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Vonovia mit Umsatz – und Gewinnsprung

Der Immobilienkonzern Vonovia hat heute morgen die Zahlen für das erste Quartal 2017 präsentiert und den Ausblick für das Gesamtjahr deutlich angehoben… Die Aktie dürfte damit nun  wieder anziehen und sich unserem Kursziel nähern…

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Ist die C.A.T Oil Aktie ein klarer Kauf – gerade wegen der Russland Krise?

Nach den zuletzt veröffentlichten, sehr starken Zahlen des Öl- und Gasdienstleisters C.A.T Oil ging es kurzzeitig stramm aufwärts für die Aktie. Jedoch konnten die Gewinne nicht gehalten werden, da neue Sorgen um die Entwicklungen in der Ukraine und Russland auf die Stimmung der Anleger drückten. Offenbar befürchten die Aktionäre eine Ausweitung der Krise, was sicherlich auch nicht kategorisch ausschließen ist. Auch ich hatte ja hier bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sich diejenigen die eine ungebremste Fortsetzung der Rallye an den Aktienmärkten immer wieder platt mit „…politische Börsen haben kurze Beine….“  abtun, in diesem speziellen Fall bitter irren könnten.

Inzwischen beschäftigt uns das Thema doch schon seit einigen Wochen. Zudem hat die letzte Börsenwoche erneut eindrucksvoll gezeigt, dass diese Beine eben doch nicht so kurz sind. Nun wird schon wieder nach einem Namen für diese Krise gesucht, die uns offensichtlich länger beschäftigen wird. Von Kalter Krieg 2.0 bis zum möglichen Auslöser des dritten Weltkrieges war alles dabei… letzterer ist wohl an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Am Ende wird diese Situation sicherlich nicht zu einem globalen Krieg führen, hat aber durchaus das Potenzial Russland erneut dauerhaft zu isolieren, was nicht nur für das Wachstum in der Region Gift ist, sondern auch die westliche Exportwirtschaft ernsthaft belasten wird.

Der russische Präsident Putin hat Medienberichten zufolge kürzlich laut mit dem Gedanken gespielt in Russland ansässige Unternehmen ausländischer Herkunft  u.U. zwangsverstaatlichen zu lassen(!) Ich persönlich würde diese Aussagen eher in die Schublade „Drohgebärde“ stecken, und bereits heute dürfte Vladimir Putin klar sein, dass er sich und seinem Land mit einer solchen Drohung einen echten Bärendienst erwiesen hat, sofern die Berichte stimmen. Sämtliche Investitionen ausländischer Konzerne in Russland, dürften nun erst einmal auf Eis gelegt werden, was das Wachstum des Landes ernsthaft gefährden könnte. Die C.A.T Oil Aktie verlor am Freitag , nach dieser Drohung, ebenfalls kräftig und notierte am Ende des Tages um knapp 7,7 Prozent tiefer als noch am Vortag.

Grundsätzlich nachvollziehbar ist die Reaktion der Börse somit allemal, allerdings sicherlich auch etwas kurzsichtig…! Das eigentlich Spannende an dieser Situation ist aber, dass gerade Unternehmen wie CAT Oil zu den großen Profiteuren dieser Krise gehören könnten. Denn die Steuern und Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft, stellen für Russland zum einen die wesentlichste Einnahmequelle dar und sind zum anderen auch das beste Druckmittel das Putin zur Verfügung steht. Zudem hat Putin erst kürzlich zusätzliche Steueranreize für Ölproduzenten geschaffen, um den weiteren Ausbau des Rohstoffsektors voran zu treiben und den Sanktionen des Westens etwas entgegen zu wirken. Es ist also durchaus im Bereich des Möglichen dass die aktuelle Situation zu einem deutlichen Umsatzschub bei C.A.T. Oil führen kann, den heute offenbar die wenigsten Anleger auf dem Radar haben.

Bereits im letzten Jahr gelang C.A.T. Oil ein Umsatzsprung von 336,77 MillionenEuro auf 426,58 Millionen Euro, was einer Steigerung um 26,7 Prozent entspricht. Der Gewinn konnte noch deutlicher, um satte 142 Prozent auf 50,84 Millionen Euro, gesteigert werden. Die Dividende wurde daraufhin um 40 Prozent angehoben. Die Auftragsbücher für das laufende Jahr sind prall gefüllt und deuten auf einen neuen Rekordwert im Jahr 2014 hin. Das aktuelle KGV liegt bei 15,3, was angesichts des hohen Wachstums nicht zu teuer ist.

Das Faszinierende dabei ist eigentlich dass C.A.T Oil mit dem veröffentlichten Zahlenwerk unter Beweis gestellt hat dass das Unternehmen nicht, oder nur marginal von den mit der Krise einhergehenden Währungsturbulenzen betroffen sein wird. Die Abwertung des Rubel spielt eine nur untergeordnete Rolle, da der Großteil aller Kosten ebenfalls in Rubel beglichen wird. Die Analysten zeigen sich ebenfalls durch die Bank optimistisch bis begeistert und erhöhten zuletzt reihenweise ihre Kursziele für die Aktie. Dennoch ist und bleibt die Aktie wegen der politischen Unsicherheiten deutlich unter Druck.

Angesichts aller mir vorliegenden Fakten habe ich somit keinen Grund gefunden die Aktie, die sich bereits seit Kursen um die 2,- Euro in meinem Depot befindet zu verkaufen. Im Gegenteil, wer mutig genug ist in diese Krise hinein weitere Positionen aufzubauen, sollte am Ende dafür belohnt werden. Eine Zwangsverstaatlichung o.ä. wird es wohl nicht geben, weil Russland damit die Tür zum Westen endgültig zuschlagen würde. Wann der optimale Zeitpunkt für einen Kauf ist kann ich natürlich auch nicht sagen, aber der aktuelle Rücksetzer scheint mir eine sehr gute Gelegenheit zu sein. Sollte sich die Ukraine Krise doch noch kurzfristig auf diplomatischen Wege lösen lassen, wird dies insbesondere bei der CAT Oil Aktie wohl zu einem deutlichen Kursfeuerwerk führen.

K+S liefert solide ab und bekräftigt die Ziele – wann steigt die Aktie?

Der Salz- und Düngemittel-Hersteller Kali und Salz konnte heute mit den Zahlen zum ersten Quartal des Jahres leicht positiv überraschen. Der Betriebsgewinn des Konzerns kletterte nicht zuletzt dank eines stärker als erwarteten Absatzes beim Auftausalz (+44%)  um zwölf Prozent auf knapp 278 Millionen Euro,  während der Umsatz sogar um 18,5 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro zulegen konnte. Der bereinigte Gewinn des Unternehmens lag im Berichtszeitraum bei 190,2 Millionen Euro. Mit diesem Ergebnis liegt K+S insgesamt über den Schätzungen der Analysten, was sich heute entsprechend positiv im Aktienkurs niederschlagen sollte. Für das Gesamtjahr bekräftigte die Konzernleitung noch einmal die ausgegebenen Ziele. Demnach sollen sowohl der Umsatz als auch das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen.

Die Chancen für die Erreichung dieser Ziele stehen also nicht schlecht, wenn auch berücksichtigt werden sollte, dass das abgelaufene Quartal traditionell eher zu den stärkeren des Unternehmens gehört. Die nun nachfolgenden Quartalsergebnisse werden also aus meiner persönlichen Sicht eine etwas höhere Aussagekraft darüber haben ob es sich hierbei um eine dauerhafte Veränderung handelt, oder der Gewinnsprung lediglich auf den ungewöhnlich langen Winter 2012/2013 zurückzuführen ist. Deutlich positiv darf man aber insbesondere die Stabilisierung der Preise bei den Kali-Düngemitteln sehen. Hier konnte zuletzt wieder eine verstärkte Nachfrage verzeichnet werden. Zudem wurden langfristige Lieferverträge mit China und Indien vereinbart, was natürlich stabilisierend wirkt, leider aber auf längere Sicht auch die Phantasie bei dem Titel etwas dämpft, da die Preise hier wohl nicht wesentlich gesteigert werden können.

Insgesamt haben die K+S Zahlen überzeugt. Konzernchef Norbert Steiner zeigte sich ebenfalls zufrieden über die jüngste Entwicklung, und geht nun davon aus, dass der Kali-Absatz 2013 weltweit um gut sieben Prozent auf 59 Millionen Tonnen zunehmen wird. Davon soll ein Anteil von ca. sieben Millionen Tonnen dauerhaft bei K+S verbleiben. Ob das heutige Zahlenwerk den Aktienkurs nachhaltig beflügeln kann bleibt allerdings noch abzuwarten. Bereits seit Monaten gehört die K+S Aktie zu den schwächsten Titeln im DAX und konnte bislang nahezu gar nicht von der Hausse seit November 2012 profitieren. Nachholpotenzial wäre also genug vorhanden…! Gelingt der Sprung über den Widerstandsbereich zwischen 36,25 und 36,45 Euro würde sich das Chartbild wieder etwas aufhellen.

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