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Will Volkswagen nun auch noch Alfa Romeo?

Schon lange wird gemunkelt ob der Volkswagen Konzern nun mit Alfa Romeo eine weitere Marke in den Konzern integrieren will, heute wurde bekannt, dass eine führende Delegation der Wolfsburger kürzlich dabei gesehen wurde wie Sie in der Chefetage des Pirelli Turms in Mailand verschwand. Eigentlich sollte dieser Trip nach Aussage der FTD wohl geheim bleiben. „Eine Delegation hat es nicht gegeben“, sagt ein Sprecher von VW. Auch Fiat verneint alle Verkaufsabsichten. Allerdings versichern Autodesigner, dass Kollege de’Silva in Mailand vorfühlte.

VW ist an Alfa interessiert, und das offenbar mehr denn je. Ferdinand Piech bezeichnete den italienischen Automobilhersteller kürzlich als eine der attraktivsten Marken der Welt. Nach der Neuausrichtung die in den letzten Tagen bekannt wurde, in der auch die Porsche AG eine maßgebliche Rolle spielen soll, könnte eine schnelle Integration der Italiener durchaus Sinn machen. Das Sportwagengeschäft von VW wird neu aufgestellt, da dürfte die Marke Alfa Romeo nun gut hineinpassen und ebenfalls von den neu geschaffenen Synergieeffekten deutlich profitieren.

Daimler, VW, BMW und Porsche – Augen auf beim Aktienkauf

Wir hatten ja bereits in unserem Börsen Newsletter vor einigen Wochen geschrieben, dass die Aktien der Autobauer eine mögliche Jahresendrally anführen könnten. Heute scheint sich diese Theorie einmal mehr zu bestätigen. Die Aktien von Daimler, VW, BMW und Porsche bleiben weiterhin im Blickfeld der Anleger. Eine heute veröffentlichte Studie zu den Automobilaktien von Nomura sorgt für frischen Wind in der Branche. Die dort geäußerten Einschätzungen teilen wir nahezu uneingeschränkt. Jedoch sind wir grundsätzlich eher der Meinung, dass man verstärkt auf die Gewinner von morgen setzen sollte. Soll heißen, dass insbesondere der bald entstehende VW-Porsche Konzern für uns nach wie vor die größte Phantasie birgt.

Auch das Jahr 2011 könnte ein weiteres gutes Jahr für die Autobauer werden. Bei BMW gehen wir zwar eher davon aus, das hier das weitere Potenzial eher begrenzt erscheint, jedoch kann die BMW Aktie durchaus noch in den allgemein freundlichen Umfeld bis 70,- Euro ansteigen. Hier sollte dann aber langsam Schluss sein. Bei Daimler hinkt man der seit Wochen laufenden Hausse noch etwas hinterher. Auch wenn die Aktie im direkten Vergleich mit der Konkurrenz etwas langweilig erscheint sehen wir hier ein gewisses Nachholpotenzial. Das Kursziel für die BMW-Aktie hat Nomura nun auf 61,00 Euro angehoben und die Daimler-Aktie mit einem Kursziel von 50,00 Euro versehen. Die Analysten von Cheuvreux hingegen sind mit 60,- Euro für Daimler etwas optimistischer.

Allen voran bleibt die Porsche Aktie auf der Überholspur. Nach der gestrigen Hauptversammlung und der nun beschlossenen Kapitalerhöhung kann der Titel erneut stark zulegen und notiert aktuell über der 61,- Euro Marke. Das nächste Kursziel dürfte nun bei ca. 66,- Euro liegen, danach bei 72,- Euro. Der Markt hat offenbar inzwischen erkannt, dass nicht nur operativ beim Sportwagenbauer wieder alles wie geschmiert läuft, sondern auch die Neuausrichtung des Konzerns mit der fünften Baureihe und den Synergieeffekten mit dem Mutterkonzern einiges an Kursphantasien eröffnet. Nicht vergessen sollte man wohl auch den Anteil den Porsche am VW Konzern momentan hält, dieser wird ebenfalls fast täglich mehr wert. In diesem Sinne – genießen Sie Ihre Gewinne!

VW – Porsche Fusion rückt näher, auch die Vorzugsaktionäre stimmen der Kapitalerhöhung zu

Auf der gestrigen Hauptversammlung der Porsche AG in Stuttgart haben die Aktionäre gestern für die Kapitalerhöhung bei dem Sportwagenbauer in Höhe von fünf Milliarden Euro gestimmt. Damit haben die Stamm- und Vorzugsaktionäre, die jeweils zur Hälfte an der Kapitalmaßnahme teilnehmen werden, den Weg für einen intergrierten VW-Porsche Konzern geebnet. Allerdings muss auch die VW-Hauptversammlung dieses Vorhaben noch absegnen. Die Familien Porsche und Piëch hatten schon vor Monaten zugesagt, bei der Kapitalerhöhung den Teil der Stammaktionäre von bis zu 2,5 Milliarden Euro zu tragen, nun haben auch die Vorzugsaktionäre zugestimmt. Letztlich blieb auch wohl keine Alternative…

Mit frischem Geld soll der Schuldenberg in Höhe von sechs Milliarden Euro der Porsche Holding auf ein erträgliches Maß zurückgefahren werden, um das Unternehmen baldmöglichst mit Europas größtem Autobauer verschmelzen zu können. Die Kapitalerhöhung soll bis Ende Mai kommenden Jahres stattfinden, spätestens aber bis Ende August. Der im Anschluss geplante Aktientausch mit VW könnte sich jedoch wegen rechtlicher und steuerlicher Risiken über das Jahresende 2011 hinaus bis 2014 verzögern. Gemeinsam mit dem Sport- und Geländewagenbauer Porsche will VW-Chef Martin Winterkorn dann bis zum Jahr 2018 zum weltgrößten Autohersteller aufsteigen und Toyota vom Thron stoßen.

VW und Porsche nach HV kräftig im Aufwind, der Cajun kommt!

Bereits gestern wurde bekannt, dass der Sportwagenbauer Porsche in Zukunft im VW Konzern eine deutlich gewichtigere Rolle spielen soll. Volkswagen setzt voll und ganz auf die Kompetenz der Zuffenhausener in Sachen Sportwagen hieß es gestern. Heute auf der Hauptversammlung wurden weitere Details zur Integration von Porsche bekannt gegeben. man wolle nun die Schirmherrschaft für die Marken Bugatti und Bentley ebenfalls an Porsche übertragen, hieß es.Die beiden Luxus-Pkw-Marken werden sich künftig eine Architektur-Plattform mit dem Porsche Panamera teilen, den sogenannten Standardbaukasten für heck- und allrad-getriebene große Limousinen. Die Porsche Entwicklungsabteilung soll im ersten Schritt mit 150 Millionen Euro weiter ausgebaut werden, und ca. 100 weitere Ingenieure sollen eingestellt werden.

Ebenfalls gestern wurde bekannt, dass Porsche nun mit der Produktion der fünften Baureihe beginnen werde. Der „Cajun“ kommt also etwas schneller als erwartet. Mit dem kleinen Geländewagen, der preislich unterhalb des Kassenschlagers „Cayenne“ angesiedelt werden soll, will sich Porsche für eine jüngere, weniger zahlungskräftige Kundschaft öffnen. Der Aufsichtsrat gab am Montag grünes Licht zur Entwicklung der Modellreihe. VW-Chef Martin Winterkorn ließ es sich nicht nehmen, die frohen Botschaften den Entwicklern von Porsche am gestrigen Montag selbst zu überbringen. Mit der Neuausrichtung des Konzerns gerät die Marke Audi nun bei der Konzeption von Sportwagen etwas ins Hintertreffen was den Ingolstättern nicht unbedingt behagen dürfte. Dennoch wird die Marke Audi wohl auch in Zukunft eines der wesentlichen Zugpferde des Volkswagen-Konzerns bleiben.

Der Zeitpunkt all dieser guten Nachrichten ist natürlich nicht zufällig gewählt. Die Konzernführung möchte damit die Zukunft des Konzerns in den schillerndsten Farben malen, um für die anstehende Kapitalerhöhung bei dem Sportwagenbauer zu werben. Insgesamt sollen 5 Milliarden Euro eingenommen werden, um die Schuldenlast von knapp 6 Milliarden schnellstmöglich deutlich zu drücken. Die Familien Porsche und Piech haben sich bereits bereit erklärt einen Großteil dieser Kapitalerhöhung mit zu tragen. Der Optimismus ist wohl auch berechtigt. Die Synergien die sich durch einen integrierten Automobilkonzern erzielen ließen, dürften die Gewinne in den kommenden Jahren, nachdem man sich der Altlasten entledigt hat, weiterhin kräftig sprudeln lassen.

Sowohl die Aktien von VW als auch von Porsche bleiben weiterhin gefragt. Analysten diverser Bankhäuser setzen permanent ihre Kursziele für alle Aktiengattungen der beiden Unternehmen nach oben, (bis auf ein paar wenige Ausnahmen) Wir gehen davon aus, dass dieser Trend weiter anhalten dürfte und die VW-Porsche Story auch im kommenden Jahr eine der interessantesten überhaupt sein dürfte. Wir bleiben natürlich dabei, und werden ggf. weiter aufstocken!

Porsche startet durch, 55 Prozent plus und jetzt?

Die Porsche Aktie kennt seit Tagen nur noch eine Richtung. Nach einer kurzen Konsolidierung bei der die Aktie innerhalb von Stunden 10% Bewegungen hinlegte geht es seit gestern, trotz des weltweit schlechten Börsenumfeldes, rasant weiter nach oben. Seit unserer Empfehlung im Investors Inside Newsletter konnte der Titel somit inzwischen satte 55 Prozent zulegen. Das sollte es aber noch lange nicht gewesen sein. Das operativen Geschäft des Sportwagenherstellers läuft weiter richtig gut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 erzielte Porsche einen Gewinn von einer Milliarde Euro. Fast alle Analysten zeigten sich von dem veröffentlichten Zahlenwerk tief beeindruckt. Für das Geschäftsjahr 2010/11 wird nun sogar ein Gewinn von 1,6 Milliarden Euro erwartet.

Noch im Oktober 2007 markierte die Porsche Aktie ihr Allzeithoch bei fast 200,- Euro. Seitdem ist, wie wir alle wissen, eine Menge passiert, und der Aktienkurs teilweise dramatisch eingebrochen. Durch die gescheiterte VW Übernahme wurden eine Menge Schulden angehäuft die es nun allmählich abzubauen gilt. Eine bald geplante milliardenschwere Kapitalerhöhung sollte hier Erleichterung verschaffen. Die Familien Porsche und Piech haben bereits zugesagt sich maßgeblich an dieser Kapitalmaßnahme beteiligen zu wollen, was man durchaus als Vertrauensbeweis in die Zukunft des Unternehmens betrachten sollte.

Auch die drohenden Klagen aus den USA und Europa sehe ich zunächst nicht so dramatisch. Zum einen weil die Mühlen des Gesetzes ja bekanntlich sehr langsam mahlen, und zum anderen weil es zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht klar ist ob eine der Klagen überhaupt zugelassen wird. Kürzlich ist eine Gruppe von Aktionären erneut bei dem Versuch gescheitert hier auf entsprechenden Schadensersatz zu klagen. So verständlich das Begehren der Aktionäre, die durch die wilden Spekulationen des ehemaligen Porsche Vorstandes zu Schaden gekommen sind, auch sein mag, so unwahrscheinlich dürfte die Chance hier auf eine angemessene Entschädigung sein.

Die Porsche Aktie bleibt auf der Überholspur, ein Ende der Aufwärtsbewegung ist vorerst nicht in Sicht. Erst heute wurden die Absatzzahlen für den Zeitraum August bis Oktober veröffentlicht. Der Sportwagenbauer verachtfachte seinen Gewinn in den drei Monaten auf 395 Millionen Euro, bei einem um 80 Prozent gesteigerten Umsatz von 2,06 Milliarden Euro. Einer der Hauptumsatzträger war nach wie vor der Panamera, den es nun bald auch als Diesel geben wird, und der Cayenne. Wir bleiben dabei, unsere kurzfristigen Kursziele haben wir ja kürzlich veröffentlicht. Langfristig dürfte hier noch einiges mehr drin sein…

2011 wird das Jahr der Automobilaktien

Ich habe mich die letzten Tage bewusst mit meinen Prognosen etwas zurückgehalten, wahrscheinlich hätten mich einige dann wieder für ansatzweise verrückt erklärt oder mir zumindest vorgeworfen ein unverbesserlicher Perma-Bulle zu sein. Die allgemeine Stimmung war schlecht und die Lage in Europa erneut sehr bedrohlich für die Aktienmärkte, Die Chinesen drohen mit Zinserhöhungen und würgen die Konjunktur ab, der Euro fällt ins bodenlose,  es tobt ein Währungskrieg, und was ich nicht alles gelesen habe… Es ist wie immer die Meinungsmache der Medien beeinflusst Anleger und damit die Kurse. Gerade in diesen Phasen wünsche ich mir ein wenig mehr Eigenverantwortung bei den Anlegern, und nicht selten auch eine etwas objektivere Betrachtungsweise der Dinge.

Ich gehöre nicht unbedingt zu den Menschen die sich von der allgemeinen Meinung anstecken lassen, deswegen möchte ich nun doch einmal kurz meine Sichtweise der Dinge skizzieren. Die angespannte Lage in Irland wirft Ihre Schatten erneut auf die Euro-Region, und komischer Weise passiert dies zur selben Zeit da auf dem G 20 Gipfel beschlossen wird, dass man sich nicht auf einen weltweiten Währungskrieg einlassen will. Alle Beteiligten waren sich zum ersten mal seit langer Zeit einig , die neue große Harmonie! Tatsächlich ist die Irland-Krise in der jetzigen Zeit gar nicht mal so schlecht für Europa und dies insbesondere für den Export-Vize-Weltmeister Deutschland. Unsere Waren werden damit wieder deutlich attraktiver für Käufer aus dem Ausland, und genau das ist es um das neu erfundene Wirtschaftswunder in Deutschland weiterhin unter Feuer zu halten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Unter der Voraussetzung das die Politiker in Europa intelligent genug sind hier keinen erneuten Flächenbrand a la PIGS-Panik zu erzeugen, sind die Entwicklungen eigentlich ganz positiv, oder zumindest nicht so negativ wie uns das die Presse glauben machen will. Auch die drohende Zinsanhebung in China ist mittelfristig eher ein Segen als ein Fluch. China kämpft gerade gegen die massiv drohende Inflation ,und mit einer ähnlichen Immobilienblase, wie wir sie in Amerika kurz vor dem Zusammenbruch gesehen haben. Ein schwacher Yuan verursacht auch unter anderem über steigende Rohstoffpreise eine zusätzlich importierte Inflation. Ein probates Mittel um übermäßiges Wirtschaftswachstum zu bremsen ist also die Aufwertung der Währung, somit würden letztlich auch die Rohstoffe wieder günstiger werden, die heiße Luft kann aus dem Immobilienmarkt entweichen, und die Inflationsgefahr wäre zunächst eingedämmt.

Alles in allem bleibe ich trotz diese Störfeuer der Ansicht, dass wir noch eine schöne Jahresendrallye sehen könnten. Charttechnisch ist die Lage inzwischen sicherlich etwas angespannter als noch vor ein paar Tagen, dennoch ist noch nichts nachhaltiges passiert. Lediglich die Unterseite des Aufwärtstrends wurde im S%P 500 bei 1.173 Punkten getestet, der Dow Jones wollte die 11.000 nochmal sehen, und der DAX scheint sich momentan von den direkten Zusammenhängen mit den US Indizes komplett gelöst zu haben, und führt ein Eigenleben. Auch das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass Deutschland zu den großen Gewinnern in Europa gehört und die USA immer mehr an Einfluss verlieren. Der DAX hat sich in diesem Jahr deutlich stärker entwickelt als alle anderen europäischen Indizes, und zieht den Neid der Nachbarn auf sich…

Es bleibt dabei…“Es werden keine Gefangenen gemacht„, die 7.000 Punkte im Dax halte ich in diesem Jahr noch für möglich, bis Ende Januar sogar 7.200 Punkte. Wir steuern auf ein weiteres spannendes Börsenjahr zu…ich habe bereits angefangen an der Jahresprognose für 2011 zu schreiben, die ich natürlich auch hier im Newsletter rechtzeitig veröffentlichen werde. Für dieses Jahr hatte ich im Dezember letzten Jahres einen Dax-Höchststand von 6.832 Punkten prognostiziert, diesen werden wir wohl demnächst erreichen. Für das kommende Jahr sei vorab soviel verraten, es wird ein außergewöhnliches Börsenjahr, und es wird das Jahr der Autobauer…

Noch ein abschließendes Wort zu den Solaraktien die immer weiter unter die Räder kommen. Wie in anderen Bereichen auch ist hier gezieltes Stock-Picking sehr wichtig. Nicht jedes Unternehmen auf dem „Solar“ steht wird auch dauerhaft erfolgreich sein, und seinen Aktionären schöne Gewinne bescheren. Lassen Sie sich nicht zu irgendwelchen unbedachten Handlungen hinreißen, und überlegen Sie sorgfältig bei welchem Unternehmen es, auf Sicht der kommenden 12 Monate, eine berechtigtes Gewinnpotenzial besteht. Wir haben uns im Investors Inside Blog in den letzten Tagen intensiv damit auseinandergesetzt und unsere Einstellung zu den einzelnen Aktien dort veröffentlicht.

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Porsche gewinnt weitere Aktionärsklage

Der Sportwagenbauer Porsche hat heute einen weiteren Erfolg bezüglich der drohenden Sammelklagen erzielt. Demnach sind zwei Gruppen von Porsche-Aktionären mit einer Klage gescheitert, die Beschlüsse der Hauptversammlung des Sportwagenbauers von 2009 zu kippen. Das Oberlandesgericht Stuttgart wies am Mittwoch nach einer Berufungsverhandlung die Anfechtungsklage ab. Hauptpunkt der Klage waren die damals getroffenen Beschlüsse über die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates nach der gescheiterten VW Übernahme, sowie die Vergütung der Kontrollorgane. Alleine der Verdienst des damaligen Konzernlenkers Wendelin Wiedeking soll sich in der Folge auf 77,4 Mio. Euro belaufen haben.

Die Aktionärsvertreter hatten reklamiert, dass die Aktionäre damals nur sehr unzureichend über die hoch komplizierten Absicherungsgeschäfte informiert worden zu seien. Das Gericht stellte fest, dass keinerlei Fehler bei den damals gefassten Beschlüssen gemacht worden sind, verwies aber auch darauf, dass weder die Höhe der Vergütungen noch das Vorgehen der Handelnden Bestandteil der Prüfung gewesen ist. Mit der Entscheidung folgte der Vorsitzende Richter Eberhard Stilz einem Urteil des Landgerichts Stuttgart vom Frühjahr. Die Revision zum deutschen Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen. Dagegen kann noch eine Nichtzulassungsbeschwerde eingereicht werden.

Die VW-Porsche-Erfolgsstory geht weiter…

Auch die jüngsten Zahlen des VW Konzerns versetzen wohl so manchen Anleger, oder Analysten, ins Staunen. Von Januar bis einschließlich Ende Oktober haben die Wolfsburger fast sechs Millionen Fahrzeuge verkauft das entspricht einem erneut satten Plus von über 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein im Oktober lieferte VW schon fast unglaubliche 612.000 Autos aus. Während der gesamte Automarkt nur 4,5 Prozent zulegen konnte gewann der Volkswagen Konzern mit einem Zuwachs von zehn Prozent weiter Marktanteile hinzu.

Wachstumstreiber sind nach wie vor die Märkte in Asien und hier natürlich insbesondere China. Aber auch in den USA waren die Autos des Konzerns inzwischen wieder gefragt. Während in Deutschland der Absatz noch schleppend verläuft prognostizieren Fachleute bereits für die kommenden zwei Jahre auch hier ordentliche Zuwachsraten. Dem Automarkt insgesamt wird weiterhin eine glänzende Zukunft bescheinigt. Die Nachfrage in den Schwellenländern wird hoch bleiben, hieß es in einer Pressemeldung von heute. Der VW Konzern dürfte also bereits in diesem Jahr den Absatzrekord aus dem letzten Jahr locker übertreffen. Im Jahr 2009 wurden konzernweit 6,3 Millionen Fahrzeuge verkauft.

Die VW Aktie setzt ihren Siegeszug heute weiter fort. Schon fast fühle ich mich bei der Betrachtung des Charts an die Apple Aktie erinnert. Auch hier glaubten vor einigen Monaten wohl viele Marktteilnehmer, dass der Kursverlauf nicht immer so weiter gehen könne. Wir haben bereits vor Monaten, in unserem Newsletter, bei Kursen um 55,- Euro das erste mal drauf hingewiesen, dass hier eine ganz außergewöhnliche Erfolgsstory entstehen dürfte. Bei Kursen um die 80,- Euro sind wohl auch die Skeptiker unter unseren Lesern eingestiegen, und freuen sich nun fast täglich über ihre satten Kursgewinne.

Kürzlich haben wir zu den Vorzugsaktien auch noch eine Position der Stammaktien in unser Depot gebucht, weil wir hier ein gewisses Nachholpotenzial sehen, sowie den Anteil unserer Porsche Aktien weiter erhöht. Wie die Volkswagen Story weiter gehen wird, und welche Rolle Porsche dabei spielt, können Sie regelmäßig in unserem kostenlosen Newsletter erfahren. Soviel vorab, der interessanteste Teil kommt wohl erst noch…Kurz- wie mittelfristig bleiben die Aussichten beider Automobilhersteller hervorragend. Lesen Sie dazu auch unseren letzten Artikel: “ Porsche und VW rücken immer enger zusammen

Porsche und VW rücken immer enger zusammen

Es geht voran mit der Integration des Porsche Konzerns in die VW Familie. Gestern wurde bekannt, dass Volkswagen nun die Porsche Holding in Salzburg für insgesamt 3,3 Milliarden Euro kauft. Der größte Autohändler Europas, der bislang je zur Hälfte den beiden Familien Porsche und Piech gehört hat, wechselt damit vollständig in den Besitz der VW AG. Die Holding ist in Westeuropa, Südosteuropa und China tätig, und verkaufte im Geschäftsjahr 2009/10 insgesamt 421.000 Neuwagen was einem Gesamtumsatz in Höhe von 12,2 Mrd. Euro entspricht. „Mit dieser Entscheidung haben die Familien Porsche und Piech ein klares Bekenntnis zur Umsetzung des integrierten Automobilkonzerns abgegeben.“ Neben der Stärkung des Vertriebsgeschäfts „heben wir zudem Synergien und steigern die Performance des Vertriebs“, sagte Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.

VW wird zu 50,76 Prozent von der Porsche Automobilholding kontrolliert, der auch der Stuttgarter Sportwagenhersteller gehört. Diese Holding gehört Mitgliedern der Familien Porsche und Piech, auch die arabische Investmentgesellschaft Qatar Holding LLC ist Großaktionär. Eine Verschmelzung der Porsche Holding SE auf die Volkswagen AG zu einem integrierten Automobilkonzern ist für 2011 vorgesehen.

Die Übertragung des Vertriebsgeschäfts von der Porsche Holding Salzburg ist ebenfalls für das erste Halbjahrs 2011, spätestens aber für den Zeitraum bis zum 30. September 2011 vorgesehen. Der operative Teil der Porsche Holding GmbH Salzburg umfasst „sämtliche Zweige, die mit dem Automobil zu tun haben“, also Porsche Austria, Porsche Inter Auto, aber auch die Porsche Bank, erläutert Porsche Salzburg-Sprecher Hermann Becker.Nur „marginale Bereiche“ verblieben in der Porsche Holding Salzburg. Die Dynastie Porsche/Piech wird seit vielen Jahren vom „trend“ als die reichste Familie Österreichs mit geschätzten 28,8 Mrd. Euro gereiht. Die historischen „Schnittstelle“ der beiden Familien liegt bei Ferdinand Porsche, dem Großvater des früheren VW-Konzernchefs Ferdinand Piech. Quelle: Salzburger Nachrichten

Unser Fazit für beide Aktien lautet unverändert. Hier handelt es sich wohl um eine der interessantesten Storys aus der deutschen Automobilbranche der letzte 20 Jahre. Beide Unternehmen sollten nach der erfolgten Verschmelzung deutlich von dieser Entwicklung profitieren können, auch wenn es bis dahin wohl noch einige Hürden zu nehmen gilt. Die Aktionäre sollte es letztlich auch freuen. Mit dem Verkauf der Anteile an der Porsche Holding wird auch ein wesentlicher Teil der für Porsche geplanten Kapitalerhöhung finanziert werden. Der momentane Schuldenberg des Sportwagenbauers sowie die drohenden Sammelklagen wegen der geplatzten VW Übernahme lasten noch immer auf dem Kurs. Fundamental dürfte der Stuttgarter Autobauer selbst nach einem entsprechendem Risikoabschlag deutlich mehr wert sein als sich dies im Aktienkurs widerspiegelt.

Auch der charttechnische Ausblick beider Aktien ist weiterhin hervorragend. Nachdem die Porsche Aktie kurzzeitig wieder abgetaucht ist befinden wir uns aktuell in der Nähe des letzten Hochs bei 43,- Euro. Dieses wurde bereits mehrfach in den letzten beiden Handelstagen überschritten. Gelingt der nachhaltige Ausbruch über 43,- Euro dürfte das nächste Kursziel bei 47,- Euro später 49,50 Euro liegen. Wir halten diese Kursziele noch in diesem Börsenjahr für erreichbar. Bei der VW Aktie, die ja bereits hervorragend gelaufen ist, sehen wir unverändert weiter steigende Kurse in den kommenden Wochen. Zunächst gilt es die Marke von 115,- Euro zu überwinden, danach dürfte die Marke von 122,- bzw. 126,- Euro angepeilt werden. Auch hier sind wir weiterhin optimistisch, dass dies in absehbarer zeit passieren wird.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Performance der VW Stammaktien in den letzten Handelstagen. Inzwischen haben die „Stämme“ kräftig aufgeholt. Mittelfristig war die Underperformance zu den Vorzugsaktien auch nicht zur rechtfertigen. Wer VW Aktien noch einmal unter 100,- Euro erwerben möchte sollte sich also die Stammaktien etwas näher ansehen. Wir haben gestern unsere Beteiligung am VW Konzern um ein paar Stammaktien erweitert, und besitzen nun beide Aktiengattungen.

Porsche und VW legen in den USA weiter kräftig zu

Der Automobilhersteller Porsche hat seinen Absatz in den USA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut deutlich gesteigert. Vor allem die starken Verkäufe der Modellreihe Cayenne, der seit Juli 2010 in den USA erhältlich ist, waren für den neuen Absatzrekord verantwortlich. Mit insgesamt 1.139 ausgelieferten Exemplaren legten die Käufe im Vergleich zum Oktober 2009 um 141 Prozent zu. Insgesamt , über alle Baureihen steigerte der Stuttgarter Autobauer mit 2.647 Fahrzeugen die US-Auslieferungen um 61 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch der viersitzige Panamera konnte mit einem Zuwachs von 108 Prozent auf 747 Wagen weiterhin überdurchschnittlich zulegen.

Porsche war aber gestern Abend nicht der einzige deutsche Automobilproduzent der glänzen konnte. Auch der neue Mutterkonzern Volkswagen, der zu 49,9 Prozent an Porsche beteiligt ist , konnte erneut gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,9 Prozent auf 20.084 Fahrzeuge zulegen. Nach Angaben des Konzerns verkauften sich neben dem Jetta vor allem der kompakte Golf, der kleine Geländewagen Tiguan und der zusammen mit Chrysler gebaute Minivan Routan deutlich besser. Dagegen fielen der große Geländewagen Touareg und der in die Jahre gekommene New Beetle merklich in der Gunst der Kundschaft.

Unsere Einstellung, bzw. Kursziele für die beiden Aktien sind unseren Lesern ja bereits hinlänglich bekannt. Insbesondere für Porsche Aktionäre dürften die nächsten Monate sehr spannend werden. Wenn auch Sie regelmäßig über unsere Investmentideen informiert werden möchten können Sie sich jetzt hier für unseren kostenfreien Börsen Newsletter eintragen!

Kursziele für Porsche und Volkswagen werden erhöht..

Heute hat sich auch die  australische Investmentbank Macquarie zu den beiden Aktien von VW und Porsche zu Wort gemeldet, und somit die VW-Vorzüge nach Zahlen von „Neutral“ auf „Outperform“ hochgestuft. Das Kursziel wurde von 80,00 auf 125,00 Euro angehoben, ebenso überarbeiteten die australischen Analysten Ihr aktuelles Rating für die Porsche Aktie noch einmal deutlich.  Macqaurie setzt die Aktien des Sportwagenbauers nun von „Underperform“ auf „Outperform“  und erhöhten das Kursziel von 35,00 auf 50,00 Euro, wohlgemerkt nach diversen Risikoabschlägen. Ohne die momentanen Unsicherheiten bei Porsche würde das Kursziel gar bei 67,- Euro gesehen, hieß es in der Meldung. Der Kurssprung der VW-Papiere spiegle sich noch nicht im Kurs des Sportwagenherstellers wider.

Der gute Lauf der Volkswagen Aktie dürfte noch weiter gehen, und somit wird sich auch der Unternehmenswert von Porsche entsprechend steigern. Analysten billigen der VW Aktie momentan durch die Bank Kursziele zwischen 115,- und 155,- Euro zu. Im Mittel dürften also Werte um die 130,- Euro, wie von uns prognostiziert, bald erreicht werden. Mittelfristig ist hier wohl noch deutlich mehr drin. Für Anleger mit starken Nerven und einem gewissen Vertrauen in die VW-Porsche-Story könnte sich also somit ein langfristiger Einstieg in beide Aktien deutlich auszahlen. Wir hatten die Porsche Aktie zuletzt auf „Halten“ gesetzt, ein Verkauf kommt unter den gegebenen Umständen vorerst nicht in Frage. Wir werden die momentane Übertreibung des Marktes nach unten aussitzen und ggf. noch weiter bei Porsche aufstocken, gehen aber grundsätzlich auch davon aus, dass der übertriebene Abverkauf nun sein Ende gefunden haben dürfte.

In der heute von Macqaurie veröffentlichten Studie zu den beiden Autobauern hieß es wörtlich „Der Porsche-Kurs enthalte derzeit einen sehr hohen Abschlag aufgrund von Risiken eines Rechtsstreits. Mit Blick auf das auf 125 Euro erhöhte VW-Kursziel ergebe sich eigentlich unter Berücksichtigung des Gesamtwertes von Porsche ein Wert je Titel von 67 Euro. Wenn er dann noch einen angemessenen Abschlag in Höhe von insgesamt fünf Milliarden Euro für einen möglichen Rechtsstreit im ersten Halbjahr 2011 sowie den Holdingcharakter abziehe, lande er bei seinem neuen Porsche-Ziel von 50 Euro.“ Dieser Meinung zur Porsche Aktie schließe ich mich uneingeschränkt an, der aktuelle Abschlag ist bei weitem nicht gerechtfertigt! Dem ist nicht hinzuzufügen..

BYD – Build Your Dreams taucht ab

Der Batteriehersteller und Elektroautobauer Build Your Dreams, BYD hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres den Nettogewinn im Jahresvergleich nur um 4 Prozent steigern können, aber das war noch nicht einmal das Schlimmste an den kürzlich veröffentlichten Zahlen. Die Firma an der auch Investmentlegende Warren Buffet mit einem nennenswerten Anteil beteiligt ist erwirtschaftete zuletzt 2,43 Milliarden Yuan, oder 364,9 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr lag der Gewinn noch etwas darunter bei 2,34 Milliarden Yuan. Verglichen mit dem Vorjahr habe sich der Gewinn von 1,16 Milliarden Yuan auf 11,34 Millionen Yuan reduziert. Im direkten Vergleich mit den Halbjahreszahlen ergibt sich dabei für das dritte Quartal eine Nettogewinn-Entwicklung von rein rechnerisch 99 Prozent Minus.

Zwar waren die Erwartungen des Marktes bereits sehr gedämpft, dennoch zeigten sich Anleger geschockt, und schickten den Titel bereits gestern um über 10% in die Tiefe. Heute zeichnet sich erneut eine ähnlich schlechte Entwicklung der Aktie ab. Die Aktie notiert mit einem satten Minus von 9,3 Prozent in Frankfurt. damit wurden auch charttechnisch wichtige Marken verletzt. Wo, und ob sich die Aktie nun wieder fangen kann dürfte erst einem ungewiss sein. Es sieht nicht unbedingt gut aus, und da hilft auch keine Beteiligung von Warren Buffet, der erst kürzlich nach China gereist ist um gute Stimmung für die Aktie zu verbreiten. Die Story von BYD bleibt interessant, die Aktie mit dem klangvollen Namen ist aber momentan kein Kauf.

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