Tag Archives: Rebound Aktien

Goldman Sachs schickt Centrotherm & Roth und Rau in den Keller

Die Analysten des Investmenthauses Goldman Sachs haben gesprochen, und schicken damit die Aktien der beiden Solaranlagenbauer Centrotherm und Roth und Rau in den Keller. Die Kursziele wurden auf 35,- und 22,- Euro gesenkt. Seitens GS sprach man von einem solaren Wendepunkt im kommenden Jahr und verwies dabei auf den erwartet schwächeren Absatzmarkt in Europa im kommenden Jahr. Die expansive Ausrichtung der beiden Unternehmen, insbesondere in die Zukunftsmärkte wurde bei der Analyse offenbar nicht berücksichtigt. Beide Unternehmen scheinen bereits seit längerem erkannt zu haben, dass der europäische Markt etwas „instabil“ geworden ist, und haben die Weichen nach Nordamerika und in die Emerging Markets dementsprechend gestellt.

Wie auch immer, der heutige Kursverlauf der beiden Aktien erscheint völlig übertrieben zu sein. Bereits seit Wochen wird der Absatzmarkt Europa in den Kursen eingepreist. Wir haben uns vor ein paar Tagen für die Aktie von Roth und Rau entschieden, weil wir hier mittelfristig die größeren Kurschancen sehen, und bleiben dabei. Die Aktie erscheint auch charttechnisch momentan extrem ausgebombt zu sein. Selbst das verringerte Kursziel von 22,- Euro würde noch einen Kursgewinn von 40% ermöglichen, das durchschnittliche Analystenziel liegt gar bei 27,- Euro. Ähnlich wie bei Phönix Solar vor ein paar Tagen oder Porsche heute Morgen haben wir uns kurzfristig zu einer Erweiterung unserer Position entscheiden. Die heutigen Kurse sind nach unserer Meinung Nachkauf- bzw. Neueinstiegskurse. Die Märkte sind gerade extrem nervös und reagieren teilweise völlig irrational, aber das ist natürlich nur meine Meinung…

Trading-Position bei Pfleiderer

Pfleiderer, der Weltmarktführer für Holzwerkstoffe und Laminatböden leidet wie kaum ein anderes Unternehmen unter den Folgen der Immobilienkrise. Auf dem US Markt bleiben die Preise weiterhin kräftig unter Druck, in Europa hingegen scheint die Nachfrage nach Pfleiderer Produkten wieder etwas anzuziehen.. Die Halbjahresbilanz von Pfleiderer sah übel aus, kürzlich musste sogar das Werk in Gschwend geschlossen werden. Die hohen Verbindlichkeiten und steigenden Rohstoffkosten machten neue Einsparungen notwendig. Alles in allem also keine besonders guten Nachrichten für die Pfleiderer Aktionäre. Dennoch haben wir uns heute zum Kauf einer ersten Position entschieden.

Der Aktienkurs ist seit Monaten auf Talfahrt und befindet sich aktuell wieder in der Nähe des Jahrestiefs. Hier gelang es der Aktie bereits einmal sich wieder zu stabilisieren und bis auf 5,40 Euro nach oben abzudrehen. Alle schlechten Nachrichten dürften nun wohl eingepreist sein, und die Chance auf einen erneuten Rebound steht nicht schlecht. Gerade die Schließung des Gschwendner-Werkes könnte nun mittelfristig die befreiende Entlastung für das Unternehmen bringen. Betrachtet man die Fundamentaldaten besteht nun durchaus die berechtigte Hoffnung, dass im Zuge einer weiteren Erholung der Börsen auch die Pfleiderer Aktie wieder etwas davon profitieren kann. Den fairen Wert der Aktie würden wir momentan bei ca. 5,- Euro sehen. Immerhin ein Kurspotenzial von über 40%. Achtung: Nur für Hardcore-Spekulanten!

YRC Worldwide – wie gehts jetzt weiter?

Mit einem Kursgewinn von über 20 Prozent meldete sich gestern die Aktie von YRC Worldwide zurück. Nachdem sich der Aktienkurs seit der Ankündigung des Reverse-Splits nahezu halbiert hatte scheint sich nun wieder abzuzeichnen, dass das Schlimmste für die Aktionäre überstanden ist. Das Tief lag bei 3,65 Dollar je Aktie nach Splitt. Aktuell notiert der Titel knapp unter der Marke von 4,50 Dollar. Die Umsätze haben im gestrigen Handel wieder deutlich zugenommen, gestern wurden etwas über zehn Prozent aller ausstehenden Aktien umgesetzt. Grund für das wieder erwachte Interesse an dem Unternehmen waren die gestern veröffentlichten Zahlen zum abgelaufenem dritten Quartal.

Sowohl das Frachtvolumen als auch die Rohertragsmarge pro transportierter Tonne konnten erneut gesteigert werden. Das Ebitda wird nun bei 42 bis 46 Millionen Dollar erwartet, was nochmal einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem vorangegangenen Quartal entspricht. Der Umsatz hingegen blieb leicht hinter den Erwartungen zurück und lag mit 1,13 bis 1,14 Milliarden Dollar etwas unter dem Vorjahresniveau von 1,2 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis bleibt vorerst negativ mit minus 18 bis 22 Millionen Dollar. In Q2 musste noch ein operativer Verlust von 35 Millionen Dollar ausgewiesen werden. Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal werden nun am 05. November veröffentlicht.

Charttechnisch befindet sich die YRCW Aktie nun genau an der oberen Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends. Gelingt es nun nach oben auszubrechen, und auch noch die charttechnischen Hürden bei 4,90 und 5,- Dollar zu überwinden dürfte die nächsten mittelfristigen Kursziele bei ca. 8,40, später 11,- Dollar zu finden sein. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass dieser Ausbruch gelingen kann. Das Unternehmen scheint wieder auf einem guten Weg zu sein. Auch die anstehende Einigung mit der Gewerkschaft Teamster könnte die Aktie weiter anfeuern, denn die dadurch möglichen jährlichen Einsparungen des Unternehmens belaufen sich auf ca. 350 Millionen Dollar, oder 7,30 Dollar je Aktie (nach Split). Was das für den Aktienkurs dann heißen kann muss man nicht extra erläutern…Gelingt die Einigung, gehe ich von weiteren deutlichen Kurssteigerungen aus, gelingt diese nicht, wird es wohl erst einmal nichts mit den schönen Gewinnen 😉 Der Titel bleibt hoch volatil, und eignet sich nur für Trader mit guten Nerven…

TradingUpdate Deutsche Bank

Der Aktienkurs der Deutschen Bank schlägt immer noch Kurskapriolen. Nach einer guten Erholung gestern, und einer starken Eröffnung heute, die den Aktienkurs bereits in die Region deutlich über 42,- befördert hat, gab der Kurs erneut stark nach, und sackte auf 41,30 Euro ab. Inzwischen sehen wir wieder steigende Notierungen, und ich gehe davon aus, dass zumindest die Marke von 42,- Euro heute nachhaltig fallen wird. Anschließend ist es wichtig, dass die Deutsche Bank AG Aktie dann wieder in den Bereich über 42,50 Euro zurück kommt, da hier die untere Begrenzung des mittelfristigen Aufwärtstrends verläuft. Fällt die Aktie hingegen wieder deutlich unter 40,60 Euro zurück ist erst einmal Vorsicht geboten.

Ich gehe davon aus, dass sich hier größere Adressen langfristig noch ordentlich eindecken wollen, und so kann es durchaus noch etwas dauern bis der Aktienkurs der Deutschen Bank sich wieder beruhigen wird. Frühestens mit dem Überschreiten der 42,50 Euro sollte die Aktie wieder in etwas ruhigeres Fahrwasser geraten, und letztlich im Zuge einer weiteren Erholung der Weltbörsen, auch wieder die Kursregionen zwischen 46,- und 50,- Euro kurzfristig erreichen. Mittelfristig trauen wir der Aktie  immer noch Kurse zwischen 55,- und 60,- Euro zu, auch wenn es auf dem Wege dort hin gelegentlich etwas holprig werden könnte.

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Phoenix Solar – Ausgebombt!

Trotz nicht wirklich ernstzunehmender Umsätze in der Aktie fällt der Kurs von Phoenix Solar fast täglich. Heute könnte ein Test des Jahrestiefs bei 24,30 Euro anstehen, und somit stehen die Chancen auf eine anstehende Erholung nicht schlecht. Fundamental hat sich bei dem Unternehmen nichts geändert. Erst vor wenigen Tagen konnte ein erneuter Großauftrag aus Italien verkündet werden. Das operative Geschäft läuft weiterhin hervorragend. Einziger Wermutstropfen waren die Insiderverkäufe, die Ende September bekannt geworden sind. Allerdings sollte man hier mit etwas mehr Augenmaß an die Sache ran gehen und mal realistisch beurteilen, dass die zwei Verkäufe á 10.000 Aktien die von Herrn Manfred Bächler sowie die zweimal 10.000 Aktien von Heike Bächler ausgeübt wurden doch eher ein kleinerer Insiderverkauf waren. Der Gesamterlös dieser vier Transaktionen belief sich nur auf ca. 1.000.000,- Eur0.

Charttechnisch ist die Aktie inzwischen völlig ausgebombt und deutlich überverkauft. Im gestrigen Handel hat Phoenix Solar die Unterstützung bei 25,63 Euro unterschritten, heute muss wohl auch noch die letzte Marke bei 24,30 Euro abgearbeitet werden. Die Marktkapitalisierung von Phoenix Solar beträgt aktuell 186 Millionen Euro, das KGV für 2010 und 2011 wird mit 6,9 angegeben. Unabhängige Analysten sehen das Kursziel der Aktie nach wie vor bei ca. 45,- Euro. Ganz so optimistisch sind wir derzeit auf Grund des schwachen Umfeldes für Solaraktien nicht, Kursziele von 35,- bis 38,- Euro halten wir aber in absehbarer Zeit für durchaus realistisch.

Besonders relevante charttechnische Marken üben immer eine gewisse Anziehungskraft auf den Aktienkurs aus, nicht selten entwickelt sich der Aktienkurs in die Richtung in die er offenbar nun zwangsläufig muss. Das Orderbuch spricht eine deutliche Sprache. Der Verdacht liegt nahe, dass hier einmal mehr genervte Kleinanleger an dem Kursverlauf der letzten Tage „schuld“ sind. Diese selbsterfüllende Prophezeihung endet aber meistens auch mit einem darauf folgendem starken Anstieg an dem die frischgebackenen Ex Aktionäre dann nicht mehr teilhaben werden. Ich bin also durchaus gespannt wie sich der Kurs nach dem Test des Tiefs weiter verhalten wird, und habe noch einmal eine entsprechende Order im Markt platziert. Neben 25,62 Euro finden sich im Falle eines Rebounds der Aktie erste Trading-Hürden bei 26,10 Euro sowie vor allem in der breiten Zone zwischen 27,21 Euro und 28,44 Euro, in der mehrere Horizontalmarken liegen.

Norwegische Zentralbank, Norges Bank kauft verstärkt HeidelbergCement AG

Die Aktie von HeidelbergCement konnte sich nun endlich wieder von den Tiefstständen lösen. Am 22. September haben wir hierzu geschrieben..“Bei HeidelbergCement läuft es wieder etwas besser. Der Aktienkurs hat sich nun wohl endgültig stabilisiert, und kann auch heute gegen den allgemeinen Markttrend leicht ansteigen. Diese neu gewonnene Stärke wird von einer guten Nachrichtenlage bezüglich der Expansion des Unternehmens, sowie der von der Familie Merckle getätigten Insiderkäufe und der Beteiligung des amerikanischen Vermögensverwalters BlackRock, untermauert. Charttechnisch ist die Aktie nun nach oben ausgebrochen und dürfte die Marke von 40,60 Euro sowie später 43,30 Euro ansteuern. Wir halten die HeidelCement AG Aktie auf dem derzeitigen Niveau weiterhin für deutlich zu günstig.

An der Aussage halten wir natürlich weiterhin fest, auch die zuletzt ausgegebenen Kursziele haben immer noch Ihre Gültigkeit. Gestern hatte der Staat Norwegen hat heute in einer Pflichtmitteilung veröffentlicht, dass der Anteil an der HeidelbergCement AG die 3,00% Schwelle überschritten hat. Am 30. September 2010 lag der Stimmrechtsanteil demnach bei 3,09%, bzw. rund 5,8 Mio. Aktien. Der Markt zeigt sich allgemein heute erstaunlich robust. Der Dax Future notiert momentan wieder im Plus, ebenso wie der S&P Future. Wir gehen immer noch davon aus, dass ein Ausbruch der Märkte nach oben möglich ist, sofern die heute kommenden US Arbeitsmarktdaten keine allzu große Enttäuschung mit sich bringen. Die Aktie des Baustoffproduzenten dürfte in den kommenden Tagen dann weiter zulegen können!

Rebound bei Roth & Rau sowie Klöckner & Co. ?

Die Aktie von Roth und Rau ist in den letzten Wochen schwer unter die Räder gekommen. In der vergangenen Börsenwoche notierte die Aktie des Anlagenbauers noch beim Tiefstand von knapp über 17,- Euro. Inzwischen konnte der Titel sich aber charttechnisch wieder stabilisieren und notiert aktuell bereits wieder über der wichtigen 18,- Euro Marke. Seit gestern haben die Umsätze in der Aktie nun wieder deutlich zugenommen, und auch einige Analysten und Trader haben Roth und Rau wieder auf die Empfehlungs– oder Beobachtungsliste genommen. Es deutet vieles darauf hin, dass die Aktie von Roth und Rau gerade wieder entdeckt wird. Wir haben uns ja bereits in der letzten Woche entsprechend positioniert, und gehen nun von weiter anziehenden Kursen bei der Aktie aus. Sollte es gelingen auch die 19,- Euro Marke schnell wieder zu überschreiten, winken weitere Kursgewinne. Unser Trading Ziel bleibt zunächst 22,40 Euro sowie 23,50 Euro.

Sehr erfreulich hat sich dann auch die Aktie von Klöckner & Co heute entwickelt. Nach dem eher verhaltenen Start an dem starken Börsentag gestern legt die Aktie des Stahlhändlers nun wieder so richtig los. Mit dem Überschreiten der 17,- Euro Marke dürfte auch hier nun der Weg frei sein für deutlich höhere Kurse. Bei 17,60 sowie 18,40 warten noch ein paar größere Hürden, die aber in einem weiter freundlichen Börsenumfeld bald überwunden sein dürften. Klöckner dürfte eine dieser Aktien sein die eine extreme Dynamik entwickeln können wenn der DAX nachhaltig nach oben ausbricht! Mittelfristig sind wir weiterhin davon überzeugt, dass Kurse von 24,- Euro in diesem Jahr und ca. 36,- Euro im kommenden Jahr mindestens erreicht werden sollten.

YRC Worldwide – Stupid German Money?

Manchmal verstehe ich Börse nicht, bzw. die massenpsychologischen Phänomene die man hier jeden Tag wieder finden kann. Insbesondere bei meinen regelmäßigen besuchen in Aktienboards bin ich immer wieder überrascht wie wenig es dort eigentlich um Aktien, bzw. objektive Betrachtungsweisen geht. Viel mehr scheint dies ein beliebter Tummelplatz für Basher und Pusher zu sein. Ganz besonders fällt dies natürlich bei den sogenannten Pennystocks auf. Ich kann nur immer wieder dazu raten sich seine eigene Meinung zu bilden, und sich nicht zu sehr von den dort getroffenen Aussagen beeinflussen zu lassen. Nicht selten verfolgen die Schreiberlinge Eigeninteressen.

Warum ich das heute schreibe?..Die jüngsten Ereignisse um die Aktie des nordamerikanischen Logistikunternehmens YRCW Worldwide haben mich dazu veranlasst. Bereits seit Monaten wird darüber spekuliert, ob das Unternehmen einen Reverse-Split durchführen wird, oder ob man es aus eigener Kraft schaffen kann die Marke von einem Dollar wieder zu erreichen.Wenn nicht droht dem Unternehmen ein Delisting von der Nasdaq was wohl zur Folge hätte, dass die Aktie in Zukunft nur noch von Hardcore Zockern als Pinksheet hin- und her getrieben werden würde. Dies gilt es somit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern.

Weiterhin hatte das Unternehmen noch Probleme mit der Gewerkschaft, die aber wohl gestern ebenfalls gelöst werden konnten. Es geht um Lohnkürzungen und Zahlungen an Pensionsfonds, ohne wirklich intensiver auf dieses Thema eingehen zu wollen. Nach neuesten Erkenntnissen wird das Unternehmen nun jährlich ca 350 Millionen Dollar, oder 7,30 Dollar je Aktie (nach Split) einsparen können. Eine Nachricht, also die heute durchaus auf ordentliche Kurszuwächse hoffen ließe, denn die angespannte finanzielle Situation sowie die Wettbewerbsposition des Unternehmens hat sich damit schlagartig signifikant verbessert.

Gestern wurde dann aber auch bekannt gegeben, dass das Unternehmen beabsichtigt einen Reverse-Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 25 durchzuführen, was offensichtlich einige Anleger in Deutschland verschreckt hat. Schlagartig sind auch die Zocker wieder mit von der Partie, dabei ist auch dieses Vorhaben, trotz aller Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Aktie, durchaus positiv zu sehen. Das hohe Umtauschverhältnis von einer neuen für 25 alte Aktien wurde wohl bewusst so gewählt, um in Zukunft die Zocker und Shorter, die eine Kurserholung in den letzten Wochen eher verhindert haben, von der Aktie fern zu halten. Bei einem Aktienkurs von über 5,- Dollar wird die Aktie für die große Schar der Glücksritter uninteressant. Ebenso dürften bei einem Reverse-Split zunächst einige Short-Positionen gedeckt werden, es ist also gut möglich, dass hier nun kräftig gecovert wird.

Alle schlechten Nachrichten dürften nun somit nun raus sein, auch wenn die Aktie sicherlich bis zur Durchführung des Reverse- Splits am Freitag noch turbulente Zeiten vor sich haben könnte, so wundere ich mich doch ernsthaft über die Reaktion deutscher Anleger auf diese Nachrichten. Mit über 20 Prozent Minus eröffnete der Handel heute in Frankfurt, und das obwohl das Unternehmen durch die neue Vereinbarung mit der Gewerkschaft nun Einsparungen in Höhe des gesamten Börsenwertes jährlich haben wird. Die Aktienzahl reduziert sich von 1.2 Milliarden Stück auf nur noch 48. Millionen, was zusätzlich deutlich mehr Ruhe in den Handel bringen dürfte.

Bleibt also am Ende die Frage ob der Spruch vom „Stupid German Money“ nicht doch stimmt. In jedem Falle dürften die nächsten Handelstage wohl die seit langem interessantesten für YRCW Aktionäre werden. Persönlich bin ich eher der Meinung, dass die jüngsten Nachrichten letztlich positiv zu sehen sind, auch wenn man mit Turbulenzen rechnen muss. Im direkten Vergleich mit der Gesamtbranche scheint YRC Worldwide deutlich unterbewertet zu sein, wenn man dem Unternehmen einen erfolgreichen Turnaround zutraut. Die Weichen dafür scheinen nun gestellt zu sein, und die Ergebnisse für das dritte Quartal stehen unmittelbar vor der Tür. Ich wünsche allen Anlegern viel Erfolg und ein glückliches Händchen bei Ihren Entscheidungen.

Trading Update Roth und Rau, Phoenix Solar

Es ist an der Zeit mal wieder einen etwas genaueren Blick auf die deutschen Solarwerte zu werfen. Nachdem heute Nacht einige der chinesischen Branchenkollegen charttechnisch nach oben ausgebrochen sind, gehe ich davon aus, dass sich auch die Stimmung für deutsche Solartitel in den kommenden Tagen wieder etwas aufhellen könnte. Trina Solar, LDK, Suntech und Yingli Green haben es vorgemacht, und können heute allesamt ordentlich um mindestens fünf Prozent zulegen. Ob nun die Nachrichtenlage aus Europa dazu geführt hat, oder ob es sich hierbei einfach um einen Sektorenwechsel handelt werden wir wohl in den nächsten Tagen sehen. Fest steht, dass der Abverkauf einiger Solarwerte auch hierzulande, zumindest unter klassischen Berwertungkriterien, einigermaßen übertrieben erscheint.

Vor kurzem hatte ich über Roth und Rau berichtet, die ich grundsätzlich für sehr interessant halte, ebenso wie die Aktie von Centrotherm. Mit knapp unter 18,- Euro hat die Aktie von Roth und Rau nun wieder ein sehr interessantes Niveau erreicht. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass es hier noch ein Stückchen tiefer gehen könnte. Die Nachrichtenlage sowie der Chart veranlassten mich aber gestern bereits eine erste Position bei dem Anlagenbauer aufzubauen. Nicht minder interessant finde ich auch die Aktie von Phoenix Solar. Der Projektierer musste in der letzten Zeit schwere Abschläge in der Bewertung hinnehmen. Die kürzlich getätigten Insider Verkäufe haben ebenfalls nicht unbedingt zur Vertrauensbildung beigetragen. Dennoch lässt sich im Chart eine deutliche Unterstützung bei 26,50 Euro erkennen, die ich heute für einen Einstieg in die Aktie genutzt habe.

Ich möchte betonen, dass ein Engagement in Aktien momentan mit erhöhten Risiken, aber auch guten Chancen verbunden ist. Der Markt hat sich immer noch nicht entscheiden, in welche Richtung es nun gehen soll. Persönlich tendiere ich eher zu dem Szenario, dass die enge Seitwärtsbewegung im Dax demnächst nach oben aufgelöst werden könnte, und wir somit neue Jahreshöchststände sehen dürften. Allerdings steht uns Börsianern heute noch ein sehr bewegter Tag bevor. Die Flut an Konjunkturdaten, die uns erwarten müssen vom Markt erst einmal verdaut werden. Nur wenn keine größeren, negativen Aussetzer dabei sind dürfte der Ausbruch gelingen, um dann mit Vollgas in die Berichtssaison zu starten. Ich werde mich also vorerst nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen.

Washington Mutual – macht JP Morgan einen Rückzieher?

Die Gerüchteküche um die insolvent gegangene US Sparkasse Washington Mutual brodelt weiter. Zuletzt sind die Umsätze in der Aktie wieder sprunghaft angestiegen und der Aktienkurs konnte auch im gestrigen Handelsverlauf noch einmal 11,5% auf 0,193 US-Dollar zulegen. Mit lediglich etwas mehr als 12 Millionen umgesetzten Stücken dürfte diese Umsatzzunahme aber nicht unbedingt als Kaufrausch bezeichnet werden. Dennoch, es gibt mal wieder Neuigkeiten.. laut dem Wall Street Journal spielt man bei JP Morgan nun laut mit dem Gedanken, das Geld, dass man für die Übernahme der ehemals größten Sparkasse der USA bezahlt hatte, zurückzufordern, ebenso wie weitere 6 Milliarden US Dollar, die als Folgekosten der Übernahme entstanden sein sollen. Angeblich hat das Investmenthaus eine entsprechende Eingabe beim Einlagensicherungsfond FDIC gemacht.

JP Morgan hat diese Gerüchte bislang noch nicht betätigt, dennoch stellt man sich die Frage was dran sein kann, an einem möglichen Rückzieher, und vor allem welche Auswirkungen dies dann für die Aktionäre haben dürfte. Die grundsätzliche Frage ist wohl eher, ob JPM überhaupt noch zurückziehen könnte, wenn man wollte. Ich halte dies für nahezu unmöglich, und wenn, dann sicherlich nicht mit einem Freifahrtschein a la „Gehe über Los und ziehe 6 Milliarden Dollar ein“ Der Verdacht liegt nahe, dass man nun, nachdem die Gegenwehr der Aktionäre stärker als erwartet ausgefallen ist, und der gesamte Sachverhalt erneut geprüft wird, offenbar seitens JP Morgan befürchtet, dass die daraus resultierenden Forderungen, extrem hoch sein könnten. Beträge von immerhin 30 Milliarden Dollar oder mehr stehen immer noch im Raum..

Auch könnte man, wenn sich diese Gerüchte bewahrheiten würden, annehmen, dass JP Morgan sehr wohl bewusst sein dürfte, dass die Übernahme damals in der ganzen Weltuntergangs-Hektik nicht unbedingt zu Gunsten der Altaktionäre abgelaufen ist, und man sich hier ein Filetstückchen US Finanzgeschichte zu einem Grabbeltisch-Kurs einverleibt hat. Dem entsprechend könnte JPM tatsächlich versuchen einen Rückzieher zu machen, weil die damit verbundenen Abfindungsrisiken derzeit nicht überschaubar sind. Ich möchte betonen, dass es sich hierbei um reinste Spekulation über die tatsächlichen Vorgänge handelt. In jedem Falle aber ist nun wieder neue Spannung in den Übernahmepoker hinein gekommen, und solche Geschichten versüßen den Aktionären die lange Wartezeit bis zur endgültigen Entscheidung..

Trading Update Porsche und Klöckner & Co.

.. Auch wir haben die Porsche Aktie weiterhin ganz oben auf unserer Beobachtungsliste, und gehen nicht davon aus, dass der Aktienkurs nun noch weiter deutlich fallen sollte. Für einen Neueinstieg scheint es aber dennoch etwas zu früh zu sein, somit warten wir weiter auf eine günstige Gelegenheit zum Einstieg, über den wir Sie natürlich dann rechtzeitig in unserem kostenlosen Börsen-Newsletter informieren werden….hatten wir gestern erst geschrieben. Die Marke von 35,80 wurde heute unterschritten, und somit ergab sich für uns eine Einstiegsgelegenheit deutlich darunter bei 34,60 Euro für eine Erstposition beim Zuffenhausener Sportwagenbauer. Aus Chart-technischer Betrachtung ergibt sich bei weiter fallenden Märkten nun sogar noch einmal ein theoretischer Einstieg bei ca. 32,- Euro, jedoch glaube ich nicht, dass es noch einmal so weit runter geht. Sollte der DAX heute die Marke von 6.150 Punkten verteidigen können, dürfte morgen ein Retest der 6.200er Marke anstehen. Dementsprechend rechne ich dann auch wieder mit einem höheren Kurs der Porsche Aktie. Für mittelfristig orientierte Anleger könnten sich also bereits Kurse unter 35,- Euro als wahre Schnäppchenkurse erweisen, wenn sich der Gesamtmarkt nun wieder fängt.

Bei der Aktie von Klöckner& Co. bin ich immer wieder einigermaßen fasziniert wie volatil dieser Titel doch ist. Nachdem nun tagelang das Niveau von 17,00 Euro überzeugend gehalten werden konnte, startete bereits gestern eine neue Verkaufswelle. Heute rauschte die Aktie des Stahlhändlers dann noch einmal in der Spitze mit fast 7 Prozent in die Tiefe. Als Grund für diese schwache Performance wurden aus Händlerkreisen angegeben, dass sich die UBS heute skeptisch zu der Entwicklung der Stahlpreise in den kommenden Monaten geäußert habe. Das Schweizer Geldhaus  geht davon aus, dass diese Entwicklung insbesondere bei Arcelor Mittal und Klöckner & Co. negative Spuren hinterlassen könnte, bewerten die Klöckner Aktie aber weiterhin mit einem Kursziel von 20,- Euro je Aktie, und empfehlen diese zum Kauf. Leider wurden diese Aussagen die ich nicht ganz nachvollziehen kann, nicht näher begründet. Ich halten den Abverkauf für völlig übertrieben, und habe heute eine ordentliche Portion Klöckner Aktien zu 15,65 Euro ins Musterdepot genommen..

Washington Mutual – weiter abwarten…

Es ist wieder deutlich ruhiger geworden um die Aktie von Washinton Mutual, nachdem bekannt wurde, dass die laufenden Untersuchungen nun doch deutlich länger dauern sollen als zunächst angenommen. Der Gerichtsprüfer Joshua Hochberg hat angekündigt, dass die Untersuchungen nun bis Ende Oktober fortgesetzt werden, und will das Ergebnis nun am 01. November präsentieren. Eigentlich sollten erste, vorläufige Ergebnisse der Untersuchungen schon am 7. September vorliegen. Kurzfristig orientierte Zocker waren enttäuscht, und wollten offenbar bis Anfang November nicht warten, bzw. einige Anleger dürften nun erst einmal abwarten ob zu dem neu angekündigten Termin nun tatsächlich etwas passieren wird bevor sie sich hier positionieren. Es sollte also spätestens Ende Oktober wieder etwas Bewegung in die Aktie kommen..

Es bleibt also alles erst einmal unverändert, der Zock dauert länger als erwartet, aber das sind die leidgeprüften Aktionäre ja bereits gewohnt. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass noch in diesem Jahr klar werden dürfte, ob die Spekulation auf mehrere Tausend Prozent aufgeht. Der Fall Washington Mutual ist sicherlich einmalig in der Börsengeschichte, somit besteht auch eine einmalige Chance auf einen für die Aktionäre positiven Ausgang. Normalerweise lasse ich mich nicht auf derartige Insolvenz-Zockereien ein, hier jedoch bin ich weiterhin der Meinung, dass es sich durchaus lohnen könnte ein Ende der Untersuchungen abzuwarten, und bereits heute mit einer kleinen Position investiert zu sein. Allerdings weise ich wie immer darauf hin, dass auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals hier jederzeit möglich ist.

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