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Commerzbank, Daimler und Peugeot im Chartcheck – ausgebrochen und bestätigt!?

Ich habe heute nicht allzu viel Zeit zum Schreiben, dennoch möchte ich ein kurzes Markt- oder Trading Update zu den interessantesten Werten des Tages veröffentlichen:

Allen voran wären da wohl die beiden deutschen Bankentitel der Commerzbank und Deutschen Bank zu nennen, die heute davon profitieren dass die BaFin angekündigt hat die Boni der Banker in Zukunft strenger reglementieren, bzw. kürzen zu wollen. Das würde sich natürlich auch deutlich positiv auf die Ergebnisse der Banken auswirken, und wird somit heute schon eingepreist. Zudem profitieren die Aktien heute von den  Zugeständnissen der Bankenaufsicht zum Aufbau von Liquiditätsreserven. Die Commerzbank Aktie ist mit der heutigen Bewegung endlich nach oben ausgebrochen…schwächelt aber schon wieder. Ich traue dem Braten nicht!

CoBa Chart Ausbruch

Bei Daimler beflügelt heute die Meldung, dass der chinesische Staatsfonds sich mit 4 bis 10 Prozent an dem Unternehmen beteiligen will, den Aktienkurs. Nach dem Rückzug von Daimlers größtem Einzelinvestor Aabar aus Abu Dhabi  wäre der Staatsfonds China Investment Cooperation (CIC) sicherlich ein guter Ersatz. Die Aktie der Stuttgarter hat mit der heutigen Kursbewegung nun die erste wesentliche Hürde genommen um aus der seit 2 Jahren bestehenden Keil-Formation nach oben auszubrechen. Endgültig bestätigen würde sich dies aber erst oberhalb von 47,50 Euro!

Daimler Chart Ausbruch aus dem Mega Keil

Unser spekulativer Trading Tipp vom Dezember ist voll aufgegangen! Die Peugeot Aktie kann heute noch einmal um über neun Prozent zulegen und notiert aktuell bereits 52 Prozent höher als am Kauftag nach unserem Newsletter damals. Einen konkreten Grund für den heutigen Anstieg konnte ich bislang nicht erkennen, es dürfte sich aber weiterhin um Spekulationen auf eine baldige Unterstützung des Konzerns durch die französische Regierung handeln. Der Chart sieht klasse aus…nächstes Kursziel und die entscheidende Hürde liegen bei 7,28 Euro. Unbedingt dabei bleiben!

Peugeot Aktie Chart

Ich wünsche Ihnen einen schönen Start in die Woche…!

Commerzbank – Ja was denn nun?

Die Commerzbank Aktie konnte zuletzt von dem freundlichen Börsenumfeld wieder etwas profitieren. Dennoch lässt die Jahres-Performance der Aktie im Vergleich mit der Gesamtbranche weiterhin zu wünschen übrig. Nicht einmal die zuletzt beschlossene Hilfe für Griechenland, und der damit ausbleibende Schuldenschnitt für das Land, konnten die Aktie der zweitgrößten deutschen Bank auf Trab bringen. Und so stand auch gestern wieder lediglich ein kleines Plus von 0,43 Prozent auf dem Kurszettel. Damit bleibt die Aktie zwar in dem seit Mitte November bestehenden Aufwärtstrend, ein überzeugendes Comeback sieht allerdings anders aus…

 

Die Commerzbank Aktie hat nun die wichtigen Widerstände bei 1,38 und 1,40 Euro überwunden. Damit hat sich aus charttechnischer Sicht das Bild nun wieder etwas aufgehellt. Dennoch bleiben die Hürden bei 1,447 und 1,46 Euro der weiterhin „kriegsentscheidende“ Bereich, den es unbedingt wieder zu überwinden gilt. Aber selbst ein erfolgreicher Test dieser Kursniveaus wäre noch kein zwingender Grund jetzt wieder in die Aktie zu investieren. Denn hier treffen gleich drei ganz entscheidende Linien aufeinander. Bei ca 1,47 Euro verläuft zudem die 200-Tage-Linie! Letztlich muss der starke Widerstandsbereich bei ca. 1,515, der die obere Begrenzung des Abwärtstrends markiert, wieder überwunden werden, bevor man sich ernsthafte Gedanken über die Zukunft der Aktie machen kann.

Sollten diese Hürde genommen werden, wäre das nächste Kursziel die Marke von 1,56 Euro, danach das Zwischenhoch vom September bei 1,65 Euro. Darüber hinaus gibt es bis zur runden Marke von 2,00 Euro nur noch wenige ernstzunehmende Widerstände… Bis dahin bleibt aus meiner Sicht aber vorläufig alles beim Alten. Die Commerzbank Aktie befindet sich immer noch im charttechnischen Niemandsland. Dementsprechend vorsichtig sollte man hier auch agieren. Denn ein erneutes Abtauchen der Aktie unter 1,38 Euro wäre sehr negativ zu werten…!

DAX, S&P 500 im Chartcheck, Apple, Metro, K+S, Commerzbank und VW und Porsche im Fokus

Ich fasse mich heute ein wenig kürzer, denn zum einen habe ich ja bereits in den letzten Newsletter Ausgaben schon umfangreich zur aktuellen Situation an den Börsen Stellung genommen und zum anderen war ich gestern auf dem Oktoberfest und bin somit nur bedingt einsatzfähig… 😉  Der DAX hat sich also nun vorerst entschieden den seit Monaten bestehenden Trend wieder aufzunehmen und ist von der unteren Begrenzung dieses Trends wieder nach oben abgedreht. Das ist natürlich zunächst einmal eine weiteres bullishes Zeichen. Die Gefahr eines Trendwechsels ist damit zwar noch nicht abschließend gebannt worden, ich rechne aber damit dass sich dieser positive Trend nun weiter fortsetzen dürfte. Eine wesentliche Rolle bei der weiteren Entwicklung des DAX spielen dabei die nächsten Hürden bei 7.422, das letzte Hoch bei 7.478 und das Verlaufshoch aus dem Juli 2011 bei 7.527 Punkten. Die nennenswerten Unterstützungen liegen aus meiner Sicht nun bei 7.339, 7.285 und 7.198 Punkten.

 

 

Nun muss also die angehende US Berichtssaison neue Impulse oder gar eine finale Entscheidung liefern. Die Erwartungen des Marktes für das abgelaufene dritte Quartal des Jahres sind entsprechend gering, sodass die grundsätzlich die Möglichkeit besteht dass selbst schlechtere Zahlen dann immer noch als gut empfunden werden, weil man im Vorfeld bereits schlimmeres erwartet hat. Aus diesem Blickwinkel halte ich die allgemein vorherrschende Angst vor der nun kommenden Berichtssaison für übertrieben. Sicherlich wird es den ein oder anderen Ausreißer geben, der die Aktienkurse einzelner Unternehmen dann auch mal kurzzeitig deutlich belasten kann. Ein erster Vorbote auf entsprechend heftige Kursschwankungen bei einer Enttäuschung war beispielsweise die Reaktion der Metro Aktie auf die (erwarteten) Gewinnwarnung am  Freitag. Solche extremen Kursausschläge könnten wiederum aber für längerfristig orientierte Anleger genau die Einsstiegschance bieten auf die sie schon so lange gewartet haben.

Ich gehe zudem nicht davon aus dass wir quer über alle Branchen nun einen negativen Trend bei der Gewinnentwicklung sehen werden. Die jüngsten US Daten sprechen eine ganz andere Sprache. Der neue Optimismus der Einkaufsmanager, ebenso wie die Daten vom Häuser- und Arbeitsmarkt zeigen dass die jüngsten Maßnahmen der FED nun bald ihre volle Wirkung entfalten werden. Wie lange diese positive Stimmung anhalten wird, kann natürlich aus heutiger Sicht nicht abschließend beurteilt werden. Ich erinnere auch noch einmal daran dass trotz dieses neuen Optimismus sowohl das Damoklesschwert des sogenannten Fiscal Cliff als auch der Ausgang der US Präsidentschaftswahl weiterhin über den Märkten schweben wird. Das letzte TV Duell der beiden Anwärter hat die Karten erst einmal wieder neu gemischt, nachdem es zuvor eher nach einer Wiederwahl Obamas ausgesehen hatte. Auch die nächsten beiden TV Termine werden somit die Börsen in die ein oder andere Richtung beeinflussen..!

 

 

Der S&P 500 wäre am Freitag fast über das letzte Hoch bei 1.468 Punkten ausgebrochen. Zunächst sah alles danach aus als könne auch die Jahreshöchstmarke bei 1.474 Punkten noch geknackt werden. Doch dann kam erneuter Verkaufsdruck auf, der den Index bis zum Handelsschluss wieder zurück auf Los geschickt hat. Auch wenn in der letzten Handelsstunde noch einmal eine Gegenbewegung eingeleitet werden konnte muss man nach diesem Abverkauf zumindest weiterhin im Hinterkopf behalten, dass es sich hier nun unter Umständen auch um eine vorübergehende Topbildung in den Indizes, ebenso wie bei einigen Aktien handeln könnte. Das beste Beispiel dafür ist auch der aktuelle Chart der Apple Aktie die, alleine schon durch die schiere Größe des Unternehmens und den direkten Einfluss auf viele Zulieferunternehmen, einen tragende Rolle bei der weiteren Entwicklung der US Börsen spielt.

 

 

Hierzu habe ich am Freitag auf Investors Inside noch einen Artikel veröffentlicht, den Sie unbedingt lesen sollten. Die spannende Frage ist es nun ob es sich auch hier um eine Topbildung bei der Apple Aktie  handelt, oder der Aufwärtstrend demnächst wieder aufgenommen werden kann. Ich persönlich gehe davon aus dass der Markt sehr wahrscheinlich noch das Weihnachtsquartal bei Apple abwarten wird bevor diese Entscheidung dann von den Big Boys an der Wall Street getroffen wird. Zuletzt hat man sich etwas enttäuscht über die Verkaufszahlen des neuen iPhone 5 gezeigt. Wie schon mehrfach hier geschrieben ist das größte Problem für das Unternehmen die gewohnte Innovationskraft  weiterhin aufrecht zu erhalten. Dennoch, auch das iPhone 5 wird sicherlich seinen Weg in die Hände der Apple Fans finden. Das neue kleine iPad, ebenso wie Öffnung des Marktes in China bergen zudem weiterhin hohes Wachstumspotenzial für den Konzern.

Die Apple Aktie hat am Freitag noch weiter nachgegeben und notierte zum Handelsschluss bei 652,- Dollar. Damit wurde auch das letzte Tief  erneut erreicht. Aus charttechnischer Sicht könnte man auch hier die Nackenlinie ziehen, was sogar ein rechnerisches Kursziel von 599 Punkten ergeben würde.  Die Wahrscheinlichkeit dass solche Kursziele nahezu punktgenau abgearbeitet werden ist sehr hoch, auch wenn ein paar Faktoren dagegen sprechen…Ungeachtet dessen könnte sich der Rücksetzer grundsätzlich aber als gute Kaufgelegenheit darstellen, um von einem starken Weihnachtsgeschäft bei Apple zu profitieren. Wo die weiteren kurzfristig spannenden Marken liegen, können Sie im Blog nachlesen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nun erst einmal ein schönes Rest-Wochenden und erfolgreiche Entscheidungen in der kommenden Woche. Weiterhin müssen die Veränderungen an den Börsen und bei einzelnen Aktien aufmerksam beobachtet werden. Die grundsätzliche Richtung stimmt, das bullishe Setup ist weiterhin intakt. „The Trend is your friend until it ends.“ Ein fast schon obligatorischer Rücksetzer am Anfang der Woche würde mich nicht wundern, dieser sollte aber verhältnismäßig ruhig ablaufen und spätestens gegen Mitte der neuen Handelswoche wieder verstärkt gekauft werden, um den allgemein positiven Trend weiterhin aufrecht zu halten…!

viele Grüße, Ihr

Lars Röhrig

P.S. Ein gutes Beispiel für diese Unentschlossenheit in einzelnen Segmenten ist die Kali und Salz Aktie, die ich hier zuletzt auch mehrfach besprochen hatte. Wenn irgendwann auch solche Aktien anspringen ist das ein gutes Zeichen dafür dass die Rally an Breite und Fahrt gewinnt. Natürlich bleiben auch die Aktien von VW, Daimler und Porsche ebenso wie die Commerzbank Aktie weiterhin unter intensiver Beobachtung. Über nennenswerte Veränderungen werde ich Sie selbstverständlich im Blog auf dem laufenden halten.

Commerzbank – The Good, the Bad and the Ugly…

Eine erneut – fast schon tragische – Woche liegt hinter den Commerzbank Aktionären. Nachdem zunächst alles danach aussah als könnte das zweitgrößte deutsche Bankhaus die Kurve nun endlich genommen haben, stürzte das Papier umgehend wieder ab. Die spannende Frage ist nun wie es hier weiter gehen könnte. Dazu heute ein kurzer Blick in die Charttechnik. Natürlich ist mir an dieser Stelle völlig bewusst das charttechnische Betrachtungen, insbesondere bei einer Commerzbank Aktie, die permanent durch Nachrichten beeinflusst wird, eher eine untergeordnete Aussagekraft haben. Dennoch möchte ich hier den Versuch unternehmen den Blick, trotz all dem medialen Getöse, weiterhin auf das Wesentliche zu richten.

The Good

 

Deutlich zu sehen ist, oder besser war, der Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend im Drei-Jahres-Chart der Commerzbank Aktie. Deutlich zu sehen ist auch dass die Aktie weiterhin an der Bodenbildung arbeitet. Zudem habe ich Ihnen hier einmal mein bereits seit längerem bestehendes und ganz persönliches Kursziel eingezeichnet, dass ich für den Fall eines Ausbruchs nach oben (Über 2,20 Euro) als realistisch angesehen hätte. Zum einen verläuft hier der langfristige Abwärtstrend der Aktie, der irgendwann zumindest getestet werden dürfte, und zum anderen sehen Sie das deutliche Gap, dass es noch zu schließen gilt. Weitere kurzfristige Gaps auf der Oberseite hat der letzte Kursrutsch hinterlassen, sodass grundsätzlich eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht dass diese demnächst wieder geschlossen werden. Soweit zur grauen Theorie…

The Bad

 

Der Ausbruch aus dem mittelfristigenAbwärtstrend ist zwar geglückt, wie wir alle wissen, aber leider hat die Aktie dann im Anschluss umgehend auf der Hacke kehrt gemacht. Die hier eingezeichnete Unterstützung (zwischen 1,47 und 1,48 Euro) hätte eigentlich nicht mehr unterschritten werden dürfen. Die hier eingezeichneten Fibonacci Retracements wurden nahezu perfekt abgearbeitet, sodass ein weitere Anstieg im Anschluss an diese Bewegung geradezu mustergültig gewesen wäre. Aber dann kam wiedermal alles anders…

The Ugly

 

Gestern nun kippte der Aktienkurs der Commerzbank unter die wichtige Marke von 1,40 Euro, was sicherlich dazu geführt hat, dass spätestens hier einige Stopp Loss Orders ausgeführt wurden. Hier liegt auch das 61,80 Retracement, dass auch meiner Sicht den letzte Halt bieten dürfte, bevor die Aktie dann endgültig komplett abtaucht. Noch ist sicherlich nicht alles verloren, auch wenn die Entwicklung der Aktie durchaus als enttäuschend bezeichnet werden kann. Gelingt hier die Trendwende, und kann die Aktie wieder über das Level von 1,48 Euro in den kommenden Tagen ansteigen, dann ist alles in Butter. Ein erstes wichtiges Ziel für heute wäre dabei ein Schlusskurs über 1,43 Euro! Fällt die CoBa Aktie hingegen nachhaltig unter die Marke von 1,40 Euro dann wäre zunächst 1,29 Euro und später dann 1,22 Euro das Ziel.

Grundsätzlich habe ich mir persönlich allerdings in den letzten Tagen –  wie offensichtlich viele andere Anleger auch – die „Vertrauensfrage“ gestellt. Nachdem nicht nur von medialer Seite weiterhin und permanent Querschüsse kommen, sondern auch Commerzbank Chef Martin Blessing, aus meiner Sicht nicht gerade ein Meister der positiven Suggestion ist, muss man sich fragen ob ein Investment in die Commerzbank wirklich ein Investment ist oder eher ein Glücksspiel. Ich für meinen Teil habe meine Konsequenzen aus den letzten Pressekonferenzen der Commerzbank gezogen in denen Herr Blessing einen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland herbeiredet. Commerzbank Analysten sehen das offenbar anders. Ich werde den Teil, den ich wie geplant zu 1,65 Euro verkauft habe, nicht wieder in die Commerzbank Aktie stecken. Natürlich bleibt meine Grundposition in der Aktie bestehen, dazu ist die Story einfach zu interessant, den Rest lege ich vielleicht mal vertrauensvoll in die Hände von Herrn Jain und Herrn Fitschen…

TradingUpdate Commerzbank, Jungheinrich, Porsche, VW, Klöckner, Metro, TUI, Vestas uvm…

Nach einer krankheitsbedingten Zwangspause in dieser Woche möchte ich mich abschließend dennoch kurz zum aktuellen Marktgeschehen äussern, da die nun erreichte Marke von 7.000 Punkten im Dax einen ganz wesentlichen Punkt markiert. Wie ich Ihnen in unserem letzten Newsletter geschrieben habe bin ich fest davon ausgegangen dass dieses Ereignis in der laufenden Handelswoche eintreten wird. Grund für diese Annahme war vor allem auch der heutige, kleine Verfallstag für Optionen und Futures. Sieht man sich die aktuell größten Positionen der Stillhalter an, war es naheliegend dass diese Runde Marke als Basis zur Abrechnung der heutigen Kontrakte dienen könnte. Damit ist die nun immerhin zwei Wochen andauernde Seitwärtsbewegung im DAX vorläufig beendet. Die spannende Frage dürfte jetzt also sein was ab Montag nach dem Verfallstag passieren wird.

Die Gefahr dass es sich bei dem Sprung über 7.000 Punkte im Dax um einen sogenannten „Fakeout“ handelt, also ein Fehlsignal, ist ebenso gegeben wie im amerikanischen S&P 500 Index, der gerade an seinen Jahreshöchstständen bei 1.420 Punkten kratzt. Hier lauern nun erst einmal massive Widerstände die es zu überwinden gilt. Das sollte zumindest nicht vergessen werden, denn nicht selten werden solch entscheidende Marken nicht im ersten Anlauf überwunden, oder zumindest noch mehrfach getestet bevor es weiter nach oben gehen kann. Dennoch hat der DAX nun, aus charttechnischer Sicht, durchaus das Potenzial noch bis zu den Marken Von 7.090 und 7.150 Punkten hoch zu laufen. Grundsätzlich besteht oberhalb dieser Marke sogar Potenzial bis an das bisherige Jahreshoch bei 7.190 Punkten. Um diese Marken noch zu erreichen wäre es nun wichtig dass die aktuelle Bewegung am Montag noch einmal bestätigt wird, indem wir weiter steigende Kurse sehen. Spätestens ab Dienstag wissen wir dann also wohin uns die weitere Reise kurzfristig führen wird.

Grundsätzlich bleibt die Tendenz aber weiterhin positiv. Ab 7.200 Punkten im Dax sollte man dann aber kurzfristig wieder deutlich vorsichtiger werden. Zum einen läuft der „saisonale Faktor“ spätestens gegen Ende August langsam aus. Soll heißen, ich erwarte einen durchaus schwierigen September, eventuell sogar noch eine durchwachsene erste Hälfte des Monats Oktober. Zum anderen kann man bereits jetzt wieder deutlich feststellen dass unser aller Freund, die politische Sommerpause, langsam ihr Ende findet. Damit erhöht sich auch das Risiko politischer Turbulenzen an den Kapitalmärkten wieder deutlich. Bereits jetzt bringen sich wieder diverse Politiker in Stellung bzw. meinen offensichtlich dass man sich am schnellsten durch halb durchdachtes Geschwafel wieder etwas mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken kann. Die Diskussion um den Führungsstil unserer Kanzlerin ist da nur eines von vielen Beispielen… (Anmerkung der Redaktion: Diese Kanzlerin hat wenigstens einen Führungsstil!)

Ich möchte heute kurz auf ein paar Einzelwerte zu sprechen kommen, zu meinen weiteren Erwartungen den Gesamtmarkt betreffend habe ich ja in der Vergangenheit mehrfach alles wissenswerte gesagt: Die Jungheinrich Aktie, die ich ihnen in der vergangenen Woche vorgestellt habe, hat erwartungsgemäß den Weg Richtung Norden angetreten. Aktuell notiert der Titel bei ca. 24,70 Euro und somt knappe 16 Prozent über unserem Kaufkurs, was ich als ordentliche Rendite innerhalb von wenigen Tagen ansehen würde. Gelingt es nun die Hürde bei 25,- Euro zu überschreiten dürfte auch noch das Kursziel bei 27,- respektive 28,40 Euro erreicht werden. Die Commerzbank Aktie hat sich inzwischen, nach dem erneuten Schwächeanfall, deutlich erholt. Somit befinden wir uns erneut in der gleichen Ausgangslage wie vor der Veröffentlichung des Halbjahresberichts. Die 38 Tage Linie könnte in Kürze endlich überwunden werden. Die Bankaktie hat, verglichen mit der Kursentwicklung bei anderen europäischen Bankentiteln, dann mindestens einen Nachholbedarf von ca. 30 Prozent. Mein kurzfristiges Kursziel von 1,54 Euro bleibt somit bestehen.

Vorsichtig hingegen wäre ich momentan bei folgenden Werten: Bayer beispielsweise ist ordentlich gelaufen und meiner Meinung nach reif für eine Korrektur, mindestens bis in den Bereich um die 57,- Euro. Bei Rheinmetall bleibe ich bei meiner Einschätzung dass die Aktie in jedem Falle dieses Jahr noch das Gap bei 34,60 Euro schließen wird bevor der Titel nachhaltig steigen kann. Insgesamt bleibt die Nachrichtenlage um den Rüstungskonzern eher gemischt. Auch ein Abtauchen unter die Unterstützung bei 32,50 Euro ist durchaus noch einmal vorstellbar. Nicht allzu euphorisch bin ich ebenfalls bei der K+S Aktie. Auch hier wartet noch ein kräftiges Gap von Anfang Juli auf Schließung. Im Zuge einer baldigen Korrektur im Dax halte ich somit das Erreichen der Marke von 32,80 Euro durchaus noch einmal für denkbar. Wacker Chemie scheint allmählich einen Boden gefunden zu haben, kurzfristig sind hier aber wohl keine deutlichen Kurssteigerungen zu erwarten. Aus meiner Sicht sollte demnächst noch einmal ein Test der Unterstützung bei 50,- Euro anstehen.

Gut gelaufen, und damit eher Kandidaten für baldige Gewinnmitnahmen sind die Aktien von Metro, die weiterhin ein eher bescheidenes Kurspotenzial bieten solange sich die Situation des Unternehmen nicht grundlegend ändert. Zu dieser Kategorie würde ich auch die ThyssenKrupp Aktie zählen, ebenso wie die beiden Energieversorger E.ON und RWE. Es wird Sie als langjährige Leser des Investors Inside Börsenbriefes vielleicht etwas überraschen, aber ich habe meine kurzfristige Sicht auf die Autobauer ebenfalls den aktuellenUmständen angepasst. Alle Aktien von VW, BMW und Daimler bleiben für mich hervorragende Investments. Allerdings gehe ich nicht davon aus dass hier in naher Zukunft noch deutliche Steigerungen des Aktienkurses möglich sein werden. Die Rekordzahlen der letzten Quartale konnten die Kurse nicht in die erwarteten Regionen katapultieren. Im dritten Quartal gehe ich momentan von einer leichten Abschwächung der Dynamik aus, was sich wiederum mit hoher Wahrscheinlichkeit dann in den Aktienkursen widerspiegeln wird.

Die Ausnahme bleibt aus meiner Sicht die Porsche Aktie. Hier wurde seit Monaten alles schlechte teilweise mehrfach eingepreist. Zuletzt erlebte die Aktie einen deutlichen Rücksetzer nachdem bekannt wurde dass ein US Gericht den Antrag auf Abweisung der Klage einiger Hedge Fonds gegen Porsche wegen der gescheiterten VW Übernahme abgelehnt hatte. Porsche ging in Berufung letztlich ist also nichts passiert, der Aktienkurs gab aber erneut kräftig nach. Ich bleibe bei meiner Einschätzung dass das Risiko einer vollumfänglichen Verurteilung Porsches eher gering ist. Alleine der Wert der VW Stammaktien und das damit verbundene mehrheitliche Stimmrecht bei VW ist deutlich mehr wert als die aktuelle Marktkapitalisierung der Porsche SE. Letztlich bleibt die Porsche Aktie, nun nachdem das Automobilgeschäft in den Volkswagen Konzern integriert wurde, eine heiße Wette auf einen positiven Ausgang der Klagen und der Schaffung entsprechender Synergieeffekte im VW Konzern. Mein persönliches Kursziel für Anleger mit Geduld liegt nicht unter 76,- Euro je Aktie.

Fazit: Unter der Voraussetzung dass es gelingen kann die Kurse in den kommenden zwei Wochen noch weiter nach oben zu treiben ist es meiner Meinung nach sehr entscheidend mit welchen Werten man an dieser Phase des vermutlich vorläufig letzten Anstieges des laufenden Quartals teilhaben möchte. Wie ich Ihnen schon in der letzten Woche geschrieben habe geraten die gut gelaufenen Aktien von hochkapitalisierten Gesellschaften bereits seit Tagen ins Stocken während kleinere Nachzügler Aktien noch kurzfristig deutliches Potenzial bieten. Gute Beispiele dafür sind neben Jungheinrich auch Aktien wie Klöckner & Co., Gildemeister, TUI, SAF und Aixtron, um nur ein paar zu nennen. Eine Bauer Aktie ist auf dem aktuellen Kursniveau, unabhängig von der grundsätzlichen Börsenrichtung, für mich persönlich immer einen Kauf wert. Wer es spekulativer mag sieht sich beispielsweise mal die verprügelte Vestas Aktie oder Veolia etwas genauer an. Goldminenaktien wie die von Barrick Gold sind jetzt wieder extrem interessant, während alle großen Rohstoffaktien weiterhin schwach bleiben dürften.

Es würde zu weit führen zu allen von mir beobachteten Titeln hier ein kurzes Update zu schreiben. Ich hoffe Ihnen jedoch mit dieser knappen Übersicht etwas bei Ihren Anlageentscheidungen geholfen zu haben. Und denken Sie bitte immer daran: Man muss dem Trend folgen so lange er läuft. Wenn die Musik dann aber aufhört zu spielen ist es Zeit die Party zügig zu verlassen! In diesem Sinne wünsche ich Ihnen stets die richtigen Entscheidungen und ein erholsames Wochenende.

Dialog Semiconductor Aktie geht auf Tauchstation

Heute ist es passiert – die Dialog Semiconductor Aktie hat sich offensichtlich für einen Ausbruch auf der Unterseite der Bollinger Bänder entschieden. Mit einem aktuellen Kurs von 13,14 Euro ist die Aktie heute unter hohen Umsätzen erneut deutlich gefallen. Das Tagestief lag sogar unter der wichtigen Marke von 13,- Euro, damit dürfte die alte Unterstützung bei 13,50 Euro nun der neue Widerstand sein, den es zu überwinden gilt. Gelingt dies nicht besteht weiterhin die Aussicht auf nochmal deutlich tiefere Kurse. Die nächsten Unterstützungen warten bei 12,50 und 11,90 Euro. Das Deutsche Anlegerfernsehen berichtete kürzlich über massive Insiderverkäufe bei Dialog Semiconduktor die allerdings aus Optionsprogrammen stammen. Zu kämpfen hat das Unternehmen ebenfalls weiterhin mit Problemen bzw. Unterbrechungen bei den Lieferketten infolge der Natur- und Atomkatastrophe in Japan. Insgesamt also eher ein Mix von Nachrichten der weiterhin für Druck bei der Aktie sorgen könnte.

 

In unserem Chartcheck vom 19.Mai.2011 haben wir dazu geschrieben: „Sieht man sich den Chart an so wird deutlich, dass die aktuelle Trading Range zwischen der letzten Unterstützung bei 13,90 und dem letzten Top knapp über der 15,- Euro Marke liegt. Die Bollinger Bänder ziehen sich immer weiter zusammen, was für eine baldige Entscheidung spricht. Natürlich kann der Ausbruch in beide Richtungen erfolgen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, das es wieder nach oben geht, bedingt durch die Unterstützung durch die 200-Tage Linie wohl etwas höher. Die Unterstützungszone zwischen 13,50 Euro und  13,90 Euro sollte also vorerst halten, sprich erste Käufe an dieser Unterstützung sind für spekulativ orientierte Anleger weiterhin interessant. Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Wir werden das Szenario weiterhin aufmerksam beobachten und zu gegebener Zeit entsprechend schnell reagieren.“

Dialog Semiconductor im Chartcheck

Auch wenn  einige Börsenbriefe das anders sehen wollen, die Dialog Semiconductor bleibt in dem Umfeld unserer Meinung nach eher eine Halteposition. Natürlich dürfte die Aktie nun auch entsprechend profitieren wenn die Märkte wieder nach oben drehen, bei 15,- Euro scheint aber vorläufig der Deckel drauf zu sein. Erst wenn der Widerstand bei ca 16,50 Euro nachhaltig überwunden wird kann man davon ausgehen, das die Dialog Semiconductor den Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird. Die zuletzt erfolgten Verkäufe von größeren Adressen deuten aber darauf hin, das dies noch ein wenig dauern könnte. Dennoch, bereits seit Monaten bewegt sich die Aktie in einem quälend langen Seitwärtstrend, der sich nun langsam zuspitzt. Sprich eine Entscheidung in welche Richtung die Aktie in den kommenden Monaten tendieren wird steht unmittelbar bevor.

Kürzlich veröffentlichte das Unternehmen die Zahlen zum abgelaufenen Quartal, und diese lassen drauf schließen, dass operativ weiterhin alles planmäßig läuft. Einziger Wermutstropfen sind die Engpässe die sich durch die Naturaktstrophen in Japan ergeben haben und in naher Zukunft auf des Ergebnis drücken könnten. Der Umsatz konnte um 61,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf 98,5 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Die erst im Februar übernommene niederländische SiTel AG steuerte insgesamt 17,9 Millionen US-Dollar zum konsolidierten Umsatz des Unternehmens bei. Der Konzerngewinn liegt bei 7,9 Millionen US-Dollar, davon entfallen 1,5 Millionen US-Dollar auf die SiTel AG. Für das zweite Quartal wird nun ein konsolidierter Umsatz in Höhe von 107 bis 112 Millionen Dollar erwartet.

Sieht man sich den Chart an so wird deutlich, dass die aktuelle Trading Range zwischen der letzten Unterstützung bei 13,90 und dem letzten Top knapp über der 15,- Euro Marke liegt. Die Bollinger Bänder ziehen sich immer weiter zusammen, was für eine baldige Entscheidung spricht. Natürlich kann der Ausbruch in beide Richtungen erfolgen, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, das es wieder nach oben geht, bedingt durch die Unterstützung durch die 200-Tage Linie wohl etwas höher. Die Unterstützungszone zwischen 13,50 Euro und  13,90 Euro sollte also vorerst halten, sprich erste Käufe an dieser Unterstützung sind für spekulativ orientierte Anleger weiterhin interessant. Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Wir werden das Szenario weiterhin aufmerksam beobachten und zu gegebener Zeit entsprechend schnell reagieren.

Daimler, VW, BMW und Porsche – wie soll man sich nun verhalten?

Die Geschehnisse in Japan und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt wohl überhaupt noch nicht kalkulierbar. Somit stellt sich die Frage ob man diese nicht überschaubaren Risiken tragen will, wenn die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Rückgang der Indizes zumindest überwiegend gegeben ist. Natürlich scheinen einzelne Titel, wie beispielsweise die der Autobauer aufgrund der zu erwartenden Gewinne, bereits jetzt wieder sehr günstig zu sein. Solche Faktoren werden von der Börse aber im Allgemeinen in Krisensituationen völlig außer Acht gelassen. Zumindest für VW und Porsche Aktionäre kann sich also aus meiner Sicht etwas Geduld und Durchhaltevermögen kurzfristig auszahlen, wenn sich die Krise nicht verschärft.

Insbesondere die Daimler Aktie ist momentan aus charttechnischer Betrachtung bereits schwer angeschlagen, wohingegen sich die VW und BMW Aktien noch ganz ordentlich halten. Bei VW wirkt sich wohl aktuell zusätzlich zum hervorragenden Geschäft die Konkurrenzsituation zu Toyota positiv aus. Die Wolfsburger wollen der größte Autobauer der Welt werden, und sind diesem Ziel durch die traurigen Ereignisse in Japan eventuell einen Schritt näher gekommen. Auch wenn ich mir sicher bin, dass die VW Führung dieses Ziel lieber im ehrlichen Wettbewerb erringen möchte!!! Charttechnisch betrachtet gehe ich davon aus, dass bei den VW Vorzügen in den kommenden Tagen Verkäufe bis in den Bereich um die 108,- Euro erfolgen könnten, bei den Stammaktien wäre auch ein Abtauchen unter die runde Marke von 100,- Euro ebenfalls zumindest möglich.

Bei Daimler stellt sich dieses Bild noch etwas extremer dar. Das nächste logische Kursziel ist hier nun, bei weiter fallenden Börsen, die Marke von 43,80 Euro. Bleibt also für die Daimler Anhänger zu hoffen, dass diese Marke nicht auch noch getestet wird. Ebenfalls eher in guter Verfassung scheint die Aktie von BMW zu sein, die das aktuelle Kursniveau aufgrund der zuletzt sehr positiven Nachrichten auch ordentlich halten kann. Bei Porsche bin ich nach wie vor davon überzeugt das die Aktie, unter der Maßgabe das die Fusion mit VW noch in absehbarer Zeit vollzogen wird, deutlich zu günstig sein dürfte. Auch Fachleute gehen hier davon aus, das man sich auf dem aktuellen Kursniveau letztlich mit einem satten Abschlag von ca. 30 Prozent an der spannenden VW Story beteiligen kann. Kurse um die 50,- Euro dürften sich mittelfristig wohl wieder als hervorragende Einstiegschance erweisen.

Generell gilt – wer ruhig schlafen will sollte wohl erst einmal verkaufen und abwarten, oder aber auf einen kurzfristigen Rebound setzen und dann reduzieren. Wer nicht investiert ist wartet weiterhin auf ein klares Signal, bzw. die Nachrichten die die tatsächliche Situation in Japan glaubwürdig erklären.

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