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Trading Update VW, Porsche BMW und Daimler

Die erwartete Korrektur scheint nun eingetroffen zu sein. Zunächst muss wohl erst einmal abgewartet werden wie die amerikanischen Märkte nun auf die Vorgaben aus Asien und Europa reagieren werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die politischen Unruhen im Nahen Osten sowie der damit deutlich gestiegene Ölpreis an den US Börsen spurlos vorüber gehen werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitergehenden Korrektur an den Finanzmärkten steigt dann natürlich mit einer ebenfalls stark rückläufigen Wallstreet. Zunächst würde ich mal die runde Marke von 1.300 Punkten im S&P 500 für ein Minimalziel halten. Diese sollte zumindest getestete werden, eventuell ist aber auch ein Abschlag in den kommenden Tagen bis auf 1.240 Punkte möglich. Für den DAX bedeutet dies dann wohl einen weiteren Rückgang bis auf 7,190 respektive 7.135  und eventuell 7.000 Punkte.

Die zyklischen Autobauer reagieren heute verhältnismäßig gelassen auf die Indexbewegungen. Größtenteils befinden sich die Titel von VW, BMW und Daimler nach anfänglichen Verlusten wieder im Plus. Auch wenn dies kurzfristig erfreulich aussieht sollte man aber weiterhin vorsichtig sein, und diese Positionen entsprechend eng absichern. Wir haben uns hier bereits gestern entschieden alle noch offenen Positionen glatt zu stellen, da wir eher von einem weiteren Rücksetzer ausgehen. Die Porsche Aktie präsentiert sich heute erneut als schwächster Wert aus dem Sektor. Letztlich werden hier wohl auch die jüngsten Nachrichten über weitere drohende Klagen in Milliardenhöhe mal wieder den Ausschlag für den Kursverlauf gegeben haben. Meine Einstellung zu diesem Thema kennen Sie ja bereits!

Anbei nun ein paar Betrachtungen zur Charttechnik der einzelnen Aktien. Die Volkswagen Vz. Aktie hat gestern ein Verkaufssignal generiert, dieses sollte die Aktie zunächst in den Bereich um die 114,- bis 115,- Euro führen. Betrachtet man den längerfristigen Chart so kann man erkennen, dass sich die Aktie seit den Höchstständen im Dezember in einem intakten Abwärtstrend befindet. Dieser wurde zwar bereits mehrfach nach oben verlassen jedoch fand die Aktie immer wieder den Weg zurück in den Trend. Dieser verläuft derzeit zwischen 123,- und 108,- Euro, die Aktie befand sich also heute morgen in der Mitte dieses Trends. Fällt die Aktie in den kommenden Tagen unter die Marke von 115,- Euro so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das untere Ende des Trends erneut getestet wird deutlich. Achten Sie also bitte verstärkt auf diese Marken.

Die Daimler Aktie präsentiert sich in den letzten Handelstagen relativ stark, nachdem die vorangegangenen Verkäufe die Aktie bereits auf ein deutlich reduziertes Niveau gedrückt haben. Dennoch gehe ich davon aus, das auch hier nochmal ein kleiner Rücksetzer kommen kann der die Aktie eventuell kurzfristig unter die 50,- Euro Marke befördert. Unser Kaufziel bleibt hier vorerst bei 50,60 Euro. Bei der BMW Aktie würden wir weiterhin die Vorzugsaktien favorisieren. Diese sollte im Zuge einer Gesamtmarktkorrektur noch einmal bis in den Bereich 36,- bis 37,- Euro fallen. Die aktuelle Unterstützung verläuft bei ca 38,40 Euro. Wird diese unterschritten wird unser Kauflimit bei 36,05 Euro aktiv.

Und zum Schluss unser Sorgenkind, Porsche. Die Aktie hat zuletzt erneut unter schlechten Nachrichten gelitten und deutlich nachgegeben. Die Marke von 70,- Euro erweist sich wie von uns erwartet weiterhin als „harte Nuss“ Erst wenn die 72,- Euro Marke überschritten werden kann hellt sich das Chartbild wieder deutlich auf. Momentan kämpft der Titel aber eher mit dem Abwärtstrend. Die Bollinger Bänder haben sich in den letzten Tagen deutlich zusammengezogen, an deren Unterseite sich die Porsche Aktie inzwischen befindet. Damit ist die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach unten deutlich gestiegen. Das Gap bei ca. 60,50 Euro ist immer noch offen und könnte in den nächsten Tagen geschlossen werden. Je nach Gesamtmarktlage ist dann sogar ein weiteres Abtauchen bis in den Bereich um die 56,60 Euro möglich – wovon wir derzeit aber noch nicht ausgehen. Alles unter 60,- Euro wären für uns dann klare Einkaufskurse!

Grundsätzlich belieben wir natürlich bei unserer positiven Einstellung zum deutschen Automobilsektor, eine mögliche Korrektur sollte somit eher die Möglichkeit bieten hier langfristig noch einmal günstig einzusteigen!

Achtung bei Daimler – jetzt wird es eng!

Die Daimler Aktie ging gestern trotz ordentlicher Zahlen über vier Prozent in den Keller. Eigentlich wäre dies noch nicht weiter tragisch, da die vorangegangenen Gewinne in der Aktie ja entsprechend hoch gewesen sind. Die Charttechnik mahnt nun aber zur Vorsicht! Kurzfristig ist die Aktie bearish einzuschätzen und die Unterstützung bei ca 53,15 steht jetzt verstärkt im Fokus. Gestern Abend wurden in der Xetra Schlussauktion nochmal satte 2 Mio Stücke geschmissen und drückten den Kurs fast bis auf diese wichtige Marke runter. Rutscht die Aktie nun unter 53,- Euro eröffnet dies weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich der unteren Begrenzung des Bollinger-Bandes, das derzeit knapp unter 52,- Euro befindet. Die Tendenz bleibt also erst einmal leicht seitwärts bis negativ. Hinzu kommt noch das der Gesamtmarkt unbedingt beobachtet werden muss. Sollte dieser einknicken geratene sicherlich noch die Unterstützungen bei 51,25 Euro und 50,60 Euro sowie glatten 50,- Euro als weitere Auffangmarken in den Fokus.

Tesla Motors verdreifacht den Verlust

Mit Spannung habe ich heute Nacht die Zahlen von Tesla Motors erwartet. Meinen Erwartungen entsprechend musste die Elektroauto-Schmiede einen deutlich höheren Verlust für das Geschäftsjahr 2010 ausweisen, als dies von den meisten Analysten gewünscht wurde. Die Kosten für Marketing, Ausbau des Händlernetzwerks und Produktion von zusätzlichen Baureihen führten zu einem deutlich höheren Verlust als noch im Geschäftsjahr 2009. Mit einem satten Minus von 154,3 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum in dem noch ein Minus von 55,7 Millionen Dollar ausgewiesen wurde hat sich der Verlust des Unternehmens nahezu verdreifacht. Alleine im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2010 wurde ein Verlust in Höhe von 51,4 Millionen Dollar ausgewiesen.

Tesla Motors bleibt eine interessante Firma und die Fahrzeuge sicherlich die interessantesten aus dem Bereich der alternativen Fahrzeugtechnik, das Unternehmen scheint anhand der gelieferten Zahlen aber auch heute immer noch deutlich überbewertet zu sein. Tesla weist heute knapp 1,6 Milliarden Euro Börsenwert auf. Ich gehe davon aus das es noch einige Quartale dauern wird bis dieses junge Unternehmen in die Gewinnzone vorstoßen kann. Für heute rechne ich mit einem weiteren Rücksetzer der Aktie die inzwischen von den Höchstständen bei 36,42 Dollar sehr deutlich bis auf unter 23,- Dollar je Aktie zurückgekommen ist. Mein ursprünglich angepeilter Kaufpreis von 22,- Dollar dürfte nun noch einmal deutlich unterschritten werden. Unter 20,- Dollar je Aktie könnten sich dann kurzfristig eventuell interessante Trading-Chancen ergeben.

Volkswagen mit Absatzsprung in Indien

Europas größter Autobauer expandiert weiter und vor allem schnell in den Schwellenländern. So hat der Volkswagen-Konzern seinen Autoabsatz im vergangenen Jahr auf dem zweitgrößten Wachstumsmarkt Indien nahezu verdreifacht. Insgesamt seine im Jahr 2010 in Indien 53 341 Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns verkauft worden, teilte das Unternehmen heute mit. Das entspricht einem satten Plus von 180 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem immerhin auch schon 19 000 Autos ausgeliefert wurden. Hauptumsatztreiber war dabei der Kleinwagen Polo sowie dessen Stufenheck-Ableger Vento mit insgesamt mehr als 25 000 verkauften Fahrzeugen. Aber auch immer mehr Ober- und Mittelklassewagen von VW und Audi finden ihren Weg zu den Käufern der indischen Mittelschicht hieß es weiter. In dem neu errichteten Werk in Pune sollen künftig bis zu 110.000 Autos im Jahr gebaut, und schwerpunktmäßig in der Region dann vertrieben werden. Neben Europa, China und Amerika ist Indien inzwischen einer der wichtigsten Märkte für VW.

JP Morgan – deutlich höhere Kursziele für Porsche, VW, Audi, BMW und Daimler

JP Morgan erhöht die Kursziele für Porsche, VW BMW und Daimler deutlich! Den Aktien hilft dies allerdings heute eher wenig. Die Aktien der Autobauer, allen voran die VW Aktien stehen heute unter deutlichem Druck, nachdem sich bereits gestern eine deutliche Schwäche des Sektors angedeutet hatte. Vorausschicken möchte ich, dass solche Tage eher Kauf- als Verkaufstage sind, die Automobilbranche bleibt auch im Jahr 2011 eine der interessantesten Branchen überhaupt. Die heutige Kursschwäche, gerade bei VW könnte sich bereits wieder als eine hervorragende Einstiegsmöglichkeit erweisen.

JPMorgan hat die Kursziele für alle vier Titel heute deutlich nach oben geschraubt. Für die Aktie von BMW lautet das Rating unverändert „Neutral“. Das Kursziel bei BMW wurde von 56,00 auf 71,00 Euro angehoben. Der Titel von Daimler bekommt nach wie vor die Einstufung „Overweight“. Das Kursziel liegt nun bei 75,00 Euro. Die VW-Vorzugsaktie wurde sehr deutlich von zuvor „Neutral“ auf „Overweight“ gestuft und das Kursziel von 83,00 auf 170,00 Euro erhöht.  Der Sportwagenbauer Porsche wird weiterhin mit „Neutral“ bewertet. Das Kursziel haben die Analysten aber doch sehr deutlich von 40,00 auf 88,00 Euro angehoben.

Insbesondere der Abverkauf bei der VW Aktie scheint heute völlig übertrieben zu sein. Noch in der vergangenen Woche notierten die Vorzüge bei 133,- Euro, heute im Tief bei 115,55 Euro. Dies sollte im Wesentlichen der Rücksetzer gewesen sein auf den wir seit Anfang Januar hingewiesen hatten. Bei 117,- Euro liegt die derzeitige starke Unterstützung der Volkswagen Vorzugsaktie, diese müsste auf Tagesschlussbasis nach Möglichkeit wieder überschritten werden.  Kurse unter dieser Marke könnten also sowohl kurzfristig als auch mittelfristig interessant sein. Wie die vergangenen Wochen gezeigt haben kommt eine Erholung der Aktie dann wieder genau so schnell und unvermutet wie dieser Ausverkauf wenn der Abgeber fertig ist.

VW will Alfa Romeo, Fiat kontert mit Kaufinteresse an MAN und Scania

„Wir haben kein Interesse daran zu verkaufen.“ , man wolle Alfa Romeo  nicht hergeben ließ Fiat-Chef Sergio Marchionne gestern verlauten. Damit scheinen die Spekulationen um eine baldige Übernahmen der Marke Alfa Romeo durch den Volkswagen Konzern vorerst einmal beendet zu sein.  Aber es kommt noch besser…der italienische Autobauer Fiat hat nun öffentlich sein Interesse an deren Lastwagenbeteiligungen MAN und Scania geäußert. Zunächst wurde dieses Ansinnen eher als Scherz, als als ernstzunehmende Kaufabsicht gewertet, jedoch bekräftigte Marchionne seine Absichten in einem Interview gegenüber Journalisten erneut als ernsthaftes Interesse. Dieser öffentliche Auftritt der Italiener dürfte wohl auch die VW Konzernführung etwas überrascht haben. Das Angebot stößt vielfach auch unter Branchenexperten auf Verwunderung, da Fiat gerade erst seine Lastwagensparte Iveco sowie die Land- und Baumaschinenproduktion unter dem Namen Fiat Industrial als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht hat. Man darf also gespannt sein wie dieser Übernahmepoker nun weitergehen wird.

US Arbeitsmarkt, Berichtssaison, Autoaktien und eine baldige Korrektur?

Der allgemeine Optimismus für die künftige Entwicklung des Deutschen Leitindex scheint derzeit keine Grenzen zu kennen, und genau darin liegt auch wiedermal das Dilemma. Immer wenn zu viele Anleger optimistisch sind sollte man sehr vorsichtig werden! Die Arbeitsmarktdaten aus den USA waren für viele Anleger eine herbe Enttäuschung. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Daten zu den non-farm Arbeitsplätzen in den USA, die mit 297.000 neu geschaffenen Stellen deutlich besser ausgefallen sind als erwartet, wurde auch für die endgültigen Arbeitsmarktdaten am Freitag nur Gutes erwartet.

Leider wurden aber auch in diesem Zeitraum mit knapp 100.000 neuen Jobs wiedermal deutlich weniger Stellen geschaffen als erwartet. Fachleute hatten mit einem deutlich stärkeren Zuwachs von 175.000 Stellen gerechnet. Die Flüsterschätzungen lagen mit 450.000 neuen Jobs sogar noch deutlich darüber. Der Markt hielt sich angesichts dieser enttäuschenden Daten am Freitag noch verhältnismäßig gut, allerdings sollte man dabei bedenken, dass erst heute der Aktienhandel von den meisten Profis wieder so richtig aufgenommen wird.

Positiv zu bemerken war allerdings, dass sich die Arbeitslosenquote insgesamt in den USA von 9,8 auf 9,4 Prozent verringert hat. Hier waren die Fachleute lediglich von einer Verbesserung auf 9,7 Prozent ausgegangen. Der US Arbeitsmarkt bleibt einer der entscheidendsten Faktoren für das Wohl oder Wehe der Börsen in diesem Jahr. Ich gehe weiterhin davon aus, dass hier moderate Verbesserungen möglich sind, wohingegen der US Immobilienmarkt als zweiter entscheidender Faktor wohl noch eine Weile am Boden bleiben wird.

Heute nachbörslich startet zudem die US Berichtssaison, die traditionell mit dem Zahlenwerk des Aluminiumkonzern Alcoa eröffnet wird. Die Erwartungen sind weiterhin sehr hoch, wenn auch nicht unbegründet. Die konjunkturelle Entwicklung in einigen Regionen dieser Welt gibt Anlass zur Hoffnung, dass es sich bei der aktuellen Entwicklung um einen globalen Aufschwung handelt, der uns noch einige Monate oder gar Jahre begleiten könnte. Dennoch steigt die Gefahr von Enttäuschungen, bereits die Zahlen einiger Konzerne zum dritten Quartal des Jahres 2010 waren teilweise nicht mehr so ganz überzeugend.

Ich hatte ja bereits mehrfach hier geschrieben das ich im Laufe des ersten Börsenmonats des neuen Jahres mit einem Rücksetzer rechne, am Wochenende habe ich dieses Szenario noch einmal überprüft und bin letztlich wieder zu dem selben Ergebnis gekommen. Ich gehe nicht von einem übertriebenem Ausverkauf aus, aber zumindest von einem Rücksetzer bis unter die Marke von 6.800 Punkten, eventuell bis 6.700 Punkte. Hier sollte der Markt dann wieder zur Ruhe kommen und anschließend moderat ansteigen. Im Extremfall kann eine Konsolidierung aber sogar bis knapp unter die Marke von 6.400 Punkte führen ohne den langfristigen Aufwärtstrend zu gefährden.

Auch, oder besser gesagt gerade die von uns favorisierten Aktien, die sich allesamt extrem gut entwickelt haben werden dann natürlich unter einer Korrektur „leiden“. Nach wie vor laufen beispielsweise die Aktien der Autobauer hervorragend. Gerade heute hat VW wiedermal einen Absatzrekord mit 7,14 Millionen verkauften Fahrzeugen verkündet. Somit verkaufte der Wolfsburger Konzern im vergangenen Jahr, 13,5 Prozent mehr Autos als vor einem Jahr. In dieser Woche startet die Autoshow in Detroit, und man darf gespannt sein was Porsche noch so zu bieten hat. Dennoch dürften auch hier langsam die guten Nachrichten ausgehen und die Gefahr eines Rücksetzers steigt. Ich habe alle Positionen erneut mit schönen Gewinnen glattgestellt, halte Cash und warte auf einen besseren Einstieg!

TradingUpdate BMW und Continental, Porsche, VW

Das Umfeld für Automobilaktien bleibt weiterhin sehr freundlich. Wir haben unsere Leser ja bereits frühzeitig darauf eingestimmt, dass auch das Jahr 2011 das Jahr der Automobilaktien werden dürfte. Dies scheint sich auch bereits in den ersten Handelstagen des neuen Jahres deutlich zu bewahrheiten. Porsche konnte gestern 14,8 Prozent zulegen, VW etwas über 5 Prozent, die Stammaktien sogar über 6 Prozent. Diese beiden unternehmen bleiben unsere Top Favoriten aus dem Sektor für das kommende Jahr. Die Porsche Aktie sollte jetzt kurzfristig über die 70,- Euro Marke gehen können. Bei VW dürfte bei weiter freundlichem Börsenumfeld ebenfalls noch einmal ein Kursschub einsetzen der die Stammaktien über 118,- Euro und die Vorzugsaktien über 132,- Euro hieven dürfte

Aber auch die Aktien anderer Automobilkonzerne legen kräftig weiter zu. BMW Aktien kletterten gestern über 3 Prozent in die Höhe. Hier sind die Vorzugsaktien immer noch sehr interessant, diese notieren mit einem Abschlag von über 30% zu den Stammaktien. Unsere Depotposition bei BMW befindet sich seit unserem Einstieg vor wenigen Tagen bereits mit über fünf Prozent im Plus, und ich gehe davon aus, das heute die 40,- Euro Marke wieder zurückerobert werden kann.

Die Continental Aktie tut sich noch etwas schwer und kämpfte bis gestern mit der 60,- Euro Marke. Heute dürfte ein neues Kaufsignal bei der Conti Aktie generiert werden. Gelingt nun ein Anstieg über 61,50 Euro dürfte schnell die Barriere bei 62,80 Euro getestet werden. Ein Überwinden dieser Marke hätte dann ein Kursziel von ca. 69,- Euro zur Folge. Bleiben Sie auf jeden Fall vorerst bei allen Titeln dabei, hier sind auch in den kommenden Tagen noch schöne Gewinne möglich. Bis Ende des Monats gehe ich weiterhin von einer leichten Korrektur des Marktes aus, die natürlich dann auch an den Automobilwerten nicht spurlos vorbeigehen wird. Heute Abend könnte ein guter Zeitpunkt sein die Stopps entsprechend zu setzen…

Macht Porsche bald Tesla Konkurrenz?

Es wird spannend beim Sportwagenbauer Porsche. Vor kurzem kündigte die Unternehmensführung an man wolle auf der North American International Auto Show in Detroit, die in der übernächsten Woche beginnen wird,  eine absolute Weltpremiere und mehrere neuen Modelle für den US Markt vorstellen. Nicht nur die Kunden dürften dies mit Spannung verfolgen, sondern auch die Aktionäre. Es gibt im Vorfeld der Automobilmesse einige Spekulationen darüber was die Weltpremiere denn nun sein könnte. Zuletzt überraschte Porsche mit dem legendären Konzept des 918 Spider, der aber bislang für den Geldbeutel der meisten Menschen unerschwinglich sein dürfte.

Porsche richtet sich inzwischen deutlich mehr auf das jüngere Publikum aus, und will künftig auch für diese Zielgruppe „bezahlbare“ Autos produzieren. Der eingeschlagene Weg, auch mit der fünften Baureihe Cayun, dürfte richtig sein. Ebenfalls hat sich Porsche inzwischen dazu bekannt, dass es in der Vergangenheit nicht sinnvoll war sich gegen eine Diesel Variante der einzelnen Modelle zu entscheiden. Für den 911er kann man sich das freilich nicht unbedingt vorstellen, aber im Cayenne und auch bald im Panamera hat das Diesel-Aggregat durchaus seine Daseinsberechtigung. Welchen neuen Coup will das Unternehmen nun Anfang nächsten Jahres landen?

Am Montag den 10. Januar 2011 soll es soweit sein. Für alle, die nicht in Detroit dabei sein können, überträgt Porsche die Premieren über die Porsche-Website als Webcast. Ich gehe davon aus, das es sich bei der Weltpremiere nun um eine abgespeckte Variante des 918 Spider handeln könnte, ein Hybridauto mit extremen Leistungsdaten, oder sogar ein reines Elektroauto. Nicht zuletzt die Probleme Chinas, des künftigen Hauptabsatzmarktes für Benzin- und E-Fahrzeuge, dürften einen verstärkten Einstieg in dieses Segment rechtfertigen. Der US Konkurrent Tesla hat es vorgemacht. Ein Auto reines Elektroauto um die 150.000,- Euro, dass Spaß macht und die Umwelt schont. Das ist der Markt der Zukunft. Tesla baut derweil bereits an einem Viersitzer, somit wäre auch später eine E-Variante des Panamera denkbar.

Porsche verzeichnet bereits seit Monaten wieder wachsende Nachfrage nach seinen Produkten, insbesondere bei der neuen Baureihe Panamera und bei der neuen Generation des Geländewagens Cayenne. Für die Zukunft besteht genügend Phantasie, nicht zuletzt durch die neu geschaffenen Synergien mit VW und Audi. Wer weiß ob ich mit meiner Vermutung Recht habe, ich bin selber sehr gespannt, aber Sinn würde es wohl für Porsche langfristig machen diesen Weg einzuschlagen. Noch ist Tesla klein genug um den Amerikanern Marktanteile abringen zu können, und eventuell passt ja dann auch Tesla später gut in einen VW-Porsche Konzern….

Natürlich ist dies reine Spekulation von meiner Seite – Vielleicht wird ja auch einfach nur der neue 911er in Detroit vorgestellt??

Was ist los bei VW, Porsche, BMW und Daimler?

Die Aktien der Autobauer haben einen langen Anstieg hinter sich, und viele Anleger dürften in den vergangenen Wochen ordentliche zweistellige Renditen auf Ihre Investments in die deutschen Automobilbranche erwirtschaftet haben. Heute stehen die Aktien von VW, Porsche, BMW und Daimler unter Druck, nachdem sich bereits gestern im Tagesverlauf angekündigt hatte, dass hier Gewinnmitnahmen erfolgen könnten. Diese fielen aber heute teilweise überaus heftig aus und schickten die deutschen Zykliker zunächst einmal kräftig um bis zu sieben Prozent in den Keller. Wie immer an solchen Tagen neigt der Markt zu Übertreibungen, was natürlich umso ärgerlicher ist wenn man den Stopp relativ weit gewählt hat, und dann letztlich doch ausgestoppt wird.

Auch wir mussten uns somit heute morgen von unseren Positionen kurzzeitig trennen. Diese haben wir aber bereits fast vollständig und deutlich tiefer heute wieder zurück gekauft. An unserer Einschätzung zu der Branche und deren Aussichten für das kommenden Geschäftsjahr hat sich nichts geändert. Einen kleinen Wermutstropfen gab es aber dann doch, Ein möglicher Grund für den heutigen Kursverlauf der Automobilaktien dürfte auch eine Nachricht aus China gewesen sein. Berichten zufolge will die Regierung in Peking ab dem kommenden Jahr Kaufanreize für Autos in Form von Mehrwertsteuernachlässen streichen,außerdem munkelt man dass nur noch ein Auto pro Haushalt erlaubt sein dürfe.

Natürlich sind das keine besonders guten Nachrichten aus dem Hauptabsatzmarkt der deutschen Premium-Hersteller, sollten sich die Gerüchte bewahrheiten. Dennoch dürfte auch dann noch genügend Bedarf in China für die Autos von VW, Porsche, BMW und Daimler übrig sein um die Nachfrage weiter anzukurbeln. Die heutigen Abschläge sehen wir vor allem technisch bedingt. Noch ist unklar, ob und in welchem Umfang Vergünstigungen in China überhaupt gestrichen werden. Die VW Aktie hat heute den langfristigen Aufwärtstrend noch einmal getestet, und somit nach dem starken Anstieg etwas Luft abgelassen. Hier sollte nun das Fundament für einen weiteren Anstieg gelegt worden sein..

Porsche – wo liegen die nächsten Marken?

Ich widerspreche meinen Bloggerkollegen nur äußerst ungern, aber heute habe ich einen Artikel zu dem Thema der vermeintlichen Überhitzung des Aktienkurses bei der Porsche AG gefunden, und es ist mir ein Bedürfnis hier einmal kurz Stellung dazu zu nehmen. Die Porsche Aktie ist in den letzten Wochen gigantisch gut gelaufen, das ist in jedem Falle richtig, und für einige Marktteilnehmer zumindest bemerkenswert. Dennoch muss man bei der Betrachtung dieser Aktie wohl etwas andere Maßstäbe ansetzen, als dies normalerweise üblich ist.

Der Kurs der Aktie ist viel mehr lange Zeit, als die allgemeine Rally bei den Automobilaktien schon lange im vollen Gange war deutlich vernachlässigt worden. Dies lag zum einen an den Unsicherheiten bezüglich der drohenden Sammelklagen gegen den Sportwagenbauer, wegen der gescheiterten VW Übernahme, und zum anderen wohl an der etwas angespannten Finanzsituation die daraus resultierte. Hinzu kamen noch etwas maue Absatzzahlen, die aber inzwischen deutlich nach oben revidiert wurden. Die Risiken der Sammelklagen sind immer noch existent, dürften aber zumindest in den kommenden Monaten keine wesentliche Rolle spielen, und die Finanzen des Konzerns haben nun durch den Beschluss einer satten Kapitalerhöhung wieder deutlich entspannt.

Die Porsche Aktie hat nach meiner Meinung in den letzten Wochen nur das nachgeholt was alle anderen Autobauer bereits in den Monaten zuvor an Performance hingelegt haben. Hinzu kommt noch, dass Porsche einen wesentlichen Anteil an dem VW Konzern besitzt, der jeden Tag mehr Wert ist. Eine Diskrepanz auf die wir unsere Newsletter-Leser bereits bei Kursen unter 35,- Euro mehrfach hingewiesen haben. Die Porsche Aktie weist inzwischen mit ihrem operativem Geschäft für das kommende Jahr ein KGV von knapp über 10 aus, was für einen K0nzern mit dieser Phantasie wirklich nicht zu teuer ist.

Die Neuausrichtung mit der fünften Baureihe und der erweiterten Motorenpalette, sowie die Synergieeffekte die sich aus der engen Zusammenarbeit jetzt mit dem Volkswagen Konzern ergeben dürften die Ergebnisse der kommenden Quartale ebenfalls weiter positiv beeinflussen. Der Anstieg ist also auch einer gewissen „Nachrichtenlage“ geschuldet. Ich gehe davon aus, dass die Unterstützung bei knapp unter 58,- Euro nicht mehr getestet werden dürfte. Viel mehr rücken nun die Widerstände bei 70 bis 71,- und 77,- Euro in den Fokus. Können auch diese bei weiter freundlichen Börsenumfeld überwunden werden gehe ich davon aus, dass wir im ersten Quartal des Jahres 2011 durchaus Kurse um die 90,- Euro sehen könnten. Immer voraus gesetzt wir erleben an den Börsen in nächster Zeit keine gravierenden Störfeuer, natürlich…

KUKA AG – Gewinner des Automobil-Booms?

Die KUKA AG steuerte seit Ausbruch der Krise ebenfalls durch schweres Wasser, konnte allerdings mit den zuletzt veröffentlichten Zahlen wieder überzeugen. Die Konzernführung hatte bei der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen angekündigt den Konzern wieder auf Effizienz trimmen zu wollen. Sowohl die finanzielle Situation als auch die operative Marge scheinen sich kontinuierlich wieder zu verbessern. Die Zukunftsaussichten für die kommenden zwei bis drei Jahre haben sich durch die wieder anziehende Konjunktur und vor allem den Boom im Kfz-Markt wieder deutlich verbessert.

Steigende Kapazitätsauslastungen sowie Rekordwerte bei Profitabilität und Cash Flow dürften die Investitionsneigung vieler Unternehmen auch in den kommenden Monaten weiter stärken, und damit auch dem führenden europäischen Produktionsroboter- und Anlagenbauer zu höherem organischen Wachstum verhelfen. Insbesondere die deutsche Automobilbranche profitiert von der hohen Nachfrage aus den Schwellenländern und China. Der Bedarf der dort nun entstehenden Mittelschicht nach Premium Produkten „Made in Germany“ dürfte noch ein paar Jahre hoch bleiben. Nicht umsonst gehen die führenden Produzenten wie VW, Audi, Porsche, Mercedes und BMW von einer durchschnittlichen Verdoppelung Ihrer Produktion in den kommenden Jahren aus.

Diese hochgesteckten Ziele dürften aber nicht mit einer bloßen Aufstockung des Personals zu erreichen sein. Viel mehr benötigen die Automobilhersteller in Zukunft mehr den je extrem effiziente Produktionsanlagen in denen ein Großteil der Arbeitsschritte von Robotern erledigt werden kann. Zum einen ist dies nötig um die geforderten Stückzahlen zu erreichen, und zum anderen wohl um eine dauerhaft möglichst optimale Kosten-Nutzen-Struktur zu erreichen. Für das Jahr 2011 rechnen Fachleute somit mit einem deutlichen Umsatzwachstum sowie einer Verbesserung der operativen Marge bei der Kuka AG.

Die als Holding fungierende KUKA AG kontrolliert eine weltweit tätige Unternehmensgruppe des Maschinen- und Anlagenbaus mit dem Fokus auf robotergestützter Automation für die industrielle Fertigung. In der Automobilindustrie ist der Konzern seit Jahren nach eigenen Angaben Technologieführer. Das hier erarbeitete Know-how wird seit einigen Jahren erfolgreich auch auf andere Industrien übertragen. Die KUKA AG erwirtschaftet auf fünf Kontinenten mit rund 5.800 Mitarbeitern in 80 Tochtergesellschaften einen Umsatz von knapp einer Milliarde Euro, und wird an der Börse derzeit mit 488 Millionen Euro bewertet.

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