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Wer verkaufte am Freitag 90 Millionen Commerzbank Aktien?

Der Hexensabbat am Freitag hatte es in sich. Schon seit längerem sind an einem Verfallstag nicht mehr so viele Optionen, Futures und Aktien gehandelt worden. dabei war der eigentliche Verfallszeitpunkt der Optionen auf einzelne Aktien gar nicht mal so spannend, sondern viel mehr die Xetra Schlussauktion bei der bei einigen Aktien ungewöhnliche Ordergrößen zu verzeichnen waren. So gingen beispielsweise bei der Commerzbank Aktie zur Schlussauktion noch einmal satte 90.778.644 Aktien zu einem Kurs von 3,063 Euro über den Tisch. Bei einem Gesamtumsatz von 164 Millionen Aktien an diesem Tag scheint mir das doch eine bemerkenswerte Größenordnung zu sein. Immerhin entsprach der Gegenwert dieser Order ungefähr 275 Millionen Euro!

Die Frage dürfte also jetzt sein ob es sich hierbei um eine entsprechende Short-Eindeckung gehandelt hat, und die Aktie der Commerzbank somit höchstwahrscheinlich vor einer deutlichen Erholungsbewegung steht, oder aber ob sich hier eine große Adresse, in der Annahme das die Beteiligung der Commerzbank an den Rettungsplänen für Griechenland sich deutlich negativ auswirken wird, von einem größeren Aktienpaket getrennt hat, oder gar erneut short gegangen ist. Ich tippe mal auf zweiteres, da ansonsten der Aktienkurs wohl zum Handelsende noch einmal deutlich angezogen hätte.

Am Freitag wurde außerdem bekannt, dass der Finanzstabilitätsrat (FSB) der den 30 systemrelevanten Banken dieser Welt höhere Kapitalanforderungen auferlegen will die Commerzbank zu den wichtigsten Instituten dieser Welt zählt. Hierdurch würde wohl weiteres Eigenkapital für die Bank erforderlich werden, was angesichts der erst kürzlich stattgefundenen Kapitalerhöhung ein schwieriges Unterfangen werden dürfte. Natürlich ist dies alles mal wieder sehr spekulativ, jedoch bleiben wir weiterhin bei unserer vorsichtigen Einschätzung zu der Aktie. Ein Neueinstieg drängt sich nach wie vor nicht auf…

Commerzbank Aktie vor finalem Ausverkauf, oder kommt der Rebound?

Es ist schon fast etwas langweilig heute schon wieder über die Commerzbank Aktie zu schreiben, aber es gibt mal wieder etwas neues und sehr interessantes zu berichten. Die meisten Analysten sind davon ausgegangen, dass sich die Commerzbank Aktie über der Marke von 4,- Euro wieder fangen wird und nach oben abdreht. Auch verschiedene Marktteilnehmer waren offenbar dieser Meinung, da über einen Zeitraum von mehreren Handelstagen die Aktie immer wieder massiv gekauft wurde sobald sie der damaligen Unterstützung zu nahe kam. Inzwischen notiert die Commerzbank Aktie da wo wir sie auch vermutet hatten. Mit einem Kurs von 3,76 Euro wurde unser erstes Kursziel von 3,75 Euro bisher nur leicht verfehlt.

Wie in dem Bericht von gestern noch einmal erwähnt erwarte ich zumindest einen weiteren Kursverfall bis in den Bereich 3,65 Euro. Sieht man sich den Chart etwas genauer an sind auch 3,54 Euro kurzfristig möglich. Die eigentliche Tatsache auf die ich Sie, liebe Leser, aber heute hinweisen möchte ist die, dass gestern Abend in der Xetra Schlussauktion noch eine ungewöhnlich hohe Anzahl von knapp 10 Millionen Aktien über den Tisch gegangen ist. Um genau zu sein, es waren 9.746.477 Stück und der Kurs gab bis zum Handelsschluss noch einmal knappe vier Cent nach. Diese Ordergröße ist selbst für eine in den letzten Tagen viel gehandelte Aktie wie die der Commerzbank sehr ungewöhnlich!

Welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Zum einen liegt der Verdacht natürlich nahe, dass sich hier eine größere Adresse verabschiedet hat und noch tiefere Kurse erwartet, zum anderen könnte es aber auch damit zusammenhängen, dass mit einer baldigen Bekanntgabe der Einzelheiten zur Kapitalerhöhung zu rechnen ist, und auch hier wäre die Reaktion eher negativ zu werten. Eventuell haben sich auch erste HedgeFonds wieder eingedeckt die zuvor massiv in der Aktie short gegangen sind. Letztlich werden wir „Normalsterblichen“ es wohl mal wieder als Letzte erfahren, aber darauf kommt es gar nicht unbedingt an.

Es könnte der Vorbote einer stärkeren Kursbewegung sein, in welche Richtung auch immer. Sprich ich erwarte nun demnächst einen finalen Ausverkauf oder einen entsprechenden Rebound bei der Aktie. Halten Sie also die Augen offen, die Commerzbank Story könnte sich ihrem vorläufigen Höhepunkt nähern. Ich gehe eher von dem negativen Szenario aus, sprich weiter fallenden Notierungen. Nicht zuletzt die Schuldenkrise Griechenlands birgt ein hohes Risiko für Bankentitel in diesen Tagen dessen direkte Folgen noch nicht absehbar sind. Das gilt auch oder insbesondere für die Aktie der Deutschen Bank! In jedem Falle dürfte der heutige Börsentag mal wieder extrem spannend werden..

Die Porsche Aktie bleibt unter Druck!

Weiterhin lastet Druck auf der Aktie des Sportwagenbauers Porsche. Die Kapitalerhöhung wurde, wie man aus den eigenen Reihen hört, erfolgreich platziert. Unter anderem der geringe Ausgabepreis von 38,- Euro je neuer Aktie lastet weiterhin auf den Gemütern der Anleger, denn es steht eine entsprechend hohe Verwässerung der Anteile zu befürchten. Weiter fürchten Marktteilnehmer immer noch, dass die drohenden Milliardenklagen gegen Porsche zum einen die Gewinn und der Zukunft deutlich schmälern könnten, und zum anderen einen endgültigen Zusammenschluss mit dem Mutterkonzern auf unbestimmte Zeit verschieben könnte. Beides wäre natürlich extrem negativ für die neuen und die alten Porsche Aktionäre.

Somit bleibt abzuwarten, wann die Investoren neues Vertrauen gewinnen werden. Charttechnisch bleibt der Titel eher angeschlagen. Auch die leichte Erholung der letzten Tage wirkt alles andere als überzeugend. Im Gegenteil, wie zu befürchten war schmeißen Anleger nun wohl verstärkt ihre neuen – oder die alten – Stücke auf den Markt was nach einer abgeschlossenen Kapitalerhöhung auch nicht weiter ungewöhnlich ist. Zum einen trennen sich Investoren in solchen Phasen von den überschüssigen Stücken, und zum anderen findet man am Ende einer Kapitalmaßnahme nicht selten ein verstärktes Sportinteresse, weil die Big Boys wissen, das die neuen Stücke entsprechen eng abgesichert werden sobald sich diese in den Depots befinden.

Das lässt natürlich genügend Spielraum um reihenweise Stopp-Loss-Orders abzufischen! Der ganze Findungs-Prozess bei der Porsche Aktie könnte also noch einige Tage anhalten, ein Kauf drängt sich erst einmal nicht auf. Die 40,- Euro Marke bietet grundsätzlich eine solide Unterstützung. Wird diese unterschritten könnten sich im Bereich 37,50 bis 39,- Euro erste Käufe langfristig sicherlich wieder auszahlen..

Weiterhin Vorsicht bei Solarworld, Q-Cells, Nordex, Solon, Conergy und Co.

Ich hatte ja bereits in der vergangenen Woche davor gewarnt nun allzu euphorisch bei den Aktien von Solarworld, Q-Cells, Nordex, Solon, Conergy und Co. zu werden, und mich damit wieder einmal gegen die allgemeine Meinung gestellt. Wie man sieht habe ich mit meiner Prognose Recht behalten und möchte auch weiterhin zur Vorsicht mahnen. Die Aktien sind nach der atomaren Katastrophe in Japan zunächst deutlich angesprungen, und gingen sofort in eine erneute Übertreibjungphase über – das konnte nicht gut gehen! Wer schon länger an der Börse aktiv ist weiß, dass solche Bewegungen meistens nur ein bis zwei Tage Bestand haben.

Auch heute, nachdem nun wieder etwas Ernüchterung eingetreten sein dürfte, sehe ich den Sektor der Solarwerte weiterhin erst einmal schwierig. Die Probleme sind bekannt, sinkende Margen, hohe Konkurrenz, etc. ändern sich auch mit einem Wechsel der Atompolitik nicht! Aktien wie die von Conergy gehören nach wie vor nur in die Depots von sehr spekulativ orientierten Tradern, aber sicherlich nicht in die von fundamental orientierten Langfristinvestoren. Ebenso kritische sehe ich die Titel von Solon und auch Q-Cells. die Conergy Aktie muss zudem nun den TecDAX verlassen und dürfte damit wohl in Zukunft noch weniger Anlegerinteresse auf sich ziehen.

Ein schönes Beispiel für die neue Euphorie ist wohl auch die Nordex Aktie, die auch heute wieder – nach einem kräftigen Rücksetzer am Freitag – deutlich zulegen kann. Auch Analysten äußern sich inzwischen immer kritischer zu der Aktie des Herstellers für Windkraftanlagen. Die fundamentalen Perspektiven hätten sich nicht so deutlich verbessert, wie viele Anleger momentan offenbar glaubten, schrieben Analysten der WestLB in einer Studie vom Freitag, und senkten das Kursziel auf 4,70 Euro. Auch die UBS setzte die Nordex Aktie kürzlich auf „sell“. Dieser Meinung kann ich mich ebenfalls nur anschließen. Langfristig dürfte die Aktien aus den beiden Sektoren selbst im Falle eines Supergaus in Japan vorerst nur mäßiges Potenzial haben.

Die Situation in Japan ist keineswegs geklärt und es ist immer noch nicht sicher, ob es hier noch zu einem positiven Ausgang für uns alle kommen wird. Auch in anderen Sektoren wie der High-Tech Branche und bei den Automobilaktien scheint sich bereits wieder übermäßiger Optimismus breit zu machen. Der Dax hat inzwischen bereits wieder 350 Punkte gut gemacht, vergessen sollte man dabei aber nicht, dass ein Großteil der heutigen Kursbewegung der Sondersituation bei der Telekom geschuldet ist!. Lassen Sie sich nicht zu unüberlegten Handlungen hinreißen und warten Sie weiter ab!

Porsche Aktie vor dem Rebound?

Die Porsche Aktie ist in den letzten Tagen mächtig unter die Räder gekommen. Zuerst drückte die Nachricht, dass die Verschmelzung mit VW nun doch auf längere Sicht verschoben sein könnte auf die Stimmung der Anleger, dann kam auch noch der hohe Ölpreis und die Unsicherheiten in den arabischen Ländern hinzu. Der mit diesen Nachrichten verbundene Abverkauf bei der Aktie führte bis auf 54,40 Euro im Tief, somit blieb die Aktie über der Unterstützungsmarke bei 53,65 Euro. Auch ein zweiter Test des Abwärtstrends gestern endete bereits bei 54,87 Euro und damit etwas höher als beim vorangegangenen Rücksetzer. Inzwischen hat sich die Porsche Aktie also wieder etwas stabilisiert.

Den gestrigen Handel beendete die Aktie des Sportwagenbauers bei 56,26 Euro. Gelingt heute, oder in den kommenden Tagen der Sprung über die 57,50 Euro Marke hellt sich das Chartbild wieder etwas auf. Die neue Unterstützungszone dürfte dann um die 55,- Euro liegen, diese könnte auch heute durchaus noch einmal getestet werden. Der hohe Ölpreise dürfte die Autobauer weiterhin belasten. Sollte es von der Seite in den kommenden Tagen wieder zu einer Entlastung kommen, werden die hervorragenden Absatzzahlen der deutschen Autobauer, insbesondere bei Porsche, auch entsprechenden Anklang finden. Gelingt der Porsche Aktie dann die Rückkehr über die Marke von 59,- Euro sind auch Kurse von 70,- Euro oder mehr wieder in greifbarer Nähe.

Trading Update VW, Porsche BMW und Daimler

Die erwartete Korrektur scheint nun eingetroffen zu sein. Zunächst muss wohl erst einmal abgewartet werden wie die amerikanischen Märkte nun auf die Vorgaben aus Asien und Europa reagieren werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die politischen Unruhen im Nahen Osten sowie der damit deutlich gestiegene Ölpreis an den US Börsen spurlos vorüber gehen werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitergehenden Korrektur an den Finanzmärkten steigt dann natürlich mit einer ebenfalls stark rückläufigen Wallstreet. Zunächst würde ich mal die runde Marke von 1.300 Punkten im S&P 500 für ein Minimalziel halten. Diese sollte zumindest getestete werden, eventuell ist aber auch ein Abschlag in den kommenden Tagen bis auf 1.240 Punkte möglich. Für den DAX bedeutet dies dann wohl einen weiteren Rückgang bis auf 7,190 respektive 7.135  und eventuell 7.000 Punkte.

Die zyklischen Autobauer reagieren heute verhältnismäßig gelassen auf die Indexbewegungen. Größtenteils befinden sich die Titel von VW, BMW und Daimler nach anfänglichen Verlusten wieder im Plus. Auch wenn dies kurzfristig erfreulich aussieht sollte man aber weiterhin vorsichtig sein, und diese Positionen entsprechend eng absichern. Wir haben uns hier bereits gestern entschieden alle noch offenen Positionen glatt zu stellen, da wir eher von einem weiteren Rücksetzer ausgehen. Die Porsche Aktie präsentiert sich heute erneut als schwächster Wert aus dem Sektor. Letztlich werden hier wohl auch die jüngsten Nachrichten über weitere drohende Klagen in Milliardenhöhe mal wieder den Ausschlag für den Kursverlauf gegeben haben. Meine Einstellung zu diesem Thema kennen Sie ja bereits!

Anbei nun ein paar Betrachtungen zur Charttechnik der einzelnen Aktien. Die Volkswagen Vz. Aktie hat gestern ein Verkaufssignal generiert, dieses sollte die Aktie zunächst in den Bereich um die 114,- bis 115,- Euro führen. Betrachtet man den längerfristigen Chart so kann man erkennen, dass sich die Aktie seit den Höchstständen im Dezember in einem intakten Abwärtstrend befindet. Dieser wurde zwar bereits mehrfach nach oben verlassen jedoch fand die Aktie immer wieder den Weg zurück in den Trend. Dieser verläuft derzeit zwischen 123,- und 108,- Euro, die Aktie befand sich also heute morgen in der Mitte dieses Trends. Fällt die Aktie in den kommenden Tagen unter die Marke von 115,- Euro so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das untere Ende des Trends erneut getestet wird deutlich. Achten Sie also bitte verstärkt auf diese Marken.

Die Daimler Aktie präsentiert sich in den letzten Handelstagen relativ stark, nachdem die vorangegangenen Verkäufe die Aktie bereits auf ein deutlich reduziertes Niveau gedrückt haben. Dennoch gehe ich davon aus, das auch hier nochmal ein kleiner Rücksetzer kommen kann der die Aktie eventuell kurzfristig unter die 50,- Euro Marke befördert. Unser Kaufziel bleibt hier vorerst bei 50,60 Euro. Bei der BMW Aktie würden wir weiterhin die Vorzugsaktien favorisieren. Diese sollte im Zuge einer Gesamtmarktkorrektur noch einmal bis in den Bereich 36,- bis 37,- Euro fallen. Die aktuelle Unterstützung verläuft bei ca 38,40 Euro. Wird diese unterschritten wird unser Kauflimit bei 36,05 Euro aktiv.

Und zum Schluss unser Sorgenkind, Porsche. Die Aktie hat zuletzt erneut unter schlechten Nachrichten gelitten und deutlich nachgegeben. Die Marke von 70,- Euro erweist sich wie von uns erwartet weiterhin als „harte Nuss“ Erst wenn die 72,- Euro Marke überschritten werden kann hellt sich das Chartbild wieder deutlich auf. Momentan kämpft der Titel aber eher mit dem Abwärtstrend. Die Bollinger Bänder haben sich in den letzten Tagen deutlich zusammengezogen, an deren Unterseite sich die Porsche Aktie inzwischen befindet. Damit ist die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach unten deutlich gestiegen. Das Gap bei ca. 60,50 Euro ist immer noch offen und könnte in den nächsten Tagen geschlossen werden. Je nach Gesamtmarktlage ist dann sogar ein weiteres Abtauchen bis in den Bereich um die 56,60 Euro möglich – wovon wir derzeit aber noch nicht ausgehen. Alles unter 60,- Euro wären für uns dann klare Einkaufskurse!

Grundsätzlich belieben wir natürlich bei unserer positiven Einstellung zum deutschen Automobilsektor, eine mögliche Korrektur sollte somit eher die Möglichkeit bieten hier langfristig noch einmal günstig einzusteigen!

Citigroup sieht großes Abwärtsrisiko bei der Aixtron Aktie

Die Aixtron Aktie erscheint mir seit langem etwas teuer zu sein. Heute haben die Analysten der Citigroup den Hersteller von LED Produktionsanlagen mit dem Rating „sell“ versehen und das Kursziel deutlich auf 20,- Euro zurückgenommen. Die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn für die kommenden beiden Geschäftsjahre liegen nach Angaben der Citigroup nun deutlich unter den aktuellen Marktprognosen, hieß es in der Meldung weiter. Das Abwärtsrisiko bezifferten die Analysten auf Grund der deutlichen Überbewertung mit ca. 35 Prozent. Grundsätzlich würde ich Analysten-Meinungen ja nicht allzu viel Gewicht beimessen, in diesem Falle jedoch mache ich eine Ausnahme. bereits vor knapp drei Monaten habe ich auf die offensichtliche Überbewertung hingewiesen, und bis heute nicht wirklich verstanden warum diese Aktie so gestiegen ist.

Auch die Zahlenwerke der beiden Mitbewerber Cree und Veeco Instruments haben zuletzt enttäuscht. Keine guten Vorgaben also für die im März zu veröffentliche Geschäftszahlen. Zu den negativen Kommentaren kommt heute noch eine äußerst interessante Chartsituation hinzu. Die Aktie hat den Aufwärtstrend, der zuletzt in einem sich zuspitzenden Keil bewegte nun nach unten verlassen, und damit ein kräftiges Verkaufssignal generiert. erste Kursziele kann man somit nun knapp unter 29,- Euro sowie bei ca 25,70 Euro ausmachen. Auch wenn es nun nicht zu einem Abverkauf bis auf 20,- Euro kommen mag halte ich das erreichen der 25,70 Euro kurzfristig für möglich. Auch bedingt durch das aktuelle KGV von stolzen 15,6 scheint hier noch einiges an Luft für eine entsprechende Kursbewegung zu sein.

Nokia – charttechnisch schwer angeschlagen!

Seit der Ankündigung das Nokia sich nun zusammen mit Microsoft für den Kampf gegen Apple und Google rüsten will ist die Aktie des finnischen Handyherstellers regelrecht abgestürzt. Man will künftig  bei Smartphones auf das Betriebssystem von Microsoft aufsetzen hieß es in der Pressemeldung vom Freitag. Analysten sind sich einig, das eine Kooperation mit Google eventuell besser gewesen wäre. An der Börse kam diese Zusammenarbeit nicht besonders gut an. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass der einstige Weltmarktführer bei Handys die Entwicklung bei den Smartphones komplett unterschätzt, und den Anschluss an die Weltspitze verpasst hat. Aus diesem Grund gehört die Nokia Aktie bereits seit Jahren nicht zu unseren Favoriten im Technologiesektor, und wird auch nicht mehr beobachtet. Aus gegebenem Anlass habe ich mir aber dennoch den Chart heute mal wieder etwas näher angesehen.

Die Nokia Aktie ist charttechnisch massiv angeschlagen. Die aktuelle Unterstützung der Aktie verläuft bei 6,60 Euro. Diese wurde heute bereits mehrfach unterschritten. Damit wurde gleichzeitig ein neues Zehnjahres-Tief markiert. Gelingt es nicht den Aktienkurs hier zu stabilisieren so drohen weitere Kursverluste bis zunächst in den Bereich um die 5,75 Euro. Erst eine nachhaltige Rückkehr über 7,50 Euro würde das kurzfristige Chartbild wieder etwas aufhellen und könnte eine erneute Aufwärtsbewegung bis ca 8,50 Euro-Marke zulassen. Die Nokia Aktie ist mit einem aktuellen KGV von 11 moderat, aber nicht günstig, bewertet. Wir würden die Aktie unter den gegebenen Umständen vorerst nicht anfassen. Einen starken Rebound in den kommenden Tagen würden wir ausschließen, vielmehr stellt sich die Frage wie weit die Aktie im Zuge einer Konsolidierung des Gesamtmarktes noch fallen kann.

TradingUpdate VW, Porsche, Continental und BMW Vz.

Nach den gestrigen Turbulenzen aufgrund der drohenden Regulierung des Automarktes in China zeigen sich die Aktien der Automobilhersteller und -Zulieferer, nach anfänglichen Verkäufen, heute wieder etwas erholt. Ich gehe davon aus das diese Nachricht wohl mehr Unruhe verbreitet hat, als dies unbedingt nötig gewesen wäre. Die Kursabschläge gestern und heute dürften übertrieben gewesen sein. Das „Handelsblatt“ hatte gestern berichtet, dass die Stadtregierung von Peking die Zahl der Neuzulassungen im kommenden Jahr halbieren wolle. Weder ist diese Nachricht amtlich, noch sind bis dato die Zahlen offiziell. Grund für diese Aussage war wohl vorrangig das permanente Verkehrschaos in Peking. Eine Stadt mit 22 Millionen Einwohnern braucht eben neben schicken Wolkenkratzern auch eine ordentliche Infrastruktur.

Grundsätzlich heißt das wohl auch nicht, das die Absatzzahlen der deutschen Automobilhersteller nun zwangsweise in den Keller gehen müssen, sollte es so kommen. Denn im Gegensatz zu den USA, wo auf einen Bürger 1,3 PKW kommen und bei uns in Deutschland immer noch ein Auto für jeden dritten Bürger sieht die Rechnung in China deutlich anders aus. Hier hat „nur“ jeder 20te Bürger ein Auto, und meistens sind dies Fahrzeuge die in absehbarer Zeit erneuert werden müssen. Die neu entstandene Mittelschicht konsumiert vorrangig westliche Produkte, die als Zeichen für Wohlstand und entsprechende Anerkennung in China gelten.

China wir die Umweltprobleme und auch die mangelnde Infrastruktur mittelfristig in den Griff bekommen müssen. Hier werden inzwischen auch Milliardenbeträge investiert, aber es reicht bei weitem nicht um der Lage Herr zu werden. Ich sehe China langfristig als den Markt für alternative Antriebstechniken im Automobilsektor. Hersteller die das rechtzeitig erkennen und sich entsprechend darauf einstellen werden zu den großen Gewinnern der Zukunft gehören. Vergessen sollte man aber auch nicht den Wirtschaftsfaktor Automobilbau in China. Nicht von ungefähr kommen die Pläne vieler europäischer Hersteller große Werke und Produktionsstätten im Reich der aufgehenden Sonne zu errichten. Die Nachfrage in China wird noch einige Jahre hoch bleiben bis ein gewisser Sättigungsgrad eingetreten ist. Arbeitsplätze werden geschaffen und dies schafft zusätzlichen Wohlstand.

Zu den einzelnen Aktien des Sektors… Bei BMW gab es heute schlechte Kommentare von Analysten. Metzler hält die Aktie für zu teuer und hat das Kursziel von 60,- auf 55,- Euro runtergestuft. BMW dürfte nach unserer Meinung auf dem aktuellen Niveau fair bewertet sein. Wie schon vor Wochen geschrieben kann ich mir aber im kommenden Jahr einen weiteren Anstieg bis 70,- Euro vorstellen. Im Branchenvergleich deutlich unterbewertet scheinen hingegen die Vorzugsaktien von BMW zu sein, die heute ebenfalls etwas nachgeben und somit unseren Wunsch-Kaufkurs erreicht haben. Die Diskrepanz zwischen den Stammaktien die nahe der 60,- Euro Marke notieren und den Vorzugsaktien, die es heute deutlich unter 40,- Euro gibt wird sich irgendwann auflösen. Sollten die Stämme im kommenden Jahr über 70,- Euro notieren sehe ich für die Vorzüge ein Minimalziel von ca. 60,- Euro.

Bei VW scheint gerade ebenfalls etwas die Luft raus zu sein, allerdings sind Kurse knapp über der Unterstützung bei 118,- Euro für uns ebenfalls eher wieder Kaufkurse. Mittelfristig ist und bleibt VW neben Porsche der interessanteste Wert aus dem Automobilsektor weltweit. Die VW Aktien befinden sich inzwischen charttechnisch bereits wieder im überverkauften Bereich. Bei Porsche scheint nach dem groben Rücksetzer gestern das Schlimmste überstanden zu sein. Der Abschlag war einfach übertrieben. Inzwischen hat sich die Porsche Aktie wieder über der gültigen Unterstützung bei 60,- Euro eingependelt, das nächste Ziel dürfte nun bei 61,20 liegen.

Wie oben angesprochen wird sich der Automobilmarkt langfristig verändern müssen. Ein großer Profiteur dieser Entwicklung könnte die Continental AG sein, die unter anderem die Komponenten für alternative Antriebstechniken liefert. Wir haben auch diese Aktie wieder in unser Depot aufgenommen. Der Boden bei 58,- Euro hat erneut gehalten. Bei allen genannten Aktien gehen wir davon aus, dass heute ein guter Tag ist erste Positionen aufzubauen.

Trading Update Deutsche Börse, Deutsche Bank, VW und Porsche

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und man kann eine gewisse Müdigkeit bei den Akteuren an den weltweiten Börsen feststellen. Trotz der überaus guten Vorgaben, dem eher verhaltenen Hexensabbat und dem erneut positiven ifo-Index konnte der DAX die 7.000er Marke zunächst nicht verteidigen. Auch ich hatte mich eher auf ein beschauliches Jahresende eingestellt, jedoch gibt es ein paar Ereignisse die mich nun veranlassen wieder kurzfristig in den Markt einzusteigen. Die offenen Position bei der Deutschen Börse AG läuft nach wie vor planmäßig und gut. Der Wert hat einfach Nachholpotenzial und unser erstes Kursziel bei 53,20 Euro wurde noch nicht erreicht, wenn auch nur knapp. Das Tageshoch am Freitag lag bei 52,80 Euro. Kann die Aktie der Deutschen Börse AG in den kommenden Tagen über 53,20 Euro schließen erhöht sich das Kursziel automatisch auf 55,50 Euro und 58,- Euro.

Bei der Deutschen Bank Aktie scheint nun der Turnarround geglückt zu sein. Die 40,- Euro Marke wurde in der abgelaufenen Woche bereits wieder getestet, konnte aber noch nicht nachhaltig wieder überschritten werden. Ich bin mir nahezu sicher, dass Kurse unter 40,- Euro nun aber schnell der Vergangenheit angehören werden. Zum einen spricht der Chart eine deutliche Sprache, sprich das kürzlich erzeugte Kaufsignal ist weiterhin aktiv, und zum anderen wurden am Freitag in der Xetra Schlussauktion satte 13 Millionen Stücke gekauft!!! Hier ist ein starker Käufer dran, bzw. eventuell wurde auch ein große Shortposition eingedeckt. Das Schlimmste sollten Deutsche Bank Aktionäre nun erst einmal überstanden haben, wenn keine neuen Horrormeldungen aus Euroland kommen. In jedem Fall sind diese Umsätze bemerkenswert und einen Trade auf der Long-Seite wert.

Die Aktien der Autobauer sind in den letzten beiden Handelstagen deutlich zurück gekommen. Gewinnmitnahmen zum Jahresende nach der herausragenden Performance dieser Titel sind normal und sollten nicht weiter beunruhigen. Aber dies war auch ein Grund warum ich mich Anfang der letzten Woche erst einmal für einen Ausstieg entscheiden habe, da ich den Verfallstag abwarten wollte. Die Aktien von VW und Porsche sind nun schneller auf ein erneutes Kaufniveau zurückgekommen als angenommen. Konsequenter Weise baue ich nun bereits wieder erste Positionen bei Volkswagen und Porsche auf. An der fundamentalen Situation hat sich nichts geändert, das sieht auch die Analysten-Gilde so, die zuletzt noch einmal die Kursziele für für die beiden Autobauer deutlich angehoben hat.

Die kommenden drei Wochen sind zwar traditionell sehr umsatzschwach, gehörten aber in den letzten beiden Jahren bereits zu den lukrativsten des gesamten Jahres, mal schauen ob das in diesem Jahr auch wieder so ist. Sollte sich hier eine positive Entwicklung abzeichnen werde ich weiter aufstocken, und drei sehr interessante Aktien u.a. aus dem Rohstoffsektor hinzukaufen. Welche dies sein werden lesen Sie in den kommenden Tagen im Blog.

Noch ein kleiner Tipp zum Jahresende: Im kommenden Jahr wird wiedermal alles teurer, ob Gas, Strom oder die privaten Krankenversicherungen und die Kfz- Versicherung, Sie sollte noch dieses Jahr die Weichen stellen um dauerhaft einen ordentlichen Betrag jährlich einzusparen. Ich habe gerade mal wieder einige Anbieter gewechselt, und satte 2.200,- Euro jährlich eingespart. Einen Betrag in ähnlicher Höhe konnte ich bereits im vergangenen Jahr durch den Wechsel des Gasanbieters und der Kfz-Versicherung einsparen. Bei Beitragserhöhungen haben Sie in jedem Fall immer ein Sonderkündigungsrecht, und müssen keine Fristen abwarten!! Hier gehts zum Vergleichsrechner..probieren Sie es aus!

Solar Millennium – es bleibt spannend!

Weiter beschäftigt sich die Presse auch mit dem fast schon unglaublichen Fall bei der Solar Millennium AG. Utz Claassen hatte sich zum Amtsantritt im Januar 2010 laut Presseberichten eine satte Antrittsprämie von knapp 10 Millionen Euro von seinem neuen Arbeitgeber zahlen lassen. Nach einer Amtszeit von nur zweieinhalb Monaten hat der Vorstand dann aber bereits das Handtuch geschmissen, an eine Rückzahlung dieser Prämie die sich ursprünglich auf einen Fünf-Jahres Vertrag bezogen haben soll denkt Herr Claassen aber nicht. In der Presse war zu lesen, dass er dennoch „großzügig“ eine Rückzahlung von 2,5 Millionen angeboten habe, was der Unternehmensführung von Solar Millennium aber deutlich zu wenig war.

Ich bin weiterhin operativ von dem Unternehmen überzeugt, stelle mir jedoch ernsthaft die Frage ob es für die Qualität des Managements spricht, wenn Verträge unterzeichnet werden, in denen  offenbar nicht mal konkrete Klauseln für den nun eingetretenen Fall gegeben hat. Weiter muss man sich zwangsläufig fragen, warum es anscheinend keinerlei Klauseln, die die Aktionäre, vor solchen Übergriffen schützen, in dem Vertrag enthalten waren. Gerade bei einem Manager der bei dem letzten Unternehmen bei dem er tätig gewesen ist, einen ähnlich lukrativen Abgang hingelegt hat, ist dies wohl mehr als naheliegend. Hierzu wird sich das jetzige Management wohl bald noch ein paar unangenehmen Fragen stellen müssen…schließlich ist der Schaden ja nicht zuletzt bei den Aktionären entstanden.

Ich gehe auch davon aus, dass sich das Unternehmen bei der Ausarbeitung der Verträge rechtlich beraten ließ, und somit bleibt die Hoffnung, dass für den unwahrscheinlichen Fall das Claassen die Summe nicht größtenteils zurückzahlen muss, zumindest die verantwortlichen Anwälte teilweise dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Letztendlich ist es wohl völlig unerheblich aus welchem Grund Claassen rechtskonform, oder eben auch nicht, gekündigt hat…Die Art uns Weise ist zumindest höchst fragwürdig, und man stellt sich zwangsläufig die Frage ob es jemals überhaupt eine ernsthafte Absicht Claassens gegeben hat länger bei dem Solarunternehmen tätig zu sein. Der Aufsichtsrat des fränkischen Unternehmens hat nun strafrechtliche und zivilrechtliche Maßnahmen gegen Claassen angekündigt. Eine Fortsetzung dieses Dramas folgt wohl in Kürze….

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