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Pfleiderer AG – die wundersame Auferstehung einer Totgesagten

Es kam wie es kommen musste, oder zumindest sprach einiges dafür. Die Pfleiderer Aktie befindet sich seit gestern im Rallymodus, Noch am Montag munkelte man über eine mögliche Insolvenz des Unternehmens, seitdem konnte der Titel satte 55 Prozent zulegen. Was ist passiert? Unsere Vermutung, das es sich bei dem „Gemunkele“ um eine gezielt gestreute Ente handeln könnte, scheint nicht so falsch gewesen zu sein. Auch die massiven Probleme bei der weiteren Finanzierung des Unternehmens dürften nur eine Momentaufnahme sein, und wie gestern schon gesagt, ein unkooperatives Verhalten der finanzierenden Banken schlichtweg dumm. Da Banken aber meistens, bis auf ein paar Ausnahmen, alles andere als dumm sind gehen wir von einer baldigen Meldung der Refinanzierung bzw. Verlängerung der Kredite bei der Pfleiderer AG aus.

Die Aktie des Weltmarktführers konnte heute nicht nur bis 2,20 Euro ansteigen wie von uns im ersten Zuge vermutet, sondern auch die charttechnisch äußerst relevante Marke bei 2,53 Euro wieder überschreiten. Hier wurde nun sogar ein starkes Kaufsignal ausgelöst welches zunächst wieder bis in den Bereich von 3,15 Euro führen könnte. Hier verläuft aktuell die 30 Tage Linie. Wie gestern schon geschrieben geht es hier nicht um einen Insolvenzzock sondern viel mehr darum, dass das Unternehmen die zwar für einige Mitarbeiter schmerzlichen, aber offenbar notwendigen Weichen für die Zukunft gestellt hat. Dies sollte das Ergebnis in den kommenden Jahren deutlich positive beeinflussen. Ich freue mich für unsere Newsletter Leser die meiner Einschätzung vom Montag gefolgt sind! Dabei bleiben und Stopps nachziehen!

Q-Cells erinnert an Conergy…

Weiter abwärts heißt es insbesondere für die Q-Cells Aktie. Der Solarsektor ist immer noch deutlich unter Druck, allen voran die Aktie von Q-Cells. Manche Analysten prophezeien der Aktie nun schon ein künftiges Dasein als Pennystock wie beim Branchenkollegen Conergy. Das halte ich zwar für etwas übertrieben, aber man kann so etwas ja bekanntlich an der Börse niemals ausschließen. Die Aktie rutscht heute erneut um fast sechs Prozent ab und notiert nur noch bei 2,25 Euro. Damit liegen die nächsten Unterstützungen bei 2,14 und 1,80 Euro wenn man hier überhaupt noch von Unterstützungsmarken reden kann. Weiterhin würden wir die Finger von dem „Wert“ lassen, da ein Ende der Talfahrt weit und breit nicht in Sicht ist.

Die Q-Cells Aktie ist wohl ein weiterer trauriger Beweis dafür, das man sich niemals in eine Aktie verlieben sollte, auch wenn man von deren Story überzeugt ist. Noch vor drei Jahren notierte der Titel bei 80,- Euro. Für Anleger die dem Titel treu geblieben sind endet dieses Abenteuer wohl mit einem katastrophalen Verlust. Bei Kursen um die 1,80 Euro kann man als spekulativ orientierter Anleger hier eventuell mal ein Tänzchen wagen, und auf einen Rebound setzen, oder zumindest eine kurzzeitige technische Erholung…

Pfleiderer zurück auf zwei Euro, wie gehts weiter?

Pfleiderer Aktionäre hatten zuletzt nicht viel zu lachen. Der Kurs des Holzböden- und Spanplatten-Herstellers fiel in den letzten Tagen nahezu ins Bodenlose. Nachdem das Unternehmen die Schließung weiterer Werke bekannt gegeben hat, und die Finanzsituation des Konzerns immer noch ungeklärt zu sein scheint, trennten sich die Anleger reihenweise von ihren Papieren. Hinzu dürfte noch gekommen sein, dass letztlich wohl einige Stopp-Loss-Lawinen dadurch ausgelöst worden sind und der Aktienkurs bis auf das Sieben-Jahres-Tief bei 1,70 Euro fiel. Inzwischen konnte sich der Titel wieder deutlich von dem Schock erholen und steuert heute, nach einem erneuten Kursplus von fast 11,6 Prozent wieder die runde Marke von zwei Euro an. Wir hatten ja darauf hingewiesen, dass sich hier nun für mutige Investoren eine schöne Tradingchance ergeben könnte.

Mutige Anleger können sich also inzwischen wieder über Kursgewinne von 15 bis 20 Prozent in wenigen Tagen freuen. Die spannende Frage dürfte nun sein wie es hier nun weitergeht. Operativ sieht es immer noch düster aus bei Pfleiderer. Im dritten Quartal stieg der Nettoverlust auf 31,5 Millionen Euro von 21,8 Millionen im Jahr zuvor. Kein Wunder also, dass Pfleiderer auch für das Gesamtjahr mit roten Zahlen rechnet. Zudem kassierte Pfleiderer-Chef Hans Overdiek die Prognose für einen Nettogewinn für das kommende Jahr 2011.

Pfleiderer ist ein Traditionsunternehmen und Weltmarktführer in seinem Bereich. An eine drohende Insolvenz glaube ich nicht, dieses wäre auch äußerst dumm und schädigend für die finanzierenden Banken. Viel mehr gehe ich davon aus, dass eine sinnvolle Lösung bei der Refinanzierung gefunden wird, und die Restrukturierung des Konzerns letztlich zu einer deutlich gesteigerten Effizienz des Unternehmens für die Zukunft führen sollte. Wer genügend Geduld mitbringt kann hier langfristig schöne Gewinne erzielen,  aber bitte immer mit Stoppkursen arbeiten!

Was ist los bei Pfleiderer?

Die Pfleiderer Aktie stürzt heute erneut ab! Nach den jüngsten Nachrichten um die Werkschließungen, und vor allem die weiteren Unsicherheiten bezüglich der Finanzsituation des Weltmarktführers für Bodenbeläge sieht der Chart wirklich übel aus. Heute wurde mit 1,75 Euro das Sieben-Jahres-Tief erreicht. Ob sich die Aktie hier fangen kann bleibt ungewiss. Angeblich gab es heute eine Meldung über die Aussagen eines Mitarbeiters die ich hier nicht näher kommentieren möchte. Vielmehr möchte ich aber betonen, dass ich auf solche Gerüchte weder etwas gebe, noch diese irgendwo im Netz gefunden habe. Viel mehr kann ich mir vorstellen, das solche Aussagen gezielt gestreut werden um aus dieser Situation Kapital zu schlagen.

Im dritten Quartal stieg der Nettoverlust auf 31,5 Millionen Euro von 21,8 Millionen im Jahr zuvor. Kein Wunder also, dass Pfleiderer auch für das Gesamtjahr mit roten Zahlen rechnet. Zudem kassierte Pfleiderer-Chef Hans Overdiek die Prognose für einen Nettogewinn für das kommende Jahr 2011. Alles in allem also eher eine katastrophale Ausgangslage für einen Rebound der Aktie. Dennoch könnte sich hier eine kurzfristige Spekulation durchaus lohnen. Wie immer sei erwähnt, dass dies nichts für schwache Nerven ist, und man einen solchen Trade nur mit überschaubarem Kapital eingehen sollte. Sollten im Dezember weitere Hiobsbotschaften bei den Verhandlungen mit den Banken zu Tage treten sollte man sich wohl von der Aktie trennen. Kann Pfleiderer sich hingegen mit den Finanzinstituten einigen könnten die heutigen Kurse langfristig sehr interessant sein.

Roth und Rau springt wieder an!

Die Aktie von Roth und Rau springt wieder an! Nach dem meiner Meinung nach völlig übertriebenem Kursverlauf der letzten Wochen scheinen sich die Anleger nun wieder eines Besseren zu besinnen, und kaufen die Aktie. Charttechnisch ist die Aktie für kurz- bis mittelfristig orientierte Anleger nun wieder sehr interessant. Nachdem die Aktie heute zunächst im Minus eröffnet hatte, notiert diese nach dem Intraday Rebound inzwischen in der Spitze mit 5 Prozent im Plus. Die Umsätze in der Aktie ziehen wieder deutlich an…

Gestern schrieb ich hierzu: „Bei Roth Und Rau gehe ich davon aus, das wir das Tief bereits gesehen haben. Der Abverkauf war nach meiner Ansicht völlig übertrieben, dementsprechend sehe ich hier kurzfristig auch die besten Chancen auf einen Rebound. Heute wurden die Zahlen zum dritten Quartal noch einmal bestätigt, und brachten keine wirklich neuen Erkenntnisse. Technologisch ist das Unternehmen immer noch hochinteressant. Man arbeitet bei Roth und Rau derzeit an einer neuen Generation von Produktionsanlagen für Silizium-Solarmodule, die sich durch höhere Zelleffizienz und besseres Temperaturverhalten auszeichnet. Kann die Aktie in den nächsten Tagen wieder über 14,30 Euro ansteigen dürften Anschlusskäufe folgen, der Boden sollte wie gesagt bei ca 12,80 Euro nun gefunden sein.“

Pfleiderer stürzt nach Veröffentlichung der Quartalszahlen ab

Unser kurzer Tradingversuch bei Pfleiderer war schnell wieder vorbei. Zunächst konnten wir 12 Prozent Gewinn verbuchen, bis sich dieser schlagartig wieder in Luft auflöste. Die letzten Nachrichten über zwei weitere Werksschließungen des Spanplattenstandorts Ebersdorf und des Standorts Nidda für Mitteldichte Faserplatten haben den Kurs der Aktie endgültig zum Absturz gebracht. Heute veröffentlichte der Holzverarbeiter dann noch seine zahlen zum dritten Quartal. Demnach ist der Konzern noch deutlich tiefer in die roten Zahlen gerutscht als diese befürchtet worden war.

Der Quartalsverlust erhöhte sich auf 28,5 Mio EUR nach einem Minus von 17,6 Mio EUR im Vorjahr. In den nordamerikanischen Märkten sei die von allen Experten prognostizierte Erholung der Wirtschaft nicht eingetreten. Und in Westeuropa leide die Ertragskraft unter strukturellen Überkapazitäten, hieß es in der Erklärung. Die Unternehmensführung geht weiterhin davon aus, dass das zweite Halbjahr stärker als das erste sein wird. Für das Gesamtjahr wird ein Umsatz von rund 1,5 Mrd EUR erwartet, sowie eine deutliche Verbesserung des Geschäftes im Jahr 2011. Dem Kurs halfen diese Zusagen heute nicht. Mit einem satten Minus von erneut über 20 Prozent notiert die Aktie heute um fast 40 Prozent niedriger als noch am Montag.

Goldman Sachs, neue Einschätzungen zu Nordex und Vestas Wind Systems

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie von Vestas Wind Systems leicht von 260 auf 240 dänische Kronen gesenkt,die Einstufung aber weiterhin auf „Buy“ belassen. Zwqar sei man mit der Einschätzung zum Windenergiemarkt in den USA weiterhin vorsichtig, jedoch werde dessen Schwäche wohl durch das Wachstum in anderen Ländern mehr als kompensiert. Die Aktie des dänischen Windkraftanlagenbauers Vestas bleibe, dank seiner technologischen und industriellen Marktführerschaft, der bevorzugte Wert im Sektor. Die Aktie von Nordex hingegen wurde von Goldman Sachs von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft und das Kursziel von 9,00 auf 5,30 Euro noch einmal deutlich reduziert. Beim deutschen Windkraftanlagenbauer Nordex monierte das Analystenhaus die zu hohen Markterwartungen. Man darf also gespannt sein wie sich die beiden Aktien heute entwickeln werden. Bei Nordex wurde bereits gestern die wichtige 6,- Euro Marke getestet, am morgigen Donnerstag kommen die Zahlen zum abgelaufenem dritten Quartal. Bei Vestas hingegen zeichnet sich der Turnarround ab. bereits in den letzten beiden Handelstagen konnte die Aktie wieder etwas zulegen.

Wann notiert die Washington Mutual Aktie bei null?

Ich melde mich noch einmal zur WaMu Aktie zu Wort, da ich am Wochenende viele Anfragen diesbezüglich bekommen habe. Es gibt immer noch einige Marktteilnehmer die hier an einen positiven Ausgang glauben, und einige die trotz eines herben Verlustes ihre Stücke weiter halten wollen. Grundsätzlich spricht vielleicht nichts dagegen, wenn man die Positionsgröße so gewählt hat, dass ein Totalverlust zu verschmerzen ist. Wenn man also ursprünglich hier mit sagen wir mal 500,- Euro investiert war und die Position nun nur noch 200,- Euro wert ist, kann man diese vielleicht als eine Art Lotto-Dauerschein betrachten, und hoffen, dass letztendlich dann doch noch etwas positives für die Aktionäre dabei herauskommt.

Wenn man allerdings ernsthaft in diese Story investiert hatte, die nun nicht aufgegangen ist sollte man wohl eher den konsequenten Weg gehen und die Verluste realisieren. Auch ich war hier investiert, habe mich aber in der letzten Woche für einen Verkauf zu sieben US- Cent entschieden. Damit wurde ein Verlust von ca 50% realisiert, was ich persönlich in Anbetracht der Nachrichtenlage als durchaus gutes Ergebnis bezeichnen würde…Ich gehe bei WaMu nun davon aus, dass der Kurs eines schönen Tages wohl vom Handel ausgesetzt werden dürfte, und die Aktie danach auch nie wieder handelbar sein wird. Die Restbestände werden wohl als Depotleiche noch mehrere Jahre in einigen Depots schlummern, und irgendwann wird keiner mehr so genau wissen worin die Phantasie bei diesem Wert damals bestanden hat.

Vielleicht wird die Aktie also zu Lebzeiten niemals bei Null notieren, das hilft aber an diese Stelle eher wenig. Kurzfristig kann sich ein Zock mit Washington Mutual Aktien sogar noch einmal lohnen, das Risko das die Aktie vom Kurszettel verschwinden wird ist aber unkalkulierbar hoch. Für mich bleibt das Fazit…es war schön dabei gewesen zu sein, und ich drücke allen noch investierten die Daumen für die Zukunft! In den nächsten Wochen wird aller Voraussicht nach dem vorliegenden Sanierungsplan durch JP Morgan zustimmen. Und der bedeutet dann wohl das finale „Aus“ für die WaMu-Aktionäre.

YRC Worldwide, „YES“- Restrukturierung steht, Aktie legt deutlich zu

In der dritten Abstimmungsrunde gaben die Mitarbeiter der Union YRC Worldwide Inc. am Wochenende Ihre Zustimmung zur Umstrukturierung, des durch die Finanzkrise ins Trudeln geratenen Transportkonzerns YRC Worldwide. Die Gewerkschaft „International Brotherhood of Teamsters“ berichtete am Samstag, dass 62 Prozent der Stimmen ihrer Mitgliedern mit „Yes“ für einen entsprechenden Restrukturierungsplan des Unternehmens abgegeben wurden. Die künftigen Einsparungen umfassen dabei in erster Linie Reduktionen beim Gehalt und den Rentenbezügen der Angestellten bis zum Jahr 2015. Die Gewerkschaft, die rund 25.000 Beschäftigten repräsentiert, berichtete weiter, dass rund 67 Prozent der Arbeitnehmer ihre Stimme abgegeben haben.

Durch die neue Vereinbarung wird das Unternehmen geschätzte 350.000.000 $ pro Jahr, oder 7,30,- $ je Aktie einsparen können. „Wir wissen, dass unsere Mitarbeiter im Zuge dieses Umstrukturierungsplans große Opfer bringen. Die letzte Zeit war sehr schwierig für unsere Mitglieder und deren Familien, wir alle haben in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten mitgemacht“,  sagte Tyson Johnson, Direktor der Teamsters National Freight ,in einer Pressemitteilung. „Allerdings sind wir davon überzeugt dieser Plan die einzige Hoffnung für die Rettung der Jobs unserer Mitglieder darstellt.“

Diese neuen Regelungen beim Arbeitsvertrag dürften nun mittelfristig zu einer verbesserten, marktorientierten, und  wettbewerbsfähigen Kostenstruktur sowie eine verbesserte Effizienz, bei YRCW führen, um den Anforderungen des heutigen Verkehrs-und Supply-Chain-Kunden zu erfüllen“, YRC COO Mike Smid sagte auf der Unternehmenswebsite Website. „Angesichts der Fortschritte, die wir in den letzten beiden Quartalen vorgenommen haben, bietet dieser neue Tarifvertrag eine tragfähige Grundlage für langfristiges Wachstum.“

Das Abstimmungsergebnis ist für das Unternehmen extrem positiv zu sehen, dementsprechend steigt der Kurs heute bereits in Deutschland um über 30 Prozent. Die Mitarbeiter, die bislang deutlich übertariflich bezahlt wurden sind nun, nach der Reduktion ihrer Gehälter um ca. 15 Prozent auf landesüblichem Niveau angelangt. Die übertarifliche Bezahlung aus den fetten Jahren des Konzerns wurde für 3 Jahre auf Eis gelegt, was dem Unternehmen genügend Zeit geben sollte wieder an die alten Erfolge anknüpfen zu können, und sich entsprechende Marktanteile für die Zukunft zu sichern. Damals stand der Aktienkurs noch bei über 1.000,- Dollar, ob diese jemals wieder erreicht werden ist fraglich, es besteht nun aber wohl eine durchaus berechtigte Chance auf ordentlich zweistellige Kurse… Man darf gespannt sein wie die Amerikaner heute Nachmittag diese guten Neuigkeiten interpretieren werden.

Der Washington Mutual Zock geht in die entscheidende Phase

Am Montag ist es nun endlich soweit, Der unabhängige Prüfer Joshua Hochberg will die Ergebnisse seiner wochenlangen Prüfungin Sachen Washington Mutual vorlegen. Demnach könnte sich bereits am Montag entscheiden, ob Hochberg gewisse Unregelmäßigkeiten bei der Übernahme der ehemals größten Sparkasse der USA durch JP Morgan finden konnte, oder eben nicht. Natürlich wird das Ergebnis seiner Arbeit dann auch unmittelbar nach der Veröffentlichung im Aktienkurs zu finden sein. Sprich Totalverlust oder ordentlicher Kursaufschlag!

Sollte aus dem Bericht klar hervorgehen, dass bei der damaligen, und vielleicht deutlich überhasteten, Zerschlagung des Konzerns Fehler gemacht wurden, und der Kaufpreis den JP Morgan gezahlt hat deutlich zu niedrig für den damaligen Firmenwert gewesen ist, stehen die Chancen nicht schlecht, für eine entsprechende Abfindung der Aktionäre. Vorerst dürfte damit der Sanierungsplan den JPM vorgelegt hat wohl bis zur endgültigen Klärung des Sachverhaltes dann nicht umgesetzt werden. Die Aktionärsvertreter könnten die Klage auf entsprechende Ausgleichszahlungen in Milliardenhöhe somit weiter verfolgen.

Wie auch immer dieses Spiel nun ausgeht, Montag dürfte wohl einer der spannendsten Tage in der WaMu-Story sein. Wenn man dabei sein möchte sollte man hier, wie schon mehrfach erwähnt, nur Spielgeld investieren, dessen Totalverlust man auch verkraften kann, oder Sie gehen lieber ins Spielcasino 😉

TradingUpdate Porsche

Sowohl die drohende Klagewelle aus den USA und Deutschland, wegen der gescheiterten VW Übernahme, als auch die unüberschaubaren steuerlichen Ergebnisse einer Übernahme durch VW belasteten in der letzten Handelswoche den Porsche Aktienkurs. Des weiteren waren die Anleger über die geplante Kapitalerhöhung bei dem Sportwagenbauer nicht amüsiert. Vom Zwischenhoch bei 43,- Euro ist die Aktie nun inzwischen wieder deutlich auf 37,60 Euro zurückgefallen. Für Anleger die langfristig an die Porsche Story glauben, und Ihre Stoppkurse entsprechend weit platziert haben, war die abgelaufene Börsenwoche wohl einmal mehr extrem frustrierend.

Porsches Schicksal ist inzwischen unumstößlich mit dem Mutterkonzern VW verbunden. Irgendwann werden wohl die heutigen Porsche Aktien in VW Aktien umgetauscht werden, wenn es zu einer kompletten Übernahme der Zuffenhausener kommt. Zu welchem Umtauschverhältnis, und vor allem wann dies passieren kann, weiß wohl derzeit niemand so genau. Die Gerüchte über eine möglicherweise ins Jahr 2015 verschobene Fusion der beiden Konzerne hat in der letzten Woche noch einmal für weitere Verunsicherung gesorgt. Das ängstliche Verhalten bei den Porsche Aktionären ist momentan auf Grund der geballten Nachrichtenlage durchaus verständlich, dennoch waren die meisten Fakten schon länger bekannt, und der Kursverlauf dürfte deutlich übertrieben sein.

Zahlreiche Herabstufungen von Analysten sorgten dann ebenfalls für weiteren Abgabedruck bei der Porsche Aktie, wobei man hier ganz klar festhalten sollte, dass die Kursziele nahezu aller Analysten deutlich über dem aktuellen Kurs liegen! Durchschnittlich geht die Analystenzunft immer noch von Kurszielen zwischen 41,- und 44,- Euro in nächster Zeit aus.

Ende November sollen die Porsche-Aktionäre auf einer Hauptversammlung einer Kapitalerhöhung von bis zu 5 Milliarden Euro zustimmen. Mit dem Geld soll der Schuldenberg der Porsche Holding gesenkt werden. Dieser beläuft sich aktuell auf 6 Milliarden Euro. Der Mutterkonzern VW hat in den ersten neun Monaten satte 4 Milliarden Euro verdient, und stärkt zunehmend seine Kapitalsituation. Auch eine Komplettübernahme der Porsche AG sollte bei weiter steigendem Umsatz und Gewinn im Gesamtkonzern somit zumindest finanziell kein größeres Problem für VW darstellen. Operativ ist auch Porsche wieder gut im Geschäft. Die letzten Quartalsberichte haben deutlich gezeigt, dass der aktuelle Modellmix bei den Kunden sehr gut ankommt.

Mein Fazit ist somit zum jetzigen Zeitpunkt, dass die Porsche Aktie eine Halteposition ist. Fundamental betrachtet dürfte die Aktie deutlich zu billig sein. Auf Grund der Unsicherheiten drängt sich ein Kauf derzeit nicht auf. Wer langfristig in eine der interessantesten Storys im Automobilsektor investieren will sollte unbedingt dabei belieben. Charttechnisch könnte der Boden nun wieder erreicht sein. Um die Marke von 36,50 Euro befindet sich ein starke Unterstützung. Kann die Porsche Aktie allerdings in den kommenden Tagen wieder nach oben drehen und über 39,- Euro schließen, bleibt 44,- Euro das nächste Ziel.

YRC Worldwide, YRCWD – jetzt gehts in die heiße Phase!

Bei YRC Worldwide geht die Neuordnung des Konzerns weiter voran. Die Aktien der nordamerikanischen Speditionsfirma mit dem neuen Kürzel YRCWD, notierten gestern 15 Cent oder 3,64 %, höher bei 4,27 Dollar nachdem das Unternehmen gestern Morgen angekündigt hatte eine weitere Etappe des Sanierungsplans umgesetzt zu haben. Demnach konnten kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 325 Millionen Dollar, die bereits zum 26. Oktober fällig geworden wären, erfolgreich umgeschuldet werden. Die sogenannten Asset-Backed Securities werden nun erst zum 19. Oktober nächsten Jahres fällig. ABS Anlagen haben typischerweise eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Diese Maßnahme ist somit eine weiterer Meilenstein für das Unternehmen und bringt wiederum Zeit den Konzern wieder auf den richtigen Weg zu bringen.

Es dürfte nun langsam in die „heiße Phase“ für die YRCW Aktionäre gehen. Die Abstimmung mit der Trucker.Gewerkschaft Teamster ist bereits am 28.Oktober anberaumt. An diesem Tag dürfte sich wohl die weitere Zukunft des Unternehmens maßgeblich entscheiden. Fällt das Voting im Sinne des Unternehmens aus, könnten hier kurzfristig wohl ordentliche Gewinne in der Aktie möglich sein. Sollte sich die YRCW Führung aber nicht auf die für das Unternehmen nötigen Lohn- und Pensionskürzungen einigen können, bleibt die Lage weiter deutlich angespannt. Für YRC Worldwide geht es um jährliche Einsparungen in Höhe von ca 350 Millionen Dollar, oder 7,30 Dollar je Aktie.

Am 05.November will das Unternehmen dann die endgültigen Zahlen für das abgelaufene dritte Quartal bekannt geben. Bereits am 19.Oktober wurden die Vorabzahlen veröffentlicht. Demnach lag das Ebitda bei 42 bis 46 Millionen Dollar, was nochmal einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem vorangegangenen Quartal entspricht. Der Umsatz hingegen blieb leicht hinter den Erwartungen zurück und lag mit 1,13 bis 1,14 Milliarden Dollar etwas unter dem Vorjahresniveau von 1,2 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis bleibt vorerst negativ mit minus 18 bis 22 Millionen Dollar. Wesentlich interessanter dürfte aber wohl der Ausblick des Unternehmens auf das vierte Quartal und das kommende Geschäftsjahr sein. YRCWD bleibt eine der spannendsten Rebound Storys der letzten Jahre, wir bleiben auf jeden Fall dabei.

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