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Porsche, Daimler, VW und BMW setzen auf Elektromobilität mit SGL Carbon und BYD

Der Sportwagenbauer Porsche hat im Geschäftsjahr 2010 deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Absatz über alle vier Baureihen ist kräftig um 57 Prozent auf 40.446 Einheiten gestiegen. Vorstandschef Matthias Müller verkündete „Porsche ist abermals profitabel gewachsen. Dieser Trend werde sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2011 fortsetzen!“ Erstaunlich dabei ist, dass gerade in den Märkten in denen den Zuffenhausenern eher schwaches Wachstum nachgesagt wurde die größten Absatzsteigerungen erzielt wurde. So verzeichnete man den stärksten Absatz in Europa mit einem Zuwachs von 62 Prozent und in Deutschland mit einer Steigerung um fast 50 Prozent. Insgesamt seien in dem Berichtszeitraum rund 42.000 Sport- und Geländewagen bei Porsche produziert worden, hieß es in der Meldung. Auch diese Zahl entspricht einer deutlichen Steigerung um rund 18 Prozent.

Der Sportwagenbauer verkündete also kürzlich Zahlen die durchaus aufhorchen lassen sollten. Insbesondere der Geländewagen Cayenne und der Panamera verkaufen sich hervorragend. In den USA sind die beiden Modellreihen zum Kassenschlager avanciert. Kurzfristig dürften auch bei Porsche die Sorgen um den aktuellen Ölpreis im Vordergrund stehen, mittelfristig werden sich die Anleger wieder auf die Fundamentaldaten sowie die Aussichten auf ein weiteres sehr positives Jahr für die Deutsche Automobilindustrie besinnen. Der gesamte Sektor befindet sich weiterhin auf dem Wachstumspfad. allen voran die deutschen Premium-Hersteller. Kurse um die 55,- Euro könnten sich daher als attraktive Einstiegschance erweisen. Sollte sich die Lage in den arabischen Ländern demnächst beruhigen rechnen wir bei allen deutschen Herstellern wieder mit einem ordentlichen Kursschub.

Bei VW und BMW ist die Lage ähnlich. Der gerade laufende Genfer Autosalon , sollte zusätzlich zu den jüngsten Zahlenwerken, die allesamt sehr positiv ausgefallen sind, nun für neue Impulse sorgen. Neben den neuen Modellen wie dem Golf Cabriolet sowie der Studie des Hippie-Kultfahrzeugs „Bulli“ dürfte nun klar sein wohin die Reise in der Automobilproduktion gehen soll. Die deutschen Autobauer werden in der Zukunft ein gehöriges Wort im kommenden Boom-Markt Elektromobilität mitreden. Ein weiterer Beweis für die Neuausrichtung hin zur Elektromobilität dürfte der in dieser Woche bekannt gegebene Einstieg von VW bei dem Carbonhersteller, SGL Carbon sein. Bereits vor Monaten hatte sich die BMW AG hier engagiert. Daimler hingegen setzt verstärkt auf die Kooperation mit dem chinesischen Elektoauto- und Akkuhersteller, Build Your Dreams, BYD.

Die Daimler Aktie ist von allen Autobauern in den letzten Wochen am heftigsten unter die Räder gekommen. Grund waren die zuletzt veröffentlichten Geschäftszahlen. Anleger hatten sich hier offenbar mehr erwartet, obwohl das Zahlenwerk durchaus ansehnlich war. Ebenso belastend hat wohl die Tatsache, dass die Stuttgarter mit dem geringsten Zuwachs aller deutschen Automobilhersteller beim Absatz das Schlusslicht gebildet haben. Dennoch sind wir der Meinung, dass dieser Rücksetzer angesichts der Perspektiven keinesfalls gerechtfertigt ist. Bei allen Aktien bleiben wir unverändert bei unserer Einschätzung, und sehen den aktuellen Rücksetzer als hervorragende Kaufgelegenheit an! Bei Porsche kommt noch die Fusionsphantasie mit VW hinzu die für mich noch lange nicht vom Tisch ist. Dann würde man letztlich wohl über die Porsche Aktie eine Beteiligung am VW Konzern mit einem Rabatt von ca. 30 Prozent erwerben.

Porsche steigert den Absatz kräftig über alle Baureihen

Nach den hervorragenden VW Zahlen vom Freitag wurden heute die Absatzzahlen der Sportwagen-Tochter Porsche verkündet, und die konnten sich wirklich sehen lassen! Der Sportwagenbauer hat im Geschäftsjahr 2010 deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Absatz über alle vier Baureihen ist kräftig um 57 Prozent auf 40.446 Einheiten gestiegen. Vorstandschef Matthias Müller verkündete „Porsche ist abermals profitabel gewachsen. Dieser Trend werde sich auch im laufenden Geschäftsjahr 2011 fortsetzen!“ Erstaunlich dabei ist, dass gerade in den Märkten in denen den Zuffenhausenern eher schwaches Wachstum nachgesagt wurde die größten Absatzsteigerungen erzielt wurde. So verzeichnete man den stärksten Absatz in Europa mit einem Zuwachs von 62 Prozent und in Deutschland mit einer Steigerung um fast 50 Prozent. Insgesamt seien in dem Berichtszeitraum rund 42.000 Sport- und Geländewagen bei Porsche produziert worden, hieß es in der Meldung. Auch diese Zahl entspricht einer deutlichen Steigerung um rund 18 Prozent.

Wirtschaftswachstum, Korea, Irland und Wikileaks

Heute korrigierte die EU Kommission noch einmal ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren in der Eurozone deutlich nach oben. Deutschland bleibt der Wachstumsmotor in der Region und profitiert überproportional am Aufschwung. Im Jahr 2012 sollen erstmals seit dem Jahr 2007 in allen 27 EU-Staaten Wirtschaftswachstum geben. Dabei attestierte die Kommission allen Mitgliedstaaten ein durchschnittliches Wachstum von 2,0 Prozent. Allen voran soll Deutschland mit satten 3,7 Prozent in diesem Jahr und 2,2 Prozent für das kommende Jahr weiterhin kräftig zu dieser gemeinschaftlichen Wirtschaftsleistung beitragen. Noch im Mai gingen die Fachleute lediglich von Wachstumsraten von 1,2 und 1.6 Prozent für die deutsche Wirtschaft aus.

Im laufenden Jahr rechnet die EU-Kommission laut ihrer neuesten Konjunkturprognose in den 27 EU-Staaten mit 1,8 Prozent Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts. In den 16 Staaten mit Euro-Währung sollen es 1,7 Prozent sein. Auch hier hatte die Kommission vor Kurzem noch mit deutlich niedrigeren Raten von jeweils ca. einem Prozent Wachstum gerechnet. Für das kommende Jahr rechnet man nun mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent für die Gesamtleistung aller EU Staaten, sowie 1,5 Prozent in der Eurozone. Diese soll dann in 2012 auf 2,0 beziehungsweise 1,8 Prozent steigen. Bleibt festzuhalten, dass es doch offenbar viel besser um Europa bestellt ist, als dies derzeit angenommen wird. Schwache Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal oder auch Spanien könnten das Gesamtergebnis zwischendurch etwas belasten, die Richtung für die Gemeinschaft stimmt aber.

Andere Faktoren belasten das eigentlich eher positive Bild an den Börsen aber zunehmend. Da wäre zum einen natürlich die finanzielle Rettung Irlands, die einen faden Beigeschmack behält. Eigentlich hätte dies den Euro heute etwas stärken sollen, jedoch bleibt die Charttechnik wohl zunächst einmal im Vordergrund. Demnach müsste der Wechselkurs der europäischen Gemeinschaftswährung zum Dollar wohl unbedingt noch das Kursziel von 1.31 abarbeiten, und somit die untere Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrends noch einmal bestätigen. Auch fundamental spricht vieles dafür, dass der Wechselkurs hier dann wieder drehen sollte.

Zudem haben die Amerikaner heute ein nicht ganz ungewichtiges Problem mit der Veröffentlichungen der Geheimdokumente auf Wikileaks. Die Auswirkungen dieser Dokumente auf die politischen Beziehungen zwischen einigen Nationen dürften wohl nicht ohne sein. Bereits heute kann man in den ersten Videos und Artikel dazu sehen und lesen das sich die USA nun wieder in der Opferrolle sehen, was einer gewissen Komik nicht entbehrt.

Und dann waren da noch die Gefechtsübungen vor der Küste Koreas. Eigentlich der einzige Faktor der mir persönlich ernsthafte Sorgen bereitet. Wiedermal stehen die Nord- und die Südkoreaner am Rande eines Krieges. Wiedermal wollen beide Seiten ihre Macht demonstrieren, und riskieren dabei eine internationale Eskalation. Die Amerikaner sind inzwischen mit einem Flugzeugträger vor Ort um ebenfalls Entschlossenheit zu demonstrieren. Die Chinesen haben sich heute verhältnismäßig besonnen dazu geäußert, es bleibt also für uns alle, und insbesondere für die Koreaner zu hoffen, dass dieser Konflikt schnellstmöglich beigelegt werden kann!

Zum Abschluss noch etwas Positives. Wir befinden wir uns nun, nach den Feiertagen um Thanksgiving in einer sehr spannenden Phase. Der sogenannten „Black Friday“ hat gezeigt, dass sowohl in Europa als auch in den USA wieder kräftig konsumiert wird. Somit sollte einem guten Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels eigentlich nicht mehr viel im Wege stehen. Hierzulande sprachen einige Vertreter von Einzelhandelsketten gar bislang von extrem guten Umsatzzahlen. In den USA ist das Bild ähnlich, nichts braucht diese Nation so dringend wie einen starken Konsum um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, und dieser Wunsch scheint nun, zumindest im Weihnachtsgeschäft, in Erfüllung zu gehen. In dieser Börsenwoche ist also wieder einmal für Spannung gesorgt!

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