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Trading Update Klöckner & Co., HeidelbergCement, Centrotherm

Der Kurssprung zum Handelsbeginn am Montag im Dax wurde inzwischen wieder nahezu komplett abverkauft. Wir hatten ja darauf hingewiesen, dass eine solche Bewegung zu steil ist und mit Rücksetzern entsprechend gerechnet werden muss. Unser Wunsch-Senario, dass der Dax bei 6.300 Punkten wieder nach oben dreht hat sich somit nicht erfüllt. Dennoch bleiben wir zunächst optimistisch, dass der Dax an die Kurse vom Freitag anknüpfen kann. Die weitere Korrektur bis auf 6.200 Punkte ist zumindest insofern gesund, als dass nun das Gap vom Montag wieder geschlossen wurde. Noch ist also nicht allzu viel passiert, dennoch muss man jetzt sehr vorsichtig werden. Unter der Marke von 6.200 Punkten besteht weiteres Abwärtspotenzial. Im Extremfall kann dies den Index auch wieder in die Regionen um die 5.800 Punkte führen..

Die neue Schwäche des Euro wirkt ein weiteres Mal deutlich negativ auf die Aktienkurse. Die etwas unbeherzten Ankündigungen über eine mögliche Aufwertung der chinesischen Währung haben letztendlich wohl für mehr Verwirrung gesorgt, als nachhaltige Impulse für die anderen Devisen erzeugt.Wir sind aber immer noch long, besonders bei den gestern beschriebenen Aktien, und haben unsere Positionen entsprechend nach unten abgesichert. Sollte allerdings heute ein weiterer Distributionstag folgen, werden wir auch über Verkäufe noch einmal nachdenken müssen. Nun aber erst einmal ein Trading Update für die weiteren Depotwerte, das wir unter der optimistischen Voraussetzung weiter steigender Kurse erstellt haben..

Besonders die Klöckner & Co. Aktie war wohl in den vergangenen Wochen nichts für schwache Nerven. Nach dem Hoch bei 24,- Euro ist die Aktie, wie alle Investierten ja wissen, regelrecht auf unter 14,- Euro abgestürzt. Inzwischen konnte sich die Aktie des Stahlhändlers wieder kräftig erholen und notiert zwischen 16,- und 17,- Euro. Das Umfeld für Stahlaktien, obwohl Klöckner & Co. keine Stahlaktie im klassischen Sinne ist, bleibt zwar schwierig, die Nachrichten über geplante Preiserhöhungen, sowohl bei den Lieferanten von Rohstoffen als auch bei den großen Unternehmen der Branche wie Posco, sollten auch die Geschäfte des Stahlhändlers weiter beflügeln. Kurse unter 16,- Euro würden wir weiter als Kaufkurse bezeichnen, das kurzfristige Kursziel bleibt bei 18,80 und im weiteren Verlauf bei 25,- Euro

Die Aktie von HeidelbergCement hat erwartungsgemäß etwas korrigiert. Heute haben wir wieder eine erste Position zu 43,65 Euro ins Depot genommen. Gerade auch die jüngsten Analysteneinschätzungen u.a. von Merrill Lynch mit einem Kursziel von 65,- Euro sollten die Aktie nun weiter beflügeln, und immer mehr internationale Investoren auf den Titel aufmerksam machen. Merrill Lynchs Meinung nach wird das neue DAX-Mitglied am stärksten von einer Markterholung in den USA profitieren. Der Zementhersteller ist dort im Vergleich zu den Konkurrenten am besten aufgestellt. Die Analysten haben die HeidelbergCement heute somit nachdrücklich zum Kauf empfohlen. das Unternehmen hat heute eine Anleihe über 650 Millionen Euro emittiert, die die Kapitalsituation weiterhin deutlich verbessert. Weiterhin wird spekuliert, dass HeidelCement an dem indischen Zementhersteller Murli Industries Ltd interessiert sei, und diesen bald übernehmen könnte. Alles in allem also ein durchaus interessanter Nachrichtenmix..

Gestern kam einigermaßen Überraschen die Centrotherm Aktie unter die Räder und verlor überproportional an Wert. Die Nachricht, dass der Finanzvorstand kurzfristig wechselt hat die Anleger verunsichert. In der Führungsriege von Centrotherm löst Dr. Thomas Riegler zum 1. August 2010 den bisherigen CFO Oliver M. Albrecht ab. Auch einige inzwischen skeptische Analystenstimmen zu dem Wert lasten weiter auf dem Kurs. Dennoch halten wir das Risiko nach unten auf diesem Niveau für überschaubar, und sind gestern eine Trading-Position in der Aktie eingegangen. Ein erneutes Überschreiten der 30,- Euro Marke sollte bald wieder möglich sein. Unser Kursziel liegt bei ca 33,- Euro

Morgan Stanley setzt Klöckner&Co. auf „overweight“ Kursziel 25,- Euro

New York (aktiencheck.de AG) – Carsten Riek, Ephrem Ravi, Markus Almerud und Alain Gabriel, Analysten von Morgan Stanley, stufen die Aktie von Klöckner & Co mit „overweight“ ein. Nach Ansicht von Morgan Stanley sei die Aktie von Klöckner & Co aufgrund der Bedenken hinsichtlich der Absatz- und Stahlpreisentwicklung zu Unrecht abgestraft worden. Zudem seien die Annahmen des Marktes zur EBITDA-Marge zu niedrig angesetzt. Klöckner & Co verfüge außerdem über die stärkste Bilanz in der Branche. Angesichts der Tatsache, dass die Lagerbestände weiterhin auf einem niedrigen Niveau seien, müsse sich die Nachfrage jedoch noch signifikant erholen, damit der Markt zu einer positiveren Einschätzung gelange.

Für das Geschäftsjahr 2010 sei die EPS-Prognose von Morgan Stanley von 2,10 EUR auf 1,43 EUR reduziert worden (Konsensschätzung: 0,98 EUR). Für 2011 und 2012 seien die EPS-Schätzungen hingegen von 2,52 EUR auf 2,62 EUR und von 2,61 EUR auf 3,03 EUR heraufgesetzt worden. Das Kursziel für die Unternehmensaktie werde von 24,00 EUR auf 25,00 EUR angehoben. Entsprechend sehe man das Aufwärtspotenzial der Aktie bei 65%. Daher vergeben die Analysten von Morgan Stanley für den Anteilschein von Klöckner & Co das Rating „overweight“. (Analyse vom 15.06.10) (15.06.2010/ac/a/d)

Trading Update Klöckner, Conti, HeidelCement, Porsche und VW

Die Börsen bleiben extrem volatil. Auch gestern wieder wurde, in den USA, zum Handelsschluss weiter abverkauft, nachdem der Euro erneut unter die Marke von 1,20 gefallen war. Nach wie vor ist es leider so, dass sich die Indizes wohl offenbar nur noch an dem aktuellen Kurs der europäischen Leitwährung orientieren. Leider scheint diese Korrelation auch erst einmal so beibehalten zu werden. In diesem Moment testet der Euro erneut die 1,20 nachdem er bei der Eröffnung noch bei 1,205 gelegen hatte. Ich halte es für einigermaßen übertrieben dem Euro soviel Gewicht beizumessen, aber man kann sich als Trader dieser Tatsache nicht verschließen. Wie bereits geschrieben rechne ich mittelfristig mit noch tieferen Kursen im Euro, dann allerdings nicht auf Grund irgendeiner Krise in Europa, sondern vielmehr um wieder ein gesundes Verhältnis zu anderen Währungen hergestellt zu haben. Zwischendurch sollte aber noch einmal eine kräftige Erholung beim Euro einsetzen, und das ist genau die Situation auf die wir spekulieren..

Ich hatte gestern im Newsletter bereits erwähnt, dass die gesamte Situation an den Börsen momentan sehr stark auf der Kippe steht, und ich auf ein entscheidendes Signal warte. Zum US Börsenbeginn sah es kurzzeitig so aus, als ob dieses Signal nun bald kommen könnte. Der Dow Jones überwand die wichtige Marke von 10.000 Punkten , fiel aber im Anschluss wieder deutlich darunter. Ähnlich verhielt sich die Entwicklung im Dax. Die 6.000 Punkte Marke scheint momentan einen extrem starken Widerstand darzustellen. Diesen zu überwinden bleibt das Ziel, aber auch dann ist noch lange nichts entschieden. Erst wenn der Deutsche Leitindex wieder über 6.150 Punkten notiert, kann man zaghaft von einer Entspannung der Situation sprechen. Für Dow Jones und S&P 500 hieße dies, dass die 10.200 Punkte sowie 1.080 Punkte wieder überschritten werden müssten.

Ungeachtet dieser Situation tut sich aber wiedermal eine Menge Neues bei unseren Depotpositionen. An dieser Stelle noch einmal ein Hinweis an unsere Leser: Im Newsletter haben wir ja bereits darauf hingewiesen, dass wir sozusagen jederzeit bereit sind das ganze Depot wieder aufzulösen, wenn weitere Turbulenzen zu erwarten sind. Wie sich zeigt, ist es in solchen Börsenphasen um so wichtiger sich Qualitätsaktien ins Depot zu legen. Nahezu alle Werte sind heute erneut schön im Plus, und das nicht ohne Grund..

Bei Klöckner & Co. dominiert weiterhin die allgemein schlechte Stimmung in der Stahlbranche, dennoch konnte sich die Aktie inzwischen von den Tiefständen bei 13,50 Euro lösen und notiert wieder etwas freundlicher. Nach dem unglaublichen Abverkauf, der letzten Wochen bei dieser Aktie besteht aber wohl noch kein Grund zum Jubeln. Der Chef des Unternehmens, Gisbert Rühl scheint aber weiterhin ebenso davon überzeugt zu sein wie ich, dass es sich hier nur um eine vorübergehende Phase handelt, und kauft inzwischen schon fast täglich Aktien seines eigenen Unternehmens zu diesen Schnäppchen-Kursen. Ich kann nur noch einmal betonen, dass es schlichtweg falsch ist, einen Stahlhändler wie Klöckner in einen Topf mit Salzgitter, ThyssenKrupp & Co. zu werfen..und auch bei den beiden genannten sehe ich inzwischen eine gewisse Übertreibung nach unten..

Bei Continental und Heidelberg habe ich noch einmal die Kurse von 36,50 bzw. 41,50 zum Einstieg genutzt. Manche mögen mich inzwischen für etwas stur halten, aber ich bleibe dabei, dass diese beiden Unternehmen zu den nächsten Top Aktien mit entsprechender Performance gehören werden. Bei Continental sorgen heute positive Aussagen von Firmenchef Elmar Degenhart für freundliche Kurse. Man hält bei Conti nun eine Umsatzsteigerung von über 10 Prozent für möglich. HeidelbergCement wurde nun erwartungsgemäß in die erste Börsenliga aufgenommen, den DAX. dadurch dürfte sich nun auch das Interesse von internationalen Investoren und Indexfonds an dem Unternehmen deutlich erhöhen. Dass dies dann auch noch in einer Phase geschieht, in der die Aktie durch die letzten Turbulenzen unterbewertet erscheint, war ein glasklares Kaufargument.

Ebenso verhält sich aus meiner Sicht die Situation bei Porsche! Viele Anleger sind inzwischen sehr skeptisch bei der weiteren Entwicklung des Sportwagenbauers, und auch die letzten Absatzzahlen aus den USA lassen einen Porsche-Fan nicht gerade frohlocken. Dazu kommen noch die Meldungen der möglichen Milliardenklagen von Anlegern wegen der geplatzten VW Übernahmen….Dennoch bin ich der Überzeugung, dass Porsche nicht nur überleben wird, sondern zu neuem Glanz erstrahlen kann. Das ist natürlich eine eher mittel- bis langfristige Sichtweise. Der Verlust der Eigenständigkeit durch die VW Übernahme war einerseits bitter für das Image, andererseits bietet diese neue Kooperation auch einige Synergien, von denen sowohl der Mutterkonzern, als auch Porsche langfristig profitieren dürften. Die Planung der neuen Baureihen halte ich für durchaus intelligent, den Kurs der Aktie für eindeutig zu tief! Porsche ist also gestern ebenfalls wieder in unser Depot gewandert!

Was mich natürlich gleich zum Mutterkonzern, der Volkswagen AG bringt! VW, ist und bleibt meine erste Wahl im internationalen Automobilsektor. Leider sind letzte Woche die Stücke die ich zu 64,80 Euro gekauft hatte, per StoppLoss, aus dem Depot geflogen, was mich ein wenig geärgert hat, aber konsequenter Weise notwendig war. Die Indizes sahen einfach nicht mehr gut aus, vor ein paar Tagen Ich habe aber nach den jüngsten Nachrichten von VW, in Verbindung mit der durchaus vorhandenen China-Phantasie, nach dem kleinen Rücksetzer für 68,62 Euro, wieder gekauft. Sollten die Börsen sich beruhigen, bin ich fest davon überzeugt, dass wir Kurse unter 70,- Euro bald nicht mehr sehen werden. Goldman Sachs ist weiter sehr optimistisch für die Zukunft der Wolfsburger, und traut der Aktie nahezu eine Verdoppelung zu. Das dürfte aber noch ein wenig dauern, Kurse um 90,- Euro halte ich noch in diesem Jahr für möglich.

Warum ich so optimistisch bei Klöckner & Co. bin…

Nach meiner letzten Bekanntgabe, dass die Aktie von Klöckner & Co. inzwischen die größte Depotposition in unserem Musterdepot ist habe ich viele Anfragen bekommen woher denn mein ungebrochener Optimismus für die Aktie stammt. Hierzu möchte ich natürlich dann auch kurz Stellung nehmen. Die kurze Variante meiner Antwort auf die vielen Fragen wäre: “ ..weil ich bei der Aktie am meisten Potenzial in den kommenden Wochen sehe!“, aber ganz so einfach ist es dann eben doch nicht…Die momentane Kursentwicklung ist alles andere als erfreulich, und auch an starken Tagen, wie gestern, schafft es die Aktie nicht wesentlich zuzulegen. Wohl gemerkt nach Kursverlusten von über 50% seit dem Hoch im April bei 24,- Euro. Eigentlich hätte die Klöckner Aktie gestern alleine aus technischer Sicht mindestens 8-10% zulegen müssen, so gesehen war auch der letzte Handelstag wohl eine Enttäuschung für die Aktionäre…

Mir ist diese Kursschwäche ebenso unverständlich wie allen anderen Aktionären. Zuletzt hatte der Chef, Gisbert Rühl die Prognose für das laufende Jahr noch einmal bestätigt. Trotz eines schwieriger werdenden Umfeldes, und zu erwartendem Preisdruck bei Stahl und Stahlprodukten ist man optimistisch. Dank eines zuletzt höheren Preisniveaus und der jüngsten Zukäufe werde der Umsatz in diesem Jahr um ein Viertel steigen und das operative Ergebnis positiv ausfallen, sagte Rühl. Als Aktionär sollte man sich aber bei Ergebnis nicht allzu viel erwarten..

Die Erholung der Automobilindustrie sowie des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland schreitet derzeit schneller voran, dies sollte auch weiterhin die Umsätze bei Klöko nicht nur stabil halten sondern langfristig steigern können. Weiterhin betreibt das Unternehmen eine expansive Politik durch Zukäufe auch wenn die Aussage „Mit ziemlicher Sicherheit wird in diesem Jahr noch etwas passieren“, von Gisbert Rühl, doch sehr schwammig gewählt wurde. Mit einer Eigenkapitalquote von 41,4 Prozent sollte die Finanzierung solcher Vorhaben dem Konzern nicht weiter schwer fallen.

Für das laufende Jahr rechnet KlöCo mit einer Umsatzsteigerung von mehr als 25 Prozent, so Rühl. Untermauert wurde diese Zuversicht des Konzernchefs dann auch durch mehrere Insiderkäufe auf dem aktuellen Niveau. Der Titel ist sicherlich nichts für Dividendenjäger, denn Konzernchef Rühl hat bereits darauf hingewiesen, dass es auch in diesem Jahr keine Dividende geben werde um den Konzern weiter zu stärken. Diese Entscheidung ist in dem momentanen Marktumfeld ebenfalls begrüßenswert. Die Zeit der Ernte wird für die Aktionäre kommen, wohl aber auch in der Zukunft eher nicht in Form von satten Dividenden sondern viel mehr durch satte Kurssteigerungen…

Charttechnisch sollte die Marke von 15,- Euro einen soliden Boden ausgebildet haben. Auffälligkeiten im Orderbuch der Klöckner & Co. Aktie in den vergangenen Wochen lassen mich eher vermuten, dass hier eine große Adresse den Kurs bewusst niedrig halten will um einzusteigen, vielleicht wird sogar eine Übernahmen vorbereitet? Aber dies ist alles reine Spekulation, das möchte ich hier ausdrücklich noch einmal betonen! Die allgemeine Schwäche von Stahlaktien wie Thyssenkrupp, Posco und Salzgitter dürfte den Spekulanten hier in die Hände spielen, wenn auch der Vergleich eines Stahlhändlers mit einem produzierenden Unternehmen deutlich hinkt..Bei Salzgitter handelt es sich sowieso um eine Sondersituation, da eher der baldige Rausschmiss aus dem Dax wohl für die schwache Performance verantwortlich sein dürfte.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass es sich bei Klöckner & Co. weiterhin um ein sehr viel versprechendes Unternehmen handelt, und sich an unserer Einschätzung durch den Kursverfall der letzte Wochen nichts geändert hat. Ganz im Gegenteil, es dürfte sich mittelfristig wohl deutlich positive auf das Depot auswirken, dass wir nun nochmal zu diesen Kursen die Anzahl der Aktien mehr als verdoppeln konnten. Geduld, eine der wesentlichen Börsentugenden, dürfte sich hier bald deutlich auszahlen!…ebenso wie bei Solar Millennium in den letzten beiden Tagen 😉

Deutliches Potenzial bei Klöckner, Solar Millennium und Volkswagen

Glaubt man den Analysten und Börsenexperten gibt es momentan ein paar echte Schnäppchen am Aktienmarkt, die allesamt ein mögliches Potenzial von 50-70% oder mehr aufweisen. Als Basis für diese Erkenntnis haben wir mal alle zuletzt ausgesprochenen Ratings zu verschiedenen Aktien, und deren prognostizierten Kursziele genommen, und dann einen Mittelwert bestimmt. Allen voran scheint die Aktie der Medigene AG noch ordentliches Upside-Potenzial zu haben, aber auch die über verkaufte Situation bei Klöckner & Co., Solar Millennium sowie Dialog Semiconductor laden zum Kaufen ein. Bemerkenswert ist beispielsweise auch, dass ausser den Nebenwerten, einigen Schwergewichte aus dem Dax noch ordentliches Potenzial zugetraut wird. So stufte unter anderem das Investmenthaus Goldman Sachs zuletzt die Volkswagen Vorzugsaktien auf kaufen mit einem Kursziel von 126,- Euro je Aktie, was einem geschätztem Potenzial von über 70% entspräche.

Sicherlich ist es also eine vernünftige Idee sich die genannten Titel einmal näher anzusehen, bzw. diese gleich in die Watchlist zu übertragen. Mit den Einschätzungen der Analysten bezogen auf die genannten Titel gehen wir überwiegend konform. Die Medigene Aktie ist aber eher als sehr spekulativ einzustufen. Ergänzend würden wir noch die Aktien der Praktiker AG als spekulative Beimischung , sowie Nordex der Liste hinzufügen. Beiden Titeln trauen wir in einem freundlichen Börsenumfeld mindestens 50% Performance zu. Eklatant unterbewertet ist nach unserer Auffassung die Aktie von Klöckner& Co auf dem jetzigen Niveau. Dieser Meinung ist Offenbar auch Firmenchef Gisbert Rühl der zum wiederholten Male Aktien des eigenen Unternehmens gekauft hat. Inzwischen ist die Aktie des Stahlhändlers unsere größte Depotposition…

Von Solartiteln raten wir  in dem Umfeld eher ab, bzw sehen außer bei Solar Millennium hier kein schnelles Erholungspotenzial. Das durchschnittliche Kursziel bei Solar Millennium liegt derzeit knapp über 30,- Euro. Sollte sich die Stimmung an den Börsen für Solartitel wieder bessern, was angesichts der Probleme im Golf von Mexiko bald der Fall sein könnte, werden aber auch die Titel von Q-Cells und vor allem Solarworld wieder deutlich anziehen. Es empfiehlt sich somit auch diese Aktien in die Watchlist zu übernehmen und zu gegebener Zeit auf einen Rebound zu spekulieren. Wir würden die Solarworld Aktie dann ebenfalls ins Depot nehmen, bei Q-Cells sind die Unsicherheiten deutlich höher, somit bleibt die Aktie nur zweite Wahl.

Noch kurz zum Markt: Generell ist der  negative Kursverlauf an den US Börsen gestern Abend noch nicht so dramatisch zu sehen, da sich die Verluste überwiegend auf eine Branche, nämlich die Erdöl- und Gas-Explorations-Unternehmen konzentriert haben. Auch wenn der Dax heute etwas schwächer eröffnet hat sehe ich keinerlei Anzeichen für ein erneutes Abtauchen der Indizes. Der Euro blieb auch heute Nacht über der wichtigen Marke von 1,22. Diese Tatsache hat heute wesentlich mehr Aussagekraft als der leichte Rücksetzer der Börsen. Erst einmal ist also noch nichts wirklich dramatisches passiert, obwohl man nun auch wieder etwas vorsichtiger sein muss, denn es wird holprig bleiben..

TradingUpdate Conti, HeidelCement

Jetzt wird es richtig spannend! Wie wir bereits vor ein paar Tagen geschrieben haben, könnte der Euro sich nun, nach seiner allmählichen Stabilisierung, erst einmal in ungeahnte Höhen aufschwingen. Heute wurde bereits die Marke von 1,24 zurückerobert. Tendenz weiter steigend. Die Wahrscheinlichkeit eines ShortSqueeze  wird auf Grund der extrem hohen Shortpositionen immer größer. Glaubt man den Fachleuten, dürfte gerade die nun anstehende Marke von 1,25 dabei eine entscheidende Rolle spielen. Manche Experten halten dann sogar nochmal einen schnellen Anstieg auf 1,35  für möglich. Sollte dieses Szenario eintreffen dürften wir dann auch eine extreme Rally in den Aktienmärkten erleben, die uns locker wieder in den Bereich der alten Höchststände führen kann.

Mittelfristig wird die europäische Leitwährung dann aber wieder deutlich schwächer tendieren, vorübergehend würde dies jedoch dem Markt extrem helfen wieder neues Vertrauen aufzubauen, dass vielleicht doch alles nicht ganz so schlimm ist, wie es uns die Medien glauben machen wollen. Bei aller Euphorie über die kräftige Erholung sollte man aber trotzdem weiter eine extrem vorsichtige Haltung einnehmen, und dementsprechend seine offenen Depotpositionen gegen erneute Rückschläge absichern. Die Euro-Bären werden sich nicht kampflos ergeben! Genauso wahrscheinlich wie das oben skizzierte Szenario ist es dann wohl, dass die Shortseller an der Marke von 1,25 einen erneuten massiven Angriff auf den Euro starten könnten. Natürlich ist uns die erste Variante deutlich sympathischer.

Nun aber zum Aktienmarkt…Die US-Börsen konnten sich gestern nach den guten Vorgaben aus Asien und Europa weiter deutlich erholen und haben entscheidende Marken wieder zurückerobert. Auch der erneute Schub in den  letzten Handelsminuten lässt eher erwarten, dass es heute weiter nach oben geht. Der S&P Future tendiert inzwischen wieder deutlich nach oben, man sollte aber mal einen Retest der 1.100Punkte Marke zum Handelsbeginn um 15:30 Uhr einkalkulieren. In Europa fehlen heute auf Grund eines Feiertages einige Vorgaben aus Asien, jedoch können sich die europäischen Aktienmärkte ebenfalls weiter positiv entwickeln. Die heute morgen noch befürchteten großen Gewinnmitnahmen sind verhältnismäßig bescheiden ausgefallen, und der Dax strebt erneut in Richtung 6.000 Punkte. Wir rechnen damit, dass auch diese Marke heute zum Handelsschluss wieder zurückerobert wird. Unterstützung bietet nun wieder die untere Begrenzung des Aufwärtstrends bei 5.880 Punkten.

Nach unseren beiden Fehlversuchen der letzten Woche ein Depot aufzubauen, die jeweils mit leichten Verlusten endeten, befinden wir uns nun nach dem dritten Anlauf wieder in einer sehr komfortablen Situation. Insbesondere die Aktien von VW und Rio Tinto, der Schweizer Rück und Porsche sind nun kräftig im Plus, sodass wieder vernünftige Stopp-Loss Orders im Markt platziert werden konnten. Heute scheinen nun auch die Aktien von Continental und HeidelCement nach oben ausbrechen zu wollen. Wie bereits gestern geschrieben sehen wir bei allen erwähnten Titeln nun wieder deutliches Aufwärtspotenzial. Es ist zu beobachten, dass sich Anleger nun zuerst einmal wieder auf Qualitätsaktien stürzen, sprich BlueChips kaufen, wozu wir Ihnen in dieser Situation auch überwiegend raten würden. Wir rechnen aber damit, dass auch die Nebenwerte wie bspw. Klöckner & Co. bald nachziehen werden…

An dieser Stelle möchten wir und einmal ganz herzlich für die vielen tollen Zuschriften, und das positive Feedback der vergangenen Tage bedanken. Wieder einmal haben unsere Leser in den letzten Tagen offensichtlich schönes Geld verdient und wir freuen uns natürlich sehr darüber. Auch wenn die Gewinne in unseren Depots schon alleine eine schöne Bestätigung sind, ist es wesentlich befriedigender, wenn auch Sie, liebe Leser, von unseren Empfehlungen profitieren können, und uns dies auch gelegentlich mitteilen. Das ist der Lohn unserer Arbeit im Blog und in diesem Newsletter, und motiviert und jeden Tag wieder aufs Neue weiter zu machen, und noch besser zu werden…. Vielen Dank nochmal an alle die uns geschrieben haben, und natürlich an alle die uns regelmäßig lesen!

Trading Update Klöckner & Co., VW, Conti, HeidelCement und Solar Millennium

Wer meinem Rat von gestern gefolgt ist, und sich die Stahltitel mal etwas näher angesehen hat, dürfte heute höchst zufrieden in den Feierabend gehen. „Auch wir halten den Kursverfall bei der Klöckner Aktie nach wie vor für hoffnungslos übertrieben, und haben uns entsprechend positioniert. Hier wird gerade die gesamte Stahlbranche über einen Kamm geschoren. Als Stahlhändler ist Klöckner in der Lage wesentlich flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können als die reinen Hersteller wie ThyssenKrupp und Salzgitter. Aber auch die starken Abschläge bei den beiden Schwergewichten sollten nun langsam ein Ende finden, und sind auf längere Sicht wieder interessant, ebenso wie der Stahlriese Posco…Sollte sich der Gesamtmarkt, allen voran der Euro, also wieder fangen dürften auch die Stahltitel davon kräftig profitieren.“

Mindestens ebenso fulminant meldeten sich heute auch unsere größte Depotposition, die VW Vorzugsaktien, wieder zurück uns starteten eine beeindruckende Erholungsrallye. Kurse unter 70,- Euro sind wohl nun bald wieder passé. Ich rechne bei weiter freundlichem Umfeld immer noch mit deutlich höheren Kursen von mindestens 90,- Euro je Aktie. Die Analysten von Goldman Sachs haben kürzlich das Kursziel für die Aktie noch einmal deutlich, auf 126,- Euro angehoben, ebenso wie die Titel von Continental, bei denen ich auch in absehbarer Zeit mit einem deutlichen Ausbruch nach oben rechne. Einer der spannendsten Wetten auf steigende Kurse aber dürfte beim Zementhersteller HeidelbergCement zu finden sein. In Kürze wird der Deutsche Leitindex neu zusammengesetzt, und es gilt als nahezu sicher, dass die Heidelberger den Stahlkonzern Salzgitter im DAX ersetzen werden. Entsprechend werden dann Indexfonds auch verstärkt in den Titel investieren und den Kurs weiter antreiben…

Bei Solar Millennium ist hingegen heute mal wieder etwas Unruhe im Kurs. Unser aller „LieblingsUtz“ kam nun auf die Idee das Unternehmen zu verklagen, um durch eine Feststellungsklage die Rechtmäßigkeit seiner damals überstürzten Kündigung feststellen zu lassen. Dies brachte den Kurs heute noch einmal zwischenzeitlich unter Druck, was ich aber angesichts der Meldung nicht nachvollziehen kann. Seitens des Anwalts von Utz Claassen wurde nochmal ausdrücklich betont, dass der Abgang des Managers nichts mit der Bilanzierung zu tun hatte. Der Anwalt begründete Claassens Kündigung nun vielmehr mit „fundamentalen Auffassungsunterschieden“ in Fragen der Unternehmensführung und der Unternehmenskultur. Hinzu gekommen seien weitere Aspekte, „die dazu führten, dass Claassen es nicht mehr verantworten konnte, weiterhin für die Solar Millennium AG tätig zu sein“.

Schwammiger geht es wohl nicht mehr! Meine Vermutung ist, dass es hier ganz banal um Geld geht. Wahrscheinlich um die Erfüllung von Vertragsbestandteilen zu denen Claassen sich, nach nur zweieinhalb Monaten Amtszeit, im Recht sieht. Sollte dem so sein ist das moralisch sicherlich fragwürdig, hat aber in keinem Falle etwas mit dem Unternehmen oder dessen Zukunftsaussichten zu tun. Das Claassen sich über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, über ihre Entwicklungsperspektiven und ihre technologische Position grob getäuscht haben soll wirft eigentlich nur die Frage auf, ob man wirklich in dieser Position so blauäugig sein kann das Unternehmen dessen Chef man werden soll so falsche einzuschätzen. Ich glaube eher mal nicht! Viel mehr stellt sich mir die Frage was er mit solchen Aussagen bezwecken will…

Insider Kaufen wieder verstärkt eigene Aktien

Deutsche Firmenlenker sind wieder deutlich positiver für die Entwicklung Ihrer Unternehmen gestimmt. Zuletzt kauften die führenden Organe diverser Unternehmen wieder verstärkt eigne Aktien, so zum Beispiel der Metro Chef Eckard Cordes der kürzlich Aktien des Handelskonzerns in Höhe von 300.000,- Euro erwarb. Bereits vor etwas über einem Jahr als die Kurse noch am Boden lagen konnte man dieses Phänomen beobachten. Dabei kauften die Insider deutscher Unternehmen verstärkt eigene Aktien als diese niemand mehr haben wollte. Inzwischen dürfte wohl klar sein, dass sich dieser antizyklische Einstieg deutlich gelohnt haben dürfte. Auch in diesen turbulenten Tagen kann man nun wieder verstärkt beobachten, dass sich die Chefs und aus den Aufsichtsräten und Vorständen wieder eindecken. Teilweise finden diese Käufe vielleicht noch etwas zaghaft statt, dennoch sollte dem aufmerksamen Anleger dieser Umstand durchaus hier und da zu denken geben.

Verstärkt gekauft wurde in den letzten Wochen unter anderem bei Linde, RWE, Deutscher Telekom, Deutsche Euroshop, Jungheinrich, Klöckner & Co., TAG Immobilien, K+S, und Centrotherm. Zusammenfassen kann mal wieder gesagt werden, dass die deutschen Firmenchefs die Lage ihrer Unternehmen wohl deutliche optimistischer einschätzen als der Marktkonsens. Immer dann wenn die Märkte kurzzeitig deutlich nach unten tendiert haben lässt sich dieses antizyklische Verhalten verstärkt beobachten. Die Euroschwäche, hat wie bereits geschrieben nicht nur Nachteile, sondern dürfte vielmehr die Umsätze einzelner Unternehmen in den kommenden Quartalen beflügeln. Die im vergangenen Jahr leer geräumten Lager müssen nun schnellsten wieder aufgefüllt werden um der anziehenden Nachfrage gerecht werden zu können. Dies wiederum sollte der gesamte Absatzkette in einigen Branchen wieder deutlichen Schwung verleihen bis hin zu den dafür notwendigen Rohstoffen. Achten Sie also verstärkt auf die Insiderkäufe in den kommenden Wochen, meistens haben die Herren ein gutes Näschen..

TradingUpdate Conti, VW, HeidelCement, Klöckner, Rio Tinto, Porsche

Wieder einmal bestimmt die Politik die Märkte, und wie wir ja wissen haben politische Börsen kurze Beine..aber erst einmal möchte ich kurz auf die aktuellen Ereignisse eingehen. Der Aktienmarkt ist durch die neuesten Pläne zur Regulierung der Finanzmärkte heute weiter auf Talfahrt. In einer Hauruck-Aktion hat die deutsche Bundesregierung nun den Handel mit ungedeckten Leerverkäufen verboten. Grundsätzlich ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung, dennoch darf man an der Sinnhaftigkeit eines solchen hektischen Alleingangs der Deutschen etwas zweifeln.

Grundsätzlich muss auch differenziert werden zwischen Leerverkäufen und ungedeckten Leerverkäufen. Während normale Leerverkäufe bei denen sich die Akteure die Aktien gegen Bezahlung leihen müssen durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, werden ungedeckte Leerverkäufe oder sogenannte „nacked shorts“ meistens nur von HedgeFonds benutzt um teilweise nicht mehr kontrollierbar große Summen am Markt zu bewegen. Und genau dies möchte man nun seitens der Politik in Zukunft verhindern. Das der überwiegende Teil der Hedgefonds ihren Hauptsitz in irgendwelchen Steuerparadiesen in der Karibik hat, macht eine Kontrolle aber weitestgehend aussichtslos. Hier kann also nur eine globale Lösung verhindern, dass hemmungslos weiter spekuliert werden kann.

Ungedeckte Leerverkäufe können also durchaus dazu führen, dass das Gleichgewicht der Finanzmärkte ins wanken geraten kann und sind auch nach meiner Auffassung in Zukunft weltweit zu verbieten. Denn schließlich geht es nur darum die Stabilität der Märkte wieder herzustellen, und dies wird nur gelingen, wenn man ALLE Faktoren die diese Stabilität gefährden könnten ein für alle Mal abschaltet. Der Maßnahmenkatalog sollte aber noch ein paar weitere Punkte enthalten damit das Konzept am Ende dann auch Sinn macht.

Ich bin aber kein großer Freund von der These, dass die Spekulanten an der aktuellen Situation schuld sind. Dies ist schlicht und ergreifend falsch, auch wenn uns die öffentliche Presse etwas anderes glauben machen will. Spekulanten decken vielmehr Missstände auf, die durch andere Faktoren verursacht worden sind, und versuchen dann ihren Nutzen daraus zu ziehen. Dies verschlimmert dann meistens das Problem noch, das ist richtig, ist aber nicht die Ursache des eigentlichen Problems. Rein moralisch betrachtet kann man also durchaus geteilter Meinung sein was das Handeln der Spekulanten anbelangt. Von den Politikern wurde hier ein dankbarer Sündenbock gefunden und vorgeschoben um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken…

Wie auch immer, mir persönlich bereitet die Hilflosigkeit unserer Landesführung eigentlich deutlich mehr Kopfzerbrechen als die wirtschaftliche Situation. Vorschläge wie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sind absolutes Gift für eine Volkswirtschaft, das weiß schon jeder BWL Student nach dem ersten Semester. Die geplante Kapital-Transaktionssteuer ist ein prima Mittel um die Leistungsträger, oder zumindest deren Geld aus dem Land zu treiben und künftig noch weniger Steuereinnahmen zu haben. Mal ehrlich fällt unseren Politikern wirklich nichts Besseres ein? Armes Deutschland! Was wir am aller nötigsten brauchen ist wohl jetzt eine Regierung die uns zumindest das Gefühl geben kann dieser anspruchsvollen Lage gewachsen zu sein, dann klappt auch der Rest wieder deutlich besser!

Vielleicht sollte man mal damit anfangen die Vorteile einer schwächeren Währung etwas mehr hervor zu heben. Unser Export dürfte bei anhaltender Entwicklung im dritten und vierten Quartal sehr deutlich davon profitieren können und ich rechne bei einzelnen Titeln mit einem deutlichen Umsatzschub. Es ist also durchaus sinnvoll sich an solchen Tagen bereits nach ausgesuchten Titeln umzusehen die Profiteure eines schwachen Euro sein werden und über günstige Bewertungskriterien verfügen. Den Rücksetzer heute morgen haben wir bereits wieder für erste Käufe genutzt. Continental, VW, HeidelbergCement, Klöckner & Co. sowie Rio Tinto, und Porsche sind nun wieder dabei. Natürlich werden diese Positionen aber spätestens heute Abend wieder sehr eng abgesichert!

Trading Update HeidelCement, VW, Porsche, Conti. Klöckner, Centrotherm, Solar Millennium, Swiss Re

die Aktienmärkte wollen weiter nach oben! Von echter Schwäche ist nach wie vor nichts zu sehen, weder im Dax noch bei den US Indizes. Der Dow Jones hat sich auch gestern wieder berappelt und über der wichtigen Marke von 11.000 Punkten geschlossen. Mit den heutigen guten Vorgaben von Intel und ASML dürften sich also auch sie US Indizes, allen voran der Nasdaq, auf zu neuen Höhen machen. Beim S&P 500 ist die Konstellation nicht minder interessant. Ein Überwinden der 1.200 Punkte Marke würde neues Potenzial bis 1.300 Punkte schaffen! Aber nun zu den einzelnen Depotpositionen..

Allen voran dürfte die weitere Entwicklung der Aktie von HeidelbergCement interessant sein. Nachdem die UniCredit und die Commerzbank  insgesamt 4,48 Millionen Aktien des Baustoffherstellers am Markt platzieren haben kann sich die Aktie bereits heute wieder stark erholen. Mit dem Überschreiten der Marke von 44,15 Euro zeigt auch der Chart wieder ein deutlich freundlicheres Bild. Das letzte Hoch bei 44,60 wurde heute bereits wieder getestet, und wir gehen nun, nach Überwinden dieser Marke von weiter steigenden Notierungen aus. Unsere weiteren Kursziele sind nun 46,70 Euro sowie 48,20 und  52,- Euro.

Bei Volkswagen war, oder ist, bedingt durch die Kapitalerhöhung immer noch etwas Unruhe im Kurs. Die neuen Stücke wurden nun in die Depots eingebucht und dies sollte auch mittelfristig wieder für etwas mehr Stabilität sorgen. Heute wurde noch einmal die Platzierung einer Anleihe in Höhe von 30 Millionen Euro bekannt gegeben. Dies hat die Anfangsgewinne wieder abbröckeln lassen. Allmählich dürfte nun aber die Kapitalmaßnahmen bei Volkswagen beendet sein und Tagesgeschäft sollte wieder etwas mehr in den Fokus der Anleger rücken. Operativ hat der bald weltgrößte Autokonzern einiges zu bieten. So konnte beispielsweise in China die Zahl der abgesetzten Automobile konzernweit deutlich um 60% gesteigert werden. Die Volkswagen AG verkaufte somit 362.874 Autos was einer Steigerung um 53 Prozent entspricht, während die Verkäufe bei Audi um 77 Prozent auf 51.449 Wagen zulegen konnte. Fundamental beliebt VW auch durch die expansive Politik in die Schwellenländer einer der interessantesten Kandidaten aus dem Automobilsektor. Unser Kursziel liegt nach wie vor deutlich jenseits der 80,- Euro Marke!

Ebenso positiv sind wir nach wie vor für die beiden Aktien von Porsche und Continental gestimmt. Die Porsche Aktie befindet sich nach dem starken Rücksetzer am 08.04 wieder in einem Aufwärtstrend der nach dem Überwinden der Marke von 46,- Euro bis in den ersten Zielbereich von 47,50 Euro wo die 200 Tage Linie liegt führen sollte. kann diese überwunden werden dürfte auch einem erneuten Anstieg über die 50,- Euro Marke nichts mehr viel im Wege stehen. Bei Continental wurde ebenfalls die Unterstützung bei 36,- Euro noch einmal mustergültig getestet. Seitdem hat auch die Conti Aktie wieder nach oben gedreht und dürfte nun zunächst einmal das letzte Hoch bei 38,80 Euro anpeilen. Auch hier besteht eine gute Chance das diese Marke nun wieder genommen werden kann was wohl im Anschluss zu Kursen um die 40,- Euro führen dürfte. Mittelfristig sind Kurse zwischen 42,- und 45,- Euro hier wieder denkbar.

Der Kurs des Stahlhändlers Klöckner & Co. schwächelte in den letzten Tagen wieder etwas nachdem das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit 24,- Euro erreicht wurde. Dies lag zum einen an den verständlichen Gewinnmitnahmen nach der starken Performance der letzten Wochen, zum anderen aber an dem schwachen Marktumfeld. Heute sollte sich auch das Bild bei der Klöckner Aktie wieder deutlich aufhellen. Bei 22,- Euro liegt eine solide Unterstützung. Auch die Analysten setzen Ihre Kursziele immer weiter nach oben da Klöckner wohl einer der großen Profiteure von den aktuellen Entwicklungen am Stahlmarkt sein dürfte. Auch die Analysten der UBS haben heute das Kursziel für Klöckner & Co von 25,00 auf 30,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Buy” belassen.

Bei den beiden Solartiteln in unserem Depot lief es bislang nicht ganz so prickelnd, wir betrachten aber auch das nur als eine vorübergehende Erscheinung. Im Gegensatz zu den klassischen Werten wie Solarworld und Q-Cells setzten wir in diesem Segment eher auf Spezialthemen wie Anlagenbau und Solarthermie. Mit Centrotherm und auch Solar Millennium sehen wir uns hier immer noch bestens positioniert. Die internationale Ausrichtung der beiden Unternehmen sollte sich mittelfristig auszahlen. Während Centrotherm verstärkt nach Asien expandiert hat sich Solar Millennium an einer Vielzahl von Projekten beteiligt. Allen voran natürlich das Desertec Projekt.

Genaueres kann man dem Geschäftsbericht, den ich seit gestern auf dem Schreibtisch habe, entnehmen. Seit der Lektüre dieses wirklich sehr informativ und schön gemachten Werkes bin ich mehr denn je davon überzeugt das es sich hier um eine der langfristig interessantesten Unternehmen aus dem deutschen Solarsektor handelt! Der momentane Kursverlauf ist nicht zuletzt den schwachen Umsätzen in der Aktie geschuldet und sollte nicht überbewertet werden. Mein persönliches Kursziel bleibt erst einmal bei 22,40 Euro. Zwischen 24,- und 28,20 Euro wurde bei der Verkaufspanik um Utz Claassen ein riesiges Gap gerissen. Dieses sollte dann bis zum Herbst wieder geschlossen werden wenn die Unsicherheiten über die Bilanzierung der letzte Geschäftsjahre beseitigt werden können..

Abschließend bleibt noch die Aktie der Swiss Re oder Schweizer Rück, die sich nach dem Rücksetzer wieder deutlich erholen konnte. Zwar wurde das zuvor ausgebildete neue Hoch bei 53,80 CHF bisher noch nicht ganz wieder erreicht, aber auch hier dürfte dies nur noch eine Frage von Tagen sein wenn die Märkte die vorherrschende Richtung beibehalten. Die Unterstützung liegt aktuell bei 51,80 CHF, das Kursziel ist vorerst bei 56,40 CHF. Lassen Sie die Gewinne laufen, Ende der Woche sollten dann die Stopps wieder etwas nachgezogen werden..

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