Tag Archives: Rebound Aktien

Bauer AG – auf dem Tiefpunkt?

Ich wollte in diesen Tagen der Unruhe eigentlich erst einmal keine Statements zu Einzelaktien abgeben, aber das was ich in den letzten Handelstagen bei der Bauer AG Aktie gesehen habe ist doch bemerkenswert. Ich erinnere an dieser Stelle auch gerne nochmal daran das bis vor kurzem nahezu alle Analysten extrem positiv über den Titel des Tiefbauers berichtet haben und das durchschnittliche Kursziel für die Aktie zwischen 37 und 40 Euro angegeben wurde. Ausgehend vom jetzigen Niveau wären das immerhin 70 bis 86 Prozent gewesen. Allerdings haben einige dieser Analysten auch ihnre Kursziele deutlich zurück genommen. Heute nun hat die Bauer Aktie mit 17,05 Euro das selbe Kursniveau erreicht wie gegen Ende der Lehmann Baisse, dies entspricht ebenfalls dem Kurstief des Jahres 2006. Grund genug sich das Unternehmen heute noch einmal näher anzusehen.

Für 2011 erwartet die Unternehmensgruppe eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro und ein Nachtsteuerergebnis von gut 45 Millionen Euro. Das Unternehmen wird heute nun mit nur noch knapp 340 Millionen Euro an der Börse bewertet. Der reine Buchwert der Aktie dürfte momentan bei grob geschätzten 26,50 Euro liegen. In den drei Kern-Geschäftsfeldern Bau, Maschinen und Resources ist das Unternehmen hervorragend aufgestellt. Hinzu kommt noch weiter Phantasie durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Mit dem jüngsten Verkauf der ersten Tiefbohranlage ist die Bauer AG nun zusätzlich zum “normalen” Geschäft in den lukrativen Bereich der Ölförderung vorgestoßen. Zusätzlich weckt die Tiefbohr-Sparte auch Phantasien für eine mögliche Schlüsselrolle des Unternehmens bei der Entwicklung von geothermischen Projekten und der Erschließung alternativer Energiequellen.

Die Bauer Aktie ist sehr markteng und genau das ist wohl auch das Hauptproblem. Der Kursrutsch wurde nur von einer überschaubaren Anzahl von Aktien begleitet. Ich tippe mal darauf das hier einfach ein paar entnervte Anleger Ihre Stücke geschmissen haben, das übrige haben dann die Stopp Loss Orders erledigt. Wer also auf einen baldigen Rebound der Börsen setzen will hat nach meiner Auffassung mit der Aktie der Bauer AG einen ganz heißen Kandidaten auf schnelle Gewinne. Nach unten ist der Wert langfristig alleine durch seinen inneren Wert gut abgesichert. Bei jedem logischen Ansatz bleibt in den heutigen Zeiten natürlich das Restrisiko des irrationalen Gesamtmarktes!

Commerzbank und Deutsche Bank – wie gehts hier weiter?

Die Aktien der deutschen Banken, Commerzbank und Deutsche Bank, sind gestern im frühen Handel erneut kräftig unter die Räder gekommen, konnten sich aber im weiteren Handelsverlauf wieder stabilisieren. Ähnlich wie die italienischen Banken, bei denen sogar der Kurs erneut ausgesetzt werden musste, setze die Erholung ein nachdem sich einige Analystenhäuser zu den unqualifizierten Herabstufungen Italiens durch die US Ratingagenturen zu Wort gemeldet hatten. Heute geht das Spielchen bereits fröhlich weiter indem Moody´s nun Irland auf Ramschstatus abgestuft hat und damit offensichtlich versucht wird den Flächenbrand in Europa weiter anzufachen. Es dürfte einigermaßen spannend sein zu beobachten wann, und ob die europäischen Regierungen nun endlich Handlungsfähigkeit beweisen und entschlossen gegen diesen Angriff von Außen vorgehen werden. Das ganze Thema wäre vermeidbar gewesen wenn man bereits vor Jahren die Weichen dafür gestellt hätte. Wer diesen Blog schon länger liest wird sich vielleicht noch an meine Artikel zu dem Thema aus den Jahren 2008 und 2009 erinnern…

Es ist nicht davon auszugehen dass die Ratingagenturen nun locker lassen werden. Täglich wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, und die dürfte bald wohl wieder Spanien heißen. Das gute daran ist, dass es irgendwann nichts mehr zum Herabstufen geben wird weil ganz Europa nur noch aus Ramschstaaten besteht 🙂 Spätestens wenn sich die Ratingagenturen an Frankreich oder Deutschland vergreifen werden sie den kleinen Rest ihrer Glaubwürdigkeit auch noch verspielt haben und es wird sie in absehbarer Zeit, zumindest in dieser Form, wohl nicht mehr geben.

Welche Auswirkungen hat das Ganze auf die Aktienkurse der Banken? Charttechnisch betrachtet haben Anleger von Bankenaktien derzeit nicht allzu viel zu Lachen. Die Commerzbank Aktie rutschte gestern auch noch unter die Unterstützung bei 2,68 Euro und markierte eine neues Tief bei 2,55 Euro bevor sich die Aktie dann ebenfalls deutlich erholen konnte und nur mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent aus dem Handel ging. Wichtig war der Schlusskurs über der Marke von 2,68 Euro, und dieser wurde erreicht. Ebenso verhielt es sich bei der Aktie der Deutschen Bank. Die Aktie tauchte im Tagesverlauf bis auf 36,40 Euro ab und lag damit zwischenzeitlich deutlich unter der Unterstützung bei 37,60 Euro. Zum Xetra Handelsschluss konnte die DB Aktie aber wieder deutlich darüber, bei 38,10 Euro, aus dem Handel gehen.

Natürlich könnte auch die heutige Meldung über die Herabstufung Irlands wiedermal zu einem etwas turbulentem Handelsverlauf führen, aber grundsätzlich spricht der gestrige Kursverlauf auch für eine entsprechende Stärke der beiden Aktien. Unser klarer Favorit bleibt natürlich aus fundamentaler Sicht die Aktie der Deutsche Bank, aber auch die Commerzbank Aktie ist auf diesem ermäßigten Niveau nun wieder reizvoll. Wir haben gestern unsere Positionen bei beiden Aktien weiter aufgestockt und gehen davon aus, dass nun vorerst das Schlimmste überstanden ist.

Fällt die Praktiker Aktie noch auf 3,- Euro?

Wir haben uns heute aus unserer Rebound Spekulation bei der Praktiker Aktie mit kleinem Verlust verabschiedet. Die ausbleibende Dynamik sowie die deutlich zurückgegangenen Umsätze vermitteln derzeit nicht den Eindruck, dass die Aktie bald wieder nach oben drehen könnte. Viel mehr steht zu befürchten, dass die Aktie noch einmal deutlich einbrechen könnte wenn dann die tatsächliche Nachricht über rückläufige Gewinne und Umsätze kommt. Bisher war ja alles nur rein spekulativ aufgrund der getätigten Aussagen des Unternehmens. Auch heute werden weiterhin größere Pakete in den Markt gegeben. Charttechnisch sieht es finster aus, wenn die vier Euro Marke nicht gehalten werden kann, denn die nächste Unterstützung liegt erst bei 3,03 Euro knapp über dem Allzeittief von 2,87 Euro. Das ist zwar noch weit weg, allerdings hat sich der Aktienkurs ja bereits kürzlich auch innerhalb von nur zwei Handelstagen um über 30 Prozent reduziert…

Commerzbank Aktie – ausgezockt!

Interessant dürfte der heutige Handelstag insbesondere für die Commerzbank Aktionäre werden. Die Aktie konnte sich von den Tiefstständen um die 2,70 Euro bereits wieder deutlich erholen und notiert mit 3,17 Euro inzwischen auch wieder sehr komfortabel über der drei Euro Marke. Die vorübergehende „Entlastung“ aus Griechenland zeigt also weiterhin Wirkung, auch wenn wir alle wissen, das die Schuldenkrise der Helenen noch lange nicht erledigt sein dürfte. Die Commerzbank steht weiterhin in dem Ruf bei einer möglichen Pleite Griechenlands besonders betroffen zu sein. Es bleibt also ein gewisses Restrisiko für die Anleger. Durch den Zeitgewinn sollte es der Bank aber auch gelingen die Risiken in den kommenden Monaten etwas weiter zu reduzieren.

Charttechnisch betrachtet befindet sich die Commerzbank Aktie nun inzwischen wieder auf dem Niveau vom 22. Juni bevor das Griechenland Thema eskaliert ist. Wie man im Chart sehen kann haben wir nun eine V-förmige Erholung bei der Aktie. Damit dürfte heute die runde Marke von 3,20 Euro in Angriff genommen werden. Gelingt ein Ausbruch darüber wäre der Weg zunächst theoretisch frei bis in den Bereich 3,55 Euro. Der Slow Stochastic und der MACD stehen immer noch ganz klar auf „Kaufen“. Ich gehe davon aus dass die Zeit der Zocker bei der Aktie nun allmählich vorbei ist und die Aktie des Deutschen Bankhauses sich in den kommenden Monaten wieder einer adäquaten Bewertung nähern wird. Auch das Orderbuch der letzten Handelstage deutet darauf hin das die Karawane nun allmählich weiter zieht.

 

 

Aixtron – die Bären sind noch am Ruder..

Die Aixtron Aktie konnte seit dem Sommer 2010 kräftig zulegen. Der Aktienkurs des LED-Herstellers stieg in dem Zeitraum von unter 20,- Euro auf knapp 34,- Euro. Seit Jahresanfang mussten Aixtron Aktionäre nun aber einen ständigen Abverkauf Ihrer Aktien bis auf das heutige Niveau um die 23,- Euro zusehen und viele der Anleger dürften sich fragen wo dieser Kursverfall nun sein Ende finden könnte. Sieht man sich die Charts der Aktie etwas genauer an so scheint hier auch jetzt noch keine echte Erholung in Sicht. Zwar ist die Aktie im Moment deutlich über verkauft, und auch fundamental ist der Titel mit einem KGV um die 12 relativ günstig, allerdings dürfte hier ein größerer Verkäufer dran sein.

Die Aixtron Aktie konnte sich zuletzt im Bereich von 22,40 Euro bis 23,40 Euro stabilisiert. Ein erneutes Abtauchen unter die letzten Tiefststände halte ich für möglich, hier muss auf die Unterstützung bei 21.90 geachtet werden! Geht die Aktie auch unter diese Marke ist ein Test der massiven Unterstützung bei 20,- Euro noch möglich. Momentan gehe ich eher davon aus, dass das Niveau um die 22,50 Euro noch einmal getestet wird, und sich hier dann eine interessante Einstiegschance mit einer ersten Trading-Position ergibt. Ein weiterer Anstieg über 24,- Euro kann das Chartbild dann wieder etwas aufhellen.

First Solar, Yingli, Suntech, Trina, LDK Solar und Hanwah vor dem Rebound?

Ich hatte ja bereits vor einigen Tagen über die chinesischen Branchenvertreter der Solarindustrie, Yingli Green Energy, Suntech Power, Trina Solar, LDK Solar und Hanwah Solarone berichtet, bzw. letztere wurde umfangreich auf Investors Inside diskutiert. Die Aktien aller Titel konnten sich in den letzten Tagen, teilweise deutlich, von Ihren Tiefstständen lösen, bleiben aber vorerst charttechnisch angeschlagen. Man darf nun gespannt sein wie der amerikanische Markt die Neuigkeiten aus Deutschland aufnehmen wird. Sicherlich warten einiger Anleger deutscher Solarwerte heute schon auf eine vermeintlich fulminante Börseneröffnung in den USA, die auch den deutschen Aktien noch einmal einen zusätzlichen Schub verleiht. Bereits heute zeigen sich nämlich nach der gestrigen Rally schon wieder erste Ermüdungserscheinungen!

Im direkten Vergleich zu den deutschen Unternehmen, die scheinbar in manchen Bereichen den Anschluss verloren haben dürften die chinesischen Werte weiterhin grundsätzlich interessant bleiben. Die Aktien von YGE, STP, TSL, LDK, notieren teilweise über 50 Prozent unter Ihrem letzten Hoch, andere sind zuletzt deutlich unter wichtige Unterstützungslinien gefallen. Vorbörslich sieht es allerdings nicht danach aus, dass heute bereits eine Rally zu erwarten ist. Etwas Zurückhaltung scheint demnach angebracht zu sein. Es bleibt somit erst einmal abzuwarten ob die etwas unausgereiften Pläne der Bundesregierung auch internationalen Anklang finden. Dennoch empfehle ich nach wie vor die genannten Titel in den nächsten Tagen etwas intensiver zu beobachten. Allen voran First Solar, den unangefochtenen Marktführer in den USA, nachhaltige Bewegungen dürften sich zuerst hier zeigen…

Einstiegschance bei HeidelbergCement und Metro?

Heute möchte ich Ihnen zwei weitere Kandidaten aus der Liste meiner persönlichen „Wohlfühl Aktien“ vorstellen, die ich vor zwei Tagen wieder eingesammelt habe. Zum einen ist dies die Aktie des Baustoffherstellers HeidelbergCement AG die ich unseren Lesern ja bereits im Jahr 2009 bei Kursen zwischen 20,- und 30,- Euro vorgestellt hatte. Die Aktie hat sich seitdem weiter deutlich erholt, und notiert aktuell knapp unter der wichtigen Marke von 50,- Euro. Die aktuelle Unterstützung bei der Aktie liegt derzeit bei ca 48,- Euro. Vor zwei Tagen gab es in dem allgemein schlechten Börsenumfeld nun einen Rutsch unter diese wichtige Marke bis auf 47,- Euro, was mich hier zu einem antizyklischen Wiedereinstieg veranlasst hat, obwohl theoretisch noch Platz bis 45,- Euro gewesen wäre.

Bereits gestern legte die HeidelbergCement Aktie wieder um 2,76 Prozent zu. Nachdem die Aktie zuvor, von 52,- Euro kommend, bereits überverkauft war, und sich kurzzeitig an der unteren Begrenzung der Bollinger Bänder befand hat sich dieser Einstieg trotz des widrigen Börsenumfeldes einfach angeboten.  Das Chartbild sieht viel versprechend aus. Die Aktie könnte nun wieder in den Bereich um 52,- bis 53,- Euro vorstoßen und die alten Jahreshöchststände dort ggf. überwinden, wenn die Märkte nun erneut nach oben drehen. Mein vorläufiges Kursziel liegt bei 56,- Euro. langfristig gehe ich davon aus, das die HeidelCement Aktie bis in den Bereich um die 80,- Euro vordringen kann.

Gerade in Zeiten wie diesen ist es vielleicht nicht verkehrt Aktien von Unternehmen im Depot zu haben die Ihr Geld hauptsächlich mit dem privaten Konsum verdienen. Die Metro AG hat zuletzt durch interne Querelen auf sich aufmerksam gemacht ist aber operativ auf einem guten Weg. Im ersten Quartal des Jahres wurde das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren (EBIT), das laut Vorstandschef Eckhard Cordes um 6,6% von 136 Mio. auf 145 Mio. Euro gestiegen. Charttechnisch befindet sich die Aktie in einer aktuell sehr interessanten Situation. Die Slow Stochastics signalisiert bereits seit einigen Tagen eine deutlich überverkaufte Situation bei der Metro Aktie. Zwar bestünde theoretisch noch weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich um die 44,- Euro, jedoch gehe ich nicht davon aus, das wir diese noch sehen werden. Viel mehr zeigt der Titel nun bereits bei 46,- Euro deutliche Stärke.

Positiv werte ich auch die Entscheidung des Vorstandes sich nicht an der „Warenhaus AG“ zu beteiligen , bzw nicht mit Karstadt zu fusionieren. Den Zusammenschluss seiner Tochter Kaufhof mit dem Warenhauskonkurrenten Karstadt sagte Metro kürzlich ab. „Kaufhof geht erfolgreich seinen Weg. Wir brauchen Karstadt nicht“, sagte Metro-Chef Eckhard Cordes in einem Interview. Ich denke das war auch die unternehmerisch richtigere Entscheidung.

Stattdessen geht der Konzern nun lieber voll auf internationalen Expansionskurs. Noch in diesem Jahr will der Metro-Konzern, der nach Cordes Worten der internationalste Handelskonzern der Welt, insgesamt 2,2 Mrd. Euro in die Eröffnung von 110 neuen Standorten in Asien und Osteuropa stecken.  „China, Indien und Russland sind unsere Top-Drei-Wachstumsmärkte“, betonte Cordes auf der letzten Hauptversammlung. Der eingeschlagene Weg dürfte sich in den kommenden Jahren für die Aktionäre deutlich auszahlen..Die Korrektur dürfte langsam abgeschlossen sein und die Aktie vor einer Trendwende stehen!

Short-Squeeze bei bwin.party

Wie in der letzten Woche geschrieben war die Wahrscheinlichkeit für einen Short Squeeze bei der Aktie von bwin extrem hoch. Heute legt die Aktie des Sportwetten-Anbieters schlagartig um über 30% zu. Damit ist der vorausgegangene Ausverkauf bei der Aktie dann wohl auch beendet. Um fast 50% verlor die Aktie des neuen Gemeinschaftsunternehmens aus Bwin und Party Gaming in den letzten Tagen an Wert. Als Grund wurden natürlich die neuen Pläne der Bundesländer für die Regulierung des deutschen Wettmarktes angegeben. Ich persönlich habe hier eher an eine konzentrierte Aktion einiger Aktienhändler aus London geglaubt, die sich langfristig günstige Stücke des größten Online Wettanbieters der Welt sichern wollten.

Zugegeben die Gelegenheit für eine Shortattacke war entsprechend günstig. Altanleger waren überwiegend raus aus der Aktie nachdem der Börsenplatz gewechselt wurde, neue Anleger blieben skeptisch, dazu noch die politischen Unwägbarkeiten für die Branche…Wir hatten ja unsere Newsletter-Leser noch Ende letzter Woche darauf hingewiesen, dass hier eine mittelfristig sehr interessante Aktie momentan deutlich unter Wert zu haben sein dürfte. Nach dem Abverkauf von 210 Pence bis auf unter 120 Pence konnte man die bwin.party Aktie zum Preis nur einer der beiden Partner vor der Fusion erwerben. Soll heißen wenn man mutig in der letzten Woche gekauft hat hat man nun Bwin oder Party Gaming nahezu umsonst im Depot. Ich hoffe Sie sind unserem Rat gefolgt..

Der wahren Grund für die heutige Kursbewegung dürfte aber wohl folgender sein… Am Freitag wurden die Inhaber der Seiten PokerStars, UB/AP und FullTilt wegen Geldwäsche, illegalem Glücksspiel und Bankbetrug angeklagt. Die Seite des Poker-Anbieters Fulltiltpoker.com wurde bereits gesperrt! Fulltiltpoker und PokerStars müssen nun Strafen von rund drei Milliarden Dollar fürchten. Poker-Kunden aus den USA sollen auf diesen Portalen künftig blockiert werden, offenbar spekuliert man nun verstärkt darauf, das seriöse Anbieter wie bwin.party davon extrem profitieren könnten, da die Konkurrenz gerade in den USA bislang sehr stark war.

Commerzbank – jetzt wird es spannend!

Die Commerzbank Aktie bleibt angeschlagen! Während so einige Analysten bereits jetzt schon wieder auf eine Erholung setzen, oder zumindest mit einer technischen Gegenreaktion rechnen, macht der Aktienkurs aber keinerlei Anstalten sich in die gewünschte Richtung zu bewegen. Nach dem Unterschreiten der Unterstützungen bei 5,05 und 4,81 Euro wurde nun heute auch das überwiegend angepeilte Kursniveau von ca. 4,56 Euro je Commerzbank Aktie unterschritten. Spannend dürfte nun sein ob die Marke von 4,50 Euro halten kann. Wir gehen immer noch davon aus, das ein mögliches Ziel für den Start zu einer dann eventuell nachhaltigen Kurserholung erst die Marke von 4,- Euro sein könnte.

Nimmt man nämlich den längerfristigen Chart bei der Commerzbank Aktie zur Hilfe, sieht man dass das Tief aus dem Juli des vergangenen Jahres bei knapp 4,- Euro lag und somit eine vernünftige Unterstützung bilden könnte. Angesichts der hohen Shortquote, die offenbar täglich weiter zunimmt, besteht natürlich auch die Möglichkeit eines baldigen Short Squeeze, was ich aber auf Grund  der hohen Summe die hier investiert wurde nicht für wahrscheinlich halte. Ab 4,- Euro rechne ich also spätestens mit einer technischen Gegenreaktion, was nicht heißen soll, dass die Aktie im Anschluss daran noch einmal deutlich nach unten tendieren könnte.

Was ist ein “ Dead Cat Bounce“?

Der Begriff der Dead Cat Bounce ist eine Metapher unter den Börsianern, die beschreibt das auch eine tote Katze wieder hochspringen wird, wenn man sie nur aus ausreichend großer Höhe fallen lässt! Soll heißen, dass Aktienkurse nach einem Abverkauf nicht selten noch einmal „hochspringen“ bevor sie dann noch tiefer fallen können, oder zumindest erst einmal am Boden liegenbleiben. Nach einem heftigen Kurseinbruch, ob längerfristig wie beim Ausbruch der Finanzkrise, oder kurzfristig wie in dieser Woche nach den schrecklichen Ereignissen in Japan, fallen Kurse zunächst sehr dynamisch bis auf wichtige Unterstützungsmarken.

Danach kommt es meistens zu einer technischen Gegenreaktion. Diese Erholung ist aber nicht immer nachhaltig, und nicht selten werden die letzten Tiefs noch mehrfach getestet oder gar unterschritten. Warum schreibe ich Ihnen das heute? Weil es sich aktuell um ein solches Szenario handeln könnte. Genau werden wir das wohl erst frühestens am Montag wissen, bleiben Sie also vorsichtig! Wenn die tote Katze nicht noch tiefer fällt sind wir wohl alle froh, denn das würde wohl auch bedeuten, das man die Lage an den Atomkraftwerken halbwegs in den Griff bekommen hat.

„Even a dead cat will bounce if it is dropped from high enough!”

Meistgesucht

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Trading Update – Kauf Deutsche Bank, Daimler und Vale!

Auch diese Woche steht ganz im Zeichen der politischen Unruhen in Libyen sowie dem damit verbundenen Ölpreisanstieg. Nachdem der Preis pro Barrel am Freitag noch deutlich nachgegeben hat, und damit eine Beruhigung der Märkte eingetreten ist, stieg dieser übers Wochenende erneut kräftig an und verhindert somit erst einmal eine Fortsetzung der Erholung an den internationalen Aktienmärkten. Die Vorgaben aus Asien sind dennoch gut, und lassen zumindest auf eine weitere Stabilisierung hoffen. In unserem Aktien Newsletter hatten wir ja bereits am Wochenende unser Einschätzung zur weiteren Entwicklung berichtet!

Für den DAX heißt es in dieser Wochen nun, dass die Marke von 7.200 Punkten zurückerobert werden muss. Bereits am Freitag drehte der Index bei 7.194 Punkten wieder nach unten ab, somit dürfte diese Hürde entscheidend für die weitere Entwicklung sein. Es besteht durchaus auch eine realistische Chance, dass der Index hier erneut nach unten abprallen wird. Fällt dieser dann im Wochenverlauf unter 7,091 Punkte ist auch ein weiterer, und sehr dynamischer Rücksetzer bis in den Bereich um die 6.800 Punkte nicht mehr ausgeschlossen. Bleiben Sie also vorsichtig!

Wir haben und trotz aller Vorsicht heute entschlossen, neben Porsche und VW Aktien nun weitere Trading-Positionen kurzfristig aufzunehmen, und setzten damit natürlich auch auf einen weiteren Anstieg der Indizes. Die erste Position die wir heute gekauft haben sind die Aktien von Daimler, die uns nach dem Rücksetzer der letzten Wochen nun wieder sehr attraktiv erscheinen. Charttechnisch bildet die Unterstützung bei 50,60 einen wichtiges Fundament das am Freitag verteidigt werden konnte. Wir glauben weiterhin an zyklische Aktien insbesondere an die Autobauer!

Ebenfalls charttechnisch interessant erscheint nun die Aktie der Deutschen Bank. Ursprünglich sind wir davon ausgegangen, dass auch diese im Zuge einer Gesamtmarktkorrektur noch einmal deutlich unter die 45,- Euro rutschen könnte. Kurzfristig zeichnet sich aber nun ab, das der Boden bei 45,50 Euro wohl erst einmal gefunden wurde. Diese Marke wurde in den letzten 10 Handelstagen viermal verteidigt, somit spricht vieles dafür, dass es sich um ein interessantes Einstiegsniveau handeln könnte. Wir haben heute eine erste Position Deutsche Bank Aktien zu 45,55 Euro gekauft.

Schon lange auf unserer Intensiv-Watchlist ist die Aktie des Rohstoffkonzerns Vale aus Brasilien. Bereits am Freitag haben wir hier eine Erstposition knapp über 21,- Euro gewagt, und diese heute noch einmal kräftig aufgestockt. Heute wurde bekannt gegeben, dass der Rohstoffriese im abgelaufenen Geschäftsjahr 17,264 Milliarden US Dollar verdient hat, und damit eine Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 von 222.75 Prozent erreichte. Allgemein erwartet ein Gewinn zwischen 10 und 12 Milliarden UD Dollar. In der Presse hieß es heute „Der brasilianische Konzern verdreifacht seinen Überschuss auf den höchsten Wert, den je ein Bergbaukonzern dieser Welt erzielt hat!“ Mehr muss man dazu nicht sagen…

Q-Cells, Neubewertung, oder Sell on Good News?

Die Q-Cells SE feiert ein Comeback in die schwarzen Zahlen. Nach zuletzt noch deutlichen Verlusten im operativem Geschäft hat man heute positive vorläufige Geschäftsjahren für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 präsentiert. Demnach konnte der Umsatz in dem Zeitraum um satte 70 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro gesteigert werden. Unterm Strich bleib ein positives Ergebnis in >Höhe von 82,3 Millionen Euro nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein sattes Minus in Höhe von 362,5 Millionen Euro angefallen war. Mindestens genauso spannende wie die tatsächlichen Zahlen, die zugegebener Maßen deutlich besser sind als ich das erwartet hatte, ist aber wohl auch die aktuelle finanzielle Situation des Konzerns.

Durch einen signifikanten Abbau des Net Working Capital, insbesondere im Systemgeschäft, auf nunmehr nur noch rund 340 Mio. Euro wurden die liquiden Mittel des Unternehmens im vierten Quartal um 22 % auf 474 Millionen Euro erhöht, die Verbindlichkeiten hingegen konnten um über 25 Prozent, auf rund 804 Mio. Euro gesenkt werden. Im abgelaufenen vierten Quartal 2010 hat sich die Nettoverschuldung von Q-Cells auf nur  330 Mio. Euro mehr als halbiert. Bleibt das Fazit, dass Q-Cells die Zahlen dramatisch verbessert hat, und die Aktie somit vor einer Neubewertung stehen könnte. Die Vorschusslorbeeren die die Aktie in den letzten Tagen erhalten hat waren also gerechtfertigt.

Nun dürfte es spannend werden ob es kurzfristig gelingt die wichtige Hürde bei ca 3,46 Euro zu überwinden. Die Aktie ist momentan etwas überkauft und sollte im Zuge einer Korrektur des Gesamtmarktes nun erst einmal wieder etwas zurückkommen. Nach dem Anstieg der letzten Wochen wäre also auch zunächst das Szenario „Sell on Good News“ denkbar, bevor die Aktie weiter steigen kann.

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