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Auch Rheinmetall kassiert die Prognose…!

Auch der Automobilzulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall leidet unter der Krise und musste heute seine Prognose kassieren. Mit der Vorlage der Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal reduzierte der Vorstand nun die Gesamterwartung für das laufende Jahr. Demnach geht man nun davon aus dass ein Gewinn von 300 Millionen Euro realistisch ist, was rund 54 Millionen Euro weniger ist als im vorangegangenen Jahr. Allerdings sollte man hier wohl noch erwähnen das dies der bisherige Rekordwert war…Statt dem geplanten Umsatz von 4,9 Milliarden Euro wird Rheinmetall aller Voraussicht nach „nur“ 4,8 Milliarden Euro umsetzen können. In den drei Monaten konnte Rheinmetall 3,28 Milliarden Euro Umsatz verbuchen, ein Plus von ca. 5 Prozent. Das EBIT lag hingegen nur bei 177 Millionen Euro. Damit sank auch das operative Ergebnis im Vorjahresvergleich um satte 13 Prozent, der Konzerngewinn um 9 Prozent auf 108 Millionen Euro. Alle Werte verfehlten die Erwartungen der Analysten.

Auch aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild in letzter Zeit deutlich eingetrübt. Ich hatte ja bereits mehrfach darauf hingewiesen das es auch noch ein Gap zu schließen gilt – dies wird heute nun wohl passieren! Kurse um die 33,50 Euro würde ich in nächster Zeit somit als durchaus realistisch ansehen. Eine deutliche Unterstützung liegt knapp unter der Marke von 32,- Euro. Rheinmetall leidet wie nahezu alle anderenRüstungsfirmen unter geringeren Verteidigungsausgaben europäischer Staaten und der USA. Zudem hat sich das Geschäft mit Automobilkomponenten weiter eingetrübt, weswegen der geplante Börsengang der Tochter mehrfach verschoben wurde. Beide Situationen werden sich so schnell auch nicht grundlegend ändern lassen.

Zwar tritt das Unternehmen bereits seit längerem auf die Kostenbremse, angesichts der heute gelieferten Zahlen und der Verschärfung der Situation im europäischen Rüstungs- und Automobilsektor bleibt es aus meiner Sicht noch abzuwarten ob die reduzierten Ziele auch tatsächlich erreicht werden können. Dennoch bleibt Rheinmetall ein sehr interessantes Unternehmen auf längere Sicht. Zudem ist die Aktie wirklich günstig bewertet – vorausgesetzt es kommt nicht zu weiteren deutlichen Einbrüchen! Heute könnte also ein guter Kauftag sein…

Metro – Skepsis ist angebracht

Die Metro AG hat heute ebenfalls Zahlen für das letzte Quartal vorgelegt, und die sahen auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht aus. Der Handelskonzern übertraf beim Ebit vor Sonderfaktoren die Erwartungen des Marktes, denn der Verlust ist geringer ausgefallen als befürchtet. Analysten hatten mit einem Umsatz von 15,8 Mrd. Euro und einem Ebit vor Sonderfaktoren von 300 Mio. Euro gerechnet. Beim Ergebnis hatten die Fachleute einen Verlust in Höhe von 55,7 Millionen Euro prognostiziert. Tatsächlich setzte Metro 15,8 Milliarden Euro im zweiten Quartal um. Der operative Gewinn wurde vor Sonderfaktoren von 306 auf nun 314 Millionen Euro gesteigert. Unterm Strich musste aber nach Wertberichtigungen ein Verlust von 20 Millionen Euro ausgewiesen werden. Damit wurden die deutlich pessimistischen Erwartungen des Marktes zwar geschlagen, der Handelskonzern bleibt aber im negativen Terrain.

Erreicht wurden diese Werte nur durch eine Preisoffensive die zu Lasten der Gewinne ging, dennoch ist Firmenlenker Olaf Koch weiterhin zuversichtlich und will mit entsprechenden Kostensenkungsmaßnahmen weiter gegensteuern. An seiner  Prognose für das Gesamtjahr hielt Koch fest. Für den Konzern erwartet er weiterhin einen leichten Umsatzanstieg sowie ein Ebit vor Sonderfaktoren in etwa auf der Höhe des Vorjahreswertes von 2,37 Milliarden Euro. Um diese Ziele zu erreichen muss sich der Konzern aber wohl im zweiten Halbjahr noch einmal deutlich strecken. Ich bin mir nicht sicher ob dies angesichts der allgemein mauen Umfeldes auch erreicht werden kann. Zunächst beruhigt die Bestätigung der Prognose aber offensichtlich die Nerven der Anleger. Die Metro Aktie kann heute über drei Prozent zulegen.

Solon – mehr Umsatz, immer noch Verluste

Heute legte die Solon AG die neuesten Zahlen vor, und die waren nach wie vor besorgniserregend. Denn der Berliner Solaranbieter konnte seinen Umsatz um satte 76 Prozent auf 619,9 Millionen Euro steigern schaffte es aber immer noch nicht dabei Gewinne für seine Aktionäre zu erwirtschaften. Das Ebit belief sich auf nur  0,4 Millionen Euro. Die ist zwar ein Fortschritt gegenüber dem Vorjahr, in dem noch ein Minus von 199,2 Millionen Euro erwirtschaftet wurde,  das Konzernergebnis fiel aber mit minus 19,80 Millionen Euro immer noch deutlich negativ aus. Im Jahr 2009 musste die Solon AG noch Verluste in Höhe von 271,6 Millionen Euro bekanntgeben.

Insgesamt wurden Unternehmensangaben zufolge im Geschäftsjahr 2010 Photovoltaik Anlagen mit einer Gesamtleistung von 278 MW verkauft, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 100 Prozent entspricht (Vorjahr: 139 MW). Nachdenklich stimmt mich auch der nun wieder negative Cash Flow in Höhe von 9,7 Millionen Euro der bereits im Krisenjahr 2009 mit einem Plus von 93,1 Millionen Euro deutlich positiver war. Es bleibt wie es ist, das Solon Papier ist nur etwas für die ganz hart gesottenen Anleger. Uns hat auch das heutige Zahlenwerk nicht davon überzeugt, dass sich hier nachhaltig etwas verändert hat.

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