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Panikartige Verkäufe bei Mastercard und Visa

Der Kreditkartenbranche droht Ungemach! Die Aktien der Kreditkartenunternehmen Mastercard und Visa sind gestern ordentlich unter die Räder gekommen. Panikartige Verkäufe schickten die Visa Aktie um 12,87 Prozent in den Keller. Die Anleger reagieren damit heftig auf die Vorschläge der FED, die Gebühren der Kartenanbieter künftig drastisch zu limitieren. Auch die Aktien von Mastercard Inc. verlieren über zehn Prozent. Sollten die Entwürfe der FED umgesetzt werden, könnten den Unternehmen künftig Milliarden US-Dollar an Einnahmen fehlen. Die Umsätze würden zwangsläufig massiv einbrechen. Nach dem Vorschlag der FED soll die so genannte interchange fee auf zwölf US-Cent je Transaktion beschränkt werden, was natürlich für die Kunden eher erfreulich sein dürfte.

Bisher hat die durchschnittliche Transaktionsvergütung bei ca. 44 Cent gelegen, also etwa viermal so hoch wie jetzt geplant. Was das für die Kartenunternehmen bedeutet kann man sich leicht ausrechnen. Die Pläne der FED würden sicherlich die gesamte Kreditkartenbranche auf einen harten Prüfstand stellen. Es ist davon auszugehen wenn dieser Vorschlag auch nur ansatzweise in dieser Höhe verabschiedet werden sollte, die Aktienkurse noch weiter deutlich einbrechen könnten. Unter den gegebenen Umständen würden wir bis zur endgültigen Klärung nicht in diesem Sektor investieren, wenn dann wohl nur auf der Short-Seite…

BP und Transocean stehen erneut am Pranger

Das war zu erwarten, die USA verklagen nun die für die Ölkatastrophe der Bohrplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko verantwortlichen Unternehmen auf entsprechenden Schadenersatz in Milliardenhöhe. Im Rahmen des „Oil Pollution Act“ und des „Clean Water Act“ soll nun der entstandene Schdaen geltend gemacht werden. Angaben über das Gesamtvolumen der Schäden in Folge der Ölkatastrophe wurden in der Klage nicht genannt. Das US-Justizministerium hat am Mittwoch eine Zivilklage gegen eine Tochter der britischen BP und mehrere Töchterunternehmen der Transocean Ltd eingereicht. Transocean war zur Zeit des Unglücks die Inhaberin und Betreiberin der gesunkenen Ölplattform Deepwater Horizon. Die Klage wurde bei einem Bundesgericht in New Orleans eingereicht.

Die US-Regierung ist der Auffassung das es sich bei dieser Ölkatastrophe um einen eklatanten Verstoß gegen Umweltgesetze und Sicherheitsregularien handelt, und damit die größte Naturkatastrophe in der Geschichte der USA verursacht wurde. Es ist wohl davon auszugehen, dass hier ein Exempel statuiert werden soll. Zwar geht es dem Justizminister Holder offiziell darum, dass nicht der Steuerzahler erneut zur Kasse gebeten wird um die entstandenen Schäden zu beseitigen, der langfristige Schaden für die gesamte Erdbevölkerung, und damit meine ich nicht nur die Menschen, ist derzeit aber noch gar nicht bezifferbar.

BP ist bereit für den offensichtlichen Teil dieses Schadens aufzukommen, und hat dies auch bewiesen, bei Transocean hingegen hat man sich bislang deutlich bedeckter gehalten. Zwar konnte sich der Aktienkurs seit der Katastrophe wieder deutlich erhöhen, ich sehe hier aber eine gewisse mittelfristige Gefahr, dass durch das große öffentliche Interesse hier letztlich ein Bauernopfer gefordert werden könnte. Sollte Transocean dann in ähnlichem Umfang zur Kasse gebeten werden wie BP dürfte es sehr eng für das Unternehmen werden, aber das kann bei solchen Prozessen ja noch Jahre dauern…

Intercell AG Aktie stürzt ab!

Intercell AG, einer der einstigen Highflyer an der Wiener Börse stürzt heute ab. Mit einem satten Minus von über 40 Prozent quittieren die Anleger des Biotechnologie Unternehmens heute die Meldung, dass einer der Hoffnungsträger des Unternehmens, ein einfach anzuwendenden Pflaster gegen Reisekrankheiten, doch nicht den erwünschten Erfolg erzielt hat. Das  Produkt hatte bereits die Phase II-und Phase III-Studien durchlaufen und dabei Entwicklungskosten in Höhe von 167 Millionen Euro verschlungen.

Der Verlust werde im Geschäftsjahr 2010 daher erheblich höher ausfallen als das bislang erwartete Minus von ca. 40 Millionen Euro, hieß es weiter. Die Intercell AG hatte den Verlust bereits im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt. Die Geschäftsleitung reagierte Enttäuscht, die Anleger geschockt. Man wolle sich nun auf andere Präparate konzentrieren hieß es in der heutigen Pressemitteilung. Dazu zählen vor allem Impfstoffe gegen Krankenhausinfektionen, sowie ein weiteres Projekt in Kooperation mit der US-Firma Merck & Co.

Der Chart sieht wirklich böse aus. Fachleute beziffern den heutigen Totalverlust des Hoffnungsträgers mit mindestens sieben Euro je Aktie. Auch wenn ein kurzfristiger Zock bei solchen Abstürzen immer reizvoll erscheinen mag dürfte hier das letzte Wort über die künftige Richtung des Kurses noch nicht gesprochen sein. Wir setzten den Titel auf unsere Watchlist, werden aber frühestens bei Kursen unter 8,- Euro die Beobachtungen intensivieren.

Was ist los bei VW, Porsche, BMW und Daimler?

Die Aktien der Autobauer haben einen langen Anstieg hinter sich, und viele Anleger dürften in den vergangenen Wochen ordentliche zweistellige Renditen auf Ihre Investments in die deutschen Automobilbranche erwirtschaftet haben. Heute stehen die Aktien von VW, Porsche, BMW und Daimler unter Druck, nachdem sich bereits gestern im Tagesverlauf angekündigt hatte, dass hier Gewinnmitnahmen erfolgen könnten. Diese fielen aber heute teilweise überaus heftig aus und schickten die deutschen Zykliker zunächst einmal kräftig um bis zu sieben Prozent in den Keller. Wie immer an solchen Tagen neigt der Markt zu Übertreibungen, was natürlich umso ärgerlicher ist wenn man den Stopp relativ weit gewählt hat, und dann letztlich doch ausgestoppt wird.

Auch wir mussten uns somit heute morgen von unseren Positionen kurzzeitig trennen. Diese haben wir aber bereits fast vollständig und deutlich tiefer heute wieder zurück gekauft. An unserer Einschätzung zu der Branche und deren Aussichten für das kommenden Geschäftsjahr hat sich nichts geändert. Einen kleinen Wermutstropfen gab es aber dann doch, Ein möglicher Grund für den heutigen Kursverlauf der Automobilaktien dürfte auch eine Nachricht aus China gewesen sein. Berichten zufolge will die Regierung in Peking ab dem kommenden Jahr Kaufanreize für Autos in Form von Mehrwertsteuernachlässen streichen,außerdem munkelt man dass nur noch ein Auto pro Haushalt erlaubt sein dürfe.

Natürlich sind das keine besonders guten Nachrichten aus dem Hauptabsatzmarkt der deutschen Premium-Hersteller, sollten sich die Gerüchte bewahrheiten. Dennoch dürfte auch dann noch genügend Bedarf in China für die Autos von VW, Porsche, BMW und Daimler übrig sein um die Nachfrage weiter anzukurbeln. Die heutigen Abschläge sehen wir vor allem technisch bedingt. Noch ist unklar, ob und in welchem Umfang Vergünstigungen in China überhaupt gestrichen werden. Die VW Aktie hat heute den langfristigen Aufwärtstrend noch einmal getestet, und somit nach dem starken Anstieg etwas Luft abgelassen. Hier sollte nun das Fundament für einen weiteren Anstieg gelegt worden sein..

Audi führt die Geländewagensparte von VW und Porsche

Während sich das Personalkarussell bei Volkswagen weiter fröhlich dreht wird der Konzern immer mehr unstrukturiert, und künftige Kompetenzen klar verteilt. So wurde heute bekannt, dass nachdem Porsche kürzlich die Schirmherrschaft für die gesamte Sportwagensparte des VW Konzerns übertragen wurde, nun Audi im Gegenzug dazu gesamtverantwortlich für den Bereich SUV/Geländewagen zeichnen soll. So erhält der Ingolstädter Autohersteller die Entwicklungshoheit für den VW Touareg, den Audi Q7 und den Porsche Cayenne. Zuletzt lag die Zuständigkeit für diese Baureihen maßgeblich im Porsche-Entwicklungszentrum Weissach.

Was sich bei der Entwicklung und Produktion der kleineren Geländewagen künftig ändern soll wurde nicht bekannt. Immerhin dürften die Baureihen Audi Q5, VW Tiguan und Porsche Cajun nicht minder interessant für die konzerninternen Rivalen sein. Interessant dürfte hingegen werden wer sich in Zukunft um die Produktion der kleinen Geländewagen kümmern soll. Ich tippe mal auf den Mutterkonzern. Es sieht zunächst also für den außenstehenden Betrachter so aus, als ob man Audi nun nach der Favorisierung von Porsche auch ein kleines „Zuckerl“ gönnen möchten um den Frieden im Konzern nicht zu gefährden. Auch strategisch dürfte diese Entscheidung langfristig Sinn machen.

Vermögende Deutsche Bank Kunden investieren wieder

Die Deutsche Bank zeigte sich heute erneut optimistisch über die Zukunft ihrer Vermögensverwaltungssparte. Das Geldinstitut rechnet in Kürze mit einer Trendwende bei den Mittelabflüssen bei den vermögenden Privatkunden. „Das dreht sich wieder“, sagte der Chef des Bereichs, Pierre de Weck, der Schweizer Zeitung „Finanz und Wirtschaft“. Noch im dritten Quartal hatten die Kunden in der privaten Vermögensverwaltung unter dem Strich drei Milliarden Euro abgezogen, jetzt geht man seitens der Deutschen Bank davon aus, dass bald wieder Mittelzuflüsse zu erwarten sind.

Wachstumschancen für das Vermögensverwaltungsgeschäft man bei der Deutschen Bank vor allem in Asien. Man geht dort davon aus, das der asiatische Markt in fünf Jahren werde etwa so groß wie der europäische sein wird. „Wir wollen dort das Geschäft im Wealth Management innerhalb von drei Jahren verdoppeln“, kündigte der DB Manager De Weck an. Dabei will sich das Geldhaus speziell durch die Konzentration auf sehr große Vermögen und eine intensive Zusammenarbeit zwischen Investment Banking und Wealth Management von der Konkurrenz abheben.

Durch die Übernahme von Sal. Oppenheim hat die Deutsche Bank zuletzt das Vermögensverwaltungs-Geschäft deutlich ausgebaut , über  weitere Zukäufe ließ die Deutsche Bank verlauten, das man grundsätzlich auf organisches Wachstum setze. Wenn sich jedoch eine gute Gelegenheit ergäbe „sagen wir nicht a priori Nein“, hieß es in der Meldung. Nun die Deutsche Bank ist sicherlich auf dem richtigen Weg. Große Vermögen erfolgreicher Menschen aus Asien werden wohl in den kommenden Jahren weiter deutlich zunehmen. Die Weichenstellung der DB in diese Richtung ist also zu begrüßen. Der Aktie hilft das heute wenig. Noch immer befindet sich das Papier in einer sehr angespannten charttechnischen Lage. Fundamental betrachtet ist die Aktie für uns weiterhin ein klarer Kauf.

Porsche gewinnt weitere Aktionärsklage

Der Sportwagenbauer Porsche hat heute einen weiteren Erfolg bezüglich der drohenden Sammelklagen erzielt. Demnach sind zwei Gruppen von Porsche-Aktionären mit einer Klage gescheitert, die Beschlüsse der Hauptversammlung des Sportwagenbauers von 2009 zu kippen. Das Oberlandesgericht Stuttgart wies am Mittwoch nach einer Berufungsverhandlung die Anfechtungsklage ab. Hauptpunkt der Klage waren die damals getroffenen Beschlüsse über die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates nach der gescheiterten VW Übernahme, sowie die Vergütung der Kontrollorgane. Alleine der Verdienst des damaligen Konzernlenkers Wendelin Wiedeking soll sich in der Folge auf 77,4 Mio. Euro belaufen haben.

Die Aktionärsvertreter hatten reklamiert, dass die Aktionäre damals nur sehr unzureichend über die hoch komplizierten Absicherungsgeschäfte informiert worden zu seien. Das Gericht stellte fest, dass keinerlei Fehler bei den damals gefassten Beschlüssen gemacht worden sind, verwies aber auch darauf, dass weder die Höhe der Vergütungen noch das Vorgehen der Handelnden Bestandteil der Prüfung gewesen ist. Mit der Entscheidung folgte der Vorsitzende Richter Eberhard Stilz einem Urteil des Landgerichts Stuttgart vom Frühjahr. Die Revision zum deutschen Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen. Dagegen kann noch eine Nichtzulassungsbeschwerde eingereicht werden.

Porsche und VW legen in den USA weiter kräftig zu

Der Automobilhersteller Porsche hat seinen Absatz in den USA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut deutlich gesteigert. Vor allem die starken Verkäufe der Modellreihe Cayenne, der seit Juli 2010 in den USA erhältlich ist, waren für den neuen Absatzrekord verantwortlich. Mit insgesamt 1.139 ausgelieferten Exemplaren legten die Käufe im Vergleich zum Oktober 2009 um 141 Prozent zu. Insgesamt , über alle Baureihen steigerte der Stuttgarter Autobauer mit 2.647 Fahrzeugen die US-Auslieferungen um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch der viersitzige Panamera konnte mit einem Zuwachs von 108 Prozent auf 747 Wagen weiterhin überdurchschnittlich zulegen.

Porsche war aber gestern Abend nicht der einzige deutsche Automobilproduzent der glänzen konnte. Auch der neue Mutterkonzern Volkswagen, der zu 49,9 Prozent an Porsche beteiligt ist , konnte erneut gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,9 Prozent auf 20.084 Fahrzeuge zulegen. Nach Angaben des Konzerns verkauften sich neben dem Jetta vor allem der kompakte Golf, der kleine Geländewagen Tiguan und der zusammen mit Chrysler gebaute Minivan Routan deutlich besser. Dagegen fielen der große Geländewagen Touareg und der in die Jahre gekommene New Beetle merklich in der Gunst der Kundschaft.

Unsere Einstellung, bzw. Kursziele für die beiden Aktien sind unseren Lesern ja bereits hinlänglich bekannt. Insbesondere für Porsche Aktionäre dürften die nächsten Monate sehr spannend werden. Wenn auch Sie regelmäßig über unsere Investmentideen informiert werden möchten können Sie sich jetzt hier für unseren kostenfreien Börsen Newsletter eintragen!

YRC Worldwide, „YES“- Restrukturierung steht, Aktie legt deutlich zu

In der dritten Abstimmungsrunde gaben die Mitarbeiter der Union YRC Worldwide Inc. am Wochenende Ihre Zustimmung zur Umstrukturierung, des durch die Finanzkrise ins Trudeln geratenen Transportkonzerns YRC Worldwide. Die Gewerkschaft „International Brotherhood of Teamsters“ berichtete am Samstag, dass 62 Prozent der Stimmen ihrer Mitgliedern mit „Yes“ für einen entsprechenden Restrukturierungsplan des Unternehmens abgegeben wurden. Die künftigen Einsparungen umfassen dabei in erster Linie Reduktionen beim Gehalt und den Rentenbezügen der Angestellten bis zum Jahr 2015. Die Gewerkschaft, die rund 25.000 Beschäftigten repräsentiert, berichtete weiter, dass rund 67 Prozent der Arbeitnehmer ihre Stimme abgegeben haben.

Durch die neue Vereinbarung wird das Unternehmen geschätzte 350.000.000 $ pro Jahr, oder 7,30,- $ je Aktie einsparen können. „Wir wissen, dass unsere Mitarbeiter im Zuge dieses Umstrukturierungsplans große Opfer bringen. Die letzte Zeit war sehr schwierig für unsere Mitglieder und deren Familien, wir alle haben in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten mitgemacht“,  sagte Tyson Johnson, Direktor der Teamsters National Freight ,in einer Pressemitteilung. „Allerdings sind wir davon überzeugt dieser Plan die einzige Hoffnung für die Rettung der Jobs unserer Mitglieder darstellt.“

Diese neuen Regelungen beim Arbeitsvertrag dürften nun mittelfristig zu einer verbesserten, marktorientierten, und  wettbewerbsfähigen Kostenstruktur sowie eine verbesserte Effizienz, bei YRCW führen, um den Anforderungen des heutigen Verkehrs-und Supply-Chain-Kunden zu erfüllen“, YRC COO Mike Smid sagte auf der Unternehmenswebsite Website. „Angesichts der Fortschritte, die wir in den letzten beiden Quartalen vorgenommen haben, bietet dieser neue Tarifvertrag eine tragfähige Grundlage für langfristiges Wachstum.“

Das Abstimmungsergebnis ist für das Unternehmen extrem positiv zu sehen, dementsprechend steigt der Kurs heute bereits in Deutschland um über 30 Prozent. Die Mitarbeiter, die bislang deutlich übertariflich bezahlt wurden sind nun, nach der Reduktion ihrer Gehälter um ca. 15 Prozent auf landesüblichem Niveau angelangt. Die übertarifliche Bezahlung aus den fetten Jahren des Konzerns wurde für 3 Jahre auf Eis gelegt, was dem Unternehmen genügend Zeit geben sollte wieder an die alten Erfolge anknüpfen zu können, und sich entsprechende Marktanteile für die Zukunft zu sichern. Damals stand der Aktienkurs noch bei über 1.000,- Dollar, ob diese jemals wieder erreicht werden ist fraglich, es besteht nun aber wohl eine durchaus berechtigte Chance auf ordentlich zweistellige Kurse… Man darf gespannt sein wie die Amerikaner heute Nachmittag diese guten Neuigkeiten interpretieren werden.

Chinesen lieben Volkswagen!

„Wir werden eine neue Bestmarke erreichen“, sagt Christian Klinger. Außerdem soll der Vertrieb „massiv ausgebaut werden. das was eigentlich bereits lange vermutet wurde machte Vertriebsvorstand Klinger nun offiziell. Dieser Optimismus kommt nicht zufällig, insbesondere die Absatzzahlen aus China ließen den Autobauer aus Wolfsburg die selbst gesetzten Ziele immer weiter anheben. Volkswagen will in den kommenden Jahren massiv in ein erweitertes Händlernetz in der Volksrepublik investieren, und die Zahl der Händler auf 2.600 glatt verdoppeln. Der Konzern erhofft sich dabei bereits im kommenden Jahr bis zu zwei Millionen Fahrzeuge alleine in China absetzen zu können.

Im Jahr 2009 hatte der VW-Konzern mit 6,3 Millionen abgesetzten Autos den bis dahin besten Wert der Firmengeschichte erreicht, und das wohlgemerkt trotz der weltweiten Autokrise. Bis Ende September diesen Jahres verkaufte Volkswagen nun ebenfalls erstmals in der Firmengeschichte über fünf Millionen Autos. Im Jahr 2009 waren es zu diesem Zeitpunkt erst 4,76 Millionen abgesetzte Fahrzeuge gewesen. VW-Chef Martin Winterkorn hat dem Konzern das Ziel gesetzt, bis spätestes 2018 Toyota als Weltmarktführer abzulösen, und scheint dabei auf einem guten Weg zu sein Der Kfz-Absatz soll bis dahin auf mehr als zehn Millionen Fahrzeuge steigen, sicherlich ein ambitioniertes aber nicht unerreichbares Ziel! Toyota lag im Krisenjahr 2009 noch bei 7,8 Millionen abgesetzten Fahrzeugen.

Die eingeschlagene Strategie dürfte sich für den VW Konzern weiterhin auszahlen. Auch die Expansion in einen weiteren gigantischen Absatzmarkt wie Indien dürfte sich wohl bereits im kommenden Jahr auszahlen. Angesichts dieser Wachstumsaussichten erscheint die VW Aktie bereits heute deutlich zu günstig zu sein. Auch die ausgegebenen Kursziele der Analysten von 110 bis 130,- Euro je Vorzugsaktie werden wohl in Kürze noch einmal überarbeitet werden. Sollte es VW gelingen die gesteckten Ziele zu erreichen halte ich auch Kurse von weit über 200,- Euro in den kommenden Jahren für möglich.

Deutsche Bank – Kapitalerhöhung zeichnen?

Die Deutsche Bank hat heute den endgültigen Bezugspreis für die neuen Stammaktien festgesetzt. Demnach werden mit der in Kürze anstehenden Kapitalerhöhung neue Aktien zu einem Kurs von 33,- Euro je Aktie ausgegeben, teilte der deutsche Banken-Branchenprimus gestern Abend mit. Der Wert der Kapitalerhöhung liegt somit etwas höher als dies vom Markt zunächst erwartet worden ist. Mit nunmehr 10,2 Milliarden Euro durch die Ausgabe von insgesamt 308,6 Millionen neue Stammaktien ohne Nennbetrag erhöhen sich die Einnahmen durch diese Kapitalmaßnahme um ca 400,- Millionen Euro. Ursprünglich war man von einem Ausgabepreis von ca. 31,80 Euro ausgegangen.

Mit rund 8 Milliarden Euro aus dieser Kapitalerhöhung will die Deutsche Bank die Übernahme der Postbank finanzieren. Der Rest des Geldes soll dazu dienen, die Eigenkapitaldecke der Deutschen Bank weiter zu stärken um das Unternehmen für die strengeren Basel-III-Eigenkapitalregeln fit zu machen. Das Bezugsverhältnis der neuen Aktien entspricht 2 : 1. Die jungen Aktien haben dabei volle Gewinnanteilsberechtigung für das Gesamtjahr. In der Zeit vom 22. September bis einschließlich 5. Oktober 2010 können die Aktionäre ihre Bezugsrechte (WKN A1E8H8 / ISIN DE000A1E8H87) ausüben. Anteilseigner, die keine jungen Aktien beziehen wollen, können ihre Bezugsrechte über die Börse verkaufen. Der Bezugsrechtehandel findet zwischen dem 22. September und dem 1. Oktober statt. Die Lieferung der im Rahmen des Bezugsrechtsangebots bezogenen neuen Aktien erfolgt am 6. Oktober 2010.

Soll man als Deutsche Bank Aktionär diese Kapitalerhöhung zeichnen oder nicht, bzw. ist nun ein guter Zeitpunkt für ein Neuengagement? Der Kurs der Deutschen Bank Aktie hat seit Bekanntgabe der geplanten Kapitalerhöhung inzwischen knapp 8 Prozent nachgegeben. Dennoch sind einige Fachleute der Meinung, dass ein größerer Abschlag gerechtfertigt wäre. Bei einem derzeitigen Aktienkurs von ca 47,- Euro würde die grobe Rechnung so aussehen: (47 + 47 + 33) : 3= 42,34 betrachtet man den reinen Aktienkurs. Nimmt man aber die volle Berechtigung zum Erhalt der diesjährigen Dividende hinzu verbessert sich das Ergebnis geringfügig. Charttechnisch scheint die Unterstützung momentan bei 44,65 zu liegen. Etwas weiter unten kann man eine Haltelinie bei ca. 42,35 Euro ausmachen. Ein Engagement irgendwo zwischen diesen beiden Linien erscheint unter langfristigen Gesichtspunkten somit durchaus interessant zu sein..

Trading Update YRC Worldwide, Washington Mutual, Dryships

Bei YRC Worldwide erleben die Aktionäre bereits seit Wochen eine Berg- Und Talfahrt. Natürlich spielt auch hier die allgemeine Marktlage eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Nachdem es zunächst am Anfang der Woche gelungen ist die wichtige Marke von 0,30 Dollar nahezu zurück zu erobern mussten in dem schlechten Marktumfeld gestern dann erneut Abgaben  bis in den Bereich um die 0,27 Dollar hingenommen werden. Noch immer ist ein großer Teil des Feefloats in den Händen von Shortsellern, allerdings nimmt dieser Anteil weiterhin stetig ab, ebenso wie die Umsätze in der Aktie die weiter rückläufig sind. Die Situation scheint sich nun allmählich zu beruhigen. Anleger warten gespannt auf die zahlen zum dritten Quartal, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Noch immer ist unklar ob das Unternehmen demnächst einen Reversesplit ankündigen wird, oder eine Verlängerung bei der Nasdaq beantragt wird. Ich tippe mal auf die Verlängerung der Frist, sollte dieser Antrag durchgehen, stehen dann die Chancen nicht schlecht, dass die YRCW Aktie aus eigener Kraft die Marke von einem Dollar bis zum Jahresende wieder erreichen kann. Wir bleiben in jeden Falle dabei!

Bei Washington Mutual tut sich auch mal wieder einiges. Mal abgesehen von dem wieder deutlich höheren Kurs und den weiter anziehenden Umsätzen wird die Nachrichtenlage um das Unternehmen, bzw. die Übernahme durch JP Morgan immer interessanter. Zum einen war bislang die Tatsache, dass der Kauf durch die amerikanische Investmentbank JP Morgan noch gar nicht offiziell abgeschlossen ist bis vor wenigen Tagen noch nicht bekannt. Kürzlich hat das Wall Street Journal das Thema aufgegriffen, und somit die Spekulationen um eine deutlich höhere Abfindung der Aktionäre erneut angeheizt. Auch in anderen Wirtschaftsmagazinen wird wieder kräftig öffentlich diskutiert wie hoch diese Abfindung sein sollte. Der größte Teil der Befragten ist der Meinung aus, dass JP Morgan  mehr als 20 Milliarden Dollar für die ehemals größte Sparkasse der USA zahlen sollte, was immerhin einer Verzehnfachung des momentanen Einsatzes entsprechen würde. Sicherlich ein Ausblick der es wert ist dabei zu bleiben!

Unser „Sorgenkind“ die Aktie von Dryships will nicht so recht in die Gänge kommen. Genau genommen hält dieser Zustand nun schon seit einigen Wochen an. Dennoch sind wir weiterhin davon überzeugt, dass der Knoten irgendwann platzen wird. Noch immer scheint das Unternehmen unter der Ölkatastrophe im Golf von Mexico zu leiden. Dryships betreibt bereits zwei mobile Bohrplattformen, vier weitere befinden sich im Bau. Diese Neuausrichtung des Unternehmens, dass sich zuvor auf den Containermarkt konzentriert hat, kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass die Menschheit mittelfristig nicht umher kommen wird die Öl-Ressourcen in den Weltmeeren zu fördern um den Weltbedarf an Öl abzudecken. Dryships dürfte für diese Aufgaben hervorragend positioniert sein. Eine schlechtere Alternative für das Unternehmen wäre die vier im Bau befindlichen Drillig Rigs mit Verlust wieder zu verkaufen, wenn bis zur Fertigstellung keine neuen Aufträge generiert werden können. Fazit: Ein Engagement drängt sich nicht wirklich auf, ein Ausbruch über die Marke von 5,- Dollar könnte das Bild aber jederzeit deutlich positiv verändern.

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