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Was ist los bei Conergy?

Erneut ist  die Conergy Aktie gestern stark gelaufen was schon etwas verwundert, nachdem sich einige Anleger bei der letzten Hype die Finger kräftig verbrannt haben dürften. Bis auf 0,33 Euro rutschte der Titel zuvor wieder ab und notierte damit nur noch bei ungefähr einem Drittel des Höchstkurses der solaren Japan Hype. Nun greifen die Anleger offenbar wieder zu und hoffen auf eine erneute Rallye bei dem Wert. Mag sein das dies nun mit der Nachrichtenlage in Japan zusammenhängt, oder aber mit den jüngsten Meldungen des Unternehmens nachdem nun von Conergy ein Wechselrichterstation mit einem Trockentransformator an den Markt gebracht wird, und man sich somit deutlich bessere Chancen, insbesondere beim Italien-Geschäft ausrechnet. In diesem Zusammenhang war die Aussage „Dadurch wird das Genehmigungsverfahren von solaren Projekten oftmals vereinfacht und beschleunigt“ zu finden. Na, dann hoffen wir mal dass dies dem Unternehmen weiterhilft, denn fundamental hat sich wohl auch dadurch erst einmal nicht viel geändert. Die Probleme sind bekannt! Wer mitzocken will soll das tun denn mehr als ein Zock oder eine technische Gegenbewegung dürfte es zu diesem Zeitpunkt nicht sein. Nach unserer letzten charttechnischen Einschätzung dürfte die Aktie bald wieder gen Süden tendieren..

Conergy – zurück auf Los, und weiter abwärts…?

Heute ist die Conergy Aktie erwartungsgemäß wieder an dem Punkt angekommen an dem sie vor der Japan-Atom-Hysterie gestartet ist. Nicht das mich das irgendwie überraschen würde, denn ich hatte ja versucht hier eindringlich vor allzu viel solarer Euphorie zu warnen, und hoffe dass einige unserer Leser diesem Rat auch gefolgt sind. Nach dem kurzen Ausflug bis auf 0,98 Euro notieren die Conergy Aktien nun wieder bei 0,37 Euro und ich gehe davon aus, dass auch die 30 Cent in Kürze erreicht sein werden. Sieht man sich die Umsätze der letzten fünf Handelstage einmal näher an so wird klar, dass hier von den Großaktionären noch schnelle dicke Pakete abgeladen wurden.

Bei der Aktie hat sich durch die Ereignisse in Japan nichts geändert, in Kürze wird es eine satte Kapitalerhöhung geben die zu umgerechnet 0,13 Euro stattfinden soll. Es steht zumindest zu befürchten, dass sich der Aktienkurs bis dahin weiter in die Richtung des Ausgabepreises für die neuen Aktien bewegen wird. Charttechnisch betrachtet wären nun sogar 0,17 Euro das nächste Ziel…seit gestern ist die Aktie zudem nicht mehr im TecDAX und dürfte somit weiter aus dem Blickfeld der Anlegergemeinde verschwinden. Das wird wohl auch der Hauptgrund für die hohen Umsätze der letzten Tage gewesen sein.

Weiterhin Vorsicht bei Solarworld, Q-Cells, Nordex, Solon, Conergy und Co.

Ich hatte ja bereits in der vergangenen Woche davor gewarnt nun allzu euphorisch bei den Aktien von Solarworld, Q-Cells, Nordex, Solon, Conergy und Co. zu werden, und mich damit wieder einmal gegen die allgemeine Meinung gestellt. Wie man sieht habe ich mit meiner Prognose Recht behalten und möchte auch weiterhin zur Vorsicht mahnen. Die Aktien sind nach der atomaren Katastrophe in Japan zunächst deutlich angesprungen, und gingen sofort in eine erneute Übertreibjungphase über – das konnte nicht gut gehen! Wer schon länger an der Börse aktiv ist weiß, dass solche Bewegungen meistens nur ein bis zwei Tage Bestand haben.

Auch heute, nachdem nun wieder etwas Ernüchterung eingetreten sein dürfte, sehe ich den Sektor der Solarwerte weiterhin erst einmal schwierig. Die Probleme sind bekannt, sinkende Margen, hohe Konkurrenz, etc. ändern sich auch mit einem Wechsel der Atompolitik nicht! Aktien wie die von Conergy gehören nach wie vor nur in die Depots von sehr spekulativ orientierten Tradern, aber sicherlich nicht in die von fundamental orientierten Langfristinvestoren. Ebenso kritische sehe ich die Titel von Solon und auch Q-Cells. die Conergy Aktie muss zudem nun den TecDAX verlassen und dürfte damit wohl in Zukunft noch weniger Anlegerinteresse auf sich ziehen.

Ein schönes Beispiel für die neue Euphorie ist wohl auch die Nordex Aktie, die auch heute wieder – nach einem kräftigen Rücksetzer am Freitag – deutlich zulegen kann. Auch Analysten äußern sich inzwischen immer kritischer zu der Aktie des Herstellers für Windkraftanlagen. Die fundamentalen Perspektiven hätten sich nicht so deutlich verbessert, wie viele Anleger momentan offenbar glaubten, schrieben Analysten der WestLB in einer Studie vom Freitag, und senkten das Kursziel auf 4,70 Euro. Auch die UBS setzte die Nordex Aktie kürzlich auf „sell“. Dieser Meinung kann ich mich ebenfalls nur anschließen. Langfristig dürfte die Aktien aus den beiden Sektoren selbst im Falle eines Supergaus in Japan vorerst nur mäßiges Potenzial haben.

Die Situation in Japan ist keineswegs geklärt und es ist immer noch nicht sicher, ob es hier noch zu einem positiven Ausgang für uns alle kommen wird. Auch in anderen Sektoren wie der High-Tech Branche und bei den Automobilaktien scheint sich bereits wieder übermäßiger Optimismus breit zu machen. Der Dax hat inzwischen bereits wieder 350 Punkte gut gemacht, vergessen sollte man dabei aber nicht, dass ein Großteil der heutigen Kursbewegung der Sondersituation bei der Telekom geschuldet ist!. Lassen Sie sich nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen und warten Sie weiter ab!

Conergy und Solon- das letzte Aufbäumen?

Die Panik an den Börsen und die Hoffnung von dieser Krise zu profitieren treibt manchmal schon seltsame Blüten. Noch vor Kurzem wurde die Conergy Aktie als Pleitekandidat gehandelt, und gestern legte diese schon wieder über 100 Prozent zu. An solchen Tagen frage ich mich immer wieder wer denn hier sein Geld investiert, und vor allem stelle ich fasziniert fest, dass die Menschen offensichtlich eine schon fast selbstzerstörerische Fähigkeit zur Verdrängung besitzen. Nicht nur, das meiner Meinung nach die Gefahren und Risiken  der aktuellen Ereignisse in Japan vom Großteil der Menschen falsch eingeschätzt wird, sondern auch die Tatsache, dass die Börsen bereits heute wieder „Normalität“ vorgaukeln bringen mich letztlich zu der Überzeugung, dass der gestrige Kursrutsch erst der Anfang gewesen sein könnte.

Die Annahme dieser Akteure, dass die Conergy AG nun eine ernsthafte Rolle bei der atomaren Abrüstung spielen wird halte ich für sehr gefährlich. Bei der allgemeinen Euphorie bei den Solarwerten sind pauschal offenbar alle Aktien gekauft worden die nur ansatzweise etwas mit alternativen Energien zu tun haben. Der Kater dürfte nach der Party nicht lange auf sich warten lassen. Die strukturellen Probleme bei Conergy haben sich nicht geändert. Eine Aktie die innerhalb von zwei Handelstagen so extrem ansteigt dürfte auch entsprechend schnell und heftig wieder fallen, wenn die Marktteilnehmern klar wird das eben nicht alle Aktien aus diesem Bereich nun ein gutes Investment sind. Hier dürften überwiegend die Zocker aktiv sein! Ebenso kritisch sehe ich den aktuellen Kursverlauf bei der Solon Aktie, auch hier passt die Entwicklung des Aktienkurses nicht mit den fundamentalen Rahmendaten zusammen!

Conergy – ist der Rauswurf aus dem TecDAX der Todesstoß?

Die Conergy Aktie fällt immer tiefer. Gestern erreichte der Aktienkurs ein neues All-Time-Low bei 0,334 Euro und zerstörte damit wohl vorläufig auch die Hoffnungen vieler Anleger hier in absehbarer Zeit wieder deutlich höhere Notierungen zu sehen. Der Rauswurf aus dem TecDAX dürfte nun der endgültige Todesstoß für die Aktie sein..Ich hatte ja bereits in unserem letzten Artikel darauf hingewiesen, dass es sich bei der Conergy Aktie um einen Kandidaten für einen Totalverlust handeln könnte. Die aktuelle Situation des Unternehmens bedeutet für die Altaktionäre eher die Wahl zwischen Pest und Cholera bedeutet.

Berichte über die “Rettung” des Unternehmens hatten im Dezember die Runde gemacht. Die vermeintliche Rettung von Conergy stellt sich aber als teures Vergnügen für die Aktionäre heraus. „Das Grundkapital soll in einem ersten Schritt von 400 Millionen auf nur noch 50 Millionen Euro gesenkt werden. Damit verringert sich die Zahl der Aktien auf nur noch ein Achtel der Ursprungsposition, was letztlich einer effektiven Reduktion der Aktien um  87,5 Prozent entspricht.“ (20.Dezember 2010)

Ich hatte damals zu Kursen um die 60 Cent geraten dringen die Restbestände in der Aktie abzubauen so schmerzlich dies auch sein möge, und hoffe einige Leser sind diesem Rat gefolgt. Kurszfristig gehe ich davon aus, das das Leiden hier weitergehen wird und wir noch tiefere Kurse in absehbarer Zeit sehen werden. Der Chart verrät, das es nun zunächst bis auf 0,32 und 0,29 Euro runter gehen dürfte. Ob hier dann Schluss ist wage ich derzeit nicht zu sagen. Auch die Charttechnik kann bei einer Aktie wie Conergy nicht mehr wirklich angewendet werden. Das Fazit bleibt aber das gleiche wie bereits im Dezember: Finger weg!

 

Süss Microtec und Gigaset rein, Manz und Conergy raus – Aus dem SolarDax wird wieder mehr TecDax

Die Deutsche Börse gab nach der Sitzung des Arbeitskreises Aktienindizes am Donnerstagabend in Frankfurt die Indexveränderungen bekannt. Demnach werden die Aktien von Süss Microtec und Gigaset demnächst in den TecDax aufsteigen und dort die Papiere der Solarunternehmen Manz Automation ersetzen. Die Aktie von Süss Microtec gehört bereits seit längerem zu den Lieblingsaktien von Nebenwertefans Der Anbieter von Geräte- und Prozesslösungen für den Halbleitermarkt feiert damit sein Comeback. Bereits in den Jahren 2003 bis 2005 waren die Süss Microtec Aktien schon einmal im Tec Dax gelkistet.

Ebenfalls geadelt durch einen Aufstieg in den TecDax wurde die ehemalige Beteiligungsgesellschaft Arques die sich in Zukunft unter dem heutigen Namen Gigaset verstärkt in dem Telekommunikationsmarkt engagieren will. Grundsätzlich ist die Neuordnung des TecDax wohl zu begrüßen, um den Index in Zukunft etwas weniger anfällig für schlechte Nachrichten aus der Solarbranche zu machen. Manz ist zwar eher ein kleinerer Player und Conergy kämpft nach wie vor um das Überleben, der Aufstieg von Unternehmen aus anderen Technologie-Branchen lässt aber hoffen, das aus dem SolarDax nun wieder mehr TecDax werden könnte.

Conergy kommt nicht zur Ruhe

Conergy hat heute den Verlust von knapp der Hälfte seines Grundkapitals vermeldet. der Solarkonzern kommt einfach nicht zur Ruhe, erst kürzlich schöpften Anleger neue Hoffnung, nachdem neue Investoren für die Gesellschaft gefunden werden konnten, auf eine baldige Besserung. Lesen Sie hierzu bitte auch unseren Artikel. „Conergy – zwischen Pest und Cholera“ In einer Pressennachricht von heute hieß es dann „Weil der Konzern auf bestehende Darlehensforderungen gegenüber in- und ausländischen Tochtergesellschaften verzichte und einer daraus resultierenden Neubewertung bei der Aktiengesellschaft, sei ein Verlust in Höhe von 190 Millionen Euro eingetreten. Die Conergy-Aktien wurden am Morgen kurzzeitig vom Handel an der Frankfurter Börse ausgesetzt.“

Laut Unternehmensangaben bleibt das Konzernergebnis hiervon unberührt. Man gehe weiterhin von einem Ergebnis von 30 Millionen bis 40 Millionen Euro für das Gesamtjahr aus, hieß es. Das Unternehmen muss nun eine außerordentliche Hauptversammlung abhalten. Fachleute bezeichneten die Kapitalmaßnahme als normal und verwiesen darauf, dass eine ein solches Vorgehen bei der Restrukturierung von Tochtergesellschaften unerlässlich sein. Der Aktienkurs sackte heute erneut um über acht Prozent auf 0,45 Euro ab. Wir bleiben bei unserer Einschätzung zu der Aktie und gehen von einer massiven Verwässerung des Aktienkurses in der Zukunft aus.

Weiterhin schlechte Aussichten für Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy & Co.?

Auch im Börsenjahre 2011 scheinen die Aussichten für Anleger in Solarwerte a la Solarworld, Q-Cells, Solon, Conergy weiterhin eher schlecht zu sein! Seit gestern herrscht wieder etwas mehr Unruhe im Sektor der alternativen Energien als sich dies die Branche wünschen kann. Nachrichten über eine baldige erneute Förderkürzung bei der Einspeisevergütung machten die Runde. Am Abend traf sich Bundeskanzlerin Merkel mit Branchenvertretern der deutschen Energieriesen Eon, RWE, EnBW, BASF, Siemens und Bosch um über die zukünftigen Regelungen des EEG (das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz) zu sprechen. Es geht um eine mögliche Anpassung der Einspeisevergütung an den EU-Richtlinien. Dieser Schritt hätte weitere deutliche Einschränkungen für die deutsche Solarbranche zur Folge.

Im vergangenen Börsenjahr wurde dieses Worst Case Szenario wohl bereits eingepreist, dennoch bleiben die Aktien aus dem Sektor weiterhin deutlich unter Druck wohingegen die Konkurrenz aus China täglich stärker zu werden scheint. Kommt es nicht zu weiteren Förderkürzungen oder gar einer kompletten Abschaffung des deutschen EEGs wäre eine Kurserholung bei  Solarworld, Q-Cells & Co möglich. Einen nachhaltigen Trendwechsel sehen wir allerdings hier nicht. Die gesamte Branche dürfte auch in diesem Jahr weiterhin unter Druck bleiben. Sollten die Fördermaßnahmen nun weiterhin deutlich gekürzt oder gar abgeschafft werden sollte man die Solarbranche wohl bis auf wenige Ausnahmen weiterhin eher meiden…

Conergy – es darf wieder gezockt werden..

Die Conergy Aktie kann heute ordentlich zulegen. Berichte über die „Rettung“ des Unternehmens hatten bereits am Freitag die Runde gemacht. Um so unverständlicher ist es, dass die Reaktion des Aktienkurses erst heute auf die Meldung folgt. Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei nun mal wieder um den klassischen Zock der Daytrader handelt, und würden weiterhin die Finger von der Aktie lassen. Die vermeintliche Rettung von Conergy ist ein teures Vergnügen für die Aktionäre. Das Grundkapital soll in einem ersten Schritt von 400 Millionen auf nur noch 50 Millionen Euro gesenkt werden. Damit verringert sich die Zahl der Aktien auf nur noch ein Achtel der Ursprungsposition, was letztlich einer effektiven Reduktion der Aktien um  87,5 Prozent entspricht.

Durch die dann folgenden Kapitalerhöhung um ca. 188 Millionen Euro, natürlich mit weiteren Verwässerungseffekten für die Aktionäre, sollen weitere Verbindlichkeiten des Konzerns getilgt werden. Alles in Allem bleibt eine Beteiligung an der Conergy Story also eher die Wahl zwischen Pest und Cholera wie von uns in der letzten Woche beschrieben. Altaktionäre die immer noch hoffen dadurch irgendwann ihr Geld zurück zu bekommen dürften wohl enttäuscht werden, und es ist fraglich ob sich die Zeichnung der Kapitalerhöhung langfristig als gutes Investment herausstellen wird. Wer hier ein paar Tage mitzocken will kann dies natürlich tun, und damit auch durchaus erfolgreich sein. Das damit verbundene Risiko sollte aber jedem klar sein. Als echte Anlage würden wir die Conergy Aktie aber nicht mehr sehen.

Sonnenuntergang, Conergy, Q-Cells und Solon auf der Todesliste?

Massensterben, Insolvenzen, Untergang heute ist mal wieder richtig schlechte Stimmung in der Solarbranche. Es ist die Rede von einer Todesliste auf der einige der deutschen Solarwerte stehen sollen. Hintergrund dieser neuen Hysterie ist zum einen eine neu veröffentlichte Studie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft zum anderen die Aussagen von „Mister Solar“ Frank Asbeck. Der Solarworld Chef sieht die Branche vor schweren Zeiten, und prophezeit das baldige Sterben einiger Mitbewerber. Er geht davon aus, dass weltweit nur ca. zehn Unternehmen den Markt künftig unter sich aufteilen werden, in Deutschland sollen nur zwei bis drei der am Markt befindlichen Player, darunter natürlich auch Solarworld, überleben.

Der geneigte Leser stellt sich beim Lesen dieser Zeilen zwangsläufig die Frage ob diese Aussagen ganz uneigennützig getroffen wurden. Solarunternehmen ist eben nicht gleich Solarunternehmen, entscheidend dürfte beispielsweise sein ob es sich um einen installierenden oder produzierenden Betrieb handelt, und vor allem welche Technik verwendet wird. Nun ja wie auch immer, die im weiteren Verlauf der Berichterstattung genannten Unternehmen, Conergy, Q-Cells und Solon gehören sicherlich aus den unterschiedlichsten Gründen zu den Wackelkandidaten. Dennoch bin ich nicht uneingeschränkt der Meinung, dass der Markt sich so wie dort beschrieben entwickeln sollte. Unterschreiben kann ich hingegen weiterhin die auch in unserem Newsletter getroffene Aussagen, dass für die Anlagen- und Maschinenbauer, Roth&Rau sowie Centrotherm und Manz Automationen wohl bald wieder deutlich bessere Zeiten kommen werden.

Ebenso positiv dürften sich auch einige Zulieferbetriebe der Solarindustrie in den kommenden Jahren entwickeln können, SMA Solar gehört wohl dazu bei Wacker Chemie bin ich mir persönlich da nicht so sicher. Interessant könnten auch die Aktien der Projektierer in den kommenden Jahren bleiben, je nachdem wie beherzt die Abkehr von der atomaren Energie in den kommenden Jahren und Jahrzehnten betrieben werden wird, und wie viele Großprojekte dann tatsächlich in Betrieb sein werden. Beispielsweise Phönix Solar, Solarhybrid aber auch Solar Millennium könnten sich dabei zu sehr interessanten unternehmen entwickeln.

Die ganze Diskussion ist müßig, wenn natürlich auch publikumswirksam. Es ist wie in jeder anderen Branche auch, die Guten werden überleben, die Schlechten geben auf und die innovativen Unternehmen verdienen richtig Geld. Die Solarbranche wird sich in den kommenden Jahrzehnten in einem ständigen Wandlungsprozess befinden. Wer am schnellsten und flexibelsten auf Veränderungen reagiert gehört zu den Gewinnern von morgen, und gerade das fällt mittelgroßen Unternehmen oftmals leichter als den Schwergewichten. Es wird auch wieder neu Anbieter geben, und neue Produkte. Weitere Techniken werden folgen, und vielleicht gehört dann auch eine Solarworld AG irgendwann zum alten Eisen..

Conergy – zwischen Pest und Cholera

Es geht voran, bei der Rettung des in Ungnade gefallenen Solarkonzerns Conergy. Die Verhandlungspartner sind sich inzwischen offenbar grundsätzlich über die Rahmenbedingungen einig geworden die eine Rettung von Conergy überhaupt möglich machen würden. Lediglich in einigen Einzelheiten sei man noch unterschiedlicher Meinung hieß es in der gestrigen Meldung. Einige nicht ganz unwesentlichen Finanzdetails, die für einen Rettung des von der Insolvenz bedrohten Solarunternehmens aber extrem wichtig sind sollen laut Insiderberichten noch nicht ganz geklärt sein.

Grundsätzlich sehen die  Gläubigerbanken unter der Führung der Commerzbank und die beiden Hedgefonds Sothic und York die Verhandlungen aber wohl positiv. Bis zum 21.Dezember diesen Jahres haben alle Parteien weiterhin Zeit zu einer entsprechenden Einigung zu kommen, die einen Fortbestand des Unternehmens gewährleisten soll.

Für die Aktionäre des Unternehmens ist dies aber nur eine bedingt gute Nachricht. Sozusagen die Wahl zwischen Pest und Cholera, denn selbst im Falle einer Rettung würde der Einstieg der HedgeFonds zu einer dramatischen Verwässerung des Wertes der Anteilsscheine führen. Eventuelle Kurssteigerungen die im Falle einer tatsächlichen Rettung Conergys möglich sind würden sich dann letztlich wieder relativieren. Unser Fazit bleibt daher unverändert, das wir diese Aktie jetzt und in Zukunft nicht mehr anfassen werden.

Weitere Belastungen für Solarworld, Q-Cells, Conergy & Co.

Seit heute herrscht wieder verstärkt Unruhe im Solarsektor. Als wäre diese Branche in den letzten Wochen nicht schon genug unter die Räder geraten, konnte man erneut die jüngsten Pläne unserer Regierung über eine erneute Kürzung der Einspeisevergütung in Zeitungsberichten lesen. Diese neu angefachte Diskussion könnte den gesamten Sektor wohl zu Beginn der Woche wieder belasten. Zwar ist das Thema nicht neu und wurde bereits vor Wochen schon einmal angeschnitten, jetzt scheinen die Pläne wohl aber etwas konkreter zu werden. Ob man angesichts dieser erneut aufkommenden Diskussion, weiteres Geld einzusparen, nun in Panik verfallen sollte? Nein sicherlich nicht, das Thema war schon länger bekannt, allerdings verwundert immer wieder das offensichtlich komplett fehlende Fingerspitzengefühl einiger Politiker…

Auch die Analysten von Goldman Sachs sind im Rahmen ihrer jüngsten Branchenstudie somit zu keinem wirklich guten Ergebnis für den Solarsektor gekommen. Die Experten sehen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine weitere Kürzung der Einspeisevergütung bis Mitte des Jahres 2011. Dieses Szenario führt dann wohl auch zu geringeren  Investitionen in neue Solarfabriken – Goldman erwartet dann einen weiteren starken Preisverfall.“ Sollte also die Förderung weiter gekürzt werden, hätte dies direkte Folgen für die Margen des gesamten Solarsektors.“ hieß es in der Meldung. Ich gehe mal davon aus, dass die Analysten damit vorrangig den deutschen Solarsektor gemeint haben könnten.

Wie bereits in dem letzten Artikel dargestellt dürfte den deutschen Herstellern von Solarzellen und -modulen weiterhin der Wind kräftig ins Gesicht blasen. Im Gegensatz zu den chinesischen Branchenkollegen, Yingli,  Trina Solar, und LDK Solar, um nur ein paar zu nennen, dürfte die Förderkürzungen andauern. Die chinesischen Unternehmen werden weiterhin mit billigem Geld versorgt, bauen riesige Produktionsanlagen und vertreiben Ihre Produkte deutlich unter den bei deutschen Solarunternehmen marktüblichen Preisen. Für uns bleiben somit nur die Maschinenbauer Roth und Rau sowie Centrotherm langfristig interessant.

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