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Pfleiderer zurück auf zwei Euro, wie gehts weiter?

Pfleiderer Aktionäre hatten zuletzt nicht viel zu lachen. Der Kurs des Holzböden- und Spanplatten-Herstellers fiel in den letzten Tagen nahezu ins Bodenlose. Nachdem das Unternehmen die Schließung weiterer Werke bekannt gegeben hat, und die Finanzsituation des Konzerns immer noch ungeklärt zu sein scheint, trennten sich die Anleger reihenweise von ihren Papieren. Hinzu dürfte noch gekommen sein, dass letztlich wohl einige Stopp-Loss-Lawinen dadurch ausgelöst worden sind und der Aktienkurs bis auf das Sieben-Jahres-Tief bei 1,70 Euro fiel. Inzwischen konnte sich der Titel wieder deutlich von dem Schock erholen und steuert heute, nach einem erneuten Kursplus von fast 11,6 Prozent wieder die runde Marke von zwei Euro an. Wir hatten ja darauf hingewiesen, dass sich hier nun für mutige Investoren eine schöne Tradingchance ergeben könnte.

Mutige Anleger können sich also inzwischen wieder über Kursgewinne von 15 bis 20 Prozent in wenigen Tagen freuen. Die spannende Frage dürfte nun sein wie es hier nun weitergeht. Operativ sieht es immer noch düster aus bei Pfleiderer. Im dritten Quartal stieg der Nettoverlust auf 31,5 Millionen Euro von 21,8 Millionen im Jahr zuvor. Kein Wunder also, dass Pfleiderer auch für das Gesamtjahr mit roten Zahlen rechnet. Zudem kassierte Pfleiderer-Chef Hans Overdiek die Prognose für einen Nettogewinn für das kommende Jahr 2011.

Pfleiderer ist ein Traditionsunternehmen und Weltmarktführer in seinem Bereich. An eine drohende Insolvenz glaube ich nicht, dieses wäre auch äußerst dumm und schädigend für die finanzierenden Banken. Viel mehr gehe ich davon aus, dass eine sinnvolle Lösung bei der Refinanzierung gefunden wird, und die Restrukturierung des Konzerns letztlich zu einer deutlich gesteigerten Effizienz des Unternehmens für die Zukunft führen sollte. Wer genügend Geduld mitbringt kann hier langfristig schöne Gewinne erzielen,  aber bitte immer mit Stoppkursen arbeiten!

Pfleiderer stürzt nach Veröffentlichung der Quartalszahlen ab

Unser kurzer Tradingversuch bei Pfleiderer war schnell wieder vorbei. Zunächst konnten wir 12 Prozent Gewinn verbuchen, bis sich dieser schlagartig wieder in Luft auflöste. Die letzten Nachrichten über zwei weitere Werksschließungen des Spanplattenstandorts Ebersdorf und des Standorts Nidda für Mitteldichte Faserplatten haben den Kurs der Aktie endgültig zum Absturz gebracht. Heute veröffentlichte der Holzverarbeiter dann noch seine zahlen zum dritten Quartal. Demnach ist der Konzern noch deutlich tiefer in die roten Zahlen gerutscht als diese befürchtet worden war.

Der Quartalsverlust erhöhte sich auf 28,5 Mio EUR nach einem Minus von 17,6 Mio EUR im Vorjahr. In den nordamerikanischen Märkten sei die von allen Experten prognostizierte Erholung der Wirtschaft nicht eingetreten. Und in Westeuropa leide die Ertragskraft unter strukturellen Überkapazitäten, hieß es in der Erklärung. Die Unternehmensführung geht weiterhin davon aus, dass das zweite Halbjahr stärker als das erste sein wird. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz von rund 1,5 Mrd EUR erwartet, sowie eine deutliche Verbesserung des Geschäftes im Jahr 2011. Dem Kurs halfen diese Zusagen heute nicht. Mit einem satten Minus von erneut über 20 Prozent notiert die Aktie heute um fast 40 Prozent niedriger als noch am Montag.

Trading-Position bei Pfleiderer

Pfleiderer, der Weltmarktführer für Holzwerkstoffe und Laminatböden leidet wie kaum ein anderes Unternehmen unter den Folgen der Immobilienkrise. Auf dem US Markt bleiben die Preise weiterhin kräftig unter Druck, in Europa hingegen scheint die Nachfrage nach Pfleiderer Produkten wieder etwas anzuziehen.. Die Halbjahresbilanz von Pfleiderer sah übel aus, kürzlich musste sogar das Werk in Gschwend geschlossen werden. Die hohen Verbindlichkeiten und steigenden Rohstoffkosten machten neue Einsparungen notwendig. Alles in allem also keine besonders guten Nachrichten für die Pfleiderer Aktionäre. Dennoch haben wir uns heute zum Kauf einer ersten Position entschieden.

Der Aktienkurs ist seit Monaten auf Talfahrt und befindet sich aktuell wieder in der Nähe des Jahrestiefs. Hier gelang es der Aktie bereits einmal sich wieder zu stabilisieren und bis auf 5,40 Euro nach oben abzudrehen. Alle schlechten Nachrichten dürften nun wohl eingepreist sein, und die Chance auf einen erneuten Rebound steht nicht schlecht. Gerade die Schließung des Gschwendner-Werkes könnte nun mittelfristig die befreiende Entlastung für das Unternehmen bringen. Betrachtet man die Fundamentaldaten besteht nun durchaus die berechtigte Hoffnung, dass im Zuge einer weiteren Erholung der Börsen auch die Pfleiderer Aktie wieder etwas davon profitieren kann. Den fairen Wert der Aktie würden wir momentan bei ca. 5,- Euro sehen. Immerhin ein Kurspotenzial von über 40%. Achtung: Nur für Hardcore-Spekulanten!

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