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Asian Bamboo verfehlt die Prognose… aber !

Makroökonomische Einflüsse haben das Ergebnis des Bambus-Produzenten Asian Bamboo im Geschäftsjahr 2011 unerwartet belastet. Der Umsatz je Hektar Anbaufläche sei zurückgegangen, während sich die Kultivierungskosten aufgrund der vergrößerten Gesamtfläche verteuert haben, berichtete der Vorstand des chinesischen Unternehmens gestern bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen für das abgelaufene Jahr. Sondereffekte haben letztlich dazu geführt dass das Unternehmen ein um 41 Prozent deutlich reduziertes Ergebnis ausweisen muss. Insgesamt wurde in dem Berichtszeitraum ein Gewinn von „nur“ 26,3 Millionen Euro erwirtschaftet, obwohl der Umsatz im gleichen Zeitraum um 18 Prozent auf 89,8 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Das Bruttoergebnis stieg um 66 Prozent auf 45,1 Millionen Euro. Die Brutto-Marge konnte von 36% auf nunmehr 50% gesteigert werden.

Schuld an dieser Ergebnisverzerrung ist der Verlust aus der Veränderung des sogenannten beizulegenden Zeitwerts biologischer Vermögenswerte nach der Berechnungsmethode „Fair Value of Biological Assets“ oder kurz FVBA in Höhe von 18,9 Millionen Euro. Demnach müssen auf die inzwischen deutlich erweiterten Anbauflächen des Unternehmens Abschreibungen in entsprechender Höhe vorgenommen werden. Genau heißt es in dem Bericht hierzu:

Der Verlust aus der Veränderung des FVBA resultierte aus Anpassungen der Annahmen in Bezug auf Preise, Kosten und Volumen, die der FVBA-Berechnung zugrundeliegen. Diese Anpassungen wurden vorgenommen, um das aktuelle operative Umfeld besser widerzuspiegeln. Der Vorstand bedauert die durch die FVBA-Berechnung verursachte Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns und möchte betonen, dass die FVBA-Berechnung rein theoretischer Natur ist und keinen Einfluss auf den Cash-Flow hat. Der Kapitalfluss blieb im Geschäftsjahr 2011 solide.

Die biologischen Vermögenswerte der Gesellschaft belaufen sich aktuell somit auf 103 Millionen Euro, die Bilanzsumme des Unternehmens wurde von 346 auf knapp 390 Millionen Euro gesteigert. Die Verbindlichkeiten waren mit knapp 14 Millionen Euro nahezu konstant. Auf der Hauptversammlung am 24. Mai soll nun eine Jahresdividende von 0,40 Euro pro Aktie vorgeschlagen werden, was einer Rendite knapp drei von Prozent auf den aktuellen Aktienkurs entspricht. Asian Bamboo wird derzeit mit knapp 230 Millionen Euro an der Börse bewertet. Für das laufende Jahr wird ein Umsatz von mindestens 120 Millionen Euro erwartet bei einer Nettoergebnis-Marge von über 40 Prozent. Dies würde dann ein KGV von 4,8 für auf Basis des aktuellen Aktienkurses bedeuten. Anhand dieser Daten sollte sich jeder nun ein etwas genaueres Bild über die Aktie machen können…!

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