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Gerry Weber – Angst vor den Zahlen?

Morgen ist es soweit… Gerry Weber wird die Zahlen für die letzten drei Monate vorlegen, womit dann auch ein aussagekräftiges Ergebnis für den 9-Monats-Zeitraum vorliegt. Die Aktie des Modeherstellers war in diesem Jahr bereits kräftig unter Druck, konnte sich aber in den letzten Tagen wieder etwas erholen. Leser dieses Blogs wissen, dass ich den Aktienkurs hier eher im Bereich um die 17,50 Euro sehen würde, wofür auch der Chart spricht. Dieser Wert wurde vor kurzem auch fast erreicht, als die Börsen an dem berüchtigten Montag in den Keller rauschten. Die wichtigsten Trendlinien verweisen weiterhin auf diesen Bereich als mögliches Ziel der aktuellen Abwärtsbewegung. Somit gehe ich zumindest von einem nochmaligen Test dieses Bereichs aus.

Die erste vor Kurzem deutlich nach unten angepassten Umsatz- und Gewinnziele des Unternehmens könnten morgen noch einmal bestätigt werden. Achten Sie dann bitte unbedingt auch auf den Hallhuber-Anteil bei diesen beiden Werten um eine objektivere Einschätzung zum operativen Geschäft bei Gerry Weber zu bekommen! Auch der Ausblick auf das letzte Quartal, sowie möglicherweise die Prognose für das kommende Jahr, sollten dann erste Hinweise auf mögliche Besserung liefern, sonst droht weiteres Ungemach für die Anleger. Einen Kursrutsch bis an die Unterstützung bei 16,86 Euro würde ich somit nicht kategorisch ausschließen…

Die Gerry Weber Aktie fliegt aus dem MDax

Gerry Weber vor den Q3 Zahlen 2015

Wesentlich schwerwiegender für den Aktienkurs der Gerry Weber AG dürfte aber in Zukunft der Rausschmiss aus dem MDAX wiegen, der am 21ten dieses Monats wirksam wird. Damit wird das allgemeine Interesse an der Aktien voraussichtlich weiter abnehmen, was selten ein gutes Zeichen ist. Der hier eingezeichnete Trendkanal stellt also aus meiner Sicht die mögliche Handelsspanne für die kommenden Wochen oder gar Monate dar, falls es dem Unternehmen nicht gelingt bei der Zahlenvorlage positiv zu überraschen. Die Aktie verfügt – aus meiner persönlichen Sicht – bis auf Weiteres über wenig Kursphantasie.

Die Commerzbank riet heute dazu vor den Zahlen zu verkaufen, da ein entsprechender Umsatzrückgang erwartet wird. Ich persönlich halte dies nicht unbedingt für den schlechtesten Ratschlag. Warum das Kursziel dann bei 25,- Euro belassen wurde, muss man aber nicht unbedingt verstehen!? Zusammenfassend würde ich sagen, dass das mögliche Risiko einer negativen Ãœberraschung hier höher sein dürfte als die Chance. Ein deutlicher Abverkauf bei der Gerry Weber Aktie bietet aber für langfristig orientierte Anleger dann wieder eine gute Einstiegsgelegenheit um auf die Erholung des „neuen“ Konzerns nach dem Hallhuber-Kauf zu setzten.

Land unter bei HHLA

Zuletzt äusserten sich wieder einige Analysten positiv zu den Aussichten des Hamburger Hafenbetreibers HHLA. Ich persönlich war und bin angesichts der momentanen Konjunktursorgen nach wie vor skeptisch ob das Unternehmen eine nach wie vor ambitionierte Bewertung verdient. Heute veröffentlichte das MDax Unternehmen die Zahlen zum abgelaufenen ersten Quartal des Jahres 2011. Demnach ging das operative Ergebnis des Logistikdienstleisters in den genannten Zeitraum um satte 23 Prozent auf 31,5 Millionen Euro zurück. das Nettoergebnis fiel gar auf nur noch 8,8 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in dem noch gut 42 Prozent mehr Gewinn erwirtschaftet wurde.

Zudem erwartet Firmenchef Klaus-Dieter Peters nun für das Gesamtjahr nur noch einen Umsatz in Höhe von 1,1 Milliarden Euro, und geht davon aus dass sich die Schwäche der Logistikbranche noch über das gesamte Jahr hinziehen könnte. Peters plant vorsichtig mit einem operativen Ergebnis von 200 Millionen Euro nach 207 Millionen Euro im vorangegangenem Jahr. Ursprünglich hatte man bei HHLA mit einer Gewinnsteigerung von 5 Prozent jährlich gerechnet. Hohe Zusatzkosten infolge des Umbaus des neuen Containerterminals Buchardkai, rückläufige Mieteinnahmen für Container und Verzögerungen bei der Elbvertiefung machte die Konzernführung für das Ergebnis verantwortlich.

Das Zahlenwerk ist für die HHLA Anleger schlichtweg eine Enttäuschung, was sich in dem heutigen Aktienkurs auch deutlich widerspiegelt. Mitte indem satten Minus von über sieben Prozent notiert die Aktie gerade bei 21,40. Aus charttechnischer Sicht wurden damit sehr wichtige Unterstützungsmarken bei ca 22,50 und 23,- Euro verletzt. Die nächsten Kursziele könnten somit nun bei 20,50 und 19,20 Euro liegen. Auch fundamental betrachtet ist die HHLA Aktie mit einem KGV von 18,72 und einem Buchwert je Aktie von lediglich 8,87 Euro (2011) nicht gerade attraktiv. Momentan gibt es zudem sicherlich aussichtsreichere Aktien am Deutschen Aktienmarkt

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