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US Indizes – Gelingt der Ausbruch?

Die nächsten beiden Tage werden wohl entscheiden, ob wir noch eine Jahresendrally sehen werden, oder ob die starken Kursgewinne der letzten Wochen vorerst noch einmal abverkauft werden. Heute könnten die US Kongresswahlen durchaus noch einmal für kurzfristige Turbulenzen an den Aktienmärkten sorgen. Wie immer gehen auch hier die Meinungen stark auseinander. Verlieren die Demokraten die Mehrheit, so befürchtet die eine Hälfte, dass die aktuelle Regierung die Zeit bis zum Ende der Legislaturperiode als zahnloser Tiger fristen wird, und die US Wirtschaft somit weiterhin zum Stillstand verdammt sein dürfte. Die andere Hälfte verweist darauf, dass sich in der Vergangenheit die Zeiten einer großen Koalition immer sehr positiv auf die US Wirtschaft ausgewirkt haben. Grundsätzlich werden, aber vom Markt hier keine großen Überraschungen erwartet. Eine Niederlage der Demokraten gilt als nahezu sicher und dürfte schon entsprechend eingepreist sein.

Am Mittwochabend wird es ebenfalls noch einmal spannend. Dann wird die FED verkünden, welche Richtung sie bei der zukünftige Geldpolitik des Landes einschlagen wird. Am Markt wird erwartet, dass die Fed ihre Politik des billigen Geldes weiter fortsetzt, und ankündigt weitere Staatsanleihen aufzukaufen. Auch das dürfte in den Kursen bereits eingepreist sein. Die Frage ist also ob es überhaupt in den nächsten beiden Handelstagen zu negativen Überraschungen kommen kann, oder ob man sich viel mehr auf die Fundamentaldaten und die Charttechnik verlassen sollte.

Aus fundamentaler Sicht scheint, gerade in Deutschland, alles wieder in Butter zu sein. Erst heute wieder wurde dieses Bild, nach den durchweg starken Zahlen aller Dax Unternehmen bestätigt. Der Deutsche Einkaufsmanager Index legte ebenfalls weiter zu. Schade nur, dass die USA immer noch den Ton angeben, wenn es um die Richtung der Börsen geht. Aus diesem Grund ist die Charttechnik bei DAX momentan etwas weniger interessant als die der US Indizes. Die beiden Leitindizes, Dow Jones und S&P 500 befinden sich immer noch in unmittelbarer Nähe wichtiger charttechnsicher Marken, die bisher nicht genommen werden konnten. So gelang es dem Dow Jones gestern kurzzeitig einmal über die Hürde bei 11.200 Punkten zu lugen bevor die US Börsen dann wieder nachgegeben haben. Auch der S&P 500 kam mit dem Tageshoch bei 1.196 Punkten der Zielmarke von 1.200 Punkten schon verdächtig nahe. Der Nasdaq notiert noch immer über der Marke von 2.500 Punkten…

Der S&P 500 markierte gestern dann im Tagesverlauf den Tiefpunkt bei 1.177 Punkten, der aktuelle Aufwärtstrend, bzw. die Unterstützung verläuft bei 1.173 Punkten. Fällt diese, ist ein weiteres Abrutschen bis in den Bereich um die 1.129 Punkte im Extremfall möglich. Gelingt es aber über 1.200 Punkte anzusteigen ist die Marke von 1.220 Punkten das nächste Ziel. Hier liegt ein sehr wichtiges Ziel der Bullen…kann der S&P 500 diese Hürde in den kommenden Wochen überwinden, besteht zumindest ein theoretisches Potenzial bis zu 1.640 Punkten im S&P 500. Doch darüber werde ich berichten wenn es soweit ist… Es dürfte sinnvoll sein bis zum Freitag (hier kommen wieder die neuen US Arbeitsmarktdaten!) insbesondere auf die genannten Marken zu achten!

Die Angst geht wieder um!

Heute ist mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie nervös die Märkte immer noch sind. Gerade hatte sich die internationale Fachpresse mit dem Thema der deutlich nachlassenden Volatilität an den Aktienmärkten befasst, schon wird sie eines Besseren belehrt. Es ist an der Börse immer trügerisch sich in Sicherheit zu wiegen! Die Neubauverkäufe aus den USA, die heute ein neues historisches Tief markieren, haben erneut für Verunsicherung gesorgt, und die Indizes entsprechend auf Talfahrt geschickt. Dies ist immer noch ein schönes Beispiel dafür wie wichtig die nicht kommen wollende Erholung des US Immobilienmarktes ist. Ansonsten waren die heutigen Vorgaben zumindest in Deutschland eigentlich sehr positiv. Sowohl das unerschütterliche Verbrauchervertrauen, als auch der IFO Index konnten überzeugen.

Erstaunlich ist auch die Entwicklung des Goldpreises. Trotz eines erneut fallenden Euros scheinen die panikartigen Käufe des Edelmetalls nun langsam wieder nachzulassen. Vielleicht hat sich der ein oder andere Anleger nun doch mal überlegt in was er da gerade investiert, und ob in Europa wirklich alles so katastrophal aussieht wie die Fachpresse uns das Glauben machen will. ich für meinen teil glaube nicht an Fabelkurse von 2.000,- Dollar oder mehr je Feinunze. Berichten zur Folge sind gerade ca 38% aller Goldbestände dieser Welt in der Hand von Spekulanten. Alleine diese Tatsache würde mich als Goldanleger schon extrem nervös werden lassen. Seit mehreren Tagen nun befindet sich Gold wieder auf dem Weg in Richtung 1.200,- Dollar je Unze. Sollten die Indizes nach oben drehen und doch noch neue Höchststände ausbilden können gehe ich davon aus, dass auch der Goldpreis weiter nachgeben wird.

Es gibt immer noch ein paar Faktoren die mich weiterhin optimistisch stimmen, dass genau dieses oben beschriebene Szenario bald eintreten könnte. Mehr denn je ist die richtige Aktienauswahl an solchen Tagen wie heute entscheidend darüber, ob man nun wirklich nervös werden sollte, oder dem ganzen Treiben mit einer gewissen Gelassenheit entgegentreten kann. Unsere Depotwerte halten sich in den vergangenen drei Korrekturtagen immer noch erstaunlich gut. Das heißt wir haben noch keine ernsthaften Verluste hinnehmen müssen, und betrachten diese Tagesschwankungen weiterhin als eine Gelegenheit das Depot an der ein oder anderen Stelle weiter mit guten Aktien zu füllen.

Der heutige Test der 6.200 Punkte Marke im Dax ist zunächst noch positiv zu sehen. Hier könnte nun das Fundament für den weiteren Anstieg gelegt werden. Ebenso verhält es sich mit dem S&P500 der mustergültig ebenfalls noch einmal die 1.080 Punkte heute abgearbeitet hat. Die schon fast übliche Nervosität vor der heutigen US Fed Sitzung könnte also heute noch einmal für etwas stärkere Ausschläge sorgen. Spätestens morgen sollte sich aber entscheiden welche Richtung die Börse in den kommenden Tagen einschlagen will. Bleiben Sie also zunähst einmal locker und lassen Sie sich nicht von der allgemeinen Panik anstecken. Wenn die genannten Marken nachhaltig fallen, dann ist es für uns Zeit wieder zu verkaufen, vorher nicht.

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