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Commerzbank Aktie bleibt unter Druck

Die Hauptversammlung der Commerzbank am Freitag hatte einen gewissen Unterhaltungswert, an Kritik der Aktionäre wurde nicht gespart. Nach einem zehnstündigen, zähem Hin- und Her konnten sich die Vorstände des Geldhauses dann doch noch gratulieren, denn die Abstimmung der Aktionäre für die geplante Kapitalerhöhung wurde mit 99 Prozent aller abgegebenen Stimmen klar entschieden. Die Anteilseigner gaben damit fast einstimmig ihr Einverständnis für die größte Kapitalerhöhung einer börsennotierten Gesellschaft in Deutschland, wohl auch weil diese Maßnahme alternativlos zu sein scheint. Die Commerzbank kann sich mit dem Erlös von rund elf Milliarden Euro dann aus dem Einfluss des Bankenrettungsfonds SoFFIN freikaufen und somit in Zukunft auch wieder „anständige“ Managergehälter zahlen. Der Staat bleibt zwar mit 25 Prozent am Unternehmen beteiligt, dürfte aber dann nicht mehr allzu großen Einfluss auf die Geschäfte der Bank haben.

Letztlich blieb den Aktionären nicht viel übrig als dem traurigen Spiel zuzustimmen, und eine deutliche Verwässerung ihrer Anteile in kauf zu nehmen. Die übermächtigen Großaktionäre Allianz und SoFFin hatten das Ruder klar in der Hand, die Kleinaktionäre keine andere Wahl, der Weg war vorgezeichnet. Dem Aktienkurs dürfte diese endgültige Entscheidung für die Kapitalerhöhung erst einmal nicht gut tun. Anleger die auf eine schnelle Erholung gesetzt haben könnten enttäuscht werden. Auch charttechnisch betrachtet zeichnet sich immer mehr ab, dass ein baldiger Rutsch unter die Marke von 4,- Euro sehr wahrscheinlich ist. Die Schuldenproblematik in Griechenlands und die Spekulationen über einen Ausstieg aus dem Euro dürften die Bankentitel in den kommenden Wochen zusätzlich belasten. Wir haben unser Kursziel für die Aktie bereits vor knapp zwei Wochen von 4,05 auf 3,65 Euro gesenkt, und halten an dieser Prognose weiterhin fest! Unter langfristigen Gesichtspunkten könnte eine erste Position bei der Commerzbank Aktie um die 3,75 Euro dann aber interessant sein..

Commerzbank Aktie – weiter abwärts nach kurzer Erholung?

Die Commerzbank Aktie dürfte auch in der kommenden Woche zu den schwächeren Titeln gehören. Am Donnerstag konnte man erneut hoches Verkaufs-Interesse im Orderbuch sehen. Nachdem die Aktie in den letzten drei Handelstagen jeweils zu Beginn des Handels in Deutschland Kurszuwächse verbuchen konnte, wurden aber im Tagesverlauf dann weiter große Pakete abgeladen. Fachleute gehen inzwischen ebefalls verstärkt davon aus, das sich die Aktie bis zum Abschluss der Kapitalerhöhung negativ entwickeln wird. Ebenfalls deutlich negativ zu werten ist das die Aktie von dem starken Kursanstieg der letzten Woche nahezu gar nicht profitieren konnte.

Mit einem aktuellen Aktienkurs von 4,37 Euro ist die Commerzbank Aktie damit nur unweit von dem Tiefsstand des Jahres bei 4,15 Euro entfernt, und deutlich anfällig für weitere Abschläge. Nach dem von uns erwarteten Abschlag in Richtung 4,- Euro könnte der Fall der Aktie somit weiter in Richtung der nächsten Unterstützungen bei 3,84 Euro und 3,51 Euro gehen, wenn die vier Euro Marke unterschritten werden sollte. Die letzten Handelstage sehen wir somit eher als eine nicht überzeugende technische Gegenreaktion auf die vorangegangenen Kursgewinne, als eine nachhaltige Trendwende der Aktie. Ein Einstieg drängt sich derzeit nicht auf, die Unsicherheiten bleiben hoch, das Riskio überwiegt die Chancen.

Commerzbank – jetzt wird es spannend!

Die Commerzbank Aktie bleibt angeschlagen! Während so einige Analysten bereits jetzt schon wieder auf eine Erholung setzen, oder zumindest mit einer technischen Gegenreaktion rechnen, macht der Aktienkurs aber keinerlei Anstalten sich in die gewünschte Richtung zu bewegen. Nach dem Unterschreiten der Unterstützungen bei 5,05 und 4,81 Euro wurde nun heute auch das überwiegend angepeilte Kursniveau von ca. 4,56 Euro je Commerzbank Aktie unterschritten. Spannend dürfte nun sein ob die Marke von 4,50 Euro halten kann. Wir gehen immer noch davon aus, das ein mögliches Ziel für den Start zu einer dann eventuell nachhaltigen Kurserholung erst die Marke von 4,- Euro sein könnte.

Nimmt man nämlich den längerfristigen Chart bei der Commerzbank Aktie zur Hilfe, sieht man dass das Tief aus dem Juli des vergangenen Jahres bei knapp 4,- Euro lag und somit eine vernünftige Unterstützung bilden könnte. Angesichts der hohen Shortquote, die offenbar täglich weiter zunimmt, besteht natürlich auch die Möglichkeit eines baldigen Short Squeeze, was ich aber auf Grund  der hohen Summe die hier investiert wurde nicht für wahrscheinlich halte. Ab 4,- Euro rechne ich also spätestens mit einer technischen Gegenreaktion, was nicht heißen soll, dass die Aktie im Anschluss daran noch einmal deutlich nach unten tendieren könnte.

Insider – Ferdinand Rudolf und Felix Alexander Porsche haben ebenfalls Bezugsrechte verkauft

Am 06. und 07.04.2011 haben Ferdinand Rudolf und Felix Alexander Porsche ebenfalls  größere Positionen ihrer Bezugsrechte für die Kapitalerhöhung bei der Porsche Automobil Holding SE verkauft, was heute bekannt wurde. Dabei wurden in vier Transaktionen insgesamt 142.600 Bezugsrechte zu Preisen zwischen 5,84 Euro verkauft, und im Gegenzug wieder 6.200 Bezugsrechte zum Kurs von 5,70 Euro erworben. Die Sinnhaftigkeit dieser Transaktion bleibt mir zwar noch im Verborgenen, dennoch bleibt festzuhalten, dass offenbar nicht alle des Porsche-Piech-Clans die Kapitalerhöhung in vollem Umfang gezeichnet haben. Ãœber die Gründe kann eben nur spekuliert werden…erst kürzlich hatten wir über die Verkäufe der Bezugsrechte von Dr. Hans Michel Piëch berichtet.

Die Porsche Aktie hangelt sich heute nach Abschluss der Kapitalerhöhung etwas mühsam weiter nach oben. In den nächsten Stunden und Tagen werden die neuen Stücke in die Depots der Zeichner eingebucht. Ich rechne damit, dass nun noch einmal etwas Druck aufkommen könnte, da Anleger sich nun wieder von „überschüssigen“ Stücken trennen könnten. Ebenfalls gehe ich davon aus, das das Marktumfeld mindestens bis zum kleinen Verfallstag schwächer bleiben wird, was zusätzlich auf die Aktienkurse drücken sollte. Goldman Sachs hat heute das Kursziel für die Porsche Aktie erneut deutlich zurückgenommen. Zwar bleiben die Titel des Sportwagenbauers ein Kauf für die Amerikaner, das Kursziel wird aber von 96,- auf nun 87,- Euro gesenkt, was natürlich gemessen am heutigen Aktienkurs immer noch ordentlich wäre.

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Autobauer Daimler, BMW, VW, Porsche geraten unter Druck

Diese Woche fing nicht gut an für die Fans von Automobilaktien! Alle Autobauer bleiben unter Druck. Insbesondere die Daimler Aktie die in den letzten Wochen ein fulminantes Comeback hingelegt hatte dürfte nun wohl bald wieder unter der wichtigen Marke von 50,- Euro notieren. Die Schweizer UBS hat die Aktie der Stuttgarter kürzlich auf Neutral runter gestuft, und darauf hingewiesen, dass es interessantere Titel in dem Sektor gäbe. Genannt wurden bei der Analyse dann auch Alternativen. Im LKW Bereich sei dies die MAN Aktie und bei den Autobauern die BMW Aktie. Soweit so gut, bzw. wir würden diesen Aussagen grundsätzlich zustimmen.

Dennoch bleibt das Umfeld auch für die genannten, ebenso wie für VW und Porsche derzeit etwas schwierig. Belastend wirken sich die hohen Rohstoffkosten, sprich auch Benzinpreise, der weitere Dollar-Verfall, sowie die Regulierung der Zulassungen in China aus. Nicht vergessen sollte man wohl auch, dass es demnächst zu einer Verlangsamung der Produktion bei den Autobauern wegen unterbrochener Lieferketten kommen könnte. Die Folgen der Krise in Japan und deren wirtschaftliche Auswirkungen auf die Automobilindustrie dürften sich nicht nur auf japanische Hersteller beschränken. Dennoch bleibt der Automobilsektor auch in den kommenden Monaten sehr interessant.

Die Aktien von VW und Porsche befinden sich nach wie vor in einer Sondersituation bedingt durch die Kapitalerhöhung bei dem Sportwagenbauer. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die „alten“ Porsche Aktien sich dem Ausgabepreis der neuen Aktien zu 38,- nähern. Heute wurde bereist die 200-Tage-Linie bei dem Wert bei ca. 43,20 Euro getestet. Mein persönlicher Zielbereich für die Aktie in den kommenden Stunden und Tagen liegt unter 42,- Euro. Ich gehe aber weiterhin davon aus, dass die 40,- Euro Marke eine solide Unterstützung bilden sollte, wenn nicht der Gesamtmarkt deutlich nachgibt! Für die VW Aktie gilt Ähnliches, im Bereich um die 105,- Euro könnte sich wieder eine interessante Einstiegsmöglichkeit in die Vorzugsaktien bieten, die Stammaktien dürften dann noch einmal unter 100,- Euro zu haben sein.

Der Aktienkurs der BMW Aktie könnte in den kommenden Tagen durchaus noch einmal in den Bereich 52,- bis 53,- Euro zurückkommen. Für längerfristig orientierte Anleger ergeben sich dann ebenfalls wieder gute Einstiegsmöglichkeiten bei den Bayern. Wir halten an unserer grundsätzlichen Einschätzung zu den deutschen Autobauern fest und werden hier ebenfalls erneut Positionen aufbauen, aber erst wenn ansatzweise klar ist wohin die Reise geht. Die nächsten Tage sollten noch etwas unruhig werden…

Die Commerzbank Aktie könnte deutlich unter Druck geraten

Mit der sagenhaften Summe von 1,2 Milliarden Euro wetten Spekulanten derzeit auf den Absturz der Commerzbank Aktie. Wie heute in der Financial Times Deutschland unter Berufung auf den Londoner Finanzdienstleister Data Explorerszu zu lesen war haben sich Finanzmarkt-Akteure nun also anlässlich der geplanten Kapitalerhöhung bei der Commerzbank auf das Geldhaus eingeschossen. Mit den kürzlich getätigten Transaktionen befinden sich damit rund 16 Prozent aller Commerzbank Aktien in den Händen von Shortsellern. Die Spekulanten setzen dabei auf eine massive Verwässerung der Aktie durch die geplante Kapitalmaßnahme. Man kann sich also als Anleger darauf einstellen, dass die kommenden Wochen sehr turbulent werden könnten. Bislang blieb ein negativer Effekt der Transaktionen noch weitestgehend aus, aber das muss nicht so bleiben. Charttechnisch bietet die Zone zwischen 4,81 und 5,05 Euro derzeit eine gute Unterstützung. Sollte diese allerdings bald unterschritten werden ist Vorsicht geboten!

Insider – Dr. Hans Michel Piëch verkauft seine Porsche Bezugsrechte

Am 30.03.2011 hat Dr. Hans Michel Piëch größere Positionen seiner Bezugsrechte für die Kapitalerhöhung bei der Porsche Automobil Holding SE verkauft wie heute bekannt wurde.
Dabei wurden in vier Transaktionen insgesamt 726.550 Bezugsrechte zu Preisen zwischen 8,56 Euro und 5,70 Euro verkauft wobei der Großteil der gehandelten Stücke erst im Bereich 5,70 bis 6,27 Euro veräußert wurde. Da ich nicht davon ausgehe, dass Herr Piëch seine Bezugsrechte veräußert hat weil er kurzfristig Geld gebraucht hat muss man sich zumindest die Frage stellen warum in dieser Größenordnung verkauft wurde, und vor allem zu diesen Kursen. Innerfamiliäre Umschichtungen schließe ich eigentlich aus, da diese wohl nicht über die Börse erfolgt wären.

Die Porsche Aktie ist nach wie vor unter Druck, ebenso wie die Bezugsrechte. Ich rechne auch in den kommenden zwei Handelstagen mit einem volatilem Handel sowohl bei der Aktie als auch einem turbulenten Handel bei den Bezugsrechten. Nach wie vor halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass der Porsche Kurs noch einmal deutlich nachgeben könnte, bis die gesamte Transaktion abgeschlossen ist. Der Gesamtmarkt scheint nun ebenfalls wieder etwas mehr Realität einkehren zu lassen. Eine Konsolidierung ist nach fast drei Wochen steigenden Kursen auch dringend nötig. Dies dürfte sich dann auch im Porsche und VW Aktienkurs zusätzlich bemerkbar machen. Wir bleiben an der Seitenlinie und warten auf die Richtige Gelegenheit.

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Deutsche Bank braucht schon wieder Geld!

Gestern war ich dann doch etwas verwundert als ich die neuesten Pläne der Deutschen Bank bezügliche einer weiteren Kapitalerhöhung gelesen habe. Bis heute wurde vom Markt noch nicht einmal die letzte Kapitalmaßnahme „verdaut“, die man zur Ãœbernahme der Postbank durchgeführt hatte! Nun will sich die Deutsche Bank von ihren Aktionären erneut das Kapital wieder auffüllen lassen, nachdem erst kürzlich zehn Milliarden Euro in die Kassen der Bank geflossen sind!

Auf der Hauptversammlung am 26. Mai sollen die Anteilseigner nun der Deutschen Bank das Recht einräumen das Grundkapital noch einmal um die Hälfte erhöhen zu können, was
in Summe mehr als 18 Milliarden Euro bedeuten könnte. Hinzu kämen noch weitere gut sieben Milliarden Euro an bedingtem Kapital, etwa für Wandelanleihen. Mit diesen Vorratsbeschlüssen will die Deutsche Bank bereits in diesem Jahr die strengeren Kapitalregeln Basel III befriedigen. Erst vor Kurzem hatte Vorstandschef Josef Ackermann weitere Kapitalerhöhungen vorerst ausgeschlossen.

Die neuen Pläne unterstreichen also nicht gerade die Glaubwürdigkeit der Aussagen Ackermanns. Die Aktie der Deutschen Bank ist heute erneut unter Druck. Langfristig sehen wir den Titel weiterhin positiv, wenn auch kurzfristig noch einmal weiterer Verkaufsdruck aufkommen könnte. Wir gehen davon aus, das der Titel bei einer Schwäche des Gesamtmarktes durchaus noch einmal unter die 40,- Euro Marke fallen sollte, wobei sich an dieser Marke eine starke Unterstützung befindet. Erste Kaufgelegenheiten könnte sich somit wieder ab ca. 38,85 Euro ergeben. Bei einer Korrektur des Marktes wäre sogar ein Kaufkurs um die 36,- Euro möglich.

Befreiungsschlag bei der Commerzbank

Nun ist die Katze aus dem Sack! Bereits am Dienstag wurde über eine größere Kapitalerhöhung bei der Commerzbank spekuliert, heute folgte nun die offizielle Meldung. Die Commerzbank will ihre Schulden beim Rettungsfonds SoFFin bis Juni zurückzahlen. Insgesamt hatte sich das Geldhaus in der Krise 16,2 Milliarden Euro beim Bankenrettungsfonds geliehen. Durch eine Kapitalerhöhung um ca. 11 Milliarden Euro, eine Pflichtumtauschanleihe und die Wandlung weiterer stiller Einlagen in Aktien, will man nun kurzfristig 14,3 Milliarden Euro dieser Schulden wieder an den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung zurückführen. Diese Kapitalmaßnahme soll nach Angaben der Commerzbank von Ende Mai bis Anfang Juni durchgeführt werden.

Bereits heute beginnt die Commerzbank mit der Platzierung einer Pflichtumtauschanleihen im Höhe von 2,6 Mrd EUR bis 3,4 Mrd EUR im Wege eines Bookbuilding-Verfahrens. Wenn die vorgezogene Hauptversammlung am 6. Mai die geplanten Kapitalmaßnahmen dann final beschlossen hat, werden diese Anleihen automatisch in Aktien gewandelt. Ende Mai folgt dann die Kapitalerhöhung.

Diese soll überwiegend (8,25 Milliarden Euro) durch ein internationales Bankenkonsortium, bestehend aus der Deutsche Bank, JP Morgan und der Citigroup getragen werden. Der SoFFIn will sich auch weiterhin bei der Commerzbank engagieren und trägt weitere 2,75 Milliarden Euro, die in Commerzbank-Aktien umgewandelt werden, dadurch bleibt der Rettungsfonds  auch in Zukunft mit etwas über 25 Prozent an der Bank beteiligt, erhält also einen „Verwässerungsschutz“. Bis zum Jahr 2014 sollen dann aber auch die restlichen Verbindlichkeiten aus dem normalen Kapitaldienst der Bank an den SoFFin zurückgezahlt werden.

Pfleiderer – das wars dann wohl, erstmal!

Erneut gibt die Pfleiderer Aktie zweistellig ab! Grund für diesen weiteren Kursrutsch, der die Aktie des angeschlagenen Unternehmens nun auch unter die letzte Unterstützung bei 1,35 Euro geführt hat ist wohl die Meldung vom vergangenen Freitag. Zwar konnte man seitens des Bau- und Möbelzulieferers nun eine Verlängerung des Stillhalteabkommens mit seinen Gläubigern bis Anfang Mai erreichen, und weitere 100 Millionen Euro an Kapitalspritzen erhalten, dies reicht aber offenbar nicht aus, um das Unternehmen wieder auf Kurs zu bekommen.

Neben einer Hybridanleihe wird nun eine Kapitalerhöhung geplant an der die Altaktionäre dann nur zu einem sehr geringen Teil beteiligt werden sollen. Letztlich würde das Unternehmen nach Durchführung all dieser Maßnahmen in die Hände der beteiligten HedgeFonds und Banken fallen. Lediglich knapp fünf bis zehn Prozent des Unternehmen dürften dann den Altaktionären und Hybridkapitalgebern gehören während die Hedge Fonds rund 60 Prozent an Pfleiderer halten, und die Banken rund 30 Prozent.

Wie leider so oft in solchen Fällen werden die Aktionäre bei Übernahme durch einen oder mehrere Hedge Fonds wohl die Leidtragenden sein. Ich schätze mal das wars dann auch für die letzten Aktionäre in Sachen Vertrauen. Weitere Unterstützungen könnten nun bei 1,18 bzw. 0,92 Euro liegen, allerdings ist das alles nur noch Makulatur unter den gegebenen Umständen. Ich hoffe unsere Leser sind den Empfehlungen der letzten Wochen gefolgt und haben die Restbestände an stärkeren Tagen eher verkauft!

Porsche Aktie mit deutlichem Abschlag in Richtung 38,- Euro?

Die Porsche Aktie dürfte heute deutlich schwächer notieren. Wie bereits in unserem letzten Artikel zu dem Wert angedeutet dürfte der letzte Kursanstieg über 60,- Euro lediglich ein Short-Squeeze gewesen sein, der zudem durch einige Geldinstitute gepusht wurde die sehr enge Short Derivate auf den Wert emittiert hatten. Diese wurden  somit vor der Kapitalerhöhung noch schnell abgefischt und ausgeknockt. Ab heute dürfte nun wieder etwas mehr Normalität in die Aktie kommen. Der Preis für die Bezugsrechte wurde heute festgelegt und dementsprechend wird die Aktie auch um genau diesen Betrag an Wert reduziert. Alleine schon aus diesem leicht nachzuvollziehenden Rechenexempel waren mir somit einige Kommentare zu den möglichen kurzfristigen Kurszielen der Porsche Aktie in den letzten Tagen etwas fremd…

Bereits mit dem gestrigen Rutsch unter die  Unterstützung bei 58,80 Euro hat sich der Chart erneut deutlich ein getrübt, und die Aktie Porsche läuft aus charttechnischer Sicht nun Gefahr, dass die jüngste Erholungsbewegung, die von 49,70 Euro auf 60,45 Euro reichte, nun in die entgegengesetzte Richtung läuft. Spannend dürfte es also in der nächsten Zeit für Porsche Aktionäre so oder so werden, ob beim Handel mit der Aktie , den Bezugsrechten, oder gar einer Spekulation, dass der Aktienkurs demnächst sowieso bei ca. 38,- Euro landet…Porsche-Aktien waren gestern mit 57,47 Euro aus dem Handel gegangen. Exklusive der Bezugsrechte in Höhe von 11,1256 Euro ergibt sich somit heute erst einmal ein wahrscheinlicher  Schlusskurs von ca. 46,35 Euro. An unserer grundsätzlichen Einstellung zu der Aktie hat sich nichts geändert, jedoch sollte man in der momentanen Situation etwas vorsichtiger werden. Ich bin sehr gespannt wie es hier weiter geht!

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Sind die neuen Porsche Aktien wirklich spottbillig?

Nun ist es raus! Die lange geplante Porsche Kapitalerhöhung kommt, schnell und zu einem überraschenden Preis. Nur 38,- Euro sollen die neuen Aktien kosten, die dann im Verhältnis 1 zu 0,75 ausgegeben werden. Mit dem geplanten Erlös aus der Kapitalerhöhung bei der bis zu 131,25 Millionen Aktien neu ausgegeben werden sollen ca. 5 Milliarden an Schulden getilgt werden, um den Konzern nach der geplatzten VW Übernahme wieder fit zu machen, und ihn  für eine Integration in den Mutterkonzern VW anzuhübschen. Die ganze Transaktion geschieht unter einem gewissen Zeitdruck, da bereits im Juni ein Teil der derzeitigen Schulden fällig wird. Über den Ausgabepreis gab es heute morgen etwas Verwunderung bei den Börsianern.

Nicht klar ist warum man einen so deutlich unter dem derzeitigen Aktienkurs liegenden Bezugspreis gewählt hat. Letztlich dürfte dies aber keine allzu große Rolle spielen, da die Kapitalerhöhung mittels der Ausgabe von handelbaren Bezugsrechten ablaufen wird. Im Normalfall schließt der Wert dieser Bezugsrechte dann die preisliche Lücke zwischen dem Ausgabepreis und dem aktuellen Aktienkurs. Die Anteilseigner erhalten also eine Art Vorkaufsrecht, und dürften pro gehaltener Aktie 0,75 neue hinzukaufen. Die Gesamtzahl der Porsche Aktien steigt damit um stolze 75 Prozent auf 306,25 Millionen Stück. Die Bezugsfrist für die neuen Aktien läuft vom 30. März 2011 bis einschließlich zum 12. April.

Ob eine Zeichnung zum derzeitigen Zeitpunkt sinnvoll erscheint kann nicht abschließend gesagt werden. Angesichts der Nachrichtenlage aus Japan würden wir hier erst einmal Vorsicht walten lassen. Ein Kauf drängt sich vorerst nicht auf, da wir noch mit tieferen Notierungen in den kommenden Tagen rechnen. Wie günstig die neuen Aktien also nun tatsächlich sind hängt nur von dem Bezugsrechtehandel und der Entwicklung der Porsche Aktie ab. Anleger die den Titel des Sportwagenbauers im Depot haben wollen sollten sich daher wohl nach wie vor auf den Aktienkurs der derzeitigen Aktien konzentrieren und ihre Entscheidungen nicht von der momentanen Sondersituation abhängig machen.

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