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Commerzbank – Kursziel 1,17 oder 1,12 Euro?

Selten waren sich Analysten so uneinig über die Kursziele der Commerzbank Aktie. Die erneut angekündigte Kapitalerhöhung hat offensichtlich für deutliche Verwirrung unter den Fachleuten, ebenso wie bei den Privatanlegern, gesorgt. Während einige Analysten das Kursziel für Deutschlands zweitgrößte Bank schon bei einem Euro oder gar 70 Cent sehen, halten andere die geplante Kapitalmaßnahme für den richtigen Schritt in die richtige Richtung. Vom „ultimativen Befreiungsschlag“ bis zum „Supergau“ waren also alle Begrifflichkeiten in den letzten Tagen in der Presse zu finden. Satte 20 Prozent hat die Commerzbank vom Hoch zum Tief innerhalb eines Handelstages verloren, gestern ging der Abverkauf noch etwas weiter, und es steht nun zu befürchten dass das von mir am 21.02.2013 genannte Kursziel bei 1,17 Euro heute noch erreicht wird. Aus rein charttechnischer Sicht ist nun sogar ein weiteres Abtauchen bis an das All-Time Low bei 1,12 Euro vorstellbar.

CoBa Chart Kursziel

Wie Sie sehen können ist die zuvor eingezeichnete Schulter-Kopf-Schulter Formation aufgegangen. Da man die Nackenlinie aber nicht hundertprozentig genau definieren kann ist das rechnerische Kursziel aus dieser Formation auch nur als Richtwert zu verstehen. Die 1,17 Euro sind ein Anhaltspunkt, aber eben nicht in Stein gemeißelt. Wie Sie weiter sehen können wäre es durchaus „sinnvoll“ die beiden Verlaufstiefs noch einmal zu testen, und damit einen soliden Boden in Form eines Triple-Bottoms zu schaffen. Wenn ein Kurs so nah an so einer entscheidenden Marke notiert ist es erfahrungsgemäß sehr unwahrscheinlich, dass dieser Punkt nicht erreicht wird.

Auch wenn ich persönlich also davon ausgehe dass die genannten Kursziele kurzzeitig erreicht werden, würde ich dies eher als technische Reaktion werten als grundsätzlich davon auszugehen, dass der Kurs dort in den nächsten 12 Monaten verharren wird. Die Kapitalerhöhung hat erneut viel Staub aufgewirbelt und für große Verunsicherung unter den Anlegern gesorgt, soviel ist sicher. In welcher Form diese dann tatsächlich kommt bleibt hingegen noch abzuwarten.

Hier noch ein kurzer Überblick über die aktuelle Stimmungslage unter den Analysten:

Nach den jüngsten Entwicklungen ändern die Analysten von S&P Equity ihr Votum für die Aktien der Commerzbank nicht. Sie sprechen wie zuvor eine Halteempfehlung für den Bankwert aus. Auch beim Kursziel gibt es keine Neuerung, dieses liegt bei 1,55 Euro. Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Commerzbank nun von 1,40 auf 1,10 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Verkaufen“ belassen. Die NordLB hat das Kursziel für die Aktien der Commerzbank nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung von 1,65 auf 1,25 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf „Halten“ belassen. Die US-Bank JPMorgan senkt das Kursziel für Commerzbank von 1,50 auf 1,02 Euro und stuft den Titel mit „Neutral“ ein. Die Schweizer Bank Credit Suisse hat die Einstufung für Commerzbank Aktie nach der angekündigten Kapitalerhöhung auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 2,00 Euro belassen. Und die Investmentbank Morgan Stanley lässt die Einstufung für die Aktie bei „Underweight“ mit einem Kursziel von 1,15 Euro.

Commerzbank – bald wieder im Rausch der Tiefe bei 1,17 Euro?

Commerzbank Aktionäre haben weiterhin nicht viel zu Lachen. Auch heute gehört die Aktie der Bank wieder zu den großen Verlierern, was ansich an einem Tag wie heute nicht sonderlich bemerkenswert wäre, aber die charttechnische Lage hat sich nun aus meiner Sicht dramatisch zugespitzt. Bis vor kurzem konnte man durchaus noch guter Hoffnung sein, dass die Aktie nun nach einem erfolgreichen Test des hier eingezeichneten Abwärtstrends wieder nach oben drehen würde. Heute jedoch ist die Aktie, nach mehreren erfolglosen Versuchen, in diesen Trend eingetaucht und es sieht nicht danach aus als wolle sich an dieser Situation heute noch etwas ändern. Zudem ist damit eine übergeordnete Chartformation aktiv geworden, die den letzten Optimisten nun wohl Kopfzerbrechen bereiten dürfte…!

Commerzbank Chart 9 Monate

Wie Sie sehen können handelt es sich dabei um eine Schulter-Kopf-Schulter Formation, deren Nackenlinie im Bereich um die 1,45 Euro zu finden ist. Rein rechnerisch würde das Kursziel aus dieser Formation nun eine Zielmarke von 1,17 Euro ergeben, wenn es nicht gelingt die Aktie wieder schnellstmöglich über die Marke von 1,45 Euro zu hieven. Aber auch dann bliebe die Formation aber weiterhin aktiv, bis der Aktienkurs diese durch einen kräftigen Anstieg in Richtung 1,55 Euro aufhebt… Aus heutiger Sicht wohl ein durchaus ambitioniertes Ziel!

Sollte die Aktie nun also weiter abtauchen, bleibt weiterhin die Möglichkeit dass sich der Kurs bereits bei den hier zuletzt erwähnten 1,33 Euro fangen könnte. Hier verläuft die untere Begrenzung des seit Juli 2012 bestehenden Aufwärtstrends. Wie schon in dem letzten CoBa Artikel beschrieben, halte ich das Erreichen diesen Kursniveaus kurzfristig für sehr wahrscheinlich. In diesem Sinne – Trader können im Bereich der genannten Marken erneut auf einen Bounce spekulieren, langfristig orientierte Anleger warten weiterhin auf die richtige Einstiegsgelegenheit und halten die Hände still, denn die Aussichten für die kommenden Jahre bleiben eher mau.

Daimler – Kursziel 46,25 Euro

Heute möchte ich mich aus gegebenem Anlass mal wieder etwas mehr der deutschen Automobilbranche widmen. Denn, die Nachrichten aus der Branche überschlagen sich geradezu und lassen teilweise auch etwas Raum für ungewöhnliche Spekulationen. Zunächst wären da die gestern veröffentlichten Zahlen von Daimler, die zwar die Erwartungen des Marktes offenbar leicht schlagen konnten, insgesamt aber durchaus Anlass zu einer gewissen Skepsis geben. Der Autobauer konnte einen operativen Gewinn von 8,6 Milliarden Euro im letzten Geschäftsjahr verbuchen, was wahrlich kein schlechtes Ergebnis ist. Dennoch waren es rund zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor und ein Anteil von 709 Millionen Euro entfielen alleine auf den Verkauf des 7,5-Prozent-Anteils am Luft- und Rüstungskonzern EADS. Der Umsatz hingegen stieg um knapp sieben Prozent auf 114,3 Milliarden Euro.

Wie fast immer fand Konzernlenker Dieter Zetsche, dessen Vertrag gerade um weitere fünf Jahre verlängert wurde, hoffnungsvolle Worte über die Zukunft des Konzerns. Die Parole, dass Daimler bis 2020 wieder die Nummer eins in dem Segment sein möchte, hat weiterhin Bestand. Letztlich will der Premium Hersteller nun mit einem Sparprogramm zu den beiden führenden Herstellern BMW und Audi aufschließen. Operativ scheint man in dem Konzern keine wirklich schlagkräftigen Waffen gegen die Konkurrenz parat zu haben. Wen kümmert es wenn die Aktie weiter steigt…Analysten zeigten sich durchaus positiv überrascht von dem Zahlenwerk und haben zuletzt ihre Kursziele nach oben geschraubt. Das ist ein Grund mal wieder etwas genauer hinzusehen:

Daimler Chart langfristig

 

Wie man deutlich sehen kann gelang es der Daimler Aktie zuletzt mehrere wichtige Widerstände nach oben zu durchbrechen. Gelingt der Aktie nun ein weiterer Anstieg über die letzte Hürde bei derzeit ca. 46,25 Euro wäre der Weg nach oben hin endgültig frei. Ich rechne nun damit dass diese Marke zumindest von unten getestet wird, bevor die eigentliche Entscheidung fällt. Ich gehe aber auch nicht davon aus dass diese im ersten Anlauf genommen werden kann. Dennoch hat sich das Chartbild bei den Stuttgartern in den letzten Wochen nun wieder deutlich aufgehellt. Erst ein Rückfall der Aktie unter die letzte Widerstandsmarke bei ca. 42,- Euro würde dieses positive Bild deutlich eintrüben. Die Chancen scheinen aber momentan die Risiken zu überwiegen.

Wacker Chemie – Ist das der Befreiungsschlag?

Zum heutigen Handelsstart noch ein kleiner Trading-Hinweis: Mit einem kräftigen Satz nach oben befreit sich die Wacker Chemie Aktien heute nun endlich aus der seit Monaten laufenden Bodenbildungs-Phase . Über 5,5 Prozent auf 46,- Euro ging es zum heutigen Handelsbeginn bei der Aktie des Spezialchemie Unternehmens nach oben. Damit hat sich das charttechnische Bild bei der Aktie nun schlagartig wieder gedreht. Nachholpotenzial besteht hier ja aus meiner Sicht bereits seit längerem…!

Wacker Chemie Chart Ausbruch

Mit der aktuellen Kursbewegung wurde die 38-Tage Linie heute überzeugend durchstoßen. Sowohl MACD als auch Slow Sochastics lieferten bereits zuvor ein entsprechend starkes Kaufsignal. Somit liegen die nächsten Hürden nun bei 47,45 und 48,05 Euro. Werden auch diese in den nächsten Tagen wieder überschritten, dürfte ein Test der runden 50,- Marke unmittelbar bevor stehen. Der nächste ernst zu nehmende Widerstand wartet aber erst knapp unter der 54,- Euro Marke  in Form der 200-Tage Linie. Ich erinnere hier an dieser Stelle auch noch einmal gerne an den kürzlich hier auf Investors Inside veröffentlichten Artikel: „Wacker Chemie – kalt erwischt!“ Es war also genügend Zeit hier einzusteigen, bevor der Zug losfährt….Das wars, mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

P.S. Ach da fällt mir noch etwas ein…Werfen Sie doch mal einen kleinen Blick auf SMA Solar 😉

Apple Aktie – Ein Chart der allen Angst macht…

Die Apple Aktie konnte sich gestern wieder etwas von dem heftigen Abverkauf  am Dienstag und Mittwoch erholen. Nachdem der Titel zunächst erneut kräftig um über 3 Prozent weiter gefallen ist, beförderten die Käufer die Aktie bis zum Handelsschluss wieder in den „neutralen“ Bereich, bei 548,39 Dollar. Der Anstieg entsprach am Ende des Tages zwar nur 1,78 Prozent, intraday waren es aber damit deutlich mehr als fünf Prozent, was zunächst als starkes Intraday Reversal zu werten ist. Dennoch muss heute noch abgewartet werden ob diese Kursbewegung nun auch Anschlusskäufe finden wird. Sollte dies nicht der Fall sein, dann dürfte es sich bei dem Kursverlauf der letzten drei Wochen lediglich um einen sogenannten „Dead Cat Bounce“ gehandelt haben.

Die Frage ob Apple vielleicht die besten Zeiten schon gesehen hat, könnte somit schon viel früher beantwortet werden, als die meisten Marktteilnehmer dies erwarten. Alle Welt schaut im Moment auf die mögliche große Schulter-Kopf-Schulter Umkehrformation, die sich hier in den nächsten Wochen bilden könnte. Dazu müsste die Aktie noch einmal bis in den Bereich um die 650,- Dollar ansteigen und dann im Anschluss stark nachgeben. Kurse um die 375,- Dollar wären dann – zumindest rein rechnerisch – möglich. Sollte sich die Aktie aber nun schon viel früher entscheiden weiter zu fallen, dann würde dies wohl die meisten Marktteilnehmer böse auf dem falschen Fuss erwischt. Heute möchte ich ihnen deshalb eine theoretische zweite Variante vorstellen, auch wenn man sich sowohl das eine Negativ-Szanario als auch das andere nur schwer vorstellen kann und will…! Zum Vergrößern des Charts bitte draufklicken!

Wie Sie sehen können habe ich hier eine sogenannte inverse Cup an Handle Formation (orange) eingezeichnet, die sich nun zusätzlich zu dem bärischen Szeanrio einer großen Top-Formation noch gebildet hat. Diese mag nur „zufällig“ entstanden sein weil noch das Gap zwischen 540,- und 529,53 Dollar geschlossen werden musste, aber man sollte als Anleger auch diese mögliche und sehr negative Variante aus meiner Sicht nicht ignorieren. Eine inverses Cup an Handle Formation hat eine fast ebenso hohe Aussagekraft wie eine Schulter Kopf Schulter Formation. Sollte sich diese neue Formation nun vor der eigentlich erwarteten durchsetzen, was einen schnellen Fall der Aktie in tiefere Regionen bedeuten würde, dann läge das theoretische Kursziel dieser Bewegung sogar noch ein kleines Stückchen tiefer bei ca. 355,- Dollar.

Grundsätzlich bin ich persönlich ja eher der Meinung dass ein solches Szenario nicht eintreten wird, aber man muss den Chart respektieren. Denn das sind genau die Formationen, die von emotionslosen Computerprogrammen mit vielem Milliarden an Kapital gespielt werden! Um also einen Absturz der Aktie  zu verhindern ist ein weiterer und schneller Anstieg über die Marke von 600,- Dollar jetzt sehr entscheidend. Das hier dargestellte Szenario wäre damit auflöst und würde weiteren Spielraum für Kursgewinne bis in den Bereich um die 650,- Dollar freisetzen. Danach werden die Karten dann neu gemischt…Das Szenario einer großen, inversen SKS Formation ist erst hinfällig wenn die Apple Aktie neue Höchststände ausbildet, oder zumindest bis über 682,- Dollar ansteigt. Dazu braucht es nicht nur Hammer Zahlen im nächsten Quartal sondern einen entsprechend positiven Ausblick auf das kommende Jahr und vor allen Dingen neue Innovationen um die Phantasie der Anleger weiterhin anzuregen!

In diesem Sinne darf man hier durchaus hoffen, dass der weitere Rebound heute gelingen möge, denn die Alternative hätte auch deutlich negative Auswirkungen auf den Gesamtmarkt!

DAX immer noch stark – K+S, VW, E.ON Leoni, Wacker Chemie und Rheinmetall im Fokus

Die kommende Woche dürfte mal wieder eine der spannendsten des Jahres zu werden. Ich bleibe verhalten optimistisch das wir eine kurzzeitige Wende zum Besseren sehen könnten, und bin entsprechend positioniert. Einige Setups, über die ich teilweise auch hier berichtet habe, finde ich bereits jetzt unter mittelfristigen Gesichtspunkten hochspannend. Hier ein kurzes Trading Update zu den wichtigsten Werten: Kali und SalzLeoni und Rheinmetall sollten langsam einen Boden gefunden haben, ebenso wie die Aktie des Spezialchemie Unternehmens Wacker Chemie. Auch wenn es hier zuletzt doch noch einmal unter die Marke von 42,- Euro ging ändert dies nichts an meiner grundsätzlichen Haltung zu dem Unternehmen und den langfristigen Perspektiven. Die Autobauer VW und Porsche haben sich in den letzten Tagen hervorragend geschlagen. Weitere Rekorde konnten verkündet werden. Ich gehe nicht davon aus, das in diesem Jahr hier noch etwas „anbrennt“. Die Jahreszahlen werden erneut spitze, was sich auch im Aktienkurs wiederspiegeln wird.

Die Aktien von HeidelbergCement sind in der letzten Woche noch einmal kräftig unter die Räder gekommen. ThyssenKrupp wird die Berichtssaison in der nun kommenden Woche traditionell abschließen und wahrscheinlich noch einmal Druck auf den Stahlsektor ausüben, denn ich rechne hier noch mit weiteren Belastungen aus den katastrophalen Führungsfehlern der Vergangenheit. Die Aktien bleiben auf der Watchlist, der Zeitpunkt für einen Einstieg ist aber aus meiner Sicht noch nicht gekommen. Ich hoffe Sie konnten auch von meiner rechtzeitigen Warnung vor den E.ON und RWE Zahlen profitieren, ebenso wie meiner eher skeptischen Haltung bei der Salzgitter Aktie. Insbesondere die schlechte Performance der beiden Energieversorger hat natürlich in der letzten Woche, aufgrund ihrer hohen Gewichtung, auch deutliche Spuren im Dax hinterlassen! Ich halte diese heftige Reaktion bei der E.ON Aktie inzwischen ehrlich gesagt aber für deutlich übertrieben….

 

 

Der DAX zeigte sich in den letzten Wochen vergleichsweise Robust gegenüber seinem amerikanischen Kollegen, dem S&P 500. Wenn sie diesen Chart mit dem > hier < vergleichen werden Sie feststellen dass es im Moment einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den beiden Märkten gibt. Dennoch wird sich auch der DAX einem weiteren Negativtrend bei den US Indizes nicht dauerhaft entziehen können. Einen ersten Vorgeschmack darauf was passieren könnten haben wir bereits gegen Ende der letzten Handelswoche erhalten. Der DAX hat die seit Mitte September abwärts gerichtete Trading Range nach unten verlassen! Ein weiterer Rücksetzer beim Dax wäre nun sehr gefährlich. Die wesentliche Unterstützung für den DAX verläuft aktuell bei 6.880 Punkten. Diese sollte auf keinen Fall deutlich unterschritten werden!

Gelingt hingegen ein Sprung zurück in die aktuelle Trading Range, hellt sich das Bild wieder deutlich auf. Dazu ist zunächst lediglich ein kleiner Bounce über 7.020 Punkte notwendig. Für den Montag rechne ich mit einer solchen Bewegung. Die Marke von 6.965 Punkten, die ich Ihnen in unserem letzten Newsletter als Ziel der Abwärtsbewegung genannt habe, wäre damit abgearbeitet worden. Eine Gegenbewegung könnte nun starten. Auch wenn ich davon ausgehe, dass der DAX zunächst etwas um die 7.000er Marke „rumeiern“ wird, bevor diese Entscheidung endgültig fällt….Natürlich dann am Nachmittag in den USA. Noch bin ich zuversichtlich dass wir einen starken Jahresausklang bei DAX sehen können! Gelingt die Wende in dieser Woche dann sind Kurse von knapp 7.400 Punkten im Dax bis zum Jahreswechsel wieder möglich, mehr wohl aber nicht !

Groupon bricht weiter ein…wie erwartet!

Die Aktie des Schnäppchenjägers Groupon ist seit dem Börsengang eine reine Katastrophe. Sie erinnern sich sicherlich dass ich hier mehrfach eindringlich davor gewarnt hatte diese Aktie anzufassen. Gestern nun ist die Aktie auf ein neues Allzeittief gefallen. Nachbörslich brach der ohnehin schon stark gefallene Aktienkurs noch einmal um satte 15 Prozent ein. Grund für die neue Kursschwäche waren die enttäuschenden Quartalszahlen. Im abgelaufenen dritten Quartal setzte Groupon 569 Millionen Dollar um , was einem Plus von 32 Prozent zum Vorjahreszeitraum entspricht. Im zweiten Quartal hatte Groupon noch um 45 Prozent zulegen können und im ersten Quartal dieses Jahres gar um  89 Prozent. Für viele Anleger dürften insbesondere diese rückläufigen Wachstumsdynamik, bereits zum jetzigen Zeitpunkt, schwer im Magen liegen.

Auch die Gewinnsituation ist nach wie vor alles andere als befriedigend. Denn die Internetfirma schreibt immer noch Verluste, wenn auch nur einen kleinen von 3 Millionen Dollar im letzten Quartal. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Verlust von 54 Millionen Dollar in den Büchern. Seit dem Börsengang ist der Aktienkurs nun von knapp 20,- Dollar auf inzwischen 3,33 Dollar gefallen, was zwar für die Erstzeichner schmerzlich sein dürfte, aber wohl etwas näher an der Realität ist. Das Unternehmen versucht bereits seit längerem fieberhaft, das Geschäft über die Rabattcoupons hinaus auszuweiten. Denn bislang muss Groupon immer noch eine Menge Geld für die reine Verwaltung und das Aufspüren der Schnäppchen aufwenden. Groupon aber wird auch nach dem jüngsten Rücksetzer immer noch mit stolzen 2,5 Milliarden Dollar an der Börse bewertet, was ich persönlich weiterhin für völlig überzogen halte.

Commerzbank – Spekulationen, Gerüchte und mediales Grundrauschen…

In den letzten Tagen machen immer mehr Gerüchte und Presseberichte über die zukünftige Ausrichtung der Commerzbank die Runde. Daran lässt sich gut erkennen welche Bedeutung dem Investorentag am 08. November beigemessen wird. Der Markt erwartet hier offensichtlich griffige Konzepte um den Weg der Bank in die Zukunft, vor allem aber aus der Krise (!), zu ebnen. Heute war zu lesen dass die Commerzbank die Öffnungszeiten ihrer Filialen ausweiten möchte. Dabei will das Bankhaus insbesondere in den Zeiten für seine Kunden da sein in denen der normale Arbeitnehmer auch seinen Bankgeschäften nachgehen könnte, sprich abends, mittags und am Wochenende. Der Vorschlag von dem heute in der Süddeutschen Zeitung berichtet wurde dürfte aber wohl spätestens an der Zustimmung der Gewerkschaft scheitern.

Commerzbank-Chef Martin Blessing ist weiterhin offensichtlich aktiv bemüht die künftige Strategie des Institutes zu überprüfen. Auf dem Commerzbank-Investorentag am 8. November will er die neue Richtung bekanntgeben. Unterm Strich dürfte alle dann getroffenen Maßnahmen auf eine simples Ergebnis rauslaufen: Den Abbau der Altlasten, der weiterhin mit Nachdruck betrieben werden muss. Wie die Maßnahmen im Einzelnen aussehen werden, bleibt bis zum 08. November reine Spekulation. Als Anleger sollte man sich somit von diesem ganzen medialen Grundrauschen nicht beeindrucken lassen. Viel mehr ist hier lediglich der tägliche Blick auf den aktuellen Chart nötig um sich ein Bild der aktuellen Situation zu machen.

Auch der leicht zurück gegangene Quartalsgewinn der Commerzbank Tochter Comdirect bleibt dabei dann eher eine Randnotiz. Zumindest gehe ich nicht davon aus dass diese Nachricht im gestrigen Handel für deutliche Schwäche des Commerzbank Aktienkurses verantwortlich war. Der gestrige Rücksetzer könnte auch als eine Bewegung betrachtet werden, die aus charttechnischer Sicht durchaus Sinn macht:

Die Probleme der Commerzbank werden nicht in den nächsten zwei Wochen gelöst. Auch der Investorentag wird nur einen kleinen Einblick in die tatsächliche Situation bei Deutschlands zweitgrößter Bank liefern können. Die dann vorgestellte Strategie kann erneut die Gemüter beruhigen, oder eben auch nicht. Der Markt erwartet konkrete Aussagen zur Zukunft des Depotbankgeschäfts und des schwächelnden Privatkundengeschäfts ebenso wie zu den Gerüchten dass die interne „Bad Bank“ der CoBa mit 160 Milliarden Euro auf fast ein Drittel der gesamten Bilanzsumme des DAX-Konzerns angestiegen sein soll. Dennoch ist es wenig hilfreich jede mögliche Veränderung der Bank permanent und immer wieder bereits im Vorfeld der eigentlichen Veranstaltung zu zu kommentieren.

Mein persönliches Fazit bleibt somit:  Die charttechnisch relevanten Marken stehen fest. Gelingt ein weiterer Anstieg der Aktie in Richtung 1,655 Euro dann wäre auch ein Überschreiten dieser wichtigen Marke wahrscheinlich. Das Kursziel läge dann bei 2,- Euro oder gar darüber. Zunächst einmal müsste dazu aber die wichtige Marke von 1,54 Euro zurückerobert werden. Fällt die Aktie hingegen erneut aus dem hier eingezeichneten Aufwärtstrend nach unten heraus dann sehen wir wohl in diesem Jahr keine neuen Höchststände mehr. Spätestens mit dem Unterschreiten der hier eingezeichneten Unterstützungszone um die 1,46 Euro wäre dies wohl der Fall.

Die Deutsche Bank Aktie vor dem Sprung auf 40,- Euro

Nach dem starken Anstieg der Deutschen Bank Aktie in den letzten Wochen ist heute der Punkt gekommen an dem man mal wieder etwas genauer hinsehen sollte. Ich habe Ihnen heute einen Chart mitgebracht in dem Sie die Relevanz des aktuellen Aktienkurses für die weitere Entwicklung der Aktie deutlich erkennen können. Deutlich zu erkennen ist der fast schon bilderbuchmäßige Anstieg seit Ende Juli diesen Jahres. Der Ausbruch über 34,- Euro hat die Aktie nun in den letzten Sektor des seit Jahren bestehenden Abwärtstrends vordringen lassen. Die hier eingezeichneten Linien von links oben nach rechts unten sind allesamt wichtige Abwärtstrendlinien die diesen Trend kennzeichnen. Wie Sie auch sehen können kratzt die DB Aktie aktuell an der letzten dieser Linien, wenig später wartet noch das 76,40 Fibonacci Retracement als kleine Hürde.

 

Gelingt nun ein Ausbruch über diese beiden Marken wäre der Weg aus charttechnischer Sicht frei bis zum letzten Hoch bei 39,52 Euro, bzw. der runden Marke von 40,- Euro. Diese wird sich dann aber aller Voraussicht nach erst einmal als harte Nuss erweisen und nicht im ersten Anlauf überwunden. Dennoch ist das vorhandene Aufwärstpotenzial für die Aktie der Deutschen Bank nun entsprechend hoch. Sollte also der Gesamtmarkt nicht demnächst wieder in sich zusammenfallen halte ich es für sehr wahrscheinlich dass wir in diesem Jahr noch die 40,- Euro Marke erreichen können. Die weiteren Perspektiven einer dann abgeschlossenen großen W-Formation mit einem aus heutige Sicht geradezu unglaublichen Kursziel von ca. 56,- Euro werde ich hier auf Investors Inside dann besprechen wenn es soweit ist…!

Vorsicht bei Lanxess…!

Die Lieblings Chemie Aktie des Jahres hat in den letzten Tagen nicht nur deutlich an Dynamik verloren, viel mehr ist der Aktienkurs der Lanxess AG gerade im Begriff noch einmal deutlich nach unten abzukippen. Der seit Juni bestehende Aufwärtstrend wurde bereits verlassen. Nächste Ziele liegen nun knapp unter der Marke von 60,- Euro, sowie beim 50ger Fibonacci Retracement, bei ca. 57,30 Euro.

Betrachtet man das große Bild etwas näher, wäre auch ein Test des langfristigen Aufwärtstrends von oben noch einmal möglich. Je nach Dynamik, der nun zu erwartenden Bewegung nach unten, sollte sich der Aktienkurs aber spätestens im Bereich um die 54,- bis 53,- Euro wieder fangen können. Hier würde ich persönlich dann ein hervorragendes Einstiegsniveau für den längerfristig orientieren Anleger sehen. Ein vorheriger Trendwechsel an der starken Unterstützung bei 59,65,  57,35 oder 56,- Euro ist natürlich jederzeit auch möglich. Bis zum Bruch des nun aktiven Abwärtstrends ist aber erst einmal Vorsicht geboten.

Die Apple Aktie schwächelt…Kursziel 605,- Dollar ?

Die Apple Aktie sieht seit einigen Tagen nicht mehr überzeugend aus. Ganz im Gegenteil – hier könnte sich eine große Top Formation gebildet haben, die ich Ihnen heute mal ordentlich bunt eingezeichnet habe. Ich hatte ja bereits kürzlich über die theoretische Möglichkeit einer Topbildung bei der Apple Aktie berichtet. Wie Sie deutlich sehen können ist die Wahrscheinlichkeit dass es sich die allerliebste Aktie der Wall Street weiter im Korrekturmodus bewegen wird relativ hoch. Deutlich zu erkennen ist die S-S-K-S-S Formation, die es relativ selten gibt und die eine deutliche Aussagekraft besitzt. Zumindest normalerweise muss man ja sagen, denn bei Apple ist vieles eben anders 😉 Die Nackenlinie dieser Formation liegt aktuell bei ca. 655,- Dollar. Wird diese unterschritten ist das rechnerische Kursziel aus dieser zu erwartenden Kursbewegung dann 605,- Dollar. Aber…

Wie man auch deutlich sehen kann befinden sich auf dem Weg dorthin noch einige Unterstützungslinien, die dann überwunden werden müssen. Angefangen von dem letzten Hoch aus dem April bei 644,- Dollar über dem letzten Widerstand (jetzt Unterstützung) bei 624,- Dollar und last but not least dem mittelfristigen Aufwärtstrend der Aktie, den ich Ihnen hier ebenfalls eingezeichnet habe. Wie schon geschrieben liegt das rechnerische Kursziel bei 605 Dollar, wenn die Aktie unter 655,- Dollar fallen sollte!  Die grundsätzliche Stärke eines Trends, wie wir Ihn bei Apple bislang gesehen haben, sollte nicht unterschätzt werden. Selbst wenn die Aktie diesen Trend testen und gar kurzzeitig unterschreiten sollte, denke ich nicht dass dieser tatsächlich gebrochen wird. Einen Test hingegen halte ich für durchaus möglich.

Das würde heißen dass die Aktie zumindest bis auf ca 625,- Dollar zurück kommen könnte, eventuell 618,- Dollar. Hier kann man dann wieder über eine Position in der Apple Aktie nachdenken…das Restrisiko bis 605,- Dollar ist dann einigermaßen überschaubar, wenn man grundsätzlich davon ausgeht dass die Apple Aktie nach einer kurzen Korrektur den langfristigen Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird. Die nächste Woche wird also wieder extrem spannend! Dazu mehr in der neuen Newsletter Ausgabe…In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.

Meistgesucht

  • Apple Aktie Kursziel

Commerzbank – The Good, the Bad and the Ugly…

Eine erneut – fast schon tragische – Woche liegt hinter den Commerzbank Aktionären. Nachdem zunächst alles danach aussah als könnte das zweitgrößte deutsche Bankhaus die Kurve nun endlich genommen haben, stürzte das Papier umgehend wieder ab. Die spannende Frage ist nun wie es hier weiter gehen könnte. Dazu heute ein kurzer Blick in die Charttechnik. Natürlich ist mir an dieser Stelle völlig bewusst das charttechnische Betrachtungen, insbesondere bei einer Commerzbank Aktie, die permanent durch Nachrichten beeinflusst wird, eher eine untergeordnete Aussagekraft haben. Dennoch möchte ich hier den Versuch unternehmen den Blick, trotz all dem medialen Getöse, weiterhin auf das Wesentliche zu richten.

The Good

 

Deutlich zu sehen ist, oder besser war, der Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend im Drei-Jahres-Chart der Commerzbank Aktie. Deutlich zu sehen ist auch dass die Aktie weiterhin an der Bodenbildung arbeitet. Zudem habe ich Ihnen hier einmal mein bereits seit längerem bestehendes und ganz persönliches Kursziel eingezeichnet, dass ich für den Fall eines Ausbruchs nach oben (Über 2,20 Euro) als realistisch angesehen hätte. Zum einen verläuft hier der langfristige Abwärtstrend der Aktie, der irgendwann zumindest getestet werden dürfte, und zum anderen sehen Sie das deutliche Gap, dass es noch zu schließen gilt. Weitere kurzfristige Gaps auf der Oberseite hat der letzte Kursrutsch hinterlassen, sodass grundsätzlich eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht dass diese demnächst wieder geschlossen werden. Soweit zur grauen Theorie…

The Bad

 

Der Ausbruch aus dem mittelfristigenAbwärtstrend ist zwar geglückt, wie wir alle wissen, aber leider hat die Aktie dann im Anschluss umgehend auf der Hacke kehrt gemacht. Die hier eingezeichnete Unterstützung (zwischen 1,47 und 1,48 Euro) hätte eigentlich nicht mehr unterschritten werden dürfen. Die hier eingezeichneten Fibonacci Retracements wurden nahezu perfekt abgearbeitet, sodass ein weitere Anstieg im Anschluss an diese Bewegung geradezu mustergültig gewesen wäre. Aber dann kam wiedermal alles anders…

The Ugly

 

Gestern nun kippte der Aktienkurs der Commerzbank unter die wichtige Marke von 1,40 Euro, was sicherlich dazu geführt hat, dass spätestens hier einige Stopp Loss Orders ausgeführt wurden. Hier liegt auch das 61,80 Retracement, dass auch meiner Sicht den letzte Halt bieten dürfte, bevor die Aktie dann endgültig komplett abtaucht. Noch ist sicherlich nicht alles verloren, auch wenn die Entwicklung der Aktie durchaus als enttäuschend bezeichnet werden kann. Gelingt hier die Trendwende, und kann die Aktie wieder über das Level von 1,48 Euro in den kommenden Tagen ansteigen, dann ist alles in Butter. Ein erstes wichtiges Ziel für heute wäre dabei ein Schlusskurs über 1,43 Euro! Fällt die CoBa Aktie hingegen nachhaltig unter die Marke von 1,40 Euro dann wäre zunächst 1,29 Euro und später dann 1,22 Euro das Ziel.

Grundsätzlich habe ich mir persönlich allerdings in den letzten Tagen –  wie offensichtlich viele andere Anleger auch – die „Vertrauensfrage“ gestellt. Nachdem nicht nur von medialer Seite weiterhin und permanent Querschüsse kommen, sondern auch Commerzbank Chef Martin Blessing, aus meiner Sicht nicht gerade ein Meister der positiven Suggestion ist, muss man sich fragen ob ein Investment in die Commerzbank wirklich ein Investment ist oder eher ein Glücksspiel. Ich für meinen Teil habe meine Konsequenzen aus den letzten Pressekonferenzen der Commerzbank gezogen in denen Herr Blessing einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland herbeiredet. Commerzbank Analysten sehen das offenbar anders. Ich werde den Teil, den ich wie geplant zu 1,65 Euro verkauft habe, nicht wieder in die Commerzbank Aktie stecken. Natürlich bleibt meine Grundposition in der Aktie bestehen, dazu ist die Story einfach zu interessant, den Rest lege ich vielleicht mal vertrauensvoll in die Hände von Herrn Jain und Herrn Fitschen…

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