Tag Archives: FED

VW Aktie – mit starkem Kaufsignal, Porsche folgt demnächst…

Aus unserem Börsen-Newsletter von gestern… „Der Markt bleibt schwach, die Unsicherheiten der Anleger groß. Neben den ständigen Sorgen um Griechenland und den schlechten Arbeitsmarkt- und Konjunkturdaten aus den USA kam heute noch die gestrige Rede von Helikopter Ben Bernanke und eine Herabstufung der Bonität der USA hinzu. Insbesondere die Rede des FED Vorsitzenden Bernanke gab den Anleger bereits gestern Abend offenbar zu Denken, denn die Börsen waren bis dahin bereits auf Erholungskurs, konnten aber die Gewinne dann doch wiedermal nicht halten. Ähnliches könnte heute passieren wenn um 20:00 Uhr das sogenannte Beige Book geöffnet wird. Vielleicht ist aber nun allmählich auch alles eingepreist…

Ich melde mich heute Abend noch einmal kurz um auf ein paar Dinge hinzuweisen. vorausschicken möchte ich, dass die US Börsen zwar immer noch die Richtung bestimmen, aber man wohl inzwischen deutlich zwischen Dow Jones und dem DAX differenzieren sollte. Die deutsche Wirtschaft steht im direkten Vergleich eben wesentlich robuster da, und es ist davon auszugehen, dass dies auch noch eine Weile so bleiben wird. Bei den einzelnen deutschen BlueChips lässt sich in diesen Tagen beobachten, das die Kursbewegungen überwiegend von den meistens entnervten Kleinanlegern bestimmt werden, die sich von der allgemeinen Nachrichtenlage wohl verunsichern lassen.

Wer kann es ihnen verdenken?…Das ist ein absolut Nerven aufreibender Markt, und ich persönlich habe größtes Verständnis dafür wenn man sich das nicht antun will und lieber die schönen Tage am See genießt. Dennoch bleibt die täglich quälende Frage wann der ganze Spuk zu Ende sein könnte, denn geschieht dies demnächst ärgert man sich im Nachhinein weil man gute Aktien zu den heute bereits überall zu findenden Schnäppchenkursen nicht gekauft hat. Ein gutes Beispiel dafür wie schnell so etwas dann gehen kann bieten heute mal wieder die beiden Aktiengattungen der VW Aktie, die nicht nur ein Kaufsignal trotz des schwachen Marktumfeldes generiert hat sondern damit auch noch aus dem Abwärtstrend nach oben ausgebrochen ist.

Den ganzen Tag wurden die Vorzüge und die Stämme unter Mini-Umsätzen nach unten gedrückt. Teilweise sicherlich durch ausgelöste Stopps aber eben auch durch verängstigte Anleger. Gegen Abend haben sich beide Titel wieder deutlich erhöht und unter mittelmäßigen Umsätzen dann sogar noch im Plus geschlossen. Das genau ist es was ich meine wenn ich Ihnen sage Sie sollen in diesen Tagen verstärkt auf Qualität bzw. Unterbewertung einzelner Aktien achten. VW ist auf diesem Niveau günstig und wird auch im nächsten Quartal wohl wieder Rekordzahlen verkünden. Von den leichten Turbulenzen am Aktienmarkt sollte man sich deswegen nicht raus drängen lassen, ebenso wie bei der Porsche Aktie die es heute nochmal richtig günstig zu kaufen gab.“

Wenn auch Sie künftig unseren kostenlosen Börsennewsletter erhalten wollen melden Sie sich einfach unverbindlich hier an!

US Beige Book – droht Ungemach aus Japan?

Die gestern Abend in dem sogenannten Beige Book, dem Konjunkturbericht der US Notenbank vorgelegten Fakten lassen die Anleger aufhorchen. darin wird darauf hingewiesen, dass die Natur- und Atomkatastrophe in Japan deutlich größere Auswirkungen auf die US Wirtschaft haben dürfte als bislang angenommen. Die Mehrheit der zwölf Fed-Distrikte berichtete als erste direkte Auswirkung der Ereignisse in Japan von aktuellen oder demnächst zu erwarteten Störungen im Verkauf und bei der Produktion amerikanischer Produkte. Nun stellt man sich zwangsläufig die Frage warum das bei uns in Deutschland anders sein sollte. In den letzten Tagen habe ich immer wieder darauf hingewiesen, das die aktuelle Börsenentwicklung offenbar nicht viel mit der „Außenwelt“ zu tun hat. Die warnenden Stimmen und die Zeichen mehren sich…

Aber noch einmal zurück zum Beige Book…Grundsätzlich hat sich die wirtschaftliche Stimmung in den USA weiter verbessert. Wichtig war auch, dass diese wirtschaftliche Stimmungaufhellung mit einer entsprechenden Verbesserung am US Arbeitsmarkt einher geht, und dies war offenbar der Fall, wenn auch nur zaghaft. Trotz eines weiterhin starken Preisdrucks, der von den deutlich gestiegenen Rohstoffpreisen ausgeht, sei der Lohndruck aber gering geblieben, hieß es in der offiziellen Meldung. Die Konsumausgaben, von denen nahezu die gesamte US-Wirtschaft abhängt, seien in den meisten Distrikten moderat gestiegen. Dennoch kämpfen die USA nun verstärkt mit den drohenden Inflationsgefahren. Ein baldiger Zinsschritt wird nicht ausgeschlossen, auch wenn FED Chef Ben Bernanke vorerst an der Politik des Quantitative Easing festhalten will.

Irland, Portugal, Griechenland, Japan, Libyen, Nahost. Ölpreis, Zinsanhebung…

Stresstest für Irlands Banken, Portugal, Griechenland in der Krise, Atomkatastrophe in Japan, unterbrochene Lieferketten, etc. Krieg in Libyen, Unruhen in Nahost, Ölpreisanstieg, baldige Zinsanhebung der FED und der EZB etc. – das ist normalerweise alles reines Gift für die Börsen und jede Nachricht für sich schon kursbewegend in Richtung Süden. Ich behaupte mal, dass ich im Normalfall ein ganz gutes Verständnis für die Börse habe, und ich muss offen zugeben das die momentane Stärke des Marktes etwas „unheimlich“ ist. Spätestens heute nach dem nun das  sogenannten „Window Dressing“ der Fonds und großen Investoren vorerst abgeschlossen sein dürfte sollte sich der Markt so langsam wieder etwas mehr den fundamentalen Daten anpassen. Bislang sieht es aber auch heute allerdings nicht danach aus!

Insbesondere die Entwicklung im Nahen Osten macht zunehmend Sorgen. Der Konflikt in Libyen dürfte sich wohl nicht so schnell in Wohlgefallen auflösen wie es so mancher Stratege prognostiziert hat. Der Ölpreis klettert weiter und dürfte wohl bald neue Höchststände markieren. Alleine dieser Faktor für sich genommen belastet die Weltwirtschaft überproportional und hätte früher unter normalen Bedingungen wohl für eine Korrektur der Aktienmärkte von mindestens zehn Prozent gesorgt. Die Auswirkungen dieser, und anderer Krisen werden sich in den kommenden Quartalen auch in den Bilanzen einzelner Konzerne wiederfinden, sei es durch deutlich gestiegene Energiekosten oder durch unterbrochene Lieferketten. Ich rechne bereits in der nächsten Berichtssaison, die in wenigen Tagen startet mit entsprechenden Belastungsfaktoren. Spätestens dann wird die momentan schon fast grenzenlose Euphorie an den Märkten wohl auch ihr Ende finden.

Die Frage dürfte somit sein, wird es ein schleichender Prozess in dem nun allmählich alle oben genannten Faktoren und deren direkte und indirekte Auswirkungen eingepreist werden, oder passiert dies mit einem großen Knall? Davon das noch einmal eine größere Korrektur kommen MUSS bin ich überzeugt, nur ob tatsächlich und wann kann ich natürlich nicht beantworten. Gesund wäre es für die weitere Entwicklung der Indizes allemal. Wahrscheinlich hängt auch die heutige Ankündigung der FED die Zinsen noch in diesem Jahr zu erhöhen damit zusammen, weil man gesehen hat, dass die übermäßige Liquidität die sich im Markt befindet und die Kurse treibt, langsam für ungesunde Entwicklungen an den Finanzmärkten sorgt und vorsichtig wieder abgezogen werden sollte. Die EZB hat ja bereits für April einen Zinsschritt angekündigt um ein wenig Dampf abzulassen.

Heute gegen 14:30 erwartet der Markt die Arbeitsmarktdaten aus den USA. Nach den vorab gelieferten Zahlen dürften diese nicht allzu gut ausfallen, eine Katastrophe ist aber ebenso nicht zu erwarten. Dennoch könnte dieses Ereignis eventuell die Wende einleiten, und den Markt zunächst einmal in eine Art „Beruhigungsphase“ schicken, denn letztlich waren insbesondere die amerikanischen Börsen mal wieder der Grund für die Stabilität der letzten Wochen. Der S&P 500 scheitert bereits seit Tagen an der Marke von 1.325 Punkten. Achten Sie auf die 1.330 Punkte Marke als mögliches weiteres Ausbruchssignal nach oben, und die 1.316 Punkte Marke als Startschuss zu einer Konsolidierung in Richtung der 1.274 Punkte Marke. Der April wird mal wieder ein sehr interessanter Börsenmonat in dem ich mit starken Turbulenzen rechne. Schönes Wochenende!

Tag der Entscheidung!

Mit einem kleinen Endspurt schaffte es der Dax gestern Abend noch über die so wichtige Marke von 6.140 Punkten. Damit dürfte die charttechnische Situation im Dax sich wieder deutlich aufgehellt haben. Kann der Widerstandsbereich zwischen 6.140 und 6.150 Punkten heute wieder nachhaltig überwunden werden dürften das nächsten Ziel des deutschen Leitindex jetzt wieder bei 6.200 bis 6.300 Punkten liegen, und somit die Aufwärtsbewegung fortführen. Theoretisch sind nun auch wieder neue Höchststände denkbar.

Aber Vorsicht! Bei aller Euphorie und der guten Performance der US Indizes gestern bleibt die Frage nach dem möglichen Fehlsignal. Auch dieses Szenario ist immer noch denkbar. Würde heißen, dass die starken Abverkäufe diese Woche nur kurz durch eine technische Gegenreaktion (gestern) unterbrochen wurden, um dann eventuell schon heute in tiefere Regionen, mit Kursziel 5.900 Punkten aufzutauchen. Beide Szenarien sind denkbar und ähnlich wahrscheinlich. Heute dürfte also die Entscheidung über die weitere Richtung für die kommenden Tage und Wochen an den Börsen fallen.

Gestützt durch die Zinsentscheidung der FED sowie gute bis sehr gute Unternehmensdaten sollte der Trend eigentlich weiter nach oben zeigen. Auch heute wieder konnten einige Unternehmen erfreuliches an Ihre Anleger verkünden. Samsung, der weltweit grösste Produzent von Speicherchips, LCD-Flachbildschirm-Fernsehern sowie die Nummer zwei des Handy-Marktes konnte seinen Umsatz um 21 Prozent auf 34,64 Billionen Won deutlich steigern. Der Gewinn kletterte in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich auf das Siebenfache, er lag bei knapp vier Billionen Won oder umgerechnet 2,7 Mrd Euro.

Der Handelskonzern Metro hat im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert.Insgesamt steigerte der Konzern den Angaben zufolge die Erlöse von Januar bis März gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Besonders profitieren konnte der Konzern durch die wirtschaftliche Erholung in Westeuropa und Asien. In Osteuropa zeigten die Märkte dagegen weiterhin eine eher schwache Tendenz.

Heute dürfte also der richtige Tag sein, um seine Stopp Loss Orders entsprechend zu überarbeiten. Für den Fall eines weiteren Absturzes ist man damit gut gerüstet. Setzen sie die Orders nicht zu knapp! Der Markt bleibt extrem volatil, und es besteht dann immer die Gefahr unglücklich ausgestoppt zu werden.

Unsere Depotwerte sind alle auf Kurs und  werden bei günstigem Umfeld auch weiter laufen. Manchen von den Aktien stehen erst ganz am Anfang einer langen Aufwärtsbewegung. Dennoch, wenn der Markt kippt ist es besser erst einmal zu verkaufen und dann später wieder einzusteigen. Wir haben im Februar gesehen wie schnell die Börsen weit nach unten rutschen können. Schonen Sie also ihre Nerven – und seien Sie immer konsequent in Ihrem Handeln an der Börse. Denke Sie daran, heute dürfte der Tag der Entscheidung sein…in unserer Samstagsausgabe des Investors Inside Newsletters finden Sie u.a. eine Kursanalyse von Martin Brosy zur Microsoft Aktie…

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

Top