustergültig geschlossen, bevor die Aktie dann umgehend wieder angestiegen ist. Und das dritte neue Gap liegt im Bereich zwischen 579,55 und 583,30 Dollar.

Dieses ist also nun das nächste Ziel und ich rechnet damit das dieser Bereich in Kürze wieder erreicht wird. Vielleicht sogar heute schon…Damit sollte dann auch die Bodenbildung bei der Apple Aktie abgeschlossen sein. Der Trend bleibt aufwärts gerichtet und mein Kursziel bleibt bei mindestens 605,- Dollar, bzw. 640,- Dollar. Mehr dazu in den nächsten Tagen…

Vergessene Aktien – Trading-Tipp Jungheinrich AG

Auch wenn in den letzten Wochen die hochkapitalisierten Werte besser gelaufen sind lohnt ein Blick in die zweite Reihe. Geht man davon aus dass sich die Weltkonjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder erholen wird, könnten insbesondere manche Nachzügler-Aktien bereits heute für einen Einstieg sehr interessant sein. Ein klassisches Beispiel hierfür ist nach meinem Dafürhalten die Aktie der Jungheinrich AG. In den ersten Monaten des Jahres hat das Unternehmen den Auftragseingang um 7 Prozent auf 754 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz wuchs in diesem Zeitraum ebenfalls um 11 Prozent auf 698 Millionen Euro. Insgesamt geht der Konzern somit weiterhin von einem Auftragseingang in Höhe von 2,1 Milliarden Euro für das Gesamtjahr aus. Das Ergebnis des Vorjahres soll damit erneut erreicht, oder gar übertroffen werden.

Jungheinrich wird am 09. August sein Zahlenwerk für das abgelaufene Quartal präsentieren. Analysten rechnen damit dass diese gut ausfallen werden und die bisherige Prognose nach oben angepasst werden dürfte. Mit einer Marktkapitalisierung von 340 Millionen Euro, einem KGV von 7,04 für das Jahr 2012 und einem Buchwert je Aktie der über dem aktuellen Kursniveau liegt, würde ich das Chance/Risiko Verhältnis bei der Aktie zudem als äusserst günstig einstufen. Die Aktie befindet sich seit Anfang Mai (noch) in einem intakten Abwärtstrend, der aber nach der Vorlage guter Zahlen schnell verlassen werden dürfte. Die 38-Tage Linie befindet sich bei ca. 22.50 Euro, die 200 Tage Linie knapp unter der 23,- Euro Marke.

Ein Anstieg der Aktie über diese beiden Linien würde somit weiteres deutliches Kurspotenzial freisetzen. Ein erstes Kursziel sehe ich bei 25,- Euro. In einem weiterhin freundlichen Börsenumfeld sollte das letzte Hoch bei 26,60 Euro wieder erreichbar sein. Analysten gehen durchschnittlich von einem Kursziel in Höhe von 29,50 Euro aus. Die Jungheinrich Aktie ist aus meiner Sicht vor der Veröffentlichung der Zahlen einen genaueren Blick wert. Sowohl der Slow Stochastik Indikator als auch der MACD deuten auf ein baldiges Kaufsignal hin, Die Umsätze in der Aktie haben in den letzten Tagen deutlich zugenommen..!

Commerzbank Aktie vor den Zahlen kaufen?

Die Bankaktien konnten sich zuletzt etwas erholen. Nachdem die Anteilsscheine der Commerzbank noch einmal die Tiefstände ausgelotet haben, kam wie erwartet der Rebound und führte über den Widerstand bei 1,18 Euro bis in den Bereich um die 1,30 Euro. Seit vier Tagen konsolidiert die Aktie nun auf diesem Niveau. Dabei wurde die Unterstützungszone zwischen 1,18 und 1,20 Euro zweimal erfolgreich getestet. Inzwischen kann man nun mit etwas Wohlwollen eine Cup an Handle (Tasse mit Henkel)  Formation im kurzfristigen Chart ausmachen, die den Aktienkurs in absehbarer Zeit bis in den Bereich um die 1,46 Euro führen sollte. Mit dem Sprung über die Marke bei 1,28 Euro wäre damit dann zum einen die 38 Tage-Linie erfolgreich überwunden worden und zum anderen die 200 Tage-Linie bei ca. 1.54 Euro fast wieder in greifbarer Nähe. Hier läge dann zusätzlich noch das Verlaufshoch von Anfang Mai das es zu überwinden gilt, um die Bodenbildung bei der CoBa Aktie endgültig abzuschließen.

Am kommenden Donnerstag wird die CoBa den Halbjahresbericht veröffentlichen. Ich betrachte die Vorlage des Zahlenwerks, nach der erfolgreichen und weitreichenden Restrukturierung der Bank, als einen der besten Zeitpunkte der letzten Wochen um bereits im Vorfeld der Veröffentlichung mit einer ersten Position auf einen Rebound zu setzen. Durch die Zusagen der EZB und auch der FED in die Märkte einzugreifen wenn es notwendig wird dürfte insbesondere für die zweitgrößte deutsche Privatbank nun einige großer Risikofaktoren deutlich an Schrecken verloren haben. Gelingt es dem Firmenlenker Martin Blessing zudem durch ein entsprechend überzeugendes Zahlenwerk und die weitere Reduktion der Risikofaktoren wieder mehr Vertrauen in sein Unternehmen zu schaffen, sind die genannten Kursziele schneller in Reichweite als sich so mancher Anleger dies heute bereits vorstellen kann.

Kurzfristig sehe ich somit jetzt eine realistische Chance für demnächst wieder deutlich steigende Kurse bei der Commerzbank Aktie, wenn es gelingen kann die 38-Tage Linie zu überwinden. Achten Sie also verstärkt auf die Zone zwischen 1,28 und 1,30 Euro! Natürlich besteht auch weiterhin die Möglichkeit einer erneuten Enttäuschung bzw. eines weiteren Rücksetzers an den Börsen ausgelöst durch politische Nachrichten. Dann wäre dieses Szenario wohl erneut hinfällig und mein „Spielplan“ für die kommenden Wochen müsste schnell überarbeitet werden. Meiner Meinung nach spricht aber, sowohl aus fundermentaler als auch aus charttechnischer Sicht, jetzt einiges dafür dass es dieses mal vieles anders sein könnte …!

Commerzbank vs. Deutsche Bank – Tiefstände als Doppelboden?

Der Kursverlauf der Commerzbank Aktie hat schon etwas faszinierendes… Gestern ist die Aktie der zweitgrößten deutschen Privatbank auf ein neues Tief gefallen und drohte damit noch weiter abzukippen. Heute kann sich die Aktie wieder etwas erholen. Grundsätzlich bleibt aber bei den Anlegern wohl die Frage offen warum die CoBa Aktie in den letzten Wochen von keiner positiven Nachricht profitieren konnte (und die gab es aus meiner Sicht durchaus!), die schlechten Nachrichten aus dem Umfeld aber immer voll mit einpreist.

Gemeint ist hier insbesondere der Kursverlauf der Deutschen Bank Aktie in den letzten Tagen. Die Aktie des deutschen Branchenprimus steht unter Verdacht im Libor Skandal kräftig mitgemischt zu haben, der Aktienkurs ist darauf hin noch einmal kräftig eingebrochen. Wie man heute lesen kann rechnet man bei der DB mit einer Strafzahlung in diesem Zusammenhang in Höhe von 300 Millionen bis zu einer Milliarde US Dollar. Heute war zu lesen dass die Deutsche Bank trotz der Aufforderung durch die BaFin noch keine Rückstellungen hierfür gebildet hat, was weiterhin für hohe Unsicherheit unter den Anlegern sorgen dürfte. Auch aus charttechnischer Sicht wäre es durchaus im Bereich des Möglichen dass die Deutsche Bank Aktie demnächst noch eimal das Jahrestief bei 20,78 Euro testet. Diese Marken haben nicht selten eine extreme Anziehungskraft, da ein erfolgreicher Retest dann oftmals einen soliden Boden markiert.

Grundsätzlich muss man sich auch die Frage stellen warum die Aktie der Commerzbank an sogenannten starken Tagen weniger von dem positiven Umfeld profitieren kann als beispielsweise spanische oder italienische Banken und warum Kursgewinne bei der CoBa mit am schnellsten wieder abverkauft werden. Das Bankaktien generell nicht gerade „en voque“ sind wissen wir ja, dass die nachweislich angeschlagenen Branchenvertreter aus dem Süden aber besser performen als die Commerzbank, die bereits weitreichende Restrukturierungs-Maßnahmen eingeleitet hat, ist mir persönlich etwas fremd. Letztlich bleibt die Aktie auch weiterhin hochspekulativ. Mit dem Erreichen der Tiefstmarke gestern hat die CoBa Aktie nun aber eine realistische Chance den Boden ein zweites Mal gefunden zu haben. Von hier aus könnte nun eine technisch bedingte Gegenbewegung starten. Sollte diese wieder über die Marke von 1,18 Euro führen, stehen die Chancen für eine Fortführung der Bewegung in den Bereich um die 1,38 Euro nicht schlecht.

Arch Coal und Patriot Coal – Rebound im US Kohlesektor

Einer der wohl am meisten verprügelten Sektoren in den letzten Wochen und Monaten war der US Kohlesektor. Der Grund dafür ist schnell gefunden. Durch das sogenannte Fracking wurde eine neue Technologie entwickelt um an bislang unzugängliche Gasvorkommen zu gelangen. Diese werden nun verstärkt abgebaut und machen den klassischen Energielieferanten wie Kohleproduzenten ernsthafte Konkurrenz. Hinzu kommt noch dass diese neue Technologie von der Obama Regierung aufgrund des geringeren Emissionsausstoßes intensiv gefördert wird. Als erste Reaktion auf diese Veränderung am Energiemarkt sind die Preise für Natural Gas und Kohle extrem gefallen. Anbieter wie Chesapeake Energie, die dieses Verfahren entwickelt haben, wurden somit Opfer ihres eigenen Erfolges. Und natürlich haben die wegen des plötzlichen Überangebotes deutlich fallenden Preise bei Gas auch Ihre Spuren bei der Konkurrenz hinterlassen, den Kohleproduzenten.

Was sich auf den ersten Blick als eine wundersame Mehrung der Energieressourcen der USA darstellt hat aber auch eine Kehrseite. So ist es bislang keinesfalls erwiesen dass diese Technologie nicht auf lange Sicht die Böden und das Grundwasser extrem belastet und somit eine ernsthafte Gefährdung der Mensch in der Umgebung der Bohrlöcher besteht. Probleme können durch die eingesetzten Zuschlagstoffe und Flüssigkeiten entstehen, sobald diese aus den Rissen im Gestein ins Grundwasser übergehen. Hierzulande ist Fracking deswegen in einigen Regionen verboten. In den USA hingegen wo die Besiedlungsdichte deutlich geringer ist, werden die Erdgasvorkommen gerade intensiv ausgebeutet. Nicht ohne Folgen für den Preis…!

 

Jedoch haben auch die Gasförderer inzwischen erkannt dass das Überangebot nur das eigene Geschäft kaputt macht und dementsprechend schon damit begonnen ihre Fördermengen auf ein normales Maß zu reduzieren um Preisstabilität zu erreichen. Wie man im Chart oben sehen kann hat sich der Preis nach anfänglicher Übertreibung nach unten nun wieder etwas eingependelt. Spannend wird es wenn der Preis für Natural Gas wieder über der Marke von 3,- Dollar notiert. Hier liegt Fachleuten zufolge die Preisschwelle an der Kohle grundsätzlich mit Gas konkurrieren kann, und an dem die Kohleproduzenten dann auch wieder anfangen Geld zu verdienen. Ein weiterer Anstieg des Preises über diese Marke würde somit wie ein gehebelter Optionsschein auf die Kohleaktien wirken. Insofern ist es wichtig die Preisentwicklung bei Natural Gas in den kommenden Wochen genau im Auge zu behalten. Hierzu ist auch der UNG (United States Natural Gas ETF) geeignet den ich Ihnen hier gerne noch einmal einstelle:

 

Wir befinden uns in einem US Wahljahr was in diesem Falle für den genannten Sektor eine ganz entscheidende Rolle spielen könnte. Je nachdem wer die US Präsidentschaftswahl für sich entscheiden kann wird das Ergebnis wohlmöglich ganz unterschiedliche Auswirkungen auf die Entwicklung der Gas- und Kohlebranche sowie andere Energiebranchen oder deren Zulieferindustrie haben. Unter Obama werden wohl weiter verstärkt die neuen Energieformen gefördert werden während der Herausforderer Mitt Romney insbesondere die klassischen Energielieferanten wie Öl, Kohle und Gas weiter ausbauen möchte. Unter Romney würden sich somit, aller Wahrscheinlichkeit nach, die Kohleaktien wieder deutlich besser entwickeln als unter Obama. Am Ende bleibt eine Investition in diesen Sektor also auch eine Wette auf den Ausgang der kommenden US Präsidentschaftswahl.

Mein Fazit: Der US Kohlesektor könnte nun vor einem Rebound mit deutlichem Kurspotenzial stehen. Ich bin nach wie vor fest überzeugt, dass wir es hier mit einem typischen Schweinezyklus zu tun haben, der in absehbarer Zeit wieder zu weit höheren Preisen führt. Erste deutliche Anzeichen sprechen dafür dass der Wendepunkt im US Energiesektor nun bald erreicht sein könnte, oder vielleicht schon überschritten wurde. Momentan bin ich mit ersten Positionen bei Arch Coal und Patriot Coal investiert, was sich bei beiden Aktien als richtig erwiesen hat.

Die Patriot Aktie hat seitdem um über 100 Prozent zugelegt, Arch Coal etwas mehr als 30 Prozent. Weitere Kandidaten werden folgen sobald sich der Trend bestätigt, bzw. der Preis von 3,- Dollar bei Natural Gas überschritten wird. Allerdings sollte man die Kandidaten sehr vorsichtig auswählen, da die Voraussetzungen für die Zukunft und die Risikofaktoren doch sehr unterschiedlich sind. Natürlich werde ich Sie in unserem kostenlosen Börsen Newsletter weiterhin über die Entwicklungen in dem Sektor auf dem Laufenden halten, bzw. berichten wenn ich neue Positionen in das Depot nehme.

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