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Das nächste Schweinchen heißt… Thielert

Das nächste Schweinchen heißt Thielert… passend zu meinem gestrigen Artikel …„Solon, Vivacon, Pfleiderer welches Schweinchen hätten Sie gerne?“ muss ich jetzt wohl eine tägliche „Schweinchen Kolumne“ daraus machen. Nicht nur wegen der großen Resonanz auf den Artikel, sondern viel mehr weil sich nun jeden Tag ein solches Schweinchen, dass von ertragsorientierten Schweinehirten durchs Dorf getrieben wird, finden lässt. Gestern im späten Handel haben sich diese Hirten nun auf den Flugzeugmotoren-Hersteller Thielert gestürzt und den Kurs kräftig angetrieben. Wohlgemerkt ohne irgendwelche neuen Nachrichten oder fundamentalen Begründungen. Über 30 Prozent konnte das eigentlich insolvente Unternehmen gestern an Wert zulegen. Respekt!! Das hatten wir doch bereits vor einigen Wochen schon mal bei Thielert, doch offenbar gibt es immer wieder neue Anleger die das Spiel mitmachen.

Oder es sind gar die alten die sich bereits beim letzten Mal die Finger verbrannt haben und nun Ihr Geld zurück haben wollen. Das wäre allerdings noch dümmer! Nun ja ich orakle mal das neue Spiel „Schweinchenrennen“ wohl wie beim letzten Mal für die meisten Anleger nicht gut ausgehen wird…wünsche aber allen Investierten trotzdem viel Glück! Für mich ist dies ein weiteres untrügerisches Zeichen dafür, dass wir uns am Ende der aktuellen Aufwärtsbewegung befinden. Die Gier bremst den Verstand, und es scheinen wieder verstärkt unerfahrene Anleger am Markt zu agieren, die das Spiel gegen die erfahrenen Schweinchenhirten immer wieder verlieren werden…

Solon, Vivacon, Pfleiderer – welchens Schweinchen hätten Sie gerne?

Es scheint bald wieder soweit zu sein. Jedes mal gegen Ende einer längeren Aufwärtsbewegung an den Börsen werden noch schnell ein paar Säue durchs Dorf getrieben. Diese „Säue“ heißen in den letzten Tagen unter anderem Solon, Vivacon, und  Pfleiderer, über die wir ja auch zuletzt berichtet hatten. Die Kursverläufe dieser Aktien sind mit normalen, fundamental begründeten, Argumenten wohl nicht zu erklären. Bei Vivacon hatten Anleger auf eine deutliche und nachhaltige Wende des operativen Geschäftes im Vorfeld der gestern veröffentlichten Zahlen gesetzt, und wurden enttäuscht. Das kann man noch irgendwie nachvollziehen, auch wenn der vorangegangene Kursanstieg von ca. 100 Prozent bei einem Fast-Pleite-Unternehmen etwas heftig erscheint. Die Pleite sei nun abgewendet hieß es in der Presse, einen echten Beweis dafür konnte das Unternehmen mir persönlich mit dem Zahlenwerk aber nicht liefern.

Bei der arg gebeutelten Pfleiderer AG  sehnen sich die Anleger nach Rettung und der Hoffnung auf bessere Zeiten. Gestern konnte die Aktie um 16 Prozent zulegen und rettete somit das Chartbild vorübergehend. Zuvor sah eher alles nach einem Absturz in Richtung einem Euro aus. Ob diese neu eingeschlagene Richtung nun beibehalten werden kann darf zumindest bezweifelt werden. Die gestrige Meldung, dass man nun den Sanierungsspezialisten Hans Joachim Ziems für eine Restrukturierung des Konzerns gewinnen konnte ist sicherlich positiv zu werten. Ob sich hier nun allerdings schnelle Erfolge einstellen werden..? Ich bin gespannt! Normalerweise ist ein beliebter Spruch bei Sanierern „Erstmal wird alles noch viel schlimmer, bevor es dann besser wird.“

Nüchtern betrachtet befindet sich der Aktienkurs aktuell in einer Trading-Range zwischen 1,25 und 1,78 Euro und steht ziemlich genau in der Mitte dieser. Die nächsten Handelstage werden zeigen welche dieser Marken erreicht werden soll. Man sollte beachten, dass die gestrigen Umsätze in der Aktie nicht allzu hoch waren, und auch die Positionsgrößen eher darauf schließen lassen, dass hier verstärkt Trader, und nicht etwa Großinvestoren, am Werk sind.

Das heftigste Beispiel für die Sau-durchs-Dorf-Theorie lieferte gestern wohl die Solon Aktie. Das Unternehmen hat nach wie vor die gleichen Probleme wie vorher! Der Aktienkurs legte gestern noch einmal um satte 42 Prozent zu, nachdem die Aktie seit dem 04.02 bereits kräftig gestiegen ist. Inzwischen hat sich der Aktienkurs nun mehr als verdoppelt. Erstaunlich dabei ist nicht unbedingt die Tatsache an sich, sondern viel mehr die Dynamik mit der dies passiert. Die Kursbewegung deutet also eher auf einen Short Squeeze hin. Nachrichten die diesen Kursverlauf wirklich begründen würden gibt es nicht. Ich hatte ja bereits mein Unverständnis darüber geäußert. Wie auch immer, für diejenigen die dabei waren freut es mich, aber bitte daran denken auch irgendwann wieder ab zuspringen! Solon könnte aus charttechnischen Gründen noch bis 6,- Euro steigen, und wäre spätestens dann für mich persönlich wohl eher ein außerordentlich interessanter Short-Kandidat. Mal schauen wer das nächste Schweinchen wird…

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Sonnenaufgang bei Solarworld, Q-Cells, Roth & Rau, Solon und Centrotherm?

Die Aktien der Solarbranche sind heute kräftig angesprungen. Mit Kurszuwächsen von teilweise über zehn Prozent melden sich Solarworld, Q-Cells sowie Roth & Rau zurück. Die Solon Aktie kann sich mit fast sieben Prozent Kursgewinn ebenfalls wieder deutlich von den Tiefstständen absetzen. Was ist passiert? Eine wirklich nachvollziehbare Meldung ließ sich heute nicht finden. Marktforscher von IMS Research prognostizieren der Solarbranche im abgelaufenen Geschäftsjahr eine installierte Leistung von 17,5 Gigawatt, was einem Zuwachs von ca. 130 Prozent gegenüber 2009 bedeuten würde. Für das Jahr 2011 rechnen die Fachleute nun mit 20,5 Gigawatt und bis zum Jahr 2014 hält man bei IMS sogar eine jährliche Installation von 34 Gigawatt für möglich.

Soweit so gut, Prognosen sind eine feine Sache wenn Sie denn so eintreffen..Die Vorhersage ist ambitioniert, und sagt wenig über die dabei erzielten Gewinn einzelner Unternehmen aus, sorgte jedoch heute offenbar für ungezügelten Optimismus bei den Anlegern. Warum ausgerechnet die deutschen Solartitel von einer solchen Meldung so stark profitieren ist mir persönlich etwas schleierhaft. Viel mehr sollten eigentlich heute die chinesischen Solarwerte im Fokus der Anleger stehen. Diese verhalten sich jedoch mit moderaten Zugewinnen von 3 bis 4 Prozent relativ ruhig, was sich allerdings heute noch ändern könnte. Das sieht für mich – zumindest was die deutschen Solaraktien angeht – viel mehr nach einer technischen Reaktion, nach den starken Kursverlusten der letzten Wochen und Monate, aus und weniger nach einer fundamental begründeten Rallye.

Man ist wohl gut beraten hier nicht allzu euphorisch zu werden. Der Gesamtmarkt befindet sich inzwischen auf einem kritischen Niveau und ist längst überfällig für eine Korrektur. Sollte diese kommen sind es genau die oben erwähnten Titel die wieder überproportional verlieren werden.  Mir ist durchaus bewusst, dass ich mit dieser Meinung relativ alleine dastehe, aber es kann sicherlich nicht schaden diesen Gedanken im Hinterkopf zu behalten. Nicht zuletzt die vielen Nachrichten in den Medien über die „heile Börsenwelt“ und die nun anstehende gigantische Hausse sollten den aufgeklärten Trader etwas skeptisch stimmen…Bleiben Sie vorsichtig!

Solar Millennium vor Gap Close?

Ähnlich kritisch wie bei SMA Solar sieht derzeit der Chart bei der Aktie von Solar Millennium aus. Zwar konnte das Unternehmen in den letzten Wochen wieder mit deutlich besseren Meldungen als noch Anfang 2010 das Vertrauen bei den Anlegern wieder etwas stärken. dennoch bleibt ein fader Beigeschmack nach dem ganzen Hickhack. Wir haben uns damals entschlossen bei Kursen um die 20- Euro aus der Aktie aus zusteigen bis das Management das Unternehmen wieder auf Kurs gebracht hat. Trotz aller positiver Meldungen über die Projekte in den USA, Spanien und Ägypten bleiben wir vorsichtig. Letztlich müssen die Zahlen zeigen ob es sich hier um ein gutes Investment handelt. Weiter gehört, zumindest für uns, sicherlich auch eine transparente Informationspolitik zu den Erfolgsfaktoren eines Investments.

Zurück zum Chart… inzwischen haben sich einige Analysten nicht mehr ganz so optimistisch über die zu erwartende Entwicklung der Aktie geäußert. Dies hat natürlich noch zusätzlich auf den Kurs der Solar Millennium Aktie gedrückt. Die Aktie notiert nun bei ca 18,80 Euro und damit nur noch leicht über der kritischen Marke von 18,50 Euro. Sollte diese Marke also nun unterschritten werden ist ein Gap Close der Ende Oktober gerissenen Kurslücke wohl sehr wahrscheinlich. Dies dürfte dann zumindest einen kurzzeitigen Abverkauf unter die Marke von 17,20 Euro zur Folge haben. Die nächste Unterstützung für die Aktie liegt dann bei ca. 16,40 Euro. Zusammenfassend dürften hier die Risiken momentan die Chancen überwiegen. Für Trader kann sich aber in den kommenden Tagen eine interessante Rebound – Chance bieten.

Thielert – doch nur heiße Luft?

Die Aufregung vor ein paar Wochen war groß, der Thielert AG wurde durch die Aussagen des Insolvenzverwalters neues Leben ein gehaucht. Der Aktienkurs explodierte um mehrerer hundert Prozent und fiel dann erwartungsgemäß wieder in sich zusammen. Heute notiert der Aktienkurs der Thielert AG wieder bei ca 0,60 Euro, und ich würde sagen da ist noch etwas „Luft“ nach unten. Bereits in unserer letzten Prognose über den Aktienkurs des Flugzeugmotorenbauers haben wir darauf hingewiesen, dass es hier auch ganz schnell wieder abwärts gehen wird da es sich offensichtlich um eine Verwechslung der AG und der Thielert GmbH handelt. Sollte also in Kürze ein Investor für die GmbH gefunden ist es derzeit noch völlig unklar ob, und in wie weit, die AG und damit deren Aktionäre davon profitieren werden.

Die Thielert Aktie ist ein reines Zockerpapier, das sollte jedem klar sein der darüber nachdenkt hier zu investieren. Ich persönlich halte die Wahrscheinlichkeit, dass der Aktienkurs demnächst wieder da landet wo er hergekommen ist, nämlich bei 25 Cent, für wesentlich größer als einen weiteren starken Kursanstieg. Wer dann zu dem ursprünglichen Aktienkurs vor dem letzten Anstieg auf die Wiederauferstehung der Thielert AG setzen möchte, und etwas Zeit mitbringt, kann dies zu kleinem Geld und mit einem überschaubaren Betrag tun. Sollte es dann doch noch irgendwann zu einer Fortführung des eigentlich interessanten Geschäftsmodells in der AG oder einer lukrativen Veräußerung von Geschäftsteilen kommen, könnte sich dies auch auszahlen, die letzten Nachrichten sprechen aber nicht unbedingt für dieses Szenario.

Solarhybrid AG liefert pünktlich!

Die solarhybrid AG, ein führender Lösungsanbieter für Solarstrom und Solarwärme gab heute bekannt, dass man trotz extremer Witterungsbedingungen den Zeitplan für die Errichtung des  Solaris 8 Projektes mit einer Nennleistung  von 7,5 MW eingehalten hat. Das bislang größte Kraftwerk in Thüringen wurde planmäßig übergeben und ist seit am 30. Dezember 2010 am Netz. Auftraggeber war die Solaris Kraftwerke GmbH. Weiter wurde bekannt, dass drei weitere Solarkraftwerke in Sachsen mit einer Nennleistung von zusammen 4,2 MW pünktlich zum Jahresende an Solaris übergeben wurden. Die planmäßige Erstellung belegt die hohe und verlässliche Leistungsfähigkeit der Solarhybrid AG auch unter extremen Bedingungen.

Mit der heutigen Meldung sollte auch wieder etwas mehr Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Unternehmens zurückkommen. Der Aktienkurs der Solarhybrid AG dürfte in den kommenden Wochen wieder deutlich anspringen. Weitere Großkraftwerke mit einer Nennleistung von 17,3 MW befinden sich in in Kürze in der Region Piemont in der Umsetzung. Der Baubeginn ist nun für Mitte Januar 2011 vorgesehen. Wir bleiben auf jeden Fall dabei, und gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr deutlich zweistellige Kurse bei der Aktie sehen werden. Wie schon geschrieben…wenn es der Unternehmensführung gelingt die Prognosen einzuhalten dürfte die Solarhybrid AG an der Börse deutlich unterbewertet sein.

Trading Update Deutsche Börse, Deutsche Bank, VW und Porsche

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und man kann eine gewisse Müdigkeit bei den Akteuren an den weltweiten Börsen feststellen. Trotz der überaus guten Vorgaben, dem eher verhaltenen Hexensabbat und dem erneut positiven ifo-Index konnte der DAX die 7.000er Marke zunächst nicht verteidigen. Auch ich hatte mich eher auf ein beschauliches Jahresende eingestellt, jedoch gibt es ein paar Ereignisse die mich nun veranlassen wieder kurzfristig in den Markt einzusteigen. Die offenen Position bei der Deutschen Börse AG läuft nach wie vor planmäßig und gut. Der Wert hat einfach Nachholpotenzial und unser erstes Kursziel bei 53,20 Euro wurde noch nicht erreicht, wenn auch nur knapp. Das Tageshoch am Freitag lag bei 52,80 Euro. Kann die Aktie der Deutschen Börse AG in den kommenden Tagen über 53,20 Euro schließen erhöht sich das Kursziel automatisch auf 55,50 Euro und 58,- Euro.

Bei der Deutschen Bank Aktie scheint nun der Turnarround geglückt zu sein. Die 40,- Euro Marke wurde in der abgelaufenen Woche bereits wieder getestet, konnte aber noch nicht nachhaltig wieder überschritten werden. Ich bin mir nahezu sicher, dass Kurse unter 40,- Euro nun aber schnell der Vergangenheit angehören werden. Zum einen spricht der Chart eine deutliche Sprache, sprich das kürzlich erzeugte Kaufsignal ist weiterhin aktiv, und zum anderen wurden am Freitag in der Xetra Schlussauktion satte 13 Millionen Stücke gekauft!!! Hier ist ein starker Käufer dran, bzw. eventuell wurde auch ein große Shortposition eingedeckt. Das Schlimmste sollten Deutsche Bank Aktionäre nun erst einmal überstanden haben, wenn keine neuen Horrormeldungen aus Euroland kommen. In jedem Fall sind diese Umsätze bemerkenswert und einen Trade auf der Long-Seite wert.

Die Aktien der Autobauer sind in den letzten beiden Handelstagen deutlich zurück gekommen. Gewinnmitnahmen zum Jahresende nach der herausragenden Performance dieser Titel sind normal und sollten nicht weiter beunruhigen. Aber dies war auch ein Grund warum ich mich Anfang der letzten Woche erst einmal für einen Ausstieg entscheiden habe, da ich den Verfallstag abwarten wollte. Die Aktien von VW und Porsche sind nun schneller auf ein erneutes Kaufniveau zurückgekommen als angenommen. Konsequenter Weise baue ich nun bereits wieder erste Positionen bei Volkswagen und Porsche auf. An der fundamentalen Situation hat sich nichts geändert, das sieht auch die Analysten-Gilde so, die zuletzt noch einmal die Kursziele für für die beiden Autobauer deutlich angehoben hat.

Die kommenden drei Wochen sind zwar traditionell sehr umsatzschwach, gehörten aber in den letzten beiden Jahren bereits zu den lukrativsten des gesamten Jahres, mal schauen ob das in diesem Jahr auch wieder so ist. Sollte sich hier eine positive Entwicklung abzeichnen werde ich weiter aufstocken, und drei sehr interessante Aktien u.a. aus dem Rohstoffsektor hinzukaufen. Welche dies sein werden lesen Sie in den kommenden Tagen im Blog.

Noch ein kleiner Tipp zum Jahresende: Im kommenden Jahr wird wiedermal alles teurer, ob Gas, Strom oder die privaten Krankenversicherungen und die Kfz- Versicherung, Sie sollte noch dieses Jahr die Weichen stellen um dauerhaft einen ordentlichen Betrag jährlich einzusparen. Ich habe gerade mal wieder einige Anbieter gewechselt, und satte 2.200,- Euro jährlich eingespart. Einen Betrag in ähnlicher Höhe konnte ich bereits im vergangenen Jahr durch den Wechsel des Gasanbieters und der Kfz-Versicherung einsparen. Bei Beitragserhöhungen haben Sie in jedem Fall immer ein Sonderkündigungsrecht, und müssen keine Fristen abwarten!! Hier gehts zum Vergleichsrechner..probieren Sie es aus!

Was ist los bei VW, Porsche, BMW und Daimler?

Die Aktien der Autobauer haben einen langen Anstieg hinter sich, und viele Anleger dürften in den vergangenen Wochen ordentliche zweistellige Renditen auf Ihre Investments in die deutschen Automobilbranche erwirtschaftet haben. Heute stehen die Aktien von VW, Porsche, BMW und Daimler unter Druck, nachdem sich bereits gestern im Tagesverlauf angekündigt hatte, dass hier Gewinnmitnahmen erfolgen könnten. Diese fielen aber heute teilweise überaus heftig aus und schickten die deutschen Zykliker zunächst einmal kräftig um bis zu sieben Prozent in den Keller. Wie immer an solchen Tagen neigt der Markt zu Übertreibungen, was natürlich umso ärgerlicher ist wenn man den Stopp relativ weit gewählt hat, und dann letztlich doch ausgestoppt wird.

Auch wir mussten uns somit heute morgen von unseren Positionen kurzzeitig trennen. Diese haben wir aber bereits fast vollständig und deutlich tiefer heute wieder zurück gekauft. An unserer Einschätzung zu der Branche und deren Aussichten für das kommenden Geschäftsjahr hat sich nichts geändert. Einen kleinen Wermutstropfen gab es aber dann doch, Ein möglicher Grund für den heutigen Kursverlauf der Automobilaktien dürfte auch eine Nachricht aus China gewesen sein. Berichten zufolge will die Regierung in Peking ab dem kommenden Jahr Kaufanreize für Autos in Form von Mehrwertsteuernachlässen streichen,außerdem munkelt man dass nur noch ein Auto pro Haushalt erlaubt sein dürfe.

Natürlich sind das keine besonders guten Nachrichten aus dem Hauptabsatzmarkt der deutschen Premium-Hersteller, sollten sich die Gerüchte bewahrheiten. Dennoch dürfte auch dann noch genügend Bedarf in China für die Autos von VW, Porsche, BMW und Daimler übrig sein um die Nachfrage weiter anzukurbeln. Die heutigen Abschläge sehen wir vor allem technisch bedingt. Noch ist unklar, ob und in welchem Umfang Vergünstigungen in China überhaupt gestrichen werden. Die VW Aktie hat heute den langfristigen Aufwärtstrend noch einmal getestet, und somit nach dem starken Anstieg etwas Luft abgelassen. Hier sollte nun das Fundament für einen weiteren Anstieg gelegt worden sein..

Thielert – es kam so wie es kommen musste..

Die Thielert Aktie ist nach dem heftigen Kursanstieg der letzten Tagen wieder in sich zusammen gesackt. Alleine heute verzeichnete die Aktie des Herstellers von Kleinflugzeugmotoren, der vor knapp drei Jahren in die Insolvenz ging einen satten Abschlag von 45 Prozent. Damit notiert der Titel wieder deutlich unter der Marke von einem Euro. Der Insolvenz Zock scheint also wiedermal fürs Erste vorbei zu sein. Phantasie kam zuletzt in die Aktie die innerhalb der letzten 10 Handelstage von 0,25 auf 1,75 Euro gestiegen ist durch die Meldung des Insolvenzverwalters, dass man gute Chancen sehe in Kürze einen Großinvestoren zu finden um das Geschäftsmodell wieder neu aufleben zu lassen. Bisher gab es aber noch keinerlei konkrete Meldungen über mögliche Interessenten.

Die Aktie dürfte nun wieder auf mindestens 0,70 Euro zurückfallen, eventuell sogar auf das Ausgangsniveau. Die Thielert Story fand ich damals eigentlich sehr interessant bevor es zu gewissen Ungereimtheiten bezüglich des Firmenchefs und den Bilanzen des Unternehmens kam. Anlegern die hier investieren wollen sollte klar sein, dass ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen ist. Letztlich ist es nur ein Zock solange keine neuen kursrelevanten Nachrichten auftauchen, nicht mehr, und nicht weniger. Sollte die Meldung, dass ein Großinvestor gefunden wurde doch noch kommen kann man hier immer noch mal mit einer kleinen Position einsteigen, vorerst drängt sich das allerdings nicht auf.

Dryships bricht nach oben aus..

Mit einem deutlichen Kurssprung kann sich die Aktie von Dryships heute nun endlich aus der seit Wochen bestehenden, charttechnischen Umklammerung lösen. Auch die Gilde der Analysten hatten sich zuletzt sehr positiv zu dem Wert geäußert. So kann man beispielsweise in der letzten Seeking Alpha Analyse lesen, dass das Unternehmen offenbar krass unterbewertet ist. Zieht man die üblichen Bewertungsfaktoren zurate, ergibt sich ein Kursziel was ungefähr bei dem Dreifachen des heutigen Aktienkurses anzusiedeln ist.  Insbesondere die Fortschritte die das Unternehmen in jüngster Zeit in dem Segment der Ölbohr- Schiffe gemacht hat, müsste einen völlige Neubewertung der Aktie in der Zukunft zulassen, hieß es.

Unterstützung erhält der Betreiber von Containerschiffen aber auch von dem Dry Bulk Index der sich in den letzten Tagen erfreulicher weise wieder in die richtiger Richtung bewegt. Nach unserer Einschätzung wird der gesamten Logistikbranche momentan viel zu wenig Aufmerksam zu teil, was sich allerdings bald ändern sollte. Das wieder permanent ansteigende Frachtaufkommen weltweit, sowie die deutlich gestiegenen Frachtraten sollten sich in den kommenden Bilanzen deutlich positiv niederschlagen. In der Analyse wurde die Aktie ebenfalls als „Hidden Gem“ bezeichnet, eine Meinung die wir bereits seit längerem teilen. DryShips bleibt für uns die erste Wahl in dem Sektor. Achten Sie in den kommenden Tagen auf die Marke von 6,70 Dollar, kann diese nachhaltig überwunden werde ist der Weg nach oben erst einmal frei.

Was ist los bei Solon?

Gestern konnte die Aktie von Solon um über 6 Prozent zulegen. Grund einmal etwas näher hinzusehen, ob sich hier vielleicht etwas neues ereignet hat. Die Umsätze in der Aktie sind immer noch sehr dünn, sodass man nicht davon ausgehen kann, dass der gestrige Kursanstieg durch irgendwelche Neuigkeiten begründet war. Viel mehr scheint es sich zunächst nur um eine leichte technische Gegenreaktion zu handeln. Bei 2,25 Euro dürfte die Aktie nun nach einem monatelang anhaltendem Abverkauf einen Boden ausgebildet zu haben, mit dem gestrigen Überschreiten der Marke bei 2,40 Euro konnte somit die letzte und wichtige Unterstützungsmarke zurückerobert werden.

Sollten die Papiere des Herstellers von Solarmodulen und Photovoltaiksystemen sowie die Projektierung und Errichtung von Großdachanlagen und schlüsselfertigen Solarkraftwerken heute auch noch über die 38 Tagen Linie ansteigen, und über 2,70 Euro schließen, dürfte eine weiterer Kursanstieg bis zur 3,- Euro Marke oder leicht darüber sehr wahrscheinlich sein. Aber Achtung! fundamental hat sich nichts bei der Solon AG positiv verändert, dessen sollten sich Anleger die hier kurzfristig ein paar Euro investieren wollen bewusst sein. Spätestens bei 3,25 Euro könnte die „Erholung“ schon wieder vorbei sein…

Deutsche Bank – war das jetzt das Finale?

Seit Wochen dümpelt die Aktie der Deutschen Bank nur noch hin und her, mit weiter fallender Tendenz. Bei Kursen um die 40,- Euro waren sich die meisten Marktteilnehmer einig, dass diese Marke halten sollte. Die Unterstützung lag im Bereich um die 38,50 Euro. Heute gab es, nachdem diese vor ein paar Tagen unterschritten wurde, einen erneuten heftigen Abverkauf der Aktie unter hohen Umsätzen. Bis in den Bereich um die 36,50 Euro rutschte der Kurs des deutschen Bankenprimus innerhalb weniger Minuten. Auf diesem Niveau fanden sich sofort große Käufer die hunderttausende Stücke sofort dankbar gekauft haben. Hier lag dann auch die letzte Unterstützung die wir uns spätestens als möglichen Kaufkurs notiert hatten. Es ist also nun durchaus möglich, dass wir den finalen Ausverkauf bei der DB Aktie gesehen haben könnten. Wir setzen auf einen baldigen Rebound und haben heute gekauft!

Alles in allem ist der Kursverlauf wohl für die meisten Anhänger von Ackermann und Co. in den letzten Wochen eher unbefriedigend gewesen. Nun muss sich zeigen, ob nicht nur die Kapitalerhöhung verdaut ist, sondern auch die Postbank-Übernahme sowie die Risiken aus den diversen schwachen europäischen Staaten wie Irland usw. Anleger befürchten offenbar, dass hier noch eine ganze Menge Risiken schlummern könnten, die auf das Deutsche Geldhaus in nächster Zukunft zukommen werden. Fundamental ist die Deutsche Bank wohl immer noch eines der günstigsten Unternehmen aus dem Bankensektor weltweit, wenn sich der zu erwartende Schaden halbwegs in Grenzen hält. Die 400,- Millionen Euro die in Irland offenbar versenkt wurden kann man wohl in der heutigen Zeit eher als „Peanuts“ bezeichnen.

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