Tag Archives: China

2011 wird das Jahr der Automobilaktien

Ich habe mich die letzten Tage bewusst mit meinen Prognosen etwas zurückgehalten, wahrscheinlich hätten mich einige dann wieder für ansatzweise verrückt erklärt oder mir zumindest vorgeworfen ein unverbesserlicher Perma-Bulle zu sein. Die allgemeine Stimmung war schlecht und die Lage in Europa erneut sehr bedrohlich für die Aktienmärkte, Die Chinesen drohen mit Zinserhöhungen und würgen die Konjunktur ab, der Euro fällt ins bodenlose,  es tobt ein Währungskrieg, und was ich nicht alles gelesen habe… Es ist wie immer die Meinungsmache der Medien beeinflusst Anleger und damit die Kurse. Gerade in diesen Phasen wünsche ich mir ein wenig mehr Eigenverantwortung bei den Anlegern, und nicht selten auch eine etwas objektivere Betrachtungsweise der Dinge.

Ich gehöre nicht unbedingt zu den Menschen die sich von der allgemeinen Meinung anstecken lassen, deswegen möchte ich nun doch einmal kurz meine Sichtweise der Dinge skizzieren. Die angespannte Lage in Irland wirft Ihre Schatten erneut auf die Euro-Region, und komischer Weise passiert dies zur selben Zeit da auf dem G 20 Gipfel beschlossen wird, dass man sich nicht auf einen weltweiten Währungskrieg einlassen will. Alle Beteiligten waren sich zum ersten mal seit langer Zeit einig , die neue große Harmonie! Tatsächlich ist die Irland-Krise in der jetzigen Zeit gar nicht mal so schlecht für Europa und dies insbesondere für den Export-Vize-Weltmeister Deutschland. Unsere Waren werden damit wieder deutlich attraktiver für Käufer aus dem Ausland, und genau das ist es um das neu erfundene Wirtschaftswunder in Deutschland weiterhin unter Feuer zu halten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Unter der Voraussetzung das die Politiker in Europa intelligent genug sind hier keinen erneuten Flächenbrand a la PIGS-Panik zu erzeugen, sind die Entwicklungen eigentlich ganz positiv, oder zumindest nicht so negativ wie uns das die Presse glauben machen will. Auch die drohende Zinsanhebung in China ist mittelfristig eher ein Segen als ein Fluch. China kämpft gerade gegen die massiv drohende Inflation ,und mit einer ähnlichen Immobilienblase, wie wir sie in Amerika kurz vor dem Zusammenbruch gesehen haben. Ein schwacher Yuan verursacht auch unter anderem über steigende Rohstoffpreise eine zusätzlich importierte Inflation. Ein probates Mittel um übermäßiges Wirtschaftswachstum zu bremsen ist also die Aufwertung der Währung, somit würden letztlich auch die Rohstoffe wieder günstiger werden, die heiße Luft kann aus dem Immobilienmarkt entweichen, und die Inflationsgefahr wäre zunächst eingedämmt.

Alles in allem bleibe ich trotz diese Störfeuer der Ansicht, dass wir noch eine schöne Jahresendrallye sehen könnten. Charttechnisch ist die Lage inzwischen sicherlich etwas angespannter als noch vor ein paar Tagen, dennoch ist noch nichts nachhaltiges passiert. Lediglich die Unterseite des Aufwärtstrends wurde im S%P 500 bei 1.173 Punkten getestet, der Dow Jones wollte die 11.000 nochmal sehen, und der DAX scheint sich momentan von den direkten Zusammenhängen mit den US Indizes komplett gelöst zu haben, und führt ein Eigenleben. Auch das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Deutschland zu den großen Gewinnern in Europa gehört und die USA immer mehr an Einfluss verlieren. Der DAX hat sich in diesem Jahr deutlich stärker entwickelt als alle anderen europäischen Indizes, und zieht den Neid der Nachbarn auf sich…

Es bleibt dabei…“Es werden keine Gefangenen gemacht„, die 7.000 Punkte im Dax halte ich in diesem Jahr noch für möglich, bis Ende Januar sogar 7.200 Punkte. Wir steuern auf ein weiteres spannendes Börsenjahr zu…ich habe bereits angefangen an der Jahresprognose für 2011 zu schreiben, die ich natürlich auch hier im Newsletter rechtzeitig veröffentlichen werde. Für dieses Jahr hatte ich im Dezember letzten Jahres einen Dax-Höchststand von 6.832 Punkten prognostiziert, diesen werden wir wohl demnächst erreichen. Für das kommende Jahr sei vorab soviel verraten, es wird ein außergewöhnliches Börsenjahr, und es wird das Jahr der Autobauer…

Noch ein abschließendes Wort zu den Solaraktien die immer weiter unter die Räder kommen. Wie in anderen Bereichen auch ist hier gezieltes Stock-Picking sehr wichtig. Nicht jedes Unternehmen auf dem „Solar“ steht wird auch dauerhaft erfolgreich sein, und seinen Aktionären schöne Gewinne bescheren. Lassen Sie sich nicht zu irgendwelchen unbedachten Handlungen hinreißen, und überlegen Sie sorgfältig bei welchem Unternehmen es, auf Sicht der kommenden 12 Monate, eine berechtigtes Gewinnpotenzial besteht. Wir haben uns im Investors Inside Blog in den letzten Tagen intensiv damit auseinandergesetzt und unsere Einstellung zu den einzelnen Aktien dort veröffentlicht.

.

Brauchen wir die Deutsche Rohstoff AG ?

Deutschland plant die Deutsche Rohstoff AG. Auch ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz hat sich hat sich heute öffentlich für eine Gründung einer «Deutschen Rohstoff AG» ausgesprochen. Zunächst war dieser Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle teilweise eher skeptisch aufgenommen worden. Mittelfristig dürfte eine solche Vereinigung von deutschen Unternehmen aber durchaus sehr sinnvoll sein, um sich von den Abhängigkeiten am Rohstoffmarkt etwas unabhängiger zu machen. Schulz nannte die Versorgungssicherung die «wichtigste Herausforderung in den kommenden Jahren» und fragte: «Warum sollen wir Afrika den Chinesen überlassen?».

Die Chinesen kaufen bereits seit längerem große Abbaugebiete für Rohstoffe, insbesondere in Afrika auf um den ständig steigenden Rohstoffhunger der Nation auch in Zukunft noch decken zu können. Es tobt ein Wirtschaftskrieg hinter den Kulissen. Der Kampf um die Rohstoffe wird sich wohl auch in der Zukunft weiter zuspitzen. Wer über die Ressourcen verfügt kann die Preise diktieren, und hat einen enormen politischen Einfluss. Zuletzt konnte man überall lesen, dass momentan einzig und (fast) alleine China über genügend Vorkommen an sogenannten „seltenen Erden“ verfügt, und die produzierenden Unternehmen dieser Welt immer mehr befürchten, dass dies mittelfristig zu einer Verknappung bzw. Produktionsstillstand, und damit einhergehenden Preissteigerungen führen könnte. China beherrscht den Weltmarkt für Seltene Erden zu etwa 97 Prozent. Gerade weil China als Exportweltmeister immer mehr Waren im eigenen Land produziert wird immer weniger dieser kostbaren Rohstoffe exportiert.

Das kann natürlich weder politisch noch wirtschaftlich gewünscht sein. Umso bemerkenswerter ist es, dass unsere Politiker diese Situation nicht nur erkannt haben, sondern mittelfristig auch etwas daran ändern wollen. Geht man noch etwas weiter müsste man eine solche Lösung auch auf andere Gebiete anwenden. Denn nicht nur Abbaugebiete für Rohstoffe werden von den Chinesen in den vergangenen Jahren massiv gekauft, sondern auch Agrarflächen. Alles was nur ansatzweise nach einem fruchtbaren Acker aussieht wird von China aufgekauft. Die Chinesen haben nämlich ein nicht ganz unentscheidendes Problem. Trotz ihres Reichtums an Rohstoffen fehlen landwirtschaftliche Anbauflächen um die 1,3 Milliarden Mäuler zu stopfen. China ist nicht nur der weltgrößte Exporteur von Waren, sondern auch der größte Importeur von Lebensmitteln.

Noch ist es also nicht so dramatisch eine gewisse Abhängigkeit von den Chinesen zu haben, da wir auf der anderen Seite etwas besitzen was die Chinesen dringend brauchen. Gelingt es China irgendwann autark zu werden, und genügend Lebensmittel für die eigene Versorgung zu produzieren gerät diese Symbiose aus dem Gleichgewicht und die Abhängigkeiten dürften dann auch verstärkt politisch eingesetzt werden. Um so mehr ist es ratsam sich rechtzeitig darauf einzustellen, und entsprechend gegen zu steuern. Das Projekt wird derzeit von der Bundesregierung und dem Bundesverband der Deutschen Industrie diskutiert, und es bleibt zu hoffen, dass die Tragweite eines solchen Projektes allen bewusst ist. Die Wirtschaft hat die Problematik erkannt , nun muss die Politik folgen.

Chinesen lieben Volkswagen!

„Wir werden eine neue Bestmarke erreichen“, sagt Christian Klinger. Außerdem soll der Vertrieb „massiv ausgebaut werden. das was eigentlich bereits lange vermutet wurde machte Vertriebsvorstand Klinger nun offiziell. Dieser Optimismus kommt nicht zufällig, insbesondere die Absatzzahlen aus China ließen den Autobauer aus Wolfsburg die selbst gesetzten Ziele immer weiter anheben. Volkswagen will in den kommenden Jahren massiv in ein erweitertes Händlernetz in der Volksrepublik investieren, und die Zahl der Händler auf 2.600 glatt verdoppeln. Der Konzern erhofft sich dabei bereits im kommenden Jahr bis zu zwei Millionen Fahrzeuge alleine in China absetzen zu können.

Im Jahr 2009 hatte der VW-Konzern mit 6,3 Millionen abgesetzten Autos den bis dahin besten Wert der Firmengeschichte erreicht, und das wohlgemerkt trotz der weltweiten Autokrise. Bis Ende September diesen Jahres verkaufte Volkswagen nun ebenfalls erstmals in der Firmengeschichte über fünf Millionen Autos. Im Jahr 2009 waren es zu diesem Zeitpunkt erst 4,76 Millionen abgesetzte Fahrzeuge gewesen. VW-Chef Martin Winterkorn hat dem Konzern das Ziel gesetzt, bis spätestes 2018 Toyota als Weltmarktführer abzulösen, und scheint dabei auf einem guten Weg zu sein Der Kfz-Absatz soll bis dahin auf mehr als zehn Millionen Fahrzeuge steigen, sicherlich ein ambitioniertes aber nicht unerreichbares Ziel! Toyota lag im Krisenjahr 2009 noch bei 7,8 Millionen abgesetzten Fahrzeugen.

Die eingeschlagene Strategie dürfte sich für den VW Konzern weiterhin auszahlen. Auch die Expansion in einen weiteren gigantischen Absatzmarkt wie Indien dürfte sich wohl bereits im kommenden Jahr auszahlen. Angesichts dieser Wachstumsaussichten erscheint die VW Aktie bereits heute deutlich zu günstig zu sein. Auch die ausgegebenen Kursziele der Analysten von 110 bis 130,- Euro je Vorzugsaktie werden wohl in Kürze noch einmal überarbeitet werden. Sollte es VW gelingen die gesteckten Ziele zu erreichen halte ich auch Kurse von weit über 200,- Euro in den kommenden Jahren für möglich.

China kauft in Griechenland ein! Eine Chance für Dryships?

Laut Presseberichten von heute plant China größere Investitionen in Griechenland. Diese Meldung dürfte wohl für die arg gebeutelten Hellenen und den Rest Europas erst einmal für Entspannung sorgen. Die Financial Times berichtet heute, dass die Verträge für diese groß angelegte Kooperation der beiden Nationen bereits beim kommenden Besuch des chinesischen Vizepräsidenten, Zhang Deijang unterzeichnet werden sollen. China plant dem Bericht zur Folge größere Beteiligungen in den Bereichen Telekommunikation und Seeverkehr. Weiter sei auch der Bau von neuen Schiffen geplant, was mich natürlich sofort auf eine der interessantesten Reedereien bring die in Griechenland ansässig ist. Die Rede ist von Dryships, einem Unternehmen, dass ich bereits seit längerem auf meiner Watchlist habe, und auch schon mehrfach in diesem Blog vorgestellt habe.

Der chinesische Staatsfond hat sich bereits vor einer Weile an dem Großkonzern Cosco beteiligt. Cosco wiederum hat den Hafen von Piräus übernommen, und will diesen nun zum größten Umschlagplatz für Waren aus aller Welt (insbesondere wohl aus China) umbauen. Diese Vorgehensweise macht für China durchaus Sinn, man stärkt damit seine Position in einem der größten Absatzmärkte für chinesische Produkte und kontrolliert einen wesentlichen Teil der Schifffahrt in Europa.

In diesem Zusammenhang habe ich mir heute noch einmal die Aktie von Dryships näher angesehen. Charttechnisch erscheint der Titel erst einmal ausgebombt. Ich halte das Risiko nach unten auf diesem Niveau für einigermaßen überschaubar. Dryships leidet aber seit längerem unter Liquiditätsengpässen, und ist finanziell noch lange nicht über den Berg. Der Titel eignet sich nur für spekulative Naturen, die auch einen Totalverlust verschmerzen könnten! Gelingt es dem Unternehmen aber wieder fahrt aufzunehmen, eventuell gar mit chinesischer Hilfe, dürfte DRYS einer der interessantesten Anlagemöglichkeiten im weltweiten Logistikbereich für langfristig orientierte Anleger sein. Ob Dryships von dem chinesischen Engagement in Griechenland profitieren kann ist noch völlig ungewiss und reine Spekulation meinerseits..

Gefangen im Politik-Wirtschafts-Börsen-Nirvana

Ich will es mal so beschreiben…gestern haben die Märkte gerade noch einmal die Kurve gekriegt…vorerst! Die Lage an den internationalen Aktienmärkten ist weiterhin höchst instabil, und auch wenn die US Indizes gestern gegen Handelsende noch einmal kräftig angezogen haben bleibt die Unsicherheit, ob dies lediglich eine technische Erholung war, oder sich die Märkte nun an den entscheidenden Marken wieder fangen werden. Mal ganz ehrlich…bei der momentanen politischen Lage in Europa kann man es den Anlegern nicht einmal verdenken, dass sie aktienmüde geworden sind. Bei mir schleichen sich nun auch erste Anzeichen einer „Ich habe keine Lust mehr“ Mentalität ein. Der tägliche Kampf gegen die politische Willkür und deren wundersame Blüten erscheint ein wenig sinnlos.

Dennoch, heute haben wir dann im späten Handel noch eine kräftige Erholung an den asiatischen, insbesondere den chinesischen Börsen gesehen. Das ist zunächst ein gutes Zeichen, da auch der Verlauf der Börsen dort, in den letzten Wochen eher besorgniserregend war. Es wurde und wird immer wieder über eine Überhitzung der chinesischen Märkte berichtet. China gilt unverändert als Wachstumsmotor, und wenn dieser stottert, dann fürchtet der Rest der Welt wieder Schlimmstes. Zwei Dinge gibt es dazu vielleicht an dieser Stelle noch zu sagen..erstens belegen wohl die neuesten Absatzzahlen, gerade auch von Volkswagen, recht deutlich, dass zumindest von der Konsumseite in China gar nichts stottert. D.h. als Absatzmarkt für exportstarke Länder und Unternehmen bleibt China erste Wahl, und wird bei manchen Aktionären noch für viel Freude sorgen!

Zweitens, sehe ich die Konsolidierung an den chinesischen Börsen eher positiv, denn genau eine solche Konsolidierung verhindert eine Überhitzung, oder bremst diese zumindest ein. Die Situation auf den chinesischen Immobilienmarkt, und auch die Fiskalpolitik des Landes bleiben aber ein deutlicher Unsicherheitsfaktor. Auch hier werden irgendwann drastische Einschnitte erforderlich sein, das kann aber noch eine ganze Weile dauern. Aber zurück zum US Markt…

Der Dow Jones konnte gestern ebenfalls wieder etwas Boden gut machen, befindet sich aber immer noch unter der so wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Von Entwarnung kann also keinesfalls die Rede sein! Gestern zeigte der Nasdaq deutliche Schwäche, dies dürfte aber in erster Linie mit den zahlreichen Herabstufungen einiger Internettitel zu erklären sein, die auch entsprechend an Wert verloren haben. Beim S&P 500 ist die Lage ähnlich angespannt. Wie bereits in den letzten Newslettern berichtet ist hier die Marke von 1.040 Punkten extrem wichtig und sollte nicht dauerhaft unterschritten werden, denn dann droht wirklich ein weiterer Absturz der US Börsen mit deutlich tieferen Kurszielen. Ich persönlich gehe immer noch davon aus, dass es auch in dieser schwierigen Situation möglich ist, dass die Märkte wieder nach oben drehen,

Es sind mehrere Gründe die mich immer noch optimistisch stimmen. Zum einen der unglaubliche Pessimismus der meisten Marktteilnehmen, der inzwischen teilweise seltsame Blüten treibt. Dann wäre da noch die Tatsache, dass inzwischen einige Aktien, gerade in den USA, neue Tiefststände ausgebildet haben, sprich noch unter den damals völlig übertriebenen Ausverkaufskursen nach dem Crash notieren. Gerade dieser Umstand ist sicherlich ein nicht ganz zu vernachlässigender Punkt! Es könnte sich also durchaus lohnen, wenn man sich demnächst, und vor allem langfristig, zu diesen Grabbeltischkursen ein paar interessante US Werte ins Depot legt.

Die Charttechnik bei den meisten Indizes spricht ebenfalls eine deutliche Sprache, die man wohl salopp mit „Hopp oder Topp“ bezeichnen könnte. Soll heißen, dass sich der weitere Weg der Börsen an diesem Punkt nun entscheiden muss! Selbst ein weiterer Verlauf  seitwärts auf diesem Niveau würde wohl früher oder später, dann in einem Absturz enden. Die Börse braucht eben klare Signale, ebenso wie die Bürger eines Landes von Ihrer Regierung. Solange wir beides nicht haben, schweben wir irgendwo im Politik-Wirtschafts-Börsen-Nirvana!

Ich erwarte also demnächst ein klares Signal in die ein- oder andere Richtung, das politische Rumgeeiere sollte bald ein Ende haben, dann erholt sich auch der Euro wieder und damit die Börsen. Vielleicht hilft es ja auch schon, wenn unsere Politiker einfach mal zwei bis drei Wochen gar nichts sagen 🙂 Dennoch sei zum Abschluss noch erwähnt, dass auch mein Optimismus seine Grenzen kennt. Sollten die Börsen weiter abtauchen, und die Politiker weiter so agieren, wie dies in den vergangenen Wochen der Fall gewesen ist, werde ich wohl mal eine Sommerpause einlegen, und empfehle Ihnen dann dasselbe. Bis dahin alles Gute..

Der Euro bestimmt weiterhin die Richtung

Und wiedermal Euro-Panik an den Börsen! Der Wechselkurs zum Dollar ist heute Nacht, nach gemischten Vorgaben aus Asien, erneut unter die Marke von 1,22 abgesackt, und dürfte heute im Verlauf des Tages wohl auch die 1,21 noch testen wollen.  Das hat mittlerweile schon etwas Faszinierendes, wie innerhalb kürzester Zeit die positive Stimmung in erneute Panik umschwenken kann. Auslöser dieses erneuten Kursrutsches war unter anderem offenbar der heute veröffentlichte Einkaufsmanager-Index aus China. Bereits zum zweiten Mal in Folge ist der Wert des Index nun gefallen, und sofort wird der Wachstumsmotor dieser Welt in Frage gestellt. Ich halte diesen leichten Einbruch eher für mehr als verständlich angesichts der konjunkturellen Lage, ganz im Gegenteil, der Rückgang ist daran gemessen eigentlich eher noch sehr bescheiden ausgefallen…

Bereits am Freitag brachte auch die Ratingagentur Fitch deutliche Unruhe in die Erholung der Aktienmärkte, indem Spaniens Bonitätsrating nach unten genommen wurde. Da half dann auch die Zusage, dass man seitens Fitch das Rating nun für ein Jahr nicht mehr verändern wolle, eher wenig. Die US Aktienmärkte gaben darauf hin zum Wochenausklang noch einmal kräftig nach. Schwerwiegender für den Kurs des Euro dürfte aber wohl die heute aufgekommenen Sorgen um ein Bonitätsrisiko Frankreichs und Italiens sein. Frankreichs Haushaltsminister Francois Baroin hatte am Sonntag die Beibehaltung des aktuellen Ratings als „Herausforderung“ bezeichnet. Wie nervös die Märkte auf solche Äusserungen momentan reagieren kann man heute mal wieder direkt am Eurokurs ablesen. Mich würde es nun auch nicht mehr wundern, wenn nun auch Deutschland bald an der Reihe wäre…Vielleicht sollten sich europäische Politiker mit Ihren Aussagen momentan einfach mal etwas zurückhalten, dann müssten wir ein paar Milliarden weniger ausgeben um die Situation zu stabilisieren.

Aber, bei aller Unruhe sollte man nicht vergessen, dass die Investition in Sachwerte, in Form von Unternehmensbeteiligungen in ausgewählte Titel, sprich Aktien, eine der besten Möglichkeiten ist von solchen Entwicklungen langfristig zu profitieren. Es ist also nicht ratsam sich von der allgemeinen Panik anstecken zu lassen und die zuletzt erworbenen Qualitätsaktien nun wieder unlimitiert in den Markt zu werfen. Denn aus konjunktureller Sicht sieht es deutlich besser aus als uns dies die Medien in den letzten Wochen glauben machen wollen. Erst heute konnte wieder ein ordentlicher Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen in Deutschland verzeichnet werden. 80% aller amerikanischen Unternehmen haben zuletzt bessere Zahlen geliefert als dies von Analysten erwartet worden ist, in Deutschland liest sich diese Bilanz ähnlich gut. Es gilt also weiterhin, nach aussichtsreichen Titeln Ausschau zu halten und zu gegebener Zeit zu investieren…

Die Situation an den Märkten ist natürlich alles andere als beruhigend, vor allem die Feststellung, dass die Stimmung jederzeit extrem kippen kann macht ein effektives Trading gerade etwas schwer. Der Euro hält die Märkte weiterhin fest im Griff, und so lange dies so ist werden die extremen Schwankungen an den Börsen nicht aufhören. Normalerweise kehrt aber auch irgendwann ein gewisser „Sättigungsgrad“ an schlechten Nachrichten ein. Spätestens mit der nächsten Berichtssaison rechne ich wieder mit einer Beruhigung der Situation. Dann könnten sich erstmals auch die positiven Aspekte einer Euro Schwäche in den Bilanzen der deutschen und europäischen Exporttitel niederschlagen. Wer seine Nerven schonen will, und noch nicht investiert ist, bleibt aber lieber noch etwas an der Seitenlinie bis es soweit ist. Für alle aktiven Trader bleibt Vorsicht in Form einer StoppLoss-Strategie oberstes Gebot.

Deutlicher Gewinnsprung bei Volkswagen

Nach einem Verlust von 279 Millionen im Vorjahreszeitraum konnte der VW Konzern heute einen deutlichen Gewinnsprung vorweisen. Im abgelaufenem Quartal haben die Wolfsburger nun 848 Millionen Euro verdient. Vor Steuern erwirtschaftete der VW Konzern 703 Millionen Euro Besonders profitieren konnte VW von den guten Geschäften in China, aber auch in Westeuropa und Nordamerika hat die Nachfrage nach der Marke VW weiter deutlich angezogen. Die Marke Volkswagen kam auf 416 Millionen Euro, nach einem Verlust im Vergleichsquartal von 279 Millionen Euro. Noch besser schlug sich die Ingolstädter Schwestermarke Audi. Sie erzielte in den ersten drei Monaten einen operativen Gewinn von 478 Millionen Euro. Weiterhin hohe Verluste verzeichnete die spanische Tochter Seat mit einem Minus von 110 Mio EUR. Auch die britische Luxusmarke Bentley und die Nutzfahrzeuge schrieben rote Zahlen. Die Umsatzerlöse des Gesamtkonzerns im ersten Quartal konnten um 19,4 Prozent auf 28,6 Milliarden Euro gesteigert werden.

Die VW Story dürfte also noch ein wenig weiter gehen. Die neue Strategie des Unternehmens verspricht auch weiterhin hohes Wachstum und gute Absatzzahlen. Besonders die neuen Expansionspläne in die Schwellenländer China und Brasilien sowie die Neuausrichtung auf ökologische Fahrzeuge sollten ihren Beitrag dazu leisten. Die Nutzfahrzeugsparte wird ebenfalls gerade unstrukturiert und auch hier zeichnet sich eine baldige Besserung ab. Einzig und alleine das Luxussegment macht ein wenig Sorgen, Aber auch hier dürfte zwangsläufig , bei weiter steigenden Börsen und damit verbundenem Wohlstand bald wieder Belebung einkehren. Ich hatte ja bereits heute Morgen in unserem Newsletter darauf hingewiesen, dass der Aktienkurs nun wieder deutlich steigen sollte. Einige Leser sind dem Rat gefolgt und freuen sich jetzt schon über schöne Gewinne. Kurse unter 72,- Euro können heute noch bequem zum Einstieg für langfristig orientierte Anleger genutzt werden.

Wunschanalyse Shanda Games Ltd.

Herzlich Willkommen zur Wunschanalyse von Sharewise in Zusammenarbeit mit Stephan Heibel vom Heibel-Ticker.de Börsenbrief (www.heibel-ticker.de) und Rainer Hahn von EMFIS.com. Unsere Mitglieder haben sich diese Woche eine Analyse der Shanda Games Ltd. gewünscht.

Shanda Games Ltd. laut Sharewise.com:

Prognostiziertes Kursziel kaufen halten verkaufen
1 Mitglied Ø 9,00 € 1 0
0 Analysten Ø kein 0 0 0

Shanda Games Ltd. (WKN A0Y A15, ISIN US81941U1051, Marktkapitalisierung: ca. 750,00 Mio. US$, ca. 540,00 Mio. Euro)


Firmenlogo Shanda Games Ltd.

PROFIL

Shanda Games Ltd. zählt zu den Top3 der chinesischen Online Spiele Anbieter. Das Unternehmen produziert eigene Online Spiele und vertreibt diese im Internet. Jüngst expandierte Shanda Games auch im Ausland. Mit der Übernahme der Mochi Media stieg Shanda Games nun auch im US-Markt ein. Shanda Games ist die börsennotierte Tochtergesellschaft der Shanda Interactive Entertainment und ging 2009 an die NASDAQ. Dabei war Shanda Games im vergangenen Jahr mit einem Emissionsvolumen von über 1 Mrd. US$ der größte Börsengang an der US-amerikanischen Technologiebörse. (mehr …)

Top