Tag Archives: Bodenbildung

Renault – Trendwende vollzogen?

Etwas unbemerkt von deutschem Anlegern hat der französische Automobilhersteller  Renault gestern Abend nach Börsenschluss seine zahlen zum abgelaufenen Quartal vorgelegt. Trotz der bekannten Probleme aller Autobauer mit dem russischen Absatzmarkt gelang es den Franzosen ein überraschend gutes Konzernergebnis zu präsentieren. Sowohl der Absatz der Fahrzeuge als auch der Konzernumsatz konnten dabei wieder deutlich gesteigert werden.

Mit 612934 verkauften Fahrzeugen und einem Umsatz in Höhe von 8,53 Milliarden Euro erwirtschafteten die Franzosen 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Autobauer, der unter anderem an Nissan und Lada beteiligt ist, hält  an seinen für 2014 gesteckten Zielen weiterhin fest und rechnet in den kommenden Monaten insbesondere wieder mit einer deutlichen Belebung des europäischen Automarktes.

Reanault Chart Analyse

Mit dem heutigen Kursanstieg und der Bestätigung der positiven Tendenz bei Renault dürfte die Bodenbildung nun abgeschlossen sein. Ich halte somit eine entsprechende Bewegung zurück in den alten Trendkanal für durchaus wahrscheinlich. Aus rein rechnerischer Betrachtung hätte die Aktie nun durchaus das Potenzial bis in den Bereich um die 63,- Euro anzusteigen. Ein entsprechender Stopp sollte dann unterhalb des hier eingezeichneten Trendkanals platziert werden. Als erstes Ziel sollte heute mindestens das noch offene Gap bei 58,25 dienen. In einem weiterhin freundlichen Börsenumfeld wäre dann wohl auch der Test des Trendkanals von unten bei ca 60,55 Euro demnächst wieder möglich

3 D Systems, ExOne, Voxeljet – Kaufchance oder Absturz?

Gut sieht anders aus!. So oder so ähnlich könnte man wohl die charttechnische Lage der zuvor gehypten 3D Drucker Aktien bezeichnen. Seit den Hochständen kurz nach dem Jahreswechsel kennen die meisten Aktien aus dem Sektor und andere Momentum-Aktien nur noch eine Richtung. Die löbliche Ausnahme stellt momentan lediglich die Stratasys Aktie dar, die sich zuletzt wieder deutlich von dem Rücksetzer erholen konnte. Die spannende Frage ist nun, ob die drei oben genannten es dem neuen Marktführer gleichtun werden oder nicht. Alle drei Aktie befinden sich aktuell aus charttechnischer Sicht eher in einer angespannt bis kritischen Lage. Doch sehen Sie selbst:

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Bei 3D Systems ist noch ein erneuter Test des Mehrfachbodens mit anschließendem Bounce möglich, Bei ExOne sieht der Chart hingegen nun schon deutlich schlechter aus und lässt zumindest erahnen dass die Mehrfach-Boden-Theorie auch bei 3D Systems nicht funktionieren könnte. Die im Verhältnis deutlich kleinere Voxejet kämpft zwar noch mit dem Abwärtstrend, dürfte aber im Falle einer weiteren Eintrübung des Sektors ebenso schnell neue Tiefstände sehen, da die Aktie deutlich volatiler ist als die anderen beiden Vetreter ihrer Zunft.

Unter den gegebenen Umständen kann es also durchaus ratsam sein sich hier nicht vorzeitig die Finger zu verbrennen, indem man glaubt zu wissen wo der Boden erreicht ist. Das haben sicherlich viel Anleger bspw. bei ExOne um die 25,- Dollar gemacht und liegen heute bereits mehr als zehn Prozent im Minus. Warten Sie deshalb geduldig ab wohin die Reise geht und entscheiden Sie erst wenn Sie erste echte Anzeichen der Stabilisierung sehen. In jedem Falle sollten die Aktien jetzt aber den Weg in Ihre Watchlist finden, damit Sie das Geschehen regelmäßig verfolgen können!

Aurubis rettet Salzgitter – Mal wieder…!

Ich hatte es ja bereits heute morgen vorbörslich in unserem Live-Ticker angedeutet – Die Salzgitter Zahlen geben aus meiner Sicht wenig Anlass zur Freude, wohingegen der Anteil des Gewinns, den die Aurubis-Beteiligung einmal mehr dazu beigetragen hat, aufhorchen lassen sollte. Und so kam es dann auch – Europas größte Kupferhütte hat bei einem rückläufigen Umsatz deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Während also Salzgitter noch deutlich von einem echten Turnaround entfernt sein könnte, scheint dieser bei Aurubis bereits gelungen zu sein.

Vorstandschef Peter Willbrandt zeigte sich heute erstmals seit langem wieder sehr zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr Ende September einen Gewinnanstieg verkünden zu können. Zwar gingen die Erlöse im abgelaufenen Quartal um knappe 10 Prozent auf 2,63 Milliarden Euro zurück, dennoch konnte der Gewinn (EBIT) in diesem Zeitraum deutlich von zuvor zwei auf nun 56 Millionen Euro gesteigert werden. Im Chart sieht das Ganze dann so aus:

Aurubis Chart Analyse Ausbruch

Der Aktie ist heute der Ausbruch aus dem seit Mai bestehenden Abwärtstrend nach oben gelungen. Die erste psychologische Marke die es nun wieder zu überwinden gilt ist die Hürde bei knapp unter 40,- Euro. Sollte dies in den kommenden Tagen gelingen würde ich nun davon ausgehen dass die hier eingezeichnete schwarze Linie das Kursziel aus der aktuellen Bewegung darstellt. Dies liegt irgendwo im Bereich um die 41,50 bis 42,- Euro. Erst ein Ausbruch über diesen Bereich würde die Bodenbildung bei der Aktie dann endgültig abschließen und höchstwahrscheinlich in absehbarer zeit wieder bis in den Bereich um die 45,50 Euro führen.

Fällt die Aktie hingegen wieder in den alten Trendkanal zurück wäre dies zunächst eher negativ zu werten. Ein baldiges Schließen der hier eingezeichneten Kurslücke wäre dann sehr wahrscheinlich. Ich bleibe optimistisch für die Aurubis Aktie und setze weiterhin auf das Ausbruchs-Szenario. Dabei ist es aber durchaus möglich dass der Abwärtstrend zunächst noch einsmal von oben getestet wird.
Fazit: Mit dem heutigen starken Signal sollte der Grundstein für eine kleine Rallye in Richtung der 40,- Euro Marke oder darüber gelegt sein. Für die Salzgitter Aktie hingegen, bin ich nach wie vor eher skeptisch was die nähere Zukunft anbelangt…

Gold – Es ist fast (!) geschafft…

Der Goldpreis steigt weiter wie angenommen, jedoch ist der endgültige Ausbruch noch nicht vollzogen worden. Erfreulicher Weise wurde mit der Hürde bei 1.350,- Dollar ein wichtiger Widerstand rausgenommen, ebenso wie der Widerstand bei ca. 1.363,- Dollar. Das kleine Zwischenhoch aus dem September 2013 stellt aber noch ein Hindernis auf dem Weg nach oben dar, dass es nun zügig zu überwinden gilt. Wie man in dem Chart deutlich sehen kann ist der erste Versuch, diese Marke zu brechen, zunächst gescheitert:

Gold Chart Analyse März 2014

Dennoch stehen auch weiterhin alle Zeichen auf grün für die Gold-Bullen. Selbst ein Rücksetzer auf die Marke von 1.300,- Dollar je Feinunze Gold würde das bullishe Bild nicht gefährden. Ein Anstieg über die Hürde bei 1.375,70 Dollar setzt nun sehr wahrscheinlich weiteres Potenzial bis auf 1.416,- und 1.433,- Dollar frei. Spätestens hier fällt dann die eigentliche Entscheidung darüber, ob Gold die Bodenbildung abgeschlossen hat und zum Jahresende wieder deutlich über der 1.500er Marke notieren wird, oder nicht. Mein persönliches Minimalziel liegt weiterhin im Bereich zwischen 1.540,- und 1.585,- Dollar je Feinunze.

Südzucker – Der Zuckerpreis dreht nach oben…

Eine der zuletzt hier schon mehrfach besprochenen Aktien ist die des deutschen Zuckerproduzenten Südzucker. Nachdem der letzte Ausbruch nach oben eher kläglich gescheitert ist und die Aktie entsprechen wieder deutlich Federn lassen musste, stehen die Vorzeichen für einen erneuten Anstieg inzwischen gar nicht mal so schlecht. Maßgebend für diesen möglichen Anstieg ist und bleibt die Entwicklung beim Zucker selber, dessen Chart ich ihnen heute noch einmal kurz zeigen möchte…

Chart Zucker langfristig

Wie man sehr gut sehen kann konnte der Zucker-Preis den letzten Kursrutsch wieder vollständig wett machen und notiert aktuell bereits über der letzten Abwärtstrend-Linie. Damit könnte die Bodenbildungs-Phase beim Zucker sehr bald beendet werden, was sich natürlich auch positiv auf die Aktien der Zucker-Produzenten auswirken sollte. Die Südzucker Aktie hat in den letzten Tagen bereits wieder kräftig zugelegt. Gelingt nun ein weiterer Anstieg bis in den Bereich zwischen 22,- Euro und 22,40 Euro, könnte somit auch hier die Bodenbildung abgeschlossen werden.

Auch eine Long-Spekulation auf den Zucker Preis erscheint nun wieder sehr aussichtsreich, allerdings ist bis zur endgültigen Bestätigung des neuen Trends noch ein wenig Zurückhaltung angesagt.

Gold und Silber – Ist das die Wende?

Gold bleibt auch weiterhin eine interessante Option für das Jahr 2014. Die Risikoaversion der meisten Marktteilnehmer dürfte kurzfristig wieder deutlich zugenommen haben. Denn, die Währungsturbulenzen in den Schwellenländern haben Ihre Wirkung bei den Anlegern nicht verfehlt. Investoren sind seit einigen Tagen wieder verstärkt auf der Suche nach Sicherheit und weniger nach Rendite in einem Bullenmarkt, der sich vorübergehend seinem Ende zuneigen könnte. Dieses Umdenken hat auch Spuren im Gold (und Silber) Chart hinterlassen, auf die ich heute aus gegebenem Anlass noch einmal kurz hinweisen möchte.

Wie Sie wissen, habe ich einen Teil meiner täglichen Beobachtungen bereits im November in diese Richtung verlagert und im Dezember dann erste aktive Käufe getätigt. Diese Positionen wurden über die letzten Wochen nun weiter ausgebaut, sodass sich für mich persönlich nun eine extrem spannende Zeit angebrochen ist. Ich hatte diese Möglichkeit ja schon mehrfach in unserem Börsen-Newsletter und im Blog thematisiert… Kurz zusammengefasst lautete mein Fazit: Die Edelmetalle werden aus meiner Sicht in diesem Jahr zu einer deutlichen Erholung ansetzten. So richtig sollte diese Erholung ab März einsetzen, wenn einige zyklische Faktoren hinzu kommen. Der Startschuss für diese Bewegung könnte nun aber bereits unmittelbar bevor stehen.

Gold Chart mittelfristig

Gold Chart langfristiger Abwärtstrend

Heute sehen wir Kurse über 1.274,-  Dollar je Feinunze, was bedeuten würde dass sich der Goldpreis wieder aus dem mittelfristigen (blau) in den langfristigen Abwärtstrend (schwarz) zurückgekämpft hat! Kann dieses Niveau gehalten bzw. verteidigt, oder in den kommenden Tagen gar ausgebaut werden, scheint sich die Trendwende nun zu bestätigen.Der erneute Test der Tiefstände bei 1.180,- Dollar dürfte dann einen soliden Doppelboden darstellen, der nun nicht mehr unterschritten wird.

Auch die Minen-Aktien wie Barrick Gold und Goldcorp präsentierten sich zuletzt wieder stark, ebenso wie der Silberpreis, der unmittelbar dabei den seit Monaten bestehenden Abwärtstrend nach oben zu verlassen. Sämtliche Signale müssen selbstverständlich erst einmal bestätigt werden. dennoch stehen die Chancen nun nicht schlecht, dass wir demnächst einen schnellen Anstieg in Richtung der 1.350,- Dollar Marke sehen werden. Sowohl aus der Sicht eines Anlegers, der physisches Gold uns Silber hält, als auch als Aktionär einer Gold- oder Silbermine scheint die Stunde der Wahrheit nun also immer näher zu rücken. Unbedingt intensiv beobachten!

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Was haben Wacker Chemie, Drägerwerk und Linde gemeinsam?

Die Berichtssaison läuft auf Hochtouren und hinterlässt Spuren auf dem Kurszettel. Denn, immer deutliche wird, dass der starke Euro die Ergebnisse deutscher, bzw. europäischer Konzerne deutlich belastet. So auch beispielsweise bei dem Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk… Der Konzern musste einen Gewinnrückgang von 43,6 auf nur noch 32 Millionen Euro hinnehmen. Nach steuern und Zinsen bleiben nur noch 17,3 Millionen Euro übrig, was ebenfalls einen deutlichen Rückgang von 8 Millionen Euro entspricht. Der Umsatz ging leicht von 573,9 auf 555,4 Millionen Euro zurück.

Wesentlich dramatischer ist  wohl aber dass die Lübecker die EDIT-Marge für dieses Jahr nur noch bei 8 bis 10 Prozent sehen. Wie das allerdings angesichts einer erzielten Rendite von 5,8 im dritten und 7 Prozent im zweifern Quartal klappen soll bleibt fraglich. Die gelieferten Daten waren nicht berauschend und lassen Spielraum für weiter nachgebende Kurse. Die spannende Frage ist nun ob die Aktie nach der Zahlenvorlage den längerfristigen Aufwärtstrend  halten kann, der momentan bei ca. 83,50 Euro verläuft. Ich halte es für durchaus wahrscheinlich, dass hier kurzfristig noch das offene Gap bei 81,79 Euro geschlossen wird, bevor es dann wieder aufwärts gehen kann.

Beim Spezialchemie Unternehmen Wacker Chemie kommt es noch dicker. Nicht nur dass die ohnehin schon geringen Erwartungen der Analysten deutlich verfehlt wurden, sondern auch dass das Unternehmen offensichtlich von dem neuen Solar-Boom so gar nicht profitieren konnte, gibt zu denken. Der Gewinn im dritten Quartal ist überraschend stark auf nur noch 5,4 Millionen Euro eingebrochen, Analysten hatten wenigstens 12 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz ging nur leicht zurück was darauf schließen lässt dass Wacker Chemie offenbar nach wie vor große Probleme mit den aktuellen Preisen für Silizium und für Halbleiterscheiben hat.

Vorstandschef Rudolf Staudigl bekräftigte noch einmal die Jahresziele für  2013, wonach der Umsatz bei rund 4,5 Milliarden Euro liegen werde, und das Jahresergebnis  „leicht positiv“ sein soll. Meine persönliche Meinung dazu habe ich ja bereits in den Kommentaren kund getan…Kurse über 60,- Euro halte ich persönlich für das was hier geliefert wurde für deutlich zu hoch. Die Wacker Chemie Aktie hat in den letzten Monaten viele Vorschusslorbeeren in Erwartung besserer Zahlen bekommen, die aber so offensichtlich nicht gerechtfertigt waren.

Die Linde AG ist ebenfalls einer der Titel, die zuletzt deutlich unter Währungseffekten zu leiden hatte. Nach einem kurzen Aufbäumen nach den Quartalszahlen befindet sich die Aktie nun weiterhin auf Tauchstation. Fundamental betrachtet handelt es sich bei Linde um ein stocksolides Investment. Aus rein charttechnischer Betrachtung stellt die 140,- Euro Marke eine sehr wichtige Unterstützung dar. Wird diese unterschritten könnten wir auch ganz schnell Kurse zwischen 135,- und 137,- Euro sehen. Hier sollte dann allerdings spätestens ein tragfähiger Boden gebildet werden, den man auch mal wieder kaufen kann. Denn damit wäre der untere Bereich der langjährigen Aufwärtsbewegung erneut mustergültig getestet worden. Für einen Einstieg könnte es also noch ein kleines bisschen zu früh sein!

Alle drei Aktien leiden unter dem starken Euro. Dieser unerwünschte Nebeneffekt wird sich wohl auch noch bis ins Frühjahr 2014 hineinziehen und könnte in den kommenden beiden Quartalen somit für einigen Wirbel sorgen. Ansonsten halten sich die Gemeinsamkeiten dieser Unternehmen doch einigermaßen in Grenzen. Aus rein operativer Sicht gibt es doch ein paar deutliche Unterschiede zwischen den hier genannten Unternehmen. Linde ist zur richtigen Zeit daher für mich persönlich eher ein Kauf, Drägerwerk vorerst eine Halteposition, nach dem heutigen Kursrutsch und Wacker Chemie bis auf weiters eher eine Verkaufs-Position.

Barrick Gold – Jetzt einsteigen?

Anschließend an unsere Newsletter Ausgabe vom Wochenende zum Thema Gold habe ich Ihnen hier noch den Chart des weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold „mitgebracht“, den ich momentan nicht minder interessant finde…

Barrick Gold Chart Prognose

 (…bitte zum Vergrößern zweimal auf den Chart klicken!)

Die Aktie der Kanadier konnte sich zuletzt wieder deutlich von den Tiefstständen lösen und notiert nach der allgemeinen Goldpreisschwäche nun nahe der Trendlinie, bzw. kurzzeitig leicht darunter. Ansich ist dies erst einmal ein ernstzunehmendes Signal…aber! Immer voraus gesetzt dass der Goldpreis nun nicht mehr wesentlich absacken wird, standen die Chancen auf eine nachhaltige Trendwende bei der Aktie eventuell selten besser als heute. Denn, wie Sie sehen können entsteht hier gerade eine inverse SKS-Formation, falls die Aktie nun wieder ansteigen und den vorangegangenen Trend erneut aufnehmen wird. Sollte dies gelingen (wovon ich momentan zu 80 Prozent ausgehe), ist ein weiterer Anstieg bis in den Bereich des massiven Gaps (roter Kreis) sehr wahrscheinlich. Das rein rechnerische Kursziel einer solchen Bewegung würde dann im Anschluss sogar im Bereich 28,- bis 29,50 Dollar liegen!

Damit will ich nicht sagen dass wir diese Kurse kurzfristig erreichen werden, aber es besteht eine durchaus realistische Möglichkeit, dass die Bodenbildung bei der Aktie demnächst abgeschlossen sein wird und der Aktienkurs im Laufe der kommenden Monate dorthin tendiert. Damit wäre dann auch erneut die vorangegangene Abwärtsbewegung der letzten Monate um ca. 50 Prozent wieder korrigiert worden. Für langfristig orientierte Anleger, die sich im Edelmetall-Sektor engagieren wollen also eventuell eine sehr interessante Konstellation…!

K+S – durchwachsene Zahlen und ein positiver Ausblick

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat heute seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Demnach ist das EBIT um 10,8 Prozent auf 808,5 Millionen Euro geschrumpft. Auch der Umsatz ging  leicht, um 1,5 Prozent, zurück. Als Grund für die eher durchwachsenen Zahlen gab das Unternehmen das im Geschäftsjahr 2012 deutlich schwächere Salzgeschäft an. Dank entsprechender Zuwächse im Düngergeschäft konnte der Gesamtumsatz aber nahezu stabil bei 3,9 Milliarden Euro gehalten werden. Der um den Verkauf der Stickstoffsparte Nitrogen bereinigte Gewinn des Unternehmens legte hingegen um 10 Prozent auf 639,7 Millionen Euro zu. K+S will daher die Aktionäre in Form einer auf 1,40 (Vorjahr 1,30) Euro je Anteilschein erhöhten Dividende am Erfolg teilhaben lassen.

Trotz des insgesamt eher durchwachsenen Ergebnisses zeigte sich K+S-Chef Norbert Steiner für die nahe Zukunft zuversichtlich. Die Prognose für das nun laufende Jahr wurde bestätigt. Zudem rechnet  Steiner insgesamt mit einem positiven Geschäftsverlauf in diesem Jahr, und auch für das Geschäftsjahr 2014. Das Salzgeschäft ist zuletzt wegen der winterlichen Verhältnisse in Europa wieder deutlich angesprungen, bei Kali- und Magnesiumprodukten, sollte ein Absatz auf dem hohen Niveau des Vorjahres zu erzielen sein. Allerdings aller Voraussicht nach zu ein niedrigeres Durchschnittspreis als bisher.

Die Zahlen sind damit wohl etwas schwächer ausgefallen als dies vom Markt erwartet worden ist, jedoch sollte die leicht verbesserte Prognose für das nun laufende Jahr dem Aktienkurs heute etwas Aufrieb geben. Insgesamt bleibt die K+S Aktie wohl auch in den kommenden Monaten eher eine solide Depotbeimischung als ein echter Highflyer. Aber aus rein charttechnischer Sicht könnte nach der heutigen Zahlenvorlage die Bodenbildung bei der Aktie abgeschlossen werden. Bei Kursen über 36,60 Euro würde ein Kaufsignal getriggert.

K+S Aktie – endlich ausgebrochen?

Aufgrund leichter technischer Schwierigkeiten schicke ich Ihnen heute nur ein kurzes charttechnisches Update zur K+S Aktie: Die Aktie des Düngemittel-Herstellers Kali und Salz ist gestern, nach einer langen und mühsamen Bodenbildungs-Phase, endlich aus dem kurzfristigen Abwärtstrend nach oben ausgebrochen. Nachdem zuvor sämtliche Rebound Versuche bei der K+S Aktie gescheitert sind, sollte man diesem Signal entsprechende Aufmerksamkeit schenken. Das letzte Hoch bei 34,75 Euro konnte gestern zum Xetra Handelsschluss aber noch nicht eindeutig überwunden werden! Die Bestätigung dieses Kaufsignals muss somit heute noch abgewartet werden.

K+S Aktie Chart

Auffällig war aber in jedem Falle der neu aufkommende Kaufdruck bei der Aktie. Sieht man sich das Orderbuch und die getätigten Umsätze etwas genauer an,, bestätigt das meine Annahme dass die Aktie nun wieder auf verstärktes Interesse bei institutionellen Anlegern trifft. Gelingt nun ein weiterer Anstieg der Aktie in Richtung des letzten letzten signifikanten Hochs, bei 36,16 Euro wäre die Bodenbildung bei der K+S Aktie dann wohl abgeschlossen. Vorsichtige Naturen warten dieses Signal noch ab, spekulativ orientierte Anleger positionieren sich spätestens jetzt, sofern dies noch nicht zu Kursen um die 33,- Euro passiert ist.

Apple – jetzt oder nie!

Ich habe mich gestern sehr bewusst aus der allgemeinen Diskussion um die lange überfällige Korrektur an den Märkten rausgehalten und einfach mal gar nichts geschrieben. Wenn alle Welt auf eine Korrektur wartet, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass wir stattdessen genau das sehen was wir gestern gesehen haben eben sehr hoch. Eine kleine Korrektur mit anschließendem Bounce und neuen Hochständen – zumindest in den USA. Eine klassische Bärenfalle also, die zunächst angedeutet hat das die Indizes nun abstürzen werden, es sich dann aber spontan doch anders überlegt hat. Somit dürften mal wieder einige Marktteilnehmer auf dem falschen Fuss erwischt worden sein.

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Sowohl im Dow Jones als auch im S&P 500 wurden gestern kurzzeitig neue Höchststände produziert, die dazu geführt haben dass die von vielen Marktteilnehmern befürchtete Top Bildung in Form einer Schulter-Kopf-Schulter Formation nun aus charttechnischer Betrachtung aufgehoben wurde. Das heißt das Ziel für den S&P 500 bleibt weiterhin das in unserem kostenlosem Börsenbrief mehrfach beschriebene Niveau um die 1.525 Punkte Marke. Besonders auffällig war hingegen gestern die Stärke des Nasdaq, der in den letzten Monaten seinen beiden Index-Kollegen permanent hinterher gehinkt ist. Hier könnte sich nun ein echter Trendwechsel abzeichnen, der nicht zuletzt durch den Bounce bei der Apple Aktie angeführt wird. Achten Sie in den kommenden Tagen somit verstärkt auf die Performance der führenden Tech-Titel an der Wall Street!

Chart Apple Aktie kurzfristig

 

Wie Sie sehen können gab es bei der Apple Aktie gestern eine Kursbewegung, die nun darauf schließen lässt dass hier eine mögliche Trendwende eingeleitet wurde (zum Vergrößeren des Chart bitte 2 x draufklicken!). Dieser starke Anstieg deutet aus meiner Sicht sehr darauf hin, dass sich hier eine abschließende W-Formation bildet, die mit dem Überschreiten der Widerstandszone um die 462,- Dollar dann abgeschlossen wäre.  Die alles entscheidende Frage ist nun also, wie es bei Apple ab heute weiter gehen wird. Denn selbst nachdem diese mögliche Formation vollendet sein sollte, wartet noch ein Riesen Gap, das es zu schließen gilt auf die Aktie. Anleger sollten somit in den nächsten Tagen verstärkt auf die Kursmarke bei 466,- Dollar achten.

Hier wird sich aller Voraussicht nach spätestens entscheiden ob die Apple Aktie nun erfolgreich einen Boden ausgebildet hat, oder erneut nach unten abtauchen wird. Gelingt der Anstieg über die Marke von 466,- Dollar, dann winkt mutigen Anlegern eine schnelle Kursbewegung bis in den Bereich um die 513,- Dollar (Gap-Close), oder zumindest bis zur Abwärtstrend-Linie, die aktuell bei ca. 498,- Dollar verläuft. Fällt der Titel hingegen bereits heute wieder ab ,muss man davon ausgehen das die Abwärtsbewegung noch eine Weile anhalten wird. Entscheidend dafür ist die Abwärtstrendlinie, die ich Ihnen > hier < in den Chart eingezeichnet habe. Diese muss heute unbedingt überwunden werden…!

E.ON und RWE – Wo ist der Boden?

Es hat ein wenig gedauert, doch nun ist es soweit. Die RWE Aktie hat gestern das von mir > hier < Anfang November genannte Kaufniveau bei 28,50 Euro erreicht und unterschritten. Manchmal dauert es halt etwas länger an der Börse… Wohl dem der die Geduld hatte darauf zu warten! Damit kommen die Aktien der beiden deutschen Energieversorger nun wieder auf meine Intensiv-Watchlist. Der letzte Kursrutsch bei den beiden Aktien wurde vorrangig dadurch ausgelöst dass sich das Schweizer Bankhaus UBS kürzlich sehr skeptisch zu den weiteren Aussichten der Konzerne geäussert hat. Das Kursziel für den Branchenprimus E.ON wurde auf 12,60 Euro zusammengestrichen und bei RWE sieht man gar Kurse von 25,- Euro in nächster Zeit kommen. Nicht das ich das Szenario ausschließen möchte, aber ich halte diese Art von Vorhersagen für nur bedingt tauglich um eine solide Anlagestrategie darauf aufzubauen. Dennoch verfehlen solche Analysen Ihre Wirkung nicht – wie man heute sehen kann.

Die Energieversorger haben nach wie vor einige Probleme zu bewältigen, die im Zuge der spontan durch unsere Regierung eingeleiteten Energiewende entstanden sind. Dennoch muss man den beiden Unternehmen attestieren dass sie sich zügig an die Umsetzung dieser Herausforderungen gemacht haben, und bereits erste Teilerfolge zu verzeichnen sind. Der Prozess insgesamt wird wohl Jahre dauern, aber trotz aller Probleme ist die Aktie von E.ON auf dem aktuellen Niveau wohl massiv unterbewertet. Bei RWE bin ich mir da noch nicht so sicher…! Aus charttechnischer Sicht bietet sich aber nun bei beiden Aktien meiner Meinung nach eine interessante Einstiegsmöglichkeit für Langfrist-Investoren. Das Chance-Risiko-Verhältnis würde ich dabei als günstig bezeichnen.

Die RWE Aktie sollte nun eigentlich nach einem erfolgreichen Test der Unterstützung bei 27,88 Euro etwas zur Ruhe kommen. Genauer gesagt hat die Aktie heute bei 27,90 Euro nach oben gedreht. Aus charttechnischer Sicht ist der Titel nun massiv überverkauft und eine entsprechende technische Gegenreaktion nun eigentlich überfällig. Auch die E.ON Aktie hat  das letzte Tief, wie > hier < beschrieben, noch einmal getestet, aber auch deutlich unterschritten. Kann die Aktie in den kommenden Tagen wieder in Richtung der 13,65 Euro Marke ansteigen, besteht berechtigte Hoffnung darauf dass die Bodenbildung damit dann abgeschlossen ist.

Wie immer handelt es sich bei dieser Betrachtung der aktuellen Situation nur um eine Momentaufnahme bei der es darum geht einen möglichen Wendepunkt bei einer (oder zwei) Aktie(n) möglichst optimal zu erwischen. Werden die genannten Kursmarken deutlich unterschritten sollte die Position umgehend wieder aufgelöst werden. Die nächsten Unterstützungsmarken bei der RWE Aktie liegen erst bei 25,65 und 21,25 Euro. Für E.ON würden sich bei einem weiteren Rücksetzer dann erst wieder Kurse zwischen 12,50 und 12,60 Euro zum Einstieg anbieten.

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