Tag Archives: Rebound Aktien

HeidelbergCement – es tut sich was!

Zu meiner These, dass sich der US Immobilienmarkt unmittelbar vor der Wende zum Guten befinden könnte, kamen in den vergangenen Tagen viel versprechende Nachrichten hinzu, die mich in dieser Meinung weiterhin bestärken. Zuletzt hatte auch US-Präsident Barack Obama, Anfang diesen Monats, ein 50 Mrd. US-Dollar Konjunkturprogramm für die Infrastruktur angekündigt. Von den geplanten Maßnahmen werden Baufirmen sowie Baustoff- und Stahlproduzenten in den kommenden Quartalen weltweit profitieren. Ein Grund mehr sich in den kommenden Wochen wieder etwas intensiver mit Aktien aus diesen Sektoren zu befassen..

Allen voran halten wir die Aktie von HeidelbergCement auf dem derzeitigen Niveau für extrem aussichtsreich. Nachdem nun der seit Wochen über der Aktie schwebende „DAX- Fluch“, wie es die Presse so schön bezeichnet hat, allmählich sein Ende gefunden hat, und auch von der Nachrichtenseite einiges passiert ist, wird es Zeit für eine neue Analyse des Heidelberger Baustoffherstellers.

Die Familie Merckle, die bereits  seit Jahren maßgeblich an dem Unternehmen beteiligt ist, hat sich nun endgültig von Ihrer Beteiligung an der Ratiopharm AG getrennt. bereits vor knapp einem Jahr habe ich gemutmaßt, dass im Falle eines Verkaufes des Pharmaunternehmens, das freiwerdende Kapital der Familie Merckle dann zu einem großen Teil in HeidelbergeCement fließen wird. Der erfolgreiche Verkauf des Generikaherstellers spülte Einnahmen von rund 3,6 Mrd. Euro in die Merckle Holding womit nahezu alle Schulden getilgt werden konnten. Und tatsächlich wurden bereits unmittelbar nach dem Kaufabschluss über ein Tochterunternehmen zwei Tranchen a 10 Millionen Euro in HeidelCement investiert. Ich gehe davon aus, dass diese Insiderkäufe weiter zunehmen werden.

Ebenfalls massiv bei den Heidelbergern eingestiegen ist der wohl bekannteste US Hedge Fonds BlackRock, der inzwischen über 5,48% Prozent am Unternehmen hält. Offenbar hält man auch dort der Kurs der Aktie für deutlich zu günstig und will von einer Erholung des Bausektors profitieren. Es würde mich aber auch nicht wirklich wundern, wenn BlackRock etwas mit dem eher enttäuschenden Kursverlauf der letzten Wochen zu tun gehabt hätte..was letztlich aber auch nur untermauern würde, dass ein Richtungswechsel unmittelbar bevorsteht.

Alles in allem ist die Nachrichtenlage also inzwischen wieder deutlich positiv. Das KGV für 2011 wird mit knapp 8 angegeben und auch aus charttechnischer Sicht scheint der Titel wieder sehr interessant zu sein. Bei weiter freundlichem Börsenumfeld sollte die 40,- Euro Marke bald wieder erreicht werden, erst knapp über dieser Marke scheinen die ersten nennenswerten Hürden zu liegen. Die Chancen dürften die Risiken bei weitem überwiegen, somit bleibt die Aktie von HeidelbergCement für uns ein klarer Kauf!

Moeller-Maersk – Vorbote für die Dryships?

Die größte dänische Reederei Moeller Maersk profitierte im abgelaufenen ersten Halbjahr deutlich von den wieder anziehenden Frachtraten und einem weiterhin steigendem Warenumschlag weltweit. Dies ist wieder einmal eine Nachricht die unter Anlegern besondere Beachtung finden sollte. Denn der Transportmarkt für Containerschiffe lag laut aussagen von Fachleuten auch in den letzten Monaten komplett danieder. Dem ist offensichtlich aber nicht so, oder zumindest nicht überall. Moeller-Maersk hat heute die Prognose deutlich angehoben und erwartet für das Gesamtjahr nun einen Gewinn von stolzen vier Milliarden Dollar. Damit liegt das prognostizierte Jahresergebnis deutlich über dem Jahr 2008, als die Welt für Reedereien noch fast in Ordnung war. Auch die Container tarife seine inzwischen wieder auf dem Niveau von vor zwei Jahren hieß es in der Pressemeldung. Dies deckt sich ebenso mit den Aussagen, die vor wenigen Wochen noch von Containerproduzenten gemacht worden sind.

Was genau kann man daraus ableiten? Erstens, es sieht in der Branche offenbar deutlich besser aus als von vielen angenommen. Zweitens gerade im Transportbereich könnten sich heute bereits die Gewinner von morgen finden lassen, wenn man weiterhin an eine wieder anziehende Weltkonjunktur glaubt, und Drittens ist es wichtiger denn je Stockpicking in interessanten Sektoren zu betreiben. Unser Favorit für den nächsten Aufschwung in dem Sektor ist und bleibt Dryships, neben der Aktie von Excel Maritim Carriers. Die Dryships Aktie hat ein schweres Jahr hinter sich. Neben den Auswirkungen der allgemeinen Finanzkrise musste das griechische Unternehmen einen Vertrauensverlust wegen der Griechenland/Euro Krise bewältigen und den Imageverlust von moderne Bohranlagen auf offener See, nach der Ölpest im Golf von Mexico verkraften.

Wir halten die Aktie inzwischen seit über einem Jahr immer mal wieder in unserem Depot, und sind nach wie vor davon überzeugt, dass hier einer der besten Rebound Kandidaten für die kommenden Monate schlummert. Zugegeben, bislang war dieses Investment nicht sonderlich prickelnd, aber gerade die zuletzt deutlich zurückgegangene Shortquote von immer noch 8% der Aktien könnte einen baldigen Ausbruch nach oben enorm beschleunigen. Momentan wird die Aktie in einer engen Range zwischen 4,30 und 4,70 Dollar gehandelt. Gelingt der Ausbruch über die 5,- Dollar Marke rechnen wir mit einem schnellen Anstieg in den Bereich um die 6,30 bis 6,50 Dollar. Fundamental dürfte die Drysips Aktie weiterhin sehr günstig sein. Das Management hat seine Hausaufgaben gemacht, und arbeitet weiter an der Entschuldung des Unternehmens. Höhere Frachtraten und mehr Umschlag von Waren sollten in den kommenden Monaten dabei helfen. Wer genügend Geduld mitbringen kann sollte sich die Aktie einmal näher anschauen.

Wienerberger – Angst vor den Zahlen

Bereits seit Tagen werden die Aktien der Wienerberger AG wieder abverkauft. Nach dem Zwischenhoch bei ca 11,20 Euro befindet sich der Aktienkurs des Weltmarktführers nun wieder deutlich unter der 10,- Euro Marke. Der Grund für diesen Kursverlauf könnte bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen in der kommenden Woche zu finden sein. Offenbar wird hier auch von Analystenseite nicht viel gutes erwartet, so hat die Deutsche Bank beispielsweise Ihr Kursziel für den Ziegelhersteller, vor den Zahlen, nun von 15,- auf 12,50 Euro reduziert. Goldman Sachs sieht das kurzfristige Kursziel für die Aktie nunmehr nur noch bei 11,90 Euro, nachdem der Aktie zuvor noch das Erreichen der 16,50 Euro Marke zugetraut wurde.

Zugegeben, die aktuelle Bewertung des Unternehmens erscheint etwas ambitioniert, wenn man das KGV zugrunde legt, und sich die allgemeine Lage im Bausektor etwas genauer verinnerlicht, Dennoch halten wir den Kursverlauf aus kurzfristigen Trading-Gesichtspunkten momentan für durchaus interessant. Mit dem unterschreiten der 10,- Euro Marke dürfte das nächste Kursziel nun knapp über der Marke von 9,- Euro liegen. Genauer gesagt wäre bei 9,40 und 9,10 Euro ein möglicher Wendepunkt für die Aktie. Man sollte sich aber bewusst mache, dass dies zum einen auch ein neues Jahrestief bedeuten würde, und die Reaktion der Börse auf die tatsächlichen Zahlen derzeit nicht ab schätzbar ist. Wir nehmen die Wienerberger Aktie heute wieder auf unsere Watchlist und erwarten mit Spannung die Veröffentlichung des Zahlenwerks am 18.08.2010..

Washington Mutual – es tut sich was!

Bereits vorgestern deutete sich bei der Washington Mutual neues „Leben“ in der Aktie an. Gestern dann zog der Aktienkurs noch einmal unter ordentlichen Umsätzen kräftig an und notiert nun wieder über der charttechnisch wichtigen Marke von 0,18 Dollar. Nicht dass die Charttechnik hier eine besondere Relevanz hätte, aber man konnte in den vergangenen Monaten immer wieder beobachten, dass diese Marke eine wichtige Rolle als Widerstand oder Unterstützung spielt. Die Dynamik in der WaMu Aktie hat wieder einmal deutlich zugenommen, die Umsätze ziehen wieder an und die Nachrichtenlage hat sich erheblich verbessert. Nachdem kürzlich der unabhängige Prüfer bestellt werden durfte um die Vorkommnisse, die damals zur Pleite der größten Sparkasse der USA geführt hatte, noch einmal näher zu untersuchen, schöpfen die Aktionäre neue Hoffnung auf eine dicke Abfindung.

Der von dem Prüfer vorgelegte Arbeits- und Untersuchungsplan lässt auf eine ernsthafte und sehr umfangreiche Prüfung des Sachverhaltes schließen. Alleine diese Tatsache scheint den Aktienkurs derzeit schon wieder zu beflügeln. Heute soll das zuständige US Konkursgericht nun darüber entscheiden, ob der Untersuchungsplan so genehmigt werden kann. Wir gehen davon aus, dass  das vorgelegte Dokument, trotz des Widerstandes durch JP Morgan, auch bei den Richtern uneingeschränkte Zustimmung finden wird. Weiterhin bleibt die WaMu Story also hochinteressant. Der nun bestellte Prüfer ist kein geringerer, als Joshua Hochberg, ein ehemaliger Abteilungsleiter des US-Justizministeriums, in der Abteilung für Betrugs- und Kriminaldelikte, und genießt das volle Vertrauen der Aktionäre. Wir bleiben weiterhin dabei – vom Totalverlust des eingesetzten Kapitals, bis hin zu mehreren tausend Prozent Rendite ist hier immer noch alles drin!

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Twintec – eine günstige Wachstumsaktie?

Bereits im Juni hatten wir uns kurzzeitig mit einem Trade an der Twintec Aktie versucht. Zu den damaligen Kursen um die 10,- Euro erschien die Aktie bereits sehr günstig zu sein. Die Wachstumsaussichten des Unternehmens erscheinen derzeit besser denn je, der Aktienkurs will dies jedoch offensichtlich nicht widerspiegeln. Zeit für einen Schnellanalyse…Im abgelaufenenm Geschäftsjahr 2009 erreichte das Unternehmen mit einem um 39 Prozent gesteigertem Umsatz  neue Bestmarken. Der Umsatz stieg auf 46 Millionen Euro – was ungefähr auch dem heutigen Börsenwert des Unternehmens entspricht! Noch im Jahr davor musste ein Verlust in Höhe von 6 Millionen Euro in Kauf genommen werden. In 2009 gelang dann wieder der Sprung in die Gewinnzone, mit einem EBIT in Höhe von 1,8 Millionen Euro -Sicherlich immer noch keine Spitzenwert, aber auf dem richtigen Weg.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet SES Research mit einem Umsatz in Höhe von 72,5 Millionen Euro, für 2011 gar mit runden 100 Millionen Euro. Das Ergebnis sollte sich dann entsprechend überproportional dazu entwickeln. Der Gewinn soll in diesem Jahr auf 6 Millionen und im kommenden auf über 10 Millionen Euro steigen. Das Kurspotenzial gab SES Research mit ca. 17,- Euro je Aktie an. Auch das Anlegermagazin DER Aktionär hatte sich bereits im April positiv zu diesem Wert geäußert und eine klare 50 Prozent Chance ausgemacht. Leider schlug die Twintec Aktie kurz darauf die Gegenrichtung ein. Auf dem aktuellen Niveau dürfte die Aktie nun mit einem geschätzten KGV von unter 5 extrem günstig sein.

Die Nachrichtenlage um das Unternehmen ist extrem dünn, und auch die Umsätze in der Aktie bislang nicht nennenswert. Genau hier liegt wohl auch die Problematik. Ein größerer Abgeber kann bereits mit verhältnismäßig kleinen Stückzahlen den Kurs entsprechend drücken. Dies scheint wohl auch in den vergangenen Wochen passiert zu sein. Erst am Freitag verlor die Twintec Aktie noch einmal satte 8,4% an Wert, und das nachdem der Kurs seit den Hoch im Februar bereits über 50 Prozent nachgegeben hat. Auch charttechnisch scheint die Aktie nun ausgebombt zu sein, und ein Rebound ist mehr als überfällig. Diese Tatsache, sowie die inzwischen extrem günstige Bewertung des Unternehmens hat uns nun erneut auf den Plan gerufen. Wir haben heute eine erste Position Twintec Aktien ins Depot genommen. Unser Kursziel ist zunächst die Marke von 9,30 Euro dann 10,- bis 11,- Euro. Mittelfristig dürfte hier noch deutlich mehr drin sein, allerdings sollten Anleger hier auch etwas Geduld mitbringen..

YRC Worldwide – 300 Prozent plus, und nun?

Die Aktie von YRC Worldwide ist heute nach der Veröffentlichung der Zahlen zum abgelaufenem zweiten Quartal unter Druck. Zunächst sah es vorbörslich nach einem weiteren starken Tag für die Aktie aus. Bis auf 0,45 USD legte der Kurs des nordamerikanischen Logistikunternehmens vor Beginn der eigentlichen Börsensitzung heute zu. Inzwischen hat der Kurs unter hohen Umsätzen wieder deutlich nachgegeben, und die YRCW Aktie notiert mit  bis zu 10 Prozent im Minus. Anleger dürften sich nun die Frage stellen wie diese neue Situation einzuschätzen ist, denn die heute veröffentlichten Zahlen waren eigentlich deutlich besser als dies vom Markt erwartet worden ist. Mit einem Verlust von nur 0,01 Dollar im letzten Quartal konnte sich das Unternehmen fast in die operative Gewinnzone zurückmelden. Erwartet wurde eine Verlust pro Aktie von 0,08 Dollar. Auch der Ausblick der Unternehmensführung auf die kommenden Quartale gibt durchaus Anlass zur Hoffnung, dass es sich bei YRC Worldwide um einen weiterhin sehr interessanten Turnaround-Kandidaten handeln könnte.

Der Kursverlauf heute ist nach unserer Meinung, und in Anbetracht mehrere Faktoren, nicht weiter verwunderlich. Zum einen ist die Shortquote in der Aktie immer noch sehr hoch und die Bären setzen nun alles daran, dass der Aktienkurs ihnen nicht aus dem Ruder läuft um eventuell aufgelaufene Verluste zu begrenzen. Von gezielte Eindeckungskäufen kann man somit wohl heute erst einmal ausgehen. Zum anderen sollte man bei dem Kursverlauf der letzten Wochen ebenso in Betracht ziehen, dass andere Marktteilnehmer, die zu deutlich geringeren Kursen gekauft haben, nun auch mal die Gewinne mitnehmen. Frei nach dem Motto „sell on good news“ dürften sich diejenigen die zu Kursen um die 10 bis 12 Cent eingestiegen sind heute über realisierte Gewinne von bis zu 300% gefreut haben.

Mittelfristig bleibt die Aktie aber nun gerade nach den gelieferten Zahlen hochinteressant. Der Rücksetzer ist aus charttechnischer Sicht als gesund zu bezeichnen, und die Unterstützung bei 0,35 Dollar hat gehalten. Kann diese Marke auch weiterhin verteidigt werden, dürfte sich der Aktienkurs nun bald wieder beruhigen und die Hürde bei 0,42 Dollar erneut ansteuern. Das nächste Kursziel wäre dann knapp unter der 50 Cent Marke bei 0,48 Dollar. Der Aufwärtstrend ist immer noch intakt, auch wenn dieser nun etwas flacher verlaufen kann. Fällt die Aktie nun allerdings deutlich unter die 0,35 Dollar zurück, wovon wir zunächst nicht ausgehen,  sollte man wohl lieber erst einmal glatt stellen und zu gegebener Zeit wieder einsteigen. Wer also auf die weitere Erholung in der weltweiten Logistikbranche setzen möchte, hat mit YRCW sicherlich einen der interessantesten Titel im Depot. Wer ruhig schlafen möchte sucht sich lieber etwas anderes…;-)

Dryships – der nächste Verdoppler nach YRCW?

Ich hatte ja bereits angekündigt, dass ich in dieser Woche noch eine weitere sehr aussichtsreiche Aktie aus dem Logisitkbereich vorstellen wollte, die ich ebenfalls im Depot habe. Dryships gehört für mich, bereits seit Monaten, zu den aussichtsreichsten Kandidaten für einen deutlichen Rebound bei wieder anziehender Weltkonjunktur, Das die Umsätze der großen Konzerne deutlich zugenommen haben kann man an den Quartalsberichten dieser Berichtssaison weiterhin deutlich erkennen. Ebenso wie bei YRC Worldwide, die sich überwiegend auf den Transport über Land spezialisiert haben, dürfte nun die Nachfrage bei den Dry Bulk Shippern wieder deutlich angezogen haben. Die YRCW Aktie hat gestern, nach der Korrektur des Vortages, mit einem Plus von 19,6% wieder deutlich angezogen, und dürfte nun die von mir anvisierten Kursziele ansteuern. Wir lassen die Gewinne laufen…

Bereits zu Kursen um die 6,- Dollar haben wir schon mehrfach mit den Aktien von Dryships erfolgreich spekuliert, dann kam in diesem Jahr der Absturz der Aktie um weiter 50% auf Grund der BP Ölkatastrophe. Alles was nur ansatzweise mit Tiefseebohrungen zu tun hat wurde mit in Sippenhaft genommen, da die Diskussion um ein generelles Verbot solcher Bohrungen an die Öffentlichkeit gelangte und von den Medien überproportional ausgeschlachtet wurde. Dryships Inc. baut und betreibt neben Containershiffen auch zwei Spezialschiffe, die genau dieses, ansonsten sehr lukrativen, Sektor abdecken – die Tiefseebohrungen nach Öl und anderen Rohstoffen, sowie die Errichtung von Bohrplattformen. Das US-Moratorium für Tiefsee-Bohrungen, nach der Katastrophe um die gesunkene Bohrinsel Deepwater Horizon, wurde gerade bis November verlängert und dürfte sich noch im dritten Quartal negativ auswirken, mittelfristig sollte aber auch dieser Bereich wieder positiv zum Unternehmensergebnis beitragen.

Chief Operating Officer Pankaj Khanna gab gestern die Zahlen zum abgelaufenen Quartal bekannt, und die konnten sich, trotz aller widriger Umstände, sehen lassen. Insbesondere wurden die guten Zahlen, getragen von deutlichen Kostensenkungsmaßnahmen in den vergangenen Monaten. Dabei wurde nicht zuletzt beim Drillig-Sektor der Rotstift deutlich angesetzt.  Das Kerngeschäft des Unternehmens – die Drybulk-Flotte mit insgesamt 39 Schiffen, ist durch langfristige Charterverträge weiterhin gut ausgelastet. Die momentan erzielten Chartterraten sind somit überwiegend unabhängig vom derzeit schwächeren Spotmarkt.

Die Reederei berichtet für das zweite Quartal einen Gewinn von 0,30 Dollar pro Aktie und übertrifft damit die Erwartungen der Wall Street um 8 Cent. Der Umsatz steigt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 8,1 Prozent auf 224,2 Millionen Dollar, was ebenfalls über den Konsensschätzungen der Analysten von 216,2 Millionen Dollar liegt. Damit konnte das Unternehmen die Erwartungen des Marktes deutlich schlagen. Zwar sollte man hier keine Kurssteigerungen a la YRCW in den kommenden Tagen erwarten, aber langfristig rechne ich hier mit deutlich höheren Kursen, und habe mich entsprechend neu positioniert. Eine Verdopplung des aktuellen Kurses sollte in den kommenden 6 Monaten möglich sein, langfristig auch eine Vervielfachung, wenn die Weltkonjunktur, allen voran China mitspielt!

Trading Update Hochtief, Bilfinger Berger

Bauaktien waren in den vergangenen Tagen nicht unbedingt gefragt. Dennoch halten wir den Kursverlauf der beiden Bauriesen Hochtief AG und Bilfinger Berger für völlig überzogen. Die Hochtief Aktie hat kürzlich die langfristige Unterstützung bei 50,- Euro unterschritten, und damit ein Verkaufssignal generiert. In der allgemeinen Marktsituation der letzten Woche war dies nicht weiter verwunderlich und hat uns, wie kürzlich im Newsletter geschrieben, dazu veranlasst hier eine antizyklische Tradingposition aufzubauen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hochtief Aktie demnächst wieder über der 50,- Euro Marke notiert sehen wir als wesentlich größer an als einen weiteren Kursrutsch. Und darum geht es ja schließlich an der Börse – das Trading von Wahrscheinlichkeiten. Seit gestern kann sich die Hochtief Aktie nun wieder deutlich erholen und notiert aktuell bei 48,60 Euro. Es sollte also bei weiter freundlichem Börsenumfeld gelingen wieder in die alte Tradingrange zurück zu finden. Dennoch haben wir heute einen Teil unserer Position verkauft um diese in Bilfinger Berger zu investieren.

Zum einen ist dies natürlich im Zuge einer Diversifikation sinnvoll und zum anderen halten wir beide Titel auf dem jetzigen Niveau für extrem interessant, und konnten uns bereits beim Kauf der Hochtief Aktie fast nicht entscheiden. Nun haben wir die Baubranche im Paket in unserem Depot, und das ist gut so. Bei Bilfinger Berger war zuletzt etwas Unruhe bei den Aktionären spürbar. Dies hing wohl in erster Linie damit zusammen, dass die Mannheimer den Börsengang der australischen Tochtergesellschaft Valemus in letzter Sekunde abgesagt hatten. In dem Börsenumfeld war dies aber auch nicht weiter verwunderlich. Grundsätzlich hat ein abgesagter Börsengang immer einen faden Beigeschmack, es gibt genügend Beispiele dafür, dass eine solche Entscheidung auch tief greifende Folgen haben kann, und sich danach noch weniger Investoren für einen solchen Titel interessieren. „Augen zu und durch“ ist wäre vielleicht auch hier besser gewesen..

Dennoch kann Bilfinger Berger nicht nur in den vergangenen Tagen durch eine sehr gute Auftragslage überzeugen. Die Geschäfte brummen beim deutschen Bauriesen, ebenso wie bei Hochtief. Mit dem norwegischen Energieriesen Statoil sind kürzlich neue Rahmenverträge im Gesamtvolumen von mehr als 250 Millionen Euro geschlossen worden. Aus charttechnischer Sicht sollte die Marke von 42,- Euro als solide Unterstützung dienen, auch Kurse leicht darunter sind durchaus vertretbar. Spätestens bei 39,- Euro dürfte der Wert „ausgebombt“ sein und eine technische Gegenbewegung zwingend bevor stehen. Wir denken aber nicht, dass Kurse unter 40,- Euro noch einmal erreicht werden. Mit einem KGV von 9 ist die Aktie alles andere als zu teuer, und eignet sich auf dem Niveau auch für langfristig orientierte Anleger, und Dividendenjäger.

Solar Millennium – wohin geht die Reise?

Solar Millennium konnte in der vergangenen Woche nicht nur zweistellig zulegen sondern auch die seit Monaten schwelenden Vorwürfe einer kreativen Bilanzführung endgültig ausräumen. Das Anlegervertrauen in den Hersteller von solarthermischen Kraftwerken scheint zurückgekehrt zu sein. Nachdem die Aktie sich nun von den Tiefstständen gelöst hat, und sich die Vorwürfe als unbegründet herausgestellt haben, muss wohl auch die charttechnische Situation noch einmal neu überdacht werden.Wir erwarten nun für die kommende Woche weiter steigende Notierungen bei Solar Millennium. ein erstes Hindernis wartet bei ca. 22,50 Euro. Kann auch dies überwunden werden, ist die Wahrscheinlichkeit für ein Gap Close, dass durch den übertriebenen Ausverkauf nach den Querelen um Utz Classen gerissen wurde, nach unserer Meinung relativ hoch. Konkret würde dies wohl eine dynamische Kursbewegung bis in den Bereich um die 28,- Euro zur Folge haben.

Unter einer nun wieder normalen Betrachtungsweise erscheint die Aktie mit einem KGV für das Geschäftsjahr 2011 von knapp 7,2 nach wie vor deutlich unterbewertet. Die zusätzliche Phantasie die durch eine mögliche Realisierung der geplanten US Projekte wohl noch gar nicht eingepreist sein dürfte eröffnet weiteres Potenzial. Sollten also die ersten positiven Meldungen diesbezüglich nun bald folgen, rechnen wir wieder mit Kursen über der 30,- Euro Marke. Langfristig dürfte bei planmäßigem, operativem Verlauf auch noch deutlich mehr drin sein. Wir halten unsere Stücke in jedem Fall fest und schließen auch Teilverkäufe momentan aus.

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