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Trading Update Klöckner, Conti, HeidelCement, Porsche und VW

Die Börsen bleiben extrem volatil. Auch gestern wieder wurde, in den USA, zum Handelsschluss weiter abverkauft, nachdem der Euro erneut unter die Marke von 1,20 gefallen war. Nach wie vor ist es leider so, dass sich die Indizes wohl offenbar nur noch an dem aktuellen Kurs der europäischen Leitwährung orientieren. Leider scheint diese Korrelation auch erst einmal so beibehalten zu werden. In diesem Moment testet der Euro erneut die 1,20 nachdem er bei der Eröffnung noch bei 1,205 gelegen hatte. Ich halte es für einigermaßen übertrieben dem Euro soviel Gewicht beizumessen, aber man kann sich als Trader dieser Tatsache nicht verschließen. Wie bereits geschrieben rechne ich mittelfristig mit noch tieferen Kursen im Euro, dann allerdings nicht auf Grund irgendeiner Krise in Europa, sondern vielmehr um wieder ein gesundes Verhältnis zu anderen Währungen hergestellt zu haben. Zwischendurch sollte aber noch einmal eine kräftige Erholung beim Euro einsetzen, und das ist genau die Situation auf die wir spekulieren..

Ich hatte gestern im Newsletter bereits erwähnt, dass die gesamte Situation an den Börsen momentan sehr stark auf der Kippe steht, und ich auf ein entscheidendes Signal warte. Zum US Börsenbeginn sah es kurzzeitig so aus, als ob dieses Signal nun bald kommen könnte. Der Dow Jones überwand die wichtige Marke von 10.000 Punkten , fiel aber im Anschluss wieder deutlich darunter. Ähnlich verhielt sich die Entwicklung im Dax. Die 6.000 Punkte Marke scheint momentan einen extrem starken Widerstand darzustellen. Diesen zu überwinden bleibt das Ziel, aber auch dann ist noch lange nichts entschieden. Erst wenn der Deutsche Leitindex wieder über 6.150 Punkten notiert, kann man zaghaft von einer Entspannung der Situation sprechen. Für Dow Jones und S&P 500 hieße dies, dass die 10.200 Punkte sowie 1.080 Punkte wieder überschritten werden müssten.

Ungeachtet dieser Situation tut sich aber wiedermal eine Menge Neues bei unseren Depotpositionen. An dieser Stelle noch einmal ein Hinweis an unsere Leser: Im Newsletter haben wir ja bereits darauf hingewiesen, dass wir sozusagen jederzeit bereit sind das ganze Depot wieder aufzulösen, wenn weitere Turbulenzen zu erwarten sind. Wie sich zeigt, ist es in solchen Börsenphasen um so wichtiger sich Qualitätsaktien ins Depot zu legen. Nahezu alle Werte sind heute erneut schön im Plus, und das nicht ohne Grund..

Bei Klöckner & Co. dominiert weiterhin die allgemein schlechte Stimmung in der Stahlbranche, dennoch konnte sich die Aktie inzwischen von den Tiefständen bei 13,50 Euro lösen und notiert wieder etwas freundlicher. Nach dem unglaublichen Abverkauf, der letzten Wochen bei dieser Aktie besteht aber wohl noch kein Grund zum Jubeln. Der Chef des Unternehmens, Gisbert Rühl scheint aber weiterhin ebenso davon überzeugt zu sein wie ich, dass es sich hier nur um eine vorübergehende Phase handelt, und kauft inzwischen schon fast täglich Aktien seines eigenen Unternehmens zu diesen Schnäppchen-Kursen. Ich kann nur noch einmal betonen, dass es schlichtweg falsch ist, einen Stahlhändler wie Klöckner in einen Topf mit Salzgitter, ThyssenKrupp & Co. zu werfen..und auch bei den beiden genannten sehe ich inzwischen eine gewisse Übertreibung nach unten..

Bei Continental und Heidelberg habe ich noch einmal die Kurse von 36,50 bzw. 41,50 zum Einstieg genutzt. Manche mögen mich inzwischen für etwas stur halten, aber ich bleibe dabei, dass diese beiden Unternehmen zu den nächsten Top Aktien mit entsprechender Performance gehören werden. Bei Continental sorgen heute positive Aussagen von Firmenchef Elmar Degenhart für freundliche Kurse. Man hält bei Conti nun eine Umsatzsteigerung von über 10 Prozent für möglich. HeidelbergCement wurde nun erwartungsgemäß in die erste Börsenliga aufgenommen, den DAX. dadurch dürfte sich nun auch das Interesse von internationalen Investoren und Indexfonds an dem Unternehmen deutlich erhöhen. Dass dies dann auch noch in einer Phase geschieht, in der die Aktie durch die letzten Turbulenzen unterbewertet erscheint, war ein glasklares Kaufargument.

Ebenso verhält sich aus meiner Sicht die Situation bei Porsche! Viele Anleger sind inzwischen sehr skeptisch bei der weiteren Entwicklung des Sportwagenbauers, und auch die letzten Absatzzahlen aus den USA lassen einen Porsche-Fan nicht gerade frohlocken. Dazu kommen noch die Meldungen der möglichen Milliardenklagen von Anlegern wegen der geplatzten VW Übernahmen….Dennoch bin ich der Überzeugung, dass Porsche nicht nur überleben wird, sondern zu neuem Glanz erstrahlen kann. Das ist natürlich eine eher mittel- bis langfristige Sichtweise. Der Verlust der Eigenständigkeit durch die VW Übernahme war einerseits bitter für das Image, andererseits bietet diese neue Kooperation auch einige Synergien, von denen sowohl der Mutterkonzern, als auch Porsche langfristig profitieren dürften. Die Planung der neuen Baureihen halte ich für durchaus intelligent, den Kurs der Aktie für eindeutig zu tief! Porsche ist also gestern ebenfalls wieder in unser Depot gewandert!

Was mich natürlich gleich zum Mutterkonzern, der Volkswagen AG bringt! VW, ist und bleibt meine erste Wahl im internationalen Automobilsektor. Leider sind letzte Woche die Stücke die ich zu 64,80 Euro gekauft hatte, per StoppLoss, aus dem Depot geflogen, was mich ein wenig geärgert hat, aber konsequenter Weise notwendig war. Die Indizes sahen einfach nicht mehr gut aus, vor ein paar Tagen Ich habe aber nach den jüngsten Nachrichten von VW, in Verbindung mit der durchaus vorhandenen China-Phantasie, nach dem kleinen Rücksetzer für 68,62 Euro, wieder gekauft. Sollten die Börsen sich beruhigen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir Kurse unter 70,- Euro bald nicht mehr sehen werden. Goldman Sachs ist weiter sehr optimistisch für die Zukunft der Wolfsburger, und traut der Aktie nahezu eine Verdoppelung zu. Das dürfte aber noch ein wenig dauern, Kurse um 90,- Euro halte ich noch in diesem Jahr für möglich.

Rückschlag für Washington Mutual Aktionäre

Heute ist mal wieder ein extrem spannender Tag für die Aktionäre der Washinton Mutual. Die Aktionäre die ihre Rechte bereits in den vergangenen Wochen deutlich gestärkt haben formieren sich nun wieder neu um von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer noch einmal die Vorgänge vor der Pleite des Unternehmens genau prüfen zu lassen. Dies weckte zunächst neue Hoffnungen, dass es doch noch zu einer angemessenen Entschädigung der Aktionäre kommen könnte. Insbesondere sollte nun noch einmal geprüft werden, welche Rolle der Einlagensicherungsfond damals bei der Übernahmen durch JP Morgan gespielt habe, bzw. ob eine Zerschlagung des Unternehmens zum damaligen Zeitpunkt erforderlich gewesen sei. Mit der erneuten Prüfung dieser Vorgänge wollten die Aktionärsvertreter beweisen, dass hier vorschnell gehandelt wurde und somit ein unnötiger Schaden für die Anleger entstanden sei.

Sollte dies der Fall, und nachweisbar sein, stünden die Chancen für eine Entschädigung durch die FDIC und oder JP Morgan nicht schlecht. JP Morgan hingegen versucht nun mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln diese erneute Prüfung zu verhindern, was darauf schließen lässt, dass etwas dran sein könnte an den Vorwürfen. Leider wurde dieses Gesuch der Aktionärsvertreter heute im ersten Anlauf vom Insolvenzrichter abgelehnt. Initiiert wurde diese erneute Prüfung von insgesamt 16 verschiedenen Investmentfonds die mit einer Gesamtsumme von 2.3 Milliarden Dollar an dem Unternehmen beteiligt waren. Eine Spekulation auf einen positiven Ausgang der WaMu Story wird somit vielleicht auf nun niedrigerem Niveau vielleicht wieder interessanter, dennoch ist es noch keineswegs sicher, dass der Fall überhaupt neu aufgerollt wird. Im ersten Anlauf ist man nun gescheitert…

Deutlicher Gewinnsprung bei Volkswagen

Nach einem Verlust von 279 Millionen im Vorjahreszeitraum konnte der VW Konzern heute einen deutlichen Gewinnsprung vorweisen. Im abgelaufenem Quartal haben die Wolfsburger nun 848 Millionen Euro verdient. Vor Steuern erwirtschaftete der VW Konzern 703 Millionen Euro Besonders profitieren konnte VW von den guten Geschäften in China, aber auch in Westeuropa und Nordamerika hat die Nachfrage nach der Marke VW weiter deutlich angezogen. Die Marke Volkswagen kam auf 416 Millionen Euro, nach einem Verlust im Vergleichsquartal von 279 Millionen Euro. Noch besser schlug sich die Ingolstädter Schwestermarke Audi. Sie erzielte in den ersten drei Monaten einen operativen Gewinn von 478 Millionen Euro. Weiterhin hohe Verluste verzeichnete die spanische Tochter Seat mit einem Minus von 110 Mio EUR. Auch die britische Luxusmarke Bentley und die Nutzfahrzeuge schrieben rote Zahlen. Die Umsatzerlöse des Gesamtkonzerns im ersten Quartal konnten um 19,4 Prozent auf 28,6 Milliarden Euro gesteigert werden.

Die VW Story dürfte also noch ein wenig weiter gehen. Die neue Strategie des Unternehmens verspricht auch weiterhin hohes Wachstum und gute Absatzzahlen. Besonders die neuen Expansionspläne in die Schwellenländer China und Brasilien sowie die Neuausrichtung auf ökologische Fahrzeuge sollten ihren Beitrag dazu leisten. Die Nutzfahrzeugsparte wird ebenfalls gerade unstrukturiert und auch hier zeichnet sich eine baldige Besserung ab. Einzig und alleine das Luxussegment macht ein wenig Sorgen, Aber auch hier dürfte zwangsläufig , bei weiter steigenden Börsen und damit verbundenem Wohlstand bald wieder Belebung einkehren. Ich hatte ja bereits heute Morgen in unserem Newsletter darauf hingewiesen, dass der Aktienkurs nun wieder deutlich steigen sollte. Einige Leser sind dem Rat gefolgt und freuen sich jetzt schon über schöne Gewinne. Kurse unter 72,- Euro können heute noch bequem zum Einstieg für langfristig orientierte Anleger genutzt werden.

Pressestimen zu HeidelCement, Porsche und VW

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat seine Bankverbindlichkeiten umgeschuldet und deren Laufzeit verlängert. Die neue syndizierte Kreditlinie von 17 Banken über ein Volumen von 3 Milliarden Euro laufe bis 31. Dezember 2013, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Sie löse die verbliebenen Verbindlichkeiten aus der bisherigen Kreditvereinbarung mit einer Laufzeit bis Dezember 2011 ab. Die neue Kreditlinie solle vor allem als Liquiditätsreserve fungieren. ?Mit dem neuen syndizierten Kreditvertrag sichern wir uns ausreichend Liquidität bis Ende 2013 zu deutlich besseren Konditionen als bisher?, sagte Konzernchef Bernd Scheifele laut Pressemitteilung./dpa-AFX

Weil der Automarkt in China unerwartet kräftig wächst, muss der größte europäische Autobauer Volkswagen seine Investitionen in dem Land um 1,6 Milliarden auf 6 Milliarden Euro anzuheben. Mit dem Geld will der Konzern seine führende Stellung in China verteidigen, wie der Autobauer am Montag in Wolfsburg mitteilte. „Das Wachstum des chinesischen Marktes übertrifft alle Erwartungen“, sagte Konzernchef Martin Winterkorn. Außerdem will VW in China in den Bau von Elektroautos einsteigen. Die 6 Milliarden Euro sollen laut VW in neue Modelle und weitere Produktionskapazitäten in China gesteckt werden. Finanziert werden die Summen allein durch Einnahmen in China./RP Online

Porsche ruft von seinem neuen Sportwagen Panamera alle bisher gebauten Exemplare zurück. Betroffen seien weltweit rund 11.300 Fahrzeuge, sagte ein Porsche-Sprecher in Stuttgart. Bei den Autos könne es zu Problemen mit den Sicherheitsgurt-Straffern kommen, wenn die Sitze mehrmals in Folge verstellt würden. Der Rückruf finde vorsorglich statt. Betroffene Kunden würden bereits seit Anfang März angerufen und in die Werkstätten gebeten. Bisher seien keine Vorkommnisse bei Autobesitzern im Zusammenhang mit dem Problem bekannt./Business-Panorama.de

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