Tag Archives: Berichtssaison

Gute Zahlen bei Centrotherm, Roth und Rau patzt kräftig

So unterschiedlich können Zahlenwerke aus der gleichen Branche sein. Währen sich Centrotherm im dritten Quartal wieder deutlich stärker präsentierte dürften die Zahlen von Roth und Rau wohl eher für Enttäuschung bei den Anlegern sorgen. Der Solarzulieferer Centrotherm Photovoltaics, mit Sitz im schwäbischen Blaubeuren profitierte im abgelaufenem Quartals in erster Linie von der starken Nachfrage aus dem asiatischen Raum. Der Umsatz stieg somit in den ersten neun Monaten um 22,3 Prozent auf 458,4 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 54,2 Millionen Euro, nach 35,5 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente Centrotherm 37,35  nach 25 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch die Prognose für das Gesamtjahr wurde erneut bestätigt.

Bei Roth und Rau sieht es da schon etwas anders aus. Zwar wird das Ergebnis immer noch durch Sondereffekte belastet, dennoch hatten sich Anleger hier sicherlich mehr erhofft. Der sächsische Maschinenbauer hat wegen außerplanmäßiger Abschreibungen und höherer Rückstellungen seine Ergebnisprognose für das Jahr 2010 angepasst. Der Konzern rechnet nun für das Gesamtjahr nur noch mit einem EBIT von etwa 9 Mio bis 9,5 Mio EUR. Die Umsatzprognose bleibt bei 285 Mio EUR, jedoch dürfte damit die Rentabilität auf geschätzte drei Prozent sinken. Seitens Roth & Rau war man zuletzt von einer EBIT Marke in Höhe von neuen Prozent ausgegangen. Die endgültigen Zahlen zum Geschäftsverlauf der ersten neun Monate legt Roth & Rau am 15. November vor.

Für mich sind die Zahlen von Roth und Rau persönlich eine Enttäuschung. wenn man in den letzten Wochen die Presse , und insbesondere die Aussagen des Vorstandes verfolgt hat, so wurde hier ein anderes Bild gezeichnet. Zuletzt hatte Dr. Roth davon gesprochen eventuell eigene Aktien zu kaufen, weil er sein Unternehmen für unterbewertet halte. Jetzt wissen wir auch warum er damit noch gewartet hat!

Gute Zahlen von HeidelCement und Adidas

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement kann heute einen Gewinnsprung auf 322 Millionen Euro vermelden.  Damit dürfte wohl auch klar sein in welche Richtung der charttechnische Ausbruch nun kommen wird. Analysten waren im Schnitt von knapp 250 Millionen Euro nach 149 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum ausgegangen. Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 777 Millionen Euro knapp über dem Wert des Vorjahres von 770 Millionen Euro. Beim Umsatz kletterte der Wert im abgelaufenem Quartalum 12,6 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätige der Baustoffkonzern, sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Demnach peilt HeidelbergCement nach den schweren Umsatz- und Ergebniseinbrüchen im Krisenjahr 2009 wieder Zuwächse an. Auch an seinem Sparprogramm will der Konzern festhalten

Sportartikelhersteller Adidas konnte auch im dritten Quartal glänzend verdienen, und hob die Prognose für das Gesamtjahr weiter an. Der Überschuss werde 2010 auf 560 bis 565 Millionen Euro steigen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mit. Zuvor hatte Adidas einen Anstieg auf 520 bis 550 Millionen Euro prognostiziert. Dies ist bereits die dritte Anhebung in diesem Jahr. Konzernweit legten die Erlöse im dritten Quartal um 20 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf 266 Millionen Euro.

Vestas streicht 3.000 Stellen nach erneutem Gewinnrückgang

Bei dem Windanlagenbauer Vestas Wind Systems laufen die Geschäfte in Europa zunehmend schleppender. Das Unternehmen musste heute für das abgelaufene dritte Quartal wiedermal einen Umsatz- und Gewinnrückgang verbuchen. Demnach sank der Umsatz um weitere fünf Prozent auf 1,722 Milliarden Euro. Der Gewinn ging erneut von 244 auf 185 Millionen Euro zurück. Zwar fiel das Ergebnis mit 126 Millionen Euro geringfügig besser aus als erwartet, dennoch bedeutet dies einen Rückgang um um fast ein Viertel. Anleger zeigten sich heute enttäuscht, und schickten die Aktie weiter auf Talfahrt. nachdem der Kurs sich zuletzt wieder leicht erholen konnte notiert die Aktie heute bereits im Tief wieder bei 24,50 Euro.

Nun will man rund 3.000 Stellen streichen sowie einige Fabriken in Dänemark schließen, um die Überkapazitäten abzubauen. Auch für das Geschäftsjahr 2011 geht man bei Vestas nun davon aus, dass sich Umsatz und Gewinn nicht so entwickeln werden wie ursprünglich erwartet. Zusätzlich dürften die Restrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis des Konzerns mit ca. 140 bis 160 Millionen Euro im vierten Quartal belasten. Alles in allem wohl keine allzu rosigen Aussichten für Vestas Aktionäre. Wir behalten die Aktie weiterhin auf unserer Watchlist, ein Einstieg drängt sich aber wohl erst einmal nicht auf.

TradingUpdate Volkswagen Vz.

Unglaubliche Zahlen gab es gestern vom Volkswagen Konzern. Der Ausblick für die kommenden Quartale wurde zwar etwas gedämpft, was aber angesichts des Zahlenwerkes auch nicht weiter verwunderlich ist, da dieses Tempo nicht dauerhaft gehalten werden kann, und abgesehen davon wohl auch nicht gesund wäre. Der Aktienkurs der Vorzugsaktien spielte kurzzeitig Berg- und Talfahrt. Nach dem starken Ausbruch über die Marke von 92.50 Euro konnte die Aktie zunächst das von uns angepeilte Ziel bei 96,50 Euro in einem Zug nehmen. Nach der Veröffentlichung des Zahlenwerkes rauschte der Kurs dann um drei Euro nach unten um sich wenig später wieder unter sehr hohen Umsätzen zu fangen und schlussendlich bei 96.76 den Xetra Handel zu beenden. Das Tageshoch lag bei 98,38 Euro.

Der Volkswagen-Konzern konnte seinen Gewinn in den ersten neu Monaten des Geschäftsjahres auf satte 4,03 Milliarden Euro mehr als versechsfachen! Damit verfügt der größte Autobauer Europas nun über 19,6 Milliarden Euro flüssiger Mittel. Das ist fast doppelt so viel wie zum Jahreswechsel. Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 92,5 Milliarden Euro. Von solchen Zahlen kann die Konkurrenz, insbesondere Toyota wohl nur träumen. Der Plan des VW Vorstandes, innerhalb der nächsten Jahre den Toyota Konzern als weltgrößtem Autobauer abzulösen, scheint angesichts solcher Zahlen durchaus realistisch zu sein.

Wie geht es nun weiter, werden Sie sich als VW Anleger fragen? Die Chancen für einen weiteren Anstieg der Aktie stehen nicht schlecht. Auch kurzfristig sollten die VW Vz. Aktien, bei weiter freundlichem Börsenumfeld, zulegen können. Der Test der runden Marke von 100,- Euro ist kurzfristig sehr wahrscheinlich. Hier dürfte dann natürlich zunächst einmal eine kleine Pause eingelegt werden. Rein charttechnisch betrachten liegen die nächsten Hürden nun bei 103,70 Euro sowie 107,70 Euro. Unterstützungen sollten bei 96,50 und 93,70 liegen. Kann die Aktie also demnächst die 100,- Euro Marke überwinden ist hier in den kommenden Monaten wohl noch deutlich mehr drin. Unser persönliches Kursziel bleibt zunächst bei 130,- Euro.

Yahoo kann nicht wirklich überzeugen

Yahoo enttäuscht mit leicht rückläufigem Umsatz, kann aber beim Ergebnis deutlich zulegen. Im dritten Quartal hat das Internet-Urgestein zwar seinen Gewinn dank des Verkaufs einer Tochterfirma, Einsparungen und der Suchmaschinen-Kooperation mit Microsoft mehr als verdoppelt. Doch das eigentliche Geschäft hängt den Erwartungen hinterher. Weiterhin macht der allmächtige Rivale Google dem Unternehmen das Leben schwer. Der Umsatz von Yahoo stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur um laue 2 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar nach 1,2 Mrd Euro im Vorjahreszeitraum.

Online- Werbung bleibt  auch für Yahoo die wichtigste Einnahmequelle. Der Internetkonzern konnte seinen Gewinn aber in erster Linie nur durch den Verkaufserlös des Stellenportals HotJobs um ca. 113 Prozent auf 396 Millionen Dollar steigern. Die Zusammenarbeit mit Microsoft bei der Internetsuche trug ebenfalls einen ordentlichen Teil zum Gewinnsprung bei, wobei der große Partner hier deutlich in Vorleistung ging. Die Anleger ließen sich von den Zahlen dennoch beeindrucken und ließen die Aktie nachbörslich etwas steigen. Mittelfristig dürfte hier erst wieder durch Übernahmespekulationen richtig Phantasie in den Kurs kommen.

Rivale AOL will laut US Medienberichten zusammen mit einer Investorengruppe ein Kaufangebot für Yahoo vorlegen, oder sich gar selbst von Yahoo schlucken zu lassen. Dadurch soll die Werbemacht im Internet gebündelt werden um sich gegen einen immer stärker werdenden Gegner namens Google zu wappnen. Selbst ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen dürfte aber nicht wirklich am Geschäft des Internetriesen kratzen können Der Suchmaschinenprimus erzielte zuletzt einen Umsatz von 7,3 Milliarden Dollar einen Gewinn von unterm Strich knapp 2,2 Milliarden Dollar. Hier steht der Sieger des Wettkampfes bereits seit Jahren wohl fest..

It`s a Google´s Day!

Die US Indizes haben gestern eigentlich etwas geschwächelt, und das war wohl angesichts der Fülle von eher negativen Nachrichten auch nicht weiter verwunderlich. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe waren mal wieder etwas höher als erwartet, die US Erzeugerpreise sind ebenfalls unerwartet stark gestiegen, und der gesamte europäische Bankensektor wurde zudem von der Ratingagentur Moody´s runtergestuft, was auch dem Kurs der Deutschen Bank unerwartet wieder etwas zugesetzt hat. Zudem ist heute wiedermal ein kleiner Verfallstag für Futures und Optionen, ab 14:30 Uhr stehen wieder einige Konjunkturdaten aus den USA an und und und…und dann kam Google….

Die US Märkte zeigten sich angesichts dieser Nachrichtenlage zunächst schwach, drehten aber mit den wirklich überraschend guten Zahlen die der Internetriese Google gestern veröffentlichte wieder nach oben. Google´s Bruttoumsatz stieg im abgelaufenem Quartal um 23 Prozent auf 7,29 Milliarden Dollar und der Gewinn sogar um knapp ein Drittel auf 2,17 Milliarden Dollar. Das Werbegeschäft bleibt dabei immer noch der Hauptumsatztreiber des Unternehmens und strafte alle Lügen die einen Untergang des Online Werbemarktes prognostiziert haben, „Die Zahlen von Google sind wahrhaftig Wahnsinn und sie zeigen die Allmacht und kluge Strategie des Internetkonzerns“ hieß es, und dem ist wohl nicht viel hinzu zu fügen. Die Google Aktie legte nachbörslich fast neun Prozent zu!

Ob das allerdings heute reichen wird um die schönen Wochengewinne sicher ins Wochenende zu bringen bleibt abzuwarten. Die Richtung für die kommende Woche dürfte heute zwischen 14:00 und 16:00 Uhr wiedermal von den amerikanischen Konjunkturdaten vorgegeben werden. Schauen Sie regelmäßig in unseren Realtime – Börsenkalender um auf dem laufenden zu bleiben..

Intel, AMD, Samsung, JP Morgan, Google und GE im Fokus der Anleger

Diese Börsenwoche wird wohl die Entscheidung bringen..Nachdem die US Indizes sich am Freitag dann letztlich doch in die gewünschte Richtung bewegt haben, stehen die Chancen für den Dax in den kommenden Tagen nun die Marke von 6.300 bzw. 6.335 Punkten zu überwinden sehr gut. Die US Berichtssaison ist nun angelaufen, was für neue Impulse in einem in den letzten Wochen so richtungslosen Handel sorgen sollte. Der Aluminiumkonzern Alcoa hat ordentlich vorgelegt, bei den vom Softdrinkherstellers PepsiCo vorgelegten Zahlen gab es bereits einen leicht faden Beigeschmack. Nun warten die Anleger gespannt auf die Zahlen, und vor allem den Ausblick, der Halbleiterhersteller Intel, Advanced Micro Devices und dem südkoreanischen Elektronik-Hersteller Samsung. Bei allen drei Unternehmen sind die Erwartungen extrem hoch, und lassen somit leider auch Raum für Enttäuschungen. Dennoch wird gerade dem Halbleiter-Sektor momentan mit der stärkste operative Zuwachs zugetraut.

Die aktuellen Daten zu den Erzeuger- und Verbraucherpreisen geben am Donnerstag und Freitag Aufschluss darüber wie es um, das Thema Inflation in den USA bestellt ist. Auch die Daten der US-Einzelhandelsumsätze und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan, die beide am Freitag erwartet werden, dürften darüber entscheiden, ob die Märkte nun endlich aus der seit Monaten bestehenden Seitwärtsphase nach oben ausbrechen können. Etwas besorgniserregend ist hingegen das Ergebnis der letzten Sitzungen des IWF am Wochenende ausgefallen. Es dürfte nun klar sein, dass wir uns in der Phase eines internationalen Abwertungs-Wettlaufes der wichtigsten Währungen befinden. Welche Auswirkungen dies in den kommenden Wochen und Monaten haben wird ist noch nicht klar abzusehen. Die Amerikaner teilten auch bei dieser Sitzung wieder kräftig aus, und griff auch Europa und insbesondere Deutschland an. Dies aber wohl mehr aus einer eher schwachen Position heraus, da die Amis Ihr Pulver bereits weitestgehend verschossen haben, und nun auf „Hilfe“ von außen angewiesen sind. Aber dazu später mehr…

Außer den bereits genannten Halbleiterherstellern werden die US-Bank JPMorgan , der Internetkonzern Google und der Mischkonzern General Electric Auskunft über ihre Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal geben. Je nachdem wie also die Unternehmenszahlen und vor allem die Konjunkturdaten in dieser Woche ausfallen werden, könnte der Dax bis zum Ende der Handelswoche nach oben ausbrechen, und das Jahreshoch bei 6.387 Punkten eventuell nehmen, oder erneut an der 6.300 Punkte Marke scheitern. Sollte der Deutsche Leitindex  an dieser Marke erneut nach unten abdrehen, so wäre dies insgesamt der vierte gescheiterte Versuch gewesen, und man sollte etwas vorsichtiger werden. Ich gehe aber nach wie vor von einem Ausbruch nach oben aus!

Alcoa schlägt die Markterwartungen

Die US Börsensaison ist eröffnet. Heute Nacht startete die US Wirtschaft in die Berichtssaison zum abgelaufenen dritten Quartal. Wie immer durfte der Aluminiumkonzern Alcoa den Zahlenreigen eröffnen, und legte schon mal gut vor. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Gewinn des Konzerns überraschend deutlich – von vier Cent auf neun Cent je Aktie. Am Markt war lediglich mit einem Anstieg auf sechs Cent je Aktie gerechnet worden. Mit 61 Millionen Dollar Quartalsgewinn konnte Alcoa operativ trotz des schwachen Dollars und der niedrigeren Aluminiumpreise das letzte Quartal somit deutlich über den Erwartungen des Marktes abschließen. Diese Zahlen sollten bei den Anlegern heute erst einmal für Erleichterung sorgen, die Alcoa Aktie konnte nachbörslich drei Prozent zulegen.

Auch die Erlöse kletterten zweistellig um 15 Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar. Mit einem erwarteten Umsatz von 4,95 Milliarden Dollar waren die Experten pessimistischer gewesen. Der frühere Siemens Chef  Klaus Kleinfeld ist weiterhin optimistisch, dass die weltweite Nachfrage nach Aluminium und Aluminiumprodukten wieder an Stärke gewinnen werde. Der Konzern geht von einem leicht erhöhten Anstieg der weltweiten Aluminium-Nachfrage in diesem Jahr von 12 auf  13 Prozent aus. Bisher war ein Plus von 12 Prozent veranschlagt gewesen. Auch bei Alcoa erwiesen sich einmal mehr die Emerging Markets als der Wachstumsmotor für das Unternehmen. Die Umsätze haben hier weiterhin zugenommen hieß es. Die Autobranche frage ebenfalls wieder verstärkt Aluminium nach, hieß es.

Kali und Salz traut sich wieder viel zu

Der Düngemittel- und Salzproduzent Kali+Salz hat heute sein Zahlenwerk vorgelegt, und konnte auch im zweiten Quartal von der wieder deutlich anziehenden Düngernachfrage profitieren. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn wurden kräftig gesteigert. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres kletterte der  Gewinn auf 97,5  nach einem Fehlbetrag von 44 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz legte dank der wieder stärker anziehenden Nachfrage nach Dünger, und des durch einen Zukauf gestärkten Salzgeschäftes um stolze 43 Prozent auf 1,059 Milliarden Euro zu.

Für das Gesamtjahr geht Konzernchef Norbert Steiner weiter von einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus aus. Die Erlöse dürfte 2010 auf 4,6 bis 5,0 Milliarden Euro klettern, während das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern auf 550 bis 600 Millionen Euro zulegen sollte. Im Jahr 2009 hatten K+S 3,6 Milliarden Euro umgesetzt und operativ 238 Millionen Euro verdient. Wegen der im Vergleich zum Krisenjahr 2009 wieder höheren Nachfrage erhöhten die Kasseler ihre Prognose 2010 erneut auf 7,0 nunmehr Millionen Tonnen, nachdem im Vorjahr lediglich Tonnen Kalisalze abgesetzt wurden.

Auch wir haben auf Grund dieser guten zahlen und des deutlich verbesserten Ausblicks unsere Einschätzung zu dem Unternehmen nun überarbeitet, Die K+S Aktie dürfte somit für längerfristig orientierte Investoren wieder interessant geworden sein. An schwachen Tagen werden wir somit wohl in den kommenden Wochen versuchen auch ein paar Stücke in unser Musterdepot zu buchen..

Sky braucht wieder frisches Geld

Der Bezahlsender Sky Deutschland hat heute nach Xetra Börsenschluss überraschend die Zahlen zum abgelaufenen Quartal veröffentlicht. Das EBITDA lag demnach bei -47,4 Mio EUR nach  -63,4 Mio. EUR im Vorfahr. In dem abgelaufenen Zeitraum konnte Sky 6.000 neue Abonnenten gewinnen. Damit vergrößert sich die Zahl der zahlenden Kunden auf 2,476 Mio. Alles in allem also keine berauschenden Ergebnisse, aber die waren wohl auch nicht erwartet worden. Nachbörslich gibt der Kurs des Bezahlsenders aber deutlich nach. Der Grund dafür ist wohl aber weniger in dem Zahlenwerk zu finden, als viel mehr in der dazugehörigen Nachricht, dass man schon wieder den Kapitalmarkt anzapfen, und sich frisches Geld besorgen möchte.

Großaktionär News Corp unterstützt dieses Vorhaben aus verständlichen Gründen. Insgesamt sollen noch einmal 340 Millionen Euro in die Kassen gespült werden, um die eigene Finanzsituation weiter zu stärken, und das Programm auszubauen. Geschehen soll dies zum einen über die Ausgabe neuer Aktien, außerdem soll eine Wandelanleihe ausgegeben werden. Sollte auch dies noch nicht ausreichen, werde Großaktionär News Corp über eine Tochter ein Gesellschafterdarlehen bereitstellen, hieß es in der Mitteilung Weiter rechnet Sky Deutschland damit, dass der EBITDA-Verlust in diesem Jahr noch deutlich höher ausfallen wird. Auch für das kommende Jahr lieferte das Unternehmen die Prognose gleich mit und orakelte ebenfalls im roten Bereich. Alles in allem also wohl mal wieder ein niederschmetterndes Ergebnis für die Fans der spannenden Unterhaltung. Ob Pay TV in Deutschland jemals salonfähig, bzw. wirtschaftlich sein wird?

VW Zahlen – noch besser als erwartet!

Das Geschäft des Volkswagen Konzerns lief im ersten Halbjahr 2010 deutlich besser als erwartet. Das Operatives Ergebnis übertrifft mit 2,8 Mrd. EUR den schwachen Vorjahreswert um 1,6 Mrd. EUR. Das Ergebnis vor Steuern fällt mit 2,6 (0,8) Mrd. EUR deutlich höher aus. Die Umsatzerlöse des Konzerns liegen mit 61,8 Mrd. EUR um 20,7 Prozent über Vorjahr. Der Cash-flow aus dem laufenden Geschäft des Automobilbereichs mit 7,3 Mrd. EUR um 0,9 Mrd. EUR besser als im Vorjahr; Sachinvestitionsquote beläuft sich auf 3,5 (5,6) Prozent. Im zweiten Quartal 2010 fließen im Rahmen der durchgeführten     Kapitalerhöhung (Gesamtvolumen 4,1 Mrd. EUR) Mittel in Höhe von 1,1 Mrd. EUR zu. Die Netto-Liquidität des Konzernbereichs Automobile mit 17,5 Mrd. EUR weiter auf hohem Niveau. Die Modelle des Volkswagen Konzerns überzeugen:    – Auslieferungen an Kunden des Konzerns übertreffen mit 3,6 Mio. Fahrzeugen den Vorjahreswert um 15,8 Prozent; weltweiter Marktanteil verbessert sich auf 11,7 (11,6) Prozent. Die Nachfrage nach Konzernmodellen in China, Westeuropa, Nord- und Südamerika unverändert hoch. Quelle: dpa-AFX

Meistgesucht

  • VW warum ging der Cash Flow 2017 so runter und erholte sich 2018

BP-Chef, Tony Hayard tritt zurück

Der BP-Chef, Tony Hayard erklärte heute seinen Rücktritt, und der Zeitpunkt dürfte gut gewählt sein, denn BP hat heute ebenfalls die Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen müssen. Genau genommen hat BP den Rücktritt von Hayard heute erklärt, somit dürfte auch klar sein woher der Wind weht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier der Sündenbock für katastrophale Zahlen gleich mit geliefert werden soll. Die Kritik an dem Vorstandschefs bezüglich des mangelhaften Krisenmanagements ist in den vergangenen Tagen immer lauter geworden. Seit der Explosion der BP-Ölbohrinsel «Deepwater Horizon» am 20. April mit elf Toten wurde dem Konzern vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen die Ölpest vorzugehen.

Als Nachfolger wird bereits der Amerikaner Bob Dudley gehandelt. Wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der Energiekonzern den größten Verlust der britischen Unternehmensgeschichte eingefahren. Falls die zugesagten 20 Milliarden Dollar für Schadensersatz in die Halbjahresbilanz einfließen, rechneten Analysten bereits im Vorfeld mit einem entsprechenden Rekordverlust. Das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit soll sich nach Zeitungsberichten auf etwa fünf Milliarden Dollar für das zweite Quartal belaufen. Die Ölpest im Golf von Mexiko, und größten Naturkatastrophe der USA

BP verbuchte im zweiten Quartal den ersten Quartalsverlust seit 1992. Wegen der unübersehbaren Kosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko musste der Londoner Konzern in seiner Bilanz für das zweite Quartal zunächst einen Verlust von 17,1 Milliarden Dollar verbuchen. Darin enthalten waren 32,2 Milliarden Dollar für die drohenden Verbindlichkeiten der Ölpest. Im ersten Quartal verbuchte der Konzern noch 6,1 Milliarden Dollar Gewinn. Ob dieser Betrag nun ausreichen wird um die langfristigen Kosten im Zusammenhang mit der Ölpest zu deckeln bleibt fraglich. Die nächsten Quartale werden es wohl zeigen.

Top