Tag Archives: Aktien Analysen

Aixtron – die Bären sind noch am Ruder..

Die Aixtron Aktie konnte seit dem Sommer 2010 kräftig zulegen. Der Aktienkurs des LED-Herstellers stieg in dem Zeitraum von unter 20,- Euro auf knapp 34,- Euro. Seit Jahresanfang mussten Aixtron Aktionäre nun aber einen ständigen Abverkauf Ihrer Aktien bis auf das heutige Niveau um die 23,- Euro zusehen und viele der Anleger dürften sich fragen wo dieser Kursverfall nun sein Ende finden könnte. Sieht man sich die Charts der Aktie etwas genauer an so scheint hier auch jetzt noch keine echte Erholung in Sicht. Zwar ist die Aktie im Moment deutlich über verkauft, und auch fundamental ist der Titel mit einem KGV um die 12 relativ günstig, allerdings dürfte hier ein größerer Verkäufer dran sein.

Die Aixtron Aktie konnte sich zuletzt im Bereich von 22,40 Euro bis 23,40 Euro stabilisiert. Ein erneutes Abtauchen unter die letzten Tiefststände halte ich für möglich, hier muss auf die Unterstützung bei 21.90 geachtet werden! Geht die Aktie auch unter diese Marke ist ein Test der massiven Unterstützung bei 20,- Euro noch möglich. Momentan gehe ich eher davon aus, dass das Niveau um die 22,50 Euro noch einmal getestet wird, und sich hier dann eine interessante Einstiegschance mit einer ersten Trading-Position ergibt. Ein weiterer Anstieg über 24,- Euro kann das Chartbild dann wieder etwas aufhellen.

Trading Update Daimler, Porsche, VW, Commerzbank, Deutsche Bank

Wie erwartet konnten sich die beiden Bankenwerte, Deutsche Bank und auch die Commerzbank wieder etwas von den Tiefstständen gestern lösen, und notieren heute bereits wieder deutlich freundlicher. Auch wenn bei der Commerzbank Aktie die charttechnische Lage inzwischen etwas „angespannt“ aussieht gehen wir nach wie vor davon aus das die runde Marke von 3,- Euro demnächst wieder überschritten werden kann, ebenso wie bei der Deutschen Bank die 40,- Euro. Der Handelstag gestern sollte somit wie in unserer charttechnischen Analyse beschrieben bei beiden Titeln, unter langfristigen Gesichtspunkten, ein guter Einstiegszeitpunkt gewesen sein. Die nächsten Wochen dürften bei beiden Aktien noch etwas unruhig werden, weswegen wir uns hier entschieden haben keine Stopps im System zu setzen sondern unsere Erstpositionen ggf. weiter aufzustocken.

Nach wie vor hervorragend laufen die Aktien aller deutschen Automobilkonzerne. Sowohl Daimler, die neben guten Absatzzahlen nun auch mit einem positiven Newsflow glänzen können, als auch unsere beiden Favoriten, Porsche und VW, sind weiterhin deutlich im Plus. Insbesondere die innere Stärke der Aktien ist auch an sehr schwachen Handelstagen sehr beeindruckend. Charttechnisch betrachtet hangeln sich die Aktien nun am oberen Bollinger Band täglich weiter nach oben, was mich sehr stark an die Situation im Herbst des vergangenen Jahres erinnert. Wohin das geführt hat wissen wir ja alle…Die nächsten Kursziele liegen nun für die Aktien von VW Vz bei 139 und 145,50 Euro sowie für die Stämme bei ca 130,- Euro. Dementsprechend sollte die Porsche Aktie weiter mitziehen. das vorläufige Kursziel hier ist nun 58,10 und 60,- Euro.

Die Daimler Aktie tut sich im Moment noch ein wenig schwer mit der 50,- Euro Marke, wir gehen aber davon aus, das auch dies nicht mehr lange der Fall sein wird. Kann hier ein entscheidender Kaufimpuls die Aktie wieder über 50,35 Euro, wo derzeit die 200-Tage Linie verläuft gehoben werden sind schnell wieder Kurse um die 53,50 Euro drin. Das nächste Kursziel liegt dann bei 57,20 Euro. Unterstützung findet die Daimler Aktie zudem noch dadurch, dass die untere Begrenzung nun der  langfristige Aufwärtstrend zu sein scheint der aktuell bei ca. 49,20 verläuft. Hier stehen wohl alle Zeichen auf baldigen Ausbruch nach oben!

Abschießend verweise ich nochmal auf unseren Artikel „Porsche – alle bekloppt!“ Wer jetzt noch keine Porsche Aktien hat der sollte wohl mal darüber nachdenken, wenn man sich alleine die VW Kurse ansieht. Über die gegenseitigen Beteiligungsverhältnisse beider Autokonzerne hatte ich ja bereits ausführlich berichtet! Wenn Sie in Zukunft rechtzeitig an solchen Kursbewegungen partizipieren wollen melden Sie sich noch heute unverbindlich für unseren kostenlosen Investors Inside Börsen Newsletter an!

 

Q-Cells – der nächster Halt ist bei 1,28 Euro…oder einem Euro?

Eher in den letzten Zuckungen als vor einem Rebound scheint sich die Q-Cells Aktie zu befinden. Nachdem es am Freitag, nach einer für Aktionäre offensichtlich unbefriedigenden Hauptversammlung, noch einmal kräftig begab mit der Aktie ging hat sich nun auch das charttechnische Bild weiter deutlich eingetrübt. Q-Cells Aktionäre mussten in der letzten Zeit so einiges ertragen, das Unternehmen will dennoch immer noch keine Prognose für das laufende Quartal und das Gesamtjahr abgeben, was wohl auch die letzten hart gesottenen Anleger nun aus der Aktie fliehen lässt. Fundamental hat sich wohl nicht allzu viel geändert, und auch die Übernahmegerüchte wurden auf der HV zunächst einmal zerschlagen. Damit fehlt dem Wert wohl weiterhin jegliche Phantasie.

Fast kommt es einem schon so vor als würde seitens der Analysten nun jeder Strohhalm dankbar aufgegriffen. Nach den derzeit nicht vorhandenen Übernahmephantasien wieder nun mögliche technische Gegenreaktionen als Kaufargumente für die Aktie angeführt. Gerüchten zufolge ist die Short Quote bei der Q-Cells Aktie mit über 50 Prozent aller ausstehenden Aktien extrem hoch. Wer will kann natürlich auf eine solche technische Gegenreaktion und einen entsprechenden Short Squeeze setzen. Allerdings gebe ich an dieser Stelle zu bedenken, dass die Shorties auf kräftigen Gewinnen sitzen dürften und so schnell wohl nicht nervös werden. Aus charttechnischer Sicht sind die Bären weiterhin klar im Vorteil. Die nächsten Unterstützungen liegen bei 1,28 und 1,- Euro.

 

Sino Forest und Asian Bamboo – wie gehts hier weiter?

Durch den Skandal um Sino Forest, die laut Berichten sowohl bei den Bilanzen der letzten Jahre als auch bei der Größe der im Bestand befindlichen Waldflächen geschummelt haben sollen ist auch die Aktie des ehemaligen Highflyers Asian Bamboo in Mitleidenschaft gezogen worden. Alleine in den letzten zwei Monaten ist die Asian Bamboo Aktie von 35,- auf nunmehr nur noch knapp 20,- Euro eingebrochen. Ich habe mir die Aktie des chinesischen Bambusproduzenten heute mal etwas näher angesehen.

Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens startete vor etwas über zwei Jahren. Anfang 2009 notierte die Aktie noch bei ca. 5,- Euro und konnte im Anschluss bis zum Herbst 2010 auf über 40,- Euro zulegen. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Herstellung und dem Verkauf biologisch angebauter Bambussprossen und Bambusholz für die Holzverarbeitung, sprich das Unternehmen ist sowohl in der Lebensmittelbranche tätig als auch als Lieferant für die Papier- und Möbelindustrie. Den entscheidenden Vorteil sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben darin, dass Bambus im direkten Vergleich ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff ist.

Die Asian Bamboo AG ist zwar operativ in China tätig, die Firmenzentrale liegt aber in Hamburg. Sicherlich hat auch dieser Umstand dazu beigetragen, dass die Aktie in den vergangenen Jahren entsprechend am Deutschen Aktienmarkt „wahrgenommen“ wurde. Nach den herben Kursverlusten der letzten Wochen fragen sich Anleger nun verstärkt, ob die Bilanzierungsmethode des chinesischen Mitbewerbers Sino Forest wohl auch bei Asian Bamboo angewandt worden ist. Vorab ist wohl anzumerken, dass es dafür bislang nur wage Hinweise gibt. Das Unternehmen reagierte auf den Kursrutsch nun mit einem Aktienrückkauf-Programm. Das Volumen des Rückkaufs wurde erst am Freitag von 100.000 Stück auf 300.000 Stück erweitert.

Firmenchef und Gründer Lin Zuojun, der bereits 37,3% der ausstehenden Aktien hält hat kürzlich die Prognose für das Geschäftsjahr 2011 erneut bestätigt. Demnach soll der Umsatz bei mindestens 125 Mio. EUR und die Nettomarge bei mindestens 40% liegen. Auf Basis ihrer Ergebnisschätzungen 2011e notiert die  Asian Bamboo Aktie somit nahe am Buchwert und hat ein KGV von unter 7. Soweit so gut, sieht man sich jedoch den Drei-Jahres-Chart an ist weiterhin Vorsicht geboten..

Die Aktie notiert heute bereits am unteren Rand der Bollinger Bänder, jedoch scheint das Verkaufssignal weiterhin intakt zu sein. Bislang blieb jegliche Gegenwehr der Bullen aus. Mit dem heutigen Test der 20,- Euro Marke könnte nun weiteres Abwärtspotenzial generiert werden, wenn diese Marke unterschritten wird. Mögliche Wendemarken wären dann erst bei ca. 18,- Euro oder gar 15,- Euro auszumachen. Der weitere Werdegang der Aktie dürfte also nicht zuletzt vom Ausgang der Spekulation um Sino Forrest abhängen, auch wenn es zwischen den Unternehmen keinerlei Verbindung gibt. Gestern konnte sich die Sino Forest Aktie gegen Handelsende etwas fangen…ich gehe aber davon aus, dass es das noch nicht gewesen ist, auch wenn hier jederzeit eine technische Gegenbewegung zu erwarten ist. Dementsprechend bleiben dann wohl auch die Aktien von Asian Bamboo bis auf weiteres unter Druck!

Stürmische Zeiten für die Deutsche Bank

Nicht allzu viel Gutes zu berichten gibt es derzeit auch beim Branchenprimus, der Deutschen Bank. Die Probleme in Asien, wobei der Deutschen Bank gleich zehn Investmentbänker weggelaufen sein sollen und nun bei Barclays angeheuert haben, halte ich ehrlich gesagt für nicht so sonderlich erwähnenswert. Die drohende Klage in den USA hingegen könnte doch deutliche Auswirkungen, sowohl auf das operative Geschäft, als auch personell mit sich ziehen. Die weiße Weste die sich die Deutschen Bank, insbesondere in den USA, gerne mal überstreift scheint nun erste Flecken zu bekommen. Das deutsche Bankhaus wird nun bereits öffentlich im gleichen Atemzug mit Goldman Sachs als Mitverursacher der Krise benannt. Nach neuesten Presseberichten verlangt die Generalstaatsanwaltschaft der Bundesstaaten New York und Delaware von dem Geldinstitut Informationen über bestimmte Hypothekengeschäfte.

Die Bündelung und der Weiterverkauf von Eigenheim-Krediten, bei den die Deutsche Bank auch sehr aktiv gewesen ist wird als die Hauptursache der Finanzkrise angesehen. Die Ermittlungen kreisen demnach darum, ob de damals getätigten Geschäfte sauber dokumentiert wurden und rechtskräftig sind. Noch heute liegt der US Immobilienmarkt am Boden und zeigt keinen nennenswerten Anzeichen einer nachhaltigen Erholung.  Immer wieder fällt auch ein Name in dem Zusammenhang, Anshu Jain. Der Kronprinz Ackermanns mit dem kalten Blick steht mehr und mehr in der Kritik und muss nun eventuell auch um den Chefposten fürchten. Vielleicht war auch dies mit ein Grund warum sich Josef Ackermann bei der letzten Hauptversammlung zum Thema Nachfolge so bedeckt gehalten hat..?

Es könnte also durchaus noch einmal holprig werden für die Deutsche Bank und deren Aktionäre, auch wenn ich nicht glaube, dass die jüngsten Ereignisse die Deutsche Bank ernsthaft in Bedrängnis bringen werden. Die Vorladung der Deutschen Bank durch die US-Justiz ist zunächst wohl nur eine „übliche“ Maßnahme und sollte Aktionäre nicht in Panik verfallen lassen, denn grundsätzlich ist die Deutsche Bank immer noch eines der profitabelsten Unternehmen der Hochfinanz weltweit. Neben einer extrem günstigen Bewertung sorgen die jüngsten Aussagen über 10 Milliarden Euro Jahresgewinn und einer deutlichen Reduktion des Risikos mittels verstärktem Engagement im Endkundengeschäft weiterhin für genügend Phantasie bei der Aktie. Kurse unter 40,- Euro dürften sich somit langfristig, trotz aller widriger Umstände, als gute Einstiegsgelegenheit herausstellen.

Deutsche Bank – jetzt kaufen?

Die Deutsche Bank Aktie hat in den letzten Tagen eine wahre Achterbahnfahrt hingelegt. Zuerst konnte sich der Titel wochenlang bei knapp 41,- Euro halten bevor die Kurse dann doch letztlich nachgaben und die Aktie fast bis auf 39,- Euro absacken ließen. Mit dem Unterschreiten der wichtigen Unterstützung bei 40,- und 39,60 Euro hatte sich auch das Chartbild deutlich eingetrübt. Gestern, bei der  freundlichen Eröffnung der US Börsen sprang die Aktie dann aber sofort wieder an und zog kurzzeitig bis auf über 40,- Euro an. Letztlich konnte diese Marke nicht gehalten werden, der Aktienkurs sich jedoch über der Unterstützungslinie bei 39,60 Euro aus dem Handel verabschieden. Sollte auch diese Marke erneut unterschritten werden könnte sich bei ca 39,20 Euro erneut eine gute Kaufgelegenheit ergeben.

Nach Xetra Handelsschluss ging es mit den US Börsen und den Futures noch etwas weiter rauf, allerdings zeigen die asiatischen Märkte heute bereits wieder etwas Schwäche. Bankenwerte in den USA zeigten sich gestern aber erholt, sodass ich grundsätzlich davon ausgehe, dass heute die 40,- Euro Marke erneut in Angriff genommen werden sollte. Gelingt dann ein Schlusskurs über dieser wichtigen Unterstützungszone, wird ein neues Kaufsignal bei der Aktie generiert werden, dass wieder zurück in den Bereich um die 41,-  oder gar 42,80 Euro führen sollte. Langfristig bleibt die Aktie der Deutschen Bank für uns, trotz der Risiken in Griechenland ein glasklarer Kauf mit einem Kursziel von 58,- Euro.

Die Credit Suisse hat heute ebenfalls Ihre Kaufempfehlung für Deutsche Bank erneut bestätigt und die Einschätzung zu der Aktie auf „Outperform“ belassen. Das Kursziel sieht man bei der Schweizer Bank bei  66,- Euro. Als Begründung führen die Analysten an, dass die europäischen Banken, insbesondere die Deutsche Bank, im Vergleich zur US-Konkurrenz nicht unterkapitalisiert seien. Die Aktie des deutschen Branchenführers wird dort als unterbewertet gesehen und habe deswegen ein günstiges Chance-Risiko-Verhältnis. Dem kann ich mich nur anschließen. Einem Verlustrisiko von ca. 5-7% steht derzeit ein Gewinnpotenzial von über 50 Prozent gegenüber.

VW Aktie – mit starkem Kaufsignal, Porsche folgt demnächst…

Aus unserem Börsen-Newsletter von gestern… „Der Markt bleibt schwach, die Unsicherheiten der Anleger groß. Neben den ständigen Sorgen um Griechenland und den schlechten Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus den USA kam heute noch die gestrige Rede von Helikopter Ben Bernanke und eine Herabstufung der Bonität der USA hinzu. Insbesondere die Rede des FED Vorsitzenden Bernanke gab den Anleger bereits gestern Abend offenbar zu Denken, denn die Börsen waren bis dahin bereits auf Erholungskurs, konnten aber die Gewinne dann doch wiedermal nicht halten. Ähnliches könnte heute passieren wenn um 20:00 Uhr das sogenannte Beige Book geöffnet wird. Vielleicht ist aber nun allmählich auch alles eingepreist…

Ich melde mich heute Abend noch einmal kurz um auf ein paar Dinge hinzuweisen. vorausschicken möchte ich, dass die US Börsen zwar immer noch die Richtung bestimmen, aber man wohl inzwischen deutlich zwischen Dow Jones und dem DAX differenzieren sollte. Die deutsche Wirtschaft steht im direkten Vergleich eben wesentlich robuster da, und es ist davon auszugehen, dass dies auch noch eine Weile so bleiben wird. Bei den einzelnen deutschen BlueChips lässt sich in diesen Tagen beobachten, das die Kursbewegungen überwiegend von den meistens entnervten Kleinanlegern bestimmt werden, die sich von der allgemeinen Nachrichtenlage wohl verunsichern lassen.

Wer kann es ihnen verdenken?…Das ist ein absolut Nerven aufreibender Markt, und ich persönlich habe größtes Verständnis dafür wenn man sich das nicht antun will und lieber die schönen Tage am See genießt. Dennoch bleibt die täglich quälende Frage wann der ganze Spuk zu Ende sein könnte, denn geschieht dies demnächst ärgert man sich im Nachhinein weil man gute Aktien zu den heute bereits überall zu findenden Schnäppchenkursen nicht gekauft hat. Ein gutes Beispiel dafür wie schnell so etwas dann gehen kann bieten heute mal wieder die beiden Aktiengattungen der VW Aktie, die nicht nur ein Kaufsignal trotz des schwachen Marktumfeldes generiert hat sondern damit auch noch aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen ist.

Den ganzen Tag wurden die Vorzüge und die Stämme unter Mini-Umsätzen nach unten gedrückt. Teilweise sicherlich durch ausgelöste Stopps aber eben auch durch verängstigte Anleger. Gegen Abend haben sich beide Titel wieder deutlich erhöht und unter mittelmäßigen Umsätzen dann sogar noch im Plus geschlossen. Das genau ist es was ich meine wenn ich Ihnen sage Sie sollen in diesen Tagen verstärkt auf Qualität bzw. Unterbewertung einzelner Aktien achten. VW ist auf diesem Niveau günstig und wird auch im nächsten Quartal wohl wieder Rekordzahlen verkünden. Von den leichten Turbulenzen am Aktienmarkt sollte man sich deswegen nicht raus drängen lassen, ebenso wie bei der Porsche Aktie die es heute nochmal richtig günstig zu kaufen gab.“

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Q-Cells – noch ein Stockwerk tiefer…?

Für die Aktien von Q-Cells geht es heute weiter abwärts. Nachdem die kurzzeitigen Gewinne wegen der angekündigten Energiewende nicht gehalten werden konnten sehen sich die Anleger heute nun einer weiteren Verkaufswelle bei der Aktie ausgesetzt. Grund für den heutigen Kursverlauf könnte die Meldung gewesen sein, dass Baillie Gifford aus Großbritannien seinen Anteil an der Gesellschaft deutlich reduziert hat und das Aktienpaket des Fonds nun die Schwelle von 3 % unterschritten hat. Offenbar verlieren auch die Großinvestoren weiter an Vertrauen in die Gesellschaft. Unter hohen Umsätzen fiel die Aktie heute auch noch unter den letzten Support bei 1,75 Euro bis auf 1,66 Euro. Sollte sich die Aktie im Laufe des Tages nicht wieder erholen können, droht nun ein weiterer Kursrutsch. Die nächste „echte“ Unterstützung liegt erst bei 1,37 Euro, auch wenn die Aktie bereits bei 1,63 oder 1,50 Euro etwas Halt finden könnte.

Kürzlich schrieb ich in unserem Newsletter… “Bei Solon und Q-Cells zeigt sich ein noch düstereres Bild. Nachdem die Q-Cells Aktie nun erwartungsgemäß die Latte bei 2,- Euro gerissen hat ist bei 1,81 Euro die wohl vorerst letzte charttechnische Unterstützung zu finden.” Inzwischen hat die Aktie von Q-Cells auch diese Marke nun unterschritten und bewegt sich weiter südwärts. Mit etwas Wohlwollen kann man bei 1,63 Euro eine weitere mögliche Unterstützung im Chart finden. Die Aktie des einstigen Highflyers ist zwar hoffnungslos überverkauft, bleibt aber nur nur etwas für ganz Hartgesottene. Mutige Trader setzen spätestens im Bereich bei 1,50 Euro auf eine technische Gegenbewegung.“

Nokia – warum man bald kaufen sollte..!

Die Aktie der letzten Woche war wohl unumstritten die des finnischen Handyherstellers Nokia! Nach einer Gewinnwarnung ist der Titel dramatisch weiter eingebrochen und die Aktie des ehemaligen Highflyers notiert inzwischen nur noch bei rund 4,50 Euro. Zur Zeit des „Neuen Marktes“ wurden die Aktien der Finnen noch mit 60,- Euro bewertet. Der ehemalige Weltmarktführer hat seine Vorausschau für das zweite Quartal deutlich zurückgenommen und die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Ich gebe es offen zu ich war noch nie ein Fan der Nokia Aktie, auch damals nicht! Für mich persönlich ist das finnische Schwergewicht eher zu sehen wie ein dementsprechend schwer beweglicher Öltanker a la Deutsche Telekom, der offensichtlich seit ein paar Jahren in schweres Wetter geraten ist. Dennoch sollte man sich in dieser speziellen Situation den Titel wieder einmal etwas näher ansehen…

Nachdem nun nach den zuletzt veröffentlichten Zahlen auch noch Übernahmegerüchte für die Mobilfunksparte die Runde machten gab es offenbar für viele Anleger keinen Grund mehr an der Aktie des ehemaligen Marktführers festzuhalten. Sprich die Nokia Story im eigentlichen Sinne scheint damit beendet zu sein, wenn die Gerüchte stimmen!?!  Den Spekulationen zufolge hat Microsoft Interesse die Finnen für 19 Milliarden Dollar zu übernehmen. Sicherlich auch für Microsoft kein Betrag aus der Portokasse, aber locker machbar. Nokia-Chef Stephen Elop kommentierte dies wie folgt: „Diese Gerüchte entbehren jeglicher Grundlage“, weiter sagte er wörtlich „Wir haben einen großartigen Plan für die Zukunft, und wir sind darauf fokussiert, diesen Plan auch auszuführen“

Wie weiter der Abverkauf nun noch gehen kann ist schwer zu sagen. Bei 4,08 Euro sowie 3,56 Euro warten die nächsten Unterstützungen, wobei ich mir gut vorstellen kann, dass die Aktie nun bald das Schlimmste überstanden haben sollte. Es kursieren bereits gewisse Rechenmodelle, wonach der Mobilfunkkonzern nach einer Zerschlagung und Filetierung in die einzelnen Unternehmensteile deutlich mehr bringen würde.  So rechnete die beispielsweise Bloomberg kürzlich vor, dass Nokia im Fall einer Aufspaltung bis zu 52 Prozent mehr wert sein könnte als heute an der Börse dafür bezahlt wird. Nokia könnte demnach ca. 39 Milliarden Dollar wert sein. Die aktuelle Marktkapitalisierung bewegt sich gegenwärtig bei „nur“ 25 Milliarden Dollar. Nokia wird derzeit mit einem KGV von 3,45 bewertet!

Aber schauen wir uns doch noch ein paar harte Fakten an. Die Marke Nokia belegte laut der Studie Eurobrand in 2010 gemessen am Markenwert nach LVMH mit 25,3 Mrd. Euro den zweiten Platz vor Vodafone. Der Markenwert allein liegt also bereits bei 25 Mrd. Euro. Damit läge die gegenwärtige Marktkapitalisierung ca. -32 Prozent unter dem Markenwert. Die Eigenkapitalquote liegt bei 41 %. Die Umsätze in 2010 lagen bei 42,4 Mrd. Euro. Der Jahresüberschuss in 2010 bei 1,3 Mrd. Euro.

Welches Interesse könnte Microsoft also an Nokia haben, ausser das die Firma generell aus Bewertungssicht ein Schnäppchen zu sein scheint? Außer der derzeit günstigen Bewertung des Unternehmens wäre da wohl noch etwas ganz wesentliches zu erwähnen! Nokia besitzt derzeit ein Barvermögen von 6 Mrd. Euro, das operative Geschäft, die Marke, etc. wäre also demnach nur mit knapp 11 Milliarden Euro bewertet, es wird also immer günstiger 😉 Die eigentliche Phantasie bei einer möglichen Übernahme von Nokia durch Microsoft läge aber wohl an einer ganz anderen Stelle…

Microsoft hat gerade den Internet-Telefonie-Anbieter Skype erworben. Wir stellen uns jetzt mal vor, dass Microsoft plant demnächst, mit der neuen Generation von Mobilfunkgeräten die Nokia gerade sowieso schon in Kooperation mit Microsoft produziert, künftig Internettelefonie weltweit über die mobilen Datennetze anzubieten! Das wäre sicherlich eine Revolution und würde Microsoft dann wohl auch schlagartig wieder zum ernstzunehmenden Konkurrenten von Apple und Co. aufsteigen lassen. Alle namhaften Mobilfunkfirmen wehren sich natürlich bislang gegen solche Pläne und befürchten zu Recht, dass IP-Telefonie über ihr mobiles Datennetz zu entsprechenden Einbußen im klassischen Geschäft führen könnte. Der Softwaregigant hätte nun aber die Möglichkeit, sich ein entsprechendes Alleinstellungsmerkmal zusammen mit Nokia zu erarbeiten, etwas was Microsoft bislang gefehlt hat!

Kurzum, der obige Chart zeigt ebenfalls das die Aktie einen Boden gefunden haben könnte und soll verdeutlichen in welcher Phase wir uns bei der Aktie befinden. Eine weitere Abwärtsbewegung ist noch möglich, dürfte aber nicht mehr allzu deutlich ausfallen. Vieles spricht dafür spekulativ demnächst in Nokia Aktien zu investieren, und darauf zu setzten, dass das Gap bei 8,- Dollar geschlossen werden könnte, oder gar eine Übernahme kommt. Je nach allgemeiner Marktlage dürfte sich die Nokia Aktie spätestens zum Jahresende wieder etwas erholen. Auch wenn es nicht zu einer Übernahmen kommen sollte gehe ich davon aus, dass mit den Finnen kurzfristig 20 bis 30 Prozent verdient werden kann. Sollte an den Gerüchten doch etwas dran sein muss die Aktie wohl sowieso neu bewertet werden.

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Klöckner & Co. – Starke Kapitalerhöhung!

Die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. ist zuletzt wegen der geplanten Kapitalerhöhung deutlich zurückgekommen., Nachdem Firmenchef Gisbert Rühl zunächst betont hatte, dass man nicht unbedingt und zu jedem Preis eine Kapitalerhöhung durchführen würde kam diese dann doch – für viele überraschend – kurzfristig! Mit der geplanten Kapitalmaßnahme will das Unternehmen insgesamt 527 Millionen Euro einzunehmen, um für weitere Akquisitionen im hochinteressanten Stahlmarkt gerüstet zu sein.

Kürzlich wurden die entsprechenden Bezugsrechte für die neuen Aktien in die Depots der Altaktionäre eingebucht. Für je zwei alte Aktien, bzw. zwei Bezugsrechte kann man bis zum 09.Juni.2011 eine neue Aktie zum Preis von 15,85 Euro erwerben. Die Bezugsrechte sind seit einigen Tagen unter der WKN A1KRDK an der Börse handelbar. Ganz im Gegensatz zu den in der letzten Zeit „üblichen“ Kapitalerhöhungen wurden die Bezugsrechte für die jungen Aktien der Klöckner & Co. AG seit der Emission verstärkt gekauft. Dementsprechend entwickelte sich auch der Aktienkurs der Klöckner Aktie seit Bekanntgabe der Kapitalerhöhung, bereinigt um die Bezugsrechte und die ausgeschüttet Dividende, positiv.

Mit dem gestrigen Ausbruch nach oben bis auf 20,60 Euro hat die Klöckner Aktie nun ein neues Kaufsignal generiert. Der Verlauf des Handels mit den Bezugsrechten lässt schon jetzt einen sehr positiven Abschluss der Kapitalmaßnahme vermuten. Die Klöckner Aktie sollte kurzfristig die Marke von 21,50 Euro wieder überwinden können. Ein erstes Kursziel nach der Kapitalerhöhung sehen wir bei 23,- Euro.

VW, Porsche – wer kaufte gestern 1,6 Millionen VW Aktien??

Ebenfalls auffällig war die Xetra Schlussauktion bei den VW Vorzugsaktien gestern. Nachdem sich die Vorzugsaktie bereits im Tagesverlauf deutlich schwächer als die Stammaktien präsentiert hatten, wurde der Aktienkurs der Vorzüge gegen Handelsschluss noch einmal kräftig von 125,- auf 122,75 Euro gedrückt um dann in der Schlussauktion eine satte Kauforder von 1.600.000 Stücken zu platzieren. Immerhin ein Volumen von knapp unter 200 Millionen Euro! Somit drängt sich die Frage wohl auf wer hier so massiv eingestiegen ist? Derzeit würde ich eher dem Kurs der Stammaktien trauen, da bei den Vorzügen offensichtlich schon seit Tagen massiv Kurse bewegt werden.

Ich könnte mir also gut vorstellen, dass hier eine größere Adresse nach der Ankündigung der geplanten MAN Übernahme noch günstig eingestiegen ist. Alle drei VW Aktien, sprich die Vorzüge, die Stämme und Porsche sind weiterhin extrem interessante Ausbruchskandidaten. Die Porsche Aktie hat sich gestern erneut stark präsentiert und konnte bis auf 48,77 Euro ansteigen, Bei 49,10 Euro wartet die nächste Hürde die -wenn sie überwunden wird – weiteres Potenzial bis 53,40 Euro eröffnet. Die VW Stammaktien sollte in Kürze den Sprung über die 117,- Euro schaffen und damit ein neues Kursziel von 122,60 generieren. Dementsprechend dürften auch die Vorzüge wieder durchstarten wenn der Käufer fertig ist.

Pfleiderer – gehen jetzt die Lichter aus?

Nicht viel Gutes verheißt die gestrige Schlussauktion bei der Pfleiderer Aktie. Nachdem es zuletzt, seit Ausbruch der Krise bei dem Holzverarbeiter recht ruhig geworden ist wurden in der Schlussauktion noch schnell ca. 350.000 Aktien verkauft und schickten den Aktienkurs damit erneut um zehn Prozent tiefer auf ein neuen Tiefstand. Damit generierte die Aktie ein neues, klares Verkaufssignal. Der ehemalige Weltmarktführer wird somit nur noch mit 43 Millionen Euro an der Börse bewertet. Charttechnisch bedingt dürfte nun die Marke von 0,54 Euro in den Fokus der Anleger rücken. Grund für den erneuten Kurssturz könnte die gestern veröffentlichte Einladung zu einer Gläubigerversammlung am 14.Juni sein.

Das Management der Pfleiderer AG schlägt den Gläubigern schon fast zwingend vor, dass die Inhaber der 2007 an den Markt gebrachten Anleihe, die ein Gesamtvolumen von 275 Millionen Euro hatte komplett auf ihre Ansprüche verzichten sollen, und im Gegenzug – nach allen vorgesehenen Kapitalmaßnahmen – zusammen vier Prozent der Aktien des Unternehmens dafür bekommen würden. Stimmen die Gläubiger dem nicht zu stünde auch das restliche Rettungspaket für den angeschlagenen Konzern auf sehr wackeligen Füßen. Am 14 Juni könnte hier also wohl eine finale Entscheidung über eine Fortführung des Unternehmens anstehen. Einige Anleger scheinend diese offenbar nicht abwarten zu wollen…

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