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Südzucker – Der Zuckerpreis dreht nach oben…

Eine der zuletzt hier schon mehrfach besprochenen Aktien ist die des deutschen Zuckerproduzenten Südzucker. Nachdem der letzte Ausbruch nach oben eher kläglich gescheitert ist und die Aktie entsprechen wieder deutlich Federn lassen musste, stehen die Vorzeichen für einen erneuten Anstieg inzwischen gar nicht mal so schlecht. Maßgebend für diesen möglichen Anstieg ist und bleibt die Entwicklung beim Zucker selber, dessen Chart ich ihnen heute noch einmal kurz zeigen möchte…

Chart Zucker langfristig

Wie man sehr gut sehen kann konnte der Zucker-Preis den letzten Kursrutsch wieder vollständig wett machen und notiert aktuell bereits über der letzten Abwärtstrend-Linie. Damit könnte die Bodenbildungs-Phase beim Zucker sehr bald beendet werden, was sich natürlich auch positiv auf die Aktien der Zucker-Produzenten auswirken sollte. Die Südzucker Aktie hat in den letzten Tagen bereits wieder kräftig zugelegt. Gelingt nun ein weiterer Anstieg bis in den Bereich zwischen 22,- Euro und 22,40 Euro, könnte somit auch hier die Bodenbildung abgeschlossen werden.

Auch eine Long-Spekulation auf den Zucker Preis erscheint nun wieder sehr aussichtsreich, allerdings ist bis zur endgültigen Bestätigung des neuen Trends noch ein wenig Zurückhaltung angesagt.

Lanxess – Das war übel

Gerade sah es so aus als könne die Lanxess Aktie nach oben ausbrechen, da erreicht schon wieder eine neue Hiobsbotschaft den Markt. Durch Veränderungen im Wettbewerbsumfeld mussten im vierten Quartal Sonderabschreibungen in Höhe von 257 Millionen Euro vornehmen, was ein negatives Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2013 zur Folge hat. Der Spezialchemie-Konzern erwartet nun einen Verlust in Höhe von 159 Millionen Euro für 2013. Die Dividende für das Jahr soll nun auf 0,50 Euro (unter einem Prozent) um die Hälfte gekürzt werden.

Was die ganze Situation so unerfreulich macht ist das der Aktienkurs unmittelbar nach der Veröffentlichung dieser Meldung deutlich in den Keller gerauscht ist und somit wohl die meisten Stopps ausgelöst wurden. (Auch meiner!) Die spannende Frage ist nun ob es sich bei dieser Bewegung nur um einen vorübergehenden Kursrutsch gehandelt hat, der wieder einmal einigen Investoren einen günstigen Einstieg verschafft, oder aber  ob diese Bewegung nun nachhaltig zu deutlich geringeren Aktienkursen führen wird? Für heute war es wohl mal wieder der Weg des maximalen Schmerzes.

Lanxess Aktie Chart Analyse

Eine abschließende Aussage lässt sich hier noch nicht treffen, auch wenn es ganz klare Anhaltspunkte dafür gibt ab welchem Punkt dieser Rücksetzer wieder richtig negativ wird. Das Unterschreiten der hier eingezeichneten roten Linie wäre für mich ein solch deutliches Warnsignal. Fällt dann auch noch die grüne Linie muss man wohl davon ausgehen, dass sich der Aktienkurs noch einmal in die Nähe der zuletzt gesehenen Tiefstände bewegen wird. Einen Test der grünen Abwärtstrend-Linie halte ich in jedem Falle nun für sehr wahrscheinlich.

Grundsätzlich empfinde ich auch die heutige Meldung als einen gewissen Vertrauensbruch den Aktionären gegenüber, nachdem zuletzt immer wieder eher positive Kommentare seitens des Unternehmens zu lesen waren. Aus charttechnischer Sicht haben wir heute ein starkes Verkaufssignal gesehen. Die nun spontan beschlossene Dividendenkürzung könnte zusätzlichen Druck gen Süden mit sich bringen. Ich bleibe somit an der Seitenlinie und werde mir die tatsächlichen Ergebnisse des Chef-Wechsels wohl erst einmal in Ruhe anschauen. Mal sehen ob die Vorschusslorbeeren für die Lanxess Aktie tatsächlich gerechtfertigt waren..!?

Deutsche Bank – Stark!

Bereits in der letzten Woche kündigte sich an, was heute offenbar passieren wird. Die Deutsche Bank Aktie hatte mit dem Überschreiten der Marke von 36,65 Euro am Freitag, erstmalig seit langer Zeit, ein neues Kaufsignal generiert. Damit befindet sich der Titel nun exakt an der oberen Begrenzung des seit Monaten bestehenden Keilformation. Nun muss also noch die letzte Hürde bei ca. 37,80 Euro herausgenommen werden, dann wäre der Weg bis zur 40,- Euro Marke frei. Ein erster Test dieses wichtigen Widerstandes ist heute bereits im frühen Handel erfolgt. Ein weiterer dürfte spätestens zur US Börseneröffnung folgen! Wie entscheidend dieser Marke tatsächlich ist, können Sie dem folgenden Chart entnehmen…

Deutsche Bank Aktie Chart Ausbruch

Geholfen hat bei dieser Kursentwicklung heute sicherlich die Nachricht über eine weitere Lockerung der Kapitalregeln für Banken. Der Baseler Ausschluss für Bankenaufsicht hatte gestern bekannt gegeben, dass man künftig eine etwas weniger strenge Definition für die sogenannte Leverage Ratio vereinbaren wolle. Das sogenannte Leverage Ratio misst das Verhältnis des „sicheren“ Kapitals einer Bank im Verhältnis zum Gesamtvermögen. Mit der neuen Regelung wird nun deutlich Druck von den Banken bei der Erfüllung der Basel Vorgaben genommen. Eine Kreditvergabe – auch an die Privatwirtschaft (!) sollte künftig deutlich erleichtert werden.

Die Aktie der Deutschen Bank hat deutliches Nachholpotenzial. Nicht nur in Anbetracht der Kursentwicklung einiger Mitbewerber in den letzten Wochen, sondern auch fundamental betrachtet, gehört der deutsche Branchenprimus weiterhin zu den günstigsten Banktitel dieses Planeten. Wenn es nun gelingt den charttechnischen Ausbruch zu vollziehen, sollte der Bewertungsabschlag zu Commerzbank, UBS, Bank of America und Co. schnell aufgeholt werden. Die DB Aktie ist einer unserer Favoriten für das Börsenjahr 2014.

Lanxess – Ein deutlicher Warnschuss

Bei der Lanxess Aktie haben wir heute im frühen Handel einen deutlichen Warnschuss für die Bullen gesehen. Der schnelle Kursrücksetzer bis auf die Marke von 46,- Euro dürfte dabei wohl ich mit den jüngsten Analystenkommentaren zu erklären sein, grundsätzlich ist aber wohl eher die in der letzten Woche verletzten Trendlinie (rot) dafür verantwortlich dass sich der Abwärtstrend weiter beschleunigt hat. Die Umsätze in der Aktie haben zudem wieder deutlich zugenommen, was ebenfalls drauf hindeutet dass die Bewegung noch nicht abgeschlossen sein dürfte. Hier ist also grundsätzlich eine gesunde Skepsis angebracht, auch wenn der Titel den starken Abverkauf von heute Morgen zunächst wieder abfangen konnte.

Lanxess Chart aktuell

Mit dem Unterschreiten der roten Trennlinie hat die Aktie aus charttechnischer Sicht nun weiteres Abwärtspotenzial freigesetzt welches den Titel nun sehr wahrscheinlich bis in den Bereich der hier eingezeichneten blauen Linie führen dürfte. Diese verläuft derzeit bei ca. 44,- Euro, stellt aber nur eine eher untergeordnete Unterstützungslinie dar. Ein erneute Test des Tiefs von Anfang Juli diesen Jahres bei 42,45 Euro erscheint somit nun wahrscheinlicher geworden zu sein.

Der heutige Bounce von den Tiefständen könnte somit eher dem ungebremst positiven Börsenumfeld geschuldet sein, als eine nachhaltige Trendwende darstellen. Grundsätzlich bleiben die Aussichten damit für die Bullen auf der kurzfristigen Ebene eher trübe. Erst mit einem Anstieg über die Marke von 48,65 Euro würde sich an diesem Bild wieder etwas zum Positiven verändern.

Deutsche Bank – überraschend stark nach katastrophalen Zahlen!

Die Aktie der Deutschen Bank ist heute nach der Zahlenvorlage zunächst kräftig unter Druck gekommen, hält sich aber im weiteren Verlauf überraschend stark. Anshu Jain hatte ja bereits angekündigt, dass mit einem schwachen Ergebnis bei den Quartalszahlen zu rechnen ist, dass dieses allerdings so schwach ausfällt dürfte doch den ein oder anderen Anleger überrascht haben… Insbesondere die Rückstellungen für die juristischen Auseinandersetzungen des Bankhauses, haben den Gewinn regelrecht pulverisiert. Im letzten Quartal wurden weitere 1,2 Milliarden Euro für diverse Rechtsstreitigkeiten rückgestellt, womit diese Position nun inzwischen mit stolzen 4,1 Milliarden Euro in der Bilanz steht.

Je Aktie ist im vergangenen Quartal ein Überschuss von 0,04 Euro angefallen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 0,80 Euro je Anteilsschein. Insgesamt ist der Gewinn des deutschen Branchenprimus damit von 754 Millionen Euro auf nur noch 51 Millionen Euro zusammengeschmolzen, was einem Rückgang von satten 93 Prozent entspricht! Auch der Gesamtertrag ist von 8,65 Milliarden Euro auf knapp 7,75 Milliarden Euro zurück gegangen. Die Risikovorsorge des Geldhauses fiel geringer aus als noch drei Monate zuvor, die Kernkapitalquote beziffert die Deutsche Bank aktuell auf 9,7 Prozent.

DB Chart mit Trends

Zur genauen Betrachtung des Charts bitte 2 x draufklicken

Soweit zu den Fakten… offenbar haben Deutsche Bank Anleger aber inzwischen ein ziemlich dickes Fell, denn der Aktienkurs gab nur kurzzeitig etwas nach. Die Deutsche Bank Aktie hat damit einen weiteren Schock erneut souverän verdaut. Wie man in dem Chart sehen kann, hat sowohl der kurzfristige Aufwärtstrend (schwarz) gehalten, als auch die obere Begrenzung des mittelfristigen Abwärtstrends (hellgrün). Vorausgesetzt das bleibt so, befindet sich der Titel somit immer noch in einer hervorragenden Position um bald das zulaufende Dreieck nach oben zu verlassen.

Die spannende Frage ist nun wie die Analysten auf das Zahlenwerk reagieren werden. Die Aktie einfach nur weiterhin als fundamental günstig einzustufen, dürfte nach diesem Quartalsbericht wohl eher ein gewagtes Argument für den Kauf des Titels sein. Aus rein charttechnischer Betrachtung ergibt sich aber weiterhin ein unverändert freundliches Bild.

Mann muss die gelieferten Zahlen der Deutschen Bank sicherlich nicht begeistert feiern, aber die heutige Stärke sollte man respektieren. Sollte die Aktie also demnächst wieder über der blauen Unterstützungslinie bei 35,68 Euro notieren, wäre aus heutiger Sicht ein baldiger Ausbruch nach oben sehr wahrscheinlich, da nun alle schlechten Nachrichten im Kurs verarbeitet wurden. Frei nach dem Motto…“Schlechter gehts nimmer!“, könnte sich ein kurzfristiger Einstieg in die Aktie somit nun lohnen. Ein Stopp in der Nähe der Unterstützung bei 32,- Euro sichert ab!

K+S, Potash, Mosaic, Uralkali, Yara und Compass Minerals im Chartcheck

Aus aktuellem Anlass möchte ich hier und heute nur noch einmal eine Übersicht über die jüngsten Kursveränderungen bei den wichtigsten Kali-Anbietern posten, den ich persönlich weiterhin sehr interessant finde. Ich möchte die beiden Charts auch gar nicht groß kommentieren, da diese wohl einigermaßen selbsterklärend sind. Die Frage die sich hier am Ende aufdrängt ist wohl die: Auf welche Aktie würden Sie setzen, wenn Sie an einen Rebound der Kali-Anbieter in absehbarer Zeit glauben…?

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In dem Abverkauf der Branche wurden insgesamt ca. 15 Milliarden Euro Marktkapitalisierung vernichtet. Auffällig ist dabei aber auch dass – ausgehend vom September 2012 – die K+S Aktie mit Abstand am meisten an Wert verloren hat – und das obwohl das Kasseler Unternehmen breiter aufgestellt ist als so mancher Mitbewerber. K+S fördert neben dem reinen Kali-Geschäft auch noch Salz und ist hier Weltmarktführer, zudem werden Magnesiumprodukte abgebaut und vertrieben. Andere Anbieter sind hingegen zu 100 Prozent vom Kalimarkt und den dort erzielten Preisen abhängig. Selbstverständlich spielt bei der Kursentwicklung der K+S Aktie auch die Expansion nach Nordamerika eine tragende Rolle!

Manche Anbieter wie Compass Minerals, die nicht ganz so im Focus der Presse stehen, haben in der Kali-Krise lediglich moderat an Wert verloren, was zeigt dass sich die Aktien der intensiver beobachteten Unternehmen in einer Übertreibungs- bzw. Panikphase befinden dürften, die wieder abgebaut wird sobald die Medien sich wieder mehr auf andere Themen konzentrieren. Und das dürfte ja bald der Fall sein…! Die Aktie von Yara wird hier lediglich mit aufgeführt, weil sie u.a.auch im Kali-Markt tätig ist, aber eine deutlich geringere Abhängigkeit vom Kalipreis hat, was man im Chart somit auch deutlich sehen kann.

Und somit denke ich die Antwort auf die oben gestellte Frage liegt irgendwo in der Mitte. Kali und Salz dürfte – trotzt der Unsicherheiten über die tatsächlichen Kosten für das Legacy Projekt in Kanada – die größten Chancen auf einen kräftigen Rebound haben, während bei einigen anderen Anbietern wie Mosaic und Potash kurzfristig durchaus noch leichtes Abwärtspotenzial vorhanden ist. Die Kursbewegungen der letzten Tage bestätigen diese Theorie.

Am Ende sind alle Spekulationen über die Gründe bzw. die nahe Zukunft der Branche und die Entwicklung der Preise aber sinnlos. Achten Sie darauf was Ihnen die Kursentwicklung bei den einzelnen Aktien verrät, und handeln Sie danach. Die Price-Action bei der K+S Aktie ist aus meiner Warte inzwischen ermutigend. Zudem haben wir hier ein paar kräftige Insider-Käufe gesehen, die mehrere Ursachen haben können. Egal was am Ende dahinter stecken mag, es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigende Kurse zur Folge haben…!

Tesla – wie zur Zeit des Neuen Marktes

Kurskapriolen wie die bei dem amerikanischen Elektroauto-Hersteller Tesla gehören nach meiner Ansicht wohl ebenso in die Endphase einer Hausse, wie die plötzliche Umschichtung vieler (Groß-) Investoren in den Rohstoffmarkt, insbesondere Gold, die wir letzte Woche gesehen haben! Dabei wird der Rohstoffmarkt im Allgemeinen und der Edelmetallmarkt im Speziellen als Hedge auf bald fallende Aktienkurse verwendet….! Offenbar sind inzwischen einiger Großinvestoren der Meinung dass eine solche Absicherung nicht schaden kann. Denn, die Rally in den Sektoren startete bereits am Donnerstag und fand am Freitag noch einmal kräftige Bestätigung, was darauf hindeutet dass diese jetzt Bestand haben könnte.  Hier gilt es in den kommenden Tagen genau zu beobachten wie sich die Aktienkurse einzelner Unternehmen „verhalten“.

Bei bei der Betrachtung des Tesla Charts fühlt man sich zwangsläufig inzwischen an die guten alten Zeiten des Neuen Marktes erinnert. Nicht etwa dass die gelieferten Zahlen in der vergangenen Woche, und natürlich auch der äusserst optimistische Ausblick, eine solche Bewertung des Unternehmens mit 18,5 Milliarden US-Dollar nicht irgendwann rechtfertigen würden, aber es scheint mir doch ein wenig zu früh den möglichen Erfolg der kommenden drei Jahre bereits heute in der Aktie einzupreisen. Auf dem Weg dorthin kann noch so einiges passieren, auch wenn Tesla im Markt für Elektrofahrzeuge inzwischen besser aufgestellt als jeder namhafte Kfz-Produzent dieser Welt. Ich habe Ihnen hier mal die diversen offenen Kürslücken eingezeichnet, die es eventuell noch zu schließen gilt, ebenso wie den Trendkanal, den ich bei der Aktie für „ansatzweise gesund“ halten würde, nachdem die Euphorie irgendwann aus der Aktie entwichen ist….

Tesla Aktie Chart mit Gaps

Tesla wird inzwischen mit einem KGV von 150 für 2013, 2014e von 119 und einem PEG-Ratio (KGV im Verhältnis zur Wachstumsgeschwindigkeit) von 77 bewertet. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt derzeit bei satten 19… Egal wo sich das Unternehmen also tatsächlich hinbewegen wird…Das sind in jedem Falle neue Superlative für ein junges Unternehmen das noch fast keinen Gewinn abwirft. Was ich damit sagen will ist also nicht dass man hier short gehen sollte, denn ich habe mich von dem Gedanken verabschiedet, weil es einfach zu gefährlich ist sich gegen einen solch starken Trend zu stellen. Eine Börsenstory wie die bei Tesla hat man entweder frühzeitig mitgespielt und verdient oder aber man wartet jetzt lieber erst einmal ab was passiert. Grundsätzlich gilt: Übertreibungen können länger dauern als man denkt…Ich würde hier derzeit aber auch nicht mehr kaufen. Aus unserem kostenlosen Börsen Newsletter

K+S – Bringen die Zahlen den Kursschub?

Die negative Berichterstattung zur K+S Aktie will einfach nicht richtig abreißen. Nachdem nun gegen Ende der letzten Handelswoche etwas Ruhe eingekehrt war, stellen heute schon wieder so einige Medien Vermutungen zu den morgigen Quartalszahlen an. Nicht das dies ungewöhnlich wäre bevor konkrete Daten anstehen, aber es ist schon teilweise etwas nervig dass hier in alle Richtungen spekuliert wird anstatt einfach mal abzuwarten wie die Daten ausfallen werden. Ich jedenfalls wüsste nicht warum diese nun deutlich schlechter ausfallen sollte als bisher angenommen…Der Ausblick auf die kommenden Quartale wird entscheiden sein – sofern überhaupt einer geliefert wird. Allerdings stelle ich mir hier eine seriöse Prognose zum momentanen Zeitpunkt auch etwas schwierig vor.

Unternehmenschef Norbert Steiner hat am Wochenende noch einmal darauf hingewiesen, dass sich durch die Ankündigung Uralkalis aus der Vertriebsallianz auszusteigen keinerlei Preisänderungen bei Kali ergeben haben. Vorsorglich wurde aber zunächst einmal die Prognose des Düngemittel-Konzerns gekappt, da offenbar Preissteigerungen auch nicht unbedingt zu erwarten sind. Steiner verwies ebenfalls noch einmal darauf, dass K+S neben dem Kali-Geschäft auch noch die Salz-Sparte betreibe, was das Unternehmen grundsätzlich etwas weniger anfällig für die Folgen von Preisschwankungen mache, als manche Konkurrenten….Er sei aber weit weg von jeglicher Panik, sagte der Manager. „Wir arbeiten ruhig und strukturiert an den Aufgaben, die sich stellen.“

Ich denke so sollte man es als Anleger auch erst einmal halten. Das ganze Stochern im Nebel hat wirklich keinen große Sinn…Somit konzentriere ich mich lieber auf das was ich sehen kann:

K+S Chart mit Trendlinien

Nach dem deutlichen Fehlstart mit der K+S Aktie, die auch mir zunächst nur Verluste beschert hat, bin ich nun wieder mit einem durchschnittlichen Einkaufskurs knapp unter der 17,- Euro Marke dabei. Die Aktie steht inzwischen wieder unmittelbar vor einem deutlichen Kaufsignal in Form einer Untertassen-Formation (Cup and Handle). Wenn die Zahlen halbwegs passen, sollte auch der Ausbruch nach oben, und die Bestätigung des Kurszieles aus dieser Formation, klappen! Hier kann es sich also lohnen den Aufbau einer Langfristposition zu wagen. Allerdings nur mit einer entsprechend engen Risikoabsicherung!

Das Put-Call-Ratio hat sich bei der Aktie ebenfalls wieder deutlich verbessert, auch wenn die Short-Positionen zunächst weiter in der Überzahl sind. Genau hier liegt aber erfahrungsgemäß oftmals auch eine erhebliche Chance auf einen erheblichen Short-Squeeze. Eine wichtige Marke dürfte dabei der Bereich um die 19,40 darstellen. Kann diese überwunden werden, sollte auch das von mir anvisierte erste Kursziel bei ca. 20,60 Euro schnell erreicht sein. Selbstverständlich darf man bei allem Optimismus hier nicht die Negativseite ausser Acht lassen. Bei negativen Überraschungen stellt die hier im Chart eingezeichnete Linie eine wesentliche Marke dar, die nicht deutlich unterschritten werden sollte.!

Commerzbank – Tiefpunkt erreicht, Kursziel 1,38 Euro

Sie erinnern sich sicherlich noch an meinen letzten Artikel zur Commerzbank in dem ich davon ausgegangen bin das wir noch tiefere Kurse bei der Aktie sehen werden. Bereits im Februar hatte ich ja >hier< erstmalig davor gewarnt dass wir diese Kursregionen bald wieder sehen könnten. Damals war für mich lediglich noch die Frage offen ob die Aktie nun bei 1,17 Euro oder erst bei ca. 1,12 Euro ihren Boden finden würde. Heute nun könnte es soweit sein, die CoBa Aktie tendiert erneut schwächer und hat auch die zweite Zielmarke heute abgearbeitet. Das bisherige Tief der Aktie bei 1,116 Euro aus dem November 2011 wurde damit noch einmal getestet. Insgesamt bleibt die charttechnische Situation der Aktie natürlich auch weiterhin deutlich angespannt. Denn, sollte diese letzte Verteidigungslinie nicht halten droht wohl auch noch ein Kursrutsch unter die 1,- Euro Marke.

Commerzbank Chat mit Triple Bottom

Dreht die Aktie hingegen nun nach wieder nach oben, wäre dies ein starkes Signal für eine solide Bodenbildung. Aus meiner Sicht macht an diesem Punkt ein erneuter Trade auf steigende Kurse wieder Sinn. – möglicherweise sogar langfristig betrachtet! Das Chance Risiko Verhältnis würde ich somit aus heutiger Sicht wieder als günstig bezeichnen, wenn man die möglichen Verluste hier eng begrenzt. Sprich, sollte die Aktie dennoch weiter fallen sollte der Trade umgehend wieder mit kleinem Verlust aufgelöst werden. Ich gehe aber eher davon aus dass die Commerzbank Aktie genau hier wieder nach oben drehen wird. Das erste nennenswerte Kursziel dieser Bewegung sollte dann im Bereich um die 1,38 Euro liegen…

Warum die Nokia Aktie weiter fallen dürfte…!

Die Nokia Hype ist vorbei und die Stimmen die die Aktie zuvor in den Himmel gelobt haben werden immer leiser. Wie Sie wissen war ich von Anfang an hier etwas skeptischer als der Mainstream. Heute möchte ich Ihnen somit die Auflösung meiner vorübergehend zurückhaltenden Berichterstattung über den finnischen Handy- und Smartphone-Hersteller präsentieren. Grundsätzlich möchte ich vorausschicken dass ich Nokia für einen der interessantesten Turanarround-Kandidaten dieses oder nächsten Jahres halte. Meine Haltung der Aktie gegenüber ist also nicht grundsätzlich ablehnende. Ich versuche mich nur strikt an die Regeln der Charttechnik zu halten, um zu gegebener Zeit einem möglichst guten Wiedereinstieg zu planen.

Wie Sie in dem Chart sehen können haben wir bei der Nokia Aktie inzwischen einen klar definierbaren Trendkanal. Dieser wird nun von den Marktteilnehmern gespielt , was auch den Kursverlauf der letzten Tage erklärt. Zudem befindet sich immer noch ein großes offenes Gap in diesem Chart dass unbedingt noch geschlossen werden sollte. Denn wenn Nokia den Turnarround wirklich hinbekommen sollte, wäre ein solches Gap in dem Chart von vielen Marktteilnehmern schlicht und ergreifend nicht gewünscht.

Nokia Chart 6 Monate
Insbesondere bei Aktie die nahe der historischen Tiefsstände notieren werden Gaps nach meiner Erfahrung erst einmal geschlossen, bevor die eigentliche Party dann beginnen kann. Sie können diese Phänomen im Übrigen auch sehr genau beim Mitbewerber Blackberry nachvollziehen, wenn Sie sich deren Chart mal etwas genauer ansehen. Hier hat zuletzt ein Gap das andere gejagt und alle wurden geschlossen. Die letzte noch offene Kurslücke wartet bei BBRY nun auf der Oberseite.

Das besagte Gap, dass ich Ihnen hier noch einmal (roter Kreis) eingezeichnet habe  liegt zwischen 2,62 und 2,53 Euro und inzwischen bereits unterhalb der unteren Begrenzung des Aufwärtstrends. Die letzte Verteidigungslinie der Aktie liegt aktuell bei 2,78 Euro bevor dann ein Kursrutsch in richtig dieser Linie erfolgen sollte. Heute notiert die Aktie bereits wieder um die 2,80 Euro und somit nur noch knapp über dieser wichtigen Unterstützung. Die Abwärstdynamik hat in den letzten Tagen deutlich zugenommen.

Ich rechne also damit dass die Aktie demnächst, in einer dann noch dynamischeren Bewegung bis an die Trendlinie bei ca. 2.63 Euro abtaucht oder gleich bis zur Schließung des Gaps durchrutscht, um dann zu einer nicht minder dynamischen Erholungsbewegung anzusetzen, die in jedem Falle zurück in den Trendkanal führt. Kurzzeitige Übertreibungen bis auf 2,43 Euro sind dabei durchaus möglich, wenn auch aus heutiger Sicht nicht so wahrscheinlich. Da ich aber weiß dass viele Börsengrößen Ihren Anlegern einen Stopp bei 2,40 Euro empfohlen haben, würde es mich auch nicht wundern wenn auch diese Marke kurzzeitig fällt, um mal wieder alle Jünger abzufischen! Zudem verläuft knapp darunter die 200-Tage-Linie, die vielleicht noch einmal getestet werden möchte.

Es spricht also so einiges für das hier geschilderte Szenario…Natürlich möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass es auch für diese Theorie keinerlei Garantie gibt, sondern es sich vielmehr um die Abwägung von Wahrscheinlichkeiten und das Ergebnis jahrelanger Beobachtungen handelt! Ich wünsche Ihnen stets die richtigen Entscheidungen und erfolgreiches Trading!

Commerzbank – das war es (wahrscheinlich) noch nicht…!

Eine  weitere Aktie über die es sich heute mal wieder zur berichten lohnt ist die der Commerzbank. Ich hatte Ihnen ja zuletzt ein Update zur aktuellen charttechnischen Lage geschickt. Demnach wahr die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten und deutlichen Rücksetzer bei der Aktie sehr hoch. Sehr zum Leidwesen vieler Commerzbank Aktionäre habe ich mit dieser Annahme auch recht behalten. Nach der Veröffentlichung der wirklich extrem schwachen Quartalszahlen ging die Commerzbank Aktie auf Tauchstation. Anleger die noch in der Woche zuvor von Kursen um die 2,- Euro geträumt hatten wurden schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Der Tiefstkurs gestern lag bei 1,452 Euro, und damit bereits sehr deutlich innerhalb des seit September bestehenden Abwärtstrends, wie > hier < schon beschrieben…!

CoBa Chart Check

Die anschließende Gegenbewegung bis auf 1,526 würde ich zunächst einmal als technische Gegenreaktion in einem „normalen“ Umfang bezeichnen. Hier besteht also aus meiner Sicht alleine aufgrund dieser Tatsache kein Anlass zu übertriebenem Optimismus. Viel mehr muss man sich nun eher Sorgen darüber machen, dass sich hier nun eine etwas komisch anmutende SKS Formnation bildet, die die Aktie dann in noch viel tiefere Regionen führen könnte. Aber dazu zu gegebener Zeit mehr…Offenbar werden nun aber auch die großen Akteure bei der CoBa Aktie zunehmend nervös sieht man sich die Xetra Schlussauktionen der letzten Tage etwas genauer an. Gestern wurden noch schnell über 10 Millionen Stücke in den letzten Sekunden gehandelt..!

Fazit: Der Rücksetzer in den „alten“ Trend ist bedenklich! Nachdem auch die operativen Zahlen derzeit wenig Anlass zur Hoffnung auf baldige Besserung bei der Commerzbank bieten, besteht nun die Möglichkeit dass die Aktie endgültig wieder in diesen Trend zurücklaufen, und eventuell sogar die Unterseite dieser Keilformation erneut testen könnte. Diese Linie verläuft aktuell bei ca, 1,33 Euro. Was ausdrücklich nicht heißen soll das diese Marke nun auch zwingend erreicht werden muss, aber es liegt im Bereich des Möglichen! Zunächst rechne ich nun damit, dass die im Chart eingezeichnete Trendlinie noch einmal von oben getestet wird. Das würde bedeuten dass bei ca 1,47 Euro spekulative Trading Positionen eingegangen werden können. Ob Sie sich hier auf die long Seite stellen, oder short gehen wollen bleibt Ihnen überlassen…!

Dürr Aktie – ein erster Warnschuss!?

Das die Dürr Aktie zuletzt vielleicht etwas zu weit gelaufen sein könnte haben wir hier erst kürzlich wieder im Blog diskutiert…Ob man bei der Aktie short gehen sollte war die Frage…Im Nachhinein hätte man sich wohl mit einer kleinen Position trauen sollen. Allerdings sehe ich die Aktie nach wie vor als echten Trendfolger, der jederzeit wieder kräftig nach oben drehen kann. Somit ist das Risiko wenn man hier kurzzeitig auch einmal die Gegenrichtung spielt relativ Hoch. Das ist also grundsätzlich nur etwas für erfahrene Trader mit einem entsprechenden Handelssystem und schnellen Reflexen 😉

Wie man deutlich sehen kann hat die Dürr Aktie zuletzt den ohnehin schon sehr steilen Aufwärtstrend noch einmal nach oben verlassen, was ich grundsätzlich als Übertreibungsphase bezeichnen würde. Heute nun wurde die Aktie, nach mehreren Tagen Schwäche, das erste Mal wieder unter der Marke von 70,- Euro gesichtet. Die Dynamik des Kursverfalls und das damit einhergehende Unterschreiten der 38-Tage Linie würde ich als erstes Warnsignal für das Bullenlager sehen.

Chart Dürr Aktie
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, Dürr ist und bleibt eine tolle Aktie mit der man in den letzten Monaten schöne Gewinn einfahren konnte. Jetzt könnte aber die Zeit gekommen sein in der die Aktie auch mal wieder etwas Luft ablassen muss, um nicht zu überhitzen. Ein sinnvolles Korrekturziel dafür wäre aus meiner Sicht der Bereich zwischen 64,-  und 65,- Euro, bevor der steile Aufwärtstrend dann in einem etwas flacher verlaufenden Trend münden sollte. Das maximale Korrekturpotenzial würde ich aus heutiger Sicht bis in den Bereich um die 62,- Euro sehen. Natürlich kann sich der steile Trend zunächst auch weiterhin fortsetzen, was aber dann zu einem späteren Zeitpunkt wohl einen deutlicheren Rücksetzer zur Folge haben wird.

Die Bäume wachsen an der Börse bekanntlich nicht in den Himmel und eine auch noch so gute oder interessante Aktie muss mal wieder etwas korrigieren um danach umso kräftiger steigen zu können. Beispiele für ein solches „Verhalten“ einer Aktie gibt es genügend…Ich bin kein Hellseher, und ich weiß nicht ob meine Annahmen hier auch zutreffen, aber es spricht aus meiner Sicht im Moment einiges dafür. Spätestens mit dem Unterschreiten der Marke bei 69,78 Euro würde ich dem hier geschilderten Szenario eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einräumen. Eine weitere nennenswerte Unterstützung liegt dann erst wieder bei 65,85 Euro.

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