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DAX 10000, Italien, Gold und Aixtron – lose Gedanken zum Sonntag

Über das Wochenende lese ich viel und mache mir auch Gedanken zu den Finanzmärkten.

An ein paar dieser Gedanken möchte ich die Leser heute teilhaben lassen. Ich betone, dass das weder Prognosen sind, noch vollständig durchdachte Analysen, es sind einfach lose Gedanken – die Ihnen aber vielleicht die eine oder andere Perspektive eröffnen.

DAX 10000 in 2012 ?

Mein Makrobild für 2012 sah schon seit Ende 2010 ziemlich düster aus. Ich erwartete eigentlich, dass 2012 ein sehr schwieriges Jahr wird, in dem wir neue Tiefststände ausloten würden. Nach einem ersten Absturz in 2011 – den wir gerade hinter uns haben – und einer Erholung zum Jahresende bis in den Januar 2012 hinein, rechnete ich damit, dass sich die Staatsschuldenkrise weiter verschärft und auch grössere Länder wie Italien oder selbst die US in 2012 auf den Radar der Märkte geraten. Denn strukturell ist weltweit nichts gelöst, sondern nur die Wunden mit weisser Salbe zugekleistert. An den Märkten würde das zu echter Panik führen, gegen die dieser August ein Kindergeburtstag war. Und der in meinen Augen unvermeidliche „Reset“ des Weltfinanzsystems würde näher rücken. Und China könnte in 2012 konjunkturell endgültig abknicken und es würde sich zeigen, dass die vermeintlich ach so tolle Staatswirtschaft dort im wesentlichen auch nur auf einem kreditfinanzierten Schneeballsystem beruht, bei dessen Platzen dann wieder Panzer zur „Beruhigung“ der Massen eingesetzt werden müssen. Zu guter Letzt verdichten sich sowieso die Signale, dass es mit der Ruhe um den Iran und mit Pakistan nicht mehr lange so weiter geht. Früher oder später hat Iran die Bombe und wird sie als Druckmittel einsetzen. Und vorher wird es sicher noch einen Angriff der Israelis mit amerikanischer Unterstützung geben. So weit mein düsteres Bauchgefühl für 2012, das ich schon das ganze Jahr 2011 mit mir herum trage. Ich betone, dass das nur ein Bauchgefühl ist und keinen Anspruch auf Wahrheit hat, ich kenne die Zukunft auch nicht. Unsichere Zeiten liegen aber wohl vor uns.

Nun finde ich dieses düstere Bild aber zunehmend in den Medien wieder. So schreibt die Wirtschaftswoche gerade, dass der DAX 2012 wohl bestenfalls im Bereich 5000-6500 schwanken wird und ein bekanntes Anlagemagazin für Otto-Normalverbraucher hat sogar den Crash 2012 auf dem Titelblatt.
Das macht mich skeptisch was das negative Szenario angeht, denn das was selbst Oma Büllerbeck erwartet, tritt selten ein, schon gar nicht an der Börse. Mr. Market hat dagegen die Fähigkeit genau das zu tun was keiner erwartet und damit den maximalen Schmerz zu verursachen. Und was erwartet absolut Niemand ? Genau: DAX 10.000 in 2012 !

Sie können sich das nicht vorstellen? Eben, das ist der Punkt. Denn wenn ich objektiv darüber nachdenke, ist die abstrakte Wahrscheinlichkeit einer derartigen Rally gar nicht so gering, wahrscheinlich im kleinen zweistelligen Prozentbereich. Die gefühlte Wahrscheinlichkeit ist aber aktuell 0%. Umgedreht ist das obige Katastrophenszenario für 2012 objektiv auch nicht viel wahrscheinlicher, gefühlt aber eher 50% und mehr – man könnte meinen es sei fast sicher.

Denken Sie mal darüber nach, was diese negative Erwartungshaltung der Marktteilnehmer für die Börse bedeutet.

Ruhe um Italien bis Februar 2012 ?

Ich habe gestern eine interessante Aufstellung gelesen, nach der Italien sich erst wieder ab Februar2012 bis April 2012 mit dann je rund 40 Milliarden € pro Monat signifikant am Kapitalmarkt refinanzieren muss. Umgekehrt bedeutet das, dass bis dahin relative Ruhe einkehren könnte. Hoffen und beten wir, dass Mr. Bunga Bunga bis dahin entweder ersetzt wurde oder das unvorstellbare Wunder geschieht und er vom Lichtstrahl des Verantwortungsbewusstseins getroffen wird.

Warum der 23. Januar für Gold ein wichtiges Datum ist.

Einer der Treiber für Gold ist der physische Bedarf aus den Schwellenländern in der zweiten Jahreshälfte. Indien ist hier schon länger bekannt. Aber nun wird China zunehmend zu einem gewaltigen Faktor auf dieser Rechnung. Der zunehmende Wohlstand einer neuen chinesischen Bürgerschicht steigert den Bedarf an Schmuck, aber in Anbetracht der gewaltigen Inflationsraten wird Gold auch als Wertaufbewahrungsmittel in China immer wichtiger. Gestern habe ich gelernt, dass Gold in China vor allem zum Neujahrfest erworben wird, dass in China heuer aber am 23. Januar 2012 ist ! Dieses Datum sollte man auf dem Radar haben !

Aixtron vor der Wende ?

Auslöser der überraschenden Rally von Aixtron am Freitag war wohl die Nachricht, dass auch China das Aus für die Glühlampe beschlossen hat. Dieser Prozess soll schon 2012 mit der 100 Watt Lampe losgehen. Auch von Subventionen der chinesischen Regierung war die Rede. Schon wird in diversen Publikationen das Ende des Absturzes der Aixtron Aktie ausgerufen. Das ist ja nicht ganz unlogisch, weil so das Durchsetzen der LEDs sicher beschleunigt wird. So weit so richtig. Aber wird Aixtron davon wirklich profitieren ?

Ich bin leicht skeptisch. Denn ein Mangel an potentiellem Marktvolumen war noch nie das Problem von Aixtron. Würde es danach gehen, hätte der Kurs nie abstürzen dürfen, denn auch ohne China ist das Marktpotential im LED Markt gewaltig. Grund für den Absturz waren Margenprobleme und vor allem schwächere Auftragslage. Und sollte China wirklich den LED Markt mit Subventionen pushen, ist es genau so gut möglich, dass damit erst eine subventionierte Konkurrenz für Aixtron heran gezüchtet wird, die die Marge endgültig zerstört. Das muss also keineswegs nur positiv sein. Bespiele in anderen Industrien gibt es ja zuhauf.

Ich tue mich daher schwer, das Thema China bei Aixtron richtig einzuordnen. Dieses Nachricht kann in Anbetracht der überverkauften Lage sicher noch ein paar Tage lang eine Hoffnungsrally auslösen. Ob das dann aber eine wirkliche Wende begründet, ist in meine Augen lange nicht so klar, wie es die Nachricht vermuten lässt.

Ich wünsche einen schönen Sonntag, geniessen Sie die Sonne ! (HS)

Von Gold und Goldminen – Das einzig Positive am Tag an dem Papandreou über uns kam

Das einzig Positive des Tages sollte man nicht vergessen:

Gold hat seinen Ausbruch über die 1700 USD eindrucksvoll bestätigt. Und die Goldminen zeigen grosse relative Stärke.

Gold hat heute mehrfach kurz unter die 1700 geschaut, diese Marke aber trotz eines brutalen Abverkaufs aller anderen Rohstoffe inklusive Silber verteidigt. In Euro hat Gold sogar über ein Prozent gewonnen. Noch beeindruckender waren aber die Goldminen, die sich an solchen Tagen eigentlich wie Aktien verhalten und mit dem Markt korrigieren. Aber nicht Heute …

Der NYSE Arca Gold Bugs Index (HUI) hat zunächst auch mit dem Markt mit einem Gap von über -4% bei 540 eröffnet und sich dann aber konsequent nach oben gearbeitet und mit 565 sogar fast im Plus geschlossen. Das bedeutet Intraday einen Hub von 5% und das an diesem Tag ! Das bestätigt, dass nach dem Ausbruch über 1700 nun auch die Goldminen nach oben drängen. Und das nicht ohne Grund !

Denn Papandreou hat mit seiner heutigen Volte in meinen Augen bildlich gesprochen eine Splitterbombe an den Kern von Europa gelegt, die jegliche Stabilisierungsbemühungen auf Monate torpedieren wird. Denn die Regierungschefs der anderen EU Länder können nun beschliessen was sie wollen, solange diese Volksabstimmung im Raum steht, kann absolut nichts für Stabilität und Sicherheit an den Märkten sorgen, ausser man würde Griechenland nun hochkantig rauswerfen.

Was aber wohl nicht passieren wird, denn dafür ist Papandreous „Bombe“ zu geschickt gelegt. Denn die Medien bei uns sind ja jetzt schon voll von dem Gerede, wie demokratisch und vorbildlich das doch sei. Selbst ein Schirrmacher in der FAZ bläst nun in dieses Horn. Und so sehr diese Leute Recht haben, wenn sie das Demokratie-Defizit der EU und die undemokratische Art permanent „alternativloser“ Entscheidungen anprangern – da unterschreibe ich jedes Wort – so daneben liegen sie in meinen Augen, wenn sie den „Bock zum Gärtner“ machen und gerade diese (für mich) rücksichtslose Aktion von Papandreou zur demokratischen Tat hoch stilisieren. Richtige Sicht auf das Demokratiedefizit der EU, mit dem falschen Helden zum falschen Zeitpunkt: das ist mein persönliches Fazit und meine persönliche Meinung zu dieser Diskussion in den Medien.

In dieser öffentlichen Meinungslage ist es den EU Demokratien daher unmöglich, dass wirkliche Problem beim Namen zu nennen. Denn es geht hier nicht um Demokratie, sondern um Vertrauensbruch und Machtspiele auf Kosten aller anderen europäischen Nationen. Niemand hat und hatte etwas gegen eine Volksabstimmung in Griechenland zum Verbleib im Euro. Was hätten wir uns darüber gefreut ! Dafür war 2 Jahre Zeit und noch vor einer Woche hätte man es mit den Partnern beim Gipfel besprechen können und so in einen sinnvollen, Vertrauen stiftenden Plan einbetten können. So wie es aber jetzt passiert ist, hat es alle Bemühungen um Stabilisierung nachhaltig zerstört und ganz Europa nun auf Monate zum Sklaven einer Abstimmung eines 11 Millionen Volkes gemacht. Welcher Staatsfonds aus anderen Ländern gibt denn heute Zusagen zu Investitionen in die Euro-Zone, wenn über ihm permanent das Risiko schwebt, dass das 11 Millionen Volk am Ende doch zu einem anderen Ratschluss kommt ?

Die höheren Refinanzierungskosten Italiens und anderer Länder sind halt jeden Tag ganz real und müssen ganz real von Bürgern bezahlt werden, die nicht in Griechenland mitstimmen. Solidarisch ist für mich etwas anderes. Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir uns das bieten lassen, obwohl wir diesen Spass finanzieren, aber so wird es wohl sein. Dem in meinen Augen fast machiavellistischen Instinkt von Papandreou kann ich persönlich da nur professionellen Respekt zollen, auch wenn ich derartiges Verhalten auf Kosten Dritter moralisch verabscheue.

Einen für mich halbwegs vernünftigen und treffenden Artikel der Medien zum Thema kann man hier finden: Spiegel: Eiskalt erwischt

In diesem Umfeld muss man kein Prophet sein um zu erkennen, dass Gold und Goldminen zu den wenigen Profiteuren der nächsten Zeit gehören könnten, irgendwo muss das Geld ja auch hin – ausser Bundesanleihen. Der Markt zeigt uns also in meinen Augen die Richtung der nächsten Wochen. Die stabile Grundlage für einen guten Jahresabschluss im konjunkturellen Umfeld ist aber nun wohl abgeblasen, wenn nicht ganz schnell ein Wunder passiert.

Und ich habe mich lange nicht mehr so geärgert wie heute. Ich hatte definitiv schon schönere Tage. (HS)

Gold und Silber Update – dubiose Markttechnik – Vorsicht ist nun geboten

Vor 10 Tagen habe ich ->hier die Möglichkeit erörtert, dass die Edelmetalle vor der Wende stehen könnten.

Nun 10 Tage später, hat sich das Szenario insofern bestätigt, als die erwähnten Positionen in Gold- und Silber-Minen überwiegend im Plus sind. Andererseits war die Performance von Gold und Silber alles andere als beeindruckend und hat die Signale von vor 10 Tagen nicht wirklich bestätigt. Silber hätte in Anbetracht der Rally in allen Konjunkturaktien weit stärker sein müssen. Gold hat sich zwar bis gut 1670+ USD hoch gerobbt, hat es aber nicht geschafft mit einer Rückeroberung der 1700 USD ein klares Signal zu setzen, dass die Korrektur vorbei ist.

Rein optisch legt Gold derzeit das Chartmuster eine „Flagge“ nahe, die hier nach unten aufgelöst würde. Sorgen machend ist darüber hinaus das während des langsamen Anstiegs der letzten Tage permanent fallende Volumen im Gold Spotmarkt – das ist kein Zeichen für einen Ausbruch nach oben, sondern eher für das Gegenteil ! Alles in allem ist die Markttechnik der Edelmetalle derzeit höchst dubios. Ich bin seit Jahren das erste Mal in der Situation, dass einem die Markttechnik für Gold keine verlässlichen Signale gibt. Auch zum EUR/USD Kurs, der für Gold sehr wichtig ist, sind derzeit keine seriösen Prognosen möglich.

In so einer unklaren Situation ist Vorsicht unbedingt geboten. Man muss es respektieren, wenn Mr. Market sich so dubios verhält und sollte sein Exposure reduzieren. Ich werde daher am Montag die Mehrzahl meiner Positionen in den Gold und Silberminen auflösen und die Gewinne mitnehmen und dann einfach an der Seitenlinie abwarten.

Aus meiner Sicht sind alle drei Szenarien derzeit möglich:
(1) Der zweite Teil der Korrektur der uns bei Gold in den Bereich um die 1400 USD führen würde.
(2) Eine langfristige Seitwärtsbewegung zwischen 1600 und 1700 USD.
(3) Ein Ausbruch nach oben Richtung Höchststände.

Sobald Mr. Market uns eindeutig zeigt, dass er (1) oder (3) präferiert, werde ich auf die Bewegung wieder aufsatteln. Bis dahin ist Geduld eine Tugend ! (HS)

Finanzpolitik als Schneeballsystem – warum Gold langfristig alternativlos ist

Achje, ist das für einen kleinen dummen Bürger wie mich alles kompliziert mit dieser ganzen Rettungsgeschichte. Das können wirklich nur unsere Finanzprofis in Berlin verstehen und deren Lösungen sind sowieso alternativlos. Aber manchmal, wenn man all die Spinnweben beiseite zieht die zur Betörung der Allgemeinheit gewoben werden, dann ist die Realität ganz einfach. Machen wir uns doch mal auf die Suche. Haben Sie schon einmal von einem Ringschluss gehört ? Oder einem „Ponzi-Scheme“ ? Nun ich habe ein Beispiel für Sie.

Europas Banken wanken und die ganze Welt zittert mit, weil eine Insolvenz einer Großbank die Weltkonjunktur in den Abgrund treiben würde. Und warum wanken die europäischen Großbanken ? Weil sie zu viele Staatsanleihen von Italien, Spanien, Portugal etc. in ihren Büchern haben. Und was sind Staatsanleihen ? Die Banken haben den Staaten Geld geliehen, welches die Staaten schon verfrühstückt haben. Offensichtlich zu viel, sonst gäbe es ja keine Krise. So weit so gut – oder besser so schlecht.

Und wie sieht nun die „Rettung“ aus, die sich unsere politischen Führer in ihrem unermesslichen Ratsschluss überlegt haben ? Die Staaten zwangskapitalisieren die Banken. Hört sich ja gut an. Nur woher haben die Staaten das Geld dafür ? Aha ! Von den Staatsanleihen die die Banken halten und die der Grund des Problems sind. Halt da gibt es ja auch noch den IWF ! Und woher hat der sein Geld ? Mist, von den Staaten … AUA !

Komisch oder ? Hier wird sich also zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit jemand an den eigenen Haaren aus einem Sumpf ziehen …. das ist wirklich alternativlos. Die „Lösung“ ist also ein richtig schöner Ringschluss – ich nenne es bösartiger ein Schneeballsystem.

Und diese Lösung wird nur so lange von den Märkten akzeptiert werden, solange noch Staaten wie Deutschland dem Schneeballsystem hinzu gefügt werden können, die fiskalisch noch stabil sind. In dem sie dem Schneeballsystem beitreten, werden auch diese Staaten aber Teil des Problems. Sobald kein Staat mehr vorhanden ist der dem Schneeballsystem noch beitreten kann, ist es wie bei allen Schneeballsystemen mit einem großen Knall zu Ende. Durch das Drucken von Geld, wie es alle Staaten können die noch über eine eigene Notebank verfügen, wird man das Problem in die Zukunft verschieben können, aber mit jedem gedruckten Geldschein auch eben nur vergrösseren. Das langfristige Ergebnis ist das Gleiche. RESET.

Ich persönlich betrachte es also als sicher, dass das Weltfinanzsystem unter den gegebenen Umständen innerhalb der nächsten 10 Jahre einen Zusammenbruch und kompletten Reset erleben wird. Das ist dann wohl auch das einzige alternativlose Ereignis. Ich kann Ihnen aber nicht sagen, wann genau das passiert. Bis dahin werden die Märkte noch viele, viele Rallys fahren, weil wieder eine neue Runde des Schneeballsystems eröffnet wurde. Und wir werden daran Geld verdienen können. Solange es noch Deutschlands gibt, die dem System beitreten können, wird das Schneeballsystem weiterleben.

Bis zu diesem Reset des Finanzsystems gibt es auch ein paar alternativlose Anlagen: Gold gehört dazu. Auch Gold wird mal 20 oder 30% fallen, aber der Trend ist alternativlos: nach oben. Herr Ponzi lässt grüssen. Für unser tägliches Handeln hat dieser kommende Reset keine Auswirkungen. Das Geld verdienen oder verlieren wir mit den Kursen, die gerade wegen des Schneeballsystems nun wieder steigen. Aber unabhängig davon kann ich jedem nur raten irgendwo, getrennt von kurzfristigen Börsenerwägungen, ganz langfristig gehaltene Assets für den Tag X in seinem Besitz zu haben. (HS)

Gold und Silber – Die Wende ist möglicherweise im Gange !

Gold und Silber senden Signale, als ob die Wende nach oben bevor stehen könnte !

Über 2 Wochen konnte Gold die 1600 USD und Silber die 30 USD nun halten. Die heutige Markttechnik spricht dafür, dass nun die Wende nach oben eingeleitet wurde. Silber ist heute sogar dynamisch aus einem symmetrischen Dreieck – einer sogenannten „Coil“ – nach oben augebrochen. Auch Sentimentdaten sprechen dafür, dass eine Wende nun möglich ist.

Wie immer können solche Signale auch Fehlsignale sein. Die Markttechnik sieht aber nun so überzeugend aus, dass ich erste Positionen in Gold und Silberminen eröffnet habe. Ich habe damit schon vor ein paar Tagen sehr langsam begonnen und heute aufgestockt. Wer diese Bewegung nicht verpassen will, sollte nun sehr aufmerksam auf die Edelmetalle schauen !

Und wer wissen will womit ich da handele, kann das hier noch einmal nachlesen. Darüber hinaus bin ich seit Heute Abend Long im Silber direkt – am Devisenmarkt über das XAG/USD Paar.

Als gedanklichen Stop sollte man Gold 1590 USD und Silber 29 USD im Auge behalten. Fallen die Edemmetalle kuzfristig wieder darunter, ist das Long-Szenario invalidiert und eine Bewegung Richtung 1400-1500 wieder aktuell ! Sollte der Ausbruch aber Morgen bestätigt werden, sind bei Silber schnell 10-20 % Gewinn drin. (HS)

Gold – wie weit geht die Korrektur?

Der Goldpreis ist in den letzten Tagen regelrecht abgestürzt, und das war auch zu erwarten, bzw. zumindest zu befürchten. Anleger hatten das Edelmetall in den letzten Tagen in ungeahnte Höhen katapultiert, Analystenhäuser fantastische neue Kursziele ausgerufen, und in der Boulevardpresse fand sich das Thema Goldkauf inzwischen auf den Titelseiten. Wie immer kommt genau dann wenn alle Welt zu euphorisch für eine Anlageklasse ist die Korrektur. Und diese könnte im schlimmsten Fall nun ähnlich dynamisch verlaufen wie die Korrektur des Silberpreises im Mai diesen Jahres. Wir hatten bereits in der letzten Woche auf dem Blog und in unserem Newsletter darauf hingewiesen, dass wir mit einer Korrektur des Goldpreises um bis zu 30 Prozent in den nächsten Wochen rechnen.

Sieht man sich den längerfristigen Chart des Goldes an, wird schnell klar das der „normale“ Trend gerade zwischen 1.500 und 1.600,- Dollar je Feinunze verläuft. Alles andere wurde durch Panik und Angst getrieben, und war eine Übertreibung. Wie immer in solchen Situationen, in denen sich der breite Markt auf eine Anlageform eingeschossen hat, kann das Pendel dann aber im ersten Moment auch in die Gegenrichtung schwingen. Soll heißen, mich persönlich würde es nicht wundern wenn der Goldpreis kurzzeitig auf ca 1.350,- Dollar je Feinunze abkippt. Dies wäre dann eventuell ein optimaler Zeitpunkt, für diejenigen die bislang nicht im Gold investiert waren, zu kaufen.

Ich möchte betonen, dass es sich bei meinen Annahmen lediglich um die Deutung einer charttechnischen Situation unter Berücksichtigung des Sentiment und der fundamentalen Situation handelt, und dieses Szenario keinesfalls Anspruch auf Unfehlbarkeit hat! Dennoch ist es ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten in dem die negativen Argumente eben gerade die Überhand gewonnen haben. Sollte es so kommen ist es auch sehr wahrscheinlich, dass diese Bewegung nicht in einem Rutsch abläuft. Ich gehe ebenfalls davon aus, dass durchaus auch ein zwischenzeitlicher Bounce auf ca. 1.800,- Dollar je Unze möglich ist, bevor dann eine sehr dynamische Bewegung folgt und den Goldpreis kurzzeitig unter die 200 Tage Linie abtauchen lässt.

Gold ist und bleibt in diesen Zeiten ein Basisinvestment aber eben nicht zu jedem Preis. Frei nach Kostolany: „Der Börsenkurs verhält sich zur Wirtschaft wie der Hund zum Spaziergänger.
Er läuft oft voraus und kommt aber immer wieder zurück.“

Der Silber-Gold-Öl-Euro-Crash..

Lange hat es gedauert – seit Wochen schreibe ich hier darüber, dass in einzelnen Märkten unglaubliche Übertreibungen stattfinden. Seit zwei/drei Tagen scheinen sich diese Übertreibungen nun endlich wieder zu relativieren. Die Rede ist natürlich in erster Linie von den Rohstoffen, und hier insbesondere die beiden Edelmetalle Gold und Silber sowie Öl. Alle drei Anlageinstrumente sind in den vergangenen beiden Tagen kräftig unter die Räder bekommen. Am härtesten dürfte es dabei die Anleger erwischt haben die beim Silber zu Kursen knapp unter 50,- Dollar noch auf einen weitere Anstieg gesetzt haben. Der Silberpreis ist nach der dramatischen Rallye der letzten Wochen ebenso dramatisch wieder eingebrochen, und notiert heute rund 30 Prozent niedriger als noch letzte Woche. In seinem Schlepptau das Edelmetall Gold. Mit 1.485,- Dollar je Feinunze notiert Gold heute um satte 85,- Dollar niedriger als noch letzte Woche.

Natürlich führten diese starken Kursbewegungen bei den Rohstoffen auch zu entsprechenden Verwerfungen an den Devisenmärkten. Notierte der Euro gegenüber dem Dollar noch am Wochenanfang bei knapp 1,50 mussten auch hier deutliche Abschläge hingenommen werden. Inzwischen hat sich die europäische Leitwährung bei 1,45 vorläufig eingependelt. Der Ölpreis stürzte ebenfalls dramatisch ab, Brent kostet nur noch 111 und WTI rund 100 Dollar und damit mehr als zehn Prozent weniger als noch vor kurzem.

Über die tatsächlichen Auslöser dieser extremen Kursbewegungen spekuliert der Markt nun in alle Richtungen. Die zuletzt schwachen Zahlen des US Arbeitsmarktes lassen neue Befürchtungen eines sogenannten „Double Dip“ erneut aufkeimen, hieß es unter anderem. Der starke Abschlag wurde als Zeichen für eine kommende Schwäche der US-Wirtschaft gewertet. Die Euroschwäche sowie der nachgebende Ölpreis hingegen sind natürlich deutlich positive Zeichen für exportorientierte deutsche Firmen, und könnten nach einer baldigen Stabilisierung der Rohstoffmärkte für einen neuen Schub sorgen. Natürlich bleiben diese Verwerfungen aber zunächst nicht ohne Wirkung auf die Aktienmärkte! Ich bin somit sehr gespannt wie weit die Korrektur dieser überhitzten Märkte noch gehen wird, um dann zu gegebener Zeit in die Profiteure dieser Entwicklung zu investieren…

Gehen die Märkte nun in den Korrekturmodus?

In den letzten vier Wochen konnte keine Nachricht schlecht genug sein um der Euphorie an den Märkten Einhalt zu gebieten. Immer höher stiegen die Aktienkurse fast aller Branchen und das trotz der Krise in Japan, der Portugal-Krise, dem hohen Ölpreis, usw. Jeder dieser Faktoren für sich betrachtet hätte unter normalen Umständen locker das Zeug dazu gehabt die Märkte um bis zu zehn Prozent korrigieren zu lassen, aber nichts ist passiert! Die Bullen haben es offensichtlich nun schwer sich an die alten Höchststände heran zu tasten, oder gar darüber hinaus anzusteigen, die Umsätze an den Börsen sind ebenfalls verhältnismäßig gering, und die neuesten Nachrichten über das tatsächliche Ausmaß der atomaren Katastrophe in Japan scheinen nun auch den letzten Optimisten etwas zu beunruhigen.

In den letzten Wochen haben im vor allem wohl zwei Faktoren dazu beigetragen, dass der Markt so stabil geblieben ist. Zum einen munkelt man dass nun wieder verstärkt Carry-Trades getätigt werden, sprich in größerem Umfang in Japan zinslos Geld geliehen wird um es dann in anderen Regionen dieser Welt mit einem entsprechenden Zinsertrag zu investieren. Und natürlich fließt auch ein gewisser Teil dieses „frischen Kapitals“ in die Aktienmärkte. Zum anderen kann man verstärkt beobachten, dass aufgrund der Unsicherheiten der Anleger über die drohende Inflation weiter massiv Kapital in Sachwerte investiert wird. Dazu gehören neben Immobilien, Gold und Silber nicht zuletzt auch die Aktien von soliden Unternehmen! Die EZB hat nun die Zinswende eingeleitet, und es ist davon auszugehen, dass bald weitere Zinsschritte folgen werden um der drohenden Inflation entgegen zu wirken. Mit etwas Verzögerung reagiert nun der Markt wohl auf dieses Ereignis.

In den USA hat man inzwischen ganz andere Probleme! US-Finanzminister Timothy Geithner warnte bereits am 05.04.2011 die Mitglieder des US-Kongresses davor, dass die USA nur noch wenige Wochen von dem Erreichen der Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar entfernt sei, und geht nun davon aus, dass diese spätestens am 16. Mai erreicht wird. Es geht um den Übergangshaushalt für die US-Regierung der unbedingt noch in kurzfristig verlängert werden muss um eine Zahlungsunfähigkeit der USA zu verhindern. Geschieht dies nicht, dürfte dies weitere sehr negative Folgen für das weltweite Vertrauen in die USA, deren Unternehmen und den Dollar haben. Je nachdem welche Signale diesbezüglich also nun aus den USA kommen könnte sich die aktuelle Bewegung somit also weiter verstärken.

Noch ist es sicherlich zu früh sich um die allgemeine Verfassung der Finanzmärkte ernsthafte Sorgen zu machen, aber erste Warnsignale sind nun zu erkennen. Wenn ich von einer Korrektur des Marktes ausgehe, rede ich auch nicht von einem erneuten Absturz, sondern viel mehr von einem geordneten Rückzug auf ein angemessenes Niveau das die weltpolitischen Ereignisse einpreist. Ich könnte mir vorstellen das ein Rücksetzer bis ca. 6.750 Punkte im Dax in den kommenden Tagen oder Wochen noch einmal möglich ist. Hier sollten sich dann bereits wieder sehr interessante Kaufgelegenheiten im kurzfristigen Bereich ergeben. Allen voran sind dann wieder die zyklischen Aktien wie die Autobauer VW und Porsche interessant. Achten Sie auch auf den S&P 500, dieser sollte nun zumindest bis in den Bereich bei 1.290 Punkten korrigieren. Erst einmal kann man wohl davon ausgehen, dass die Börsen sich bis nach Ostern relativ ruhig verhalten werden…spannend dürfte die Woche danach werden! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen bereits heute besinnliche Ostertage!

Trading Update VW, Conti, Porsche, Bwin, Solar Millennium und Dialog Semiconductor

Vergessen Sie die Versorger Aktien, die Ihnen gerade so schön als die nächsten Nachzügler von der Presse angepriesen werden. Zwar ist es richtig, dass diese im Vergleich zu den anderen Blue Chips eher noch gar nicht an der Hausse teilgenommen haben, aber dies hat wohl auch mehrere Gründe, und ist mir als Kaufargument auch etwas zu dünn. Sollte die Börse irgendwann wieder etwas nachgeben, oder sagen wir eher korrigieren, dann könnte es sinnvoll sein auf die defensiven Titel wie Pharma- und Versorgeraktien aufzuspringen. Nach meiner Erfahrung ist es aber eher sinnvoll dann der Börse eine Zeit lang den Rücken zu kehren oder gar short zu gehen, anstatt das Risiko eines Einzelinvestments in Kauf zu nehmen.

Es dürfte also nicht weiter tragisch sein wenn Sie in diesen Sektoren momentan noch nicht investiert sind. Als ernsthafter Fehler hingegen könnte es sich erweisen die konjunktursensitiven Werte wie beispielsweise die Automobilhersteller jetzt zu verkaufen. In meiner kürzlich erschienenen Newsletter Ausgabe vom 25.01.2011 habe ich ja bereits darauf hingewiesen, dass die zyklischen Aktien alles andere als „Out“ sind! und Ihnen darüber berichtet, dass ich bei Continental, VW und Porsche nach dem Rücksetzer, den ich Anfang Januar angekündigt hatte, nun wieder eingestiegen bin. Heute stehen diese Aktien schon wieder deutlich höher, und sollten auch im Börsenjahr 2011 eine weiterhin gute Performance abwerfen.

Versorger-Aktien sind seitdem wieder deutlich zurückgekommen und verharren immer noch auf niedrigem Niveau bzw, werden wohl bald wieder da stehen wo sie hergekommen sind bevor der große Sektorenwechsel in den Medien angekündigt wurde. Glauben Sie also bitte nicht alles was in der Presse steht! Das einzige was in diesen Tagen wirklich relevant für die weitere Entwicklung einzelner Titel ist sind die US Indizes. Gestern und heute testete der Dow Jones die Marke von 12.000 Punkten und der S&P 500 die wichtige Hürde bei 1.300 Punkten. Gelingt nun der Ausbruch über diese Marken dürften die Aktien die die Hausse bisher angeführt haben auch weiterhin ganz weit vorne liegen. Die konservativen Branchen werden weiterhin wohl eher unterperformen (schönes neudeutsches Wort :-))

Im Umkehrschluss würde dies bedeuten, wenn die Märkte nun nachhaltig nach unten abprallen, dürfte auf breiter Front verkauft werden. Zykliker, Nicht-Zykliker, alles! Aber auch dann werden es im Anschluss wieder die zyklischen Werte sein die als erstes und am deutlichsten anspringen, während die Erholung bei den sogenannten konservativen Werten deutlich länger dauert. Die prognostizierte Dividendenrendite der Versorger etc. kann den entgangenen Gewinn dann niemals ausgleichen, und ruhiger schlafen Sie deswegen auch nicht ;.-) Letztlich bringt mich diese ganze öffentliche Diskussion dann auch wieder zum Thema Gold, über das ich gestern bereits etwas geschrieben habe, und die Diskussion um eine mögliche Erholung bei Immobilienaktien, die wahrscheinlich so schnell nicht eintreten wird.

Machen Sie sich Ihre eigenen Gedanken und stellen Sie sich die Frage welche Unternehmen von der momentanen Situation am meisten profitieren werden. Oder besser gesagt machen Sie sich zunächst ein objektives Bild von der aktuellen Situation, und entscheiden Sie dann! Ich gebe Ihnen in den kommenden Tagen einen kleinen Einblick in meine Watchlist die lauter Werte beinhaltet die aus den unterschiedlichsten Gründen in Kürze interessant werden könnten.. Und ich möchte betonen, dass diese für mich jetzt (noch) kein Kauf sind, es sich aber lohnen kann diese etwas intensiver zu beobachten. Vorerst fühle ich mich mit den aktuellen Trading-Positionen bei VW, Conti, Porsche, bwin.de, Solar Millennium und Dialog Semiconductor sehr wohl.

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Achtung bei Gold und Silber!!

Der Goldpreis ist im Abwärtstrend! Wie von uns schon seit längerem erwartet sehen wir in diesem Jahr eine Konsolidierung bei den Edelmetallen. Der Goldpreis hat sich inzwischen von seinen Höchstständen wieder deutlich entfernt und notiert aktuell – zumindest für die Anleger die in Euro gekauft haben – auf einem sehr kritischen Niveau. Umgerechnet ist die Feinunze Gold heute „nur“ noch 974,- Euro wert, was ich persönlich immer noch für deutlich zu teuer halte. Nun gibt es mehrere Faktoren die den Wert Ihres Goldbestandes im Depot in den nächsten Tagen und Wochen deutlich negativ beeinflussen könnten.

Allem voran wäre da die Charttechnik zu erwähnen! Mit dem Erreichen der Marke von ca. 970,- Euro würde die 200 Tage Linie beim Goldpreis in Euro unterschritten werden, und löst damit ein Verkaufssignal aus. Das Kursziel wäre dann zunächst das letzte Tief aus dem Juli 2010 bei ca 884,- Euro je Feinunze.  Dies wäre dann immerhin ein Verlust von ca. 20 Prozent wenn man zu den Höchstkursen gekauft hat. Hinzu kommt aber noch ein weiterer wesentlicher Faktor der von den Anhängern des gelben Metalls gerne vernachlässigt wird – der heutige und künftige Euro-Dollar-Wechselkurs.

Der Euro präsentiert sich seit Tagen stark und ist nach dem kurzen Ausflug unter die Marke von 1,30 wieder auf dem Weg steil nach oben. Inzwischen wurde sogar die Marke von 1,37 wieder erreicht, die sich ungefähr in der Mitte des breiten Aufwärtstrends befindet, und somit ein theoretisches Kursziel von 1,48 bis 1,50 Dollar je Euro generiert hat. Sollte dieses Szenario so eintreffen dürften Ihre Goldmünzen und -Barren bereits im Frühsommer deutlich weniger wert sein.

Sollen sich zudem also die Börsen weiterhin freundlich entwickeln, wovon ich ausgehe, ist es sehr wahrscheinlich, dass hier weiter Umschichtungen stattfinden werden die dann zusätzlich auf den Preis des Edelmetalls drücken. Im schlechtesten Fall ist es also anzunehmen, dass der Goldpreis in den nächsten Wochen zunächst auf ca. 1.200 Dollar und dann 1.060,- Dollar je Feinunze fallen könnte, und der Umrechnungskurs zu diesem Zeitpunkt bei 1,50 liegt. Dies würde bedeuten, das die Feinunze Gold dann noch ca. 700,- bis 800,- Euro je nach Heftigkeit der Korrektur wert sein dürfte.

Ich möchte betonen, dass es sich hierbei natürlich nur um Überlegungen meinerseits, die ich aufgrund meiner Beobachtungen angestellt habe, handelt, die keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit haben. Dennoch kann dieser Hinweis für Anleger die Edelmetalle in den letzte Monaten deutlich über gewichtet haben durchaus ein Gedankenanstoß sein. Ich habe in der jüngsten Vergangenheit von Anlegern gehört die 50 Prozent oder mehr in Gold geparkt haben, und sich dabei nur auf die vermeintliche Sicherheit stützen. Dies ist sicherlich genau so falsch und gefährlich wie nur Aktien eines Sektoren oder eines Unternehmens im Depot zu haben!

Bei Silber sieht die Prognose nicht anders aus. Kürzlich wurde bekannt, dass immer mehr Profis aus Ihren Silber-Trades inzwischen ganz ausgestiegen sind. Die extreme Rallye bei dem Edelmetall wurde in erster Linie durch die Korrelation zum Gold getrieben und verlief deutlich zu steil. Ein Rücksetzer bis in den Bereich 23,- oder gar 20,- Dollar halte ich kurzfristig für sehr wahrscheinlich. In diesem Sinne achten Sie in den kommenden Tagen verstärkt auf den Euro und die Edelmetalle und natürlich die Indizes, denn inzwischen scheint alles wieder in einem direkten Zusammenhang zu stehen.

Total irrational!

Bereits heute sind sich die Experten einig, dass sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2011 wieder verlangsamen wird. Gleichzeitig gibt es Stimmen die behaupten, dass wir uns inzwischen wieder in einem überkauften Aktienmarkt befinden würden. Eine stärkere Korrektur sollte die Folge sein, die diese Überbewertungen wieder abbaut, heißt es oftmals in solchen Meldungen. Aber was wenn diese Korrektur nicht kommt? Was wenn die Aktienmärkte weiter ansteigen werden, und das nicht mal unbedingt aus dem Grund das es der Wirtschaft wieder besser geht? Teilweise waren die Kurssteigerungen in den letzten Monaten wohl mehr als berechtigt, wie die jeweiligen Quartalsberichte gezeigt haben. Vergessen wird bei solchen Aussagen auch offensichtlich, dass wir uns bis vor Kurzem in einer extremen Krise befunden haben, in der die Börse deutlich nach unten übertrieben hat, wie sie das immer zu tun pflegt, wenn die Stimmung im Keller ist.

Vor allem aber wird vergessen, dass sich inzwischen deutlich mehr Liquidität in allerlei Anlageklassen befindet, als dies noch vor knapp zwei Jahren der Fall gewesen ist. Die Unsummen, die nahezu alle Regierungen dieser Welt zur Rettung der Situation, für Konjunkturpakete oder ähnliches aufgewendet haben, suchen immer noch nach sinnvollen Anlagemöglichkeiten. Der Anleihemarkt ist nahezu ohne Rendite, und es wird nach Alternativen gesucht. Aber sicher soll es sein!!! Die Angst vor dem Verlust des sauer ersparten Geldes sitzt tief und treibt seltsame Blühten. Menschen kaufen massiv Anleihen, selbst wenn es keine Rendite dafür gibt, und investieren damit eigentlich in genau das wovor sie die größte Angst haben. Ob Staatspleiten, Währungsreformen oder eine Hyperinflation, hier lauern die wirklichen Gefahren für ihr Geld!

Auch die Goldhausse ungeahnten Ausmaßes kommt langsam ins Stocken. Relativiert um die Währungsdifferenzen zum Dollar waren auch die Steigerungen beim Goldpreis für viele Anleger eher uninteressant. Seit Wochen steht der Goldpreis für Europäer nahezu auf der Stelle, für Australier war das Ergebnis einer Goldspekulation gar ein Nullsummenspiel. Wer zuletzt noch eingestiegen ist muss befürchten bei einer stärkeren Korrektur im Goldpreis nun auch noch Geld zu verlieren. Es heißt immer so schön, Gold sei ein Geld-Aufbewahrungs-Mittel. Auch diese Aussage ist natürlich nur bedingt richtig und greift lediglich bei oben beschriebenen Extremsituationen.

Teile des billigen Kapitals mit dem die Märkte geflutet wurden fließen in die Realwirtschaft als Investitionskapital oder in den Konsum, zumindest war das die große Hoffnung der Amerikaner. Doch große Kapitalreserven verbleiben als Investment in der Finanzwelt. Der Rentenmarkt ist inzwischen ausgereizt, Rohstoffe wieder sehr teuer, in den Charts der Rohstoffe sieht man bereits heute wieder deutliche Blasen die irgendwann platzen könnten. Aktien sind im direkten Vergleich immer noch verhältnismäßig günstig, teilweise sogar deutlich unterbewertet. Auch wenn man von einer Verlangsamung des Wachstums ausgeht, der wichtigste Treibstoff für weitere Kurssteigerungen bleibt die enorme Geldmenge mit der die Notenbanken die Märkte nahezu ersäufen, und diese Quelle scheint so schnell nicht zu versiegen.

Hinzu kommt noch, dass man seit einiger Zeit beobachten kann, dass die Kapitalströme aus den Anleihen- und Rohstoffmärkten offenbar nun in die Aktienmärkte zurück fließen. Dies war das Szenario von dem wir bereits vor Wochen ausgegangen sind. Wenn alles „planmäßig“ läuft werden diese Ströme nun täglich weiter zunehmen, und den Aktienmarkt weiter mit Liquidität versorgen. Wenn dann noch die Rohstoffpreise einknicken wird der Aktienmarkt seine Rallye in ungeahnten Dimensionen fortsetzen. Gerade wegen der inzwischen erkennbaren Gefahren der Staatsüberschuldung, drohender Währungskriege und Spekulationsblasen in einigen Asset-Klassen, steht uns wahrscheinlich die eigentliche Hausse an den Aktienmärkten erst noch bevor. Auch das ist natürlich kein Freifahrtschein für die Zukunft. Wie immer gilt in diesen Zeiten auch hier, dass eine gewisse Vorsicht und vor allem gezieltes Stock-Picking und Diversifikation durchaus angebracht ist.

Wunschanalyse Xetra Gold

Herzlich Willkommen zur Wunschanalyse von Sharewise in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de). Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse des Gold ETF der Deutschen Börse, Xetra Gold, gewünscht.

WAS DER NUTZEN VON GOLD MIT SEINEM PREIS ZU TUN HAT

Ein Teil der Goldproduktion geht in die Schmuckindustrie. Ein Teil wird sogar auf Platinen in der Chipindustrie verwendet. Doch der größte Anteil der Jahresproduktion Gold wird zu dem seit Jahrhunderten angehäuften Vermögen an Goldbarren in Tresore gelegt. Staaten, Notenbanken, die Weltbank und viele Reiche dieser Erde lagern einen Teil ihrer Vermögen in Form von Goldbarren.

Die Lagerung kostet Geld, Zinsen gibt es beim Gold nicht und so gibt es einige Anleger, die statt Lagerungsgebühren lieber Depotgebühren zahlen und statt des Barrens im Tresor eben ein ETF ins Depot gebucht bekommen wollen. Das ist häufig günstiger, vielleicht schneller, in jedem Fall aber bequemer. Über ein paar Mausklicks kann man zum stolzen Goldbesitzer werden und ebenso schnell kann man das Gold auch wieder verkaufen.

Der „Spread“, also die Spanne zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs beim Xetra Gold ETF der Deutschen Börse wesentlich kleiner als beim Goldbarren und so lässt sich schon auf kleine Kursgewinne spekulieren. Neben Xetra Gold gibt es eine ganze Reihe von entsprechenden Gold ETF, die das Vermögen ihrer Anleger mit physischem Gold hinterlegen. Es gibt aber auch andere ETF und Fonds, die von sich behaupten, die Entwicklung des Goldpreises abzubilden ohne jedoch das physische Gold selbst zu kaufen. Es werden stattdessen über Gold-Futures entsprechende Preisänderungen abgebildet und je ausgefeilter der zugrunde liegende Algorithmus, desto besser gelingt dies auch.

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