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Commerzbank – im dritten Anlauf gescheitert, aber

Der Dax testet heute den Abwärtstrend und ist inzwischen über die obere Begrenzung ausgebrochen. Obwohl die heutige Datenlage eher gemischt war notieren auch die US Futures leicht im Plus. Aus rein charttechnischer Sicht besteht immer noch die hohe Wahrscheinlichkeit dass der S&P 500 sich weiter aufmachen wird die 1.400er Marke von unten zu testen. Genauer gesagt liegt das aktuelle Kursziel  des Index bei 1.403 Punkten. Für den DAX würde ein solcher Anstieg ein mögliches Potenzial bis zur Marke von 6.600 Punkten bedeuten. Allerdings befindet sich im Bereich um die 6.440 Punkte eine nennenswerte Hürde die es dann zuvor zu überwinden gilt.

Für die Commerzbank Aktie sieht es heute einmal mehr so aus als ob die Hürde bei 1,46 Euro überwunden werden könnte. Kurz vor 14:00 Uhr gelang dies auch. Wie bereits die zwei Male davor drehte der Aktienkurs dann aber wieder nach unten ab. Der feine Unterschied liegt heute aber darin, dass die 38 Tage Linie nun überwunden wurde, was grundsätzlich als bullishes Signal gewertet werden kann. Der MACD ebenso wie der Slow Stochstics Indikator senden ebenfalls ein kräftiges Kaufsignal. Ich gehe somit davon aus dass die Commerzbank Aktie heute ihre Bodenbildung abschließen könnte, wenn es dem DAX gelingt sich über dem Abwärtstrend zu etablieren. Die weiteren Kursziele hatten wir ihnen ja kürzlich genannt.

Grundsätzlich bleibt die Situation bei der Aktie damit die gleiche wie schon vor einer Woche. Ein Anstieg über die Marke von 1,46 Euro würde ein starkes Kaufsignal generieren, und die  Commerzbank Aktie höchstwahrscheinlich wieder schnell in den Bereich um die 1,50 Euro oder 1,59 Euro steigen lassen. Das erste „echte“ Kursziel läge dann bei 1,73 Euro. Wie schnell so eine Kursbewegung ablaufen kann haben wir ja heute morgen gesehen. Gelingt der Anstieg nun wieder nicht droht hingegen ein erneuter Rückgang des Aktienkurses bis auf 1,32 Euro. Aus rein technischer Sicht würde ich aber das positive Szenario im Moment weiterhin bevorzugen.

Commerzbank – Kommt jetzt die Wende?

Morgen ist ein großer Tag für Commerzbank Aktionäre. Auf der diesjährigen Hauptversammlung der Bank muss sich Martin Blessing wohl der ein oder anderen unangenehmen Frage von Aktionären stellen. Insbesondere die deutliche Gehaltserhöhung der CoBa Führungsriege sollte auf der Veranstaltung für ordentlich Zündstoff sorgen. Ungeachtet dessen bleibt natürlich die spannende Frage nach dem weiteren Weg der Aktie, die zuletzt wieder kräftig unter Druck geraten ist. Eine reine Spekulation auf Basis der gelieferten und teilweise sehr positiven Nachrichten bei dem Unternehmen ist zuletzt immer schwieriger geworden. Für mich bleibt somit der einzig sinnvolle Weg mich im Moment an der Charttechnik zu orientieren. Und die spricht eine ganz eindeutige Sprache!

Natürlich ist aus heutiger Sicht noch nicht absehbar wie sich die morgige Hauptversammlung im Aktienkurs der Commerzbank niederschlagen wird. Insbesondere die wohl alles entscheidende Frage nach einer möglichen weiteren Kapitalerhöhung bei der Bank wird wohl die kurzfristige Entwicklung bei der Aktie bestimmen. Aus rein charttechnischer Betrachtung hat sich das Bild aber nun wieder etwas aufgehellt. Die Commerzbank Aktie hat zuletzt eine inverses SKS Formation ausgebildet, deren linke Schulter am 16.05, der Kopf am 18.05 und die rechte Schulter gestern ausgebildet wurde. Je nach Betrachtungswinkel liegt die Nackenlinie dieser Formation nun bei 1,44  oder 1,46 Euro. Ich tendiere dazu die 1,44 Euro als Maß zu nehmen.

Wird dieser Formation nun bestätigt ergibt sich daraus ein rein rechnerisches Kursziel von 1,52 Euro. Das ist nicht unbedingt ein Riesen Wurf, wäre aber ein guter Anfang für eine Umkehrformation. Bei 1,53 Euro wartet bereits die nächste Widerstandslinie, die es dann zu überwinden gilt. Gelingt auch dies dann ist der Weg wieder frei in Richtung 1,72 Euro. Soweit zur Theorie, zuvor sollte aber noch das Gap, dass sich durch die heutiger Eröffnung zwischen 1,436 und 1,452 Euro gebildet hat, geschlossen werden. Wer also auf einen positiven Ausgang der HV morgen spekulieren will sollte sich entsprechend positionieren, und ein Abstauberlimit in den Markt legen. Für heute ist es somit nun erst einmal extrem wichtig die Kurslücke zu schließen und über 1,46 Euro aus dem Handel zu gehen. Dann könnte der heutige Tag einen erneuten Wendepunkt bei der Aktie sein…

Wacker Chemie – rauf oder weiter runter?

Eigentlich bin ich in gewisser Weise ein Fan der Wacker Chemie Aktie. Ich habe mir kürzlich sogar die Mühe gemacht den 274 Seiten umfassenden Geschäftsbericht des Jahres 2011 etwas genauer zu studieren, und mein Fazit bleibt das selbe wie in den Jahren zuvor. Wacker ist ein hochinteressantes Unternehmen mit einer breiten Produktpalette, in einem Markt der auf lange Sicht nahezu sichere Renditen verspricht. Die Polisilizium Sparte möchte ich hier allerdings etwas ausklammern. Wir alle wissen wie es um die Solarbranche bestellt ist. Weiterhin fallende Preise und entsprechende Wertminderungen bei der Tochter Silitronic sind die Folge. Die Polysiliziumsparte von Wacker Chemie erwirtschaftete im Jahr 2011 mit 545,6 Mio. Euro den mit Anstand größten Beitrag zum EBIT. Ein Ende dieser Entwicklung ist im Moment wohl auch nicht absehbar, und so bleibt ein fader Beigeschmack bei der Betrachtung der ansonsten sehr Erfolg versprechenden Konzernsparten.

Heute hat die Aktie ein neues vorläufiges Tief zur Eröffnung ausgebildet. Mit dem Rutsch unter die Marke von 57,- Euro war der Titel somit nur noch einen Hauch von einem erneuten Verkaufssignal, und damit einhergehenden deutlichen Kursverlusten, entfernt. Inzwischen hat sich die Aktie zwar wieder stabilisiert und notiert nahe der Marke von 58,- Euro, jedoch sind die Umsätze in der Aktie inzwischen so dünn, dass ein Swing in die Gegenrichtung weiterhin jederzeit möglich ist. So richtig überzeugt scheint also momentan niemand davon zu sein dass wir bald wieder höhere Kurse sehen werde. Auch die Analsten haben sich zuletzt mehrfach eher negativ zu der Aktie geäussert und ihre Kursziele deutlich zurück genommen. Wir haben bereits am 16.März darauf hingewiesen dass die Aktie sehr wahrscheinlich dahin fallen wird wo sie heute steht.

Angesichts der heutigen breiten Erholung des Marktes ist die „Gegenbewegung“ der Wacker Aktie von einem knappen Prozent, nach einem Kursverlust von über 30 Prozent alleine in den letzten 3 Monaten, ebenfalls eher schwach einzustufen. Es spricht also aus meiner Sicht einiges dafür, dass wir demnächst erneut fallende Kurse sehen werden, wenn das Börsenumfeld sich weiter eintrüben sollte. Auch charttechnischer Sicht sind dann Kurse von 52,10, 50,20 oder gar 48,30 Euro denkbar.

Sollte der Markt hingegen nun nachhaltig wieder nach oben drehen stehen die Chancen nicht schlecht, dass zumindest die 60,- Euro Marke zurückerobert werden kann. Erst ein Überwinden des Widerstandes bei 61,50 Euro und anschließend 66,60 Euro würde das Chartbild aber wieder etwas freundlicher aussehen lassen. Für die Aktie spricht im Moment eine völlig überverkaufte Situation und die Möglichkeit eines kurzfristigen Kaufsignals im MACD. Sehen Sie sich den Chart an und Sie wissen was ich meine. Allerdings gebe ich zu bedenken dass wir eine ähnliche Situation bereits Ende März hatten worauf hin die Aktie noch einmal um 15,- Euro abgetaucht ist.

Zusammenfassend bleibt bei mir die Erkenntnis dass es aus dem charttechnischen Blickwinkel schon lange keinen so interessanten Zeitpunkt mehr gegeben hat auf eine Rückkehr der Aktie zu setzen. Mit dem heutigen Jahrestief bei 56,87 Euro haben wir auch das Tief aus dem Dezember letzten Jahres wieder erreicht. Die Bildung eines Doppelbodens ist hier also möglich. Der MACD könnte spätestens demnächst auf „Kaufen“ springen. Aus technischer Sicht wären als kurzfristig Kurse über 60,- Euro möglich. Die Risiken bei der Aktie bleiben aber weiterhin hoch. Und ein echter Rebound der Wacker Chemie Aktie wird wahrscheinlich erst einsetzen wenn sich der Gesamtmarkt wieder deutlich nach oben bewegt. Die Solarbranche bleibt anfällig für Pleiten, Wacker könnte somit auch unter Umständen Zahlungsausfälle in den kommenden Monaten verbuchen müssen. Dennoch ist und bleibt die Aktie eine der interessantesten im Spezialchemie-Sektor und sollte täglich beobachtet werden!

Commerzbank – Wird das Gap bei 1,623 Euro noch geschlossen?

Ausgelöst durch die gestrige Korrektur hat sich das Chartbild bei der Commerzbank Aktie gestern erneut drastisch verändert. Während andere Bankentitel sich in dem schwachen Umfeld noch vergleichsweise gut halten konnten gab die Commerzbank Aktie im gestrigen Handel erneut stark ab, und sank unter die wichtige Unterstützung bei 1,78 Euro. Auch zum Xetra Handelsschluss konnte die Marke zunächst nicht zurückerobert werden. Im weiteren Verlauf bröselte der Kurs dann in Frankfurt sogar bis auf 1,71 Euro ab, was ich bereits wieder für erste Käufe genutzt habe. Vorbörslich hat sich der Kurs nun um die 1,73 bis 1,75 Euro eingependelt. Und auch wenn heute erst einmal mit einer Stabilisierung der Börsen zu rechnen ist bleibt doch die Frage nach dem weiteren Weg des Aktienkurses der Commerzbank Aktie, den man in diesen Tagen vom sonstigen Marktgeschehen etwas losgelöst sehen muss.

Die Aktie nähert sich mit der aktuellen Kursbewegung nun bedenklich dem noch offenen Gap zwischen 1,623 und 1,65 Euro, dass es wohl doch noch zu schließen gilt. Zumindest sehe ich die Wahrscheinlichkeit dafür inzwischen als sehr hoch an. Die genannten Kurse müssen natürlich nicht zwingend erreicht werden, aber wenn dann wohl noch in dieser Woche. Genau wie beim letzten Mal, als die offene Kurslücke geschlossen wurde, sollte die Bewegung dann schnell ablaufen und der Aktienkurs anschließend wieder deutlich steigen. Für Anleger die noch in die Aktie Einstiegen wollen könnte das genannte Kursniveau also eine interessante Einstiegschance darstellen.

Der gestrige Kursrutsch sollte aber auch nicht unterschätzt werden. Denn auch ein weiteres Abrutschen der Aktie bis zur Unterstützung bei 1,51 Euro ist nun theoretisch wieder möglich. Spätestens hier muss sich die Aktie wieder fangen sonst droht ein erneuter Kursrutsch in Richtung 1,34 Euro. Zwar halte ich persönlich den Auslöser der aktuellen Kursturbulenzen für völlig übertrieben, (dazu später mehr) aber man sollte die Charttechnik in dieser Situation zumindest respektieren. Grundsätzlich hat sich meine Einstellung zu der Aktie nicht verändert, da sich auch seit gestern das makoökonomische Bild nicht verändert hat. Ich werde diesen Rücksetzer erneut nutzen um meine Position bei der Commerzbank Aktie wieder auszubauen.

DAX Rally bis auf 6.500 Punkte…und dann?

Was für eine Woche! Der Titel des letzten Newsletters lautete „Alles oder Nichts?“, und ich denke die Frage wurde klar beantwortet. Alle Ängste der letzten Wochen scheinen schlagartig verflogen zu sein nachdem die europäischen Politiker wieder Handlungsfähigkeit bewiesen haben. Auch wenn das eigentliche Thema uns sicherlich noch länger erhalten bleiben sollte, honorierte der Markt die Beschlüsse des EU Gipfels mit kräftigen Aufschlägen. Der DAX konnte in der abgelaufenen Woche um satte 10 Prozent zulegen. Sicherlich eine denkwürdige Woche die die Börsenwelt deutlich verändert hat. Ich habe ja bereits sein mehreren Wochen darauf hingewiesen, dass genau so etwas im positivsten Falle passieren könnte. Sowohl die Charttechnik , als auch die fundamentalen Daten haben hier bereits im Vorfeld deutliche Signale gesendet. Inzwischen haben sich auch die „Fachleute“ unserer Meinung angeschlossen, das wir eben nicht in eine Rezession schliddern werden, und ich freue mich natürlich für alle Leser des Investors Inside Börsenbriefes, dass Sie von dieser Bewegung nun kräftig profitieren konnten.

In diesen Tagen mehren sich auch wieder die skeptischen Stimmen zu der Situation in Europa, und diese sind überwiegend im Lager der institutionellen Investoren zu finden, die durch den 5 Prozent Anstieg am Donnerstag kräftig auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Hier ist also mehr Eigennutz das vorrangige Interesse als eine objektive Einschätzung, der nun deutlich geänderten Lage. Und das stimmt mich persönlich auch für die kommenden Tage weiterhin sehr optimistisch! Generell bin ich ja auch der Meinung, dass man nicht allzu viel darauf geben sollte was einem so in den öffentlichen Medien serviert wird. Und an dieser Stelle möchte ich auch zum Ausdruck bringen, dass ich froh bin nun wieder etwas weniger über politische Ereignisse schreiben zu müssen, und ich mich wieder voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren kann!

Ich möchte hier noch einmal den Chart aus unserem vorletzten Newsletter vom 15.10.2011 zeigen, in dem deutlich die Untertassen-Formation zu sehen war, ebenso wie die SKS -Formation, oder besser gesagt die SSKKSS-Formation, die nicht allzu häufig vorkommt, und in der Vergangenheit nahezu immer ein starkes Trendumkehrsignal dargestellt hat. Bereits damals war deutlich zu erkennen, dass der Markt begonnen hatte an der sogenannten „Mauer der Angst“ empor zu klettern. (roter Kanal) Mit dem Ãœberschreiten der Zone von 5,974 bis 6.000 Punkten, oder des 61,8er Fibonacci Retracements, hat sich dieser Ausbruch dann auch endgültig bestätigt, was das nächste logische Kursziel von 6.240 Punkten aktiviert hat. Auch dieses konnte in der letzten Woche mit Leichtigkeit genommen werden.

Die spannende Frage lautet also nun, wie wird es weiter gehen in der kommenden Woche? Allem voran möchte ich Sie vor allzu viel Euphorie warnen. Der Markt ist phantastisch gelaufen, und auch wir sitzen in unserem Depot inzwischen wieder auf kräftigen zweistelligen Gewinnen. Es schadet also nicht diese entsprechend abzusichern, das soll aber nicht heißen dass Sie nun hektisch alles verkaufen sollten! Denn auch der Freitagshandel bei den Amerikanern signalisierst weiter steigende Kurse. Hier konnte die wichtige 200 Tage Linie am Donnerstag überwunden werden, und fungiert nun als Unterstützung. Die Gewinnmitnahmen sind bislang eher verhalten ausgefallen, was dafür spricht dass nun auch in den kommenden Tagen „Investitionsnot“ bei den institutionellen Anlegern herrscht, die jede kleine Schwäche kaufen müssen. Für den S&P 500 wäre somit das nächste theoretische Kursziel bei 1350 Punkten!

Der 1-Jahres-Chart des Dax macht deutlich wohin die Reise aller Wahrscheinlichkeit nach gehen wird. Das angepeilte Ziel ist die runde Marke von 6.500 Punkten, diese Marke ist aus mehreren Gründen sehr relevant. Zum einen stellt diese das nächste logische Ziel dar, genauer gesagt wäre hier sogar die 6.542 Punkte Marke das nächste Fibonacci Level.  Zum anderen stößt der Deutsche Leitindex bei 6.500 Punkten an einen Widerstand, der den Tiefpunkt, nach dem Erdbeben in Japan und der Atomkatastrophe in Fukushima, markiert. Spätestens hier wird der Anstieg des Index also mit hoher Wahrscheinlichkeit vorübergehend abgebremst. Was nicht heißen muss das die Rally hier zu Ende ist, aber eine Konsolidierung bis auf 6.240 Punkte, oder gar nochmal 6.100 Punkte wäre dann durchaus auch als gesund zu bezeichnen.

Auf der anderen Seite würde ein weiterer Anstieg über diese Marke dann auch ein gutes Fundament bilden, und das Kursziel von 7.000 Punkten für den DAX aktivieren. Dies wäre wohl etwas was sich noch vor einer Woche die wenigsten Anleger vorstellen konnten. Letztlich gesünder ist ein Markt der zwischendurch auch einmal Luft ablässt. Allerdings spricht einiges dafür das nun eine ungeahnte Dynamik den Markt weiter antreiben könnte. Durch die hohe Short Quote der der letzten Wochen werden Eindeckungskäufe weiterhin den Markt untermauern, obwohl die breite Masse der Shorties nun wohl draußen sein dürfte. Hinzu kommt natürlich auch die Schar der Anleger, die dem Braten noch nicht getraut haben und nun den steigenden Kursen hinterher sehen müssen. Letztlich werden auch sie wieder in den Markt zurückkommen.

Wir lassen also erst einmal alles so laufen wie es ist. Die Bankenwerte haben in dieser Woche eine schöne Performance hingelegt, der Trend sollte sich fortsetzen. Sie erinnern sich sicherlich noch an unseren Artikel im Blog vom 24.10, zu dem Thema Deutsche Bank und Commerzbank. Ebenfalls bleiben Autobauer (insbesondere VW und Porsche, auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen;-), und -Zulieferer sowie die deutschen Stahlaktien hochinteressant, nachdem wir nun wissen, dass die Welt nicht in einer Rezession versinken wird. Ebenso verhält es sich mit Rohstoffaktien, hier sind noch echte Schnäppchen zu finden, siehe Arch Coal. Wer also unserem Rat gefolgt ist und den zweiten Dip auf die 5.000 Punkte Marke gekauft hat, sollte sich inzwischen in einer sehr komfortablen Lage befinden, und kann die letzten Wochen des Jahres wahrscheinlich deutlich entspannter verbringen als den Sommer. In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine erholsame Jahresendrally!

DAX – die Woche der Entscheidung

In der Wochenendausgabe unseres Newsletters haben wir folgenden Chart analysiert. Mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit wird der DAX wieder in den abwärts gerichteten Trendkanal zurückfallen nachdem es in der letzten Handelswoche nicht gelungen ist aus diesem Trendkanal nach oben auszubrechen. der kurzzeitige Anstieg über die Marke von 5.600 Punkten wurde sofort wieder abverkauft. Aus charttechnischer Betrachtung ist der Index damit nicht nur am Trendkanal abgeprallt, sondern hat auch das 50ger Fibonacci Retracement, bei aktuell 5594 Punkten, mustergültig getestet. Ein erneutes Abtauchen des Dax in den kommenden Tagen wäre somit die nun logische Folge.

Am heutigen Montag sind die Vorgaben nach dem relativ unspektakulären Verfallstag am Freitag erwartungsgemäß schwach. Die asiatischen Märkte befinden sich ebenfalls allesamt im Minus, und der Euro dürfte weiter korrigieren. Die erneut aufgeschobene Entscheidung des Bundestages über den Eurorettungsschirm, sowie das – vorsichtig formuliert -  eher unterkühlte Treffen der EU-Finanzminister mit ihrem US-Kollegen, Timothy Geithner am Wochenende dürfte heute Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen. Weiterhin ist keine praktikable Lösung in Sicht, dafür scheint aber die politische Zerrissenheit bald einen neuen Höhepunkt zu finden. An eine globale Lösung ist nicht zu denken.

Aber es gibt auch durchaus berechtigte Hoffnungsschimmer in dieser Handelswoche. Am 20.und 21. September findet die nächste große FED Sitzung statt von der sich nicht wenige Anleger im Ergebnis eine erneute Lockerung der US Geldpolitik erhoffen. Sollte Ben Bernanke sich also ein weiteres Mal klar zu einer solchen Maßnahme entschließen, würde dies die Märkte sicherlich erneut befeuern, und die Indizes nach oben ausbrechen. Doch Vorsicht, nicht selten spielen die Börsen ein erwartetes, positives Ergebnis bereits im Vorfeld des eigentlichen Ereignisses durch, um dann die tatsächliche Nachricht bereits wieder zu verkaufen. Bleibt das Ereignis gar komplett aus ist das Endtäuschungspotenzial entsprechend groß.

Für den DAX dürfte dies eine weitere Woche der Entscheidung sein, man möchte fast „Schicksalswoche“ schreiben..Gelingt der Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend mit einem anschließenden Anstieg bis über den Trendwiderstand bei 5.783 Punkten so ist der Weg bis zu 6.000er Marke frei. damit könnte dann auch die Bodenbildung bereits abgeschlossen sein. Fällt der Index hingegen wieder zurück bis unter die Marke von 5.320 Punkten dürfte die Kreuzunterstützung im Bereich 5.136 bis 5.215 Punkte schnell wieder erreicht sein. Bislang bietet die runde Marke von 5.000 Punkten noch einen guten Halt. Richtig kritisch würde es erst bei einem nachhaltigen Unterschreiten der Marke bei 4.885 Punkten. Wir favorisieren (leider) das zweites Szenario, und gehen in der Folge von einem erneuten Test der Tiefststände aus.

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Dax Prognose – To Sell or not to Sell

Nachdem wir uns in den letzten Tagen und Wochen vor allem um kurzfristige Fragen gekümmert haben, finde ich es an der Zeit das Geschehen der letzten Wochen mal in einen grösseren Zusammenhang einzubetten und damit für einen Ausblick bis 2013 die Frage zu stellen: To Sell or not to Sell !

Wie mittlerweile bekannt sein sollte, halte ich herzlich wenig davon, mich am allgemeinen Wettraten zu beteiligen wie die Zukunft aussieht. Ich weiss es nicht und die anderen die es behaupten auch nicht. Ich halte aber viel davon, die grossen Treiber der Gegenwart anzuschauen und diese mit kaltem Herzen und klarem Verstand zu bewerten bzw fortzuschreiben. Also fangen wir mal an:

Die westliche Welt ist überschuldet. Punkt. Es gibt daraus nur drei Auswege. Weiter Schulden zu machen wird ja wohl hoffentlich niemand als Lösung vorschlagen, denn das endet im ultimativen, unkontrollierten Knall, selbst wenn der Knall noch ein paar Jahre dauert.

  • Sparen, sparen, sparen über Jahrzehnte. Das führt uns zwangsläufig in die Depression und wird die Aktienkurse massiv abstürzen lassen. Demokratien können das gar nicht durchhalten. Unrealistisch.
  • Ein brutaler Währungsschnitt und Neuanfang mit einem neuen weltweiten Währungssystem. Damit ein Abschreiben aller alten Forderungen. Das führt zu Krieg und Wahnsinn und ist politisch unrealistisch. Massiver Absturz an allen Märkten temporär garantiert.
  • Weiter durch die Notenbanken Geld drucken und so die Inflation am Ende anheizen. Ãœber eine dauerhaft hohe Inflation langsam die Schulden abschmelzen.

Von allen Alternativen ist letzte die einzig realistische die nicht in einem Knall endet. Es wurde von den USA auch nach dem zweiten Weltkrieg genau so gemacht um die Kriegsschulden los zu werden. Es soll sich nur niemand einer Illusion hingeben, dass diese Alternative für Geldvermögen viel besser wäre als die davor – es dauert nur länger und deshalb ist der Schmerz subjektiv nicht so hoch. Für die Börsen heisst das aber auch schlechte Zeiten was den echten Firmenwert angeht, nominell werden die Index-Zahlen aber neue Höchststände erklimmen, nur das die Zahl nichts mehr wert ist. Deswegen ist es bei der Betrachtung der Indizes so wichtig die Inflation einzubeziehen, wie wir weiter unten sehen werden. Wichtig für die Börsen ist also, dass uns Staatsschuldenkrisen in jedem Fall begleiten werden, egal was passiert. Es gibt keinen Weg das Problem mit einem Fingerschnippen zu lösen. So gerne wie da auch mal ein Ende sehen würden.

Des Euros Problem ist auch kurzfristig nicht lösbar. Durch die politische Struktur, verbunden mit dem politische Willen den Laden zusammen zu halten, sind alle klaren und sauberen Schnitte nahezu ausgeschlossen, weil politisch nicht durchsetzbar. Nur Deutschland könnte das Spiel einfach mit einem Knall beenden. Die politischen Mehrheiten dafür sind aber weder heute noch zur nächsten Wahl sichtbar. Wir werden uns also von Jahr zu Jahr voran mogeln, so wie Europa das schon immer konnte. Aber Ende kann ich mir sogar vorstellen, dass der Euro irgendwie überleben wird und wir am Ende des Prozesses vielleicht in 10 Jahren in Europa wesentlich besser integriert sein werden. Aber der Prozess dahin wird quälend und schmerzhaft. Und wir werden bis dahin wahrscheinlich noch südländischer geworden sein und eher Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Emerging Markets verlieren. Wer auf ein kurzfristiges Ende der Probleme im europäischen Finanzsystem hofft, der hofft nur. Natürlich wird es auch immer wieder Phasen geben, in denen die Probleme in den Hintergrund treten und man denken könnte alles sei in Ordnung. Aber sie werden wiederkommen, weil sie strukturell sind. Und die Börsen werden deswegen wild hin und her schwingen.

In den Emerging Markets bewegen sich 1-2 Milliarden Menschen von Armut in bürgerlichen Wohlstand mit allen Folgen. Dieser Treiber ist gewaltig und dieser Prozess wird die nächsten Jahrzehnte andauern. Es wird gewaltige Brüche geben, Revolutionen, Aufstände und Abstürze der Börsen und die EMs werden noch lange nicht die westliche Wirtschaftskraft ersetzen können und die Welt alleine tragen. Aber dieser Wohlstandsgewinn ist so gewaltig, dass er egal in welchem Szenario oben gespielt wird, den totalen Absturz der Welt in eine dauerhafte Depression verhindern wird.

Es wird weiterhin jedes Jahr mehrere Ereignisse geben die massive Umwälzungen bedeuten. Ereignisse die wir heute nicht kennen und uns auch nicht vorstellen können. Fukujima war da nur ein kleines Beispiel. Solche Überraschungen sorgen fast immer zunächst für Kursabstürze, zumindest in bestimmten Branchen.

Man könnte jeden dieser Punkte natürlich viel  tiefer analysieren und es gibt noch weitere Faktoren die ich nicht erwähne. Der Rahmen eines solchen Blogeintrages lässt nur ein oberflächliches Bild zu. Ich will auch nochmal betonen, dass ich hier nicht die Zukunft vorhersage, es kann ganz anders kommen ! Ich versuche uns nur mit kaltem Verstand in Erinnerung zu rufen, was uns die Gegenwart klar und deutlich sagt. Und das ist das Einzige was wir greifbar haben und deshalb sollten wir das bei unseren Anlageentscheidungen sehr ernst nehmen. Und das sagt:

Raues Wasser voraus ! Es wird in der nahen Zukunft mit höchster Wahrscheinlichkeit keine Zeit der „Ruhe“ geben, wo über Jahre Kurse einfach steigen wie sie das in 90ern – dem letzten grossen Bullenmarkt – getan haben. Alles was uns jetzt ängstigt, wird auch noch in einem Jahr da sein. Und deshalb ist die Chance dass die Kurse auch noch tiefer fallen sehr, sehr hoch ! Blinde Hoffnung ist kein Ratgeber an den Märkten.

Nachdem wir nun im ersten Teil die fundamentalen Treiber betrachtet haben, lassen wir doch mal einfach im zweiten Teil den Chart des DAX sprechen. Hier habe ich den DAX seit 1998 abgebildet. 1998 habe ich aus drei Gründen gewählt:

  1. Weil man irgendwann anfangen muss …
  2. Weil mit der Abschaffung des Trennbankensystem in den US 1999 durch Bill Clinton ein völlig neues Börsenumfeld geschaffen wurde, dass durch wesentlich höhere Volatilität geprägt ist und man deshalb die Zeit davor nur begrenzt vergleichen kann
  3. Weil mit einem DAX von ca. 4000 in 1998 der DAX auf ungefähr der Hälfte des Weges zwischen den späteren Höchstständen und Null lag, eine sinnvolle Startreferenz also.

Natürlich ist der Start willkürlich und man kann jedes andere Jahr nehmen, was die folgenden Ergebnisse leicht verändern wird. Auf dem Chart geht es auch nicht um exakte Werte, sondern um ein paar Kernaussagen die einem ins Auge springen. Insofern ist 1998 gut genug.

 

Die rote waagerecht Linie ist das heutige DAX Niveau. Die schwarze ansteigende Linie muss ich erklären. Da der DAX ein Performance Index ist, fliessen die ausgeschütteten Dividenden auch in sein Ergebnis ein. Wenn man den ganzen Zeitraum von 1998 bis heute theoretisch voll investiert war, spiegelt der DAX mit seiner Zahl dann ganz fair das Ergebnis wieder, dass den theoretischen Wert eines solchen DAX Depots ausmachen würde. Wenn man aber wie wir vergleichen will ob der Firmenwert der DAX Firmen wirklich gestiegen ist – sprich was man für DAX 5300 heute im Vergleich zum DAX 4000 1998 bekommt wenn man ihn kauft – dann muss man diese Dividenden diskontieren. Ebenso diskontieren muss man natürlich die Inflation. Denn wenn sich der Geldwert der hinter der DAX Zahl steht halbiert, dann müsste der  DAX nominell doppelt so hoch stehen, um letztlich den gleichen realen Firmenwert abzubilden.

Diese schwarze Linie nimmt diese Diskontierung vor ! Die schwarze Linie ist nichts weiter als eine jährliche Steigung von 3% seit 1998. 3% entstehen aus der mittleren Dividendenrendite von ca. 2 % plus der mittleren Inflationsrate von ca. 2%, abzüglich eines Sicherheitsabschlagen, damit das Ergebnis nicht so schrecklich aussieht – es ist so schon furchtbar genug. Also lassen wir die Steigung bei mässigen 3%.

Man sieht nun sofort, dass unsere 5300 von heute in Wirklichkeit weniger Wert sind, als die 4000 von 1998. Sprich wenn man heute den Firmenwert des DAX betrachtet, liegt er real unter dem von 1998. Auch hier bitte ich auf den Einwurf verzichten, dass ja auch dieser Vergleich eine unzulässige Vereinfachung ist, da sich der Zahlenwert des DAX ja nicht als einfache Addition der Kurse ergibt, sondern erstens unterschiedliche Gewichtungen einfliessen und zweitens Firmen ja auch ausgetauscht wurden – nicht immer zum bestmöglichen Zeitpunkt für den DAX. Dieser Einwurf stimmt völlig, es gibt defacto keinen 100% fairen Vergleichswert zwischen 1998 und 2011, ich versuche hier eine Annäherung, die aber in meinen Augen fair genug ist um einen wichtigen Punkt zu machen. In Wirklichkeit muss man um den DAX richtig zu betrachten also eigentlich den Kopf schief legen, damit die ansteigende Diskontierungslinie waagerecht wird.

Weiter unten sieht man das MACD Histogramm, dass auf Monatssicht immer saubere und profitable Ein- und Ausstiegssignale gegeben hat, genau dann wenn das Histogramm die Nulllinie schneidet. Schauen Sie auf das Ausstiegssignal Anfang 2008 oder das Einstiegssignal Mitte 2009. Dieser MACD hat gerade ein deutliches Ausstiegssignal gegeben, dem in der Vergangenheit auf Monate wenn nicht Jahre vertraut werden konnte.

Zu guter Letzt habe ich auf der rechten Seite einen möglichen Kursverlauf eingezeichnet. Ich sage damit keineswegs, dass ich weiss das das so kommt, ich habe einfach nur einen Kursverlauf eingezeichnet, der den Verläufen der letzten beiden Baisse Phasen mehr oder weniger entspricht und insofern alles andere als unwahrscheinlich ist.

Nach dieser ellenlangen Erklärung kann man nun sehr schnell einige sehr verstörende Fakten erkennen, die aber in meinen Augen schlicht nur die Akzeptanz der derzeitigen Realität sind, vor der man besser nicht die Augen verschliessen sollte.

  1. Wir sind seit 2000 in einem nun 10 Jahre andauernden säkularen Bärenmarkt. Die Rallies nach oben werden eher schwächer und erreichen 2007 und 2011 jeweils niedrigere Höchststände. Die reinen Zahlen gaukeln einen Wertgewinn vor, der so gar nicht vorhanden war. Selbst wenn man die Dividenden mitrechnet, was wie gesagt bei voller Investition über den gesamten Zeitraum fair ist, würde die reine Inflation von 2% letztlich die gleiche Aussage produzieren.
  2. Die unglaubliche Dynamik des jetzigen Absturzes – die stärkste und schnellste Bewegung aller bisherigen Baissen auf diesem Chart – impliziert nach historischen Mustern noch weit tiefere Kurs vor uns. Ein sofortiges V-förmiges Drehen von hier wäre ein „diesmal ist es anders“ Szenario. Und wir wissen hoffentlich alle wie gefährlich der Satz „diesmal ist es anders“ an der Börse ist.
  3. Der MACD hat auf Monatsbasis über den gesamten Zeitraum zuverlässige Signale gegeben, denen blind zu folgen ausserordentlich profitabel gewesen wäre. Und diesmal soll es bei dem frischen Sell-Signal anders sein ?
  4. Wenn man die vergangene Kursverläufe solcher Abstürze auf die heutige Situation überträgt bedeutet das, dass wir das Niveau von diesem Sommer nicht vor 2013 wieder erreichen können. Und diesmal ist alles anders ?

Soweit ein Kurzdurchlauf durch die harten Realitäten des Herbstes 2011. Wir haben also all die fundamentalen Faktoren betrachtet, die kurz- und mittelfristig nichts Gutes verheissen. Und der Chart des DAX spricht auf Monatssicht eine deutliche Sprache.

Was ist also das rationale Fazit für eine mittelfristige Perspektive:

TO SELL !

Kurzfristig sind natürlich mal eben 5% nach oben alles andere als unwahrscheinlich, hier betrachte ich aber das grössere Bild bis 2013.

Wie ich schon sagte, kann man in so einem Beitrag nur an der Oberfläche bleiben und man kann (und muss) vieles auch differenzierter sehen. Die Kernaussage ist aber denke ich deutlich. Jede Rally sollte wohl verkauft werden, weil noch tiefere Kurse vor uns liegen. Es kann wie immer alles anders werden, aber eine schnelle Erholung und grünes Land vor uns ist das deutlich unwahrscheinlichere Szenario, wenn man rational und mit kaltem Herzen nachdenkt. Hoffnung war an der Börse noch nie ein guter Ratgeber.

Nichts desto trotz wird man an den Rallys im Bärenmarkt auch gut verdienen können. Aber wir haben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Abschnitt im säkularen Bärenmarkt der schon 10 Jahre andauert  !

Bevor Sie jetzt panisch alle Aktien verkaufen sei auch daran erinnert, dass wir ja die anderen Anlageklassen nicht betrachtet haben und irgendwo muss Ihr Geld ja hin. Denn bei realistischer Betrachtung ist im Herbst 2011 nichts mehr sicher, ausser Gold und Acker bzw Wald – aber das auch nur zu Preisen von vor ein paar Jahren. Bargeld ist schon gar nicht sicher. Insofern führt auch im Herbst 2011 und trotz der Analyse oben kein Weg an Cashflow starken Aktien mit stabilem Geschäftsmodell vorbei ! Ich will Sie mit diesem Beitrag auch deshalb nicht aus Aktien vertreiben, sondern nur klarmachen wo wir wirklich stehen. Eher an einer Klippe als im Boden eines Tales. Aber wenn ich die Alternative habe mit Papier in der Hand über die Klippe zu springen, oder mit einer Hand am Seil eines grossen Jumbos (Weltkonzerns), dann wähle ich das Seil. Am liebsten würde ich aber gar nicht springen, nur diese Möglichkeit ist uns wohl vom Schicksal nicht gegeben.

Tut mir wirklich leid, dass ich keine bessere Nachrichten habe. Ich wünschte mir auch eine bessere Welt.

Ich wünsche trotzdem einen schönen Sonntag.

PS: Und wer jetzt denkt derart negative Erwartungen seien ein Kontraindikator, der irrt. Denn die Meisten im Markt hoffen gerade, dass das Tal schon erreicht ist. Testen Sie sich selber, was hoffen Sie ?

Trading Update Dialog Semiconductor, Klöckner & Co. und Aixtron

Gestern war mal wieder einer dieser Tage an denen die Panik regierte und auch der heutige Börsentag könnte erneut schwierig werden. Da die Amerikaner offensichtlich nicht in der Lage sind die einzig richtige Entscheidung zu treffen wird der Druck am Aktienmarkt hoch bleiben. Eine Lösung oder zumindest ein Ansatz für einen Kompromiss vor dem Wochenende wäre wichtig gewesen! Offensichtlich beherrscht somit auch eher die Angst das Geschehen an den Finanzmärkten als vernünftige Ãœberlegungen. Beispiele dafür gab es bereits gestern genügend und ich möchte an dieser Stelle nur die VW Vorzugsaktien erwähnen die bis auf 133,15 Euro runtergerauscht sind…Wie immer in solchen Zeiten können sich aber genau dadurch gute Tradingchancen für mutige Anleger ergeben! Allen voran möchte ich heute die Aixtron Aktie Kurs beleuchten die ja ebenfalls in den letzten Tagen durch Kurskapriolen auf sich aufmerksam gemacht hat. Intraday bewegte sich der Aktienkurs des Anlagenbauers um satte 14 Prozent rauf und runter!

Die Aktie ist in der letzten Woche deutlich unter die Marke von 20,- Euro abgetaucht weil der Markt angenommen hat das das Unternehmen in Kürze eine Gewinnwarnung veröffentlichen wird. Gestern nun kamen die tatsächlichen Zahlen zum abgelaufenen zweiten Quartal und die waren zwar nicht doll aber deutlich besser als erwartet. Insbesondere der Auftragsbestand konnte glänzen und lässt eine weiterhin positive Entwicklung des Unternehmens erwarten. Das die operativen Daten schwächer ausfallen würden war klar, von einer Gewinnwarnung fehlt aber jede Spur. Im Gegenteil der Konzern bleibt weiter bei seiner ursprünglichen Planung für das Gesamtjahr und bestätigte die Prognose heute erneut. Fundamental betrachtet ist die Aixtron Aktie für einen Wachstumswert günstig, dementsprechend hoch auch das mögliche Potenzial der Aktie. Die Kursziele der Analysten liegen nicht selten im Bereich um die 40,- Euro.

Gestern ist die Aixtron Aktie zum Handelsbeginn über die Widerstandsmarke bei 20,50 Euro ausgebrochen um anschließend bis auf 17,65 Euro abzustürzen und abends wieder bei fast 20,-. Euro zu schließen. Wie soll man das nun werten? Zunächst einmal ist es wohl offensichtlich das die Anleger das Zahlenwerk ganz unterschiedlich gedeutet haben. Dann führte eins zum anderen, bedingt durch den allgemein schwachen Handelstag wurde eine Reihe von StoppLoss Orders ausgeführt und die Aktie entsprechend durchgereicht. Grund genug also sich die Aixtron Aktie nun mit etwas Abstand einmal genauer anzusehen.

Letztlich ist aus charttechnischer Sicht somit nichts passiert! Der MACD und der Slow Stochastics Indikator zeigen ebenfalls ein sehr deutliches Kaufsignal mit einem möglichen Trading Ziel von zunächst 24,50 Euro. Bei 22,90 Euro liegt der nächste Widerstand den es zu überwinden gilt, sobald die 20,50 Euro überschritten wurde. Alles in allem würden wir die Aixtron Aktie momentan als einen der interessantesten Rebound Kandidaten im Hightech-Bereich sehen, und haben unsere Position gestern nach den Zahlen noch einmal aufgestockt. Unser erstes Kursziel liegt zunächst bei 27,50 Euro.

Etwas anders hingegen sieht es bei der Klöckner& Co. Aktie aus die in den vergangenen beiden Handelstagen regelrecht unter die Räder gekommen ist. Hier scheint im Moment ein großer Verkäufer aktiv zu sein. Die Aktie des Stahlhändlers bleibt aus charttechnischer Sicht deutlich angeschlagen. Mit dem unterschreiten der Marke von 17,50 Euro scheint der Titel nun den Abwärtstrend zu bestätigen. das nächste Kursziel liegt bei runden 16,- Euro der nächste nennenswerte Widerstand danach erst bei 15,20 Euro. Fundamental betrachtet erscheint die Aktie weiterhin günstig zu sein, jedoch sollte man sich hier wohl erst einmal nicht gegen den Trend stellen. Fällt der Titel nun auf Tagesbasis unter 16,70 Euro ist ein Test der genannten Marken in den kommenden Tagen sehr wahrscheinlich!

Bei der Dialog Semiconductor Aktie gibt es eigentlich nicht viel Neues, außer das ich mich recht herzlich bedanken möchte das ich meine Position zu diesen Kursen noch etwas aufstocken konnte. Der Abverkauf der letzten beiden Tage ist mir völlig unverständlich. Neben hervorragenden Quartalszahlen und besten Zukunftsaussichten sowie nur positiven Analystenstimmen gibt es seit Kurzem eine Intensive Partnerschaft mit Lenovo, die im Ãœbrigen gerade dabei sind Medion zu übernehmen, und in China Marktführer sind ;-)  und Gerüchte über eine baldige Kooperation mit Samsung was die Abhängigkeit von Apple deutlich reduzieren und die Umsätze deutlich steigern sollte. Alles zusammen wohl ein Mix aus Nachrichten der nur einen Schluss zulässt…und da ist es fast schon egal was die Amis entscheiden oder nicht entscheiden!

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Trading Update Bauer AG, Vestas und Aixtron

Die Bauer Aktie hat, wie erwartet kurz nach unserem Kauf, deutlich nach oben gedreht. Inzwischen sitzen wir hier auf einem komfortablem Plus von 14,5 Prozent und gehen davon aus, dass diese Entwicklung noch etwas weiter gehen wird. Gestern konnte die Bauer Aktie erneut um 7,43 Prozent zulegen und ist damit ganz klar nach oben ausgebrochen. Alle Zeichen stehen nun auf Kaufen, das nächste Kursziel dürfte somit bei ca 33,50 Euro zu finden sein. Mittelfristig trauen wir der Aktie noch einen weiteren Anstieg bis auf 36,- und 38,85 Euro zu. Auch die Analystengilde meldet sich in den letzten Tagen wieder verstärkt zu diesem Wert zu Wort. So hat die BHF Bank den Titel nun mit „kaufen“ eingestuft und das Kursziel bei 38,- Euro angesetzt, Berenberger sieht das Kursziel bei 36,- Euro und verwies darauf, dass sich die Aussichten für alle Geschäftssparten deutlich verbessert haben.

Auch unser Kauf bei Vestas Wind Systems war ein voller Erfolg. Bereits am Tag darauf konnte die Aktie des Windanlagen-Herstellers deutlich zulegen. Auch hier liegen wir innerhalb weniger Tage nun mit zehn Prozent im Plus. Wie bereits geschrieben glauben wir, dass die Vestas Aktie über Gebühr verprügelt wurde. Der Abverkauf bis auf 15,- Euro schien eher eine Panikattacke der Anleger als fundamental begründet zu sein. Inzwischen häufen sich wieder die guten Nachrichten bei dem Konzern. Neben einem kürzlich geschlossenen Liefervertrag mit EDF Energies Nouvelles, in dem vereinbart wurde das der französische Energiedienstleister EDF EN mindestens 50% aller in Europa geplanten sowie 30% der für den US-Markt vorgesehenen Anlagen vom dänischen WEA-Hersteller beziehen wird, konnten auch weitere Großaufträge aus Brasilien und Mexiko verkündet werden. Die Aktie dürfte in Kürze wieder über die 18,- Euro Marke ausbrechen und damit weiteres Potenzial bis zurück über die 20,- Euro Marke freisetzen.

Bei der Aixtron Aktie war ich mir ehrlich gesagt bis gestern nicht so ganz sicher. Das Orderbuch sprach dafür, dass hier ein größerer Abgeber aktiv sein könnte. Inzwischen scheint dieser aber fertig zu sein, sodass auch bei dieser Aktie nun ordentliches Potenzial schlummern könnte. Fundamental betrachtet ist Aixtron für einen Wachstumswert sehr günstig. Auch aus charttechnischer Sicht ist die Aktie nun ein Kauf. Gestern hat auch der MACD ein Kaufsignal generiert, nachdem der Slow Stochastic dies ja bereits zwei Tage zuvor angekündigt hatte. Ich gehe davon aus, dass die Aktie nun in Kürze den Widerstand bei 24,80 Euro überwinden kann und somit  zunächst bis auf 26,60 Euro ansteigt. Die Commerzbank sieht das Kursziel in Ihrer jüngsten Analyse bei 37,- Euro, die Deutsche Bank gar bei 40,- Euro. Aixtron ist damit wohl eine der interessantesten Spekulation auf einen baldigen Rebound. Wir haben den heutigen Rücksetzer unter 24,- Euro heute genutzt!

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Dialog Semiconductor – kommen jetzt die Käufer zurück?

Die Dialog Semiconductor war bis gestern kräftig unter Druck. Nachdem auch die Unterstützung bei 11,- Euro  nicht halten wollte stand zu befürchten, dass auch noch die nächsten Marken bei 10,20 und 9,85 Euro abgearbeitet werden könnten. Allerdings sollte man dem gestrigen Handelstag bedingt  durch den Feiertag in Europa auch nicht allzu viel Aussagekraft beimessen. Heute präsentiert sich die Dialog Aktie wieder gewohnt da wo sie am Mittwoch notierte, nämlich über der wichtigen Marke von 11,- Euro oder besser gesagt über der Unterstürzung bei 10,90 Euro.

Während es also gestern so aussah als wäre man das Opfer einer Bullenfalle geworden sieht die Welt heute schon wieder ganz anders aus. Der ifo Index ist deutlich stärker ausgefallen als erwartet, in Griechenland deutet sich eine vorübergehende Lösung an und -allem voran- der US Technologiesektor ist auf Erholungskurs, was insbesondere auch der Aktie von Dialog zugute kommen sollte! Kurzum das Orderbuch bei Dialog weist wieder verstärkt größere Kauforders auf, und in dem Börsenumfeld dürfte es den Shorties nun schwer fallen den Kurs noch weiter zu drücken.

Fundamental betrachtet bleibt bei Dialog alles beim Alten. Ein Unternehmen mit einem jährlichen Wachstum von ca. 40% mit einer zukunftsweisenden Technologie und einem gigantischen Absatzmarkt. Die Dialog Semiconductor Aktie dürfte auf lange Sicht zu den derzeitigen Kursen deutlich zu günstig sein. Die Aktie könnte also in den nächsten Stunden oder Tagen die Marke von 11.40 Euro wieder zurückerobern, dann wäre der Weg nach oben wieder frei in Richtung 12,20 und 13,- Euro! Unbedingt beobachten!

Porsche – jetzt gehts richtig los!

Die Porsche Aktie ist nun endlich, und das auch noch sehr überzeugend aus der zähen Seitwärtsrange ausgebrochen. Ich verweise an dieser Stelle natürlich gerne auf unseren kürzlich erschienenen Artikel . „Porsche – alle bekloppt!“ Das ist genau das Szenario von dem ich hier seit Wochen schreibe. Auch in unserem Börsen Newsletter hatten wir ja erst kürzlich noch einmal darauf hingewiesen, das die Wahrscheinlichkeit für einen dynamischen Anstieg der Aktie sehr hoch ist. Bei der Porsche Aktie dürfte sich somit aus technischer Sicht der Kaufdruck in den kommenden Tagen noch deutlich erhöhen. Die Aktie hat gestern den EMA 50 EMA 100 und EMA 200 mit sattem Volumen durchbrochen, sowie das letzte Hoch vom 11 Mai auf Schlusskursbasis übertroffen.

Es ist nicht auszuschließen, dass es nun erneut zu einer ähnlich dynamischen Bewegung bei der Aktie kommen kann wie Ende des vergangenen Jahres, als die Porsche Aktie in einem Strich von 38,- auf über 70,- Euro zulegen konnte. Bei aller Euphorie gilt es natürlich den kräftigen Kursanstieg von gestern erst einmal zu „verdauen“. Eine kleine Hürde warten heute noch bei 51,10 Euro. Diese sollte aber kein wirkliches Problem darstellen, und wird wahrscheinlich schon zum Handelsbeginn getestet. Ich gehe davon aus, das es durchaus möglich ist auch die Marke von 53,20 Euro kurzzeitig zu überwinden. Damit wäre dann der charttechnische Weg bis 60,- Euro und dann später zu den alten Höchstständen frei…

Dialog Semiconductor – jetzt kaufen?

Trotz guter Nachrichten mussten Dialog Semiconductor Aktien in den letzten Tagen weitere Verluste hinnehmen. Nachdem auch die letzte Unterstützung bei 12,65 Euro nicht gehalten werden konnte ging es rasant in Richtung 12,- Euro für die Aktie. Bereits in unserer letzten Aktien Analyse zu dem Wert hatten wir ja darauf hingewiesen, dass so etwas demnächst passieren könnte. Damals schrieben wir.. „Gelingt der Ausbruch nach oben jedoch nicht, drohen weiter Abschläge bis in den Bereich um die 12,50 oder 11,90 Euro. Hier findet man die nächsten soliden Unterstützungen.

Ich persönlich halte die Aktie nun für überverkauft. Bei 11,90 Euro bis 12,35 ergibt sich eine interessante Einstiegschance Der Chart zeigt deutlich, dass hier mehr Luft nach oben als nach unten besteht, und sich die Aktie inzwischen auf einem entsprechend interessanten Niveau befindet. Momentan scheint hier ein größerer Verkäufer am Werk zu sein, sobald dieser fertig ist kann es auch sehr schnell wieder in die andere Richtung gehen. Die Dialog Semiconductor Aktie gehört zwar nicht unbedingt zu den Schnäppchen am Markt es besteht jedoch eine gehörige Phantasie für künftig weiter steigende Umsätze und Gewinne. Und das nicht zuletzt wegen der letzten Meldung des Unternehmens

Der aktuelle Chartcheck der Dialog Aktie zeigt ein deutliches Bild der überverkauften Situation. Zudem kann man im Jahreschart auf dem aktuellen Niveau gleich vier Kursspitzen erkennen, an denen die Aktie jeweils wieder gedreht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies auch jetzt wieder der Fall sein könnte halte ich persönlich für relativ hoch. Natürlich ist auch ein weiteres Abrutschen der Aktie bis in den Bereich um die 11,35 Euro nicht auszuschließen. Das dürfte dann aber eher dem Gesamtmarkt geschuldet sein als den fundamentalen Daten. Die Nachricht, dass Dialog die Zusammenarbeit mit Panasonic ausweitet, und künftig den Power-Management-Chip DA9052 zur Optimierung der Akkulebensdauer an den Konzern liefern, sollte sich bald deutlich positiv bemerkbar machen. Mittelfristig traue ich der Aktie einen Rebound auf 16,- bis 18,- Euro zu.

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